Ringfinger

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Ringfinger ist einer der fünf Finger. In der indischen Handlesekunst Hasta Samudrika und in der indischen Astrologie Jyotisha steht der Ringfinger für das Element Erde, für das Muladhara Chakra und den Planeten Venus, Shukra.

Das Bild zeigt das Zeit Mudra.

Der Ringfinger im Kundalini Yoga und der Hasta Samudrika

Der Ringfinger: Sein Element und Chakra

Der Ringfinger ist der Finger, der im Vedanta dem Sattva Element zugeordnet wird und damit der Reinheit. Der Ringfinger hat aber auch als Element die Erde: Prithivi, somit steht der Ringfinger auch für das Muladhara Chakra. Der Ringfinger steht dafür, weil er eine gewisse Festigkeit hat, denn er ist eingerahmt von den anderen Fingern und aus der Erde kommt alles heraus.

Aus der Erde kommt das Akasha heraus und auch das Wasser. Man könnte auch sagen: Das Wasser fließt aus der Erde weiter nach unten, so muss der kleine Finger, der Wasserfinger, der Jalafinger unterhalb der Erde sein und letztlich ist dort auch der Vajofinger ganz oben und damit auch die Luft, und die ist oberhalb der Erde. Man könnte sagen: Das Wasser kommt aus der Erde heraus, so muss es unterhalb der Erde sein und die Luft ist oberhalb der Erde. Und das Feuer, die Flammenzunge ist ganz oben, der Daumen, Tejas.

Und was alles zusammenhält ist dann die Mitte, nämlich der Raum. Man könnte auch sagen: Akasha ist in der Mitte, der Raum und weiter unten ist die Erde, in die Erde hinein fließt das Wasser, natürlich kann dies Wasser auch aus der Erde heraus fließen, oberhalb der Erde ist die Luft und ganz oben ist die Sonne und die Sonne steht auch für das Feuerelement.

Der Ringfinger in der Ehe

So steht der Ringfinger auch für Festigkeit. Der Ringfinger ist ja auch der Finger, wo man die Eheringe dran befestigt. Das soll auch heißen: "Möge unsere Beziehung stabil sein." Das ist ja das, was man sich von einer Ehe erhofft, das es eine langfristige Beziehung ist und so ist dieser Sattva Finger, der reine Finger auch der Erdfinger, der für Beständigkeit steht und auch der Praxis nah ist.

Man kann mit einem Menschen verbunden sein und kann in ihn verliebt sein, kann schöne Tage verbringen, aber um eine Ehe zu verbringen muss man auch in der Praxis miteinander harmonisieren. Man muss auch eine Treue haben, eine Festigkeit, eine Beständigkeit und so spricht man auch vom Hafen der Ehe, also Etwas, wo man ankommt, wo man zuhause ist. So steht der Ringfinger auch für das Ankommen, für das zu Hause sein für da, wo man immer wieder hingeht und von dem man letztlich die Abenteuer des Lebens besteht.

Durch Treue bekommt man Kraft, für alles, was man sonst macht auf dem spirituellem Gebiet, beruflichem Gebiet und so weiter macht. Geerdet zu sein, aber auch praxisnah bedeutet auch Verbindung mit dem Alltag. Erde steht auch für das Muladhara Chakra, gute Verwurzelung und so kannst Du auch die Ringfinger nutzen, um Dich zu verwurzeln. Angenommen, Du merkst irgendwie, dass Du zu weit abgehoben bist und in manchen spirituellen Praktiken kann das mal geschehen, oder auch Ängste und innere Unruhe können helfen, dass man die Bodenhaftung verliert. Dann kannst Du die Hände auf den Boden geben, Du kannst auch insbesondere die Ringfinger auf den Boden geben und indem Du die Ringfinger auf den Boden gibst, fühlst Du Dich besonders gut verankert. Du kannst Dir auch vorstellen, dass Du über die Ringfinger verwurzelt bist. Also, wenn Du das Gefühl hast, zu sehr abzuheben dann gib einfach die Ringfinger auf den Boden, spüre Verwurzelung und Ruhe.

Der Ringfinger im Vedanta und der indischen Mythologie

Der Ringfinger ist der Sattva-Finger. Sattva steht für Reinheit, Helligkeit, Freude, Erleuchtung und der Ringfinger steht für Sattva. Der Ringfinger befindet sich zwischen dem kleinen Finger, der für Rajas steht und dem Mittelfinger, der für Tamas steht.

Rajas steht für Unruhe, Aktivität und Tamas für Trägheit. Rajas steht auch für Eingebildetheit oder Durchsetzungsvermögen, aber Rajas steht unter anderem auch für Aggression. Tamas bedeutet auch Antriebslosigkeit und Sattva steht zwischen Rajas und Tamas. Sattva bekommt vom Rajas die Energie und den Enthusiasmus, vom Mittelfinger und damit vom Tamas die Ruhe und Gelassenheit. Sattva ist also auch energiegeladene Gelassenheit oder ruhige Freude.

Der Ringfinger wird gerne dekoriert mit einem Ring, deshalb heißt er ja auch Ringfinger. Die Inder tragen auch an anderen Fingern Ringe, aber der eigentliche Ringfinger ist von besonderer Bedeutung. Der Ringfinger wird auch als Schmuckfinger bezeichnet und symbolisiert im Vedanta das Sattva, die Reinheit.

Ringfinger in den Fingermudras: Videos

Hier ein paar Videos über die Bedeutung und Verwendung des Ringfingers in den Finger-Mudras:

Ringfinger in Vedanta und der indischen Mythologie:

Ringfinger, sein Element und Chakra:

Der Ringfinger und sein Planet:

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Einige Finger-Mudras

Hier ein paar der fast 200 Finger-Mudras, die du hier im Wiki findest: