Shravana

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Shravana (Sanskrit: श्रवण śravaṇa m. u. n.), 1. auch Sawan genannt, ist ein Monat des Hindukalenders. Es ist der zehnte Monat im Jahr, welches im Juli beginnt und im August aufhört. Im religiösen Mondkalender beginnt Shravana entweder an Neumond oder Vollmond, ungefähr zur selben Jahreszeit. In religiösen Sonnenkalendern beginnt Shravana mit dem Eintritt der Sonne ins Sternzeichen Krebs und ist gewöhnlich der vierte Monat im Jahr. Shravana ist auch der Name eines Mondhauses (Nakshatra) in Mrigavati im südlichen Avasthana.

Hören ist ein grundlegender Bestandteil im Bhakti und Jnana Yoga

2. Lernen; die erste Stufe auf dem Weg des Jnana Yoga

3. Ohr, das Hören, durch das Gehör vermittelt, durch das Ohr wahrgenommen, das Hörenlassen, Verkünden.

Shravana ist das Hören, und auch das, was gehört wurde. Shravana ist wichtig als Sadhana, als spirituelle Praxis im Jnana Yoga und im Bhakti Yoga. Im Bhakti Yoga spricht man von neun Methoden im Bhakti. Shravana ist eine der neun und bedeutet hier das Zuhören von Geschichten über Gott, seine Manifestationen, Inkarnationen und die Heiligen. Shravana kann heutzutage auch das Lesen von Büchern und Internetseiten und das Anschauen von Videos sein. Shravana ist auch die erste Stufe der Vedanta Praktiken. Da ist Shravana das Anhören der Lehren des Vedanta. Danach folgt Manana, darüber Nachdenken, Nididhyasana, tiefe Meditation, und Anubhava, Verwirklichung.

Sukadev über Shravana

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Shravana

Shravana heißt Hören, Shravana heißt auch Zuhören, Anhören. Shravana spielt sowohl im Bhakti wie auch im Jnana Yoga eine besondere Rolle. Shravana ist der erste Schritt in den neun Bhakti Praktiken, Shravana ist der erste Schritt der vier Stufen des Jnana Yogas. Shravana ist im Bhakti Yoga der erste Schritt der neun Formen von Bhakti.

Die neun Formen oder neun Praktiken von Bhakti sind: Shravana – Anhören von Geschichten über Gott, die Heiligen und über die Weisen. Der Zweite Schritt ist dann Kirtana – das Lobpreisen, das Singen. Dritter Schritt ist Vandana – sich verneigen. Vierter Schritt ist Padasevana – einen Altar haben, Altardienst. Fünfter Schritt ist dann Archana, das heißt, die Verehrung Gottes über Rituale. Sechster Schritt ist Smarana, das heißt, das Erinnern an die Gegenwart Gottes. Manche sagen auch, das ist schon der zweite oder dritte Schritt. Der siebte Schritt, ist Dasya kultivieren, also Gott dienen. Dann folgt Sakhya – Freundschaftsgefühl zu Gott zu entwickeln. Und schließlich Atmanivedana – vollkommene Selbsthingabe.

Es beginnt aber mit Shravana – Hören. Hören kann zum einen heißen, Geschichten über Gott hören. Sei es, zum Beispiel in der Bibel zu lesen. Da ist im Alten Testament die Geschichte Gottes und das Volk Israel. Oder Geschichten über Jesus aus dem Neuen Testament. Oder die heiligen Geschichten der großen christlichen Heiligen, wie der Heilige Franziskus, Teresa von Avila, Therese von Lisieux usw. Oder auch Geschichten hören über Swami Sivananda, über Swami Vishnudevananda, über Mahatma Gandhi. Der Mensch liebt es, Geschichten zu hören. Letztlich beruht darauf die Popularität von Romanen, Kinofilmen, Fernsehen, Fernsehserien. Menschen lieben es, Geschichten zu hören. Shravana heißt aber nicht, irgendwelche Geschichten zu hören, sondern Bhakti Geschichten zu hören. Das heißt, Geschichten, die das Herz berühren und Bhakti, Hingabe, erzeugen. Es ist ein Unterschied, ob du dir Klatschgeschichten anhörst und mit bekommst, was jemand so über jemand anders erzählt und das noch nicht einmal etwas Positives ist, oder ob du etwas über Gott, die Heiligen und Weisen hörst.

