Sein

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Sein ist ein Grundbegriff der Philosophie. Sein ist das was ist. Shakespeare stellt die Frage im Hamlet: Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage. In der Philosophie ist die Frage des Seins eine der grundlegenden Fragen: Was ist überhaupt? Warum ist das was ist? Der Teil der Philosophie, der sich mit dem Sein beschäftigt, nennt sich Ontologie. Vom Wortursprung her ist Sein ein Verb, das konjugiert wird: Ich bin, du bist, er ist, wir sind ihr seid, sie sind. Sein ist also der Infinitiv dieses Wortes. Und aus dem Verb sein, lateinisch esse, ist das Substantiv "Sein", vom Lateinischen her abgeleitet auch Existenz genannt. Sein kann auch das Possessivpronomen der dritten Person Singular sein: Sein Haus, sein Garten, sein Yoga Zentrum. Im Yoga beschäftigt man sich insbesondere mit der Philosophie des Vedanta mit der Grundfrage vom Sein: Was ist? Was ist nicht? Was ist wirklich? Wer bin ich?

Vishnu Brahma Lakshmi Ananta.jpg

Sein (griechisch "einai" bzw. "to on", lateinisch "esse" bzw. "ens", Sanskrit सत् Sat) bedeutet das "Dasein", das "Seiende", das "Zugrundeliegende". Der Teil der Philosophie, der sich mit dem Sein an sich beschäftigt, wird Ontologie, das Wissen um das Sein, bezeichnet.

Gott und das Selbst als Sein Wissen und Glückseligkeit

In der indischen Vedanta Philosophie geht es um die Fragen:

Wer bin ich?

In diesem Wiki gibt es einen sehr umfangreichen Artikel zum Thema "Wer bin ich?" Hier eine Kurzzusammenfassung:

Ich bin icht das, was beobachtet werden kann. Ich bin der Beobachter. Ich kann nicht räumlich umgrenzt sein - denn räumliche Grenzen sind beobachtbar. Ich beobachte räumliche Grenzen. Ich kann nicht in der Zeit begrenzt sein - denn zeitliche Grenzen sind beobachtbar. Das "Ich" an sich ist beständig - die Inhalte, das Beobachtbare, das Erlebbare, verändert sich. Daher: Ich kann nur das Unveränderliche sein. Das Veränderliche bin ich nicht. Ich bin nicht der Körper - er ist beobachtbar, verändert sich. Ich beobachte den Körper. Ich bin nicht die Psyche - die Eigenschaften der Psyche sind beobachtbar, können sich verändern. Ich kann nur sagen: "Ich bin". Oder auch: Ich bin reines Sein.

Ich bin aber nicht nur einfach da - sondern: Ich bin bewusst, daher: Ich bin Sein und: Ich bin Bewusstsein. Und nicht nur das: Ich bin nicht einfach neutrales Sein und Bewusstsein - sondern: Wenn ich ganz bei mir bin, dann bin ich auch Freude. Daher: Ich bin Sein - Bewusstsein - Freude. Und in der Freude ist auch die Liebe enthalten.

So sagt der indische Philosoph und Jnana Yoga Meister Shankaracharya:

Sat-Chid-Ananda Swarupoham - Meine Wahre Natur ist Sein, Wissen (Bewusstsein) und Glückseligkeit.

Shankaracharya kommt zum gleichen Schluss wie der französische Philosoph Décartes. Dieser sagte nämlich in seinem Werk Meditationes: Cogito ergo sum: Ich denke, also bin ich. Damit hat Décartes ausdrücken wollen: Ich kann an allem zweifeln. Ich weiß nicht, ob es irgendetwas gibt. Es könnte alles Illusion sein, es könnte alles Traum sein. Aber an einem kann ich nicht zweifeln: Es gibt jemanden, der zweifelt, jemanden der denkt: Ich kann nicht an mir selbst zweifeln. Daher: Ich weiß, es gibt ein Sein von mir. Und es gibt ein bewusstes Sein. Cogito - ergo sum.

