Hingabe

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Hingabe ist die Fähigkeit sich hinzugeben. Hingabe bedeutet eine starke innere Beteiligung, die aber über Verstand und Vernunft hinausgeht und diese übersteigt. Im Yoga Kontext spricht man von Hingabe insbesondere in Bezug auf Hingabe an Gott.

So wie sich die Natur den Jahreszeiten hingibt, ...

Bhakti Yoga wird als der Yoga der Hingabe bezeichnet. Im Bhakti Yoga gibt man sich selbst, alle Handlungen, all sein Herz, all seinen Besitz, Gott hin. Hingabe bedeutet auch Gottesverehrung, Gottesliebe. Man kann auch Hingabe zu seinem Meister empfinden.

In der Umgangssprache kann man auch Hingabe an eine Sache, ein Interesse, ein Anliegen haben. Z.B. kann man große Hingabe für den Umweltschutz haben. In der Zweierbeziehung gilt die Fähigkeit zur Hingabe an den Partner als sehr wichtig für die Liebe und die Sexualität. Hier ist Hingabe die Fähigkeit loszulassen, den Verstand auszuschalten, ganz im Hier und Jetzt zu sein und sich an die Liebe und den Partner hinzugeben.

..., so wie sich die Sonne dem Mond hingibt, ...

Hingabe als hilfreiche Tugend

Auszug aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya, Yogalehrer, Meditationslehrer, spiritueller Lehrer, Seminar- und Ausbildungsleiter, Autor mehrerer Bücher. Sukadev Volker Bretz lernte 12 Jahre bei Swami Vishnu-devananda.

Hingabe hat verschiedene Aspekte. Ich bin Yogalehrer, Meditationslehrer, spiritueller Lehrer, im Yoga-Kontext sprechen wir meistens über Hingabe, als Hingabe an Gott, eine Übersetzung von Bhakti und vom Englischen devotion. Hingabe hat aber noch zwei weitere Aspekte. Man kann Hingabe haben an einen Menschen und man kann Hingabe haben an eine Aufgabe, an eine Sache.

Ich möchte über alle drei ein paar Gedanken sagen. Erstens, Hingabe an Gott. Hingabe an Gott beruht auf Gottvertrauen, Gottliebe und dann der tiefe Wunsch: "Nicht mein Wille geschehe, dein Wille geschehe. Oh Gott, sende mir dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten. Zeige mir, was du von mir willst. Ich werde jede Aufgabe von dir annehmen und ich werde all das tun, was nötig ist. Ich werde nichts zurückhalten, ich werde mich ganz hingeben."

Das ist der eine Aspekt der Hingabe und dieser Aspekt der Hingabe ist ein besonders wichtiger. Als zweites kannst du Hingabe haben an einen Menschen. Du kannst Hingabe haben an deinen spirituellen Lehrer und Hingabe haben z.B. an deinen Partner. Hingabe an den spirituellen Lehrer ist eigentlich ähnlich wie Hingabe an Gott.

Du gehst davon aus, dein spiritueller Lehrer hat eine höhere Verwirklichung und du willst von ihm lernen, du willst, dass er dir seine Energie schenkt, du willst eine Verbindung herstellen und so kann, wenn du Hingabe übst, diese spirituelle Kraft in dich hineindringen, durch dich hineindringen, dich ganz erfüllen.

Bei Yoga Vidya betonen wir diese Hingabe an den spirituellen Lehrer mehr im Kontext an Swami Sivananda, der 1963 seinen Körper verlassen hat. Und da gibt es auch eine gewisse Weisheit, man weiß nie, was die Lebenden tatsächlich alles machen. Es gab gerade in letzter Zeit so einige Skandalgeschichten über indische Gurus und westliche Gurus.

Die alten Schriften würden sagen, wenn du Hingabe hast an einen Lehrer, dann wirst du, wenn du in dem Lehrer Gott siehst, Gottes Gnade erfahren, selbst wenn der Lehrer nicht so vollkommen ist. Und so kannst du durchaus kritisch sein gegenüber dem Verhalten des Lehrers und gegenüber ethischen Verfehlungen des Lehrers, die es geben kann, und trotzdem Hingabe haben an das Tiefere, was den Lehrer ausmacht.

Guru Bhakti, die Hingabe an den Lehrer, ist auch ein großes Thema und da kannst du auch auf unseren Internetseiten vieles darüber lesen. Hingabe kannst du aber auch haben an einen anderen Menschen. Und gerade in einer Partnerschaft, wenn du Hingabe hast, an deinen Partner, in bestimmten Momenten, dann kann das eine sehr tiefe Liebe sein, das kann ein großes Glücksgefühl und eine große Harmonie auslösen. Hingabe an den Partner, im Moment, wo man zusammen ist, ganz mit dem Partner zusammen zu sein, sich wirklich ganz verbunden zu fühlen, das ist etwas sehr Schönes, eine der schönsten menschlichen Fähigkeiten, die man haben kann.

Der dritte Aspekt der Hingabe, ist die Hingabe an eine Sache, an eine Aufgabe, wo du all dein Herz hinein gibst, etwas zu erreichen und zu tun. Du gibst dich ganz hin, das heißt, du weißt: "Das ist meine Aufgabe, das gilt es, zu tun. "Es fällt natürlich am leichtesten, wenn du irgendwo spürst, da ist ein Sinn dahinter, wenn du irgendwo von innen heraus ein Gefühl hast, wenn du irgendwo von innen heraus spürst: "Ja, das will ich, das soll ich, das ist meine Aufgabe." Wenn du dieses Gefühl hast, dann fällt es dir leichter, eine solche Hingabe zu haben. Oder wenn du wie eine Art Berufungserlebnis hattest, wo du gefühlt hast, "das muss ich tun“. Und dann hast du eine Hingabe an die Sache. Aber selbst wenn du diese großen Berufungserlebnisse nicht hast, du kannst dir auch bewusst vornehmen:

"Ja, das ist eine Sache, die ist wichtig, die will ich ausführen und die will ich tun mit Pflichtbewusstsein, ich will sie tun mit Disziplin, aber es braucht auch Gefühl. Ich will sie machen mit Hingabe, ich will mein Herz hineingeben, meinen Verstand hineingeben, meinen Körper hineingeben, mein Handeln hineingeben. Und ich mache es mit solcher Hingabe, dass ich mich auch nicht beirren lasse, wenn es mal schwierig wird, ich mache es mit Hingabe, auch wenn es anstrengend wird, ich bin auch bereit, durch Durststrecken hindurchzugehen."

Aber in dieser Hingabe, an eine Sache ist auch große Freude. Wenn du es tust und dich dabei hingibst, dann kommt das, was der Csíkszentmihályi genannt hat, das Flow-Erlebnis, du fließt, du bist einfach dabei. Zu viele Menschen machen zu viele Dinge gleichzeitig und sie haben keine Hingabe an eine Sache und deshalb kann die Energie nicht so gut fließen.

Und zu viele Menschen denken zu oft: "Ist es das Richtige? Sollte ich nicht was anderes tun? Werde ich richtig behandelt? Ist das alles gut?" Auch dadurch verhindern sie das Glücksgefühl. Du kannst überlegen, gibt es eine Sache, die für dich so wichtig ist, dass du dort wirklich Hingabe an diese Sache und Angelegenheit üben willst.

Und vielleicht hast du schon etwas, vielleicht bist du momentan halbherzig dabei. Dann mache es mit vollem Herzen und übe es mit Hingabe. Vielleicht noch etwas, was man natürlich auch beachten kann. Nicht immer hat jeder Mensch zu jedem Zeitpunkt etwas, wo er sich hingeben will, wo er Hingabe üben will. Es gibt auch Momente der Unentschlossenheit, es gibt Momente, wo man vor einer Entscheidung steht, es gibt Momente, wo man große Bewusstheit üben kann, weil man zwischen mehreren steht. Auch diese Phasen sollte man leben und erleben und mittelfristig etwas finden, wo man Hingabe üben kann.

