Mudra

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Shakini Mudra
Kalesvara bzw. Kaleshwara Mudra

1. Mudra (Sanskrit: मुद्रा mudrā f.) Siegel, Siegelring; Type, Holztype (beim Drucken); Ring; eine geprägte Münze; Abdruck; Stempel, Zeichen, Kenzeichen; Typus, Charakter; Verschluss, Schloss, Stöpsel (auf einem Tiegel); Mysterium; ein auf den Körper aufgetragenes Zeichen eines göttlichen Attributs usw.; Fingerstellungen oder Fingerverschlingungen bei religiösen Vertiefungen und magischen Verrichtungen; Finger- und Handstellung beim Schauspiel; (bei den Buddhisten:) das Handrechnen; in der Rhetorik: der schlichte Abdruck der Wirklichkeit in Worten, das Nennen eines Dinges bei seinem wahren Namen; ein mit der Ueberlieferung übereinstimmender Tanz; ein Oberbegriff für die im Hatha Yoga gelehrten Mudras, Bandhas und Kriyas wie Mahamudra, Mulabandha, Viparitakarani usw.; mystisch-symbolische Bedeutung: "mud": "Freude"; "ra": "geben". Mudra ist also das, was Freude gibt.

2. Mudra (Sanskrit: मुद्र mudra adj.) lustig, fröhlich. Mudra ist ein Sanskritwort und bedeutet lustig, fröhlich.

Mudras sind energielenkende Hand- und Körperhaltungen im Kundalini Yoga. Bandhas sind Energieverschlüsse, sind Körperhaltungen im Kundalini Yoga, mit Hilfe welcher die Lebensenergie in bestimmten Körperregionen bzw. Energiezentren konzentriert und gespeichert wird. Es gibt eine Reihe wichtiger Mudra- und Bandha-Variationen, so wie Maha Bandha, Jalandhara Bandha, Uddiyana Bandha, Mula Bandha und Maha Mudra, Maha Vedha, Nabho, Khechari Mudra, Viparita Karani, Yoni, Shambhavi Mudra, Ashvini, Pashini, Matangi, Kaki, Bhujangini und Yoga Mudras.

Mahasiris Mudra
Prana Mudra
Shakini Mudra

Mit Hilfe der Mudras und Bandhas kannst du von allen möglichen, als unheilbar geltenden Krankheiten geheilt werden, von Husten, Asthma, Vergrößerung der Milz und der Leber, Erkrankungen der Venen, Auszehrung, chronische Verstopfung, Hautausschläge, um hier nur einige zu nennen. Mit Hilfe der Mudras und Bandhas kannst du alles erreichen, was du nur willst. "Nasti mudrasamam kinchit samsidhyai kshitimandale" – Es gibt nichts auf der Welt, was dir ähnlichen Erfolg bescheren könnte, als die Praxis der Mudras und Bandhas.

Trommel Mudra
Zeit Mudra

Mudra मुद्रा mudrā Aussprache

Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Mudra, मुद्रा, mudrā ausgesprochen wird:

Einführung in die Mudras

Artikel von Swami Saradananda

Dein Körper ist eine feine und kraftvolle Antenne, die kontinuierlich Energie empfängt und überträgt. Mudras sind Handhaltungen, die geistige Energie in bestimmte Kanäle einschließt. Sie sind ein kraftvolles spirituelles Instrument, das dir helfen kann, deinen physischen, mentalen und geistigen Köper zu reinigen. Mudras können dir ermöglichen, Energie effizienter zu empfangen, zu übertragen. Mudras fördern das Erlangen einer besseren Gesundheit.

Durch regelmäßige Praxis können Mudras dir helfen, deine spirituelle Weisheit zu schärfen und zu erweitern. Sie ermöglichen dir, ein Gleichgewicht im Mikrokosmos herzustellen, und es in Harmonie mit dem Makrokosmos zu bringen. Mudras unterstützen auch deine Meditationspraxis und helfen dir, inneren Frieden zu finden. Sie helfen dir bei der Reinigung deines physischen, mentalen und geistigen Körpers.

Mudras helfen, Energie frei zu setzten, die stagniert sein kann, wenn die „Nadis“ (Energiekanäle) blockiert sind. Mudras helfen dir, inneren Frieden und innere Kraft zu finden. Sie können dir helfen Müdigkeit und Angst zu beseitigen, deine physische und emotionale Gesundheit zu schützen, Stress, Depression, Schuldgefühle und Ärger zu überwinden, deinen Geist zu beruhigen, deine Intuition zu schärfen und Glück zu fördern.

Es scheint, dass Mudras noch nicht Gegenstand von intensiven wissenschaftlichen Studien waren, so gibt es wenig Dokumentation darüber. Allerdings gibt es mündliche Aussagen über ihre Wirksamkeit. Das vielleicht bekannteste Mudra ist „Namaskar“, welches bedeutet „das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir“.

Mudra - Erläuterungen von Swami Sivananda

Durga als Chamunda

Auszug aus dem Buch „Tantra Yoga, Nada Yoga and Kriya Yoga“ von Swami Sivananda, Buch I - Tantra Yoga, 5. Auflage, 2000, Shivanandanagar, S. 30. Divine Life Society

Mudra ist ein Ritus von manuellen Ausdrucksbewegungen. Mudra bereitet den Devatas (Schutzgöttern) Freude. Es gibt 108 Mudras. Mit einer angemessenen Handbewegung oder Gebärde wird der Devata willkommen geheißen (Avahana). Matsya Mudra wird ausgeführt, wenn Opfer vollzogen werden (Arghya). Die rechte Hand wird auf den linken Handrücken gelegt und die zwei Daumen werden ähnlich wie Flossen an beiden Seiten der Hände ausgestreckt. Es gibt ähnliche Mudras für die verschiedenen Handlungen, welche während einer Puja ausgeführt werden.

Die Bedeutung der Mudras

Vortrag von Sukadev

Überblick und Hintergrund

Finger- und Hand- Mudras für mehr Energie, für Gesundheit, für spirituelle Entwicklung und emotionale Klarheit.

Hiermit beginnt eine neue Reihe über die Bedeutung von jedem einzelnen Finger, von den einzelnen Fingergliedern, von Handbewegungen, von Hand-Mudras usw.

Es existieren schon Erläuterungen zu den Themen:

  • „Brust-Mudras“,

und eigentlich fehlen noch die Mudras, die man im Alltag besonders nutzen kann, nämlich die

Ich möchte zunächst sprechen über die Bedeutung von Mudras, dann schon über die Bedeutung von Chin-Mudra und danach gibt es eine ganze Reihe mit der Bedeutung der Finger im Rahmen von Vedanta, indische Mythologie, im Rahmen der Elemente, der Planeten, der Chakras, wie auch der indischen Astrologie (Jyotisha).

Wo Mudras helfen

Finger-Mudras helfen, den Energiezustand zu beeinflussen. Man könnte auch sagen, von einem hirnphysiologischen Ansatz her: Finger sind sehr wichtig für die menschliche Evolution gewesen und man sagt, dass ein ganz großer Teil der Hirnfunktionen damit beschäftigt ist, sowohl visuelle Reize zu verarbeiten als auch die Finger zu koordinieren. Und indem wir mit Fingen arbeiten, haben wir eine direkte Wirkung auf das Gehirn, das hat Wirkung auf den Geisteszustand. Man könnte also auch die Wirkung der Finger hirnphysiologisch erklären.

Ich möchte allerdings zugeben, ich werde mich nicht allzu stark mit Hirnphysiologie aufhalten, sondern ich werde es mehr vom Klassisch-Indischen her angehen.

