Großartig

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Großartig: Was versteht man unter großartig? Wie ist es zu verstehen, großartig zu sein? Woher stammt das Wort? Erfahre hier einiges zum Adjektiv großartig: Großartig ist eine Eigenschaft, die für etwas Beeindruckendes, Erstaunliches oder auch Hervorragendes steht. So gibt es großartige Bauwerke, Schriften, Momente, Künstler, Naturschauspiele u. v. m. Im Großartigen offenbart sich die Größe und Schönheit Gottes. Es zeigt auch, dass Menschen mit Schöpfertum und Kreativität in der Lage sind, großartige Dinge zu schaffen.

Erfahre im weiteren Artikel mehr zum Eigenschaftswort großartig, wie es verwendet wird. Du erfährst hier auch einiges über Wortbildungen, die mit großartig etwas gemeinsam haben, Synonyme (ähnliche Wörter) zu großartig. Interessant sind auch Gegenteile, Antonyme, von großartig. Der Begriff großartig ist die Bezeichnung für eine Eigenschaft, die du auch in dir trägst. Wenn du diese Eigenschaft in dir stärken willst, dann können die Affirmationen und Autosuggestionen am Ende dieses Yoga Wiki Artikels für dich besonders interessant sein. Hier also einige Gedanken zu großartig. Überlege selbst, wie stark diese Eigenschaft in dir und deinen Mitmenschen wirksam ist - und ob du sie gerne mehr zum Ausdruck bringen willst oder auch nicht. Großartig ist das Adjektiv zu Großartigkeit. Viel mehr Infos zu großartig, einen umfangreicheren Artikel, viele Tipps und ein Vortragsvideo, gibt es im Hauptartikel zu dem entsprechende Substantiv, also unter Großartigkeit.

Sieh Gott in allem Großartigem

- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2020 -

Kommentar zur Bhagavad Gita Kapitel 10 ab Verse 35 bis 42

Hallo und herzlich Willkommen zu einem Vortrag im Rahmen der Yoga Vidya Schulung. Ich bin gerade dabei einige Vorträge aus der Yoga Vidya Schulungsreihe nachzuholen. So sind wir jetzt im 35. Vers des 10. Kapitels. Das nennt sich „Der Yoga der göttlichen Herrlichkeit“. In diesem Kapitel beschreibt Krishna, wie wir das Göttliche sehen können, indem wir es im Großartigen sehen.

Einige Weisen Gott zu sehen

Gott ist auch in der Jahreszeit der Blüte erfahrbar

Vers 35:

„Unter den Hymnen bin ich das Brihatsaman. Unter den Versmaßen bin ich das Gayatri. Unter den Monaten bin ich Margasirsha. Unter den Jahreszeiten bin ich die Jahreszeit der Blüte.“ Das sind so einige Weisen, wie du Gott sehen kannst. Du kannst selbst überlegen, welche Hymnen liegen dir besonders gut? Mit welchem Mantra, welchem Kirtan, welchem Lied kannst du Gott besonders spüren? Oder mit dem Gayatri Mantra. Du kannst das Gayatri wiederholen und dabei Gott spüren. Margasirsha ist in Indien der Monat von Mitte Dezember bis Mitte Januar. In den meisten Teilen Indiens ist das die angenehmste Zeit. Da gibt es keinen Monsun. Es ist nicht zu warm. In Rishikesh ist Margasirsha letztlich die kühlere Zeit, die nicht als besonders angenehm gilt. Gut, du kannst selbst überlegen: Was ist für mich die besonders schöne Zeit? Und wenn eine besonders schöne Jahreszeit ist, dann genieße es eben auch. Unter den Jahreszeiten bin ich die Jahreszeit der Blüte. Wann immer du Blüten siehst, siehe Gott darin.

Sieh Gott in besonderen Fähigkeiten der Menschen

Vers 36:

Ich bin das Glücksspiel des Betrügers. Ich bin das Strahlende im Strahlen. Ich bin der Sieg. Ich bin die Entschlossenheit (der Entschlossenen). Ich bin die Güte der Gütigen.

