Meditation

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Das Wort Meditation (Sanskrit: dhyāna n. kommt von Latein „medias“ (Mitte) und/oder vom Lateinischen „meditatio“ (Nachsinnen, in Gedanken vertieft sein). In der Meditation geht es darum, "die Gedanken zur Ruhe zu bringen." Der Zustand in der Meditation lässt sich nur schwer erklären und muss selbst erfahren werden. Er ist ähnlich dem Tiefschlaf, nur dass Körper und Geist wach sind. Meditationstechniken wurden in vielen Kulturkreisen entwickelt. Aus medizinischer Sicht sind sie sinnvoll, um Alltagsstress und Hektik abzubauen und zur inneren Ruhe zu finden.

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Meditation ist der Schlüssel für Positivität, inneren Frieden, Kreativität und Lebensfreude. Sie ist jedem geduldig Übenden zugängig. Schon 10-15 Minuten täglicher Übung erschließen die inneren Quellen ungeahnter Kraft und verhelfen dir zu Ruhe und Gleichgewicht. In dem meditativen Zustand gehen die Gehirnwellen in den sogenannten „Alpha-Modus", und du kannst dich ganz bewusst für dein höheres Selbst öffnen. Wir sind es gewohnt, ständig zu denken, ähnlich wie ein See, dessen Wasseroberfläche immer in Bewegung ist. So erscheint es fast unmöglich, in uns hineinzuspüren. Erst wenn die Wellen ruhig sind, können wir tiefer in uns hineinschauen.

Inhaltsverzeichnis

Praxis

Es ist wichtig, für die Meditation immer den gleichen Ort und die gleiche Zeit zu wählen. Die beste Zeit ist morgens und abends (der Geist ist dann noch ruhig). Sitzhaltung: Eine bequeme Stellung mit geradem Rücken einnehmen. Den Rücken nicht anlehnen. Gekreuzte Beine sind energetisch hilfreich. Hände auf Oberschenkel/Knie ablegen.

Meditation zu Hause: Eine eigene Meditationsecke zu Hause einrichten. Es sollte während der Meditation ruhig sein. Eine feste Zeit festlegen. Mit zehn Minuten anfangen und langsam auf eine halbe Stunde steigern, wenn nötig den Wecker stellen. Bewusst den Atem zur Ruhe kommen lassen. Aufmerksamkeit bewusst nach innen ziehen, Sinneseindrücke in den Hintergrund treten lassen, Augen schließen. Den Geist um Ruhe bitten. (Das kann nicht erzwungen werden.) Einen inneren Konzentrationspunkt wählen (Herz oder Punkt zwischen Augenbrauen). Den Geist auf ein Objekt richten: den Atem, ein Mantra, ein Bild. Hindernisse in der Meditation sind unruhige Gedanken, körperliche Schmerzen, geistige Widerstände.

Im uralten klassischen Yoga unterstützen verschiedene Körperhaltungen und -übungen, Atemtechniken, sowie Fasten und andere Arten der Askese die Meditation. Lange ruhig und bewegungslos gehaltene Asanas sind bereits meditativ.

Auch Tai-Chi und meditative Kampfkünste können Gegenstand und Vehikel sein: Besonders in den taoistischen Tradition der inneren Kampfkünste (z. B. Taijiquan) spielt der meditative Aspekt eine große Rolle. In manchen Stilen tritt der kämpferische Ursprung fast völlig zurück. In vielen der äußeren Kampfkünsten (z.B. Aikido, Karate, Judo und auch Kinomichi) werden ebenfalls meditative Praktiken geübt.

Meditationsarten

Es gibt sehr viele verschiedene Meditationsarten und alle haben ihre Berechtigung. Einige Beispiele:

  1. Einfache Mantrameditation
  2. Tratak (Kerzenmeditation)
  3. Ausdehnungsmeditation
  4. Energiemeditation
  5. Kombinierte Mantrameditation
  6. Eigenschaftsmeditation

Wirkungen der Meditation

  1. Reduziert Stress und Bluthochdruck
  2. Macht leistungsfähiger und erhöht das Konzentrationsvermögen
  3. Stärkt das Selbstwertgefühl, fördert die innere Ruhe und Harmonie sowie Gelassenheit im Alltag
  4. Erfahrung der Einheit, Harmonie und Frieden
  5. Ein Gefühl des Wohlwollens für alle Lebewesen stellt sich ein
  6. Wohltuende Leichtigkeit stellt sich ein
  7. Das Empfinden reiner Gegenwart wird erfahrbar
  8. Entzückung entsteht
  9. Harmonie mit der Natur wird bewusst
  10. Freude an reiner Präsenz
  11. kein spezielles Erlebnis
  12. Der Wunsch, anderen zu helfen, wird entfacht
  13. Ein allgemeines Wohlbefinden breitet sich aus
  14. Lücken werden als Freude empfunden
  15. man hat das Gefühl in einem unendlichen Raum zu sein
  16. die segensreiche Erfahrung das Atmens völlig neu entdeckt zu haben
  17. in der Wirbelsäule kann eine Energie spürbar werden
  18. das Empfinden einer höheren und liebenden Macht
  19. Verbundenheit mit allen Wesen wird erfahrbar
  20. Es wächst die Bereitschaft loszulassen

Wissenschaftliche Studien zu Meditation

Es gibt sie Anfang des 20. Jahrhunderts zahllose wissenschaftliche Studien über die Wirkung von Meditation. Man kann drei Phasen der wissenschaftlichen Erforschung von Meditation unterscheiden:

  • Außergewöhnliche physiologische Effekte bei Yogis wie Herzstillstand, Atemstillstand, Schmerzunempfindlichkeit. Darüber wurde besonders in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts berichtet etc.
  • Wirkungsstudien über Reduzierung von Stress-Syndrom durch Meditation, insbesondere seit den 70er Jahren; dabei werden auch die physiologischen Effekte von Meditation insbesondere auf Blutdruck, EEG, Atmung, elektrischer Hautwiderstand Hormone und Immunzellen im Blut weiter erforscht
  • Moderne Forschung mit verfeinerter Technik (bildgebende Verfahren- Hirnscans) und breiter angelegte, qualitativ hochwertigeren wissenschaftlichen Studien, die sich auf fünf Gebiete verteilen:
    • Wissenschaftliche Studien zur Physiologischen Wirkungen der Meditation, wobei die Hirnphysiologie eine besondere Rolle spielt
    • Wirkungsstudien: Wirkung von Yoga auf bestimmte körperliche Erkrankungen
    • Wissenschaftliche Studien zur geistigen Leistungssteigerung durch Meditation, insbesondere Gedächtnis, Konzentration, Kreativität, Entscheidungskompetenz etc.
    • Wissenschaftliche Studien zur Wirkung der Meditation auf psychische Erkrankungen wie Ängste, Angstzustände, Depression, Burnout etc. sowie zur Persönlichkeitsentwicklung
    • Wissenschaftliche Studien zu spirituellen Erfahrungen durch und während der Meditation
    • Soziologische Studien: Wer übt überhaupt Meditation und aus welchen Gründen?

Nähere Angaben zu den Studien über Meditation findest Du unter Wissenschaftliche Studien Meditation

Meditation für Anfänger

Shiva als Meditationsvorbild

Es ist schwierig, die Meditation nach einer schriftlichen Anleitung zu erlernen. Am besten lernt man sie in einer Gruppe oder durch ein Video. Wir werden hier gemeinsam eine einfache Meditation für Anfänger entwickeln. Das Ziel ist eine einfache Meditation, die etwa fünf Minuten dauert und im Alltag hilfreich ist.

  1. Gedankenstopp: Stoppe eine Minute alle Gedanken. Wenn Gedanken kommen, schiebe sie immer wieder weg. Beobachte, wie du langsam innerlich ruhiger wirst.
  2. Verweile: Entspanne dich und verweile eine Minute in der Meditation. Die Gedanken dürfen kommen und gehen, wie sie wollen.
  3. Mantra: Denke mehrmals (5-10 Mal) das Mantra "Om" im Kopf, im Brustkorb, im Bauch, in den Beinen, in den Füßen, in der Erde und dann im ganzen Kosmos: "Om Shanti, Om Frieden ..."
  4. Entspannung: Entspanne dich eine Minute. Jetzt entsteht Wohlgefühl in dir.
  5. Bewegen: Bewege deine Füße und Hände. Strecke und räkle dich. Sei wieder da. Finde einen positiven Satz. "Mein positiver Satz ist ... (Mit Optimismus voran)."

Meditation als Weg der Selbstbesinnung und Selbsterkenntnis

Die Göttin unserer inneren Weisheit

In der Meditation haben wir Zugriff auf unser Unterbewusstsein. Wir können es durch meditative Fragen erforschen und herausfinden, wer wir wirklich sind und was wir wirklich wollen. Zuerst bringen wir uns in eine meditative Stimmung, und dann stellen wir unserem Unterbewusstsein (unserer inneren Stimme, der Weisheit) eine Frage. Die Antwort taucht dann von alleine in uns auf.