Symbolische Bedeutung der Finger

Die Finger haben eine bestimmte symbolische Bedeutung. Dort gibt es im Kundalini Yoga die Aussage, jeder Finger entspricht einem bestimmten Element und damit einem bestimmten Chakra. Im Joytisha wird auch wieder gesagt, jeder Finger entspricht einem besonderen Planeten. Da unterscheidet sich zum Teil die indische Astrologie wie auch die indische Handlesekunst (hasta samudrika) von der westlichen Astrologie. Es gibt Gemeinsamkeiten, kleine Unterschiede; auf die will ich etwas eingehen. Und dann will ich auch drauf eingehen, wie die Mudras auf Prana wirken. Denn hier gilt wiederum, gerade im Kundalini Yoga, das Befinden des Menschen hängt vom Prana ab.

Mudras und Prana

Prana, subtile Lebensenergie
Allgemein

Prana, die subtile Lebensenergie, was man im Chinesischen auch als „Qi“ bezeichnen kann, als „Od oder „Od-Kraft“ in der westlichen Esoterik oder eben als „Ki“ in der japanischen Mythologie bzw. der japanischen Energie-Lehre.

Prana fließt in Nadis, in Energiekanälen, Piana wird gespeichert in Chakras. Bekannt sind die 7 Haupt-Chakras aber es gibt noch sehr viel mehr Nebenchakras. Viele Nadis (Energiekanäle) gehen in die einzelnen Finger, in die einzelnen Fingerglieder. Viele Chakras befinden sich in den Fingern und indem man verschiedene Mudras ausübt, werden die verschiedenen Fingerreflexionspunkte aktiviert und harmonisiert.

In diesem Sinne also können wir auf Prana Einfluss nehmen durch Fingergesten, Finger-Mudras.

Prana und Gesundheit

Das Prana steuert die Gesundheit. Damit kann man durch Finger-Mudras eben auch Wirkungen erzielen auf Gesundheit. Und so können wir mit Finger-Mudras Krankheiten vorbeugen und Krankheiten auch heilen oder mindestens einen Beitrag leisten für die Selbstheilungskräfte des Körpers.

Prana und Gemütszustand

Prana hängt zusammen mit dem Gemütszustand. Unruhiges Prana kann zu innerer Unruhe und Angst führen. Mit Mudras können wir das Prana zur Ruhe führen und damit Angst überwinden. Ein aggressives, unruhiges, verspanntes Prana kann zu Ärger und Reizbarkeit führen; man würde auch sagen, Pitta-Überschuss. So ähnlich ist Angst-Prana ein Vata-Überschuss.

Mit Mudras kann man harmonisierend wirken und ein Übermaß an Angst überwinden.

Zu viel Kapha kann zu Niedergeschlagenheit führen. Und so ähnlich könnte man auch sagen, es gibt Mudras, welche das Prana aktivieren und so eben Niedergeschlagenheit und Energiemangel vorbeugen können bzw. Energiemangel ersetzen können durch viel Energie.

So ist also der Gemütszustand verbunden mit den Mudras und man kann auch mit bestimmten Mudras bestimmte geistige Fähigkeiten entwickeln. im NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) gibt es den Ausdruck von „Anchor“ (dt.: Anker). Wir können auch sagen, bestimmte Handlungen und Gemütszustände sind erst einmal evolutionsbiologisch energetisch verankert mit bestimmten Fingerhaltungen, natürlich auch mit Körperhaltungen.

Jeder weiß, wenn er in sich zusammengesackt ist und nach unten blickt , ist das eher Niedergeschlagenheit als Souveränität. Indessen wenn er gerade aufgerichtet ist, Bauch und Brust raus, Nacken lang: Das ist eher Selbstbewusstsein. Und so ähnlich gibt es energetisch und evolutionsbiologisch verankerte Fingergesten. Man könnte auch sagen, man kann auch zusätzliche Anker setzen, in dem man immer dann, wenn man einen bestimmten Gemütszustand hat oder haben will, das mit bestimmten Fingergesten kombiniert.

Mudras und Meditation

tiefe Meditation

Mudras helfen auch für die Meditation. Mudras helfen, dass die Erfahrungen in den Asanas tiefer werden können. Mudras kann man kombinieren mit Pranayama. Mudras können auch helfen, das Bewusstsein zu erweitern, Harmonie- und Einheitserfahrungen zu machen.

Ich werde vieles behandeln, auch einiges, was man in dem schönen Buch von Svami Saradananda findet („Mudras for modern life“). Dort steht dann auch „boost your health“, also „verbessere Deine Gesundheit“, verbessere Deine Yoga-Erfahrung und vertiefe Deine Meditation.

Aber ich nehme noch Bezug auf sehr viel mehr Quellen als dieses Buch, obgleich ich dieses Buch auch empfehlen kann, dass man auch Yoga Vidya Shop erwerben kann.

Was ist überhaupt „Mudra“?

„Mudra“, eigentlich im Sanskrit gesprochen „Mudrā“ mit einem langen „a“, ist ein weibliches Substantiv. Also korrekt würde man sagen „die Mudrā“, nicht „das Mudrā“ oder „der Mudrā“.

Mudra bedeutet „Siegel“, „Siegelring“, auch „Abdruck“, auch „Zeichen“, „Kennzeichen“, auch „Typus“. Mudra bedeutet auch „Charakter Charakter]“. Also könnte man sagen, Mudras symbolisieren.

Mudra in der indischen Kunst

Mudra im indischen Tanz

Das geht zunächst mal auf die indische Kunst zurück, insbesondere Bharatanatyam (indischer Tanz). „[Natya“ heißt so viel wie „Tanz“ oder auch „Schauspiel“, weil im alten Indien Tanz und Schauspiel irgendwo zusammengegangen ist. Die Schauspieler haben dort durch verschiedene Gesten bestimmte Emotionen wie auch bestimmte Mythen ausgedrückt. So kann man sagen, heute haben Menschen Operngläser oder manchmal werden auch Köpfe auf einer Leinwand besonders groß dargestellt. Im Fernsehen sieht man die Schauspieler sowieso überlebensgroß.

Aber im alten Indien waren durchaus mehrere Tausend Menschen in einem Theater. Das indische Theater ist ja schon mindestens 2500 Jahre alt, die Blütezeit war vor 1700 Jahren. Und dort musste man auch von weiter weg sehen können, welche Emotionen der Schauspieler darstellt. Und dazu gab es dann bestimmte Fingergesten. Oder auch, welcher Gott gerade dargestellt wird. Da gibt es unterschiedliche Hand-, Arm- und Beingesten um zu zeigen, ob jetzt gerade Krishna, Shiva oder Durga usw. dargestellt wird.

Mit den Fingern in Kombination mit dem Gesichtsausdruck werden auch die einzelnen Bhavas, die einzelnen Emotionen, die Rasas, die einzelnen Stimmungen, dargestellt.

So sind Mudras also (zunächst) symbolische Gesten.

Auch die alten Siegel, die es vermutlich in der Indus-Kultur gab, werden auch als Mudras bezeichnet (Siegel, Siegelringe).

Mudras als Symbol

Mudras symbolisieren also Gemütszustände, Geisteszustände, Planeten, Emotionen, Elemente, Chakras und vieles andere. Und Yogis würden sagen, sie symbolisieren es nicht nur, sie haben auch eine direkte Wirkung darauf. So gibt es auch im Tantra eine mystische Deutung von „Mudra“. Dort heißt „Mud“ nämlich „Freude“ und „Ra“ heißt „geben“. „Mudra“ ist also das, was Freude gibt. „Mud“ heißt, „sich freuen; es gibt auch „Mudita“, das ist eine enthusiastische Freude, Begeisterung, gemeinsame Freude und „Mud“ heißt auch „sich freuen“.

