Disziplin

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Disziplin ist das Einhalten bestimmter Vorschriften, oder Verhaltensregeln, die zum Teil von anderen vorgegeben werden, oder aber man erlegt sich diese Disziplin selber auf. Der Straßenverkehr wird beispielsweise durch bestimmte Vorschriften geregelt, und jeder sollte nach Möglichkeit die Disziplin aufbringen, sich daran zu halten, weil ansonsten Chaos ausbricht.

Swami Sivananda

So kann eine Gruppe, oder eine Gemeinschaft auch bestimmte Regeln für sich definieren, und jedes Mitglied der Gruppe oder der Gemeinschaft muss sich dann auch an diese Regeln halten, wenn er/sie dazugehören möchte. Bringt jemand nicht die entsprechende Disziplin auf, bricht dann auch in der Gruppe oder Gemeinschaft in gewisser Weise Chaos aus und Unruhe.

Man kann sich aber auch selbst eine gewisse Disziplin auferlegen: morgens beispielsweise um vier Uhr aufstehen und bis sechs Uhr zu Brahma Muhurta praktizieren (Asanas, Pranayama, Meditation) und so in den Arbeitstag starten. Im vorliegenden Artikel geht es vor allem um den letzten Punkt der Disziplin, um Selbstdisziplin in der spirituellen Praxis. Swami Sivananda und Swami Chidananda, sein Nachfolger bei der Divine Life Society, geben dem Aspiranten und spirituelle Interessierten Tipps für die eigene Praxis und Disziplin.

Disziplin - eine Tugend. Was ist Disziplin ? Woher stammt das Wort? Wozu ist Disziplin gut? Was sind ihre Grenzen? Wie kann man sie kultivieren? Was ist das Gegenteil von Disziplin?

Disziplin als hilfreiche Tugend

Auszug aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Ich will heute sprechen über eine besonders wichtige Fähigkeit, auch eine wichtige Tugend, nämlich die Fähigkeit zu Disziplin. Disziplin heißt, das umzusetzen, was du dir vorgenommen hast. Disziplin heißt, dabei zu bleiben. Disziplin heißt, nicht von Emotionen und auch nicht von Niedergeschlagenheit, von Niederlagen und Versuchungen und Prüfungen dich zu sehr beeindrucken zu lassen.

Disziplin ist etwas Wichtiges. Disziplin heißt natürlich zunächst mal, dass du ein Ziel hast, wo du hinarbeiten willst. Das ist der erste Aspekt, um überhaupt Disziplin zu haben. Dann als zweites brauchst du eine Strategie: „Wie komme ich dort hin?“ Und dann gilt es, diese Strategie umzusetzen. Und im Umsetzen dieser Strategie, dort spielt Disziplin eine Rolle. Und die Disziplin ist in allen Lebensaspekten hilfreich.

Es gibt die Disziplin natürlich in deinem beruflichen Kontext. Angenommen, du hast eine bestimmte Vorstellung, wie du dich beruflich weiterentwickeln willst, dann kannst du überlegen: „Was gilt es, dafür zu tun?“ Und dann eine Disziplin dafür zu haben. Egal, ob du jetzt als Freiberufler tätig bist, dort gilt es auch, eine Disziplin zu haben, vielleicht als Freiberufler ganz besonders, du bist ja Herr über deine eigene Zeit, du brauchst eine Disziplin.

Manchmal ist aber auch Disziplin, irgendwann zu sagen: „Jetzt ist Schluss, jetzt brauche ich Freizeit, jetzt bin ich für Frau, Mann, Kind da. Jetzt übe ich meine Yogapraktiken.“ Disziplin im Umgang mit dem Partner und der Partnerin, heißt letztlich auch sich Zeit für sie zu nehmen und bestimmte Rituale dort zu haben. Habe Disziplin im Umgang mit deinen Kindern und deiner Familie und Disziplin mit deinen Yogaübungen.

Also, wenn du die Gottverwirklichung, die Selbstverwirklichung, Erleuchtung erreichen willst, oder nur gesünder sein willst, mehr Lebensfreude haben willst, ist Yoga etwas sehr Hilfreiches. Und dafür gilt es, täglich zu üben, dazu brauchst du eine Disziplin. Es ist gut, erstmal mit kleiner Disziplin zu beginnen und dann die Disziplin größer werden zu lassen.

