Devi

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Devi, die göttliche Mutter.

Devi (Sanskrit: देवी devī f.) Göttin (die weibliche Form von Deva "Gott"); ein Name der Durga und der Savitri; die Geliebte des Sonnengottes (Surya); die göttliche Energie (Shakti); die Gemahlin eines Fürsten; Königstochter, Prinzessin (Kumari); ein bestimmter Vogel; (Ayurveda:) Bezeichnung verschiedener Heilpflanzen: Wilder Klee (Prikka); Indischer Bogenhanf (Murva); Flachs, Lein (Atasi); eine Zypergrasart (Cyperus sp.); Clypea hernandifolia (Patha); Koloquinte (Indravaruni); Teramnus labialis (Mashaparni); Chebulische Myrobalane (Haritaki); Cleome viscosa (Arkakanta); Scheinzaunrübe (Lingini).


Über Devi

Devi heißt auch Maheshvari oder Parashakti. Sie ist die höchste Shakti oder Kraft des höchsten Wesens. Als Vishnu und Mahadeva zahlreiche Asuras vernichteten, war die Kraft von Devi hinter ihnen. Devi kam zu Brahma, Vishnu und Rudra und gab ihnen die notwendige Shakti, um die Arbeit der Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung fortzusetzen. Devi repräsentiert die göttliche Mutter; sie ist die feminine Form von Deva. Devi wird auch als Ergänzung in einem Frauennamen verwendet, um sie zu ehren. Devi ist mitunter auch ein Name für Durga.

Devi ist die Schöpferin des Universums. Sie ist die universelle Mutter. Durga, Kali, Bhagavati, Bhavani, Ambal, Ambika, Jagadamba, Kameswari, Ganga, Uma, Chandi, Chamundi, Lalita, Gauri, Kundalini, Tara, Rajeswari, Tripurasundari usw. - das alles sind ihre Formen. Sie wird an neun Tagen des Dusserah-Festes als Durga, Lakshmi und Saraswati geehrt.

Devi ist die Mutter aller. Der Guten und Bösen, der Reichen und Armen, der Frommen und Sünder - alle sind ihre Kinder. Devi oder Shakti ist die Mutter der Natur. Sie ist die Natur selbst. Die ganze Welt ist ihr Körper. Berge sind ihre Knochen, Flüsse ihre Adern, der Ozean ist ihre Blase, Sonne und Mond ihre Augen. Der Wind ist ihr Atem und Agni ihr Mund. Sie lenkt das Weltgeschehen.

Ansprache von Swami Sivananda während einer Navaratri Feier im Sivananda Ashram Rishikesh

Verehrung der Devi

Sarvamangala Mangalye Sive Sarvarthasadhike,
Saranye Tryambake Devi Narayanai Namostute
Oh Narayani, Devi, die Drei-Äugige,
die Zuflucht, die Glückverheißende,
die alle Wünsche Erfüllende, die Glückseligkeit, die allem inne ist, das gesegnet ist!
Ich knie vor Dir nieder!

Devi ist gleichbedeutend mit Shakti oder der göttlichen Kraft, die als die eine Kraft des Seins das Universum manifestiert, es aufrecht erhält und transformiert. Devi ist nicht etwas, das man Vishnu oder Shiva hinzufügen könnte, wie das allgemein im Volk verstanden wird. Devi oder Shakti ist alle Energie, alle Kraft. Devi ist die allen Formen zugrunde liegende existenzielle Kraft. Sie ist allwissend, allgegenwärtig, allmächtig! Diese Kräfte sind herrliche Eigenschaften Gottes, - Du kannst Ihn Vishnu nennen oder Shiva oder wie Du willst. In anderen Worten: Shakti ist die Möglichkeit des Absoluten, als Vielheit zu erscheinen, als Gottes Impuls, das Universum zu erschaffen. Gott erschafft diese Welt durch Srishti-Shakti (Schöpfungskraft), erhält sie durch Sthiti-Shakti (bewahrende Kraft) und zerstört durch Samhara-Shakti (Kraft der Zerstörung). Shakti und Shakta sind Eins; die Kraft und derjenige, der die Kraft besitzt, können nicht getrennt werden; Gott und Shakti sind wie Feuer und die Hitze des Feuers.