  • Wir atmen tief in den Bauch. Alle Gedanken kommen langsam zur Ruhe. Wir spüren Frieden in uns. Wir entspannen uns. Vor unserem geistigen Auge taucht eine schöne Insel auf. Sie ist von einem großen Meer umgeben. Das Wasser plätschert sanft am Strand. In der Mitte der Insel erhebt sich ein großer Berg. Seine Hänge sind mit würzig riechenden Sträuchern bewachsen. Oben auf dem Berg steht ein Tempel. Es ist der Tempel deiner inneren Weisheit.
  • Du gehst den Weg vom Strand hinauf zum Tempel. Wie sieht dein Tempel aus? Du trittst durch die Tür ein. Im Tempel ist es halbdunkel und sehr ruhig. In der Mitte sitzt auf einem Thron eine weise Frau oder ein weiser Mann. Es ist die Verkörperung deiner eigenen inneren Weisheit. Wen siehst du in deinem Tempel? Einen Meister, eine Göttin, eine weise Frau, dich selbst? Die höchste Weisheit steht über allen Formen. Sie kann sich durch alle Formen ausdrücken.
  • Du kannst jetzt deinem Weisheitswesen eine Frage stellen. Denke über dein Leben nach. Welche Erfahrungen hast du in deinem Leben gemacht? Wie ist deine momentane Situation? Was sind deine Ziele? Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Was ist dein Lebensplan? Was ist dein Weg eines weisen Lebens? Besinne dich auf deine Lebensziele, deine Aufgabe und deinen Weg.
  • Stelle deine Frage. Meditiere über die Frage, bis du deinen Weg ganz klar siehst. Horche innerlich auf die Antwort. Finde deinen Siegerweg. Was sagt dir deine innere Weisheit? Was antwortet dir dein Weisheitswesen? Lass die Antwort in dir wirken. Formuliere einen positiven Satz. Denke die Antwort mehrmals als Mantra.
  • Stoppe eine Minute alle Gedanken. Verweile danach einige Minuten in der Meditation. Gedanken und Gefühle dürfen jetzt kommen, wie sie wollen. Vielleicht möchtest du noch etwas nachdenken? Vielleicht fallen dir einige gute Gedanken ein? Kehre aus der Meditation zurück, wenn dafür die richtige Zeit ist. Geh auf deine Art konsequent deinen Weg der Wahrheit und Weisheit. Geh optimistisch in deine Zukunft.

Vorübungen vor der Meditation

Vorübungen im Stehen

  • Uddhiyana Bandha: Aufrecht stehen. Vollständig ausatmen, Knie leicht beugen, mit Händen das Gewicht auf die Knie geben, Bauch hineinziehen. Mit leeren Lungen den Atem solange anhalten, wie es bequem ist. Dann Bauch nach vorne lassen und einatmen. Zwischenatmen. 2-4 Mal wiederholen. Am besten morgens nach dem Aufstehen.
  • Agni Sara: Wie bei Uddhiyana Bandha anfangen. Nach dem Ausatmen mit leeren Lungen Bauch nach vorne und zurück geben. Solange machen wie möglich, dann Bauch nach vorne geben und einatmen. 2-4 Runden machen. Am besten direkt im Anschluss an Uddhiyana Bandha.
  • Gorilla: Vollständig einatmen. Dann Luft anhalten, Brustkorb ausdehnen. Mit Fingern auf Brustkorb trommeln. Dann Lippen schürzen und durch Mund stoßweise ausatmen, bis Lungen leer. Dann Uddhiyana Bandha (Bauch einziehen) solange wie bequem. Wieder vollständig einatmen und wiederholen. Beim zweiten Mal mit Handflächen auf dem Brustkorb trommeln, beim dritten Mal mit den Fäusten.

Vorübungen im Sitzen

  • Aufladeübung (im Stehen): Füße hüftbreit auseinander, Fußinnenseiten parallel, Knie leicht gebeugt, Lenden-wirbelsäule ganz aufgerichtet, Becken gekippt. Hände über Kreuz oberhalb des Nabels. Einatmen, Handfläche nach außen und oben und die Arme heben bis über den Kopf. Dabei die Knie ausstrecken. Stelle dir dabei vor, dass du beim Einatmen Energie aufnimmst. Anhalten, Hände falten und nach links und nach rechts beugen. Stelle dir vor, dass du die Energie im Körper verteilst. Ausatmen, Handflächen nach unten geben. Dabei leicht die Knie beugen. Stelle dir dabei vor, dass du die Energie in alle Richtungen weiter gibst.

Variationen: Beim Einatmen Mula Bandha und Ujjayi Atmung. Beim Anhalten Mula Bandha. Beim Ausatmen ohne Mula Bandha aber mit Ujjayi.

Vorübungen im Sitzen

Pranayama vor der Meditation

  • Kapalabhati: Mit gekreuzten Beinen hinsetzen. Wichtig: Rücken gerade, Nacken gerade. Schnell mit dem Bauch ein- und ausatmen (Einatmung entspannt und 3x solange wie Ausatmung). Anfangs 20-30 Mal atmen, später bis auf 200 steigerbar. Anschließend zwei tiefe Atemzüge, dann die Luft anhalten (Lungen zu 75% gefüllt). Ausatmen, wenn es unbequem wird. 3-5 Runden machen. Beim Anhalten kann Mula Bandha angewendet werden (kein Jalandhara Bandha)
  • Wechselatmung: Nasenlöcher abwechselnd mit rechtem Daumen und Ringfinger schließen. Links einatmen, Atem anhalten, rechts ausatmen, rechts einatmen, anhalten, links ausatmen entspricht eine Runde. Anfänger: Verhältnis Einatmen: Anhalten: Ausatmen ist 1:1:2; Fortgeschrittene Anfänger 1:2:2; Mittelstufe und Fortgeschrittene 1:4:2. Konzentration auf Reinigung der Nadis oder Ajna Chakra.

Swami Sivananda: „Was ist Meditation?"

Dhyanamnirvishayammanas: Der geistige Zustand, in dem keine sinnenverhafteten Gedanken mehr vorhanden sind, ist Meditation. Tatrampratyayaikatanatadhyanam: Der ununterbrochene Fluss einer Wahrnehmung oder eines Gedankens, auf einen Gegenstand gerichtet, wie das Wasser, das stetig im Strom fließt (Pravaha), ist Dhyana-Meditation. Das Bewusstsein ist nur noch von einer Gedankenschwingung erfüllt (Ekarupa Vritti Pravaha).

Meditation ist die Aufrechterhaltung eines ununterbrochenen Flusses von Gottesbewusstseins, von dem Gedanken an Gott oder Atman, wie der unaufhörliche Fluss des Öls von einem Gefäß in das andere fließt (Taila Dharavat). Alle weltlichen Gedanken sind aus dem Bewusstsein ausgeschlossen, das erfüllt und völlig ausgefüllt ist von göttlichen Gedanken, göttlicher Herrlichkeit, göttlicher Gegenwart. Meditation ist der regelmäßige Fluss der Gedanken zu dem Gegenstand der Konzentration hin.

Meditation, die auf die Konzentration folgt, ist die siebente Stufe auf der Leiter des Yoga. Yogis nennen sie "Dhyana", Jnana Yogis, die reine Erkenntnis erstreben, "Nididhyasana", Mystiker oder Bhakti Yogis "Bhajana". Yoga verlangt Auflösung aller Veränderungen des Bewusstseins. Das Auslöschen der Gedanken, das völlige Leermachen des Bewusstseins ist ohne Zweifel eine schwierige Schulung, die unaufhörliche Übung und große Intensität erfordert, aber dann mit Sicherheit zum Erfolg führt.

Meditation als königlicher Weg zur Befreiung

Meditation ist der einzige, königliche Weg, der zum Heil, zur Befreiung, zu Moksha führt. Meditation tötet alle Leiden und Schmerzen, die drei Arten von Fieber (Tapas) und die fünf Arten von Sorgen (Kleshas). Meditation vermittelt die Schau der Einheit und entwickelt den Sinn des Einsseins. Meditation hebt den Schüler hinauf in die höchsten Bereiche immerwährender Seligkeit und ewigen Friedens. Sie ist die geheimnisvolle Leiter, die Erde und Himmel miteinander verbindet und den Schüler zu den unsterblichen Bereichen Brahmans führt.

Meditation ist der nie versiegende Strom des einen Gedanken Gottes, des Atman. Er versiegt nicht gleich dem Öl, das von einem Gefäß zum anderen fließt (Taila Dharavar). Meditation folgt der Konzentration.

Ort, Zeit, und Asana für die Meditation

Für seine Meditationsübungen wähle man als beste Zeit die frühen Morgenstunden von vier bis sechs Uhr (Brahma Muhurta). Man setze sich in eine der vorgeschriebenen Stellungen (Padmasana, Siddhasana oder Sukhasana), Kopf, Nacken und Rumpf in gerader Linie, und konzentriere sich auf die Mitte zwischen beiden Augenbrauen (Trikuti) oder mit geschlossenen Augen auf das Herz.