Disziplin ist also hilfreich, um dich zu entwickeln. Disziplin ist auch wichtig, wenn du eine neue Fähigkeit entwickeln willst. Angenommen, du hast dir vorgenommen, du willst am Computer irgendwo ein Softwareprogramm beherrschen, oder du willst deinen eigenen Blog aufsetzen, da brauchst du eine gewisse Disziplin. Natürlich, manche sind Naturtalente, ihnen fällt es leicht.

Angenommen, es fällt dir nicht so leicht, dann brauchst du eine gewisse Disziplin, weiterzumachen. Man hat mal untersucht, es ist ja jetzt das Jahr 2015, im Jahr 2014 gab es mal eine größere Studie, die hat untersucht, was charakterisiert Menschen, die erfolgreich sind. Man hat festgestellt, es ist weniger die Intelligenz, es ist sogar weniger der Bildungshintergrund, es sind weniger bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten, das Wichtigste ist die Disziplin.

Der Mensch, der Disziplin hat, der kann auch erfolgreich sein. Es gibt manche Menschen, die haben einen höheren IQ, die haben größeres Talent bezüglich eines Musikinstrumentes, so wurde es von den Musiklehrern in ihrer Jugend bescheinigt, sie haben mehr Talente für vieles, aber derjenige, der die Disziplin hat, der ist nachher derjenige, der erfolgreich ist.

Denn egal, was du kannst und tust, mit Übung wirst du besser. Und wenn du dranbleibst, wirst du das Richtige finden. Natürlich muss Disziplin auch ergänzt werden durch Spontanität, Disziplin muss auch ergänzt werden durch Offenheit, Flexibilität, Einfühlungsvermögen und Liebe. Eine starre Disziplin ist jetzt nicht etwas Wünschenswertes.

Mit einer starren Disziplin könnte man auch eine Armee führen und könnte man letztlich auch ein Gefängnis führen, aber darum geht es ja nicht. Disziplin mit Liebe, mit Einfühlungsvermögen, mit Idealismus und dann einer guten Strategie für die gute Sache, dann kannst du erfolgreich sein, in dem, was dir wichtig ist und du kannst Gutes bewirken in dieser Welt.

Überlege jetzt selbst, was heißt Disziplin für dich. Vielleicht noch ein Wort über den Ursprung des Wortes „Disziplin“. Disziplin heißt eigentlich Schüler, auf Englisch disciple, Schüler, oder Französisch, disciple, ein disciple ist ein Schüler, derjenige, der bereit ist, zu lernen, derjenige, der bereit ist, sich zu schulen, der ist ein Schüler und der ist ein disciple.

Swami Vishnudevananda, der Meister, bei dem ich gelernt habe, hat gerne gesagt: „A spiritual disciple is one who likes discipline. Ein spiritueller Schüler ist derjenige, der es liebt, Disziplin zu üben, an sich selbst zu arbeiten, sich zu schulen.“ Denke nach, was für dich Disziplin heißt, bist du ausreichend diszipliniert? Wenn nicht, kannst du überlegen, vielleicht gehörst du zu denen, die sich zu viel vornehmen und deshalb scheitern.

Nimm dir ein klein wenig vor, aber gehe in diesen Schritten. Erster Schritt ist, hohes Ideal. Zweiter Schritt ist, ein Ziel, was du verwirklichen willst. Dritter Schritt, eine Strategie, die realistisch genug ist und das mit einbezieht, was du machen kannst, wenn es Hindernisse auf dem Weg gibt. Und ein nächster Schritt wäre, diese Strategie zu einem Plan werden zu lassen. Nächster Schritt, den umsetzen und dann mit Disziplin dabeizubleiben. Disziplin ist ein wichtiger Aspekt, um Erfolg zu haben und sich spirituell zu entwickeln.