Mudra gibt Freude, können wir sagen. Symbolische Gesten, die Freude geben.

Mudra Schreibweise und Aussprache

Und vielleicht noch etwas: Du wirst jetzt weiter „Mudra“ lesen und nicht „Mudrā“. Das hängt damit zusammen, dass die indische Sprache, die heute gesprochen wird, insbesondere in Nordindien im Yoga- Kontext, Hindi ist. Und im Hindi werden die langen Vokale einfach kurz ausgesprochen und so sagen alle indischen Meister, die ich kenne, „Mudra“. Ich habe noch keinen gehört, der „Mudrā“ gesagt hat. „Mudrā“ sagt man im Kontext von Rezitation von richtigen Versen und Mantras, aber im Alltagsgebrauch sagt man einfach „Mudra“.

Mudra Vielfalt

Ich hatte schon erwähnt, im Yoga gibt es viele Mudras. Mudras, man könnte auch sagen, kleine Energiebewegungen. Ich hatte schon von den Beckenboden-Mudras gesprochen - da gibt es schon viele Informationen , z. B. Ashvini Mudra, Mula Bandha, Vajroli Mudra, Amaroli Mudra. Es gibt die Bauch-Mudras, wie Uddiyana Bandha, Agni Sara, Nauli, Plavini. Es gibt Brust-Mudras, es gibt Hals-Mudras, wie z. B. Jalandhara Bandha, großes Kechari. Zungen-Mudras wie Nabho Mudra, Kechari Mudra usw. Und es gibt Augen-Mudras, verschiedene Formen von Shambhavi Mudra usw.

Hier geht es jetzt um die Finger- und Hand-Mudras

Zunächst möchte ich sprechen über „Chin Mudra“, eine Geschichte erzählen, die Du vielleicht schon kennst - ich habe sie auch schon im Rahmen von anderen Vorträgen zu Mudras erzählt - und dabei auf die Bedeutung der einzelnen Finger im Vedanta und auch im Hinduismus, insbesondere im Alltags-Hinduismus (wofür nutzt man Finger und wofür nutzt man die Finger eben nicht) eingehen.

Chin Mudra und die Bedeutung der Finger im Vedanta wie auch im Hinduismus der, indischen Mythologie.

Geschichte der vier Kumaras und Dakshinamurti

Shiva als Dakshinamurti

Ich erzähle eine uralte Geschichte:

Es war einmal vor langer, langer Zeit, am Beginn der Schöpfung war Brahma, der Schöpfer. Und Brahma, der Schöpfer, hatte schon die Welt geschaffen in der Kausalwelt, der Astralwelt, die physische Welt, hatte die Erde geschaffen und jetzt wollte er auch Menschen schaffen und die Menschen sollten ihm bei der Schöpfung helfen. Und so schuf er aus seinem Geist heraus die vier Ur-Menschen, die vier Kumaras. Und diese vier Kumaras - Sanatkumara war der bedeutendste davon - sollten ihm weiterhelfen voranzukommen, eine menschliche Gesellschaft zu etablieren usw.

Aber die 4 Kumaras fragten sich:

  • Warum sollen wir in die Welt hinein gehen?
  • Warum sollen wir etwas schöpfen?
  • Viel wichtiger wäre die Frage: Wer bin ich überhaupt?
  • Wie kann ich diese erfahren?
  • Welt ist geschaffen worden - was war vor der Welt?
  • Welt wird sich auflösen - was ist nach der Welt?
  • Was soll das Ganze?

Diese Fragen haben die Kumaras umgetrieben.

Es gibt die uralte Aussage: Ist der Schüler bereit, ist der Meister nicht weit. Zwar waren die vier Kumaras die ersten und damit die einzigen Menschen, aber ist der Schüler bereit, muss der Meister sich manifestieren. Und so nahm Shiva die Gestalt eines Gurus an, des Ur-Gurus: Dakshinamurti, die Verkörperung der Gabe, die Verkörperung der Einweihung, das Urbild der Einweihung.

Und die vier Kumaras sahen Dakshinamurti sitzend unter einem Baum. Sie gingen zu ihm hin und lautlos stellten sie ihm die Frage von ihrem ganzen Herzen, mit ihrer ganzen Sehnsucht. Dakshinamurti schaute sie lächelnd und mitfühlend an. Er hob die rechte Hand. Eine Weile hielt er die Hand in dieser Geste. Dann beugte er den Zeigefinger. Zeigefinger und Daumen berührten sich. Die vier Kumaras schauten das schweigend an. Sie ließen diese Geste auf sich wirken. Sie schlossen ihre Augen, meditierten darüber und erreichten Samadhi, das Überbewusstsein.

Die fünf Finger und die drei Gunas

Wie konnten die Kumaras das Überbewusstsein allein durch diese Geste erreichen? Natürlich kann man sagen, hier war Shiva als Dakshinamurti, Segensenergie und spirituelle Kraft da. Aber es gab auch eine Symbolik. Und so kommen wir zur Bedeutung der fünf Finger im Vedanta und oft auch in der indischen Mythologie.

Gott und seine Manifestation

Die letzten drei Finger sind die drei Gunas, die drei Eigenschaften der Natur:

  • Tamas,
  • Sattwa und
  • Rajas.

Der Zeigefinger ist der Ego-Finger und der Ego-Finger ist normalerweise in Verbindung mit den drei Gunas, man identifiziert sich. Man identifiziert sich mit der Trägheit (Tamas). Man identifiziert sich mit der Reinheit und sagt, es soll mir gut gehen, ich möchte irgendwo Freude haben und ich möchte Spaß haben. Und man identifiziert sich mit Rajas. Und Rajas heißt Unruhe und auch dass ich will, dass andere Menschen mich anerkennen gut behandeln und ich will Erfolg haben und ich will dies erreichen und jenes erreichen und ich muss besser sein als andere.

Solange der Zeigefinger in Verbindung mit den drei Gunas ist, solange gibt es Probleme. Solange ist man in der Dualität. Solange ist man Angst, Ärger und Niedergeschlagenheit unterworfen.

Aber wenn sich der Zeigefinger verbeugt, abwendet vom Spiel der drei Gunas, wenn das Ego sich abwendet von der Identifikation mit den drei Gunas, sich verneigt voller Demut, sich Brahman (und damit Gott) hinwendet, berührt das Ego irgendwann Brahman und dann ist Einheit da, symbolisiert durch den Kreis. Diese Einheit ist dann Nirvana, Moksha, Atmasakshatkara (Gottverwirklichung), Erleuchtung, vollständiges Aufwachen.

Es gibt immer noch die drei Gunas und - was auch interessant ist - eben alle fünf Finger sind ja immer Eins, das heißt, es waren niemals viele. Es gibt immer nur Eins. Aber solange man im Bewusstsein der Fingerspitzen ist, das heißt in der Getrenntheit - angenommen man würde nur oberhalb eines gedachten Horizonts (oberhalb der Mittelhandknochen) die fünf Finger sehen, dann sind sie alle getrennt. Der Daumen ist der Kleinste, den sieht man gar nicht. Man sieht also nur die vier Finger (das Ego manifestiert sich) interagieren mit anderen. Wenn man tiefer blickt, sieht man Gott.

Gott erscheint erst mal als jemand Äußeres und man muss sich mit Gott auseinandersetzen und man kann Gott verehren. Man kann sich Gott jetzt zuneigen, aber eigentlich, in der Tiefe, sind alle Eins. Egal ob Rajas, Sattwa oder Tamas, ob Ego oder Brahman - es gibt nur ein unendliches Ganzes.

