Kosmos

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Zur Entstehung des Kosmos gibt es im Hinduismus verschiedene Theorien. In der Rigveda gibt es eine Schöpfungshymne. Diese besagt, dass es anfänglich nur das "Ureine" gab, das ewig waltete, Sein und Nichtsein war nicht vorhanden, genau so wenig wie ein "Atem". In der Mahabharata ist von einem großen Ur-Ei die Rede, welches den Ursprung aller Wesen darstellt. Es ist feinstofflich und vergeht niemals. Es stellt gleichzeitig das Sein als auch das Nicht-Sein dar. Aus dem Ur-Ei inkarnierte sich Prajapati, das Urwesen des Kosmos, mannigfaltige Götter und Wesen und die volle Schöpfung. Laut Prophezeiung würden sich all diese Dinge am Ende des Zeitalters der Welt wieder zurückbilden. Weiter heißt es: "So dreht sich auf immer, ohne Anfang und Ende, das Rad in der Welt und führt Entstehung und Auflösung herbei."

Die Auffassung eines unendlichen Kreislaufs ist auch in den Puranas zu finden. Hier steht der Begriff Kalpa zentral, der eine Periode der Schöpfung, mehrere Milliarden Jahre, darstellt. Diese entspricht einem Tag und einer Nacht in Brahmas Leben. In den Puranas ist weiterhin die Rede von einem Ur-Ei des Kosmos, auch Brahmananda (Brahmas Ei), die Rede. Es trägt auch den Namen "Hiranyagarbha" und steht für den "goldenen Schoß aller Dinge". Zu Anbeginn entstand eine Zweiteilung des kosmischen Ur-Eis. Die obere Hälfte war golden und die untere silberfarben. Aus dem goldenen Teil entstand der Himmel und aus dem silbernen die Erde. Die Entstehung des Kosmos gemäß der Sankhya Philosophie findet seine Offenbarung in der Prakriti. Sie ist das unmanifestierte Schöpferpotential für alle Erscheinungsformen, sowohl materieller als auch psychischer Natur. Alles Offenbare bewegt sich zum Schluss des Manifestationszyklus zur Prakriti zurück.

Siehe auch

Literatur