Das waren ein paar Gedanken zu Hingabe. Du kannst selbst überlegen, was das für dich bedeutet und vielleicht hast du etwas, wo du Hingabe üben kannst, mindestens etwas mehr Hingabe üben kannst. Vielleicht kannst du deine Partnerschaft vertiefen, indem du öfters dich ganz dem Partner hingibst. Vielleicht, und das geht in jedem Fall, in jeder Situation, kannst du deine Hingabe zu Gott vertiefen, mit dem einfachen Gebet:

"Oh Gott, sende mir dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten. Oh Gott, nicht mein Wille geschehe, dein Wille geschehe. Und was auch immer ich tue, ich will es dir darbringen. Was auch immer ich tue mit meinen Fähigkeiten, mit meinem Herzen, mit meinem Verstand. Ob es jetzt gut gelingt oder nicht gelingt, ich will es dir alles darbringen. Dein Wille geschehe, wirke du durch mich.“

Hingabe als Fähigkeit, etwas im Hier und Jetzt mit voller Aufmerksam zu tun

Hingabe ist eine Art Technik, an eine Aufgabe heranzugehen. Es geht dabei darum, etwas ganz im Hier und Jetzt zu tun - ohne, dass die Gedanken dabei abschweifen, wie das ja oft der Fall ist. Mit Hingabe ist man mit allen Körpern und Energien auf einen Punkt fokussiert. Dabei ist es ganz egal, was man gerade tut. Hingabe kann bei der Küchenarbeit genauso angewandt werden wie beim Kirtan-Singen oder bei einem meditativen Spaziergang. Wer sich in Hingabe übt, wird bemerken, dass viele quälende Gedanken bei ungeliebten Tätigkeiten ausbleiben - Gedanken wie: "Wann bin ich endlich damit fertig, wie belohne oder entschädige ich mich danach dafür?" Es ist also eine Anwendung, die jeder im täglichen Leben sehr nutzbringend einsetzen kann. In der yogischen Tradition spricht man von einem ruhigen Geist. Der Praktizierende wird merken, dass ein gewisser quälender Zeitfaktor wegfällt, da man nur im Jetzt agiert und nicht in der Zukunft oder in der Vergangenheit. Dies wiederum geht mit einem Gefühl tiefer Zufriedenheit einher, welches man auch als "liebevoll" bezeichnen kann. Eventuell kann man auch die Verbundenheit mit Allem spüren. Die Buddhisten nennen das Jederzeit-im-Hier-und-Jetzt-Sein ZEN.

Swami Sivananda über Hingabe

Auszug aus dem Buch "Die Botschaft"

Hingabe (Andacht) ist ein ständiges Denken, eine ständige Hingabe, an Gott als einzigem Gedanken, einzigem Ideal; dieses Denken bewegt sich zu Gott hin, so wie ein ununterbrochener Strom Öl aus einem Gefäß in ein anderes fließt. Hingabe (Andacht) ist als eine sehr wirksame Methode zur Erlangung der Selbstverwirklichung anzusehen. Entwickle daher Hingabe (Andacht) durch Japa, Gebet, Kirtan, durch das Studium der heiligen Schriften und durch Dienst an den Frommen. Bhakti oder hingebender (andächtiger) Dienst unterdrückt alle niederen Leidenschaften und Impulse und beseitigt alle Hindernisse. Hingabe an Gott trägt mehr als alles andere zur Befreiung bei. Pflege daher die Hingabe.

Wenn sich durch ein besonderes Glück die Geburt und Wiedergeburt eines Menschen auf dem Erdenplan dem Ende nähert, findet er einen Heiligen, dessen weihevolle Anwesenheit ihn anfeuert, sich Gott hinzugeben. Bereite dein Herz wie einen Acker. Streue die Saat der Hingabe in dein Herz wie in einen Acker. Bewässere sie mit Lobpreisungen der Namen Gottes, und du wirst eine gute Ernte an ewigen Früchten erzielen.

Hingabe kann durch die Verfeinerung deiner instinktiven Anlagen und Wünsche gepflegt werden. Göttliche Umwandlung der Gefühle und Empfindungen sollte durch Japa, Kirtan, Aradhana (Verehrung) und Meditation erreicht werden. Es gibt keine Erkenntnis ohne Hingabe. Hingabe ist die Blüte und Erkenntnis, die Frucht, Jnana ist ein Aufblühen von Hingabe. Ohne Erkenntnis kann es keinen Glauben geben. Ohne Glauben gibt es keine Hingabe an Gott. Ohne Anhänglichkeit an Gott kann Bhakti nicht bestehen."