Wenn die Spitzen der Finger von Ego und Brahman Eins sind, dann weiß man auch im Bewusstsein: Ich bin Eins, was ich immer schon war.

Soweit also die Geschichte von der Bedeutung der fünf Finger. Du kannst ja öfter mal darüber reflektieren: Die Bedeutung der fünf Finger und das letztlich alles Eins ist und dass es wichtig ist, sich von der Identifikation der drei Gunas zu lösen und dich zu verneigen, Gott zuzuwenden, die Einheit zu verwirklichen.

Mudras im Hatha Yoga

Im Hatha Yoga sind Mudras Energielenkungs- und Erweckungsübungen. Es gibt:

Kleine Mudras

Unter den kleinen Mudras gibt es Augen-Mudras, Zungen-Mudras, Hals-Mudras, Finger-Mudras, Bauch-Mudras und Beckenboden-Mudras. Beachte: Es gibt verschiedene Benennungs-Systeme für die Mudras. Hier werden die bei Yoga Vidya üblichen Ausdrücke verwendet.

Augen-Mudras

Augen-Mudras werden als Shambhavi Mudra bezeichnet. Man unterscheidet zwei Variationen von Shambhavi Mudra:

Darüber hinaus gibt es weitere Untervariationen.

Weitere Informationen findest du unter dem Hauptstichwort Nasikagra Drishti - untere Shamhavi Mudra

Wenn man Shambhavi Mudra lernt, muss man auch die klassischen Yoga Augenübungen parallel üben. Und man sollte vorsichtig vorgehen, also mit kurzer Zeitdauer beginnen und langsam steigern. Ansonsten können Kopfschmerzen ausgelöst werden. Shambhavi Mudra kann in Asanas, in Pranayama, in Meditation und Kirtan verwendet werden.

Weitere Informationen findest du unter dem Hauptstichwort Bhrumadhya Dristhi - obere Shamhavi Mudra

Zungen-Mudras

Zungen-Mudras wirken auf die oberen drei Chakras und die Mondenergie.

Hals-Mudras

Es gibt verschiedene Hals Mudras:

  • Jalandhara Bandha
    • Laghu Jalandhara Bandha, der kleine Kinnverschluss: Der Nacken bleibt gerade, das Kinn ist leicht gesenkt, die Kehle leicht angespannt. Dies hilft zu einer Ruhe des Geistes.
    • Vollständiges Jalandhara Bandha: Der Kopf wird ganz gesenkt und der Brustkorb nach vorne gewölbt, bis das Kinn den Brustkorb berührt. Dies reduziert den Fluss des Prana durch Ida und Pingala Nadi. Es aktiviert den Fluss durch Sushumna Nadi, indem der Nacken gedehnt wird. Jalandhara Bandha ermöglicht längeres Luftanhalten (Kumbhaka), insbesondere bei vollständig gefüllten Lungen (Antar Kumbhaka).
  • Großes Kechari Mudra, auch Hals-Khechari oder Kaki Mudra genannt: Der Kopf wird nach dem Einatmen mit angehaltenem Atem nach hinten gegeben und schaut nach oben. Großes Khechari kann man auch zur Einleitung der Meditation üben.
  • Lola Mudra wird in 2 verschiedenen Varianten unterteilt.
    • Pendelbewegung des Kopfes vor und zurück (Lola = Pendel). Zusätzlich kannst du dieses Mudra auch in Kombination mit den Pranayama bzw. Atemübungen Kapalabhati, der Wechselatmung oder Bhastrika üben.
    • Drehendes Lola Mudra - Pendelbewegung des Kopfes nach links und rechts. Diese Übung kannst du zusätzlich auch mit Mula und Uddyana Bandha und Konzentration auf das Herz Chakra bzw. Ajna Chakra ausführen. Eine sehr wirkungsvolle Übung.

In beiden Varianten des Lola Mudra geschieht die Pendelbewegung des Kopfes bei intensiven Energieerwechungserfahrungen oft von selbst als automatische Bewegung, als Kriyavati.


Für weiterführende Informationen, die Wirkungen und vollständige Praxisanleitungen und Übungsvariationen schaue unter den jeweilgen Verlinkungen bzw. Hauptstichwort der jeweiligen Mudras nach.

Finger- und Hand-Mudras

Im Hatha Yoga sind unter den Finger-Mudras folgende von besonderer Bedeutung:

Vishnu Mudra
  • Chinmudra: Daumen und Zeigefinger berühren sich, die anderen Finger sind sanft gestreckt, leicht gebeugt oder ganz gestreckt. Diese Handhaltung kann man nutzen für Meditation oder für die Pranayamas, in denen die Hände sonst nicht benötigt werden. In der Meditation kann man darüber hinaus die Hände falten, übereinander legen, die Finger auf verschiedene Weisen falten oder miteinander verschränken. Jede der Handhaltungen in der Meditation gilt als Hand-Mudra.
Chin Mudra

Arm-Mudras bwz. Herz-Mudras

Arm-Mudras sind eine gute Weise, um Energie zu aktivieren, insbesondere die Aura zu erweitern und sich zu verbinden mit kosmischen Energien und den Energien anderer. Es gibt viele kleine Mudras, die mehr darauf aus sind, innere Energien zu aktivieren. Die Arm Mudras hingegen sollen deine Strahlkraft nach außen erweitern. Sie sind schöne Gesten für Verbundenheit und Weite. Am besten übst du die Arm-Mudras im Stehen, du könntest dieses abar auch im Sitzen machen, allerdings geht das nicht beim Auto- und Fahrradfahren.