Wer oder was ist Gott?

Wer ist Gott? Was ist Gott? Diese Fragen werden je nach religiösem bzw. philosophischem Standpunkt unterschiedlich beantwortet. Wenn man das ausgeht, dass es Gott gibt, geht man auch davon aus: Gott gab es vor der Schöpfung. Wenn es Gott vor der Schöpfung gegeben hat, kann er nicht in Raum und Zeit gewesen sein. Denn was in Raum und Zeit ist, muss ja Schöpfung sein. Damit aber Gott Ursache für eine Schöpfung sein kann, muss Gott ein Sein haben - aber jenseits von Zeit und Raum.

In der Schöpfung gibt es Bewusstsein. Bewusstsein ist etwas anderes als Materie. Wenn es Bewusstsein gibt und dieses Bewusstsein etwas anderes ist als Materie, muss es Bewusstsein geben auch ohne Materie, also Bewusstsein vor der Schöpfung. Vor der Schöpfung kann es nur Gott gegeben haben. Wenn es nämlich etwas anderes als Gott gegeben hätte, dann hätte dieses andere von Gott geschöpft sein müssen, wäre also vor der Schöpfung gewesen. Daher: Gott muss selbst Bewusstsein sein.

Gott ist aber nicht einfach nur. Alle Religionen stimmen darin überein, dass Gott Liebe ist. Weil Gott Liebe ist, sehnen sich alle nach Liebe. So kann man sagen:

Gott ist Sein, Bewusstsein und Liebe.

Liebe ist enthalten in Freude, Ananda.

So kommen wir zum Schluss:

Gott ist Satchidananda, reines Sein, Wissen/Bewusstheit und Liebe/Freude

Gott und Selbst als Sein, Wissen, Glückseligkeit

Wir sind also zum Schluss gekommen:

  • Das Selbst ist Sein-Wissen-Glückseligkeit
  • Gott ist Sein-Wissen-Glückseligkeit

Die logische Schlussfolgerung ist:

Das Selbst und Gott sind eins. Auf Sanskrit heißt das:

Daher kann man über Gott sagen: Er ist reines Sein. Gott ist Sein an sich.

Sprichwörter und Redensarten rund um den Begriff Sein"

Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage

Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage ist die Übersetzung vom Englischen: "To be, or not to be, that is the question". "Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage" ist ein Zitat aus der Tragödie von William Shakespeare Hamlet, Prinz von Dänemark. Es stammt aus dem 3. Aufzug, 1. Szene. In dem Stück beginnt die Hauptperson Hamlet mit diesem Satz einen Monolog, in dem er darüber nachdenkt, dass er vor entschlossenem Handeln Scheu hat, weil er trotz seiner Todessehnsucht und seinem Weltschmerz Angst vor dem Tod hat. Die Zerrissenheit von Hamlet wird in diesem Monolog, der voller emotionale Tragik und philosophischem Tiefgangs ist, sehr klar.

Das Zitat "Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage" wird häufig gebraucht in Situationen, die für jemanden existenziell von Bedeutung sind und man nicht weiter weiß.

Sein Wille Geschehe

Sein Wille Geschehe - so kann ein Aspirant beten. Nicht "mein Wille geschehe". Sondern "Sein Wille geschehe", also Gottes Wille geschehe. Diese Redensart, dieses Gebet bezieht sich auf ein Bibelzitat: "Jesus sprach: Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe (Luk. 22,42, in der Luther-Übersetzung).

Sein, ein Aspekt des Göttlichen

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

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Im Vedanta, also in einem Aspekt des Yoga, in einer der Philosophien des Yoga heißt es: "Deine wahre Natur ist Sein, Wissen, Glückseligkeit. Satchidananda Swarupo Ham, Sein, Wissen, Glückseligkeit." Was heißt das, "meine wahre Natur ist Sein, Wissen und Glückseligkeit"? Es heißt, ich kann an vielem zweifeln, ich weiß nicht, ob ich einen Körper habe, denn das kann reine Vorstellung sein. Angenommen, ich träume, dort habe ich auch einen Körper, der kann anders aussehen. Du kannst davon träumen, dass du ein Löwe bist oder du kannst davon träumen, dass du eine siebenjährige Prinzessin bist oder ein 250jähriger Greis irgendwo auf einem anderen Planeten. Du weißt nicht, ob du den Körper hast, du weißt auch nicht, ob es die Welt so gibt.

