Indien

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Indien ist der größte Staat auf dem indischen Subkontinent und das Herkunftsland des Yogas. Es ist der bevölkerungsreichste, demokratische Staat auf der Welt und wird auch oft Land der Gegensätze genannt. Sowohl der Hinduismus, wie auch der Buddhismus fanden hier ihre Ursprünge.

Topografische Karte Indiens. Copyright

Indien erlebt seit Jahren einen ökonomischen Aufschwung, ist jedoch bekannt für eine große und auch erbarmungslose Kluft zwischen Arm und Reich. Die Faszination für dieses kontrastreiche Land mit einer ausgeprägten landschaftlichen, sprachlichen und kulturellen Vielfalt bleibt besonders unter Yogis ungebrochen.

Bharata - Indien

Flagge von Indien

Bharata heißt zu Bharata gehörend. Damit sind insbesondere die Nachkommen von Bharata gemeint. Früher wurde Indien so genannt und Bharatya waren dann die Inder.Bharata war auch der Bruder von Rama und auch der Name eines großen Königs.

Der Name Indien ist eigentlich ein relativ neu-entstandener Begriff, der sich von dem Fluss Indus ableitet. Schon die alten Griechen nannten diejenigen, die um den Fluss herum lebten, Inder. Später nannten die Perser alle, die um den Fluss Indus lebten, Hindus. Denn der Indus bedeutet auf Persisch Hindu. Also wurde das Land, das um den Fluss Hindus herum lag, zu Hindustan. Von den Engländern wurde Hindustan zu Indien.

Und die indischen Bewohner waren erst die Hindus und dann die Inder. Anschließend wurde ein Teil der früheren Hindus zu Moslems oder Sikhs oder zu Parsis und diejenigen, die übrigblieben und keinen anderen Religionen zugehörig waren, wurden dann Hindus genannt. Der Ausdruck Hindu stammt erst aus dem 19 Jahrhundert und ist ein Konstrukt der Europäer. Die Inder haben sich lange Zeit als Bharatiyas bezeichnet. Bharata war ein ganz großer König in der indischen Mythologie.

Ein König, der ganz rechtschaffen war und großartig regiert und ganz Indien vereinigt hatte. Und er hat ein Herrschergeschlecht gegründet, eben das Geschlecht der Bharatas. Arjuna, Yudhishthira, Dhritarashtra und Panda waren alle von Bharata Geschlecht. Das Mahabharata ist also letztendlich die großartige Geschichte. Maha sind alle Nachkommen von Bharata. Die Inder haben sich früher selbst oder das Land als Bharata bezeichnet, als das Land, das zu Bharata gehört. Manchmal wird auch Indien Bharatavharsha genannt.

Geographie Indiens

Indische Bundesstaaten

Übersichtskarte der indischen Bundesstaaten, Copyright

Die Republik Indien gliedert sich seit dem Jahre 2014 in 29 indische Bundesstaaten sowie sieben Unionsterritorien, welche wiederum in mehr als 600 Distrikte aufgeteilt sind. Jeder einzelne Bundesstaat besitzt ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung. Die Unionsterritorien werden von der Zentralregierung in Neu-Delhi verwaltet.

Die 29 aktuellen indischen Bundesstaaten sind das Ergebnis eines nunmehr über 100 Jahre währenden Prozesses der politischen Entwicklung und administrativen Umstrukturierung Indiens. Die meisten indischen Bundesstaaten sind erst infolge der Unabhängikeitserklärung Indiens im Jahre 1947 entstanden, wobei die Grenzen der einzelnen Bundesstaaten hauptsächlich dem Verlauf der natürlichen Sprachgrenzen angepasst wurden (1956). Der jüngste indische Bundesstaat ist das erst 2014 gegründete Telangana, das vorher zu Andhra Pradesh gehörte.

Physiographie

Die Physiographie Indiens beschreibt die physischen Merkmale des Landes. Seine Position, die physiographischen Unterteilungen und andere Faktoren sind Bestandteil dieses Abschnitts. Die geographischen Koordinaten von Indien sind 8,4 bis 37,6 des nördlichen Breitengrads und 68,7 bis 97, 25 des östlichen Breitengrads. Nachbarstaaten Indiens sind Bangladesch, Bhutan, Birma, China, Nepal und Pakistan. Auch Elemente der Umgebung bilden die Physiographie Indiens. Das Arabische Meer im Westen, der Golf von Bengalen im Osten und der Indische Ozean im Süden begrenzen Indien.

Die wichtigsten Inseln Indiens sind Lakshwadeep Islands im Arabischen Meer sowie Andaman und Nicobar Islands im Golf von Bengalen. Es gibt zahlreiche Gebirgszüge im Land; der bedeutendste ist jedoch der Himalaya im Norden mit dem höchsten Gipfel Kanchenjunga Peak, der über 8.000 Meter hoch ist.

Ausdehnung, Höhe und Position der Geländeformen Indiens, wie etwa Ebenen, Hügel, Berge und Hochebenen, spielen eine wichtige Rolle bei der Beeinflussung des Klimas, der Verteilung der Bevölkerung, der Landnutzung und der Transportmittel, etc.

Unterteilung der Physiographie Indiens

Die vier wichtigsten physiographischen Unterteilungen Indiens sind:

Eine hohe Gebirgsbarrikade, die der Himalaya im Norden und das östliche Hochgebirge, das auch Purvanchal genannt wird, im Osten bilden.
Die Hochebene der indischen Halbinsel, die sich südlich der Ebenen Nordindiens ausdehnt
Die Great Plains Indiens oder die Ebenen Nordindiens
Die Tiefebenen an der Küste, die an die Hochebene der Halbinsel Indien grenzen

Diese vier Naturräume Indiens unterscheiden sich im Hinblick auf die Oberflächenkonfiguration merklich voneinander. Die nordindische Ebene ist flach und alluvial (angeschwemmt) ohne irgendein lokales Relief, ausgenommen der Klippen der alten Flussbänke. Andererseits ist der Himalaya ein junges Faltengebirge mit großem Ausmaß auf dem lokalen Relief, sehr steile Hänge, eine äußerst unebene Oberfläche, wenig ebenes Gelände, ein Land und junge Flusstäler bilden die Halbinsel Indiens, ein alter Schildblock, das reliktäre Berge und alte Flusstäler hat.