Eine Predigt zu Disziplin (Sadhana)

Artikel von Swami SivanandaOriginaltext

Das Leben eines spirituellen Aspiranten in der Welt ist wahrlich wie eine heftige Anstrengung und ein Kampf mit tödlichen Schlangen. Samsara, oder das weltliche Leben ist eine schreckliche und tödliche Schlange. Man muss konstante und aufmerksame Wachsamkeit aufbringen, damit die Samsara Sarpa einen nicht unachtsam mitnimmt. Halte beide Augen auf Viveka und Vichara weit offen. Mit der Zeit wird der Mensch vergiftet auf dem Lauf seiner Vyavahara (weltliche Aktivitäten). Er muss immer wieder der weltlichen Atmosphäre entsagen und Zuflucht bei Satsanga, Sadhana, Zurückgezogenheit und stiller Meditation suchen. Dies ist das spirituelle Sanjivini (ein Heilkraut) für dich, um dich selbst aufzufrischen und das tägliche spirituelle Leben wieder ohne Angst betreten zu können. Satsanga und Zurückgezogenheit sind die magischen Kräuter, die alles Gift der Weltlichkeit von dir nehmen. Mit ihrer Hilfe wirst du dich selbst sicher halten.

Der höchste Herr der Schöpfung gibt dem Jiva diesen wertvollen menschlichen Körper, um in ihm all die guten Dinge des Lebens zu kultivieren. Der Jiva, der auf die Zuflüsterungen seiner niederen Natur hört, wird in den Besitz von unzähligen üblen Gunas (Qualitäten) kommen. Sie dominieren die Person und machen den Jiva hilflos. Die schlechten Qualitäten üben so einen starken Einfluss auf ihn aus, dass wenn er später versucht, sich Tugenden anzueignen und Yama und Niyama zu entwickeln, sie eine regelrechte Herausforderung bedeuten.

Die alten bösartigen Vrittis (Gedankenwellen) und Samskaras (Eindrücke des Unterbewusstseins) verwehren den Tugenden den Eintritt. Sie revoltieren und drängen sie heraus, aber wenn der Aspirant in seinem hilflosen Zustand aufrichtig zu Gott betet, wird ihm die Gnade Gottes die notwendige innere Kraft geben, die ihn dazu befähigt, seine alte Bösartigkeit hinauszuwerfen und die Früchte von Sadhana zu erhalten.

Verlangen ist ein grosses Hindernis, eine grosse Barriere auf dem Pfad der Selbstverwirklichung. Kontrolle des Verstandes bedeutet in Wirklichkeit Aufgeben von Verlangen. Wenn jemand den Verstand wirklich gut disziplinieren will, muss er alle Verlangen rückhaltlos aufgeben, alle Sehnsüchte nach weltlichen Objekten und dem Bauen von Luftschlössern. Der affenähnliche Verstand wird immer ruhelos sein, immer das eine oder andere verlangen. Genauso wie ein Fisch, den man gerade aus dem Wasser genommen hat, wieder wie auch immer ins Wasser zurück will, wird auch der Verstand immer böse Gedanken einladen. Wenn man alles Verlangen schonungslos zerstört, den Verstand kontrolliert, ihn von den wogenden Gefühlen und aufkommenden Gedanken befreit, kann man die Einpünktigkeit des Verstandes erreichen. So ein Verstand wird so ruhig sein wie eine Kerze an einem windfreien Platz. Jemand, der so einen Zustand des Verstandes erreicht hat, kann sehr lange meditieren. Die Meditation kommt von sich aus.

Wenn man seinem Verstand erlaubt, sich nach Belieben weltlichen Dingen zuzuwenden und unheilige Gedanken und üble Verlangen einzuladen, wird man mit Sicherheit im Untergang enden. Darum gib das Verlangen auf. Behalte immer diese eine Idee, die höchste Stätte zu erreichen, die Stätte von Freude, Frieden, Glückseligkeit und Unsterblichkeit. Praktiziere Sadhana. Mache regelmäßig deine Yoga-Übungen. Strebe danach, dieses Ziel zu erreichen. Und du wirst immer glücklich sein.

Swami Chidananda

Einfacher Sadhana oder: Der leichte Weg zum Ziel

Artikel von Swami ChidanandaOriginaltext

Ehrerbietung und Lobpreisung dem höchsten universellen göttlichen Geist, dem gleichzeitig alles-durchdringenden und alles transzendierenden kosmischen Wesen. Dies ist die eine Realität hinter und jenseits aller Religionen, der Brahman der Upanishaden, wie auch der persönliche Gott, der viele Formen annimmt, um allen Bedürfnissen, Geschmäckern und Vorlieben der Anhänger gerecht zu werden. Dieser Realität, dieser höchsten Realität aller Religionen, aller Glaubensrichtungen und aller Glaubensbekenntnisse schenken wir unsere Ehrerbietung!

