Geschmack

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Geschmack ist eine Vorliebe bzw. die Gesamtheit der individuellen Vorlieben: "Er hat einen guten Geschmack", "sie hat einen sehr konservativen Geschmack". Man kann Geschmack an etwas finden und so etwas freudig tun. Man kann an etwas Geschmack gewinnen und auf den Geschmack kommen.

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Geschmack ist die Fähigkeit, Schönes von Hässlichem zu unterscheiden: Man kann einen guten oder schlechten Geschmack haben. Geschmack ist eine Modeströmung: Z.B. kann eine Wohnung im Geschmack des Biedermeiers eingerichtet sein. Geschmack ist auch einer der 5 Sinne, neben Sehsinn, Hörsinn, Tastsinn und Geruch.

Geschmack ist auch eine Eigenschaft des Essens: Essen kann besser und weniger gut schmecken. Geschmack ist hier das, was man beim Essen und Trinken wahrnimmt. In allen Kontexten gilt: Es ist gut, sich seines eigenen Geschmacks bewusst zu sein – aber man sollte kein Sklave seines Geschmacks sein.

Geschmack - eine Tugend. Was ist die Bedeutung des Begriffs Geschmack? Wie wird dieses Wort verwendet? Wozu ist Geschmack ein wichtiges Persönlichkeitsmerkmal, vielleicht gar eine Tugend? Welche weiteren Persönlichkeitsmerkmale stehen in Verbindung mit Geschmack?

Geschmack als hilfreiche Tugend

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

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Was ist Geschmack? Geschmack kann vieles bedeuten und Geschmack ist ein Ausdruck mit vielfältiger Konnotation. Natürlich, zum einen ist Geschmack, was du isst. Also, wenn du etwas Gutes isst und es dir schmeckt, dann kannst du sagen: "Ja, das hatte einen guten Geschmack." Aber Geschmack heißt auch, man selbst hat einen guten Geschmack. Also, Essen kann einen guten Geschmack haben und man selbst kann auch einen guten Geschmack haben.

Selbst einen guten Geschmack zu haben, heißt, man mag etwas, was andere auch mögen. Letztlich, wenn man sagt, jemand hat einen guten Geschmack, heißt das ja nichts anderes, was derjenige will, was derjenige gerne hat, ist das, was andere auch gerne haben, denn man nimmt ja immer das, was man selbst für gut hält, denkt man auch, das ist auch das, was andere für gut halten. In diesem Sinne, ein guter Geschmack ist oft eben einfach die Aussage, der Mensch hat etwas, was andere auch für gut finden.

Man kann Geschmack haben bezüglich seiner Kleidung, man kann einen guten Geschmack haben bezüglich seiner Wohnungseinrichtung, man kann einen guten Geschmack haben bezüglich anderer Menschen, die man gerne mag usw. Also, Geschmack ist etwas, was man mag und einer der Ursinne ist eben das Essen und wie einem das Essen schmeckt. Und von daher, dieser Geschmack ist etwas, was sich dann in anderer Hinsicht auch entwickelt hat.

Also, guten Geschmack haben oder einen Geschmack haben heißt, etwas mögen, einen guten Geschmack haben heißt, etwas so mögen, dass die anderen es auch für gut finden. Und dann bist du auch gleich schon bei der Problematik des guten Geschmackes. Guter Geschmack ist manchmal auch eine Diktatur der Mehrheit gegenüber der Minderheit oder auch manchmal die Diktatur der Geschmackselite.

Es gibt manche Menschen, die definieren, das ist der gute Geschmack, und die sagen, anderes wiederum ist kein guter Geschmack. Und so hat sich jemand zu verhalten und so hat sich jemand nicht zu verhalten. Und so kannst du selbst überlegen, willst du wirklich den Regeln des guten Geschmacks entsprechen oder willst du deinen eigenen Geschmack haben?

Eine gewisse Coolness gegenüber den Geschmackstyranneien der Mehrheit ist durchaus angesagt. Überlege selbst, was hast du für einen Geschmack? Was magst du besonders? Natürlich, man sollte nicht Sklave seines Geschmackes sein, aber Dinge, die man mag, irgendwie so umzusetzen, hilft zu einem Wohlfühlen. Ab und zu mal Dinge zu tun, die man nicht mag, hilft einem zur inneren Freiheit und auch zu einem starken Willen. Weder beherrscht werden von seinem eigenen Geschmack noch von dem Geschmack der Mehrheit heißt Freiheit und Freiheit gilt im Yoga als etwas ganz Wichtiges.

Geschmack - Antonyme und Synonyme, andere Persönlichkeitsmerkmale und Tugenden

Hier einige Anmerkungen, wie man as Persönlichkeitsmerkmal, die Eigenschaft Geschmack in Beziehung zu anderen Fähigkeiten und Verhaltensweisen sowie in Bezug auf Laster sehen kann:

Ähnliche Eigenschaften wie Geschmack - Synonyme

Ähnliche Eigenschaften wie Geschmack, also Synonyme zu Geschmack sind z.B. Stil, ästhetisches Empfinden, Lebensstil, Vorliebe, Gefallen.

Ausgleichende Eigenschaften

Jede Eigenschaft, jede Tugend, die übertrieben wird, wird zu einer Untugend, zu einem Laster, einer nicht hilfreichen Eigenschaft. Geschmack übertrieben kann ausarten z.B. in übertriebener Geschmack, Einbildung, Angeberei. Daher braucht Geschmack als Gegenpol die Kultivierung von Geschmacksneutralität, Einfachheit, Zufriedenheit.

