Sat

Aus Yogawiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

1. Sat (Sanskrit: सत् sat adj., m. u. n.) ist das Partizip Präsens der Sanskrit Verbalwurzel (Dhatu) as und bedeutet: seiend, daseiend, vorhanden, anwesend; stattfindend, sich ereignend; echt, recht, wirklich, gut, wahr; ein guter, edler, gebildeter, vorbildlicher Mensch; das Seiende, Wirkliche, ein reales Ding, die reale Welt; etwas Gutes, Ersprießliches; Wahrheit; die höchste Wahrheit, das Absolute, Brahman.

MP900227554.JPG

2. Sat (Sanskrit सट् saṭ) ist eine Sanskrit Verbalwurzel (Dhatu) und bedeutet ein Teil (Avayava) sein, einen Teil bilden, zeigen, manifestieren.

3. Sat (Sanskrit शट् śaṭ ) krank sein, teilen, pieken, durchstoßen, gehen, erschöpft sein.

4. Sat , (Sanskrit) षट् ṣaṭ , sechs. Sat ist eine alternative Schreibweise für Shat. Mehr Informationen zu dem Sanskrit Wort Sat (sechs) findest du unter dem Hauptstichwort Shat

Sukadev über Sat

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Sat

Sat heißt "das Seiende", Sat heißt sein, Realität, Wahrheit, Wirklichkeit. Sat bezieht sich insbesondere im Vedanta auf die höchste Wirklichkeit, auf das, was die Essenz hinter allem ist. Letztlich ist Brahman Sat, Chid und Ananda. Brahman, das Absolute, das Göttliche, das, was wahrhaftig ist, das ist zum einen Sat, es ist, es ist Existenz, es ist Chid, es ist Bewusstsein, und es ist Ananda, Wonne. Sat wird als erstes genannt, denn Sat – existiert, Sat – ist.

Du kannst an Allem zweifeln, aber an einem kannst du nicht zweifeln, und zwar daran, dass es jemanden gobt, der zweifelt. Das hat z.B. auch Descartes gesagt. Descartes hat gesagt: "Alles kann getäuscht sein, jedes Wissen kann falsch sein. Es gibt nur eines, was du weißt, es muss jemanden geben, der zweifelt, es muss jemanden geben, der nachdenkt." Daher der große Ausdruck: "Cogito ergo sum. Ich denke, also bin ich."

Weil es jemanden gibt, der denkt, muss es ein Seiendes geben. Du kannst nicht sagen, "es gibt nichts". Es muss jemanden geben, der fragt. Und dieses essenzielle Sein, das ist Sat. Letztlich geht das gesamte Universum durch verschiedene Höhen und Tiefen, und es hat einen Anfang und ein Ende, geht durch Modifikationen, jeder Teil wird irgendwann geschaffen, wächst, wird vergehen, löst sich auf usw. Aber es gibt ein Sein hinter allem, und das ist Sat.

Siehe auch

Literatur

  • Swami Sivananda, Die Kraft der Gedanken (2012)
  • Swami Sivananda, Jnana Yoga, Hrsg.: Divine Life Society, 2007
  • Swami Sivananda, Inspirierende Geschichten (2005)
  • Swami Sivananda, Japa Yoga (2003)
  • Swami Sivananda, Göttliche Erkenntnis (2001)
  • Swami Sivananda, Shrimad Bhagavad Gita. Erläuternder Text und Kommentar von Swami Sivananda (1998)
  • Swami Sivananda, Gedanken zur Kontemplation (1996)
  • Swami Sivananda, Sadhana – Ein Lehrbuch mit Techniken zur spirituellen Vollkommenheit

Weblinks

Seminare

Jnana Yoga und Philosophie

26. May 2016 - 29. May 2016 - 3 Körper und 5 Hüllen in der Asanapraxis
In diesem Praxisseminar erfährst du die Lehre von den 3 Shariras und 5 Koshas direkt in deiner Asanaspraxis. Zunächst lernst du, die grobe Ebene der Annamaya Kosha in der Asana zu beruhigen; dann…
Adishakti Stein,
27. May 2016 - 29. May 2016 - 3 Körper und 5 Hüllen in der Asanapraxis
In diesem Praxisseminar erfährst du die Lehre von den 3 Shariras und 5 Koshas direkt in deiner Asanaspraxis. Zunächst lernst du, die grobe Ebene der Annamaya Kosha in der Asana zu beruhigen; dann…
Adishakti Stein,

Meditation

27. May 2016 - 29. May 2016 - Die inneren Fesseln sprengen - die Phyllis Krystal Methode
Du lernst die Grundlagen der Phyllis Krystal Methode mit spezifischen Yogaübungen, einer Massagetechnik, Imaginationstechniken und Entspannungsmeditationen. Oft sind wir in Abhängigkeiten verstri…
Ingrid Seemann,Susanne Berger,
03. Jun 2016 - 05. Jun 2016 - Achtsame Yogapraxis als Weg in die Ruhe
In diesem Seminar ist alles was du tust eine Übung in Achtsamkeit. Wenn du Yoga-Asanas und Pranayama übst tust du dies mit Bedacht, langsamer als üblich. Wenn wir miteinander im Schweigen essen,…
Radhika Nosbers,