Devi- oder Shaktiverehrung sind daher Verehrungen von Gottes Ruhm, seiner Größe und Absolutheit. Es ist Verehrung des Allmächtigen! Leider wird Devi missverstanden als die blutrünstige „Hindu-Gottheit“. – Nein, Devi ist nicht das Eigentum der Hindus allein, Devi gehört nicht zu irgendeiner Religion - und nicht nur das, Devi (weiblich) ist nicht von Deva (männlich) getrennt durch das Geschlecht. Devi ist die Bewusstseinskraft von Deva. Das darf nicht vergessen werden. Die Worte Devi, Shakti usw. und die Vorstellungen der verschiedenen Erscheinungsformen, die mit diesen Namen verbunden sind, sind Zugeständnisse an das beschränkte, menschliche Fassungsvermögen. Sie sind keine endgültigen Definitionen von Shakti. Die Ur-Shakti ist jenseits aller menschlicher Vorstellungskraft. Bhagavan [Krishna]] sagt in der Bhagavad Gita: „Dies ist nur meine niedere Natur (Shakti), darüber steht meine höhere Natur (die eigentliche Shakti), das Lebensprinzip, das das Universum aufrecht erhält.“

Die Upanishaden sagen, dass man sich die Para-Shakti (höchste kosmische Energie) dieses Gottes auf verschiedene Weisen vorstellen kann, diese Kraft ist die wahre Natur Gottes, die sich als Wissen, Macht und Stärke und Aktivität offenbart. Wahrlich, alle Geschöpfe des Universums sind Verehrer der Shakti, denn es gibt niemanden, der nicht auf irgendeine Weise liebt oder nach Macht strebt. Physiker und Wissenschaftler haben inzwischen bewiesen, dass alles reine, unvergängliche Energie ist. Diese Energie ist nur eine Form der göttlichen Shakti, die in jeder Art von Sein existiert.

Da man die Shakti nicht in ihrer wahren Natur verehren kann, wird sie in einer Form verehrt, die man begreifen und erfassen kann, nämlich als schöpfende, erhaltende und zerstörende Kraft. In Beziehung zu diesen drei Funktionen erscheint Shakti als Saraswati, Lakshmi und Kali. Diese drei sind nicht, und das ist offensichtlich, drei verschiedene Devis, sondern die eine, gestaltlose Devi, die man in dreierlei Form verehrt. Die Devas, die damit einhergehen, sind Brahma, Vishnu und Shiva. Sie sind auch nicht drei Devas, sondern die Formen der einen Höchsten Kraft, die formlos ist. Navaratri ist das feierliche Ereignis der „Neun-Nächte“-langen Verehrung von Mahakali, Mahalakshmi, Mahasaraswati, der Gottheit des Universums, verehrt auf dreierlei Weise. Saraswati ist kosmische Intelligenz, kosmisches Bewusstsein und kosmisches Wissen. Die Verehrung von Saraswati ist notwendig für Buddhi-Shuddhi Viveka-Udaya, Vichara-Shakti, Jnana und Selbsterkenntnis. Lakshmi steht nicht nur für materiellen Reichtum wie Gold, Vieh usw. Alle Arten von Wohlstand, Ruhm, Pracht und Herrlichkeit, Freude, Begeisterung und wahrer Größe kommen von Lakshmi. Daher bedeutet die Verehrung von Lakshmi auch die Verehrung des eigentlichen Sinns des Lebens. Mahakali ist die götttliche Kraft der Transformation, die Kraft, die die Vielfältigkeit in Einheit auflöst. Die Verehrung dieser Gottheit beinhaltet daher den ganzen Prozess spirituellen Sadhanas in all seinen Aspekten.

Während des Navaratri-Festes halte strikt Anushthana (Praxis) ein und reinige Deine innere Natur. Navaratri ist die günstigste Zeit des Jahres, um die göttliche Mutter anzubeten. Lese Saptashati oder Devimahatmya, Lalitasahasranama. Rezitiere ein Devi-Mantra. Praktiziere mit Hingabe, Aufrichtigkeit und Reinheit feierliche Verehrung. Rufe Devi an, Dir zu erscheinen. Die Göttliche Mutter wird Dich segnen mit Wissen, Frieden und Freude ohne Ende. Möge die Göttliche Devi, die Mutter, Euch alle segnen!