Er sagt: „Ich bin das Glücksspiel des Betrügers.“. Gott ist selbst in den besonderen Fähigkeiten der Menschen, die einen betrügen. Auch darin kannst du Gott sehen. Wobei natürlich noch dazu gesagt, „Ich bin das Glückspiel des Betrügers“, immerhin ist es im Glücksspiel nicht ganz so schlimm wie bei anderen Dingen. Menschen erwarten, dass beim Glücksspiel auch Dinge schief gehen. Wo man sagen kann, dann mach’s beim Glücksspiel. Aber man kann es auch noch anders ausbauen. Man kann sagen: „Auch in der Großartigkeit darin, wie Menschen andere betrügen, kann man auch irgendwo Respekt spüren.“. Natürlich gelten im Yoga Satya und Asteya – Wahrhaftigkeit und nicht stehlen. Manchmal wenn dir übel mitgespielt wird, kannst du auch sagen: „Wow, der hat besondere Fähigkeiten.“

Natürlich, „Ich bin das Strahlende im Strahlen.“. Wenn du etwas Strahlendes siehst oder jemand strahlt, dann kannst du sehen: „Ah! Da manifestiert sich Gott.“. „Ich bin der Sieg.“. Natürlich, Gott ist auch die Niederlage. Aber wann immer du irgendetwas Gutes machst, wann immer dir etwas gelingt, halte einen Moment inne, feiere und sei dankbar. Das ist etwas, was ich selbst durchaus noch weiter ausbauen müsste. Irgendwo zu lernen, ja, wann immer etwas abgeschlossen ist, ein Projekt abgeschlossen ist, dann ist es gut zu feiern und Gott dankbar zu sein.

„Ich bin die Entschlossenheit der Entschlossenen.“ sagt Krishna. „Ich bin die Entschlossenheit der Entschlossenen.“. Also du siehst manchmal Menschen, die sind entschlossen etwas zu tun und die setzen das um. Sieh darin das Göttliche. Diese Entschlossenheit kommt auch in dir. „Ich bin die Güte der Gütigen.“. Wenn du jemanden siehst, der besonders gütig ist, dann wertschätze das. Und spüre: Auch darin manifestiert sich Gott.

Sieh Gott in dem, der für alle etwas tut

Diene jedem Menschen - Tue Gutes

Vers 37:

Unter den Vrishnis bin ich Vasudeva. Unter den Pandavas bin ich Arjuna. Unter den Weisen bin ich Vyasa. Unter den Dichtern bin ich der Poet Ushanas.

Hier gibt es also, zum einen kann man sagen: „Unter den Vrishnis bin ich Vasudeva.“. Gut, Vasudeva ist natürlich Krishna. Man könnte sagen: Jetzt lobt sich Krishna selbst. Vasudeva, es ist Krishna dabei. Trotzdem kann man auch sagen „Vasudeva“ heißt auch „der Gott für alle Geschöpfe“. Man könnte auch sagen: Unter denjenigen, der in einem Land besonders für alle Geschöpfe da ist, über den manifestiert sich Gott am meisten. Fast jeder Mensch will für irgendwelche Leute auch etwas Gutes tun. Viele machen es aber nur für ihre Familie und die, mit denen sie sich identifizieren. Aber derjenige ragt besonders heraus, der für alle Wesen etwas tut.

Gut und er sagt: „Unter den Pandavas bin ich Arjuna.“ Krishna spricht ja zu Arjuna und er sagt eben auch: „Sieh auch in dir selbst Gott. Auch in dir manifestiert sich Gott.“ „Unter den Weisen bin ich Vyasa.“ Du kannst auch selbst überlegen: Wer ist für dich besonders weise? In wem siehst du eine besondere Manifestation Gottes?

Und: „Unter den Dichtern bin ich der Poet Ushanas.“ Ushanas galt als göttlicher Weiser und Priester. Bei ihm war es besonders, dass er nicht nur ein großer Dichter war, sondern gleichzeitig war er ein großer Yogi und Asket. Aber auch hier könntest du sagen: Vielleicht bist du von einem Dichter besonders angezogen. Spüre den Respekt und die Hochachtung. Spüre das Staunen.