Die Gebirgskette des Himalaya

Der Himalaya ist die größte und höchste Gebirgskette der Welt

Der Himalaya bildet ein sehr schroffes und durchgängiges Gebiet von Hochgebirgsgelände, das auf einer bedeutenden Länge an Nordindien angrenzt und zwischen der Brahmaputra Schlucht im Osten und dem Indus im Westen verläuft. In Himachal Pradesh und der Kaschmir-Region ist er verhältnismäßig breit und in Ostnepal am höchsten.

Der Himalaya erhebt sich abrupt aus den Ebenen im Süden und lehnt sich an Ladakh von Jammu und Kaschmir und die tibetanische Hochebene in der Form einer bogenähnlichen Kante. In Kaschmir hat der Himalaya eine durchschnittliche Höhe dieses Abschnitts von etwa 3000 m. Der Gebirgszug Pir Panjal und das Kaschmirtal gehören zu diesem Abschnitt. Im Punjab zeichnet sich der Himalaya durch schroffe Nordhänge und bewaldete Südhänge aus. Hohe Gipfel sind selten, Seen wie Manasarovara, Rakas, Pässe wie Zojila, Rohtang, Bara Lapcha und Täer wie Kangra, Lahul und Spiti befinden sich in diesem Abschnitt. Der Kumaon Himalaya reicht vom Fluss Sutlej zum Fluss Kali. Wallfahrtsorte wie Badarinath und die Region Gangotri befinden sich in diesem Abschnitt. Der Zentralhimalaya erstreckt sich von Kali bis nach Teesta, während der Himalaya im Bundesstaat Assam vom Fluss Teesta zum Fluss Brahmaputra reicht.

Neben dem Himalaya umfasst die Physiographie Indiens auch andere Gebirgszüge wie den Vindhya, der fast die ganze Breite der Halbinsel und den Sahyadris entlang der Westghats, mit einer durchschnittlichen Höhe von 1200 Metern, durchquert. Der Siwalik-Gebirgszug hat niedrige parallele Kanten, die hauptsächlich aus Felsbrocken und Lehm bestehen. Der Nieder-Himalaya erhebt sich nördlich des Siwalik-Gebirgszugs. Tief von Flüssen eingeschnitten, ist dieser Gebirgsgürtel äußerst schroff. Der große Himalaya oder Himadari ist ein langer, durchgänger Gebirgszug. Es ist der höchste Gebirgszug der Welt mit einer durchschnittlichen Höhe von 6.100 Metern über dem Meeresspiegel. Der Osthimalaya besteht aus Hügeln, die durch das östliche Arunachal Pradesh und die Bundesstaaten, die eine Grenze mit Birma haben, verlaufen. Drei wichtige Flüsse Indiens, nämlich Brahmaputra, Sutlej und Indus, haben ihre Quellen nahe dem Manasarovara See, der nördlich des großen Himalayas liegt.

Halbinselhochebene

Die Halbinselhochebene ist der älteste Teil Indiens, bekannt als indische Platte. Die Halbinselhochebene kann in einige physiographische Teile in Indien wie Aravallis, Bundelkhand, Malwa, Deccan Hochebene, Chhota Nagpur Hochebene, Shillong Hochebene, Karnataka Hochebene, West- und Ostghats unterteilt werden. Die Küstenebene ist die Region zwischen der Küste und den Gebirgszügen der Halbinselhochebene. Dieser Teil der Physiographie Indiens kann in die westliche und östliche Küste unterteilt werden. Mit Ausnahme von Gujarat ist die westliche Küste schmaler als die östliche Küste.

Die Hochebene der Halbinsel Indien grenzt an die engen Tiefebenen an der Küste. Angehobene Strände und Wellenbrecher über der Hochwassermarke bedeuten, dass diese Tiefebenen im Wesentlichen die aufgetauchten Böden der an das Land angrenzenden Meere sind. Im Norden ist die Topographie abwechslungsreich. Es gibt Sümpfe, Schlammebenen, Flüsschen, Lagunen, Golfe und Inseln. Das Rann von Kutch, die Halbinseln Kutch und Kathiawar und die Gujarat-Ebene heben sich als wichtigste physiographische Regionen hervor. In Tamil Nadu ist das östliche Tiefland breit.

Indische Inseln

Die Physiographie Indiens umfasst auch die indischen Inseln mit 247 Inseln, von denen 204 im Golf von Bengalen und die übrigen im arabischen Meer und Golf von Mannar liegen. Andaman und Nicobar bilden zwei Hauptgruppen in der Gruppe im Golf von Bengalen. Diese Kette von indischen Inseln wurde durch das Auftauchen des Arakan Yoma-Gebirgszuges gebildet. Die Inseln Narcondam und Barren Island Iiegen nördlich von Portblair sind vulkanische Inseln. Die Inselgruppe Lakshwadeep ist eine Gruppe von 27 Inseln auf Korallenriffen und von Saumriffen mit einer Gesamtfläche von nur 32 Quadratkilometern umgeben. Die Pamban Insel liegt zwischen Indien und Sri Lanka,hat felsige Oberfläche und ist eine Verlängerung der Halbinseloberfläche im Ramnad Bezirk von Tamil Nadu.

