Arjuna

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Arjuna: (Sanskrit: अर्जुन arjuna adj., m. u. n.) bedeutet hell, weiß, silbern, rein. Arjuna ist der Freund und Schüler Krishnas, der ihm die Weisheit der Bhagavad Gita verkündet hat.

Krishna und Arjuna im Streitwagen

Im Ayurveda ist Arjuna ein Baum aus der Familie der Flügelsamengewächse bzw. Langfadengewächse (Combretaceae): Weiße Myrobalane (Terminalia arjuna). Arjuna ist auch ein bestimmtes Gras, das als Surrogat für die Somapflanze dient.

Arjuna ist außerdem der drittälteste der fünf Pandavabrüder, ein Held des altindischen Epos Mahabharata. Arjuna war ein Schüler und Geweihter Krishnas, der ihn auf dem Schlachtfeld von Kurukshetra belehrte. Diese philosophisch-religiöse Belehrung bildet den Stoff der Bhagavadgita innerhalb des altindischen Epos Mahabharata. Arjuna war einer der fünf Pandava-Brüder. Seine Mutter war Kunti, sein Vater der Götterfürst Indra. König Pandu war sein Ziehvater.

Der Swayamvara von Draupadi, Arjuna schießt auf den Fisch

Arjuna (Mahabharata)

Arjuna war der dritte der Pandava Söhne und Prinzen von Pandu. Er ist, zusammen mit Krishna, der Held der Mahabharata. Er war ein Schüler von Drona. Dieser war der Zuhörer in dem philosophischen Gespräch zwischen Arjuna und Krishna in der Bhagavad Gita. Arjuna war ein hervorragender Bogenschütze und einzigartiger Krieger, zusammen mit Bhishma, Drona, Krishna, Vidura, Narada und Dhritarashtra. Arjuna spielte die Hauptrolle beim Sieg über die Kauravas in Kurukshetra. Er ist der einzige unbesiegte Held im Mahabharata. Arjuna war ein Avatar von Nara, der mit dem Avatar von Narayana, Krishna, den Dharma im Dvapara Yuga einsetzte.

Etymologie und weitere Namen

Die Mahabharata kennt für Arjuna zwölf weitere Namen. Diese Namen nennt Arjuna Prinz Uttara Kumara, um zu beweisen, dass er wirklich Arjuna ist.

  • Arjuna – der Makellose, wie Silber Strahlende,
  • Phalguna – der unter dem Stern Phalguna Geborene,
  • Jishnu – der Bezwinger der Feinde,
  • Kiriti – der das von Indra übergebene göttliche Diadem, Kiriti, trägt,
  • Svetavahana – dessen Wagen von weißen Pferden gezogen wird,
  • Bibhatsu – der im Kampf Gerechte,
  • Vijaya – der siegreiche Krieger,,
  • Partha – Sohn von Pritha oder Kunti
  • Savyasachi – der mit beiden Händen die Waffe führen kann,
  • Dhananjaya – der siegreiche Bogenschütze,
  • Gudakesha – der den Schlaf überwunden hat,
  • Kapidwaj – der das Bildnis eines Affen (Hanuman) in seinem Banner trägt,
  • Parantap – der hochkonzentrierte Besieger der Feinde.

Geburt und Jugend

Einst liebten sich der Rishi Kindama und seine Frau im Wald. Arjunas Vater Pandu hielt sie für ein Reh und erschoss sie. Bevor Kindama starb, verfluchte er Pandu beim nächsten Geschlechtsverkehr zu sterben. Aufgrund dieses Fluches konnte Pandu keine Kinder zeugen. Als Strafe für seinen Mord verzichtete er auf den Thron von Hastinapura und übergab seinem blinden Bruder Dhritarashtra die Regentschaft über das Königreich.