Gegenteil von Geschmack - Antonyme

Zu jeder Eigenschaft gibt es ein Gegenteil. Hier Möglichkeiten für Gegenteil von Geschmack, Antonyme zu Geschmack :

Geschmack Antonyme auf einen Blick

Direktheit Antonyme (Gegenteile) auf einen Blick:

  • Geschmack sind z.B. Geschmacksneutralität, Einfachheit, Zufriedenheit, Geschmacklosigkeit, Stilwidrigkeit, Fadheit, Taktlosigkeit, Stillosigkeit.

Geschmack und die großen Temperamentgruppen

Bewusste Kultivierung von Geschmack

Geschmack kann man sehen als Tugend, als eine positive Eigenschaft. Vielleicht willst du ja Geschmack in deinem Charakter, in deiner Persönlichkeit, stärker zum Vorschein zu bringen. Hierzu einige Tipps:

  • Nimm dir vor, eine Woche lang diese Eigenschaft der Geschmack zu stärken.
  • Du kannst dir z.B. vornehmen: "Während der nächsten Woche will ich die Fähigkeit Geschmack bewusst mehr zum Ausdruck bringen. Ich freue mich darauf, in einer Woche ein geschmackvollerer Mensch zu sein."
  • Nimm dir vor, täglich mindestens etwas zu tun, was Geschmack ausdrückt. Mache jeden Tag etwas, was du normalerweise nicht tun würdest, was aber dieses Persönlichkeitsmerkmal in die Tat umsetzt.
  • Wenn du morgens aufwachst, dann sage eine Affirmation, z.B.: Ich entwickle Geschmack.
  • Am Tag wiederhole immer wieder eine Autosuggestion, Affirmation wie z.B.: Ich bin geschmackvoll.

Affirmationen zum Thema Geschmack

Hier einige Affirmationen für mehr Geschmack. Unter dem Stichwort "Affirmation" und "Wunderaffirmationen" erfährst du mehr zu Funktion und Wirkungsweise von Affirmationen. Nicht alle unten aufgeführten Affirmationen passen - nutze diejenigen, die für dich stimmig erscheinen.

Klassische Autosuggestion für Geschmack Hier die klassische Autosuggestion:

  • Ich bin geschmackvoll.

Im Yoga verbindet man das gerne mit einem Mantra. Denn ein Mantra lässt die Affirmation stärker werden:

  • Ich bin geschmackvoll. Om Om Om.
  • Ich bin ein Geschmacksvoller, eine Geschmacksvolle OM.

Entwicklungsbezogene Affirmation für Geschmack Manche Menschen fühlen sich als Scheinheiliger oder als Heuchler, wenn sie sagen "Ich bin geschmackvoll " - und sie sind es gar nicht. Dann hilft eine entwicklungsbezogene Affirmation:

  • Ich entwickle Geschmack.
  • Ich werde geschmackvoll.
  • Jeden Tag werde ich geschmackvoller.
  • Durch die Gnade Gottes entwickle ich jeden Tag mehr Geschmack.

Dankesaffirmation für Geschmack :

  • Ich danke dafür, dass ich jeden Tag geschmackvoller werde.

Wunderaffirmationen Geschmack Du kannst es auch mit folgenden Affirmationen probieren:

  • Bis jetzt bin ich noch nicht sehr geschmackvoll. Und das ist auch ganz verständlich, ich habe gute Gründe dafür. Aber schon bald werde ich Geschmack entwickeln. Jeden Tag wird diese Tugend in mir stärker werden.
  • Ich freue mich darauf, bald sehr geschmackvoll zu sein.
  • Ich bin jemand, der geschmackvoll ist.

Gebet für Geschmack

Auch ein Gebet ist ein machtvolles Mittel, um eine Tugend zu kultivieren. Hier ein paar Möglichkeiten für Gebete für mehr Geschmack:

  • Lieber Gott, bitte gib mir mehr Geschmack.
  • Oh Gott, ich verehre dich. Ich bitte dich darum, dass ich ein geschmackvoller Mensch werde.
  • Liebe Göttliche Mutter, ich danke dir. Ich danke dir dafür, dass ich jeden Tag die Tugend Geschmack mehr und mehr zum Ausdruck bringe.

Frage dich: Was müsste ich tun, um Geschmack zu entwickeln?

Du kannst dich auch fragen:

  • Was müsste ich tun, um Geschmack zu entwickeln?
  • Wie könnte ich geschmackvoll werden?
  • Lieber Gott, bitte zeige mir den Weg zu mehr Geschmack.
  • Angenommen, ich will geschmackvoll sein, wie würde ich das tun?
  • Angenommen, ich wäre geschmackvoll, wie würde sich das bemerkbar machen?
  • Angenommen, ein Wunder würde geschehen, und ich hätte morgen Geschmack kultiviert, was hätte sich geändert? Wie würde ich fühlen? Wie würde ich denken? Wie würde ich handeln? Als geschmackvoller Mensch, wie würde ich reagieren, mit anderen kommunizieren?

Siehe auch

Eigenschaften im Alphabet vor Geschmack

Eigenschaften im Alphabet nach Geschmack

Literatur

Weblinks

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