Ferner umfasst die Physiographie Indiens mannigfaltige Klimabedingungen. Indien ist so weitläufig, dass die klimatischen Bedingungen im entfernten Norden wenig mit denen des äußersten Südens zu tun haben. Indien hat drei Jahreszeiten: Heiß, feucht und kühl. Niederschläge sind in Indien üblicherweise wechselhaft.

Die Flüsse Indiens

Die Flüsse Indiens sind sehr bedeutsam im Leben des indischen Volkes. Sie sind die Quelle für Bewässerung, Trinkwasser, Transport, Elektrizitätsversorgung und den Lebensunterhalt für sehr viele Menschen. Indien wird auch oft als Land der Flüsse bezeichnet. Darüber hinaus sind die indischen Flüsse in Mythologie, Religion und Legenden gehüllt. Die drei wichtigsten und größten indischen Flüsse sind Ganges, Yamuna und Saraswati. Jedoch verfügt die indische Geographie noch über andere Flüsse, wie den Brahmaputra, Krishna, Narmada und andere.

Es gibt hauptsächlich drei Wasserscheiden in Indien: die Himalayas und das Karakorumgebirge; die Vindhya Berge, Satpura Berge und die Chota Nagpur Ebene; und die Western Ghats. Man kann die indischen Flüsse auch unterteilen in Himalayaflüsse, Küstenflüsse und Dekkanflüsse. Mit der Zeit hat sich die Rolle der indischen Flüsse auch sehr verändert. Flüsse des zeitgenössischen Indiens wie der Alaknandafluss werden für Abenteuersport benutzt wie Flössen, Kayak usw. Die sprudelnden Ströme dieser indischen Flüsse machen sie sehr geeignet für diesen Abenteuersport.

Historische, religiöse und wirtschaftliche Bedeutung der indischen Flüsse

Mit den meisten indischen Flüssen ist eine große geschichtliche und religiöse Bedeutung verbunden. Sie verleihen der indischen Landschaft nicht nur Schönheit, sondern sind auch die Quelle für Bewässerung, Wasserkraftwerke, Transport und andere praktische Zwecke. Seit undenklichen Zeiten waren die indischen Flüsse eine volkstümliche Weise, das Land zu durchqueren.

Der Ganges ist ein volkstümlicher Wasserweg der verschiedene indische Regionen verbindet. Er gilt ausserdem als heiliger Strom, oder vielmehr der heiligste des Subkontinents. Es heißt, dass der Fluss die Kraft hat, alle Sünden abzuwaschen. Dieser legendäre Fluss entspringt im Himalaya und strömt in die Ebenen hinab. Die meisten religiösen Orte in Nordindien liegen entweder an den Gangesufern oder nahe bei. Er ist auch als Bhagirathifluss oder Jahnavi bekannt. Andere mythische indische Flüsse sind Yamuna, Narmada, Rupa, Pampa, Kaveri und andere mythische Ströme.

Die indischen Flüsse dienen als Hauptquelle für den Lebenunterhalt vieler Menschen. Fischer, Schiffer, Bauern und andere hängen von den indischen Flüssen ab. Sie sind auch die Hauptquelle der Bewässerung, sodas die Ernte weitgehend von ihnen abhängt. Man sagt auch, dass das Land nahe den Flüssen fruchtbare Erde hat. Es wird daher vor allem für die Landwirtschaft benutzt, und ist die Hauptquelle des Einkommen für viele Landwirte. Dank solcher vielfältiger Faktoren werden die indischen Flüsse überall im Land verehrt. Das heilige Gangeswasser z.B. wird zur Verehrung der Gottheiten benutzt, ein Bad im Yamuna befreit den Geist von allen Sünden.

Die Flüsse und ihre Zubringer ernähren nicht nur die indische Flora und Fauna, sie ziehen auch Touristen von überall her an. Es ist daher richtig zu sagen, dass die indischen Flüsse eine unverzichtbare Rolle in der indischen Wirtschaft spielen.

Zahlreiche Dämme und vielen Zwecken dienende Flusstalprojekte in Indien wurden mit Flussystemen entwickelt wie dem Brahmaputra River System, Narmada River System, Tapti River System, Godavari River System, Krishna River System, Kaveri River System und Mahanadi River System.

Die indischen Flüsse sind leichthin die ältesten Zeugen der zivilisatorischen Entwicklung. Sie sind daher historisch, religiös und kulturell wichtig. Die indischen Flüsse entspringen in den Bergen und strömen mit derselben Kraft wie zuvor. Zwischen den Tälern winden sich die indischen Flüsse in die Ebenen hinab und nähren das Land mit Leben und Fruchtbarkeit.

Das indische Klima

Das indische Klima ist sehr unterschiedlich, von unterschiedlicher Topographie beeinflusst, gerade wie das Land und seine Menschen selbst, mit Extremen ringsum.

Das indische Klima besteht aus einer erstaunlichen Vielfalt klimatischer Konditionen, die abhängen von den verschiedenen Regionen, alpin bis tropisch, vom Himalaya bis in den Süden. Die Wüste Thar und der Himalaya beeinflussen die klimatischen Konditionen Indiens sehr. Verschiedene Klimazonen herrschen in Indien vor, beeinflusst von Merkmalen wie Ort, Oberflächenbedingungen und unterschiedlicher Topographie.

Klimazonen in Indien

Die Westghats am 28. Mai; Foto: Knipptang, Copyright
Die Westghats am 28. August; Foto: Knipptang, Copyright

Vier Arten von Klimazonen gibt es in Indien: Aride, tropische, subtropsche und alpine Zonen und jahreszeitlich unterscheidet man zwischen Sommer, Monsun, Postmonsun und Winter.

Aride Zone

Die aride Zone herrscht hauptsächlich vor in weiten Gebieten Rajasthans und den westlichen Regionen des Landes. Die aride Zone ist gekennzeichnet von geringem Niederschlag mit hohen Temperaturen, im allgemeinen bis 50 Grad Celsus steigend.

