Zeit

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Die Zeit ist die Dimension, in der man das Verstreichen von Ereignissen wahrnimmt und misst. Sie wird, zumindest im Westen, im Allgemeinen unterteilt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Komplexität des Konzepts war schon seit jeher Gegenstand zahlreicher Studien und Überlegungen philosophischer und wissenschaftlicher Natur.

Kali ist auch die Göttin der Zeit und Veränderung.

Die Zeit ist ein vom Menschen entwickeltes Konzept, mit dem die Veränderung in der Welt erfasst werden soll. Dabei stellt sich die Frage nach ihrer eigentlichen Natur: Ist sie eine grundlegende Eigenschaft des Universums oder ist sie vielmehr das Produkt verstandesmäßiger Beobachtung und menschlicher Wahrnehmung? Die Gesamtheit der Antworten reicht nicht aus, um ein zufriedenstellendes einheitliches Konzept der Zeit vorzustellen. Doch bei sorgfältiger Untersuchung jeder dieser Antworten und der Beziehung der Antworten zueinander kann man interessante Theorien entdecken.

Die vergleichende Kulturwissenschaft ist zu dem Schluss gekommen, dass es, je nach Kultur und Weltregion, unterschiedliche Zeitauffassungen gibt. Auch die Zeitauffassung der klassischen Physik ist letztlich eine vorwiegend im Westen entstandene Sichtweise, während bei einigen östlichen Zeitauffassungen zahlreiche Parallelen zur Quantentheorie zu finden sind. (Siehe auch: Interview mit Amit Goswami und Der physikalische Gottesbeweis unter Gottesbeweis.)

Zeit und Art der Meditation

Swami Sivananda schreibt über Zeit und Art der Meditation:

Man soll die Zeit des Tages oder der Nacht wählen, in der das Bewußtsein am klarsten und am wenigsten gestört ist. Kurz vor dem Schlafengehen kann man sich zur Meditation hinsetzen,da in diesem Augenblick das Denken ruhig ist. Vor allem Sonntags wird die Meditation erfolgreich sein, da an einem Festtag die Gedanken nicht angespannt sind. Man soll auch nachts in einer zweiten Sitzung meditieren. Fehlt dem Schüler die Zeit, so genügen zehn oder fünfzehn Minuten. Er wird dann keine bösen Träume haben und während seines Schlafes von göttlichen Gedanken und guten Eindrücken erfüllt bleiben.

Ein Schüler, der in einem Dachzimmer der Stadt meditiert, kann ebensoviel Ruhe haben, als wäre er allein im Wald. Aber ihm werden die geistigen Ströme fehlen, die eine bedeutsame Rolle bei der Erhebung der Gedanken spielen und sie auf den Konzentrationspunkt hinführen (ekagrata). An heiligen Orten bleiben die geistigen Schwingungen der Rishis im Äther lebendig und sind den Schülern von großem Vorteil. Ohne Kampf und Anstrengung lassen sie Entsagung (vairagya), geistige Erhebung (sattva) und Neigung zur Meditation von selbst eintreten. Auf einer Reise stiegen Damen in Rishikesh aus dem Zug und riefen beim Anblick des Himalaya verzückt aus: "Wer ist der Sohn? Wer ist der Vater?

Alles ist maya, alles ist nur Täuschung." So groß ist der Einfluß geistiger Schwingungen der Natur an einem bestimmten Meditationsort, den aber nur Weise und Yogis zu erkennen vermögen.

Der Mensch besitzt einen Schlüssel zu vielen Geheimnissen des Lebens: es ist die Meditation. Meditiert er regelmäßig morgens zwischen vier und sieben Uhr, wird er ewige Glückseligkeit und Unsterblichkeit erlangen. An den frühen Morgenstunden wird sein Geist klar und ruhig sein. Zu dieser Tageszeit herrschen geistige Kräfte und geheimnisvolle Stille vor. Alle Heiligen meditieren um diese Zeit und senden der ganzen Welt ihre geistigen Ströme. Der Schüler wird daraus großen Vorteil ziehen, wenn er um diese Zeit Gebet, japa (Wiederholung der heiligen Silbe) und Meditation beginnt, und keiner Anstrengung bedürfen, da der Zustand der Meditation sich von allein einstellen wird.