Aufgrund Pandus Unvermögen, Kinder zu zeugen, wurden die Pandavas auf ungewöhnliche Weise empfangen. Seine Frau, Königin Kunti, bekam in ihrer Jugend eine Gunst gewährt. Sie konnte über den Rishi Durvasa die Götter einladen. Jede Gottheit, die sie einlud gewährte ihr ein Kind. Pandu zwang sie nun, diese Gunst einzusetzen. Kunti gebar Arjuna, indem sie Indra einlud. Das Paar vertiefte sich in Askese, Kunti betete zu Indra und Arjuna wurde geboren. Nur Krishnas Geburt wurde von den Göttern, Weisen und himmlischen Wesen derart gefeiert wie die Arjunas.

Arjuna wurde mit seinen anderen Pandava Brüdern von Kripa und Drona in Religion, Wissenschaft, Verwaltung und Kriegskunst unterrichtet. Er erlangte Meisterschaft im Gebrauch von Pfeil und Bogen. Neben dem Kirant Prinzen Eklabya war er der beste Bogenschütze. Eklabya war allerdings an ein Gelübde gebunden, nie mehr einen Bogen in die Hand zu nehmen. Arjunas Stärke war seine außergewöhnliche Konzentrationsfähigkeit. Drona traute keinem seiner Schüler zu, einen Vogel vom Baum zu schießen, außer Arjuna. Zu dieser Zeit bekämpften sich die Stämme der Jatri Krieger und Abhira Krieger. Krishna wollte die Stämme vereinen, damit die Kämpfe ein Ende hatten. Er verheiratete seine Schwester Subhadra, eine Abhira, mit Arjuna, einem Jatri.

Arjuna und Subhadra

Arjunas Pilgerschaft

Die Pandavas nahmen, als Brahmanen verkleidet, an dem Fest zur Wahl des Bräutigams (Svayamvara) für Prinzessin Draupadi teil. Unter all den großen Königen und anderen Kaurava Prinzen war Arjuna der einzige, der mit seinem Pfeil den goldenen Fisch treffen konnte. Dies war die Aufgabe, die der Panchala König Draupada den Bewerbern gestellt hatte. Karna traf den Fisch ebenfalls, doch war er ein Shudra und Draupadi lehnte ihn deshalb als Ehemann ab. Der Test erforderte höchste Konzentration von dem Schützen, die nur Arjuna erbringen konnte. Die Brüder kehrten mit Draupadi zurück. Arjuna erzählte seiner Mutter, dass er etwas Hübsches mitgebracht habe. Mutter Kunti sagte, er solle es gerecht unter den fünf Brüdern verteilen, ohne zu fragen, auf was sich Arjuna bezog. Da es die heilige Pflicht der Pandavas war, alles zu tun, was die Mutter sagt, musste Draupadi alle fünf Pandavas heiraten. Ihre fünf Söhne werden die Upapandavas genannt. Shrutakirti was der Sohn von Arjuna.

Die Brüder folgten dem Rat Naradas, dass jeder der Brüder für ein Jahr sein Leben mit Draupadi teilen möge. Sollte sich ein Bruder in das Privatleben dessen der mit Draupadi zusammen ist hineindrängen, muss dieser eine 12-jährige Pilgerreise antreten. Als Arjuna eines Tages hinter ein paar Dieben her war, betrat er aus Versehen das Gemach von Yudhishthira und Draupadi. Er nahm die Strafe an und machte sich auf die Pilgerschaft.

Das Treffen mit Ulupi

Arjuna begann seine Pilgerschaft mit dem Besuch der Quelle des Ganges. Dort traf er die Schlangen Prinzessin Ulupis. Sie verliebte sich in ihn, und sie genossen tagelang leidenschaftliche Liebe. Bevor Arjuna Abschied nahm, gewährte ihm Ulupi die Gunst, im Wasser unsichtbar zu sein. Iravan war Arjunas Sohn mit Ulupi.

Treffen auf Chitrangada

Arjuna besuchte weitere heilige Stätten, darunter Kalinga und den Ashram der Saptarishis Agastya, Vasishtha und Brigu. Zum Schluss erreichte er den Palast von Manipura. Dort traf er König Chitravahanas Tochter Chitrangada. Er verliebte sich in sie und bat den König um ihre Hand. Der König stimmte zu, verlangte aber, dass deren Sohn in Manipura bleiben und die Regentschaft nach ihm übernehmen würde. Arjuna war einverstanden und blieb im Palast, bis der Sohn Babruvahana geboren war. Arjuna besuchte Manipura dann erst wieder als Babruvahana zum König gekrönt wurde.

Besuch bei Subhadra

Arjuna erreichte Dvaraka, den Ort in dem sein Cousin Krishna lebte. Er hatte über dessen hübsche Schwester Subhadra gehört. Nun, da er in Dvaraka war, wollte er sie kennenlernen. Krishna wusste von Arjunas Sehnsucht und arrangierte ein Treffen. Arjuna verkleidete sich als Yati und lebte in Subhadras Palast. Bald verliebten sich die beiden ineinander. Sie verbrachten ein Jahr zusammen. Später zogen sie in einen kleinen Ashram in Pushkar, wo sie ein weiteres Jahr bleiben, um schließlich nach Indraprastha zu ziehen. Nach einigen Jahren wurde ihr Sohn Abhimanyu geboren.

Der Khandava Wald

Während Arjuna und Krishna durch den Khandava Wald zogen, trafen sie auf Agni. Agni war unheimlich hungrig und wollte den Khandava Wald verspeisen. Doch lebte in diesem Wald der Schlangenkönig Takshaka, der ein Freund Indras war. Wenn Agni sich dem Wald näherte, ließ Takshaka es regnen. Agni bat Krishna und Arjuna um Hilfe, diesen Wald verspeisen zu können.

Die drei befragten Varuna, der ihnen den Gandiva Bogen übergab. Dieser Bogen wurde von Brahma gefertigt. Agni gab Arjuna einen Wagen mit vier Pferden und einer Flagge mit dem Bildnis von Hanuman. Krishna bekam von Agni das Sudarshana Chakra. Mit diesen Waffen besiegten sie Indra, und so konnte Agni den gesamten Khandava Wald verspeisen, einschließlich aller Dämonen und anderer böser Geistern. Einen Dämon hatten Krishna und Arjuna gerettet, Maya. Maya versprach, einen Palast für Yudhishthira zu bauen als Dank für seine Rettung. Maya war ein hervorragender Architekt, er erbaute einen gigantischen Palast für die Pandavas in Indraprastha.

Exil

Nachdem Yudhishthira beim Würfelspiel gegen Shakuni verloren hatte, mussten die Pandavas dreizehn Jahre ins Exil, eines davon in Anonymität.

Askese für die Pashupata Waffe

Indra versprach Arjuna all Seine Waffen für den bevorstehenden Krieg gegen die Kauravas, doch müsse er ebenfalls, die Pashupata Waffe von Shiva erhalten. Der Weise Vyasa riet Arjuna, sich durch tiefe Askese an Shiva zu wenden. Arjuna reist zu dem Berg Indakila. Dort richtete er seinen Geist auf Shiva. Shiva erschien in Gestalt eines Jägers und forderte Arjuna zum Kampf heraus. Obwohl Shiva Arjuna besiegte, war er doch beeindruckt vom Mut und der Kühnheit des Prinzen. Shiva gab sich zu erkennen und überreichte Arjuna die Pashupata Waffe. Andere Gottheiten wie Kubera, Yama, Varuna und Indra folgten dem Beispiel und übergaben Arjuna eine ihrer stärksten Waffen. Indra lud seinen Sohn zu sich in seinen Himmelspalast ein. Arjuna war von der Pracht dieses Palastes in Amaravati tief beeindruckt. Tänzerinnen wie Urvashi, Tilottama, Rambha und Menaka unterhielten ihn. Ein Festessen wurde serviert. Arjuna lernte Gesang und Tanz von dem Gandharva Chitrasena. Indra selbst unterrichtete ihn im Gebrauch der verschiedenen Waffen und schenkte ihm Seinen eigenen Vajra.