Ehrerbietung dem geliebten Meister Gurudev Sri Swami Sivananda Maharaj, der das Essentielle und alles zu Grunde liegende Einssein aller Religionen verkündete, trotz ihrer scheinbaren oberflächlichen Unterschiede. Möge die Botschaft dieses Vordenkers von der Eintracht aller Religionen Frieden und Harmonie und Verbundenheit in unsere geteilte, sich bekriegende Welt verbreiten, wo Religionen nicht mehr die Quelle von Frieden, Wohlwollen, Freundschaft und Verbundenheit sind, sondern im Gegenteil, sich eher im Dienste der Zerstörung und des Tötens stellen.

Der große Heilige aus Maharashtria, Tukaram, der ein Zeitgenosse von Prinz Shivaji und dessen Guru Samartha Ramdas war, hat in Bezug auf unser ethisch-verschmutztes Zeitalter etwas Hoffnungsvolles zu sagen: "Fürchtet euch nicht. Unsere Vorfahren haben dieses eiserne Zeitalter vorhergesagt, Kali Yuga, eine Zeit voller Gegensätze und Feindlichkeit, die es fast unmöglich machen, ein gutes Leben zu führen, ein spirituelles Leben, ein Leben voller Güte, Dharma und Sadhana. Gleichzeitig haben sie aber vorhergesagt: "In diesem riesigen Ozean von widrigen Bedingungen gibt es ein wundervolles, rettendes Heilmittel: Den heiligen Namen Gottes zu rezitieren und zu singen. Chantet ihr mit voller Hingabe, so trennt ihr alle Bänder, die Individualseele und Samsara mit einander verbinden, und sie wird befreit."

An einen König gewandt, sagte ein alter Weise einmal: "Kalau dosha nidhau rajan asti eka mahan gunah, kirtanat eva kesavasya mukta sango bhavet puman." Puman heißt in diesem Fall Mensch, Individuum und "wenn der Mensch den heiligen Namen Gottes singt, so wird er befreit von seiner Verbindung zu dieser banalen, irreführenden Samsara-Welt." Tukaram glaubte dieser Wahrheit und sie stellte daher seine Haupt-Sadhana-Praxis dar. Während er Gott pries, Gottes Namen sang, fühlte er diese unbeschreibliche, gesegnete Einheit mit Gott. Und da er so durch sein eigenes Beispiel die Wahrheit des alten Spruches bewies, sprach er seine Mitmenschen an: "Hört, oh meine Brüder! Warum wollt ihr nicht die Früchte dieses einfachen Sadanas ernten?"

Gurudev pflegte immer zu sagen, "Gottes Namen singen, Gottes Namen rezitieren ist ein einfacher, leichter Weg, um Freiheit zu erlangen." Dies sind seine Worte. "Es ist ein einfacher, leichter Weg, um Freiheit zu erlangen". Tukaram sagte, "Das ist ein einfacher Sadhana, oh meine Brüder – Nama Sankirtan, den göttlichen Namen singen, den göttlichen Namen rezitieren. Es wird die Sünden aller vorausgegangenen Geburten verbrennen – Jalatila pape janmantacha. Na kari sayas jaye vanantara – du must keine Anstrengungen unternehmen, keine Mühen auf dich nehmen, und du musst weder deine Familie noch dein warmes Zuhause aufgeben, um diesen Sadhana zu praktizieren. Gott wird zu dir in deine Wohnung kommen und dir Darshan geben. Du musst nirgendwo hingehen. Gott kommt zu dir."

Daher singt Tukaram: "Nama sankirtana sadhana pai sope." In Marathi bedeutet sope leicht. Es ist ein Sadhana, das außerordentlich leicht ist. "Sukhayeto ghara narayana – Narayana wird freudvoll und gerne zu dir kommen und dir in deinem eigenen Zuhause Darshan geben." Und sobald du Darshan von Gott erhalten hast, wirst du frei sein.