Wenn du dich mit Physik und Wahrnehmungsphysiologie beschäftigt hast, weißt du, es gibt keine Farben, es gibt keine Formen, es gibt keine von dir getrennten Gegenstände, denn alles ist Schwingung, alles hängt mit allem zusammen. Aber etwas weißt du, du existierst, denn so wie es Descartes sagt: "Du kannst an allem zweifeln, aber es muss jemand geben, der zweifelt." Daher: "Cogito ergo sum. Ich denke, also bin ich." Weil ich mich frage, "gibt es mich", muss es mich geben, denn wenn es niemanden gäbe, der fragen würde, "gibt es mich", dann könnte es auch die Frage nicht geben. Daher, ich bin, das weiß ich, ich weiß, das ich bin. Und daher heißt es, es ist Sein, ich existiere.

Auch die ganze Welt,- man weiß nicht, ob das, was wir von der Welt wahrnehmen, so existiert. Im Vedanta heißt es ja: "Jagan Mithya, die Welt ist eine Illusion, die Welt ist eine Einbildung und Vorstellung." Aber trotzdem, es existiert etwas, es kann nicht nichts existieren, sonst gäbe es niemanden, der fragt, ob es etwas gibt. Ich weiß, das widerspricht jetzt der Philosophie von manchen Aspekten des Buddhismus, die lehren nämlich die Nichtheit und das Nichtselbst. Aber ich glaube, es ist ein anderes Verständnis.

Die Buddhisten lehren, es gibt kein individuelles Selbst, sie negieren nicht, dass es Bewusstsein gibt. Und sie negieren, dass es eine separate Welt gibt, wie auch die Vedantins. Sie negieren nicht, dass es eine Bewusstheit gibt jenseits der Welt, mindestens so wie ich Buddhismus verstehe, mindestens gibt es einige philosophische Schulen des Buddhismus, die damit einverstanden sind, was ich gerade sage. Daher, es gibt ein Sein.

Im Yoga spricht man dann aber auch vom absoluten Sein. Absolutes Sein heißt nicht getrennt. Wir identifizieren uns mit einem begrenzten Körper, der hat ein begrenztes Sein. Der Körper hat einen Anfang, also vor ein paar Jahrzehnten gab es keinen Körper, der Körper hat ein Ende, in ein paar Jahrzehnten gibt es keinen Körper. Die Psyche geht durch Höhen und Tiefen, bestimmte Fähigkeiten habe ich entwickelt, andere werden vielleicht irgendwann verschwinden.

Etwas bleibt, das ist das Sein. Daher, es gibt dieses Sein. Und auf der Ebene des Seins bist du auch mit allen verbunden. Wenn es dir mal gelingt, dich von Gedanken zu abstrahieren, wenn es dir gelingt, weder in Worten noch Bildern zu denken, sondern nur bewusst zu sein, spürst du das Sein an sich und dann spürst du, es gibt ein unendliches Sein und dieses Sein ist in jedem Menschen, ist in jedem Tier, ist in der ganzen Schöpfung, es gibt dieses eine Sein, es ist nicht wirklich in Worte zu fassen, es ist erfahrbar. Du kannst, manchmal würde man sagen, den Seins-Strom, aber es stimmt nicht, da strömt nichts, es ist als Strom erfahrbar, Strom des Bewusstseins, aber es ist nur Bewusstsein. Ich versuche, irgendwo dir nahezubringen, versuche dich mal zu lösen von allen Gedanken und Vorstellungen und Emotionen und dies und jenes und was zu tun ist, gehe in das reine Sein im Hier und Jetzt und so erfährst du Einheit, Liebe, Freude, eben reines Sein.