Tropische Zone

Die tropische Zone weist zwei Typen auf, nämlich die Tropische Trockenzone und Tropische feuchte Monsunzone. Die tropische Trockenzone hat geringen Niederschlag und hohe Temperatur, in der tropisch feuchten Zone hingegen ist die Temperatur relativ durchschnittlich mit 18 Grad Celsius und reichlich Niederschlag.

Subtropische Zone

Die subtropische Zone findet sich hauptsächlich in Nordindien, und wird von gewöhnlichen indischen klimatischen Bedingungen geprägt. Die Sommer sind durch hohe Temperaturen und Niederschläge definiert, aber die Winter sind trocken und kalt.

Alpine Zone

Diese Klimazone findet sich in den hohen Bereichen des Himalaya, wo sich auch wegen der verschiedenen Höhenlagen die klimatischen Bedingungen häufig ändern. In höheren Regionen herrscht die alpine Tundrazone vor.

Sommer

Der Sommer dauert im indischen Klima von März bis Juli. Die Temperaturen steigen in den südlichen und westlichen Regionen am höchsten im April, wenn die Sonne senkrecht über dem Subkontinent steht. In den nördlichen Regionen hingegen ist die Temperatur im Mai am höchsten. Die durchschnittlichen Temperaturen betragen 32 bis 40 Grad Celsius.

Regenzeit oder Monsun

Der Monsunregen kann in Indien bisweilen starke Überschwemmungen hervorrufen, wie hier in Mumbai im Jahr 2005; Copyright

Unter indischen klimatischen Bedingungen dauert der Monsun in den meisten Teilen des Landes gewöhnlich von Juni bis September. Ab Ende Mai beherrscht allmählich der Südwest-Sommermonsun die Saison in der Nation. Von Blitz und Donner begleitete monsungeladene Winde verkünden im allgemeinen die Ankunft des Monsuns. Der meiste Regen wird gewöhnlich aus den südlichen Landesteilen berichtet.

Zurückweichender oder Postmonsun

Die Regenzeit beginnt sich nach dem Monsun von September und Oktober an zurückzuziehen. Diese Periode dauert gewöhnlich bis Dezember, dann kommt der Winter. Die meisten Landesteile, speziell in Nordwestindien, genießen ein angenehmes wolkenloses Wetter. Der Monsun zieht sich gewöhnlich aus den meisten Gebieten zurück, außer Südindien.

Winter

Der Winter dauert von Dezember bis Februar, in manchen Landesteilen auch bis April. Während dieser Zeit ist das Klima generell kalt, 10-15 Grad Celsius in den nordwestlichen Bereichen und 20-25 Grad in den südöstlichen. Die indischen Winter sind normalerweise trocken, Dezember und Januar sind die kältesten Monate.

Einflüsse und Beeinflussung des Klimas

Das indische Klima ist within verantwortlich für die verschiedenen Arten von Flora und Fauna im Lande. Bei kühlen Temperaturen kann man Orchideen, Salbäume, Palmen und verschiedene Heikräuter finden, während die in Südindien wachsenden Pflanzen wegen des anderen Klimas verschieden sind.

Umweltverschmutzung und ungezügelte Industrialisierung haben das indische Klima gegenwärtig ungünstig beeinflusst und den Jahreseitenzyklus ernstlich gewandelt. Die Resultate sind wiederkehrende Klimakatastrophen wie Überschwemmungen, Dürren und globale Erwärmung. Die Entwaldung führte unmittelbar zu Dürre und Landrutsch. Überschwemmungen in verschiedenen Landesteilen sind wegen des Verlustes zahlreicher Leben und Besitztümer zu einem ernsten Problem geworden. Verletzende und schädliche Gase wie Schwefeldioxid, Carbondioxid, Methan, Kohlendioxid und andere von verschiedenen verschmutzenden Substanzen herrührende Gase haben die globale Erwärmung verursacht, und das indische Klima nachteilig beeinflusst und verändert.

Die indische Kultur

Indischer Tanz, Copyright

Die indische Kultur versucht, das Geistige mit dem Materiellen zu verbinde. Dabei bestätigt sie die Gültigkeit und Zweckmäßigkeit der materiellen Naturwissenschaften und bewahrt zugleich das Geistige als wesentlichen Bestandteil der Kultur.

Hört man den Begriff "indische Kultur", tauchen die unterschiedlichsten Assoziationen auf. Für manche sind philosophische und spirituelle Glaubensrichtungen die Basis der indischen Kultur. Für andere reflektieren die in Architektur, Skulptur und Gemälden dargestellten Träume und Ideale die indische Kultur. Wieder andere verweisen auf die verschiedenen symbolischen Darstellungen des Denkens wie das Konzept des Nataraja oder die indische Musik mit den vielfältigen Ragas als Essenz der indischen Kultur.

Geschichte der indischen Kultur

Der erste wichtige Meilenstein und zugleich die Basis der indischen Kultur ist die vedische Zeit, in denen alte Schriften wie die Upanishaden, das Ramayana und das Mahabharata entstanden sind.

Danach folgte das klassische Zeitalter, das mit dem Buddhismus begann und mit dem indischen Herrscher Harshavardhana endete. Darauf folgte das Mittelalter, das mit der Kultur der Rajputen begann und mit der indo-islamischen Kultur endete. Dann kam das moderne Zeitalter, in dem der westliche Einfluss auf die indische Kultur zunahm und die indische Renaissance begann.

Die Geschichte der indischen Kultur ist tief verwurzelt mit der Indus-Zivilisation und der Ankunft der Westler. Diese Phasen werden jeweils als vor- und nachvedische Zeit bezeichnet. Während der vedischen Zeit entwickelte sich der Hinduismus.

