Zweifel

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Zweifel aus psychologischer und spiritueller Sicht: Zweifel bedeutet Ungewissheit, Unsicherheit. Es gibt verschiedene Arten von Zweifel. Mancher Zweifel ist angebracht. Übermäßiger Zweifel kann lähmen. Ein Zweifel ist Bedenken an der Richtigkeit einer Entscheidung, eines Sachverhaltes, einer Tat, einer Vorgehensweise. Das Wort Zweifel kommt vom althochdeutschen Wort zwifal aus dem 8. Jahrhundert mit der Bedeutung Ungewissheit, Bedenken. Im Wort Zweifel steckt die Zahl zwei und damit die Dualität, die Polarität, das Schwanken.

Gelassenheit ist ein Gegenpol zu Zweifel
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Was ist Zweifel?

Zweifel: Auf Sanskrit samshaya. Gegensatz von Vertrauen. Zweifel ist ein Zustand zwischen Glaube und Unglaube. Er beinhaltet Ungewissheit, Unsicherheit und Misstrauen bezogen auf eine Tatsache, ein Motiv oder eine zu treffende Entscheidung. Wer zweifelt stellt etwas in Frage. Damit wird ein laufender Prozess angehalten, gerät ins Stocken. Der Geist schwankt zwischen zwei gegensätzlichen Standpunkten und ist nicht in der Lage, sich für eine der Alternativen zu entscheiden.

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Swami Sivananda über Zweifel

Der Schüler zweifelt bisweilen, ob es einen Gott gibt oder nicht, ob er der Gottes-Erfahrung teilhaftig werden kann oder nicht, ob er seine Übungen richtig ausführt oder nicht. Mangel an Vertrauen ist ein gefährliches Hindernis auf dem geistigen Pfad. Der Schüler läßt in seinen Bemühungen nach, wenn solche Zweifel aufsteigen. Maya hat eine große Macht und ist voller Geheimnis. Sie führt die Menschen durch Zweifel und Vergeßlichkeit vom Wege ab. Gedanken sind Maya. Sie täuschen den Menschen, indem sie Zweifel säen, so daß er bisweilen seinen geistigen Weg ganz aufgibt. Droht der Zweifel den Schüler zu überwältigen, sollte er sofort Unterstützung bei hochentwickelten Wesen (mahatmas) suchen und einige Zeit bei ihnen bleiben, um den Einfluß ihrer Schwingungen in sich aufzunehmen. Durch Unterhaltung mit ihnen sollte er seine Zweifel klären. Im allgemeinen beginnt der Schüler sadhana in der Erwartung, übernatürliche Kräfte verschiedenster Art in kürzester Zeit zu erlangen. Tritt dies nicht ein, fühlt er sich enttäuscht und hört mit seinen Übungen auf. Größte Schwierigkeit bereitet in den meisten Fällen die Erwartung, die geistigen Kräfte ([[kundal ini]]), die ihren Sitz am unteren Ende der Wirbelsäule haben, würden innerhalb von sechs Monaten erwachen und er würde Hellsichtigkeit, Hellhörigkeit, Gedankenlesen, in der- Luft-Schweben und andere phantastische und sonderbare Gaben erwerben.

Fester Entschluss und Zweifel

Das Bewußtsein umschließt die verschiedensten Arten von Unreinheit. Seine Läuterung dauert eine gewisse Zeit, ebenso wie die Erlangung der Fähigkeit, die Gedanken auf einen bestimmten Punkt zu konzentrieren. Konzentration ist eine Frage der Übung in mehreren Leben, denn sie ist das Schwerste in der Welt. Man darf nicht nach wenigen Übungen, während einiger Monate oder ein bis zwei Jahren enttäuscht sein. Fortschritt stellt sich selbst bei geringer Übung in jedem Fall ein, denn nichts ist umsonst. Das ist ein unabänderliches Gesetz der Natur. Vielleicht wird man sich des kleinen Fortschritts, der aus wenig Übung erwächst, nicht bewußt, da das Bewußtsein nicht subtil und nicht rein genug ist. Man muß Tugenden entwickeln wie Leidenschaftslosigkeit (vairagya), Geduld und höchste Ausdauer und muß einen unerschütterlichen Glauben besitzen an die Existenz Gottes und die Wirksamkeit der geistigen Übungen. Man muß den festen Entschluß fassen: »Ich will zu Gott gelangen, in diesem Leben oder lieber noch in diesem Augenblick. Ich werde es erreichen oder sterben.«

Drei Arten von Zweifel

Es gibt dreierlei Zweifel: »samshaya-bhavana, asambhavana, viparita-bhavana (die falsche Empfindung, daß Selbst und Körper identisch seien und daß die Welt eine feste Wirklichkeit bedeute). Das Vernehmen der Schriften (shravana) wird den Zweifel des samshaya-bhavana auflösen. Meditation (manana) wird das gleiche bei der zweiten Art vollbringen, während die tiefe Meditation (nidhi-dhyasana) und die »unmittelbare Schau« (sakshatkara) zur ))Schau ohne Gestalt« vordringen werden (viparita bhavana).