Arten der Meditation

Es gibt zwei Arten von Meditation: die konkrete Meditation (Saguna Dhyana) und die abstrakte Meditation (Nirguna Dhyana). In der konkreten Meditation meditiert der Schüler über die Gestalt des Gottes Krishna, Rama, Sita, Vishnu, Shiva, über Gayatri oder Devi. In der abstrakten meditiert er über sein eigenes Selbst oder Atman. Stelle das Bild des Hari (einer der Namen Vishnus) mit den vier Händen vor dir auf. Wenn du unverwandt fünf Minuten lang auf das Bild geblickt hast, schließe die Augen, und sehe es mit dem inneren Blick.

Sieh in Gedanken zuerst seine Füße, dann nacheinander seine Beine, sein gelbes, seidenes Gewand, seinen goldenen, steingeschmückten Halsschmuck (Kaustubha), seinen Ohrring (Makara Kundala), dann sein Gesicht, das gekrönte Haupt, den Diskus (Chakra) in der oberen rechten Hand, den Lotus in der unteren linken Hand. Nun lass den Blick herabgleiten auf die Füße und beginne die Übung immer wieder von neuem. Zuletzt konzentriere die Gedanken auf die Füße oder auf das Gesicht, wiederhole in Gedanken das Mantra: "Hari Om" oder "Om Namo Narayana", und denke nach über die Attribute des Gottes, über seine Allmacht, Allgegenwart und Reinheit.

Meditiere von ganzem Herzen über Om und seine Bedeutung. Das nennt man Nirguna Dhyana. Wiederhole in Gedanken: Om! Identifiziere dich mit Atman. Fühle: „Ich bin das allesdurchdringende, unsterbliche Selbst oder Atman. Ich bin Satchitananda Brahman (die reine Gegenwart, die reine Erkenntnis, die reine Glückseligkeit). Ich bin der schweigende Zeuge (Sakshin) der drei Stufen des Bewusstseins mit all ihren Abweichungen. Ich bin das reine Bewusstsein, unterschieden von Körper, Denken, Kraft (Prana) und Sinnesempfindungen. Ich bin das aus sich selbst strahlende Licht der Lichter. Ich bin die ewige, erhabene Seele.“

Meditationserfahrungen und Zeichen des Fortschritts in der Meditation

Wenn du dann Zufriedenheit, Hoffnungsfreudigkeit, Geduld und Stille der Gedanken empfindest, wenn deine Stimme zart ist und der Körper leicht, wenn du ohne Furcht und ohne Wunsch, ohne Gefallen an den Dingen dieser Welt bist, dann sei dir bewusst, dass du auf dem geistigen Pfad voranschreitest und dich Gott näherst.

O Prema! Es gibt einen Ort, an dem du keinen Ton hören, keine Farbe erblicken wirst. Dieser Ort heißt Stätte ohne Leiden (Parama Dama oder Padam Anamaya). Es ist das Reich des Friedens und der Seligkeit. Hier gibt es kein körperliches Bewusstsein mehr, hier findet das Denken Ruhe. Alle Begierden und Wünsche lösen sich auf. Die Sinne (Indriyas) schweigen, der Intellekt hört auf zu arbeiten. Es gibt keinen Kampf, kein Streiten mehr. Willst du diesen Ort durch schweigende Meditation erreichen? Feierliche, erhabene Stille herrscht hier. Die Weisen (Rishis) aller Zeiten, die ihre Gedanken in Schweigen versenkten, sind zu diesem Ort gelangt, an dem Brahma erstrahlt in seinem ewigen Glanz.

Vergiss den Körper, vergiss die Umwelt. Vergessen ist die höchste der geistigen Tugenden (Sadhana). Es unterstützt die Meditation wesentlich und erleichtert den Zugang zu Gott. Der Gedanke an Gott lässt alles andere vergessen.

Habe Teil am Zustand geistigen Bewusstseins, indem du deine Gedanken von den sinnenhaften Dingen zurückziehst und sie auf die Lotusfüße des Herrn richtest, der immerwährend in deinem Herzen aufleuchtet. Versenke dich durch tiefe, stille Meditation in ihn, versinke tief hinein und bewege dich frei im Meer von Satchitananda. Treibe im Strom göttlicher Freude. Schöpfe aus der Quelle. Gehe geradewegs zum Ursprung des Göttlichen Bewusstseins, und trinke seinen Nektar. Fühle den Schauer der göttlichen Umarmung und sei beglückt in göttlicher Ekstase. In diesem Zustand muss ich dich allein lassen. Du hast Unsterblichkeit erlangt, die keine Furcht kennt. O Prema! Fürchte dich nicht. Erstrahle im Licht, das du erleuchtet hast.

Ermutigung für die Übung der Meditation

Meditiere regelmäßig und systematisch zu den gleichen Tagesstunden. Dann wirst du dich leicht in den richtigen Geisteszustand versetzen. Je mehr du meditierst, umso stärker öffnet sich ein inneres, geistiges Leben, in dem Sinne und Verstand bedeutungslos werden. Ganz nah der ewigen Quelle Atman wird man erfasst von der Woge ewiger Glückseligkeit und Frieden erfahren. Die sinnenhaften Dinge besitzen keine Anziehungskraft mehr, und die Welt erscheint wie ein Traum. Das Aufdämmern wahrer Erkenntnis (Jnana) wird das Ergebnis tiefer Meditation sein.

Du wirst vollkommene Erleuchtung erlangen: Der Vorhang des Nichtwissens fällt, die Schleier zerreißen, und die Ideen des Körperlichen schwinden. Du wirst die Bedeutung der großen heiligen Formel (Mahavakya) erfassen: „Tat Twam Asi“ (Das bist du). Alle Verschiedenheiten, Unterscheidungen und Eigenschaften sind aufgehoben. Überall wirst du nun das unendliche, unbegrenzte Atman erblicken voller Seligkeit, Licht und Weisheit, eine wahrhaft seltene Erfahrung. Zittere nicht in Furcht, wie Arjuna. Sei beherzt. Du bist allein mit dir; nichts siehst, nichts hörst du mehr, denn die Sinne zurückgezogen sind. Alles ist reines Bewusstsein.

Meditation und die Frage: Wer bin ich?

Du bist das Atman, o Prema. Du bist nicht dieser vergängliche Körper. Zerstöre deine Vorstellungen (Moha) von diesem schmutzigen Körper. Sage in Zukunft nicht mehr „mein Körper“, sage „dieses Werkzeug“. Wenn die Sonne leuchtend untergeht, setz dich zur Meditation und tauche erneut in den heiligen Zusammenfluss des Atman in dir (Nirvana) ein. Sammle Gedankenstrahlen, und versinke tief in die innersten Winkel deines Herzens. Gib alle Zweifel, alle Sorgen, alle Unruhe und Befürchtungen auf. Ruhe aus in dem Meer des Schweigens. Freue dich des ewigen Friedens. Du bist kein Wesen mehr, das an seinen Körper gebunden ist. Alle Begrenzungen sind für dich gefallen. Wenn alte Begierden und Wünsche wieder aufzusteigen suchen, zerstöre sie mit der Zuchtrute der Unterscheidung (Viveka) und dem Schwert des Verzichts (Vairagya). Verfüge über diese beiden Waffen, bis du verwurzelt bist in Brahma (Brahma Sthiti) und vollkommen in Atman ruhst.

Om ist Satchidananda. Om ist Unendlichkeit, Ewigkeit. Singe OM. Fühle Om. Preise OM. Lebe in OM. Meditiere OM. Schreie OM OM OM. Höre OM. Schmecke OM. Erblicke OM. Iss OM. Trinke OM. Möge dieses OM dich begleiten! OM! OM! OM! OM Shanti