Sie Gott in dem Wissen anderer

Vers 38:

Unter den Strafenden bin ich das Zepter. Unter denen, die den Sieg erwünschen, bin ich die Kunst des Staatsmannes. Und ich bin auch die Stille unter den Geheimnissen. Kenntnis bin ich unter den Wissenden.

Strafend ist das Zepter. Zepter heißt jetzt nicht, jemanden physisch zu bestrafen, noch nicht mal ins Gefängnis zu setzen. Du kannst sagen: Das Zepter ist derjenige, der etwas hochhält und sagt: ‚So geht es nicht.‘. Ich kann mich daran erinnern, dass es irgendwann mal eine gewisse Krise in einem Ashram gab, wo ich war. Mir war untersagt worden irgendjemanden rauszuwerfen. Ich sollte einfach freundlich mit den Menschen umgehen. Und Dinge waren irgendwie nicht gut gegangen. „Ich kann ja gar nichts machen.“. Und dann habe ich irgendwo den Tipp bekommen: „Doch! Du kannst Menschen Rückmeldungen geben.“. Gib Menschen einfach Rückmeldungen. Du brauchst nicht zu drohen. Du brauchst Menschen nicht zu bestrafen. Sage ihnen nur einfach, was du von ihnen willst. Und sage ihnen auch, wenn das, was sie gemacht haben, nicht ganz dir oder dem, was du von ihnen erwartet hast, entspricht.

Und hier: „Unter denen die den Sieg wünschen, bin ich die Kunst des Staatsmannes.“. Besser du bist staatsmännisch. Besser du bemühst dich mit allen gut umzugehen statt zu kämpfen. Wenn du den Sieg wünschst, ist es besser das friedvoll, kunstvoll und staatsmännisch zu machen. Wenn du ein Geheimnis bekommst, dann halte es auch. Sei still. Und „die Kenntnis unter den Wissenden“. Viele Menschen bilden sich ein, sie seien wissend. Aber Krishna sagt: „Ich bin die Kenntnis unter den Wissenden.“. Man kann aber auch sagen: Bewundere immer wieder das Wissen, das andere Menschen haben. Jeder Mensch ist auf irgendeinem Gebiet Spezialist. Lerne das wertzuschätzen und darin Gott zu erfahren.

Alle Kräfte kommen letztlich aus Gott

Krishna: Jeder Same bin ich ebenfalls

Vers 39:

Und jeder Same aller Wesen bin ich ebenfalls, oh Arjuna. Es gibt kein bewegtes oder unbewegtes Wesen, das ohne mich sein kann.

In der Tiefe seines Wesens ist jeder Mensch eins mit Gott. Es kann deshalb kein Mensch ohne Gott existieren, weil er nicht ohne die Tiefe seines Wesens existiert. Auch im relativen Aspekt können wir immer sagen: Alle Kräfte kommen letztlich aus Gott.

Sieh, was du täglich an Großartigem erfährst

Vers 40:

Meinen göttlichen Herrlichkeiten ist kein Ende gesetzt, oh Arjuna. Dies ist nur eine kurze Darstellung einiger Besonderheiten unter meinen göttlichen Herrlichkeiten.

Also Krishna hat eine Aufzählung gemacht. Das soll keine endgültige Aufzählung sein, sondern soll nur sagen: Das sind nur Beispiele. Überlege dir selbst, was du jeden Tag an Großartigem erfährst. Nimm dir einen Moment des Staunens und sieh Gott in diesem.

Entwickelte Fähigkeiten spiegeln den Glanz Gottes

Vers 41:

Jedes ruhmreiche, wohlhabende oder mächtige Wesen wisse, es ist eine Manifestation von einem Teil meines Glanzes.