Im 5. Jahrhundert regierte Ashoka Indien. Während seiner Regentschaft entfaltete sich der Buddhismus in Indien. Im 8. Jahrhundert kam der Islam auf den indischen Subkontinent, und bis zum 11. Jahrhundert hatte sich dieser fest als politische Macht etabliert; die Spuren der nordindischen Dynastien der Lodis, Tughluqs und zahlreicher anderer sind noch heute in Delhi und über ganz Nordindien verstreut sichtbar. Diese Dynastien wurden von den Großmoguln abgelöst, unter deren Herrschaft Indien wieder eine lange Phase der politischen Einheit erfuhr.

In der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts löste sich das Reich der Großmoguln unter dem Einfluss Europas langsam auf. Bis sich aus dem Großreich regionale Staaten gebildet hatten, hatten die Engländer bereits ihre Vormacht ausgebaut. Der indische Aufstand von 1857-58 brachte die indische Vorherrschaft endgültig zu Fall. Indien wurde Teil des britischen Reichs. Die britische Vorherrschaft hob das Kastensystem, das zuvor in der indischen Gesellschaft vorherrschte, bis zu einem gewissen Grad auf.

Merkmale der indischen Kultur

Musikensemble aus Benares mit klassischen indischen Instrumenten (Sitar, Shanai, Tabla), Copyright

Toleranz ist eines der herausstechendsten Merkmale der indischen Kultur; so konnten sich die verschiedensten Ethnien in Indien ohne Angst vor Unterdrückung niederlassen. Gleichgewicht ist ein weiteres ausgeprägtes Merkmal der indischen Kultur, ebenso wie Harmonie: Die Dinge passieren in einer bestimmten Reihenfolge und Kontinuität.

Die unaufhaltsame Suche nach Wahrheit ist ein weiterer Bestandteil der indischen Kultur. Alle Kunstformen Indiens handeln von derselben Wahrheit. Der Hindubrauch des religiösen Pilgerns zeigt, dass die Inder sich schon immer als Teil eines gemeinsamen Heimatlandes sahen. Die grundlegende Einheit Indiens wurzelt in der indischen Geisteshaltung. Auf politischer Ebene zeigt sich die Tendenz zur Einheit in den Versuchen, ein Großreich zu erschaffen, das ganz Indien umfasst. Die Kultur ist eine komplexe Eintracht von Verschiedenheit. Bestimmte allgemein verbreitete Ansichten werden seit ewigen Zeiten von den Indern praktiziert.

Die verschiedenen Abschnitte der indischen Kultur folgen Prinzipien psychologischer Natur und lassen sich unterteilen in Symbolismus, Typismus, Konventionalismus, Individualismus und Subjektivismus. Der Symbolismus herrschte in der vedischen Zeit vor, der Typismus im Zeitalter des Dharma, der Konventionalismus im Mittelalter, der Individualismus in der Moderne und der Subjektivismus hat gerade erst in der aktuellen Epoche begonnen.

Einflüsse auf die indische Kultur

Die Topographie Indiens hat in vielerlei Hinsicht den Lauf der Geschichte Indiens sowie die indische Kultur beeinflusst. Die Geographie Indiens ist verantwortlich für die tolerante Geisteshaltung; aufgrund der Vielfalt von Landschaft, Klima und Lebensbedingungen akzeptieren die Inder Verschiedenheit. Das weite Land hat die langsame Einwanderung von Neuankömmlingen ermöglicht und erlaubte es, dass sich jede Niederlassung nach den eigenen Vorstellungen entwickeln konnte. Die Fruchtbarkeit des Landes und seine Bewirtschaftung erklären die Tiefe und Beharrlichkeit der indischen Kultur. Die Geographie Indiens bietet eine Erklärung für die Basis der indischen Kultur: Einheit in Vielfalt.

Ethnische Faktoren sind verantwortlich dafür, wie sich die indische Kultur im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat. Ethnie um Ethnie strömte nach Indien, und jede hat ihren Beitrag zur indischen Kultur geleistet, bevor sie ganz in der indischen Sprache und Kultur aufgegangen ist. So wurde Indien auch als Museum der Ethnien bezeichnet. Die verschiedensten Völker haben sich in Assam, den Chittagong Hills und Bhutan niedergelassen. Ethnien aus dem Mittelmeerraum ließen sich nieder in Kannacla, Tamil Nadu, Malayalani, Punjab, Sindh, Westbengalen, Orissa, Kathiawar, Coorg, Gujarat, Kaschmir, im oberem Gangestal und in Maharashtra unter den Chitpavan-Brahmanen. Einige dieser Ethnien haben Indien den internationalen Handel eröffnet; ihre Sprache ist fester Bestandteil in Dekkan und Südindien. Die Draviden haben zum Kult um Gott Shiva, zur Verehrung der Göttlichen Mutter oder Shakti und zum Yoga beigetragen. Die Westler gaben uns durch ihre philosophischen, religiösen und spirituellen Ideen die grundlegende und ursprüngliche Basis der indischen Kultur.

Die Entwicklung der indischen Kultur ist daher am leichtesten auf psychologischer Ebene zu verstehen. Beginnend beim Zeitalter des Symbolismus über den Typismus, Konventionalismus und bis zum Zeitalter der Vernunft, scheint Indien nun beim Zeitalter des Subjektivismus angelangt zu sein. Es bleibt zu hoffen, dass in naher Zukunft eine indische Kulturrevolution zum Anbruch des spirituellen Zeitalters führt, in dem der Mensch sich selbst verwirklicht und transzendiert.

Indische Kunst

Die indischen Künste enthüllen die in alter Zeit wurzelnde Tradition voller Dynamik und Überschwang. Indische Kunst aller Perioden ist lebensnah, nicht nur dem Leben der Götter, sondern aller Geschöpfe auf Erden. Indische Kunst ist vorwiegend materialistisch. Seit Beginn der Zivilisation wurde die indische Kunst von verschiedenen Faktoren geprägt, wie Einfluss von außen, kulturelle Beinflussung, dynastischer Wandel etc. Trotz solcher unterscheidender Einflüsse ist Einheit erkenntlich.