Swami Sivananda: Zwanzig Hinweise für die Meditation

Auszug aus dem Buch Die Botschaft von Swami Sivananda

  1. Habe einen besonderen verschließbaren Raum für die Meditation. Erlaube niemals irgend jemandem, diesen Raum zu betreten. Verbrenne dort Weihrauch. Wasche deine Füße, bevor du diesen Raum betrittst.
  2. Ziehe dich an einen ruhigen Platz oder Raum zurück, wo du nicht befürchten musst, gestört zu werden, damit dein Geist sich sicher fühlen und ausruhen kann. Natürlich können nicht immer ideale Bedingungen geschaffen werden, aber auch dann solltest du doch das Möglichste tun. Du solltest allein sein, du selbst in Verbindung mit Gott oder Brahman.
  3. Stehe früh motgens um 4 Uhr auf (Brahmamuhurta), und meditiere von 4 bis 6 Uhr. Meditiere erneut von 19 bis 20 Uhr.
  4. Stelle ein Bild von deinem Ishta (dem Gott deiner Religion) in diesem Raum auf, desgleichen einige religiöse Bücher, die Gita, die Upanishaden, die Yoga Vasishta, das Bhagavata usw. Sitze in einem kreuzbeinigen Sitz vor dem Bild deines Ishta.
  5. Sitze in Padma, Siddha, Sukha oder Swastika Asana. Halte Kopf, Nacken und Rumpf in einer geraden Linie. Beuge dich weder nach vorn noch nach hinten.
  6. Schließe die Augen, und konzentriere dich leicht auf den Raum zwischen den Augenbrauen (Trikuti). Falte die Hände.
  7. Kämpfe nie mit den Gedanken. Wende bei der Konzentration keinerlei Gewalt an. Lockere alle Muskeln und Nerven. Lockere das Gehirn. Denke still an deinen Ishta. Wiederhole langsam mit Andacht und Verständnis dein Guru Mantra (Bhava). Beruhige die sprudelnden Gedanken, und bringe sie zum Schweigen.
  8. Mache keine heftigen Anstrengungen, die Gedanken zu beherrschen, sondern überlasse sie eher eine Weile sich selbst, bis ihre Wirkung erschöpft ist. Sie werden die Gelegenheit wahrnehmen und zuerst wie ein wild gewordener Affe herumhüpfen, bis sie allmählich niedersinken und dann auf deine Befehle warten. Es kann eine Weile dauern, bis der Gedankenstrom gezähmt ist, aber bei jedem neuen Versuch wird es kürzere Zeit in Anspruch nehmen.
  9. Saguna und Nirguna Dhyana: Saguna Dhyana nennt man das Meditieren über einen Namen und eine bestimmte Form Gottes. Das ist die konkrete Meditation. Meditiere über irgend eine dir angenehme Form Gottes, und wiederhole seinen Namen im Geist. Das ist Saguna Dhyana. Oder wiederhole Om im Geist, und meditiere über abstrakte Ideen wie Unendlichkeit, Ewigkeit, Reinheit, Gewissenhaftigkeit, Wahrhaftigkeit, Glückseligkeit usw., indem du diese Begriffe mit deinem Selbst verbindest. Das ist Nirguna Dhyana. Halte dich an eine Methode. Im Anfangsstadium ist für die meisten Menschen nur Saguna Dhyana angemessen.
  10. Ziehe immer wieder die Gedanken von den weltlichen Dingen ab, wenn sie vom Lakshya (Hauptpunkt der Konzentration) abschweifen, und bringe sie wieder dahin zurück. Diese Art von Kampf wird einige Monate andauern.
  11. Wenn du dich beim Meditieren auf Krishna konzentrierst, so behalte im Anfang sein Bild vor dir. Blicke ständig darauf, ohne mit den Augenlidern zu zwinkern. Betrachte zuerst seine Füße, dann das gelbseidene Gewand, dann den Schmuck um seinen Hals, dann sein Gesicht, die Ohrringe, die mit Diamanten besetzte Krone auf seinem Haupt, sodann seine Armringe und Armbänder. Dann seine Muschel, sein Zepter, den Diskus (Wurfscheibe) und die Lotosblume. Blicke dann wieder auf die Füße. Und nun gehe noch einmal den ganzen Weg durch. Tue das eine halbe Stunde lang immer wieder. Wenn du dich müde fühlst, so schaue für eine Weile ständig nur auf das Gesicht. Übe das drei Monate lang.
  12. Dann schließe deine Augen, und schaue im Geist das Bild und lass den Geist in die verschiedenen Teile wandern, genau wie du es vorher mit den Augen getan hast.
  13. Du kannst mit der Meditation die Vorstellung von den Eigenschaften Gottes verbinden, wie Allmacht, Allwissenheit, Reinheit, Vollkommenheit usw.
  14. Wenn böse Gedanken deinen Geist befallen, so gebrauche nicht deine Willenskraft, um sie zu vertreiben. Du verlierst dadurch nur deine Energie. Du wirst deinen Willen belasten und dich ermüden. Je mehr du dich anstrengst, desto mehr kommen die bösen Gedanken, und zwar mit doppelter Stärke. Sie kommen immer schneller. Und sie werden auch immer mächtiger. Sei gleichgültig ihnen gegenüber. Bewahre die Ruhe. Sie werden bald verschwinden. Ersetze sie durch gute Gegengedanken (Pratipaksha Bhavana Methode des gegensätzlichen Denkens). Oder denke immer wieder nachdrücklich an das Bild Gottes oder das Mantra. Oder bete.
  15. Lasse niemals einen Tag vergehen, ohne zu meditieren. Verfahre systematisch und regelmäßig. Nimm reine, sattwige Nahrung zu dir. Früchte und Milch werden es dir erleichtern, die Gedankenstrahlen in einem Brennpunkt zusammenzufassen. Verzichte auf Fleisch, Fisch, Eier, Rauchen, geistige Getränke usw.
  16. Gieße kaltes Wasser über dein Gesicht, um die Schläfrigkeit zu vertreiben. Stehe für 15 Minuten auf. Binde ein Büschel Haare auf deinem Kopf mit einem Stück Schnur an einen Nagel, der darüber ist. Sobald du zu dösen beginnst und zusammensinkst, wird die Schnur dich hochziehen und dadurch wecken. Sie wird die Rolle der Mutter übernehmen. Oder lehne dich für 10 Minuten auf eine improvisierte Schaukel, und bewege dich hin und her. Mache 10 oder 20 milde Kumbhakas (Pranayama, Atemanhalten). Mache Sirshasana und Mayurasana. Als Abendessen nimm nur Milch und Früchte. Dadurch wirst du gut schlafen können.
  17. Sei sorgfältig in der Auswahl deiner Gefährten. Gib es auf, an Schwätzereien teilzunehmen. Rede wenig. Übe täglich zwei Stunden Mauna. Mische dich nicht unter unerwünschte Personen. Lese gute, inspirierende religiöse Bücher. (Wenn du keine positive gute Gesellschaft findest, so bedeutet das negative gute Gesellschaft). Habe Satsanga (Umgang mit Weisen). Alles das sind Hilfsmittel für die Meditation.
  18. Erschüttere nicht den Körper. Erhalte ihn so fest wie einen Felsen. Atme langsam. Kratze nicht den Körper bei jeder Gelegenheit. Habe die richtige geistige Einstellung, die dein Guru dich lehrt.
  19. Mache keine Konzentrationsübungen, wenn dein Geist müde und abgespannt ist. Ruhe dich dann ein wenig aus.
  20. Wenn der Geist ausschließlich von ein und demselben Gedanken beschäftigt ist, so wird er in einen tätigen physischen oder mentalen (innerlichen) Zustand versetzt. Wenn du also deinen Geist einzig und allein mit dem Gedanken an Gott erfüllst, so gelangst du sehr schnell zu Nirvikalpa Samadhi (höchste Ekstase, in der Subjekt und Objekt eins werden). Darum bemühe dich ernsthaft.

Swami Sivananda über Meditation in seinem Buch "Yoga im täglichen Leben"

Meditation ist ein ununterbrochenes, nicht abreißendes oder unaufhörliches Fließen der Schau (Idee) des Gegenstandes, auf den man sich konzentriert. Wenn du während des Tratak die Augen schließt und in Gedanken das Bild oder den Gegenstand des Trataka schaust, ist das konkrete oder Saguna-Meditation. Das noch ungeschulte Denken muss am Anfang konkret über einen Gegenstand meditieren. Wenn du über eine abstrakte Idee meditierst, ist das Nirguna-Meditation.

Anfänger, deren Verstand noch grob und mit Leidenschaften und Unreinheiten erfüllt ist, müssen unbedingt über einen konkreten Gegenstand meditieren. Ein Bild (Murthi) oder irgendein anderer konkreter Gegenstand, zum Beispiel ein Götterbild (Pratima), ist während der Meditation oder Japa unerlässlich. Vor allem Durchschnittsmenschen müssen zuerst einen Lehrgang in konkreter Meditation durchmachen. Es ist ganz ausgeschlossen, dass sie sofort mit Nirguna-Meditation beginnen.

Die meisten Schüler machen einen bedenklichen Fehler, wenn sie sogleich sich in Nirguna-Meditation hineinstürzen. Sie werden sich dabei nur die Beine brechen. Der Verstand ist nun einmal so geartet, dass er eine Form braucht, an die er sich klammern kann. Meditation über eine Murti, d.h. ein Steinbildnis oder ein Gemälde eines Gottes muss deshalb geübt werden. Das Steinbild bleibt immer der Stein, der es zuerst war. Aber die Hingabe des Frommen richtet sich auf den Herrn. ER hat sein Wohlgefallen daran und göttliche Gnade wird dem Frommen sicher geschenkt. Man braucht gar nicht die Eigenschaften Gottes erst auf sein Steinbildnis zu übertragen. Man muss sich nur vorstellen, dass das einwohnende Selbst (Antaratma) im Bild verborgen ist, die alldurchdringende, einwohnende Gegenwart, das reine Bewusstsein, das absolute Bewusstsein (Chaitanya) hinter ihm.

Ein Kind macht sich ein Spiel-Kind (Puppe) aus Lappen und spielt damit voll mütterlichen Dranges, es zu nähren und zu pflegen. Die Puppe bleibt, was sie ist, aber das Kind entwickelt seine mütterlichen Regungen für künftige Entfaltung und Betätigung. So entwickelt auch ein Bhakta, der eine Murti verehrt, Andacht, Hingabe (Bhakti), Barmherzigkeit (Anugraha), Preethi, Seelenqual über die Gottferne (Viraha) und Mahabhava und endlich höchste Hingabe (Parabhakti). Ein Schüler kann auch über die leibliche Gestalt seines Guru meditieren.