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Jenseits von Zeit und Raum - Eine Ansprache von Swami Venkatesananda

Windrose der Zeit, Quint, 1992

Der heilige Mann, der sich wünschte, König zu sein, wurde König, nachdem er seinen Körper zurückgelassen hatte. Der Keim seines Wunsches "Ich wünschte, ich wäre König", bildete den Samen, der zu sprießen begann. Schließlich, durch beständige Wiederholung des gleichen Gedankens, erhielt der Gedanke Kraft und wurde Wirklichkeit. Warum sollten wir das jetzt nicht auch tun und z.B. sagen, "Ich bin Buddha"? Gut, du hast den Samen gepflanzt, doch das ist erst der Same. Von nun an muss er keimen, also gib Acht, dass du ihn dabei nicht störst. Wenn du einen Mediziner oder einen Gynäkologen fragst, wird er dir sagen, dass mit der ersten Zellteilung und Vermehrung die Aufmerksamkeit - oder was auch immer es ist, was den Fötus wachsen lässt – niemals nachlässt. Während der gesamten neun Monate war das, was den Fötus heranbildete, konzentriert bei der Sache, 24 Stunden am Tag. Es machte keine Kaffeepause oder nahm sich Zeit, ins Kino zu gehen. Und trotzdem kannst du dich hierhersetzen und sagen: "Ich bin Buddha"? Wenn du weißt, wie du diesen Samen an der richtigen Stelle einpflanzt, muss er keimen. Von nun an bis zur deiner Befreiung als Buddha solltest du vierundzwanzig Stunden am Tag Buddha sein. Dann bin ich mir sicher, dass du zum Buddha werden wirst!

Das ist etwas, was wir uns nicht wirklich eingestehen - wir denken, dass das, was wir denken, Gedanken sind, aber dem ist nicht so. Der Geist ist nicht das, was wir über ihn denken, der Geist ist das, was denkt – daher ist die traurige, beschämende Wahrheit, dass wir nicht einmal wissen, wie wir denken sollen, sonst würden sich unsere Wünsche verwirklichen.

Manchmal geschieht das, doch leider zeigen wir nicht einmal in unserem eigenen Leben Ausdauer oder konzentrierte Aufmerksamkeit. Wir tun etwas, und es scheint nicht zu funktionieren, daher versuchen wir drei Monate lang etwas anderes und das funktioniert auch nicht. Auf diese Weise werden wir überhaupt nichts erreichen (Hätten wir willentliche Kontrolle über die Heranbildung des Fötus, dann wäre das Ergebnis sehr zufällig!). Der Same eines Gedankens muss immer aufrecht erhalten werden, bis er zu dem geworden ist, was er ist. Wie entstand der erste Mensch? Der Yoga Vasistha gibt uns darauf eine sinnwidrige Antwort - die einzig mögliche Antwort: "Es geschah einfach, durch Zufall." Warum wurde ich ich?" Es geschah einfach. In das Chaos der Materie trat das Bewusstsein, und es entstand ein Gedanke "Ich bin ein Mensch.", und dort gab es einen Gedanken "Ich bin eine Kuh." Hier ein Gedanke "Ich bin ein Gebäude" oder dort "Ich bin Wasser". Das ist alles. Frage nicht nach dem Warum: Es war eine zufällige Fügung. Die erste Schöpfung (wenn sich jemand so etwas wie eine erste Schöpfung überhaupt vorstellen kann) geschah also einfach.

Wäre dieser heilige Mann oben auf dem Hügel die erste Schöpfung, so wäre er einfach nur entstanden. Das unendliche Bewusstsein an diesem Punkt des physischen Raums dachte sich "Ich bin ein heiliger Mann, der oben auf dem Hügel sitzt", und so wurde es ein heiliger Mann, der oben auf dem Hügel sitzt. Später, als er vom Anblick des Königs und seiner Insignien angezogen wurde, begann dieser Gedanke "Ich wünschte, ich wäre König" in ihm zu keimen, und als sein Körper von ihm abfiel, wurde er König. Durch sein beharrliches Festhalten an diesem Gedanken erfuhr er ihn als Wirklichkeit. (Das ist eine außergewöhnliche, schöne und einfache Wahrheit.)