Wenn wir ihren traditionellen Aspekt diskutieren, muss festgehalten werden, dass indische Kunst auch soziale, ethische und metaphysische Vorstellungen einschliesst. Die indischen Künste repräsentieren das Leben im indischen Subkontinent, das vorrangig von Traditionen, Religion und Philosophie beeinflusst ist. Indische Kunst kann daher als theologisch, hieratisch und sogar traditionell definiert werden.

Einflüsse auf indische Kunst

Wenn wir in die Geschichte indischer Künste eintauchen, kann festgehalten werden, dass sogar religiöse Texte die Berufung des Künstlers priesen. Besonders die buddhistischen und hinduistischen Texte stellen fest, dass das Anfertigen von Bildern in den Himmel führt. Der Künstler in Indien wurde daher immer als ein für die Gesellschaft unverzichtbares Individuum betrachtet.

Indische Kunst zeichnet sich auch durch ihre Spontaneität aus. Sei es Skulptur oder Malerei, sie werden von der Natur inspiriert. Auch die moderne indische Kunst dreht sich um Religion und alte Philosophien, in denen magischer Symbolismus und Tradition eine wichtige Rolle spielten. Mit der Zeit jedoch wurde die zeitgenössische indische Kunst von verschiedenen Faktoren beeinflusst, und einige radikale Ausdrucksformen haben sich daher in diesem Bereich herausgebildet.

Charakteristika indischer Künste

Indische Götterskulptur (Gajasura Murti). Die darstellenden Künste in Indien greifen häufig auf Motive aus den verschiedenen indischen Religionen zurück. Foto: http://picasaweb.google.com/injamaven, Copyright

In der indischen Kunst wird die Welt als eine Erscheinungsform Gottes angesehen. Tatsächlich hält man Gott für gegenwärtig in Mensch und Natur. Die Inder glauben, dass die Beschäftigung mit praktischen Dingen und das Verständnis praktischen Verhaltens die materielle Welt überbetont. Das Ziel aller indischen Religionen – Hinduismus, Buddhismus und Jainismus – ist es, diese Barrieren zu durchbrechen und die Gottheit direkt zu begreifen.

Es gibt unendlich viele Methoden, die gewünschte Vereinigung mit der Gottheit zu erlangen und die wichtigste für die Kunst ist die Bilderkunst oder systematische Erzeugung von Formen und Symbolen, um die zahlreichen unsichtbaren Kräfte und Mysterien der übernatürlichen Welt zu repräsentieren. Die Technik, die sich entwickelte als Ergebnis dieser Notwendigkeit, die unbekannten Qualitäten des Göttlichen auszudrücken, war symbolisch und anthropmorph. Der Gottheit wurde daher menschliche Form gegeben, aber dieses Symbol war von perfekter Proportion, um die Allmacht der indischen Götter auszudrücken.

Architektur in Indien

Neben den einheimischen Stilformen umfasst indische Kunst und Architektur auch verschiedene Stile, die Invasionen mitbrachten. Die Eindringlinge brachten ihre eigenen Traditionen mit sich und im Laufe der Zeit beeinflussten diese das indische Leben gleichfalls.

Die islamische Kunst machte zweifellos einen grossen Eindruck. Einiges des schönsten indischen Erbes ist von Muslimen abgeleitet, die in Indien jahrhundertelang eindrangen. Seien es die kuppelförmigen Gebäude, die Festungen oder die Moghul Gemälde, der Einfluss ist offensichtlich. Im Mogulreich jedoch fand die indische Architektur eine neue Gestalt in der indo-islamischen Architektur. Einige Gebäude, wie das Red Fort, das Taj Mahal und andere Monumente wurden dieser Linie folgend im Subkontinent konstruiert. Die Tempelkunst in Indien ist daher reich und üppig. Ob die Tempel den dravidischen oder Nagara-Linien folgten, die riesigen Tempelstrukturen, gemeißelt mit Figuren von Göttern und Göttinnen, bannen den Betrachter. Oft in Stein gehauen, bezeugen Tempelarchitektur und - Struktur die bemerkenswerte Handwerkskunst vergangener Zeiten.

Darstellende Künste

Malerei ist ein unverzichtbarer Teil der Kunst in Indien, Sie ist bekannt für ihre verschiedenen Stile und Variationen. Verschiedene Malereischulen wie Rajputs, Gwalior, Bengalen sind einzigartige Genres mit individuellen Zügen und Glorie. Ein besonderes Genre, besser bekannt als vergängliche Kunst, ist auch volkstümlich geworden. Körperbemalung, Blumenkunst und Rangoli gehören zu dieser Kategorie und finden gleichfalls einen wichtgen Platz in der komplette Arena indischer Kunst.

Die indische Kunst ist auch eine Schatzkammer skulptureller Kunst. Steinbildhauerei ist sehr populär in Indien. Bemerkenswert ist die Maurya, Gandhara, Gupta, Chalukya, Chola, Vijayanagar, Orissa, Hoysala, Mogul und die Indo-Muslimische Kunst des Deccans. Die in Felsen gehauenen Höhlentempel von Ajanta und Ellora und Udayagiri; der Chalukyan Tempel von Virupaksha, der Chola Tempel der Nayakas zu Madurai, die Indo-Aryan Tempel zu Bhubaneshwar, Puri und Konark, der Sonnentempel von Modhera, Gujarat und die Chandelatempel von Khajuraho: diese zeitlosen Bauwerke präsentieren eine endlose Variante exquisiter in Stein gehauener Gebäude. Traditionelle Motive wie stehende Deepalakshmis, buhlende Apsaras und Lotusblumen werden verwendet als ornamentale Tischlampen, Aschenbecher oder steinerne Blumenvasen. Die indische Kunst ist daher durch den Überschwang kulturellen Erbes und Tradition repräsentiert, ausgedrückt durch ihren Reichtum an Kunstwerken, Monumenten, Festungen und exquisiter Malerei.