Sitze in einem abgeschiedenen Raum in Padmasana und Siddhasana. Schließe die Augen. Konzentriere dich in deinem Herzen auf das Bild Vishnus. Stelle dir vor, dass Vishnu mit seinen vier Händen inmitten einer lichtstrahlenden Sonne mit Muschel, Scheibe, Zepter und Lotus dasitzt. Schaue in Gedanken dieses Bild vom Kopf bis zum Fuß, wie du im Trataka gelernt hast. Übe auch Anbetung (Puja) in Gedanken. Opfere Blumen, Arghya, Sandelpaste, Weihrauch. Verbrenne Kampfer in Gedanken. Ähnlich kannst du über Gott Shiva, Krishna oder Devi meditieren. Anstatt auf das Herz kannst du dich auf den Raum zwischen beiden Augenbrauen (Trikuti) konzentrieren.

Übe diese konkrete oder Saguna-Meditation zwei Jahre lang. Dann gehe zur abstrakten oder Nirguna-Meditation über. Du kannst im Sitzen, Stehen und Gehen meditieren. Anfänger müssen sitzen. Wiederhole dein Gurumantra in Gedanken oder das Mantra deines Schutzgottes (Ishta Devata). Verbinde die Ideen Reinheit, Unendlichkeit, Ewigkeit, Unsterblichkeit, alldurchdringend (Vyapak), Allfülle (Paripurna), Dasein-Erkenntnis-Seligkeit (Satchidananda), ungeteilt (Akhanda), nicht-dualisch (Advaita), unbegrenzte Intelligenz (Cidakasha) und so weiter mit der Wiederholung von Om.

Copyright Divine Life Society

Swami Sivananda: Die Zeichen des Fortschrittes auf dem Weg der Meditation

Ziel der Meditation

Das Ziel des Lebens ist das Erreichen der endgültigen Seeligkeit, auch Moksha genannt. Moksha kann erreicht werden durch ständige Meditation mit einem reinen Herzen, selbstlosem Dienst, Japa, usw. Meditation ist der einzig wahre [König]sweg zum Erreichen des Seelenheils. Meditation vertreibt alle Schmerzen, Leiden und Sorgen. Meditation zerstört alle Gründe für Kummer. Meditation öffnet den Blick für das Einssein. Meditation ruft das Gefühl von Einheit hervor. Meditation ist ein Ballon oder Flugzeug, welches dem Aspiranten hilft, sich emporzuheben in den Bereich der ewigen Wonne, des andauernden Friedens und der unsterblichen Freude.

Die Wirklichkeit oder Brahman können vom Menschen wahrgenommen werden. Viele haben Selbstwahrnehmung erreicht. Viele sind in den Genuss des Nirvikalpa Samadhi gekommen. Shankara, Dattatreya, Mansoor, Shams Tabriez, Jesus, Buddha werden alle wahrgenommen als Seelen, die die Wahrheit oder die kosmische Vision direkt wahrnehmen konnten.

Aber jemand mit diesem Wissen kann es nicht anderen kommunizieren. Nicht einmal das Wissen, welches durch die fünf Sinne, die wir alle habe, erreicht wird, ist anderen kommunizierbar. Man kann jemandem, der Süßigkeiten nie probiert hat, nicht deren Geschmack erklären. Man kann einem Blinden die Farben nicht beschreiben. Alles, was ein Lehrer tun kann, ist, seinem Schüler die Methode zu erklären, wie man die Wahrheit erkennen kann oder den Weg, der zur Entfaltung der intuitiven Fähigkeiten führt.

Zeichen auf dem Weg der Meditation

Dies sind die Zeichen, die verdeutlichen, dass du in der Meditation wächst und Gott näher kommst. Die Welt wird keine Anziehungskraft auf dich ausüben. Sinnliche Dinge verführen dich nicht. Du wirst ohne Verlangen und Furcht, und ohne die Worte „ich“ und „mein“ sein. Deha Dhyasa oder die Anhaftung an den eigenen Körper wird schwinden. Du wirst dich lösen von Formulierungen wie „sie ist meine Frau“, „er ist mein Sohn“ oder „das ist mein Haus“. Du wirst spüren, dass all das Erscheinungsformen Gottes sind. Du wirst Gott in allem erblicken.

Körper und Verstand werden leicht werden. Du wirst immer fröhlich sein. Der Name Gottes wird immer auf deinen Lippen sein. Der Geist wird sich an den Lotus-Füßen Gottes verankern. In ihm wird das Bild Gottes fortwährend entstehen, und er wird es immer sehen. Du wirst Sattwa oder Reinheit spüren; Licht, Wonne, Wissen und Liebe fließen unablässig von Gott zu dir und füllen dein Herz.

Du wirst kein Körperbewusstsein haben. Und wenn doch, dann in der Form von Samskara oder einer verstandesmäßigen Beibehaltung. Der Trinker wird nicht das Bewusstsein haben, dass sein Körper in Stoff gehüllt ist. Er wird vielleicht spüren, dass etwas locker von seinem Körper hängt. So wird dein Körpergefühl sein. Du wirst fühlen, dass etwas an dir haftet wie ein lockeres Tuch oder Schuhe.

Sexualität wird dich nicht interessieren. Frauen sind für dich Erscheinungsformen Gottes. Geld und Gold werden wie Steine für dich sein. Du wirst große Liebe für alles Lebendige fühlen. Du wirst frei sein von Lust, Gier, Zorn, Eifersucht, Stolz, Täuschung usw. Dein Geist wird friedlich sein, auch wenn Leute dich beleidigen, dich schlagen oder verfolgen. Der Grund, warum du nicht verstört darüber bist, ist, dass du große spirituelle Stärke von Gott bekommst. Schmerz oder Vergnügen, Erfolg oder Misserfolg, Ehre oder Schmach, Respekt oder Respektlosigkeit, Gewinnen oder Verlieren sind für dich alle gleich.

Sogar im Traum wirst du mit Gott in Verbindung stehen. Du wirst keine weltlichen Bilder erblicken. Du wirst anfangs mit Gott sprechen. Du wirst ihn körperlich sehen. Sobald deine Bewusstheit kosmisch wird, wird die Konversation aufhören. Du wirst die Sprache der Stille, die Sprache des Herzens genießen. Aus Vaikhari, der klingenden Sprache, wirst du dich entwickeln zu Madhyama, Pasyanti und Para, den subtilen Formen der Klänge und auf lange Sicht gesehen wirst du im klanglosen Omkara oder im klaglosen Brahman ruhen.

Sachlichkeit, Urteilsvermögen, Gelassenheit, Selbstbeherrschung, das Ausgerichtetsein des Geistes auf einen Punkt, Ahimsa, Satya, Reinheit, Tapferkeit, Geduld, Vergebung, Abwesenheit von Wut, der Geist des Dienens, Aufopferung, Liebe für alle und alles werden deine gewohnheitsmäßigen Eigenschaften sein. Du wirst ein kosmischer Freund und Wohltäter sein.

Während der Meditation hast du keine Vorstellung von Zeit. Du wirst kein Geräusch hören. Du wirst die Umgebung nicht wahrnehmen. Du wirst deinen Namen und alle Beziehungen mit anderen vergessen. Du wirst den perfekten Frieden und die perfekte Glückseligkeit genießen. Allmählich wirst du in den Zustand von Samadhi gelangen.

Was ist Samadhi?

Samadhi ist nicht zu beschreiben. Es ist jenseits dessen, was der Geist oder die Sprache erfassen können. In Samadhi oder dem überbewussten Zustand verliert der Meditierende seine Individualität und wird identisch mit dem höchsten Selbst. Er wird die Verkörperung von Glückseligkeit, Frieden und Wissen. Nur so viel kann gesagt werden. Du musst dies alles selbst erfahren durch fortwährende Meditation.

Zeichen, dass du Samadhi erreicht hast

Zufriedenheit, ein ruhiger Gemütszustand, Heiterkeit, das Nachlassen der Ausscheidungen, eine angenehme Stimme, Eifer und Beständigkeit beim Praktizieren der Meditation, Abscheu vor weltlichem Reichtum oder Erfolg oder Gesellschaft, das Verlangen, allein in einem stillen Raum oder in der Abgeschiedenheit zu sein, Verlangen, mit Sadhus oder Sannyasins zusammenzusein, Ekagrata oder das Ausgerichtetsein des Geistes auf nur einen Punkt sind einige der Zeichen, die deutlich machen, dass man Fortschritte macht in Sachen Reinheit und auf dem spirituellen Weg.

Du wirst diverse Anahata-Klänge hören, so wie den Klang einer Glocke, einer Pauke, Donner, einer Muschel oder Flöte oder dem Summen einer Biene während der Meditation. Der Geist kann sich daran festhalten. Auch das wird zu Samadhi führen. Du wirst verschiedene Farben und Lichter während der Meditation gewahr werden. Das ist nicht das Ziel. Du musst deine Seele einschmelzen lassen in die Quelle dieser Lichter und Farben.