Zweifel als Hindernis

Zweifel oder Unsicherheit ist ein schweres Hindernis auf dem Weg zur Selbstverwirklichung und hält jeden geistigen Fortschritt auf. Durch Umgang mit Weisen (satsanga), durch Studium religiöser Bücher, durch Unterscheidung und Einsicht kann man den Zweifel zerstören, den großen Feind, der das Bewußtsein in Unruhe versetzt und immer wieder vorrücken wird, um den Schüler von seinem Weg abzubringen.

Überwinde Zweifel

Er muß durch vollkommene Überzeugung, durch unerschütterliches Vertrauen, das auf vernünftiger Einsicht beruht, durch Unterscheidung (vicharana) und Erkenntnis (Unana) getötet werden.

Man sollte sich seiner Zweifel wegen nicht beunruhigen - Zweifel wird es immer geben -, sondern sollte sein Herz läutern und mit aller Kraft, mit Hilfe von Japam und Meditation vorangehen. Werden diese Läuterungsmittel regelmäßig geübt, lösen sich die Zweifel auf geheimnisvolle Weise von selbst auf, denn der große Lehrer und Führer ist im eigenen Herzen. Er wird den Schüler erleuchten und die Zweifel von ihm nehmen.

Spirituelle Zweifel überwinden

Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2016

Wer zweifelt ist mit sich irgendwo uneins

Das Gute am Zweifel

Patanjali erwähnt im Yoga Sutra verschiedene Hindernisse auf dem spirituellen Weg. Und zu den Hindernissen gehört u.a. Zweifel. Und dann ist natürlich die Frage, welche Zweifel gibt es, und welche Zweifel gilt es zu überwinden.

Zunächst einmal muss man sagen, nicht jeder Zweifel ist schlecht. Im Gegenteil, Zweifel hat auch sein Gutes. Und bevor Du Dich ganz einstellst auf etwas, und bevor Du Dich ganz für etwas engagierst, ist es gut, dass Du auch erstmal Zweifel hast. Man sagt auch schon „darum prüfe wer sich ewig bindet“. Und das geht nicht nur für die Partnerschaft, sondern auch auf dem spirituellen Gebiet. Es gibt Scheinheilige, es gibt Menschheitsverführer.

Es ist wichtig, meine ich, einen spirituellen Weg zu gehen. Aber es ist auch wichtig zu gucken, ob der Weg, den Du gehst, ein guter ist. Wenn Du einem bestimmten Menschen, einem Guru, einem bestimmten Lehrer folgen willst, musst Du erstmal schauen, ist das ein authentischer Guru. Ist das jemand, der sich auf Schriften bezieht. Ist das, was er sagt in Übereinstimmung mit den großen spirituellen Schriften der Menschheit, nicht nur einer spirituellen Tradition, von vielen Traditionen. Ist es jemand, der in Harmonie ist, mit anderen spirituellen Lehrern, oder der, der über alle spirituellen Lehrer schimpft, außer sich selbst. Dann ist meistens irgendetwas nicht so gut. Also, Spiritualität heißt auch Mitgefühl für andere.

Dieser Art von Zweifel ist wichtig – auch die Überlegung: Lebt der Mensch das, was er predigt? Je höher der Anspruch ist, desto genauer müsste man hinschauen. Natürlich, wenn jemand demütig sagt, und sagt, ich habe noch einige Fehler, ich bin noch nicht vollkommen. Wenn es dann anschließend heraus kommt, er hat tatsächlich noch Fehler, dann ist das ja okay. Er hat es ja auch zugegeben. Bemiss den Menschen mit dem Maß des Anspruchs, den die Menschen an sich selbst auch stellen. Jemand der behauptet, er sie Gottverwirklicht, an dem muss man höchste Anforderungen stellen. Also, das ist der eine Aspekt. Ein Aspekt also, Zweifel haben Guru selbst.