"Deshalb, oh Mensch, mache Gebrauch von diesem leichten Weg. Habe Vertrauen in Gottes Namen. Rezitiere den Namen Gottes. Singe den Namen Gottes. Habe keine Scheu vor spirituellem Leben, indem du dir selber vorgaukelst, es sei ‘sehr schwer‘. Gott hat es uns einfach gemacht, besonders für diese Zeit, in der wir jetzt leben. Die Buße, Entbehrungen, Entsagungen und Kasteiungen, die man in früheren Zeiten aufbringen musste, Yugas, sind nicht mehr bindend, noch werden sie von den Suchenden dieser Zeit abverlangt. Der Name Gottes überwindet alles, so machtvoll ist er."

Daher sagte auch schon der bayerische Mystiker Jakob Böhme (1575-1624) über die unbeschreibliche Kraft von Gottes Namen: "Falls du in vergangenen Zeiten gesündigt hast – bevor du dich dem spirituellen Leben anvertrautest und dich dem Preisen von Gottes Namen widmetest, und diese Sünden dein Leben zur Hölle machen, dann wird die Kraft von Gottes Namen die Hölle betreten und sodann die Hölle zerschmettern, um dich wieder zu befreien." So groß ist die Kraft von Gottes Namen.

Was ist Disziplin?

Disziplin ist Zucht und Ordnung. Disziplin ist die Fähigkeit, seine Emotionen, Neigungen und Stimmungen zu kontrollieren und das zu tun, was man für richtig hält, was seine Aufgaben sind. Disziplin kommt vom Lateinischen Discipulus, Lehrling, Schüler. Damit man etwas lernt, muss man sich längere Zeit auf etwas konzentrieren, es systematisch ergründen, egal ob man es gerade mag oder nicht. Mit anderen Worten: Um etwas zu lernen, sich in etwas zu entwickeln, auch um Erfolg zu haben, braucht es Disziplin. Auch auf dem spirituellen Weg braucht es Disziplin, um seine Grundsätze in die Tat umzusetzen. In einem anderen Sinn ist Disziplin ein Wissenszweig, eine Wissenschaft, eine Fachrichtung, ein Wissenschaftszweig.

Disziplin und andere Tugenden

In diesem Yoga Wiki werden über 1000 Tugenden und geistigen Eigenschaften beschrieben. Hier einige Erläuterungen, wie man die Eigenschaft der Disziplin in Beziehung zu anderen Tugenden und geistigen Eigenschaften sowie in Bezug auf Laster sehen kann:

Ähnliche Eigenschaften wie Disziplin

Ähnliche Eigenschaften wie Disziplin, also Synonyme zu Disziplin sind z.B. Selbstbeherrschung, Zucht, Charakterstärke, Höflichkeit, Zurückhaltung, Moral, Beherrschung .

Ausgleichende Eigenschaften

Jede Eigenschaft, jede Tugend, die übertrieben wird, wird zu einer Untugend, zu einem Laster, einer nicht hilfreichen Eigenschaft. Disziplin übertrieben kann ausarten z.B. in Drill, Steifheit, Intoleranz . Daher braucht Disziplin als Gegenpol die Kultivierung von Spontanität, Offenherzigkeit, Mitgefühl, Leidenschaft .

Gegenteil von Disziplin

Zu jeder Eigenschaft gibt es ein Gegenteil. Hier Möglichkeiten für Gegenteil von Disziplin, Antonym zu Disziplin :

Disziplin im Kontext von Tugendengruppen, Persönlichkeitsfaktoren und Temperamenten

Entwicklung von Disziplin

Disziplin kann man sehen als Tugend, als eine positive Eigenschaft. Vielleicht willst du ja Disziplin in dir stärker werden lassen. Hierzu einige Tipps:

  • Nimm dir vor, eine Woche lang diese Eigenschaft der Disziplin zu kultivieren. Du kannst nicht mehrere Tugenden auf einmal entwickeln. Aber es ist möglich, jede Woche eine Tugend, eine Eigenschaft, wachsen zu lassen.
  • Triff den Entschluss: "Während der nächsten Woche will ich die Tugend, die Eigenschaft, Disziplin kultivieren, wachsen lassen, stärker werden lassen. Ich freue mich darauf, in einer Woche ein disziplinierterer Mensch zu sein."
  • Nimm dir vor, jeden Tag mindestens eine Handlung auszuführen, die Disziplin ausdrückt. Mache jeden Tag etwas, was du sonst nicht tun würdest, was aber diese Tugend zum Ausdruck bringt
  • Wenn du morgens aufwachst, dann sage eine Affirmation, z.B.: "Ich entwickle Disziplin '. Mehr Möglichkeiten zu Affirmationen findest du weiter unten
  • Am Tag wiederhole immer wieder eine solche Affirmation: "Ich bin diszipliniert ".

Affirmationen zum Thema Disziplin

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Affirmationen für mehr Disziplin Unter dem Stichwort "Affirmation" und "Wunderaffirmationen" erfährst du mehr darüber.

Klassische Autosuggestion für Disziplin

Hier die klassische Autosuggestion:

  • Ich bin diszipliniert

Im Yoga verbindet man das gerne mit einem Mantra. Denn ein Mantra lässt die Affirmation stärker werden:

  • Ich bin diszipliniert . Om Om Om.
  • Ich bin ein Disziplinierter, eine Disziplinierte

Entwicklungsbezogene Affirmation für Disziplin

Manche Menschen fühlen sich als Scheinheiliger oder als Heuchler, wenn sie sagen "Ich bin diszipliniert " - und sie sind es gar nicht. Dann hilft eine entwicklungsbezogene Affirmation: * Ich entwickle Disziplin

  • Ich werde diszipliniert
  • Jeden Tag werde ich disziplinierter
  • Durch die Gnade Gottes entwickle ich jeden Tag mehr Disziplin

Dankesaffirmation für Disziplin :

  • Ich danke dafür, dass ich jeden Tag disziplinierter werde.

Wunderaffirmationen Disziplin

Du kannst es auch mit folgenden Affirmationen probieren, die Sukadev Volker Bretz als Wunderaffirmationen bezeichnet:

  • Bis jetzt bin ich noch nicht sehr diszipliniert . Und das ist auch ganz verständlich, ich habe gute Gründe dafür. Aber schon bald werde ich Disziplin entwickeln. Jeden Tag wird diese Tugend in mir stärker werden.
  • Ich freue mich darauf, bald sehr diszipliniert zu sein.
  • Ich bin jemand, der diszipliniert ist.

Gebet für Disziplin

Auch ein Gebet ist ein machtvolles Mittel, um eine Tugend zu kultivieren. Hier ein paar Möglichkeiten für Gebete für mehr Disziplin :

  • Lieber Gott, bitte gib mir mehr Disziplin
  • Oh Gott, ich verehre dich. Ich bitte dich darum, dass ich ein disziplinierter Mensch werde
  • Liebe Göttliche Mutter, ich danke dir. Ich danke dir dafür, dass ich jeden Tag die Tugend Disziplin mehr und mehr zum Ausdruck bringe

Was müsste ich tun, um Disziplin zu entwickeln?

Du kannst dich auch fragen:

  • Was müsste ich tun, um Disziplin zu entwickeln?
  • Wie könnte ich ich diszipliniert werden?
  • Lieber Gott, bitte zeige mir den Weg zu mehr Disziplin
  • Angenommen, ich will diszipliniert sein, wie würde ich das tun?
  • Angenommen, ich wäre diszipliniert, wie würde sich das bemerkbar machen?
  • Angenommen, ein Wunder würde geschehen, und ich hätte morgen Disziplin kultiviert, was hätte sich geändert? Wie würde ich fühlen? Wie würde ich denken? Wie würde ich handeln? Als disziplinierter Mensch, wie würde ich reagieren, mit anderen kommunizieren?

Vortragsmitschnitt zu Disziplin - Audio zum Anhören

Hier kannst du einen Vortrag von Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, anhören. Dieser Vortrag ist die Audio Version eines Videos zu Disziplin, Teil des Yoga Vidya Multimedia Lexikons der Tugenden.

Siehe auch

Eigenschaften im Alphabet vor Disziplin

Eigenschaften im Alphabet nach Disziplin

Literatur

Weblinks

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