Para

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1. Para (Sanskrit: पर para adj., m. und n.) fern, ferner; früher; später, zukünftig; höher; übrig; nachfolgend; fremd, feindlich; erfüllt; Fremder; Feind, Widersacher; das Beste, Höchste, Absolute; endgültige Erlösung; das Jenseits.


2. Para (Sanskrit: परा parā f.) weg, fort, hin; die höchste, transzendente Energie (Shakti) im philosophischen System des Trika; die transzendente Ebene der Sprache (Vach) bzw. des Wortes; eine der vier Stufen des Wortes (Shabda). Parā ist auch ein Sanskrit Präfix und heißt weg, zurück, jenseits, höchst-.


3. Para (Sanskrit पार pāra adj. u. m.) hinüberbringend, übersetzend; das jenseitige Ufer, die jenseitige Grenze; Ufer; die äußerste Grenze, das Letzte, Äußerste, Ende, Endziel; das Überschiffen; Quecksilber (Parada); ein Name verschiedener Männer; (Pl.) eine Klasse von Göttern unter dem neunten Manu.


Sukadev über Para

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Para

Swami Sivananda - Liebe ausstrahlend

Para hat verschiedene Bedeutungen. Es heißt "anderer“, es heißt "fern“, es heißt "auf der anderen Seite“, es heißt "ein anderer“. Es heißt aber auch "jenseits“, es heißt auch "oberhalb“ und es heißt insbesondere "das Höchste“. Und Para gibt es sowohl als Einzelnes, man kann sagen: "Ich will Para erreichen.“

Para gibt es aber auch als Teil von verschiedenen anderen Worten: Parabrahman, Parama, Parama Usaha, Paramahamsa, Paramahamsa Sannyasin, Paramatman, Parashakti, Parashara, Parashurama. Wobei, Parashurama und Parashara sind schon nicht mehr wirklich aus Para zusammengesetzt. Aber jedenfalls siehst du,dassPara im Sanskrit eine Rolle spielt. Es geht eben darum, zum Höchsten zu kommen, es geht darum, jenseits aller Begrenzungen zu kommen. Para daher: jenseits, Höchstes, über diese Welt hinausgehen, jenseits der Begrenzungen dieser Welt.

Sukadev über Para

Niederschrift eines Vortragsvideos (2015) von Sukadev über Para

Para ist ein Sanskrit-Begriff und heißt "über", "oberhalb" und "jenseits". Para wird häufig gebraucht im Kontext mit anderen Sanskrit-Begriffen, zum Beispiel Parabhakti, die höchste Hingabe, oder Para Jnana, Paravidya, das höchste Wissen. Und Para allein wird auch gerne verwandt als Bezeichnung der höchsten Wirklichkeit. Die höchste Wirklichkeit geht über alles hinaus, was man überhaupt beschreiben kann, daher Para – über, jenseits, jenseits von allem. Auch der deutsche Ausdruck, der eigentlich aus dem Lateinischen kommt, Transzendenz heißt ja, es geht jenseits von dem, jenseits von allem Vorstellbaren. Para gibt es auch im Griechischen und griechisch heißt Para ähnlich wie im Sanskrit Para, es ist jenseits von, es geht darüber hinaus.

Verschiedene Schreibweisen für Para

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben, ebenso wie auch modernere indische Sprachen wie Hindi, Bengali, Gujarati, Panjabi, Urdu. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Para (parā) auf Devanagari wird geschrieben "परा ", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen "parā", in der Harvard-Kyoto Umschrift "parA", in der Velthuis Transliteration "paraa", in der modernen Internet Itrans Transkription "parA". Para (pāra) auf Devanagari wird geschrieben " पार ", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen " pāra ", in der Harvard-Kyoto Umschrift " pAra ", in der Velthuis Transkription " paara ", in der modernen Internet Itrans Transkription " pAra ".

Siehe auch

Literatur

  • Swami Sivananda, Die Kraft der Gedanken (2012)
  • Swami Sivananda, Jnana Yoga, Hrsg.: Divine Life Society, 2007
  • Swami Sivananda, Göttliche Erkenntnis (2001)
  • Swami Sivananda, Gedanken zur Kontemplation (1996)
  • Swami Sivananda, Hatha-Yoga. Der sichere Weg zu guter Gesundheit, langem Leben und Erweckung der höheren Kräfte (1964)
  • Swami Sivananda, Sadhana – Ein Lehrbuch mit Techniken zur spirituellen Vollkommenheit
  • Carl Capeller: Sanskrit Wörterbuch, nach den Petersburger Wörterbüchern bearbeitet, Strassburg : Trübner, 1887

Weblinks

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