Es gibt zwei Möglichkeiten, eine Aussage zu formulieren. Die eine ist schwer zu verstehen, die andere leicht. Ich werde sie euch beide erklären. Die eine lautet: "Du wirst, was du denkst." Wenn du beständig denkst, dass du ein Mensch bist, dann wirst du ein menschliches Wesen. Doch dann tauchen schleichender Argwohn oder Zweifel auf: "Kann ich zu etwas anderem werden, indem ich anders denke?" Daher lassen wir diese Ausdrucksweise erst einmal beiseite. Die andere lautet: "Wenn du ein Mensch bist, denkst du ständig, dass du ein menschliches Wesen bist." Pass jetzt gut auf. Ich sage die gleiche Sache mit unterschiedlichen Worten. Ist es dir möglich zu denken, dass du ein Hund bist? Nein, und deshalb wirst du auch nicht zu einem Hund. Wodurch entsteht dieser Gedanke oder Same "Ich bin ein Mensch.", und wodurch bleibt er bestehen? Es ist vielleicht genauso schwierig, das herauszufinden, wie im Alter von 59 Jahren (mit mehreren hundert Milliarden Zellen im Körper) herauszufinden, welche Zelle die ursprüngliche war, die vor 59 Jahren und achteinhalb Monaten befruchtet wurde. Eine von diesen Milliarden von Zellen ist es. Wenn Du sie finden kannst, sie umdrehst und ihr eingibst: "Nein, ich bin kein Mensch, ich bin eine Kuh.", dann wirst du sofort zur Kuh!

Daher wollen wir nicht Sätze gebrauchen wie "Du wirst das, was du denkst" als wären es Gemeinplätze. Du sitzt da und denkst, "Ich bin Buddha. Aber was ist mit meiner Kaffeepause?" So funktioniert es nicht. Aber es funktioniert auf eine andere Weise. Für eine erleuchtete Person materialisiert sich ein Gedanke sofort, aber die meisten Menschen müssen hart daran arbeiten. Du musst mit niemals abschweifender Wachsamkeit an dem Gedanken festhalten, ohne ihn gehen zu lassen oder für einen Moment aus dem Blick zu verlieren. Dann wird es geschehen.

Als die Königin darum bat, die Wohnstätte des heiligen Mannes besuchen zu dürfen, sagte die Göttin: "Ja, natürlich, aber sie befindet sich in einer anderen Dimension. Wenn du die Einsiedelei besuchen willst, musst du dein Bewusstsein zu dieser Dimension erheben. Nur dann kannst du dort hingelangen, sonst nicht. Der heilige Mann hielt an seinem Wunsch, König zu sein, fest und wurde dein Ehemann der König; nicht umgekehrt. So ist es wie es war, der heilige Mann ging schlafen und träumte einen Traum, in dem er sich selbst als König sah, so dass ihr, du und dein Ehemann, zu Geschöpfen des Traums des schlafenden heiligen Mannes geworden seid. Du kannst nicht in sein Bewusstsein vordringen - Du bist das Produkt seines Bewusstseins."

Um es einfacher darzustellen: Wenn ich an die Decke schaue und Tagträumen über dich nachhänge, dann kannst du an meinem Tagtraum, an meiner Vorstellung nicht teilhaben. Es gibt dich zwar, aber es ist dir unmöglich, an meinem Traum teilzuhaben.

Es ist so einfach und doch so faszinierend. Wenn du versuchst, Worte dafür zu finden oder deine eigenen Gedanken zu klären, verlierst du fast den Verstand, denn wir funktionieren innerhalb der Grenzen des Egodenkens. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich Swami Venkatesananda bin und du bist fest davon überzeugt, dass du du bist. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir vollkommen getrennte menschliche Wesen sind, so dass mein Traum mein Traum ist und dein Traum deiner. Auch wenn ich vielleicht einen Platz in deinem Traum habe und du vielleicht einen Platz in meinem, sind wir immer noch getrennt und keiner von uns kann Teil des Traums des anderen sein. Tatsächlich heißt das, dass ich dein Gast bin, aber keinen Platz in deinem Haus habe. Warum ist das so? Weil wir überzeugt sind, dass wir vollkommen unabhängige Wesen sind, die nicht zueinander in Beziehung stehen - und diese Schranke kann nicht durchbrochen werden.

Diese Schranke kann nicht durchbrochen werden, weil es sie nicht gibt! Die östlichen Philosophen bezeichneten dies als Avidya (Unwissenheit) oder Maya (Illusion). Es ist nicht so, als wäre "dies" eine Illusion. Es ist einfach nicht da und doch bin ich völlig davon überzeugt, dass es da ist und deshalb kann ich mich nicht davon befreien. Die Schwierigkeit besteht darin, dass der Gedanke sich immer tiefer verwurzelt, je mehr ich mich bemühe, ihn loszuwerden. Daher kehren wir zurück zu einem sehr schönen Ausspruch, den wir sowohl in der Yoga Vasistha wie auch in der Bhagavad Gita finden: "Nur Gnade kann dir helfen, sonst nichts." Je mehr du dagegen ankämpfst, umso schlimmer wird das Problem, und Gnade zwingt dich zu kämpfen. Es ist ein merkwürdiges Phänomen. Du kämpfst und kämpfst, und wenn du nicht kämpfst, bedeutet das, dass du keine Gnade erfahren hast. Gnade macht dich rastlos und rastloses Kämpfen gegen ein gar nicht vorhandenes Hindernis treibt dich in die Verzweiflung. Dir wird klar, dass dein Kampf dich nicht weiter bringt und zugleich wird dir auch klar, dass du trotzdem kämpfen musst. Es ist ein verwirrender Zustand. Doch dann enthüllt sich dir durch Gnade: "So also ist es!"