Eingehen in Gott

Ausschnitt aus dem Buch "Der Gesang des Heiligen. Eine philosophische Episode des Mahabharatam". Eine Übersetzung der Bhagavadgita von Paul Deussen. Leipzig. F.a. Brockhaus. 1911.

Krishna und Arjuna mit dem Streitwagen

Arjuna sprach:

1. (1142.) Was ist jenes Brahman was ist, das eigene Selbst und was ist das Werk (Vers 1140), o höchster Geist, und was ist das von dir (Vers 1141) erwähnte Gegenwärtigsein in den Wesen und Gegenwärtigsein in den Göttern?
2. (1143.) Und wie kann einer, der in diesem Leibe verkörpert ist, gegenwärtig in den Opfern sein, o Madhusudana, und wie können die, welche ihr Selbst bezwungen haben, dich erkennen, wenn es mit ihnen zu Ende geht?

Der Heilige sprach:

3. (1144.) Das Brahman ist das höchste Unvergängliche; unter dem eigenen Selbste ist die eigene Natur zu verstehen; und Werk heißt die Opferspende, welche die Beschaffenheit und das Entstehen der Wesen bedingt.
4. (1145.) Meine Gegenwart in den Wesen ist mein fließendes Sein, meine Gegenwart in den Göttern ist der Purusha [mein Sein als Purusha], meine Gegenwart in den Opfern ist mein in diesem Leibe verkörpertes Ich, o Edelster der Verkörperten.
5. (1149.) Und wer, wenn er den Leib verlässt, dahinscheidet, indem er in seiner letzten Stunde meiner gedenkt, der geht in meine Wesenheit ein, daran ist kein Zweifel.
6. (1147.) Denn, an welches Sein denkend, einer zur Endzeit den Leib verlässt, zu diesem Sein geht er ein, o Kuntisohn, indem er jedesmal zu dessen Natur umgestaltet wird.
7. (1148.) Darum mögest du zu allen Zeiten an mich denken und [deine Pflicht erfüllend] kämpfen; auf mich Sinn und Verstand richtend, wirst du zu mir eingehen, daran ist kein Zweifel.
8. (1149.) Wer mit einem durch Studium und Yoga hingegebenen, nicht zerstreuten Geiste den höchsten, himmlischen Purusha überdenkt, der geht, o Sohn der Pritha, zu ihm ein.
9. (1150.) Wer da überdenkt den alten Weisen, den Gebieter, den Kleinern als das Kleinste, den Schöpfer des Weltalls, den unausdenkbaren, sonnenfarbigen, finsternisjenseitigen,
10. (1151.) wer diesen zur Endzeit mit unentwegtem Geiste durch Verehrung und Yogakraft, ihm hingegeben, überdenkt, indem er den Prana vollständig sammelt zwischen den Augenbrauen, der geht zum göttlichen höchsten Geiste ein.
11. (1152.) Das Unvergängliche (Aksharam, auch die Silbe Om), welches die Vedakenner sprechen, in welches die leidenschaftfreien Selbstbezwinger eindringen, nach welchem verlangend man den Lebenswandel als Brahmacarin auf sich nimmt, dieses als Wort will ich dir in einem Inbegriffe sagen (vgl. Kath. Up. 2,15).
12. (1153.) Wenn einer alle Pforten [des Körpers] schließt, das Manas im Herzen zurückhält, seinen Lebenshauch im Haupte ansammelt, und so die Festigkeit im Yoga erlangt,
13. (1154.) wenn ein solcher, die Silbe Om, welche das Brahman bedeutet, aussprechend und meiner dabei gedenkend, dahinscheidet, indem er den Leib verlässt, der geht den höchsten Gang.
14. (1155.) Wer immerfort, ohne seine Gedanken auf etwas anderes zu richten, unentwegt meiner gedenkt, für einen solchen beständig sich hingebenden Yogin bin ich, o Sohn der Pritha, leicht zu erlangen.