Tänze und Theater

Tänze bilden ebenfalls einen integralen Teil indischer Kunst. Jede Region entwickelt einzigartige Stile und Formen, die zumeist mit religiösen Ritualen und sozialen Funktionen verbunden sind. Chhau-Tanz (gesprochen Cho) wird in Teilen Westbengalens praktiziert. Bemerkenswert an diesem Tanz ist der künstlerische Gebrauch von Masken und Kostümen, unterstützt von passender Musik. Yakshagana, grob übersetzt mit "Feier der Himmlischen", gedeiht als eine theatralische Form, die Gesang, Tanz und Drama einschließt. Sie ist äußerst volkstümlich in Malenadu, Uttara und den Dakshina Kannada Distrikten des Staates Karnataka.

Das Puppentheater schmückte gleichfalls diese indische Kunstform und wird weithin ausgeübt in Bezirken Rajasthans, Bengalens und anderen.

Photographie in Indien

Photographie ist eine der beliebtesten Künste Indiens. Sie fängt die Schönheit, Attribute, Szenen und verborgenen Bedeutungen der Welt in Bildern ein. Heutzutage ist Photographie sehr expressiv geworden durch fortgeschrittene Technologien und Werkzeuge. Augenblicke, das Leben und die Natur durch Photographie einzufangen, ist zu einer herausragenden professionellen und Freizeitaktivität in Indien geworden.

Indische Tempel

Jagannath Tempel in Puri, Foto: Abhishek Barua Copyright

Indien ist geprägt durch überaus reiche kulturelle und historische Traditionen was auf wundervolle Art besonders an den kunstvoll verzierten Tempeln erkennbar ist. Zwischen den prächtigen Gebirgszügen des Himalaya im Norden bis Kanyakumari im Süden, ist Indien geschmückt von tausenden Tempeln, religiösen Schreinen und Monumenten, die teilweise hunderte Jahre alt sind. Es gibt dazu unzählige Mythen und Legenden, welche die Entstehung dieser Tempel in allen vier Himmelsrichtungen des Landes erklären. Die Konstruktion und Verzierungen dieser alten Tempel gehören weltweit zu den bedeutendsten künstlerischen Erbstücken. Seit dem 6. Jahrundert vor Chr. erhielten indische Tempel glücklicherweise großzügige Spenden und Unterstützung von Königen, Adeligen und wohlhabenden Kaufleuten. Dadurch entstanden im ganzen Land zahlreiche Tempel und viele davon besonders in Südindien.

Architektur und Aufbau eines indischen Tempels

In Indien besteht die grundsätzliche Struktur eines Tempels aus einem rechteckigen Raum, welcher sich an den Himmelsrichtungen orientiert, mit einer Plattform in der Mitte auf welcher es eine Darstellung der verehrten Gottheit gibt. Das Dach ist flach und der Eingang ist an der östlichen Seite. Vor dem Eingang gibt es eine Plattform, welche von einem Dach beschattet wird das von Säulen getragen wird. Dort können sich Verehrer vor und nach dem Besuch des Tempels versammeln.

Jeder Hindu Tempel in Indien existiert im Kern wie das Universum, in welchem Gott über sein Reich wacht und die an ihn Gläubigen unterstützt. Gläubige nähern sich dem Sanctum Sanctorum um eine Vision (Darshan) von Gott zu erhalten und um Gott zu verehren. Es wird geglaubt, dass das Sanctum Sanctorum mit Gottes Macht und Segen gefüllt ist und indem es betreten wird, der Segen des göttlichen empfangen werden kann. In Indien werden die meisten Heiligtümer von Priestern behütet, welche von Gläubigen Gaben annehmen, den Gläubigen ein Bild der Gottheit präsentieren und ihnen später die meisten der Geschenke zur Verwendung daheim wieder zurück geben.

Die Architektur dieser uralten Tempel ist bezeichnend für Indiens alte, reiche und prächtige kulturelle Tradition, welche anhand der Verzierungen in den Tempeln sehr gut zu erkennen ist. Der Stil der Tempelarchitektur variiert von Region zu Region und je nach Religion. Die Architektur der Tempel kann weitläufig in einen nördlichen und einen südlichen Stil unterteilt werden, welche anhand der Form der Shikhara und deren unterschiedlichen Verzierungen klassifiziert werden können.

Es gibt verschiedene Kategorien regionaler Tempel in Indien, die zwar alle das Prinzip der "vier Ecken" befolgen, sich ansonsten jedoch deutlich durch ihre Architektur und Erscheinungsbild voneinander unterscheiden. Tempel in Südindien sind aufwendig geplant und haben ein sehr ästhetisches Design. Sie sind beispielhaft für die großartige architektonische Kunst in Indien und Verkörperung des reichen indischen Kulturerbes.