Die Göttin und die Königin besuchten die Wohnstätte des heiligen Mannes. Dort waren alle sehr traurig. Die Königin (die eine andere Gestalt angenommen hatte), fragte den Sohn des heiligen Mannes: "Was ist geschehen?" und er antwortete: "Unsere Eltern sind vor acht Tagen gestorben und wir sind untröstlich." Die Königin segnete den jungen Mann, und er überwand seine Trauer. Sie war erstaunt: "Vor acht Tagen? Die Göttin hat doch gesagt, dass der heilige Mann mein Ehemann, der König, geworden ist, und wir lebten als König und Königin siebzig Jahre, und doch war ich die Mutter dieses Jungen. Was meinst du mit ‚vor acht Tagen‘?" Saraswati lächelte und sprach: "Was ist Zeit?"

Es gibt unzählige Theorien über die Zeit und einige von ihnen werden in der Yoga Vasistha erwähnt. Doch wir wollen uns dem Thema vom gleichen Standpunkt aus nähern, den wir bislang schon eingenommen haben, d.h. von dem des Ich oder des Egodenkens, das Erinnerung ist. Betrachten wir dieses Phänomen, das wir Erinnerung nennen, dann stellen wir etwas Aufregendes fest.

Zeit im Verhältnis zu Erinnerung ist ein viel größeres Rätsel als die Relativitätstheorie oder die vierte Dimension. Wenn du das Verhältnis von Erinnerung und Zeit beobachtest, wirst du verwirrt sein. Die Zeit hat ihre eigenen Tricks - oder auch: Der Geist hat seine eigenen Tricks im Umgang mit der Zeit. Ein unangenehmer Vorfall, den du vergessen willst, scheint sich vor langer Zeit ereignet zu haben, und etwas, das dir lieb ist, kann schon zehn oder fünfzehn Jahre zurückliegen, doch dir kommt es wie gestern vor. Was ist Zeit? Geschah sie einfach? Wann? Wie? Abgesehen von der Art, wie der Geist sie betrachtet – nämlich als eine fortlaufende Abfolge von Ereignissen – lässt sich das, was man über den Raum sagen kann, auch für die Zeit sagen. Das Gehirn oder der Geist haben gelernt, sie als eine Reihe anzusehen - eins, zwei, drei - und berechnen die Zeit auf dieser Grundlage. (Zeit ist also ein praktisches Maß für die Zahlung von Löhnen, und das ist auch schon alles!)

Der auf dem Hügel sitzende heilige Mann hielt fest an dem Gedanken "Ich bin König" und so wurde er König, und mit der Übernahme der Aufgaben eines Königs identifizierte er sich mehr und mehr mit der Idee, König zu sein. (Das geschieht mit uns allen. Wir sind vielleicht keine Könige und Königinnen, aber wir sind überzeugt von der Idee, menschliche Wesen zu sein - Neuseeländer oder Inder, etc.).

Die Königin fragte: "Wo ist der König jetzt?". Saraswati antwortete: "Ich werde es dir zeigen. Er ist im gleichen Raum. All dies geschah im gleichen Raum. Der heilige Mann lebte in diesem Raum, dein Ehemann lebte in diesem Raum. Er ist tot und jetzt regiert er immer noch das Königreich im gleichen Raum."

Raum oder Entfernung haben außerhalb deines Denkens keinen Sinn. Wenn es dir also gelingt, in die Vorstellung oder den Traum vom "Du" und in die andere Vorstellung oder den anderen Traum vom "Ich" einzudringen und den Kern dieses Traums zu finden, dann könntest du entdecken, dass das Gewebe das gleiche ist. Die träumende Wesenheit ist eine andere, doch das Gewebe des Traums ist gleich und daher ist auch die Wesenheit gleich.