Jeder, der seine Fähigkeiten entwickelt, der wird letztlich zur Manifestation Gottes. Auf eine gewisse Weise ist jeder Mensch eine Manifestation Gottes. Aber wenn du selbst eine Fähigkeit entwickelst, wirst du zu einer besonderen Manifestation. Zu Vibhuti, einer besonderen Herrlichkeit, einer besonderen göttlichen Herrlichkeit. Zum einen entwickle es in dir selbst und schätze das Großartige, Ruhmreiche, aber auch das Tugendhafte in anderen wert. Wenn du magst, halte nach diesem Podcast/Vortrag einen Moment inne und mache eine Aufzählung von zehn Dingen, die du in dieser Welt oder in einem anderen Menschen bewunderst.

Ich bin und erhalte die ganze Welt

Vers 42:

Was nützt es dir jedoch, all diese Einzelheiten zu kennen, oh Arjuna? Ich bin und ich erhalte mit einem Teil von mir selbst diese ganze Welt.

So endet in den Upanishaden der glorreichen Bhagavad Gita, der Wissenschaft vom Ewigen, der Schrift über Yoga, des Dialogs zwischen Shri Krishna und Arjuna, das 10. Kapitel mit dem Namen: Vibhuti Yoga – Der Yoga der göttlichen Herrlichkeiten.

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Video - Sieh Gott in allem Großartigem

Großartig - Verwandte Begriffe

Hier ein paar Wörter, die mit großartig im Zusammenhang stehen. Zunächst ein paar Wörter, die den gleichen Wortstamm haben:

  • Das Substantiv zu großartig ist Großartigkeit.
  • Das Substantivus Agens, also das Wort, das den Handelnden bezeichnet, ist Großartiger.
  • Ein Verb dazu ist vergrößern.

Gegenteil von großartig - Antonyme

Ein Antonym ist ein Gegenteil. Manchmal versteht man Tugenden am besten, indem man sie in Verbindung setzt mit ihrem Gegenteil. Manchmal ist das Gegenteil einer Tugend auch eine Tugend, manchmal auch ein Laster bzw. eine Untugend. Hier also einige Gegenteile von großartig, also Antonyme:

Ausgleichende Tugenden

Vieles, was ins Extrem geführt wird, wird zur Untugend. So braucht auch großartig einen Gegenpol. Hier einige Gegenpole, also positive Antonyme zu großartig:

Antonyme, negative Eigenschaften

Hier einige Beispiele von Gegenteilen, Antonymen, von großartig, die man als Laster, bzw. negative Eigenschaften ansehen kann:

Ähnliche Wörter wie großartig - Synonyme

Synonyme sind Wörter mit ähnlicher Bedeutung. Hier einige Synonyme zu großartig. Manche der Synonyme haben positive Bedeutung. Allerdings gilt auch: Eine Tugend in einem anderen Kontext, oder auch eine Tugend, die übertrieben wird, kann auch negative Bedeutung haben.

Positive Synonyme zu großartig

Hier also einige Beispiele von positiven Synonymen zu großartig:

Negative Synonyme zu großartig

Eine eigentlich positive Eigenschaft übertrieben oder in einem anderen Kontext kann negativ sein. Man kann auch die gleiche Eigenschaft sowohl positiv als auch negativ sehen. Hier einige Beispiele von negativen Synonymen zu großartig:

Großartigkeit Affirmationen

Willst du die Eigenschaft Großartigkeit in dir entwickeln, stärker werden lassen, kultivieren? Hier findest du ein paar Tipps dazu:

  • Klassische Autosuggestion: Ich bin großartig.
  • Entwicklungsbezogene Affirmation: Ich entwickle Großartigkeit.
  • Wunder-Affirmation: Angenommen, ich wäre großartig, wie würde sich das anfühlen, was würde sich ändern, wie würde ich reagieren?

Hilfreich ist natürlich auch eine Meditation, in welcher du diese Eigenschaft in dir stärker werden lassen kannst. Mehr Infos findest du dazu unter dem Stichwort Eigenschaftsmeditation. Schaue auch nach unter dem Stichwort Kultivierung positiver Eigenschaften.

Hier ein Video mit Tipps zur Kultivierung von Tugenden, Eigenschaften:

Siehe auch

Eigenschaften im Alphabet vor und nach großartig

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach großartig kommen:

Hier einige Eigenschaften als Substantive mit ähnlichem Anfangsbuchstaben:

Literatur

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