Urvashis Fluch

Urvashi verflucht Arjuna

Indra hatte die Leidenschaft zwischen Arjuna und Urvashi bemerkt und bat Urvashi eine Nacht mit Arjuna zu verbringen. Doch erinnerte sich Arjuna, dass sie eine Verbindung zu seinem Vorfahren Pururava hatte und somit den Status einer Mutter für ihn einnahm, gleich seiner Mutter Kunti. Urvashi war verärgert und verfluchte ihn dazu, als Eunuch unter singenden und tanzenden Frauen leben zu müssen. Auf Bitte Indras hin, reduzierte Urvashi den Fluch auf eine Zeitspanne von einem Jahr. Es sollte das dreizehnte Jahr des Exils der Pandavas sein, in dem Arjuna als Brihannala lebte.

Erprobung der Göttlichen Waffen

Arjuna bekam die Gelegenheit, seine göttlichen Waffen zu erproben, während er bei Indra weilte. Arjuna ging zum Palast der Nivatakavachas, einem Stamm von Dämonen, die einen herrlichen Palast unter dem Ozean bewohnten. Arjuna gebrauchte die Mohini Waffe und die Madhava Waffe, um die Dämonen zu vernichten. Dann ging er nach Hiranyapuri, dies war ein Palast im Himmel, erbaut von der Hexe Puloma und deren Dämonenstamm der Kalakeyas. Hier gebrauchte Arjuna die Pashupata Waffe und vernichtete die Dämonen.

Eunuch in Viratas Königreich

Zusammen mit seinen Brüdern verbrachte Arjuna das letzte Jahr des Exils im Königreich von Virata. Urvashis Fluch sollte sich nun vollenden und Arjuna wurde ein Eunuch mit Namen Brihannala. Im Palast unterrichtete er Viratas Tochter, Uttara, in Gesang und Tanz. Später machte er Uttara zu seiner Schwiegertochter, indem er sie mit seinem Sohn Abhimanyu verheiratete. Eine Einheit Kauravas, unter ihnen Bhishma, Drona, Karna, Ashvattama und Duryodhana griff Virata an. Arjuna besiegte die Legion zusammen mit dem Prinzen von Virata, der ihn als Wagenlenker unterstützte.

Der Krieg von Kurukshetra

Als der Krieg begann, überkamen Arjuna Zweifel über die Richtigkeit des Krieges gegen seine Verwandtschaft. Er ist verzweifelt darüber, seinen Lehrer Drona und seinen väterlichen Freund Bhishma angreifen zu müssen. Krishna nahm die Gelegenheit wahr, ihn über die Notwendigkeit des Krieges aufzuklären. Die Unterhaltung ist ein wesentlicher Teil im Mahabharata, bekannt als die Bhagavad Gita. Diese ist eine der heiligen Schriften des Hinduismus. Arjuna war die Schlüsselfigur der Pandava Krieger und spielte eine tragende Rolle im Kurukshetra Krieg. Sein Banner trug das Bildnis Hanumans. Nachfolgend die wichtigsten Schlachten Arjunas:

Sieg über Jayadratha

Arjuna machte Jayadratha für den Tod Abhimanyus verantwortlich. Er schwor, Jayadratha am nächsten Tag bei Sonnenuntergang zu töten. Sollte es ihm nicht gelingen, wollte er sich das Leben nehmen. Die Kaurava Armee brachte am nächsten Tag Jayadratha weit weg von Arjuna. Doch Arjuna fand Jayadratha umgeben von sieben Maharathis. Der Sonnenuntergang nahte, doch Arjuna kam nicht vorwärts. Krishna ließ eine Sonnenfinsternis erscheinen, die die Kauravas Glauben machte, der Tag sei zu Ende. Begierig auf Arjunas Tod, verließ Jayadratha seine Schutzformation. Krishna nahm die Finsternis hinweg, und die Sonne kam wieder zum Vorschein. Bevor sich die Kauravas neu formatieren konnten, gab Krishna Arjuna die Gelegenheit, Jayadratha mit der Pashupata Waffe zu enthaupten.