Zweiter Zweifel ist natürlich auch – und das ist ein guter Zweifel - ein Zweifel: Verstehe ich das richtig, was er sagt. Ist das, was er sagt, etwas, was auf mich zutrifft? Nicht alles, was Meister sagen, ist für jeden gedacht. Manchmal sagen Meister, was für einen Schüler ist. Und Meister sagen manchmal auch Sachen, die eher aus ihrem beschränkten Wissen stammen.

Z.B. Swami Sivananda, dem Meister zudem ich ganz große Verehrung habe, und von dem ich mich geführt fühle, war ein Arzt. Wenn er über medizinische Dinge geschrieben hatte, dann hat er eben geschrieben aus dem medizinischen Wissen Anfang des 20ten Jahrhunderts. Zwischen 1900 und 1910 hat er studiert, er war ein Arzt in Malaysia und so war sein Wissen hervorragendes medizinisches Wissen zu Anfang des 20ten Jahrhunderts. Manches, was er medizinisch gesagt hat, ist heute überholt.

Genauso auch: Swami Sivananda spricht manchmal auch über gesellschaftliche Fragen. Zu seiner Zeit war er dort sehr progressiv. Er hatte sehr liberale Ansichten und sehr progressive Ansichten. Er war sehr stark gegen Kastentrennung. Er war sehr dafür, dass Männer und Frauen Yoga üben. Er war sehr dafür, dass alle Menschen eine Bildung haben. Es gibt aber auch manche Aussagen, von dem man heute sagen würde, es gibt heute gute Gründe, es anders zu sehen. In diesem Sinne muss man auch manchmal gute, gesunde Zweifel haben. Ist das, was der betreffende Meister sagt, etwas was wirklich aus seiner spirituellen Erfahrung stammt, oder ist es etwas, was aus dem konkreten Kontext stammt, in dem er hinein geboren wurde. Dieser Art von Zweifel ist eben auch ein guter Zweifel.

Zweifel bezüglichem einem selbst

Nicht im Zweifel stecken bleiben. Suche Rat bei Meistern oder in heiligen Schriften

Es gibt auch einen guten Zweifel in Bezug auf Dich selbst. Du kannst überlegen, sind die Praktiken, die ich mache gut? Mache ich ausreichend Praktiken, mache ich zu viele Praktiken? Wie gehe ich mit mir selbst um? Wie gehe ich mit anderen um? Ist das gut und richtig? Das also sind also gute Zweifel.

Eigentlich ist ja Thema des Vortrages „spirituelle Zweifel überwinden“. Jetzt habe ich Dir mehr gesagt, warum ist es gut, spirituelle Zweifel zu haben. Aber das will ich vorweg schicken. Natürlich, der zweite Schritt wäre, nachdem Du erstmal die Grundzweifel zugelassen hast, und mit diesen Grundzweifel auch immer wieder umgehst, gilt es auch, spirituelle Zweifel zu überwinden.

Die verschiedenen Arten von Zweifel

Es gibt verschiedene Zweifel, die Aspiranten haben können. Der Zweifel, gibt es überhaupt Gott, eine höhere Wirklichkeit? Zweiter Zweifel: Ist diese Wirklichkeit von Relevanz und erfahrbar? Dritte Art von Zweifel: Kann ich sie überhaupt erfahren? Vierter Art von Zweifel: Der Weg, den ich gewählt habe, ist das ein guter Weg? Der Meister, der mich lehrt, ist das der richtige Meister? Und fünfter Zweifel: Gehe ich den Weg gut? Das sind manchmal gute Zweifel, aber man sollte sich auch nicht in Zweifeln aufhalten.

Es ist gut einmal tief nachzudenken, gibt es die höhere Wirklichkeit? Und dann kannst Du sagen, ja, es gibt sie. Warum gibt es sie? Vielleicht hast Du sie einmal erfahren in der Meditation. Vielleicht hast Du Bücher gelesen, in denen die Menschen darüber gesprochen haben, dass sie die höhere Wirklichkeit erfahren haben. Lesen von Biografien über selbstverwirklichte Heilige, dann zu lesen, wieviel Liebe sie ausstrahlen, wieviel Gutes sie bewirkt haben, wie sie das Leben von vielen Menschen beeinflusst haben: Das hilft Dir sehr viel, spirituelle Zweifel zu überwinden. Deshalb, ein Weg spirituelle Zweifel zu überwinden ist, spirituelle Bücher zu lesen, heiligen Geschichten zu lesen. Dann kannst Du Dir sagen, ja, die höchste Wirklichkeit gibt es.