Sukadev über Devi

Devi bedeutet Göttin, Devi ist leuchtend und strahlend, Devi ist also die Leuchtende und Strahlende. Devi ist die weibliche Form von Deva und Deva heißt "der Leuchtende", "der Strahlende", "Lichtwesen", "Gott", "Engel". Devi bezieht sich jetzt auf die Göttin. Devi, auch mit langem "i" eigentlich, "e" ist lang, "i" ist auch lang, im Praktischen sagen auch die meisten Inder einfach "Devi". Devi – die Göttin. Devi ist auch die Bezeichnung aller Aspekte der Göttin, so sagt man Lakshmi Devi, wörtlich, die leuchtende Lakshmi oder die Göttin Lakshmi. Durga Devi, die leuchtende Durga, die Göttin Durga. Saraswati Devi, Kali Devi usw. Devi also in ihren verschiedenen Aspekten.

Devi allein ist aber auch die Göttin an sich, die göttliche Mutter. In diesem Sinne wird gesagt, Durga, Lakshmi, Saraswati und Kali sind Manifestationen von Devi, der Göttin, der göttlichen Mutter. Also, Devi in der Einzahl, ohne zusätzliche Worte, ist die göttliche Mutter an sich, die Göttin, manchmal auch als Shakti bezeichnet, kosmische Energie, die die ganze Welt geschaffen hat, erhält und auch wieder auflöst. Devi ist die Göttin, die sich manifestiert als das Universum. Devi ist die Göttin, die sich manifestiert als die Intelligenz des Universums. Devi ist die Göttin, die dir diesen Körper geschenkt hat, die Psyche und alle Fähigkeiten. Devi, welche die Schönheit dieser Natur manifestiert hat. Devi, zu der du beten kannst: "Oh Göttin, danke für all das, was du mir gegeben hast. Oh Devi, Oh Göttin, bitte, führe mich zum Höchsten. Oh Devi, lasse mich das höchste Bewusstsein erfahren." Es gibt viele Mantras, welche die Devi verehren, zum Beispiel gibt es: "Ya Devi Sarva Bhuteshu Mukti Bhukti Prada Jane Namastasyai Namastasyai Namastasyai Namo Namaha. Oh Devi, Ya Devi, Ehrerbietung dir wieder und wieder. Du bist die Ursache für alle Vergnügen und alle Bindung, Bhukti. Du bist aber auch diejenige, die die Befreiung schenkt. Oh Devi, Oh Göttin, bitte hilf mir, die höchste Befreiung zu erreichen." Devi – die Leuchtende, die Strahlende. Devi – Göttin. Devi – die Göttin an sich.

Geschichten über Devi

Geschichten aus den Puranas nacherzählt von Dr. Nalini Sahay

Einleitung

Unsere Götter und Göttinnen werden in den Hymnen der Veda und in den Erzählungen der Puranas als starke und lebhafte Persönlichkeiten beschrieben. Die meisten Hindus kennen die Geschichten aus ihrer Kindheit und sind mit den Lebensweisen, die durch die Götter und durch verschiedene Avatare verkörpert werden, vertraut. Aus den Erzählungen kann man immer etwas lernen. Manche sind zweideutig und lassen Fragen offen und andere beschreiben schlichtweg die Rolle von Gut und Böse oder von richtig und falsch. Dabei kann man den Inhalt der Erzählungen immer mit seiner eigenen Persönlichkeit und der Lage, in der man sich gerade befindet, verbinden. Zweifellos ist dies der Grund, warum die Geschichten einst entstanden sind. Zu wissen, dass man in einer Situation einen bestimmten Gott oder eine bestimmte Göttin herbeirufen kann, vermittelt mir persönlich ein Gefühl von Behaglichkeit. Die Erzählungen lassen uns alle Gottheiten als einen einzigen und in einem Gott viele Götter sehen.