Sieg über Karna

Karna und Arjuna waren Erzfeinde. Jeder hatte geschworen, den anderen zu töten. Am 17. Tag der Schlacht trafen sie aufeinander. Diese Schlacht zwischen Arjuna und Karna ist die verheerendste und schrecklichste des Epos'. Die Krieger auf dem Schlachtfeld und die Götter im Himmel beobachteten sprachlos die Stärke und das Können dieser beiden erstklassigen Krieger. Der Kampf schien unentschieden, doch Karnas Wagen blieb im Schlamm stecken. Aufgrund eines Fluches, den Karna von seinem Lehrer Parashurama erhielt, vergaß er das Mantra, um die Brahma Waffe zu nutzen. Der rechtschaffene Arjuna zögerte Karna anzugreifen, doch Krishna befahl es ihm und erinnerte ihn an all die Gräueltaten, die Karna den Pandavas antat. Die Anstiftung und Teilnahme an der Demütigung Draupadis und die feige Mittäterschaft am Tod seines Sohnes Abhimanyu. Krishna erklärt Arjuna, dass Karna der Unmoral verfallen war. Arjuna enthauptet Karna mit der Anjalika Waffe.

Arjunas Konzentrationsfähigkeit

Swami Sivananda erzählt folgende Anekdote aus dem Leben von Arjuna:

Drona unterzog die Konzentrationskraft der Pandavas, denen er die Waffenkunst lehrte, einer Prüfung. Ein mit Wasser gefülltes Becken wurde auf die Erde gestellt. Darüber bewegte sich ein aufgehängter Vogel im Kreis. Man sollte den Vogel mit dem Pfeil treffen, indem man in sein Spiegelbild im Wasser blickte.

Drona: - "O Yudhishthira, was siehst du?"
Yudhishthira: - "Meister, ich sehe den Vogel, auf den ich zielen soll, den Baum, an dem er hängt, und gleichzeitig sehe ich dich."
Drona: - "Was siehst du, Bhima?"
Bhima: - "Ich sehe das Wasser, den Baum und auch dich, Nakula, Sahadeva, die Tische und die Stühle." :Drona: - "Was siehst du, Nakula?"
Nakula: - "Ich sehe Vogel, Baum, dich selbst, Arjuna, Bhima, den Garten, den kleinen Bach."
Drona: - "Was siehst du, Sahadeva?"
Sahadeva: - "Ich sehe den Vogel, der zu treffen ist, ich sehe dich, sehe Arjuna, Bhima, Yudhishthira, die Pferde, Wagen, Zuschauer, viele Schweine".
Drona: - "Und du, Arjuna, was siehst du?"
Arjuna: - "Verehrter Guru, ich sehe nur den Vogel."

Du musst die geistige Konzentration von Arjuna besitzen, um zu meditieren, und durch die Übung des Yoga (Upasana) die Zerstreuung (Vikshepa) ausschalten. Copyright by Divine Life Society

Arjuna im Ayurveda

Arjuna - Terminalia Arjuna

In der Charaka Samhita (Sutra Sthana 4.17) gilt Arjuna (Weiße Myrobalane, Terminalia Arjuna) im Rahmen der Aufzählung der 50 Mahakashayas als Udardaprashamana.

Arjuna, auch Dhananjaya geannt, ist eine Heilpflanze im Ayurveda. Arjuna bedeutet wörtlich "weiß". Medizinisch genutzt werden die Blätter und die Rinde der Wurzeln.

Die Rinde der Arjuna enthält Kalziumkarbonat, Kalziumsalze, Gallusgerbsäure, Aluminium, Magnesium, organische Säuren, Färbemittel und Zucker. Arjuna wird bei von Kapha und Pita hervorgerufenen Krankheiten angewandt.