Regionale Besonderheiten der Tempel

Dakshineswar Kali Tempel in Kalkutta, Indien

Die Shikhara südindischer Tempel hat in der Regel eine Konstruktion die aus klar voneinander getrennten horizontalen Ebenen besteht, welche der Form einer Pyramide ähnlich sind und jede Ebene ist mit "Miniatur Tempeldächern" verziert. In Nordindien gibt es tausende von Tempeln, mit einzigartigen Baustilen und Konstruktionen und glücklicher Weise blieben diese Tempel von Zerstörungen durch die unzähligen Invasionen verschont. Die Tempel in Nordindien sind im für sie typischen Nagara Stil konstruiert und dienen auch als Wohnsitz für die meisten himmlischer Geister und Heiligenfiguren. Ostindien ist ein Paradies für Reisende im engeren Sinn. Ostindische Tempel nähren die Seele mit Ruhe und Gelassenheit und das Leben kann in der Nähe dieser Tempel sehr kultiviert werden. Für Hindus sind Puri und Konrak wichtige Pilgerzentren. Puri ist außerdem durch seinen "Jagganath Tempel" berühmt, welcher Vishnu gewidmet ist. Die uralten Tempel in Nordostindien faszinieren ihre Besucher mit interessanten Schnitzwerken und beeindruckenden Eigenschaften. Es gibt Überreste der ältesten und feinsten Architekturarbeit in Assam, eine Region mit exzellenten Skulpturwerken. Die nordöstliche Region ist überfüllt mit architektonischen Werken, die einen Besuch dieser Region bereichern. Tempel in Zentralindien locken Besucher während des ganzen Jahres und sie finden viele wichtige und effektive Gebete in den Steinen der Tempel. Alle Tempel sind erlesenen Schnitzwerken und atemberaubenden Designen verziert und sie dienen als wahrhaftige Beispiele der antiken kulturellen Ethos Indiens. Die Tempel in dieser Region sind wegen ihrer eindrucksvollen Kunst weltweit berühmt.

Die schier erstaunliche Vielfalt indischer Tempel, der Glaube und die Bemühungen die Gläubige täglich investieren, kann niemals vollständig erfasst werden. Indien ist seit seiner Unabhängigkeit als weltliche und demokratische Republik bekannt und verschiedene Religion existieren Hand in Hand nebeneinander und besuchen religiöse Einrichtungen ihrer Wahl.

Tempel und Religion

Je nach religiösem Glaube und Gebräuchen, birgt jeder Tempel seine eigenen Möglichkeiten, damit ein Gebet oder ein Wunsch in Erfüllung geht. In diesem Zusammenhang gibt es auch verschiedene Methoden für einen Gläubigen, um eine Gottheit in einem Tempel zu verehren. Die Arten der Verehrung (Link zu einer englischen Webseite) waren seit historischen Zeiten immer unterschiedlich und das Gebet eines Hindu unterscheidet sich zum Beispiel von dem eines Buddhisten. Es ist auch bekannt, dass wenn ein Hindu einen Tempel betritt, die Schuhe vor dem Betreten des heiligen Innerstem als Zeichen des Respekts ausgezogen werden und ein Sikh würde bei einem Besuch des Gurudwara als Zeichen des Respekts den Kopf mit einem Tuch bedecken. Bei den Buddhisten wiederum gibt es den Brauch, zu Ehren Gautama Buddhas Räucherstäbchen anzuzünden und ein Jaina betet nicht nur zu Mahavira, sondern auch zu anderen anwesenden Tirthankaras.

Indische Astronomie

Tamilischer Panchangam-Kalender; Foto: Azhagiya Manavalan, Copyright

Die indische Astronomie wird zuerst im Rig Veda erwähnt, der um 2000 v. Chr. datiert. Indische Astronomie ist seit damals im Gebrauch, sie ist als Khagola-Shastra bekannt. Das Wort Khagola wird von dem berühmten astronomischen Observatorium der Universität in Nalanda abgeleitet.

Um das erste vorchristliche Jahrtausend war die indische Astronomie eine etablierte Tradition, als Jyotisha Vedanga und andere ergänzende Zweige der Gelehrsamkeit, Vedangas genannt, sich zu formen begannen. Während der folgenden Jahrhunderte studierten einige indische Astronomen verschiedene Aspekte der astronomischen Wissenschaften und traten in Austausch mit anderen Kulturen ein. Die indische Astronomie verwendete Instrumente, die auch für Kalenderstudien nützlich waren.

Die indische Astronomie war ursprünglich mit der Religion verbunden. Indische astronomische Konzepte wurden zuerst in den Veden erwähnt. Die Hauptrichtungen indischer Astronomie finden sich in der Sulbasutra aus dem ersten vorchristlichen Jahrtausend, einer Abhandlung, die mathematische Anwendungen zur Altarkonstruktion beinhaltet. Mathematik und astronomische Instrumente wurden weithin benutzt, um die Zeit gemäß des Sonnenscheins zu kalkulieren, die Perioden des Tages, Berechnung des Sonnenauf - und - unterganges, und der Zeitrechnung allgemein. Ohashi stellt 1993 fest, dass die Jyotisha Vedanga-Astronomie zwischen dem sechsten und vierten vorchristlichen Jahrhundert Fuss fasste. Das Panchasidhantika Varamihiras um 505 n. Chr. verfeinert die Methode, die Meridianrichtung durch eine der drei Positionen des von einem Gnomon geworfenen Schattens festzulegen. Die religiösen Texte Indiens bieten auch Informationen über astronomische Beobachtungen, um religiöse Rituale zu einer bestimmten Zeit durchzuführen.

Hindus verfügten über ein Panchangam (Set von fünf Werkzeugen) für die Berechnung von Tithi (Mondtag), Vara (Wochentag), Naksatra (Mondkonstellation) und Karan (halber Mondtag) für eng mit dem Hindukalender verbundene soziale und religiöse Ereignisse. Die Unterteilungen des Jahres auf der Grundlage religiöser Riten und der Jahreszeiten (Ritu) sind auch informativ. Aryabhata war der Verfasser der Aryabhattiya und des Aryabhatasiddhanta, eines der wichtigsten Bücher der indischen Astronomie. Sein Inhalt ist hinlänglich bewahrt in den Werken Varahamihiras (um 550), Bhaskaras (um 629), Brahmaguptas (598 – ca 665) und anderer. Indische Astronomie ist immer noch eines der interessantesten Subjekte für Studium und Praxis.

Weitere Themen - Bearbeitung folgt

  • Indische Religion
  • Indische Bevölkerung / Soziales
  • Indische Geschichte
  • Indien und Yoga
  • Politisches System
  • Wirtschaft

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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