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Kriya Yoga: Selbststudium, Enthusiasmus, Hingabe

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Bhakti Yoga Meditation: Die göttliche Gegenwart erfahren

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Wie entwickelt man Hingabe? Die 9 Formen von Bhakti – Spirituelle Entwicklung

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Artikel aus dem Buch "How to cultivate virtues and eradicate vices" von Swami Sivananda

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Das englische Wort für Hingabe lautet "Application", es leitet sich vom Wortstamm "applicatio", Bindung, ab und bedeutet "Verbindung zu". Es stammt von "applicatu", verbinden, anheften. Es ist die Kunst, den Geist zu binden. Es ist Stärke der Gedanken in Hingabe. Es ist eingehende Beobachtung. Hingabe ist Sorgfalt. Hingabe ist genaue Überlegung und Achtsamkeit. Gewissenhafter Eifer ist Hingabe. Hingabe ist das Überprüfen oder das Verwirklichen eines globalen Gesetzes zu allen Angelegenheiten oder zu bestimmten Anlässen. Es ist auch die Eigenschaft des Seins, und daher wird es benutzt als das yogische Yama-Niyama im täglichen Leben. Hingabe ist das Fixieren der Aufmerksamkeit genau auf das, womit man sich gerade beschäftigt. Stetige Hingabe anzuwenden ist ein gesundes Training für jeden Menschen.

Ein Mensch der ausgestattet ist mit der Tugend der Hingabe wird in all seinen Handlungen erfolgreich sein. Wohlstand ist sein Begleiter. Ein Mensch mit Hingabe steht früh auf und geht zur rechten Zeit zu Bett. Er verschwendet keine Sekunde. Er ist immer aufmerksam, umsichtig und gewissenhaft. Er ist immer aktiv. Er lässt keine Gelegenheit ungenutzt vorbeigehen. Er gleicht einem Chirurg im Operationssaal. Er ist wie der Kapitän eines Schiffes. Er ist gesund. Sein Geist ist hell und froh. Seine Gedanken sind klar. Seine Wohnung ist ordentlich. Er ist systematisch in seiner Arbeit. Er hat Entschlusskraft und Bestimmtheit. Weder bereut noch bedauert er. Er ist wohlhabend. Er ist frei von Not. Er steigt zu Vormacht und zu Ansehen auf. Er erlangt Ruhm, er wird geehrt und respektiert. Was immer du zu tun beschließt, tu es jetzt, erledige es sofort. Zögere keine Sekunde. Schiebe nichts bis zum Abend auf, was du bereits am Morgen ausführen kannst.

Dieser Augenblick gehört dir. Die nächste Sekunde ist im Mutterleib der Zukunft. Du weißt nicht, zu was sie führt. Sei nicht zu sehr von der Zukunft abhängig. Bedauere nicht die Vergangenheit. Lebe dein Leben beständig in der Gegenwart. Handle, handle, handle jetzt. Bemühe, bemühe, bemühe dich jetzt. Betätige, betätige, betätige dich jetzt. Setze deine ganze Lebenskraft, Stärke und Energie ein. Du wirst zwangsläufig erfolgreich sein. Du wirst leicht alle Versuchungen und Hindernisse überwinden. Ein Mensch mit ernsthafter Hingabe kennt keine Erfolglosigkeit. Ohne ernsthafte Hingabe kannst du nicht in tiefe Meditation und Samadhi gelangen.

Faulheit, Trägheit, Untätigkeit, Achtlosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Aufschub sind die Gegensätze zu Hingabe.O Ram! Fördere Hingabe und du erhältst Erfolg, Reichtum, Frieden und Wohlstand und Befreiung (Kaivalya) jetzt und hier.

Divine Life Society Sivananda Ashram

Bhakti Yogastunde: Yoga als Hingabe an Gott

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..., so wie sich die Welle dem Ozean hingibt, ..., so sollten wir uns auch Gott hingeben.

Vortrag über Bhakti – die Hingabe zu Gott

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Hingabe aus buddhistischer Sicht

Artikel von Tri Ratna Dharmadhatu nach Unterweisungen seines Lehrers Mönch Garchen Rinpoche.

Nachteile und Vorteile der Hingabe

Wenn wir keine Hingabe besitzen, leiden wir unter Armut und werden meist in den niederen Existenzbereichen geboren. Falls wir in ähnlichen Umständen geboren werden, werden wir arm, bedürftig und hilflos sein.