Dabei spielen auch Bilder eine Rolle. Gewissermaßen sind die Götzenbilder Indiens, also die Bilder, die man während des Gottesdienstes anbetet, die Bildschreine, die kunstvollen Bildkalender und die großen und kleinen Skulpturen eine Abstraktion der Erzählungen und der persönlichen Botschaft der Geschichten. Hier sollen die Geschichten in vereinfachter Form wiedergegeben werden. Dadurch möchte ich neue Menschen für die Geschichten gewinnen, sie mit den Themen vertraut machen und alte Bekannte wieder für die Geschichten begeistern.

Dei Geschichten sind ein Versuch, die Harmonie und das Verschmelzen der Götter und Göttinnen darzustellen und zeigen, wie die Götter an ihren verschiedenen Lebensereignissen teilhaben und wie ein allgemeines Wertesystem entsteht. Es soll dazu aufrufen, Gott zu lieben und nicht, ihn zu fürchten. Wir hoffen, dem Leser gefällt diese Darstellung altertümlicher Texte, und sie lädt dazu ein, tiefer in unsere Welt des Glaubens einzutauchen.

Devi Andhavane

Die Erschaffung von Devi

Der König der Dämonen, Mahishasura machte Indra und den anderen Göttern das Leben sehr schwer. Sie wandten sich an Brahma, Vishnu und Shiva, um Mahishasura loszuwerden. Als diese ihr Anliegen hörten, vereinigten die drei Götter zusammen mit anderen ihre Kraft zu einer einzigen. Dabei entstand eine gewaltige Energie. Diese Energie verwandelte sich in eine großartige Göttin namens Devi. Die Götter überreichten ihr ihre Waffen und flehten sie an, Manhishasura zu töten. Devi willigte ein und stellte sich Mahishasura und seinen dämonischen Armeen.

Mahishasura hatte die Gabe, sich selbst in jede beliebige Form zu verwandeln. Wenn er seine Gestalt änderte, veränderte auch Devi ihre Form. Sie schlug Mahishasura und seine Armeen. Am Ende des Kampfes verwandelte sie sich in ihre wildeste Gestalt – Kali – ein Wesen, das Dämonen tötet und ihr Blut trinkt. Sie verwüstete das Schlachtfeld, tötete die Dämonen und verschlang sie.

Am Ende, gerade, als sich Mahishasura aus der Gestalt eines Büffels zurückverwandeln wollte, tötete sie ihn. Danach befand sich Kali noch immer in einer riesigen Zerstörungswut. Shiva begann, mit Kali zu tanzen, um sie zu befreien. Er legte sich ruhig auf den Boden, aber Kali trat in ihrer unfassbaren Zerstörungswut auf ihn. Plötzlich merkte sie, in welchem Zustand sie sich befand und begann sich zu beruhigen. Die Götter zeigten ihre Dankbarkeit und baten sie um ihren Segen.

Kali

Sita verhöhnte Rama, der mit seinem Sieg über Ravana prahlte. Sie sagte, es sei nicht schwer, ein Monster mit zehn Köpfen zu töten, aber wäre es möglich, einen Dämon mit 1000 Köpfen zu bezwingen? Sita schimpfte mit ihm und sagte, er solle besser zu Hause bleiben. Nun aber schlug Rama das Blut bis in den Kopf, und er beschloss, der Kreatur nachzustellen. Er nahm seine Frau, seine Brüder, seine Soldaten und die Affenarmee mit.

Sie gingen nach Satadwipa. Hanuman ging wie gewöhnlich voran, um das Monster zu finden und wichtige Informationen zu erhalten. Aber als die Armee mit Rama an der Spitze ankam, begann das Monster verächtlich zu lachen. Hanuman schoss drei Pfeile. Der erste Pfeil zerschlug die Affenarmee. Der zweite Pfeil leitete die Brüder nach Ayodhya und der dritte ließ alle Soldaten in Deckung gehen. Da stand Rama ganz alleine und mit offenem Mund. Sita lachte über die Bestürzung ihres Mannes und verwandelte sich in Kali. Nun trat sie gegen den 1000-köpfigen Dämon an. Es war ein langer und blutiger Kampf, der zehn Sommer dauerte. Dann hatte Kali es endlich geschafft, den Dämon zu besiegen und trank sein Blut. Sie konnte ihre Freude über den Sieg nicht zurückhalten und begann zu tanzen und seine Gliedmaßen in alle Richtungen zu verstreuen.