Vedanta und Visionen in der Meditation

Ein Schüler des Vedanta-Weges ignoriert diese Farben und Lichter. Er meditiert über die Bedeutung des Mantras der Upanishaden, indem er alle Formen verneint. „Die Sonne scheint dort nicht, noch der Mond und die Sterne, noch scheint dieser Blitz und ebenso wenig dieses Feuer. Scheint ER, scheint alles nach IHM, all das scheint durch SEIN Licht.“

Der Schüler meditiert außerdem folgendermaßen: „Dieser Wind bläst dort nicht. Dieses Feuer brennt dort nicht. Es gibt weder Geist noch Prana im gleichartigen Wesentlichen.“ „Asabda (klanglos), Asparsa (ohne Berührung), Aghanda (geruchlos), Aprana (ohne Prana), Amama (ohne Denken), Atindriya (jenseits der Sinne), Adrishya (nicht erkennbar mit dem körperlichen Auge) - Chidanandarupah Shivoham, Shivoham. Ich bin glückseliger Shiva, ich bin glückseliger Shiva.“

Copyright dieses Abschnitts bei der Divine Life Society

Meditation - das Licht auf dem spirituellen Weg

Von Bhajan Noam

In den letzten Jahren üben sich immer mehr Menschen in den unterschiedlichsten Meditationstechniken, die zur Meditation hinführen. Regelmäßige Meditation wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Was ist Meditation?

Meditation ist ein einfaches waches Sein. Eigentlich ist sie frei von Name, Benennung, Begriff. Sie ist, was wir ursprünglich sind: Meditation ist Bewusstheit. – Wir aber nennen gewöhnlich Methoden Meditation, Methoden, die uns hinführen wollen in Meditation, die aber selbst nicht Meditation sind, sondern immer nur Wege. Wege sind nicht das Ziel, auch wenn ein bekannter Ausspruch das Gegenteil besagt. Methoden können uns auf den Weg bringen, können uns ein Stück begleiten, können eine Zeitlang sehr kostbar und hilfreich für uns sein, doch die letzten Schritte sind weglos, für sie haben wir keinen Plan, keinen Führer mehr.

Auf diesem weglosen Weg gleiten wir plötzlich schwerelos und bar aller Verhaftungen in eine lichtvolle Leere, in eine süße Stille. Dann geschieht es, dass sich Meditation sanft oder machtvoll in uns ergießt und ein bisher geglaubtes "Ich" sich auflöst wie ein Traum, wie ein Dunst in der Sonne. – Das Land der Meditation können wir mit keinem Heer und mit keiner Technik erobern, es erobert, sobald wir bereit dafür sind, immer uns. So gibt es die vielen Techniken einzig dafür, uns zu öffnen, weit zu machen, empfänglich zu machen für das, was zu uns kommen will.

Meditation ist kein Seelentröster

Meditation will dich vielmehr in deine Selbständigkeit geleiten. Sie will dir deine eigene große Kraft zeigen. Und vor allem zeigt sie dir mit immer neuen Eingebungen und Empfindungen: du bist verbunden, du bist eins. Eigentlich gibt es dich gar nicht, sagt sie, nur das eine eigenschaftslose, namenlose Unnennbare, in dem du zu deinem eigenen Wohl eintauchst.

Meditation fordert dich auf, genau jetzt ein gewaltiges "Stopp!" zu sagen. In diesem Stopp gibt es keine Vergangenheit mehr, keine Schuld, keine Zukunft, kein Erwarten und keinen Gott, wie du ihn dir bisher ausgemalt hast. Du wirst mit niemandem mehr ein Geschäft machen können! In diesem Stopp ist alle Liebe, alles Verstehen, ist Lachen, ist Freundschaft, ist Freundlichkeit und Schwester-Brüderlichkeit.

Dein totales Stopp, dieses Hier und Jetzt, ist die größte Friedensmacht in dieser und in jeder anderen Welt. – Du fürchtest dich in Wahrheit nicht vor dem Tod, sondern du fürchtest dich vor der Liebe, weil sie dir, zu Recht, noch größer erscheint als der Tod. Fürchte dich nicht vor der Liebe, fürchte dich nicht vor deiner eigenen Macht und Unendlichkeit. Gehe ab jetzt den nicht erschlossenen, immer neuen Weg der unbesiegbaren Sanftheit, Treue und Weisheit.

Die subtile Kunst des Loslassens

Wir müssen das Los-lassen loslassen, dann gelingt uns das Loslassen... vielleicht.

Wir müssen und können nichts loslassen, einzig ein waches Beobachten ist uns möglich. Was nicht zu uns gehört, lässt uns zur richtigen Zeit los. Wir können die Dinge aber auch auskosten, bis wir sie satt sind, bis wir genug davon haben, dann ist die Geschichte ganz einfach. Wir sind zu kontrolliert, selbst in unseren Süchten. Immer nur ein bisschen Sucht zulassen, dass es ja nicht gefährlich für die Gesundheit wird... Das genau ist das Gefährliche. Kontrollierte Sucht glaubst du ja unter Kontrolle zu haben. Gar nichts hast du unter Kontrolle, die Sucht hält dich gefangen! Nicht verdrängen – und du tauchst schnell wieder auf und bist für immer befreit davon.

Das berühmte Hier und Jetzt

Du kannst alles haben, was du wirklich willst! Und sogar noch mehr. Mehr, als du dir jemals wünschen würdest. Das ist die Wahrheit. – Und eine weitere Wahrheit ist: Du kannst gar nichts wollen. Du hast diese Idee, du könntest etwas wollen, etwas ändern, etwas bewirken. Aber du bist einfach nur ein Tropfen in der Quelle, im Bach, im Fluss, im Meer, in einer Wolke. Du fällst unaufhaltsam und du steigst unweigerlich empor.

Was ist das häufig zitierte Hier und Jetzt? Es ist weit mehr als diese abstrakte Formel. Dazu bedarf es aber des Herzens, der Herzenswärme, der Herzensintelligenz, der Phanasie und besonders der Poesie. Das Hier und Jetzt kann für jemanden, der intelligent ist, nur als Überall und Allezeit verstanden werden, ein Überall und Allezeit in jedem empfindenden, sensiblen Wesen. In diesem Überall und Allezeit herrschen Fülle, Licht und Wahrhaftigkeit, Liebe und Glückseligkeit, Freundlichkeit und Mitempfinden – in einem Wort: Menschlichkeit.

Beispiel: Eine einfache Methode – die japanische Gassho-Meditation

Bei der Gassho-Meditation, einer uralten, weit verbreiteten und besonders bewährten Methode, die ihren Ursprung in Japan hat, aber auch in Thailand und anderen asiatischen Ländern bekannt ist, bewirkt nur die eingenommene Haltung, dass wir nach einigen Minuten in tiefe Stille gelangen. Es gibt ein Gesetz, das im gesamten Universum Gültigkeit besitzt, das besagt: Form = Inhalt. Dieses Gesetz kommt beispielsweise bei Musikinstrumenten zur Anwendung. Hier bestimmt die Form des Klangkörpers den Ton, seine Kraft, seine Fülle und seinen Charakter. Auch bei Weingläsern ist die Form am Geschmack und Aroma des Weins beteiligt. In östlichen Kampfkunstarten, wie z. B. dem Aikido , macht die geschlossene, immer gerundete Körperhaltung des Kämpfers sein Stehvermögen und seine Kunst des Annehmens, Umleitens und Zurückschickens der Angriffsenergie aus.

Nicht anders verhält es sich bei der Haltung, die wir für die Gassho-Meditation einnehmen. Zunächst setzen wir uns entspannt aufgerichtet in den Meditationssitz oder in den Kniesitz (auch ein Stuhl ist möglich). Dann beginnen wir sanfte, leicht vertiefte Atemzüge in den Bauch zu lenken. Bei dieser Atmung verbleiben wir während der gesamten Meditation, die wenigstens 20 Minuten dauern sollte. Die Hände werden nun zum Namasté vorm Herzen zusammengelegt, wobei die Schultern locker bleiben und die Ellenbogen ohne Anspannung der Arme seitlich nach außen gerichtet sind. Das ist schon das ganze Geheimnis dieser Technik.

Es ist die Form der eingenommenen Haltung, die hierbei den inneren Energiestrom lenkt, die seine Richtung und Qualität bestimmt und damit auch seine ruhe- und zugleich kraftvolle Wirkung auf Körper und Geist und Gemüt ausmacht. Die zusammengelegten Handinnenflächen und die Fußsohlen, die in Richtung unseres Körpers zeigen, bewirken, dass keine Energie nach außen abstrahlt. Der sanft vertiefte Atem reichert Prana an und verstärkt sein inneres Fließen. Die Mudra der zusammengelegten Hände vor Anahata , unserem Herzchakra, führt zu einer Zentrierung im mittleren Energiezentrum.