Die niederen Existenzen sagen: Wir sind von Geiz besessen und verschenken nichts, so sind wir in eine niedere Welt geboren. Wenn wir nicht hingebungsvoll sind, bleiben wir ohne Besitz und sind unfähig, die Wesen zu führen, ganz zu schweigen vom Erlangen der höchsten Erkenntnis. Wenn wir Hingebungsvoll sind, werden wir in allen Leben Reichtum und Glück erlangen. Wenn wir hingebungsvoll nach der höchsten Erkenntnis streben unterbinden wir eine Geburt in den niederen Existenzen, verhindern Armut, emotionale und intellektuelle Schleier. Wenn wir Hingabe praktizieren, erlangen wir grenzenlosen Wohlstand. Es gibt keinen besseren Helfer gegen zukünftige Armut als in rechter Weise gespendete Gaben.

Kundalini Yoga: Weisheit, Beherrschung, Hingabe und Nächstenliebe

Yogis, Bodhisattvas, Meister lehren als Erstes die Hingabe, da sie wissen, dass sich alle Wesen wünschen, wirklich glücklich zu sein, und dass es kein Lebewesen gibt, das ohne Wohlstand glücklich ist, und sie wissen, dass Wohlstand aus Hingabe entsteht. Ferner sind großzügige Menschen in der Lage, anderen zu helfen, denn angezogen von Hingabe, werden sie zur Lehre der Befreiung geführt. Hingabe führt in Leid gefangene Wesen zur völligen Befreiung. Zudem ist es für großzügige Menschen einfach, die unübertroffene höchste Erkenntnis zu verwirklichen. Für hingebungsvolle Menschen ist die höchste Erkenntnis nicht schwer zu erlangen. Die Hingabe ist der Erleuchtung sehr nahe.

  • Was wir hergeben, ist unser, was wir zu Hause behalten, ist nicht unser.
  • Was wir hergeben, hat Werte, was wir zu Hause behalten, ist wertlos.
  • Was wir hergeben, brauchen wir nicht zu schützen, was wir zu Hause behalten, müssen wir schützen.
  • Was wir hergeben, macht keine Sorgen, was wir zu Hause behalten, macht Sorgen.
  • Was wir hergeben, führt auf direktem Weg zur höchsten Erkenntnis, was wir zu Hause behalten, führt als nächstes zu schädlichen Handlungen.
  • Was wir hergeben, bringt großen Wohlstand, was wir zu Hause behalten, bringt keinen Wohlstand.
  • Was wir hergeben, wird zu einem unerschöpflichen Schatz, was wir zu Hause behalten, wird sich erschöpfen.

Die Essenz von Hingabe

Die Essenz von Hingabe ist eine verhaftungslose Geisteshaltung, die Besitz völlig aufgibt. Was ist nun die Essenz von Hingabe? Es ist eine nicht anhaftende, spontan entstehende Geisteshaltung, die zu großzügigem Handeln, dem völligen Hergeben von Besitz, führt. Wir unterscheiden drei Formen der Hingabe: die Gabe materieller Dinge, die Gabe der Furchtlosigkeit und die Gabe der Lehre zur höchsten Erkenntnis. Die Hingabe materieller Dinge bringt Sicherheit für die körperliche Existenz anderer, die Hngabe der Furchtlosigkeit - das bedeutet der Schutz vor Gefahr - bringt Sicherheit für das Leben anderer und die Hingabe der Lehre der höchsten Erkenntnis bringt Sicherheit für den Geist anderer. Die ersten bewirken das Glück der anderen in diesem Leben, und die Hingabe der Lehre zu höchsten Erkenntnis bewirkt ihr Glück in kommenden Leben.

Bhakti Yoga – Yoga der Hingabe und Liebe

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Bhakti- Entwicklung von Hingabe

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Unreine Hingabe

Bei der Hingabe materieller Dinge sollten wir unterscheiden zwischen unreiner Hingabe, die wir nicht praktizieren sollten, und reiner Hingabe, worin wir uns üben sollten. Materielle Hingabe kann in Hinblick auf vier Aspekte unrein sein: die Absicht, die Gabe, der Empfänger und die Art zu geben. Die unreine Absicht ist eine verkehrte und niedere Absicht. Hingabe mit verkehrter Absicht beinhaltet: Geben, um anderen zu schaden, Geben, um in diesem Leben Ruhm zu erlangen und Geben aus Rivalität. Diese drei Arten der Hingabe sollten wir lieber unterlassen.