Das Universum wurde durch das Tanzen in seinem Zentrum erschüttert und eine riesige Kluft öffnete sich. Die Götter waren entsetzt. Sie baten Shiva, etwas zu unternehmen. Shiva legte sich auf den rissigen Boden und flehte Kali an, aufzuhören. Aber sie war so angetan, dass sie nicht merkte, wie sie mit einem Fuß auf Shivas Oberschenkel stand und mit dem anderen auf seiner Brust. Kali war sich nicht bewusst, was ihr jubeln auslöste. Dann blickte sie nach unten und konnte nicht fassen, was die tat. Sie streckte ihre Zunge heraus und stand steif, wie ein Stock. Dies ist das Bild, was von Kali in Erinnerung bleibt. Sita nahm daraufhin wieder ihre sanfte Form an und verließ mit ihrem Ehemann Rama den Ort. Shiva dankte ihr für die Rettung des Universums.

Die Bezwingerin der Dämonin Danuka

Es war einmal ein böses weibliches Monster, das die Götter tyrannisierte. Das Monster hieß Daruka und Gebete und Buße hatten riesige Kräfte in ihr erweckt. Sie wollte die Götter und die Welt der Brahmanen vernichten. Andere Dämonen standen ihr zur Seite und hinderten die Götter daran, Daruka zu attackieren weil sie es als eine Sünde ansahen, Daruka oder andere Frauen zu töten. Die Götter wandten sich an Shiva und dieser bat Parvati, nach einer Lösung zu suchen. Parvati war eine gerechte Frau. Sie verkündete, dass das Böse nicht gedeihen darf, besonders nicht, wenn es durch ziviles Verhalten beschützt wird.

Pavarti schuf aus ihrem eigenen Blut eine furchterregende Gestalt – ein schwarzes Mädchen mit zerzaustem Haar, das ein Auge in der Mitte ihrer Stirn hatte. In ihren Händen trug sie einen schwarzen Dreizack und einen Schädel und sie saß auf einem Tiger. Das Mädchen sah sehr ängstlich aus, aber nur in den Augen der Dämonen; für die Götter hingegen war sie eine Retterin, denn bald würde sie bereit sein, die Dämonin Daruka zu töten. So erschaffte Parvati Kali, die den Dämon Daruka tötete.

Durga, die Retterin von Krishna

Krishna verehrte Durga als Göttin mit einem ewigen Platz im Himmel. Man glaubt, dass Durga Krishnas jüngere Schwester war. Sie liebte ihn sehr und war bereit, alles für ihn zu tun. Kamsa, der böse König von Mathura, hatte beschlossen, alle männlichen Kinder zu töten. Er hatte Angst vor der Prophezeiung, die besagte, dass das achte Kind von Devaki und Vasudeva ihn töten würde. Krishna bat Durga einen Platz in Devakis Schoß einnehmen zu dürfen.

Währenddessen wurde er geboren und sein Vater trug ihn über den Fluss nach Vrindavan. Kamsa hörte von der Geburt und wollte das Baby an den Felsen zerschmettern. Aber er fand nur Durga vor. Das Baby Krishna wurde gerettet. Durga wurde eine Göttin und lebte von nun an im Vindhya Gebirge, und man verherte sie Tieropfern.

Warum nahm Durga so viele Gestalten an?

Die beiden Riesen Shumba und Nishumba hatten unzählige Entbehrungen geleistet mit dem Ziel, mehr Macht als die Götter zu erlangen. Am Ende sorgte Shiva dafür, dass sie bekamen, was sie wollten und das war, mächtiger und reicher als alle Götter zu werden. Nachdem sie diesen Segen erhalten hatten, führten sie ein Leben voll von Plünderungen und Eroberungen. All ihre Ehrfurcht und Würde war verschwunden. Sie gingen zu einem Konsortium von Brahma und Vishnu. Die beiden offenbarten ihnen, dass nur Shiva ihnen in ihrem Unglück beistehen könne. Als sie Shiva aufsuchten, verkündete dieser, dass nur Durga ihnen helfen könne. Er sagte, sie sollen Durga in ihre Gebete einschließen. Durga erschien ihnen und willigte ein, ihnen im Kampf beizustehen. Zuerst ging sie als Dienstmädchen verkleidet und ein Wassergefäß in ihren Händen, durch die betenden Götter.