Ist die höchste Wirklichkeit zu erfahren, ist ja die zweite Frage. Und auch diese zweite Frage kannst Du positiv beantworten. Du kannst sagen, ja es gibt sie, sie ist von Relevanz, Menschen habe sie erfahren. Und die, die sie erfahren haben, haben die höchste Wirklichkeit. Wer Gott erfahren hat, dessen Leben ist ein wunderbares geworden.

Kann ich es erfahren – die dritte Art von Zweifel. Auch hier sind die Schriften eindeutig, und die Aussagen von Meister eindeutig. Ja, Du kannst es erfahren. So wie Jesus gesagt hat, sei vollkommen, wie Euer Vater im Himmel vollkommen ist. Seid vollkommen. Ist der Jünger vollkommen, ist er wie ein Meister.

Die Vedanta Schriften sagen, tat tvam asi, das bist Du. Erfahre das. Alle großen Meister, aller großen Traditionen, die die Selbstverwirklichung erreicht haben, haben immer gesagt, ich bin eben nichts Außergewöhnliches. Ich bin der Gleiche, so wie Du auch. Ich bin nichts anderes als Du. Du kannst es auch verwirklichen. Was ich verwirklicht habe, kannst Du auch verwirklichen.

Der nächste Zweifel: Der Weg, den ich gewählt habe, den Meister, den ich gewählt habe, ist das der richtige? Da kannst Du Dir auch nochmal bewusst machen, Du kannst auch sagen, ich habe ihn ja nicht wirklich gewählt. Ich bin ausgewählt worden. Ich habe den Weg überprüft. Ist es ein ethischer Weg, ist es ein guter Weg? Es gibt Schriften, der Meister / die Meisterin hat vieles Gutes bewirkt und getan. Es scheint ein authentischer Weg zu sein. Menschen der Traditionen wachsen. Und Du kannst auch sagen, ich muss mich ja jetzt nicht für den Rest meines Lebens verpflichten. Aber für das nächste Jahr, die nächsten zwei Jahre, werde ich diesen Weg gehen.

Gehe ich den Weg richtig? Das ist in der Tat öfters mal eine Frage. Im Zweifelsfall kannst Du jemanden fragen, der etwas mehr weißt als Du, der schon länger auf dem Weg ist, jemand aus der gleichen Tradition.

Du kannst auch zurück schauen: Wie hast Du Dich in den letzten zwölf Monaten entwickelt? Oft, wenn Du Dir die letzten vier Wochen anschaust, sieht es wie Stagnation aus. Wenn Du aber die letzten zwölf Monate zurück schaust, dann wirst Du feststellen, ja, es hat sich einiges getan. Wenn Du siehst, es hat sich in den letzten zwölf Monaten einiges getan, dann kannst Du davon ausgehen, gut, dann wird es sich auch in den letzten Wochen etwas getan.

Und eventuell kannst Du ja auch sagen, ich könnte mich ja auch etwas mehr bemühen. Und ich will mich etwas mehr bemühen und Folgendes will ich noch machen. Dann schreibe es auf und setzte es um. Ein gewisser Zweifel ist gut, aber verzehre Dich nicht in Zweifel. Und Du musst nicht jedem Angebot Deines Geistes wieder Zweifel nachzugehen, zu folgen. Manchmal kannst Du auch einfach sagen: „Danke lieber Geist, dass Du mir diese Zweifel gibst. Und ich gehe den Weg mit Freude, mit Gelassenheit und Vertrauen und Hingabe weiter.“

Das waren ein paar Gedanken zum Thema „Zweifel“. Mehr Informationen zu Zweifel und den Umgang mit spirituellen Zweifeln auch auf unseren Internetseiten sowie auch in meinem Buch „Der Yogaweg des Patanjali von Menschen von heute“. Alles zu finden auf www.yogy-vidya.de.

Umgang mit Zweifel anderer

Sukadev Bretz in einem Kurzvortrag 2015 Vielleicht ist in deiner Umgebung jemand, der ständig zweifelt. Vielleicht zweifelt er an dir oder an sich selbst. Vielleicht zweifelt er oder sie am spirituellen Weg. Wie gehst du damit um? Was könntest du raten?

Grundsätzlich könnte man sagen, dass es satttwige, rajassige und tamassige Zweifel gibt. Und alle Zweifel haben ihren Sinn. Alles, was Sattwa ist, ist letztlich gut, ethisch und hilfreich.