  • Wir machen keine Gaben, damit andere getötet, gefesselt, bestraft, ins Gefängnis geworfen oder vertrieben werden.
  • Wir machen keine Gaben, um berühmt und gelobt zu werden.
  • Wir machen keine Gaben, um andere zu übertreffen.

Großzügigkeit mit niederer Absicht ist: Geben aus Angst vor Armut in kommenden Leben sowie das Geben aus dem Wunsch heraus, nach der Geburt, als Mensch oder in den Götterbereichen Wohlergehen zu erlangen. Auch das sind keine Beweggründe für uns:

Bhakti Yoga, der Yoga der Gottesverehrung

  • Wir schenken nicht aus Angst vor Armut und Not.
  • Wir machen keine Gaben, um Unterstützung von den Tieren, Menschen, Göttern und Ishvara zu gewinnen.
  • Wir geben weder Gift, Feuer, Waffen noch ähnliche Dinge, wenn sie dem Empfänger schaden könnten oder dieser anderen damit Schaden zufügen würde.

Wem Gift nutzt, dem kann sogar Gift gegeben werden, aber wem reichhaltige Nahrung schadet dem sollte keine gegeben werden. Wir sollten etwas Unangenehmes tun, wenn es andern nutzt - genauso, wie es ratsam sein kann, eine Wunde zu nähen, wenn sie blutet. Auch sollten wir keine Fallen geben, Netze und andere Jagdgegenstände. Kurz wir geben nichts, was schadet und Leid verursacht, selbst wenn wir darum gebeten werden. Wir verschenken weder Mutter noch Vater und verpfänden diese auch nicht. Wir verschenken nicht unsere Kinder, unsere Frauen oder andere Angehörige, ohne deren Wunsch und freudige Einwilligung. Wenn wir reich sind, geben wir nicht wenig, aber verschenken nichts, was Gemeinschaftseigentum ist. Bettlern sollten wir geben, ohne sie zu beschimpfen, zu bedrohen oder zu demütigen.

Wir sollten niemandem geben, der eine unreine Absicht verfolgt. Auch jenen nicht, die nicht Herr ihres Geistes sind, weil sie von negativen Einflüssen besessen sind, und solchen die verrückt, geistig gestört verwirrt sind, sollten wir unseren Körper nicht hergeben, denn sie brauchen ihn nicht wirklich. Wir können uns auf ihre Worte nicht verlassen, denn sie sagen und tun, was ihnen gerade in den Sinn kommt. Auch sollten wir solchen, die bereits völlig gesättigt sind, nichts weiter zu essen geben oder zu trinken anbieten. Geben, ohne Freude dabei zu empfinden, ist unrein. Es ist auch unrein mit Ärger oder mit aufgewühltem Geist zu geben.

Hingabe an die eigene Pflicht befreit von jeder Verunreinigung – BG.XVIII 48

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Reine Hingabe

Reine Hingabe bezieht sich auf drei Aspekte des Gebens: die Objekte, die Empfänger und die Art zu geben. Die Objekte werden in innere und äußere Objekte unterteilt. Mit inneren Objekten sind die verschiedenen Körperteile gemeint. Wenn die Absicht nicht zutiefst rein ist, sollten wir unseren Körper nicht hergeben, sondern ihn in diesem und in späteren Leben der Verwirklichung des großen Zieles zur höchsten Erkenntnis einsetzten.

Äußere Objekte sind Essen und Trinken, Kleidung, Fortbewegungsmittel, Kinder, Lebenspartner und alles, über das wir in Übereinstimmung mit der Liebe des Dharma verfügen können. Äußere Objekte sind Geld, Getreide, Silber, Gold, Juwelen, Schmuck, Tiere, Elefanten, Pferde, Kinder, Eltern, Haus u.s.w. Wir dürfen alles hergeben was wir an äußeren und inneren Dingen besitzen. Es gibt nichts, was wir anderen nicht schenken dürften. Wir dürfen alles, außer das Notwendigste zum Leben, spirituelle Praxis zum Wohle der Lebewesen, Kleidung und Reinigung hergeben.