Heutzutage kann Shravana auch Lesen sein, es kann YouTube-Videos-Anschauen sein, es kann sein, dass du dir eine DVD anschaust über indische Mythen, Mythologie. Über jede der indischen Mythen findest du Videos und DVDs. Auf unseren Internetseiten findest du auch über jeden Aspekt Gottes verschiedene Geschichten. Die öffnen das Herz, sie helfen dir, dich zu öffnen, die höchste Wahrheit zu erfahren.

Shravana im Jnana Yoga heißt Anhören der Auslegungen der Vedanta-Schriften. Vedanta-Schriften sind zum Beispiel Bhagavad Gita, Upanishaden, Brahma Sutra. Jede Heilige Schrift, die Jnana Yoga zum Thema hat, kann eine Grundlage sein. Und es ist gut, einen Meister zu haben, der dir diese Schriften erläutert. Wenn du keinen Vedanta-Guru hast, keinen Jnana Yoga Lehrer, dann kannst du auch selbst lesen Bücher, Audios anhören und Videos ansehen. Bei Yoga Vidya haben wir jede Menge Vorträge, sowohl als MP3-Audios als auch als Videos, insbesondere auf YouTube, wie auch auf mein.yoga-vidya.de, wie auch in unserem wiki.yoga-vidya.de. Anhören ist erst einmal etwas Gutes. Shravana ist der erste Schritt der Vierheit des Jnana Yoga. Der zweite Schritt wäre Manana – selbst nachdenken. Drittens, Nididhyasana – tief darüber meditieren. Und als viertes Anubhava – mit einpünktiger Konzentration das verwirklichen. Anubhava ist letztlich die Verwirklichung in einem überbewussten Zustand oder einfach durch Atman Jnana, durch die Erkenntnis des Selbst.

Mit Shravana beginnt es. Du kannst es dir vornehmen, jeden Tag etwas Spirituelles zu lesen oder zu hören. Hören geht ja heutzutage durchaus einfach, du brauchst bloß auf die Yoga Vidya Internetseiten zu gehen und dann kannst du MP3-Dateien anhören, du kannst z.B. auf www.yoga-vidya.de gehen, dort kannst du eingeben, „Audio“ oder „Podcast“ oder „Video“ oder „Vorträge“ und so kannst du dir Vorträge anhören. Oder du kommst regelmäßig zu Yoga Vidya in die Ashrams und Yoga-Zentren zu Vorträgen. Nach dem du durch Shravana Kenntnisse von den Weisheiten bekommen hast, gehört es zu dem nächsten Schritt das Wissen in die Praxis umzu setzen. Hören allein reicht nicht aus. So gibt es eben im Bhakti Yoga weitere Praktiken.

Und im Jnana Yoga bedeutet es, dass du selbst darüber nachdenkst. Es ist kein blindes Anhören, im Yoga gibt es keinen blinden Glauben. Du denkst nach, du meditierst darüber und so erfährst du es. Shravana ist auch eine wichtige Einstellung im Alltag, zuhören zu können ist eine wichtige Kunst. Wenn jemand anderes dir etwas sagt, höre ihm zu und höre nicht nur mit den Ohren zu, höre mit dem Herzen, versuche ihn zu verstehen. Versuche, nicht nur seine Worte zu hören, sondern auch sein Herzensanliegen zu hören. Und angenommen, du gehst in einen Vortrag, dann höre erst zu. Rege dich nicht gleich nach dem ersten oder zweiten Satz darüber auf, weil es nicht deinen Überzeugungen entspricht. Es ist auch etwas Faszinierendes, zuzuhören und zu verstehen, selbst wenn mal etwas nicht deinen vorgefassten Meinungen und Überzeugungen entspricht.

Shravana heißt auch, mit offenem Herzen zuhören, mit offenem Geist zuhören. Im Bhakti Yoga, Hören der Geschichten der Lilas Gottes und Hören der Geschichten über die Heiligen, die Weisen, die Selbstverwirklichten. Eine wunderbare Weise, Bhakti, Hingabe, zu erfahren, Liebe zu erfahren, Freude zu erfahren. Wann immer es dir nicht gut geht, lies eine Geschichte von einem Heiligen oder höre einem Vortrag über einen Heiligen oder über Gott zu. Shravana im Vedanta heißt, höre über Brahman, höre über Atman, höre über die höchste Wirklichkeit. Und Shravana im Allgemeinen heißt, lerne es, Menschen zuzuhören, Menschen zu verstehen, tief im Inneren.

Siehe auch

Seminare

Jnana Yoga, Philosophie Jnana Yoga, Philosophie

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Bhakti Yoga

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