15. (1156.) Und wenn sie zu mir gelangt sind, so brauchen sie nicht einzugehen in eine abermalige Geburt, in eine solche vergängliche Behausung der Schmerzen, sie, die hohen Geistes die höchste Vollendung erreicht haben.
16. (1157.) Alle Welten bis hinauf zur Brahmanwelt sind [zur Erde] zurückführend, o Arjuna; wer aber zu mir eingeht, o Sohn der Kunti, für den gibt es keine abermalige Geburt mehr.
17. (1158.) Wenn man erkannt hat, dass ein Tag des Brahman die Dauer von tausend Yugas (Weltaltern) befasst und dass seine Nacht ebenfalls tausend Yugas durch dauert, - die Menschen, die das erkannt haben, die wissen in Wahrheit, was Tag und Nacht sind.
18. (1159.) Bricht der Tag an, so gehen aus dem Unentfalteten alle Entfaltungen hervor, bricht die Nacht an, so zergehen sie wieder in jenem, was das Unentfaltete heißt.
19. (1160.) Diese ganze Schar der Wesen, welche wird und immer wieder wird, zergeht, wenn die Nacht anbricht, o Sohn der Pritha, und sie entsteht wieder beim Anbruche des Tages, [beides] gegen ihren Willen.
20. (1161.) Aber jene andere Wesenheit, welche höher als jenes Unentfaltete, auch unentfaltet und ewig ist, die geht nicht zugrunde, wenn auch alle Wesen zugrunde gehen.
21. (1162.) Diese unentfaltete Wesenheit ist es, welche man Akshara (unvergänglich) nennt und als das höchste Ziel bezeichnet, zu welchem gelangt man nicht zurückkehrt, und das ist meine höchste Wohnstätte.
22. (1163.) Das ist, o Prithasohn, jener höchste Purusha, der durch eine nur ihm zugewandte Verehrung ergriffen wird, der alle Wesen in sich befasst und durch den dieses ganze Weltall ausgebreitet ist.
23. (1164.) Zu welcher Zeit aber hinscheidend die Yogis zur Nichtwiederkehr oder aber zur Wiederkehr gelangen, die Zeit, o Stier der Bharatas, will ich dir sagen.
24. (1165.) Das Feuer als Licht, der Tag, die helle Monatshälfte, die sechs Monate, da die Sonne nach Norden geht, auf diesem Wege [dem Götterwege] fortziehend, gehen die brahmanwissenden Menschen zu Brahman ein.
25. (1166.) Der Rauch, die Nacht, die dunkle Monatshälfte, die sechs Monate, da die Sonne nach Süden geht, auf diesem Wege [dem Väterwege] gelangt der Yogin zu dem Lichtreiche des Mondes und muss wieder zurückkehren.
26. (1167.) Diese beiden Wege, der helle und der dunkle [welche aus Chand. Up. 5,3-10 / Brih. Up. 6,2 übernommen, aber vom Verfasser missverstanden werden], bestehen ewig für die Welt der Lebenden, auf dem einen gelangt man zur Nichtwiederkehr, auf dem andern kehrt man wieder zurück.
27. (1168.) Keiner, o Prithasohn, der als Yogin diese beiden Wege kennt, geht in der Irre, darum, o Arjuna, sei zu allen Zeiten des Yoga beflissen.
28. (1169.) Alles, was als Frucht guter Werke für Vedastudium, Opfer, Askese und Almosengeben verheißen wird, das alles überschreitet, dieses wissend, der Yogin und gelangt zu der höchsten, uranfänglichen Stätte.

So lautet in der Bhagavadgita die Hingebung an den großen Geist (Mahapurusha - Yoga).

Siehe auch

Eigenschaften im Alphabet vor Sein

Eigenschaften im Alphabet nach Sein


Weblinks

Literatur

  • Paul Deussen: "Der Gesang des Heiligen. Eine philosophische Episode des Mahabharatam". Übersetzung der Bhagavadgita. Leipzig. F.a. Brockhaus. 1911.

Seminare