Gebt alles her, außer die Spirituelle Praxis zum Wohle der Lebewesen, notwendige Kleidung und notwendige Reinigungs – Gegenstände. Denn würden wir diese verschenken, so könnte der Nutzen für andere Schaden erleiden. Bei den Empfängern gibt es vier Gruppen, die sich durch bestimmte Merkmale auszeichnen:

  • Helfer,
  • Familienangehörige und Freunde,
  • Kranke, Bedürftige und Schutzlose,
  • Feinde und Menschen, die Schaden stiften.

Die richtige Art zu geben beinhaltet eine klare Absicht und klares Verhalten. Klare Absicht bedeutet, mit wahrhaftigem Mitgefühl zum Wohl der Wesen, für die höchste Erkenntnis und für ein klares Verhalten geben. Wir spenden unsere Aufgabe mit Freude und Respekt, eigenständig, zur richtigen Zeit und ohne anderen zu schaden. Freudig bedeutet, zu allen drei Zeiten froh darüber zu sein, sich vor dem Geben zu freuen, beim Geben voller Freude sein und nach dem Geben nichts zu bereuen. Respektvoll bedeutet mit Respekt vor dem andern geben. Eigenständig bedeutet, nicht andere damit zu beauftragen. Zur richtigen Zeit zu geben, bedeutet, dann zugeben, wenn man etwas geben kann. Ohne anderen zu schaden, bedeutet, zu geben, ohne Angehörige und anderen, für die wir Verantwortung tragen, zu schaden.

Aber wenn uns Dinge allein gehören, die wir von Angehörigen bekommen haben, sollten wir sie nicht verschenken, wenn Angehörige an der Herstellung beteiligt waren, enttäuscht Tränen vergießen würden. Man sollte auch keinen Besitz verschenken, der von anderen weggenommen, gestohlen oder erschwindelt wurde. Gib immer wieder, gib unparteisch und gib, um die Wünsche vollkommen zu erfüllen. Immer wieder zu geben bedeutet, die Eigenschaft den „Spendens“ zu pflegen. Unparteisch geben, bedeutet, dass beim Schenken niemand bevorzugt werden sollte. Gib, um die Wünsche vollkommen zu erfüllen, bedeutet, dass die Gabe in Übereinstimmung mit den Wünschen des Empfängers gegeben wird.

Die Gabe der Furchtlosigkeit besteht darin, denen Schutz zu gewähren, die Furcht vor Räubern, wilden Tieren, Krankheiten, Naturkatastrophen und ähnliches haben. Wir sollten wissen: Furchtlosigkeit zu schenken bedeutet, jene gut zu beschützen, die sich vor, Löwen, Tigern, Krokodilen, Verfolgung, Könige, Räuber, Naturkatastrophen und ähnliches fürchten.

Die Gabe der Belehrung

Die Gabe der Erkenntnislehre kann man aus vier Blickwinkeln sehen: den Empfänger, die Motivation, das authentische Lehren und die Art wie die Erkenntnis gelehrt wird. Die Empfänger des Geschenkes der Erkenntnis sind jene, die sie hören möchten, die Respekt vor der Erkenntnis haben, sie lehren und verstehen möchten. Die Motivation sollte darauf ausgerichtet sein, niedere Beweggründe aufzugeben und mit guter Motivation zu lehren. Das bedeutet die Erkenntnis mit einer reinen und hingebungsvollen Einstellung zu unterrichten, ohne nach materiellem Vorteil, Ehre, Lob oder Ansehen zu trachten. Wer mit einer klaren Geisteshaltung mit reiner Hingabe, das Geschenk der Erkenntnis macht, der wird von denen, die die höchste Erkenntnis erlangt haben aufs Höchste gelobt. Mit guter Motivation zu lehren bedeutet, die Erkenntnis aus tiefem Mitgefühl weiterzugeben und dem Wohl aller Lebewesen zu dienen. Um dem Leiden ein Ende zu setzen, widmen wir das Geschenk der Erkenntnis zur Befreiung. Authentisches Lehren bedeutet, den Sinn der Unterweisungen frei von Widersprüchen zu lehren. Das Geschenk der Erkenntnis zu lehren, bedeutet, die Erkenntnisse verständlich darzulegen und den Erkenntnissuchenden, in die Grundlage des Verstehens einzuführen, damit diese zutiefst erfasst und bewegt. Die richtige Art und Weise, die Erkenntnis zu lehren, ist, sie nicht sofort zu erläutern, wenn man darum gebeten wird. Wenn wir gebeten werden, unsere Gabe der Erkenntnis zu erklären, so können wir antworten: Ihr müsst mit mir Geduld haben, bis ich mich ausführlich genug damit befasst habe. Und wir sollten nicht sofort, sondern erst wenn wir den Empfänger geprüft haben und ihn für geeignet halten, dann können wir ihn sogar ohne dessen Bitte unterweisen.