  • Himmels-Mudra: Das heißt, gib die Arme so etwas nach oben, die Füße etwas auseinander und dann kannst auch mit dem Kopf leicht nach hinten gehen, so wie es angenehm ist. Und stelle dir vor, von oben strömt Energie in dich hinein. Öffne dich dafür, stelle dir vor, von oben strömt Energie in dich hinein, Lichtenergie durchdringt dich von Kopf bis Fuß, berührt dein Herz, deinen Bauch. Und dann senke die Arme. Das ist die Himmels-Mudra.
  • Himmels-Mudra mit Gayatri Mantra: Das Himmels-Mudra mit Gayatri Mantra hilft dir, dich für die Energie des Himmels und für Lichtkraft zu öffnen. Du kannst dabei entspannt stehen oder sitzen, du kannst die Arme nach oben geben, so wie eine Art Y formieren. Halte die Arme so, wie es für dich angenehm ist. Dann stelle dir vor, von oben strömt Lichtenergie in dich hinein. Nun singe das Gayatri Mantra: `Om Bhur Bhuvah Swaha, Tat Savitur Varenyam, Bhargo Devasya Dhimahi, Dhiyo Yo Nah Prachodayat´. Du kannst die Arme wieder senken und einen Moment lang oder länger einfach stehen- oder sitzenbleiben. Spüre nach und fühle dich berührt von Lichtenergie und/oder verbunden mit der Himmelskraft.
  • Segens-Mudra: Segens-Mudra heißt, du kannst andere segnen. Vielleicht kennst du es aus der Kirche, das machen in evangelischen und katholischen Gottesdiensten die Priester gerne, aber auch als Nicht-Priester darfst du das machen. Bei den Evangelischen haben ja auch Laien alle Aufgaben eines Pfarrers, wenn kein Pfarrer da ist. Und im Yoga darf grundsätzlich jeder alles machen, was hilfreich ist. Also, hebe die Hände leicht zum Segen und stelle dir vor, du schickst Energie als Segenskraft nach vorne. Du kannst dir das auch z.B. vorstellen, wenn du alleine bist und du weißt, in den Raum kommen gleich Menschen hinein, kannst du ihnen Segen schicken. Oder auch wenn dein Partner schläft und du ihm Energie schicken willst oder deinem Kind, kannst du das machen. Oder auch Segensenergie in alle Richtungen schicken. Du kannst auch die Augen öffnen dabei und dir vorstellen, dass du jemandem das schickst oder du kannst dich auch einmal im Uhrzeigersinn drehen und dir so vorstellen, dass du Segensenergie überall hinschickst. Das war Segens-Mudra.
  • Verbundenheits-Mudra: Verbundenheits-Mudra heißt, du gibst deine Hände so in die Richtung zu jemandem oder auch z.B. zu einem Baum oder zu einer Murti, also einer Götterfigur. Du könntest also z.B. in die Weite schauen und du könntest jemanden anschauen oder einen Baum anschauen, eine Blume anschauen, die Arme in die Richtung geben und vom Herzen dorthin spüren und fühlen. Wenn dir dabei das Herz aufgeht und du ein Kribbeln in der Hand spürst, dann ist das ein gutes Zeichen. Vielleicht spürst du, wie die Aura in diese Richtung sich öffnet. Das ist Verbundenheits-Mudra. Du kannst die Arme dann wieder senken.
  • Herzöffnungs-Mudra (auch: Herz-Mudra): Bei Herzöffnungs-Mudra gibst du die Hände erst zum Herzen und dann gibst du vom Herzen die Hände nach vorne und dann nach außen. Und dann wieder die Hände zum Herzen und wieder nach vorne und außen. Mit einem großen Lächeln öffnest du dein Herz, Hände zum Herzen und nach vorne und außen. Hände zum Herzen und die Arme öffnen und eventuell kannst du eine Weile so in der Herzöffnungs-Mudra bleiben. Also, es gibt den dynamischen Teil der Herzöffnungs-Mudra und den statischen, wo du die Arme so auseinander hast, so als ob du die ganze Welt umarmst. Manche halten lieber die Ellenbogen etwas gebeugt und manche halten die Arme weit ausgestreckt. Und senke langsam die Arme.
  • Herzweitungs-Mudra (auch: Herz-Mudra / Herzweitungs-Mudra ist auch von Kavacham bekannt): Das Herzweitungs-Mudra ist ein Teil von Kavacham, einer Energiefeldübung. Herzweitung ist insbesondere gut, wenn du das Gefühl einer Beklemmung hast, eine Enge, vielleicht auch einer Angst oder wo du irgendwie das Gefühl hast, all das, was zu tun ist, erdrückt dich. Und dort kannst du mit den Händen vom Herzen her nach rechts vorne und nach links vorne und nach rechts oben und nach links oben gehen und so dir das Gefühl machen, dass dein Herz weit wird. Das ist also die Herzweitungs-Mudra. Das kannst du auch etwas intuitiv machen. Und gerade wenn du öfters das Gefühl hast, dass dein Herz zu ist oder dass irgendwie wie eine Last auf deinem Herzen ist, dann gehe öfters und schiebe das nach vorne und werde so weit. Dann kannst du einem Moment ruhig stehenbleiben, mit dem Bauch atmen und die Weite des Herzens spüren.
  • Schwimm-Mudra (auch: Herz-Mudra): Man könnte es auch Freischwimm-Mudra nennen. Wenn du gerade das Gefühl hast, dass alles über deinem Herzen zusammen ist, dann kannst du so nach vorne und die Arme nach außen geben und so das Gefühl bekommen, alles, was dich bedrückt, wird irgendwo zur Seite geschoben, so dass du ein offenes Herz bekommst, offen sein kannst, weit sein und lächeln kannst. Dann kannst du die Arme senken, einen Moment lang die Augen schließen und vielleicht spürst du jetzt Lichtsegen von oben, vielleicht ein weites Herz, eine Verbundenheit, ein pulsierendes Energiefeld oder eine Weite.

Bauch-Mudras

Mit Bauch-Mudras wird das Manipura Chakra aktiviert. Die Bauch-Mudras massieren die Bauchorgane, und aktivieren bzw. harmonisieren Agni, das Verdauungsfeuer. Sie helfen auch, die innere Mitte zu finden, welche die Quelle ist von Selbstbewusstsein, Mut und Enthusiasmus. Generell werden die Bauchmudras im Stehen ausgeführt. Man stellt sich mit schulterweit voneinander entfernten Füßen und leicht gebeugten Beinen hin. Dann beugt man den Oberkörper nach vorne und legt dabei die Hände auf die Knie oder Oberschenkel. Nun atmet man lang und tief ein und anschließend langsam wieder aus. Nach der vollständigen Ausatmung (leeren Lungen) hält man den Atem an und führt dann die jeweiligen, nachfolgenden Übungen durch:

  • Uddhiyana Bandha: Bei leeren Lungen wird der Bauch eingezogen. Die Bauchdecke geht Richtung Wirbelsäule und Lungen.
  • Plavini Mudra: Die Bauchdecke wird bei leeren Lungen nach vorne gedrückt. Dies aktiviert auch das Ajna Chakra.
  • Plavini Kapalabhati: Diese Variation ist Plavini Mudra mit Kapalabhati kombiniert.
  • Nauli: Nach vollständiger Ausatmung die geraden Bauchmuskeln als Bauchmuskelwulst noch vorn gedrückt und abwechselnd nach links und rechts geschoben.
  • Agni Sara: Der Bauch wird mit leeren Lungen abwechselnd eingezogen und wieder nach vorn gedrückt.

Beckenboden-Mudras

Die Beckenboden-Mudras aktivieren die unteren drei Chakras. Sie aktivieren die Kundalini Energie. Sie arbeiten mit Apana Vayu. Sie verbinden Ida und Pingala sowie Prana und Apana im Muladhara Chakra. Sie stimulieren den Kanda.

  • Mula Bandha: Gleichmäßiges Zusammenziehen der Beckenbodenmuskeln. Man unterscheidet:
    • Vorderes Mula Bandha: Die Muskeln des Harnleiters bzw. des Penis werden angespannt. Dies zieht das Prana vorne hinunter, durch den Saraswati Nadi ins Muladhara Chakra.
    • Mittleres Mula Bandha: Die Muskeln des Perineums (beim Mann) bzw. der Scheide (bei der Frau) werden angespannt. Dies verbindet Ida und Pingala Nadi mit der Sushumna im Muladhara Chakra. Dieses mittlere Mula Bandha gilt als besonders machtvoll.
    • Hinteres Mula Bandha: Die Anusschließmuskeln werden angespannt. Dadurch wird das Prana durch die Sushumna vom Muladhara zum Swadhisthana und Manipura Chakra gezogen.
    • Vollständiges Mula Bandha: Alle Beckenbodenmuskeln werden gleichzeitig angespannt. Dies ist die verbreitetste Form von Mula Bandha.
  • Ashwini Mudra: Die Beckenbodenmuskeln werden angespannt und wieder locker gelassen, wieder und wieder. Das geht bei leeren und bei gefüllten Lungen. Man kann wieder unterscheiden zwischen vorderem, hinteren, mittlerem und vollständigem Ashwini Mudra.
  • Vajroli Mudra: das wellenförmige Zusammenziehen der Beckenbodenmuskeln von vorne unten nach hinten oben. Damit wird das Prana durch die Sushumna nach oben gezogen.
    • Kleines Vajroli Mudra
    • Das kleine Vajroli Mudra ist das wellenförmige Zusammenziehen der Beckenbodenmuskeln von den vorderen Beckenbodenmuskeln vorne-unten über die mittleren Beckenbodenmuskeln bis nach hinten hoch zu den hinteren Beckenbodenmuskeln.
    • Großes Vajroli Mudra
    • Das große Vajroli Mudra ist ähnlich dem kleinen Vajroli Mudra das wellenförmige Zusammenziehen der Beckenbodenmuskeln von den vorderen Beckenbodenmuskeln vorne-unten über die mittleren Beckenbodenmuskeln bis nach hinten hoch zu den hinteren Beckenbodenmuskeln. Allerdings kommen hier zusätzlich das Anspannen des Unterbauches, die richtige Platzierung der Zungenspitze und einige weitere Punkte hinzu. Eine genaue Praxisanleitung findest du unter dem verlinkten Hauptstichwort Großes Vajroli Mudra.