Damit wollte sie die Aufrichtigkeit der Götter auf die Probe stellen, und sie konzentrierten sich in der Tat nur auf sie. Durga verwandelte sich in ihre ursprüngliche Form und schmiedete einen Plan. Als wunderschöne Göttin wanderte sie auf den Berg Himalaya. Auf diesem Berg lebten Chanda Manda, die Gesandten von Shumba Nishumba. Als Chanda Manda die Göttin erblickten, waren sie überwältigt von ihrer Unschuld und ihrem Charme. Sie rannten sofort zu ihrem Meistern und erzählten ihnen von der Schönheit dieser Frau. Solch eine Person schien in der Tat eine passende Gefährtin für Shumba Nishumba zu sein. Der Riese Shumba beschloss, seinen Sonderbotschafter Sugriva zu beauftragen, mit der Göttin zu verhandeln. Er sang Loblieder auf Shumba und sagte Durga, der Riese habe die Kontrolle über den Kosmos, und die Götter haben nur noch den Status von Sklaven.

Die Göttin antwortete, dass sie nur den heiraten würde, der sie in einer Schlacht verteidigen kann. Als Sugriva diese Antwort hörte, wurde er sehr böse. Er sagte, sie sei bloß ein Weib und fragte, wie sie sich traut, so etwas von sich zu geben. Sie entgegnete, dass dies ihre Meinung war. Sugriva ging zurück zu Shumba und schilderte den Vorfall. Shumba wurde sehr wütend und entsandte seinen Dharma Lochan mit dem Auftrag, die Göttin anzugreifen. Als er zu ihr kam, stieß sie ein ohrenbetäubendes Gebrüll aus und verwandelte sich in eine zehnarmige Gestalt (Dasabhiya), die Lochan dem Erdboden gleich machte.

Die Armee wurde zerstört und nur eine handvoll Soldaten rannten zurück, um die schreckliche Geschichte zu erzählen. Die beiden Riesen sandten ihre Botschafter Chanda und Munda, um die Göttin zu bekämpfen. Oben auf dem Berg sahen sie eine Frau mit wallendem Haar (Muktakesi), die auf einem Esel saß und lachte. Sie warf ihnen einen Blick zu und verschlang ihre Soldaten (Jagatdhatri). Dann griff sie Munda an seinen Locken, schnitt seinen Kopf ab und trank das triefende Blut (Kali). Chanda näherte sich ihr als nächstes, und jetzt erschien sie sitzend auf einem Löwen (Singhavani). Sie nahm ihn und seine Armee in auseinander. Jetzt wussten Shumbha und Nishumbha, dass sie Durga nun selbst gegenübertreten mussten. Sie gingen in Begleitung einer gigantischen Armee von Riesen und Dämonen. Die Götter waren entsetzt und kauten auf ihren Nägeln.

Andere Göttinnen eilten Durga zu Hilfe. Sie sah ruhig und strahlend aus. An dem Ort waren seltsame Krieger. Einer von ihnen vervielfachte sich jedes Mal, wenn ein Tropfen seines Blutes auf den Boden traf. Das war Raktabija. Die Götter betrachteten zitternd von oben, was vor sich ging. Jetzt nahm Durga eine neue Gestalt an (Chinnamasta). Sie trank weiter das Blut von Raktabija, ehe es auf den Boden fallen konnte. Raktabija und die Kreaturen, die aus seinem Blut entstanden, wurden getötet. Schließlich mussten Shumba und Nishumba der Göttin gegenübertreten.

Dieses Mal erschien Durga ihnen als Kali. Der Kampf war lang und blutig. Schließlich wurden beide Riesen getötet, zunächt Shumba (mit Durga als Tara) und dann Nishumba (mit Kali als Mahishmardini und Chinnamasta). Kali setze sich hin, um das Blut ihrer Feinde zu trinken, zeigte sich in ihrer goldenen Gestalt (Jagatgauri) und schenkte den Göttern ihren Segen.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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