Durch seine zusammenziehende Eigenschaft unterstützt Arjuna die Wundheilung und das Zusammenwachsen. Eine Paste aus der Rinde von Arjuna wird lokal auf Wunden und Geschwüre aufgetragen und fördert insbesondere das Zusammenwachsen von Brüchen. Die zusammenziehende Wirkung von Arjuna ist außerdem hilfreich bei eitrigem und tuberkulösem Husten sowie bei Bluthusten (Hämoptyse). Arjuna verringert auch Sodbrennen. Arjuna ist durch seine zusammenziehende Wirkung außerdem hilfreich bei Diabetes, verringert Harnauslauf und lindert Aufstoßen. Arjuna verhindert außerdem frühzeitigen Samenerguss.

Arjuna ist blutstillend und kontrolliert deshalb etwa Blutungen bei Durchfall und Hämorrhoiden. Arjuna findet auch als Herztonikum Beachtung. Es stärkt die Herzmuskeln, verbessert die Herzfunktion (es erhöht die Kontraktionskraft des Herzmuskels) und reguliert den Herzrhythmus – Arjuna verlängert die Entspannungsperiode des Herzens. Bei Herzschwäche sollte man deshalb Arjuna wählen.

Für weitere Wirkungen von Arjuna siehe auch Dhananjaya.

Ayurvedische Eigenschaften von Arjuna:

Namen und Synonyme von Arjuna

  • deutscher Name: Weiße Myrobalane, Echte Myrobalane
  • englische Namen: arjuna, arjun tree
  • lateinischer Name: Terminalia arjuna, Terminalia glabra, Terminalia ovalifolia, Pentaptera arjuna, Pentaptera glabra u.a.
  • Hindi: अर्जुन वृक्ष arjun vṛkṣ
  • Marathi: अर्जुन वृक्ष arjun vṛkṣ
  • Nepali: अर्जुन arjun, काहू kāhū
  • Malayalam: നീർമരുത് nīrmarut
  • Tamil: மருதமரம் marutamaram, கருமருது karumarutu, நீர்மருது nīrmarutu

Eine Liste mit Sanskrit-Synonymen findet sich in Raja Nighantu 9.116-117.

Bilder

Siehe auch

Literatur

  • Das Yoga-Lexikon von Wilfried Hunzermeyer, ISBN 978-3-931172-28-2, Edition Sawitri.
  • Spirituelles Wörterbuch Sanskrit-Deutschvon Martin Mittwede, ISBN 978-3-932957-02-4, Sathya Sai Vereinigung e.V.
  • Bhagavad Gita, Teil der Mahabharata, mit Einführung in die Mahabharata
  • Das neue große Ayurveda Praxis Handbuch von Rhyner
  • Das große Ayurveda-Heilbuch von Dr. Vasant Lad
  • Frawley, David, Soma - Verjüngung und Unsterblichkeit. Yoga und Ayurveda für Körper und Geist (2012)
  • Frawley, David, Mit dem Herzen denken. Die Psychologie des Ayurveda (2011)
  • Frawley, David, Yoga und Ayurveda. Die uralte Kunst und Wissenschaft der spirituellen und psychosomatischen Integration (2010)
  • Frawley, David, Vom Geist des Ayurveda (2003)
  • Frawley, David, Das große Ayurveda-Heilungsbuch. Prinzipien und Praxis (2001)
  • Frawley, David, Das große Handbuch des Yoga und Ayurveda. Das Buch des vedischen Wissens – Der Weg der Selbstverwirklichung und der Yoga der Selbstheilung (2001)
  • Lad, Vasant und Frawley, David, Die Ayurveda Pflanzen-Heilkunde (2011)
  • Stapelfeldt, Elmar und Gupta , Shive Narain, Praxis Ayurveda-Medizin: kaya-cikitsa. Therapiekonzepte für Innere Erkrankungen (2013)
  • Warrier, P. K., Nambiar, V. P., Ramankutty, C., Indian Medicinal Plants (1996)

Weblinks

Seminare

Multimedia

Krishna bereitet Arjuna vor! Bh.G. XI 7

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