Anahata ist das Chakra der Mitte, der Ausgewogenheit, der Ausgeglichenheit. Hier sammeln und vereinen sich die Energien der unteren drei mehr erdverbundenen Chakras mit den Energien der oberen drei mehr der kosmischen Kraft zugewandten Chakras. Dabei entsteht eine tiefe Ruhe und Gelassenheit in uns. Die nach oben zeigenden Finger regen den aufsteigen den Energiestrom in der Sushumna, unserem zentralen Energiekanal in der Wirbelsäule, an. Dieser vermehrt aufsteigende Energiestrom erzeugt ein allmähliches Öffnen von Sahasrara, dem Kronenchakra, das uns mit dem höchsten kosmischen Licht, dem Paramatman -Licht, verbindet. Es spendet uns höchste spirituelle Kräfte, es lässt uns wach sein und dabei klar sehen und fühlen. In den ersten zehn Minuten mögen die Gedanken noch mehr oder weniger vordergründig ihre Anwesenheit bekunden, dann jedoch sinken wir in eine angenehme Stille und tiefe Entspannung. Seelisch genährt und gestärkt und energetisch gereinigt und aufgetankt werden wir jedes Mal wie neu geboren aus dieser Meditation in die hiesige Welt zurückkehren.

Über den Autor Bhajan Noam

Bhajan Noam ist Buchautor, Dozent, Yogalehrer, Atemtherapeut, Heiler (DGH) und Mystiker. Seit drei Jahrzenten gibt er sein Wissen in Form von Ausbildungen, Seminaren, Workshops und Vorträgen und Lesungen weiter. Viele seiner Seminare bietet er seit 12 Jahren bei Yoga Vidya an. Als Dozent an der Physiotherapieschule in Ulm leitet er berufsbezogene Fortbildungen. Yoga und Meditation praktiziert er seit seinem achtzehnten Lebensjahr.

Meditationserfahrungen

Ein Artikel von Sukadev Bretz

Yogis sagen: Unsere wahre Natur ist Sat, Chid, Ananda, reines Sein, Wissen und Wonne. Nun haben sich Unreinheiten wie eine Wolke vor diese, unsere wahre Natur gesetzt. Wenn wir zu unserer wahren Natur kommen wollen, müssen wir zuerst unsere Unreinheiten überwinden. Wenn wir meditieren, können verschiedene Reinigungserfahrungen auftreten. Das können körperliche, energetische, emotionale und geistige Reinigungen sein.

Körperliche Reinigungserfahrungen

Körperliche Reinigungserfahrungen bei der Meditation können sich zum Beispiel äußern als kurzfristiges Kopfweh, als kurze Reinigungserkältung oder als Auflösen bestimmter Schutzverspannungen, die dann tiefere Verspannungen freilegen. Es kann auch mal eine Übelkeit auftreten. Wenn sich diese öfter wiederholt, sollte man natürlich schon prüfen, ob es etwas anderes ist als eine Reinigungserfahrung. Vielleicht hat man eine Magen-Darmverstimmung oder man ist schwanger oder der Blutdruck ist nicht in Ordnung.

Aber wenn es eine einmalige Sache ist, die ohne vorherige Anzeichen auftritt und dann wieder verschwindet, kann es eine reine Meditations-Reinigungserfahrung sein. Im Zweifelsfall kann es gut sein, vor der Meditation einen Tee zu trinken oder sich etwas zu bewegen, um den Kreislauf anzuregen. Natürlich ist es nicht so, dass alle eventuell auftretenden Gebrechen notwendigerweise eine durch die Meditation hervorgerufene Reinigungserfahrung sind. Wobei im Grunde genommen im weiteren Sinn jede Krankheit eine Reinigungserfahrung ist. Aber auf der körperlichen Ebene werden durch die Meditation nur ganz kurzfristige Störungen hervorgerufen. Sie halten typischerweise nur kurz an und sind normalerweise innerhalb weniger Stunden überwunden.

Energetische Reinigungserfahrungen

Es wird einem zum Beispiel sehr heiß, entweder in Teilen des Körpers oder am ganzen Körper. Nach yogischer Lehre versucht das Prana, die Lebensenergie, in neuen Energiekanälen zu fließen, die sich durch die spirituelle Praxis öffnen. Weil diese Energiekanäle noch verstopft sind, entsteht Reibung, und diese Reibung wird zur Wärme. Umgekehrt kann es aber auch passieren, dass plötzlich die Mondenergie fließt, eine kühlende, sehr angenehme, wonnevolle Energie, die deshalb auch als nektargleich bezeichnet wird. Das Mondzentrum hat seinen Sitz in der Stirn und wird symbolisiert als liegender Halbmond über der rechten Augenbraue. Wenn das Mond Chakra aktiviert ist, kann die Energie von dort hinunter fließen, manchmal fast wie ein kühler Schauder. Diese Erfahrung ist seltener, aber das gibt es auch.

Eine dritte Erfahrung kann sein, dass der Körper anfängt, sich zu bewegen oder zu zucken. Man sitzt zum Beispiel in der Meditation und plötzlich durchzuckt es einen. Auch das ist eine energetische Reinigung. Es kann auch sein, dass man in der Meditation sitzt und das Gefühl hat, dass der Oberkörper kreist oder sich nach links oder rechts bzw. nach vorn und hinten bewegt. Manchmal geschieht diese Bewegung tatsächlich körperlich, aber manchmal sitzt man ganz gerade und hat trotzdem das Gefühl, hin und her zu schwanken. Das ist auch ein Zeichen, dass sich neue Energiekanäle öffnen und der Astralkörper sich hin und her bewegt. Während des Reinigungsprozesses bewegt sich der Astralkörper weiter. Das ist ein gutes Zeichen und man lässt es im Wesentlichen geschehen. Man kann auch das Gefühl von Energieschwingungen im Körper haben. Oder man spürt das Herz, den Punkt zwischen den Augenbrauen, die Stirngegend, die Wirbelsäule ganz intensiv oder warm oder es kribbelt in den Fingern, im Gesicht oder in den Füßen. Solche Erfahrungen geschehen halt, sie zeigen einfach an, dass die Energien auf subtileren Ebenen arbeiten.

Emotionale Reinigungserfahrungen

Man sitzt friedlich in der Meditation und plötzlich kommen alle möglichen Emotionen hoch - leichtere Gefühle, Erinnerungen, aber auch stärkere Emotionen. Es mag sogar sein, dass man in Tränen ausbricht, aber das ist durchaus gut. Man braucht keine Angst zu haben, dass da irgendwelche Emotionen ausgelöst werden, mit denen man nicht zurechtkommt. Dieser emotionale Vorgang in der Meditation ist etwas ganz anderes, als wenn man eine Psychotherapie oder ähnliches macht und spezielle Techniken anwendet, um solche Emotionen absichtlich zum Vorschein zu bringen.

Wenn im Yoga irgendwelche Empfindungen auftauchen, gehen wir nicht bewusst hinein, verstärken sie nicht und versuchen auch nicht sie zu analysieren, sondern wir beobachten einfach, lassen es geschehen, lassen es sich lösen. Dann mag es zwar sein, dass es sich nicht vollständig aufgelöst hat - das tut es übrigens auch nicht, wenn man voll hineingeht -, sondern es kann sein, dass ein paar Mal während der Meditation dieser Geistesinhalt, diese Emotion zum Vorschein kommt, und mit jedem Mal harmonischer wird. Vielleicht vertieft sich die emotionelle Spannung zuerst eine Weile, danach wird sie ruhiger und dann löst sie sich auf und ist in unserem Bewusstsein integriert.

Geistige Reinigungserfahrungen

Es kann plötzlich sein, dass man erheblich mehr Gedanken hat. Es ist ein Bewusstwerdungs-Prozess zu merken, wie wenig man den Geist unter Kontrolle hat. Ich kann mich erinnern, ich habe mich einmal mit einem Onkel von mir unterhalten. Er wollte wissen, was Meditation ist. Ich habe versucht, es ihm in einfachen Worten zu erklären: "Man setzt sich hin und versucht den Geist zur Ruhe zu bringen, indem man sich erst einmal konzentriert. Sollte es gelingen, dass man sich ganz konzentrieren kann, dann kann es sein, dass der Geist höhere Bewusstseinsebenen erreicht." Da war er erst einmal ganz perplex. Er konnte nicht verstehen, dass jemand, der einigermaßen intelligent ist, Schwierigkeiten haben könnte, sich auf irgendetwas zu konzentrieren. Da habe ich ihn den Versuch machen lassen, sich gerade hinzusetzen und gar nichts mehr zu denken. Das, so meinte er, müsse doch ganz einfach sein.

So denken viele Menschen. Wenn sie anfangen zu meditieren, glauben sie, sie müssten gleich zur Ruhe kommen. Und wenn ein paar Gedanken auftauchen, dann meinen sie entweder, sie seien für die Meditation ungeeignet oder die Meditation sei sinnlos. Dem ist natürlich nicht so. Zu erkennen, wie der Geist funktioniert, ist eine gute Sache. Und wenn man die Praxis intensiviert, kann es sein, dass vorübergehend mehr Gedanken kommen. Auch das sind Reinigungserfahrungen, die man als solche willkommen heißt.