Große Mudras

Ganesha Yantra, Symbol der Kraft

In den Hatha Yoga Schriften wird eine Vielzahl von Mudras erwähnt. Hatha Yoga Pradipika und Gherandha Samhita verwenden mehr Verse zum Thema Mudras als über Asanas oder Pranayama. Die Hatha Yoga Pradipika zählt 10 Haupt-Mudras auf: Maha Mudra, Maha Bandha, Maha Vedha, Khechari, Uddiyana Bandha, Mula Bandha, Jalandhara Bandha, Viparita Karani, Vajroli und Shakti Chalini. Im engeren Sinne zählen dabei nur die folgenden Mudras zu den großen Mudras:

Maha Mudra

Maha Mudra, wörtlich "die großartige Mudra", wird von der Hatha Yoga Pradipika in den höchsten Tönen gelobt (HYP III 10-18). Der Autor Svatmarama schreibt Maha Mudra folgende Wirkungen zu: Öffnen der Sushumna, Aktivierung der Kundalini, Überwindung von Leiden, Entgiftung, Heilung von Magen- und Darmbeschwerden, Heilung von Hauterkrankungen, Erweckung der höheren Kräfte (Siddhis). In Maha Mudra wird ein Bein ausgestreckt, die Ferse des anderen Beines an das Perineum angesetzt (Kanda-Punkt). Dann fasst der Übende mit beiden Händen den vorderen Fuß, gibt dabei einen oder beide Daumen auf den großen Zeh. Der Kopf wird entweder in Jalandhara Bandha oder in großes Khechari gegeben. Zunge in kleines Khechari. Nach dem Einatmen (Puraka) folgt Anhalten (Kumbhaka). Beim Kumbhaka wird Mula Bandha, Uddhiyana Bandha und Shambhavi Mudra geübt, das Bewusstsein zum Ajna oder Sahasrara Chakra gelenkt und das Mantra OM wiederholt. Maha Mudra wird typischerweise auf jeder Seite mindestens 3 Mal ausgeführt.

Maha Mudra übt man meist nach den Pranayamas als erstes im Rahmen einer Mudra-Reihe. Man kann Maha Mudra auch zum Abschluss von Pranayama üben oder nach Pashchimottanasana, nach der Vorwärtsbeuge.

Khechari Mudra

Khechari Mudra heißt im übertragenen Sinn "Wandern im Himmel", bzw. "Ausdehnung zum Göttlichen". Im großen Khechari wird die Zunge nach hinten gegeben, Zungenspitze Richtung Kehle, Zungenspitze berührt den hinteren knöchernen Teil des Gaumens. Die Augen werden dabei in Shambhavi Mudra nach oben gedreht. Der Kopf wird leicht oder stärker nach hinten gegeben. Nach 2-5 tiefen Atemzügen, eventuell mit Ujjayi, wird der Atem zu Kevala Kumbhaka verlangsamt und flach gemacht. Khechari Mudra aktiviert die Mondenergie, beruhigt Surya (Mondenergie), Agni (Feuer) und Pitta. Khechari Mudra harmonisiert Energie-Erweckungs- und Kundalini-Erfahrungen. Khechari hilft, den Geist mit Gott zu verbinden. Khechari ist eine gute Einleitung für die Meditation und mündet typischerweise in die Meditation.

Viparita Karani Mudra

Viparita Karani Mudra gehört neben Maha Mudra und Khechari Mudra zu den beiden meistgelobten Mudras der Hatha Yoga Pradipika. Viparita Karani Mudra ist die Umkehrhaltung. Es gibt drei körperliche Varianten:

  1. Aus dem Schulterstand
  2. Aus dem Kopfstand
  3. Aus dem unterstützten Schulterstand: Die Wirbelsäule, typischerweise Kreuzbein oder Brustwirbelsäule, werden mit einem oder 2 Kissen unterstützt. So ist die Mudra körperlich weitestgehend ohne Anstrengung.

Charakterisch bei Viparita Karani Mudra ist, dass der Bauchbereich höher ist als der Stirnbereich. Bauchbereich ist Sitz der Sonnenergie, der Stirnbereich Sitz der Mondenergie. Durch die Umkehrung der Position von Sonnen- und Mondenergie soll ein Zustand von Harmonie erzeugt werden. Die Sonnen- und Mondenergie soll gestärkt werden, etwaige energetische Ungleichgewichte behoben werden. Viparita Karani Mudra wird gerne am Ende einer intensiven Pranayama Praxis, vor Khechari Mudra, geübt, um Energieprozesse harmonisch werden zu lassen. Viparita Karani Mudra sollte man mindestens 3 Minuten, noch besser 10 Minuten lang halten. In den Schriften werden sogar 1-3 Stunden vorgeschlagen.

Mudra-Reihe Nr. 1: Chakra-Leiter

Diese Mudras praktiziert man am besten nach mindestens 3-6 Runden Kapalabhati und 20 Minuten Anuloma Viloma, nach Paschimotthanasana (Vorwärtsbeuge) oder Ardha Matsyendrasan (Drehsitz).

Mudras sollten nur praktiziert werden und sind nur dann wirklich wirksam, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: sattwige Ernährung (kein Fleisch, Fisch, Eier, Zwiebeln, Knoblauch, Alkohol, Tabak); täglich jeweils mindestens 30 Minuten Asanas, Pranayama, Meditation; guter Gesundheitszustand)

Zur Praxis ist eine genaue Anleitung unbedingt notwendig. Dieser Artikel dient nur als Erinnerungsstütze für Teilnehmer an Yoga Vidya Kundalini Yoga Seminaren, Pranayamakursen, Yoga-Schulungen und Yogalehrerausbildungen. Dieser Artikel empfiehlt sich nicht als autodidaktischer Einstieg.

1. Maha Mudra

Zunächst linke Ferse in Perineum oder zwischen Vagina und Anus legen. Rechtes Bein ausstrecken. Mit beiden Händen an rechten Fuß fassen, Daumen auf großen Zeh. Nach dem Einatmen Kumbhaka (Atem anhalten), Jalandhara Bandha (Kinnverschluss), Mula Bandha (Wurzelverschluss: Zusammenziehen der Anus Schließmuskeln), Uddhiyana Bandha (Hochziehen des Unterbauches), Shambhavi Mudra [Blick auf Trikuti (Raum zwischen Augenbrauen) richten], Nabho Mudra (Zungenspitze nach hinten zur Kehle geben). OM geistig wiederholen. 3-12 Runden auf jeder Seite.

Variation: Beide Beine nach vorne ausstrecken. Mit Händen an die Füße fassen, Daumen auf große Zehen. Nach dem Ausatmen Luft anhalten, Uddhiyana Bandha, Kopf nach hinten. Shambhavi Mudra (Blick auf Trikuti (Raum zwischen Augenbrauen) richten), Nabho Mudra (Zunge nach hinten zur Kehle geben).OM geistig wiederholen.