Gedanken zur Zeit

Artikel von Parvati, aus Yoga Vidya Journal Nr. 16

Seneca schreibt in einem Brief an Lucilius, dass wir uns selbst befreien sollen und uns die Zeit bewahren sollen, die uns bisher von anderen geraubt wurde, oder die uns selbst entschlüpfte.......der beschämendste Verlust jedoch ist der, der durch Nachlässigkeit verursacht wird. Ein großer Teil des Lebens entgleitet den Menschen, wenn sie Schlechtes tun, der größte, wenn sie nichts tun, das ganze Leben, wenn sie Nebensächliches tun...

Wie recht er doch hat!

Sind wir uns wirklich bewusst, welchen wahren Wert die Zeit hat? Danken wir für jeden Tag, der es uns möglich macht, zu wachsen und zu gedeihen? Sind wir uns bewusst, dass wir täglich ein bisschen sterben und die "Zeit" verrinnt? Der Tod steht nicht am Ende "unserer Zeit" sondern er ist Teil unseres irdischen Daseins...

Alle Zeit, die wir unachtsam verbringen, alle Zeit, in der wir uns langweilen, alle Zeit in der wir zornig sind,alle Zeit, die wir nicht bewusst wahrnehmen, all die Zeit, die wir aufschieben, ist verlorene Zeit, verlorenes Leben. Wenn wir das Leben aufschieben, eilt es vorbei, denn uns gehört nichts, außer der Zeit, und die Zeit ist das Jetzt. Das Jetzt ist einzigartig und unendlich kostbar!

Der Blick auf die Uhr sollte uns nicht daran erinnern, dass sie uns die Zeit wegnimmt, sie sollte uns daran erinnern, dass wir in einem Zeitstrom stehen, der nicht aufzuhalten ist. Sie soll uns erinnern, dass wir achtsam mit unserer geschenkten Zeit umgehen, indem wir jede Stunde die sein lassen, die sie ist. Wir brauchen uns nicht zu hetzen, alles hat seine Zeit und alles läuft nach Gottes Plan. Vertrauen und Geduld sind hier wichtige Wegbegleiter, damit uns die Zeit nicht im Nacken sitzt und uns vorwärts treibt. Zeit muss uns nicht in Bedrängnis bringen, sondern kann uns als Freund in der Gegenwart dienen. Wir haben kein Gestern mehr, und wir wissen nicht was uns das Morgen beschert. Das einzige, was wir haben, ist das Jetzt in einer Illusion namens Zeit.

Die Zeit ist eine "große und würdige" Angelegenheit, sie ist dauerhaft und absolut. Unsere Zeit lädt uns ein, an den Punkt der Wirklichkeit zu gelangen. Machen wir uns auf den Weg...

Zeit – Irisches Segensgedicht

Was ist die Zeit?...wie lange geht die Zeit?...Gibt es überhaupt die Zeit?...

Zeit haben...Zeit nehmen...die richtige Zeit...die falsche Zeit...

Nimm die Zeit zu arbeiten - das ist der Preis des Erfolges.

Nimm dir Zeit zu denken - das ist die Quelle der Kraft.

Nimm dir Zeit zu spielen - das ist das Geheimnis der ewiger Jugend.

Nimm dir Zeit zu lesen - das ist der Brunnen der Weisheit.

Nimm die Zeit freundlich zu sein - das ist der Weg zum Glück.

Nimm dir Zeit zu träumen - es bringt dich den Sternen näher.

Nimm dir Zeit, dich umzuschauen - der Tag ist zu kurz, um selbstsüchtig zu sein.

Nimm dir Zeit zu lachen - das ist die Musik der Seele.

Nimm dir Zeit zu lieben und geliebt zu werden - es ist der wahre Reichtum des Lebens.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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Achtsamkeit ist die unerlässliche Grundlage für rechtes Leben und rechtes Denken und hat daher eine lebenswichtige Botschaft für alle. Achtsamkeit hilft bei der Meisterung des Geistes, damit man…
Bhante Dhammananda,

Jnana Yoga, Philosophie Jnana Yoga, Philosophie

15. Apr 2016 - 17. Apr 2016 - Den Tod annehmen
Tod und Geburt sind Erfahrungen der Seele auf ihrer Reise zur Befreiung (moksha). Man braucht den Tod nicht fürchten oder verdrängen, sondern verstehen und annehmen. Anhand alter Texte wie der Ka…
Leela Mata,
29. Apr 2016 - 01. May 2016 - Liebe was du tust
Vedanta ist nicht nur die Philosophie der universellen Einheit, sie wird auch oft die Philosophie der vollkommenen Freiheit genannt. Du lernst, wie du Vedanta, also diese Freiheit, in dein täglich…
Swami Tattvarupananda,