Außerdem sollte der Ort, an dem wir unsere Erkenntnisse unterweisen sauber und angenehm sein. Wir sollten einen breiten, bequemen Sitz an einem sauberen und angenehmen Ort aufstellen. Um unsere Erkenntnisse zu lehren, sollten wir uns waschen, gute Kleider tragen und auf Sauberkeit und angemessenes Benehmen achten. Am Anfang einer Belehrung sollte immer ein Mantra gesprochen werden. So zum Beispiel:

Buddham charanam gachaami
Dharmam charanam gachaami
Sangham charanam gagchaami
Om tryambakam yajamahe sugandhim pushtivardhanam
urvarukamiva bandhanan mrityor mukshia maamritat
Om ah hung shri
Om mani padma hung

Das Verstärken der Hingabe

Es gibt Methoden, um die drei Arten von Hingabe, die Gabe materieller Dinge, die Gabe der Furchtlosigkeit und die Gabe der Lehre zur höchsten Erkenntnis zu vervielfachen auch wenn die Gaben nur klein sind. Wir können aus kleinen Gaben große machen. Sie vermehren durch die Kraft der Liebe und der Erkenntnis. Wir machen sie grenzenlos durch die Kraft der Widmung und widmen sie dem Wohl und dem Schutz aller Lebewesen. Wir können die Hingabe durch die Kraft der Liebe verstärken, indem wir uns sicherstellen, dass unsere Handlung völlig rein ist. Wir beginnen mit dem Wunsch, dass durch die Gabe alle Wesen zur höchsten Erkenntnis geführt werden - während des Gebens haften wir nicht an der Gabe – und nach Abschluss der Handlung bleiben wir frei von Erwartungen hinsichtlich der Wirkung unserer Hingabe. Wenn wir in der Absicht spenden, dass alle Lebewesen daraus einen Nutzen ziehen, ohne etwas für uns selbst zu erwarten, üben wir beim Spenden vollkommene Hingabe und dadurch hat das, was wir geben einen unermesslichen Wert. Wir machen keine Geschenke mit einer Erwartungshaltung, sondern widmen alle Gaben der Unübertrefflichen reinen vollkommenen Erkenntnis. Durch die Widmung werden nicht nur die Gaben vermehrt sondern auch unerschöpflich. So wie ein einziger Wassertropfen, der in den Ozean fällt, bis ans Ende der Zeit nicht verloren geht, genauso werden die Wurzeln der Erkenntnis, den heilsamen Handlungen bis zum Verwirklichen der Höchsten Erkenntnis dienen und nicht verlorenen gehen.

Erkennen durch Hingabe BhG XVIII_54

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Bhakti Yoga – Hingabe zu Gott entwickeln

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Das Reinigen der Hingabe

Mit der Essenz von den Tugenden und der Liebe zu handeln reinigt all unseren Verdienst. Wenn Hingabe von Liebe durchdrungen ist, führt sie zum Erlangen der Höchsten Erkenntnis und nicht in die niederen Existenzen. Diese Art von Hingabe führt uns zum allgegenwärtigen Brahman, ins Nirvana, ins Paradies, denn sie ist wirklich vollkommen und rein. Von der Liebe durchdrungen zu sein bedeutet, hingebungsvolle Handlungen mit den vier von Mudras zu versehen. Wir praktizieren Hingabe, indem wir die vier Mudras anschließen:

  1. die innere Mudra, ist die Liebe des Körpers,
  2. die äußere Mudra, ist die Liebe des Besitzes,
  3. die Mudra des Handelns, ist die Liebe des Geistes
  4. und die Mudra des Empfängers, ist die Liebe der Erkenntnis.

In dem wir sie mit diesen vier Mudras anschließen, praktizieren wir wahre Großzügigkeit. Von Mitgefühl durchdrungen zu sein, bedeutet, zu geben, weil uns das Leid einzelner Lebewesen oder aller Wesen ein unerträgliches Gefühl ist.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Seminare

Mantras und Musik

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