Astralerfahrungen

Astralerfahrungen sind am einfachsten zu erklären mit dem Modell der drei Körper und der fünf Hüllen. Wenn man nicht an Astralkörper und solche Dinge glaubt, kann man sich das einfach auch nur als eine Klassifikation menschlicher Erfahrungen und Fähigkeiten auf verschiedenen Ebenen vorstellen. Gewisse Erfahrungen, die Menschen machen, sind eben anhand des Modells des Astralkörpers und der Astralwelten einfach zu erklären.

Man kann zum Beispiel in der Meditation plötzlich wunderschöne Farben und Formen sehen. Das kann daher kommen, dass durch die Meditationspraxis die in einem schlummernde Kreativität angeregt wird. Möglicherweise nimmt man auch Astralwesen wahr. Man sitzt in der Meditation und plötzlich sieht man vor sich ein Astralwesen, eine Gestalt, oder man spürt etwas. Man öffnet die Augen und die Gestalt ist immer noch da. Man schließt die Augen wieder, sie ist weiter da. Gut, es kann natürlich sein, dass man einfach eine schizophrene Einbildung hat, aber es kann auch sein, dass es tatsächlich ein Astralwesen ist.

Astral- bzw. spirituelle Erfahrungen kann man nicht nur sehen, man kann sie auch hören, z.B. die so genannten Anahata - Klänge, innere schöne Klänge, die wir im Ohr hören, entweder wie ein Summen oder wie der feine Klang einer Tampura (indisches Saiteninstrument) oder wie eine feine Glocke. Vielleicht ist das der Grund, warum in verschiedensten Kulturen und spirituellen Traditionen Glocken verwendet werden.

Anahata-Klänge können auch wie eine Laute oder eine Flöte klingen. Letztlich versuchen all diese Instrumente, die inneren Anahata-Klänge nachzuahmen. Wenn man diese sehr schöne Erfahrung macht, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man beachtet sie nicht weiter oder man konzentriert sich darauf. Es gibt auch Formen der Meditation, wo man sich auf diese inneren spirituellen Erfahrungen bewusst konzentriert. Konzentriert man sich auf den Ton, dann hört man oft in dem Ton einen subtileren. Dann konzentriert man sich auf diesen, bis man dort den subtileren heraushört, der dann stärker wird, usw. Und so kann die Meditation immer tiefer werden.

Klänge aus dem Inneren

Nun muss man unterscheiden zwischen Tinnitus und Anahata-Klängen. Tinnitus ist eine Schädigung des Gehörs, bei der Menschen ständig Geräusche im Ohr haben. Diese Geräusche sind eher unangenehm, meist auch laut, wie Motoren, eine Lokomotive, ein unangenehmes Pfeifen oder ähnliches, während Anahata -Klänge grundsätzlich schön, erhaben, beruhigend sind. Leider ist es so, dass in der Medizin der Unterschied zwischen Tinnitus und Anahata nicht bekannt ist, so dass manchmal Menschen, die diese schönen Klänge hören, auf Tinnitus behandelt und in Angst und Schrecken versetzt werden. Statt sich über diese schönen, inneren Klänge zu freuen, haben sie Angst, ihre Lebensqualität sei nun beeinträchtigt.

Das Hören von Klängen ist eine Art Zwischenerfahrung, zwischen astraler und spiritueller Erfahrung. Dasselbe ist der Fall mit dem Gefühl, seinen physischen Körper zu verlassen. Es kann in der Meditation, in der Tiefenentspannung oder auch außerhalb von spirituellen Praktiken geschehen, dass man plötzlich das Gefühl hat, man schwebt über sich, und es kann sogar sein, dass man von oben sieht, was unten alles passiert. Es kann sogar sein, dass man sich in einem Zimmer darüber befindet.

Zwei wichtige Ratschläge: erstens, keine Angst haben und zweitens, es geschehen lassen, wenn es geschehen will. Man kann auch ein Gefühl haben, als befänden sich manche Körperteile in einer ganz anderen Haltung als es tatsächlich der Fall ist. Das sind dann Reinigungserfahrungen des Astralkörpers. Der Astralkörper verändert etwas, was durch die Meditation in Gang gekommen ist und was in diesem Moment auch das Richtige ist. Man kann es einfach seinen Gang gehen lassen und sich weiter auf seine Meditation konzentrieren oder auch versuchen, bewusst hineinzuatmen, um so die Energie ausstrahlen zu lassen.

Spirituelle Erfahrungen

Auch hier gibt es höhere und ganz hohe. Die allerhöchsten kann man nicht mehr beschreiben, nicht in Worte fassen. Andere sind Wahrnehmungen von Engelswesen oder von Meistern oder einer Manifestation Gottes. eine solche Vision kann natürlich das Bewusstsein erheben, einen mit Ekstase, mit Liebe, mit Wonne erfüllen. Man kann dabei ein Gefühl von Ausdehnung, von Leichtigkeit haben oder man verschmilzt ganz mit einem Anahata-Ton oder geht in einem alles erfüllendem Licht auf.

Alle höheren spirituellen Wahrnehmungen führen dazu, dass wir von unserem Ego wegkommen, dass die begrenzte Persönlichkeit verschwindet, dass wir mit einer starken Form von Liebe und einer neuen Erkenntnis und Bewusstheit erfüllt sind. Wir können dabei das Gefühl haben, uns nach oben hin auszudehnen. Oder wir spüren sehr stark: Das Göttliche manifestiert sich durch uns, wir werden zu einem Kanal, etwas aus einer höheren Ebene will sich durch uns hindurch manifestieren. Und noch höhere spirituelle Erfahrungen sind nicht wirklich in Worte zu fassen. Sie sind jenseits von allem. Man sieht nichts mehr, hört nichts mehr, es sind keine Emotionen in dem Sinne mehr da, sondern nur noch ein Gefühl reiner Wonne, reiner Ausdehnung, reiner Einheit und direkten Wissens.

Höhere Erfahrungen außerhalb der Meditation

Solche Erfahrungen und Eingebungen passieren auch außerhalb der Meditation und außerhalb spiritueller Praktiken. Man kann auch im Traum durchaus Erfahrungen haben, dass sich ein Engelswesen oder ein Meister manifestiert. Man kann auch während seiner ganz normalen Alltagsarbeit plötzlich von einer tiefen Erkenntnis durchzuckt werden. Solche Erfahrungen sind eine Gnade, das muss man einfach sehen. Es kommt dann, wenn es so sein soll. Wir können es uns nicht wirklich erarbeiten. Aber durch Meditation und andere spirituelle Praktiken wie Yoga-Übungen usw. können wir uns darauf vorbereiten, so dass es leichter geschehen kann.

Dhyana

Dhyana, volle Konzentration oder Kontemplation, ist die vorletzte der acht Stufen (Ashtanga) des Raja Yoga. Sie kann dadurch geschehen, dass wir ganz absorbiert sind und das Ego, der individuelle Wille, in dem Moment nicht mehr da sind. Es ist das Ego, das uns hindert, in die tiefe Meditation zu gehen. Im Grunde zielen alle Praktiken im Yoga darauf ab, das Ego abzubauen.

Alle spirituellen Erfahrungen, die mit Wahrnehmungen von Licht, von Klängen, von Gefühlen verbunden sind, sind auf der Dhyana-Ebene angesiedelt. Das Bewusstsein ist erweitert und wir dehnen uns zum Göttlichen hin aus oder umgekehrt, das Göttliche kommt zu uns herab, wir werden zum Kanal dieses Göttlichen und es fließt durch uns hindurch.

Samadhi

Und dann gibt es die noch höheren Erfahrungen, die nicht mehr mit Bildern und Worten verbunden sind, das sind Savikalpa Samadhi und Nirvikalpa Samadhi. Samadhi ist der überbewusste Zustand, die Erfahrung der Einheit mit allem. Savikalpa ist schwierig zu übersetzen. Es bedeutet, ich bin noch da und weiß, ich erlebe die Erfahrung der Einheit, es ist jemand da, der diese Erfahrung bewusst wahrnimmt. Aber es sind keine Worte, Bilder, Gefühle mehr da.

In Nirvikalpa Samadhi ist nur noch Einheit. Nicht mehr, ich habe die Erfahrung der Einheit, sondern es ist einfach nur diese Erfahrung der Einheit da. Es ist die reine Verschmelzung, die Selbstverwirklichung. Aus diesen Zuständen kommt das intuitive Wissen, und aus dem intuitiven Wissen kommt die Erkenntnis der Wahrheit und der Wirklichkeit. Und anschließend versucht man, diese in Worten zu beschreiben. Das metaphysische System ist jenseits dessen, was physisch sichtbar und mit dem Verstand begreifbar ist. Es wird "erkannt" und "geschaut" in meditativer Versenkung und dann von denen, die es erlebt haben, irgendwie zu schildern, weiterzugeben versucht.

Diese Schilderung, diese Weltanschauung, hilft uns zum einen, die spirituellen Erfahrungen zu verstehen, die wir machen und zum anderen, unser Bewusstsein durch spirituelle Praktiken systematisch zu erweitern. Es ist wichtig, das zu verstehen: Die höchste Wirklichkeit ist nicht in Worte zu fassen. Worte sind nur eine Annäherung, eine Hilfe für uns, selbst den Weg zu gehen um es selbst zu erleben und zu erfahren.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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