Es gibt den rajassigen Zweifel, wo es mehr aus dem Ego heraus ist. Und es gibt den tamassigen Zweifel, der in Leid mündet, der unethisch ist, behindernd ist oder den Menschen in die Depression stürzt. Es gibt auch tamassige Zweifel, was schwere Selbstzweifel sind, die so weit gehen, dass der Mensch sich nichts zutraut, sich nichts traut und vielleicht sogar nichts tut. Im schwersten Fall von größten Selbstzweifeln ist vielleicht angemessen, dass jemand eine Therapie macht. Oder auch einfach Yoga und Meditation übt.

Wer Yoga und Meditation übt, der bekommt mehr Energie. Er öffnet seine höheren Chakras. Wenn jemand die höheren Chakras öffnet, wenn jemand Energie, wenn jemand Freude spürt, dann sind diese intensiven Selbstzweifel wie weggeblasen. Gerade im Kundalini Yoga sagt man, dass Selbstzweifel mit niedrigem Energiewerten zusammenhängen. Ein paar Yogastunden, etwas Pranayama können dazu helfen, dass der Energiezustand ein höherer wird und dann verschwinden die Selbstzweifel oder die allgemeinen Zweifel an allem. Dann gibt es den rajassisgen Zweifel. Menschen verkünden immer wieder alle möglichen Zweifel, weil sie z.B. selbst der Chef sein wollen. Diejenigen, die etwas zu sagen haben, wollen ihre eigenen Anliegen durchsetzen. Da ist ein gewisses Ego dabei. Sie zweifeln an Anderen, weil sie sich selbst für besser halten.

Mit diesen Zweifeln kannst du logisch und rational umgehen oder du kannst sie einfach stehenlassen. Du musst nicht auf sie eingehen. Wenn jemand sagt: "Ich glaube das Andere ist besser." Dann kannst du sagen: "Ja, ich habe das ja vorher schon dargelegt. Sie können gerne die Unterlagen nochmals anschauen." Also gerade mit diesen rajassigen Zweifeln, die gerade im beruflichen Kontext oft kommen wenn Menschen im Wettbewerb miteinander stehen, da muss man schauen, wie man damit umgeht. Da gilt das, was man oft in der Ratgeberliteratur für beruflichen Fortschritt oder berufliches Vorankommen finden kann.

Dann gibt es den sattwigen Zweifel, d.h. wohlwollenden Zweifel. Und es ist gut, dass man öfters auch an sich selbst zweifelt. Es ist gut, dass man seinen spirituellen Weg öfters mal hinterfragt. Es ist gut, dass man seine Entscheidungen hinterfragt und es ist auch manchmal gut, dass man die Vorgehensweise Anderer hinterfragt insbesondere auch der spirituellen Gemeinschaft in der man ist, oder in dem Verein oder der Familie in der man ist. Zweifel sind auch sehr hilfreich und wichtig.

Gerade Zweifel, die man bekommt, wenn man überlegt, ob das überhaupt richtig ist. Es ist wichtig, dass man mit Zweifeln Anderer, wo man das Gefühl hat, die sind wohlwollend und die sind geäußert worden aus tiefer Hingabe oder tiefer Liebe oder dem tiefen Wunsch zu helfen, diese Zweifel sollte man sehr wohl berücksichtigen und zum Anlass nehmen zu überlegen, ob die Vorgehensweise tatsächlich richtig ist.

Zweifel in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Zweifel gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Zweifel - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Zweifel sind zum Beispiel Unglaube, Zweifel, Eifersucht, Mutmaßung, Vermutung, Neid, Hemmung, Einschränkung, Scheu, Schwarzseherei, Sorge, Besorgnis, Bedenken, Skepsis, Einwand, Unglaube, Verdacht, Vermutung, Einwand, Sorge, Besorgnis .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Zweifel - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Zweifel sind zum Beispiel Vertrauen, Trauen, Optimismus, Hoffnung, Gewissheit, Sicherheit, Sich verlassen auf, Überzeugung, Stützen auf, Zählen auf, Abkaufen, Rechnen mit, Erwarten, Voraussetzung, Erwartung, Bedingung, Erfordernis, Verlangen, Unterstellung, Ausgehen von, Vermutung . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Zweifel, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Zweifel, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Zweifel stehen:

Eigenschaftsgruppe

Zweifel kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

  • Schattenseiten-Kategorie Unruhe

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Zweifel sind zum Beispiel das Adjektiv zweifelnd, das Verb zweifeln, sowie das Substantiv Zweifler.

Wer Zweifel hat, der ist zweifelnd beziehungsweise ein Zweifler.

Siehe auch

Meditiere, Meditiere, Meditiere

Literatur

Weblinks

Seminare

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