2. Shakti Chalini

Sitz mit gekreuzten Beinen, vorzugsweise Padmasan (Lotussitz). Vollständig einatmen. Kumbhaka (Luft anhalten). Mahabandha (3 Bandhas: Mula Bandha: zusammenziehen der Anusschließ-, Geschlechts- und Beckenbodenmuskeln; Mula Bandha: Sanftes Zusammenziehen des Unterbauches; Jalandhara Bandha: Kinnverschluss mit Kehl- und Zungenverschluss). Mehrmals Gesäß heben und Senken (10-20 Mal), anschließend in Mahabandha verharren. Ausatmen. 1-3 Runden. Die Mudras 3-9 werden zusammenhängend auch als Mudraleiter bezeichnet: Du gehst mit diesen 7 Mudras die 7 Chakras von unten nach oben durch, aktivierst und öffnest sie dabei.

3. Ashwini Mudra

Sitz mit gekreuzten Beinen. Bequem einatmen. Luft anhalten. Mehrmals hintereinander Anusschließmuskeln anspannen. Konzentration auf Muladhara Chakra. Mantra LAM. Farbe Ockergelb. 1-3 Runden

4. Mula Bandha Mudra

Einatmen, Lungen zu 90% füllen. Luft anhalten. Beckenbodenmuskeln (Anus Schließmuskeln und Geschlechtsmuskeln) gut zusammenziehen. Halten solange bequem. Ausatmen. Mehrmals wiederholen. Konzentration auf das Swadhisthana Chakra. Mantra VAM. Farbe Silbrig. Bild: Mondsichel.

5. Agni Sara Mudra

Im Sitzen Hände auf die Knie abstützen. Vollständig ausatmen. Luft anhalten (mit leeren Lungen). Mehrmals Bauch einziehen und wieder nach vorne drücken. Wenn die Luft nicht mehr angehalten werden kann, einatmen. Mehrere Runden. Konzentration auf Manipura Chakra. Mantra RAM. Farbe Feuerrot. Bild: Flamme oder Dreieck.

6. Jalandhara Bandha Mudra

Vollständig einatmen. Nach dem Einatmen Luft anhalten. Kinnverschluss (Kinn zum Brustbein hin senken) mit Zungen- und Kehlverschluss. Besonders stark Brust nach vorne wölben. Halten solgane wie angenehm. Dann ausatmen. Mehrere Runden. Konzentration auf Anahata Chakra. Mantra YAM. Farbe: Blau-Grau. Symbol: Sechszackiger Stern.

6b. Matsya Mudra (statt Jalandhara Bandha Mudra)

Vollständig einatmen. Nach dem Einatmen Luft anhalten. Kopf nach hinten geben (Khechari Mudra). Besonders stark Brust nach vorne wölben. Halten solange wie angenehm. Dann ausatmen. Mehrere Runden. Konzentration auf Anahata Chakra. Mantra YAM. Farbe: Blau-Grau. Symbol: Sechszackiger Stern.

7. Kaki Mudra

Vollständig ausatmen. Kopf nach hinten beugen. Zungenspitze weit nach hinten geben. Bauch einziehen (wie in Uddhiyana Bandha). Halten so lange wie angenehm. Dann einatmen. Mehrere Runden. Konzentration auf Vishuddha Chakra. Mantra HAM. Farbe Lila. Symbol: Weißer Kreis in lila Dreieck.

8. Uddhiyana Bandha Mudra

Im Sitzen Hände auf die Knie abstützen. Vollständig ausatmen. Luft anhalten (mit leeren Lungen). Bauch einziehen, Kinn auf die Brust setzen (Jalandhara Bandha).Zungenspitze zur Kehle (Nabho Mudra). Konzentration auf das Hochsteigen des Pranas zum Ajna Chakra. 3-5 Runden. Mantra OM. Farbe weiß. Symbol: Kreis im Dreieck, in der Mitte OM-Zeichen.

9. Nabho Mudra

Sitz mit gekreuzten Beinen. So wenig Luft ein und ausatmen wie möglich (Kevala Kumbhaka). Zungenspitze gegen die Mitte des Gaumens drücken. Konzentration auf Sahasrara Chakra. Konzentration: Strahlendes Licht strömt von über der Schädeldecke in den Kopf. Oder: Guru sitzt im tausendblättrigen Lotus oberhalb der Schädeldecke.

10. Vajroli Mudra

(einfache Variation). Sitz mit gekreuzten Beinen (vorzugsweise nicht Siddhasana). Bequem einatmen. Luft anhalten. Mehrmals Energie von unten nach oben ziehen: Folgendes hintereinander machen: Beckenbodenmuskeln / Geschlechtsmuskeln von vorne nach hinten und von unten nach oben zusammenziehen, Anusschließmuskeln von unten nach oben zusammenziehen. Mit Bewusstsein die Wirbelsäule hoch wandern. Zungenoberseite gegen den Gaumen drücken. Zum Punkt zwischen den Augenbrauen schauen. Aufmerksamkeit zum Sahasrara Chakra. Kann auch beim Anhalten in der Wechselatmung, bei einigen Asanas und zur Sublimierung der sexuellen Energie angewandt werden.

11. Viparita Karani Mudra

Sarvangasana mit Kechari Mudra und Ujjayi Pranayama; 5-10 Minuten

12. Khechari Mudra

Einfache Variation: Kopf leicht oder stärker nach hinten legen. So wenig Luft wie möglich ein- und ausatmen (Kevala Kumbahaka). Zunge nach hinten falten, Zungenspitze den Gaumen entlang so weit nach hinten geben wie möglich. Bei geschlossenen Augen oder leicht geöffneten Augen durch den Punkt zwischen den Augenbrauen senkrecht nach oben schauen. “Khechari” bedeutete "Wandern im Himmel".

13. Yoni Mudra (kann auch weggelassen werden)

Sitz mit gekreuzten Beinen, vorzugsweise Siddhasana. Mit Fingern 5 Sinne schließen: Kleiner und Ringfinger um Lippen. Mittelfinger auf die Nasenflügel. Zeigefinger ohne Druck auf die Augenlider. Mit den Daumen die Ohrknöpfe zudrücken. Khechari Mudra, Ujjayi Pranayama mit oder ohne Kumbhaka (Atem anhalten) oder statt Ujjayi Pranayama Kevala Kumbhaka (flach und langsam atmen entspricht dem meditativen Atem). Anschließend eventuell nochmals Bhastrika.

14. Kevala Kumbhaka mit Meditation

Mudra-Reihe Nr. 2: Große Bhastrika-Mudra-Reihe

Eine fortgeschrittene Mudra-Reihe zur Energieerweckung und Erweiterung des Bewusstseins.

Auch diese Mudra-Reihe steht hier im Yoga Wiki als Gedächtnisstütze für jene, die sie in Yoga Vidya Kundalini Yoga Seminaren gelernt haben - und als Info für jene, die mal lesen wollen, wie Mudras in der Praxis geübt werden können.

Diese Mudra-Reihe sollte erst nach mindestens 3-6 Runden Kapalabhati und 20 Minuten Anuloma Viloma praktiziert werden. Mudras sollten nur praktiziert werden und sind nur dann wirklich wirksam, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: sattwige Ernährung (kein Fleisch, Fisch, Eier, Zwiebeln, Knoblauch, Alkohol, Tabak); täglich jeweils mindestens 30 Minuten Asanas, Pranayama, Meditation; guter Gesundheitszustand)

Grundprinzip:

Erst 8-12 Mal Bhastrika. Dann 5-8 Mal Agni Sara oder Nauli. Tief einatmen, Luft anhalten, in die Mudra gehen. Luft so lange wie angenehm anhalten. Dann ausatmen, dabei die Mudra verlassen. 5-8 Mal Agni Sara oder Nauli. Eventuell 1-2 Mal zwischenatmen. Dann die nächste Runde. Für jede Mudra kannst du 1-5 Runden üben.

1. Mahamudra

Zunächst linke Ferse unter den Kanda Punkt. Rechtes Bein ausstrecken. Oberkörper leicht nach links drehen. Mit beiden Händen auf den linken Oberschenkel abstützen. Erst 8-12 Mal Bhastrika. Dann 5-8 Mal Agni Sara oder Nauli. Tief einatmen, Luft anhalten, Oberkörper von der Hüfte her nach vorne beugen. Mit beiden Händen an rechten Fuß fassen, Daumen auf großen Zeh. Jalandhara Bandha oder Khechari Mudra. Zum Punkt zwischen den Augen schauen. Eventuell Mula und Uddhiyana Bandha. Luft anhalten so lange wie angenehm. Dann ausatmen und aufrichten. 5-8 Mal Agni Sara. 2-4 Runden auf dieser Seite. Dann Seite wechseln und genauso viele Runden auf der anderen Seite.

2. Shakti Chalini Mudra

Wenn möglich, in den Lotus (Padmasana) setzen. 8-12 Mal Bhastrika. Dann 5-8 Mal Agni Sara oder Nauli. Tief einatmen, Luft anhalten. Alle drei Bandhas setzen. Hände oder Fäuste auf den Boden geben. Backen heben und fallen lassen, solange, wie du die Luft anhalten kannst. Dann ausatmen, 5-8 Mal Agni Sara oder Nauli. Mache 2-5 Runden.

3. Maha Vedha Mudra

Ähnlich wie Shakti Chalini Mudra. Beim Anhalten die Hände auf den Boden geben (Fäuste, Finger oder Handflächen) oder die Hände auf die Oberschenkel in der Nähe der Hüften. Stütze dich dabei ab und spüre wie die Wirbelsäule auseinander gezogen wird. Übe dabei Mahabandha (also Mula Bandha, Uddhiyana Bandha und Jalandhara Bandha). Kleine Variation: Statt Jalandhara Bandha Khechari Mudra (Kopf nach hinten, Zunge nach hinten, durch den Punkt zwischen den Augenbrauen nach oben schauen). Mahavedha bedeutet „Großer Durchbruch“, „Großes Durchstoßen“.

4. Lola Mudra

Wenn möglich, in den Lotus (Padmasana) setzen. 8-12 Mal Bhastrika. Dann 5-8 Mal Agni Sara oder Nauli. Tief einatmen, Luft anhalten. 8 Finger gegen die Mittellinie des Bauches unterhalt des Nabels drücken. Zungenspitze an den Gaumen. Mit den Augen nach oben schauen. Kopf vor und zurück geben ("Lola" bedeutet "Pendel"). Konzentration im Ajna oder Sahasrara Chakra. Luft anhalten so lange wie angenehm. Dann ausatmen, 5-8 Mal Agni Sara oder Nauli. Mache 2-5 Runden.

5. Bhujangini Mudra

Padmasana (Lotus) oder Vajrasana (Fersensitz). 8-12 Mal Bhastrika. Dann 5-8 Mal Agni Sara oder Nauli. Tief einatmen, Luft anhalten. Wer Bluthochdruck hat, füllt die Lungen nur zu 80%, andere zu 90-100%. Hände nach vorne auf den Boden geben und zur Kobra kommen. Luft anhalten solange du kannst. Dann ausatmen und zurück zu Vajrasana oder Padmasana kommen. 5-8 Mal Nauli. 2-5 Runden.

Schließen mit den harmonisierenden Mudras:

  • Viparita Karani Mudra
  • Sarvangasana mit Kechari Mudra und Ujjayi Pranayama; 5-10 Minuten
  • Khechari Mudra: Einfache Variation: Kopf leicht oder stärker nach hinten legen. So wenig Luft wie möglich ein- und ausatmen (Kevala Kumbahaka). Zunge nach hinten falten, Zungenspitze den Gaumen entlang so weit nach hinten geben wie möglich. Bei geschlossenen Augen oder leicht geöffneten Augen durch den Punkt zwischen den Augenbrauen senkrecht nach oben schauen. (“Khechari” beudetet "Wandern im Himmel". Übung kann auch nach Viparita Karani Mudra ausgeführt werden.)
  • Kevala Kumbhaka mit Meditation

Genaue Anleitung nötig! Diese Informationen dienen nur als Erinnerungsstütze für Teilnehmer, die an Yoga Vidya Kundalini Yoga Seminaren, Pranayamakursen, Yoga-Schulungen und Yogalehrerausbildungen teilgenommen heben. Dies sind keine autodidaktischen Anleitungen.

Mudra-Reihe Nr. 3: Kleine Bhastrika Mudra Reihe

Grundprinzip wie bei der Großen Bhastrika Mudra Reihe, aber nur folgende Übungen:

  1. Shakti Chalini Mudra
  2. Maha Vedha Mudra
  3. Lola Mudra
  4. Bhujangini Mudra in kleiner Variation: Aus der normalen Sitzhaltung beim Anhalten die Hände hinter dem Gesäß auf den Boden geben. Brustkorb wölben, großes Khechari (Kopf nach hinten, Zunge nach hinten, Augen nach oben)
  5. Meditation

Mahavedha Mudra in Kapalabhati - Advanced Yoga Breathing exercise

  • 1. im Hatha Yoga: eine Körperhaltung (Asana) in Verbindung mit einer bestimmten Atemtechnik, einer Visualisierung und einem Mantra. Auch hier Einsatz der Handhaltung; zum Beispiel im Baum die Hände seitlich in einem bestimmten Mudra verästeln. Mudras im Hatha Yoga können Teile von Asanas, Pranayama und Bandha beinhalten. Sie gelten als effektive Techniken um die spirituelle Befreiung auf dem spirituellen Weg zu erreichen. Es werden ihnen kräftigende, heilende und verjüngende Wirkungen zugeschrieben. Beispiele wären z.B. Khechari Mudra, Mahamudra, Vajroli Mudra...
  • 2. im indischen Tanz und in der indischen Kunst: eine Handhaltung, Geste, mit deren Hilfe Emotionen, Göttergestalten oder gar ganze Geschichten ohne Worte dargestellt werden.
Prana Mudra
  • 4. eine symbolische Geste. Etwa bei der Durchführung eines Rituals zur Gottesverehrung (Puja). Äußere Handlungen werden durch den Einsatz von Mudras mit spirituellen Vorstellungen verbunden. Sie helfen dem Aspiranten sich ganz auf Gott zu richten. Beispiele hierfür sind Knien und Falten der Hände, die auch im Christentum angewendet werden. In Ritualen im Hinduismus und tibetischen Buddhismus: Handgesten zur Gottesverehrung; Mudra gehört zur klassischen Puja dazu.
  • 5. In Teilen des Tantrismus wird oft auch die sexuelle Vereinigung, die manuelle Befriedigung oder auch die Partnerin selbst, als Mudra bezeichnet.
  • 6. Im tantrischen Ritual der 5 Makaras ist Mudra eine besondere Art von Waffel bzw. Getreidegericht, in das z.T. psychoaktive Substanzen gemischt werden.
  • 7. im Raja Yoga: Handhaltungen zur Erzeugung spezifischer geistiger und energetischer Zustände

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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