Göttlich

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göttliches Naturschauspiel

Göttlich: Was bedeutet göttlich? Was kann es heißen, göttlich zu sein? Woher stammt das Wort? Erfahre hier einiges zum Adjektiv göttlich: Göttlich zu sein bedeutet, die niederen Zustände transzendiert und die höchste Wahrheit verwirklicht zu haben. Göttliche Wesen wirken aus der allumfassenden großen Liebe und Barmherzigkeit heraus, um anderen zu helfen, sie zu erheben, ihnen den Weg zu Gott zu weisen.

Erfahre im weiteren Artikel mehr zum Eigenschaftswort göttlich, was es bedeutet, wie man es verwenden kann. Informiere dich hier auch über andere Wörter, die mit göttlich zusammenhängen, ähnliche Wörter, also Synonyme, wie göttlich sowie Wörter mit der entgegengesetzten Bedeutung, also Antonyme, zu göttlich. Das Adjektiv göttlich hat viele Aspekte, manche davon sind hilfreich in vielen Lebenssituationen. Um diese Eigenschaft zu kultivieren, findest du in diesem Yoga Wiki Artikel Affirmationen und Autosuggestionen zu göttlich. Du kannst darüber nachdenken, ob du diese Eigenschaft kultivieren willst. Göttlich ist das Adjektiv zum Substantiv Gott. Einige weitergehenden Anregungen, Denkanstöße und Überlegungen zu göttlich, einen umfangreicheren Artikel, viele Tipps und ein Vortragsvideo, sind zu finden in einem umfangreicheren Artikel, Stichwort Gott.

Erkenne das Göttliche

Das Licht in der Sonne ist göttlich

- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2019 -

Das sind einige Themen, über die Krishna in dem 15 Kapitel spricht und ich kommentiere darüber, ab dem 10 Vers.

Die Getäuschten sehen Ihn nicht

Kapitel 15 Vers 10:

Krishna spricht:

„Die Getäuschten sehen nicht den scheidenden, verweilenden und erlebenden. Die Menschen, die aber das Auge der Erkenntnis haben, nehmen ihn wahr.

Die Yogis die nach Vollkommenheit streben, nehmen ihn, das Göttliche im Selbst weilend wahr. Die Groben und Unintelligenten sehen ihn nicht. Auch wenn sie danach streben.

Hier unterscheidet er zwei Arten von Menschen. Es gibt zum einen die Getäuschten, welche das Göttliche nicht sehen, welcher scheidet, verweilt und erlebt. Dein wahres Bewusstsein kommt in diesen Körper hinein und verlässt diesen Körper, also bist du nicht der Körper und auch nicht die Psyche. Du bist das unsterbliche Selbst, was die Getäuschten nicht sehen. Sie sehen Menschen vor sich, die Körper, Psyche, Wünsche und Anliegen haben.

Yogis mit Erkenntnis nehmen Gott wahr

Aber die Yogis, die das Auge der Erkenntnis haben. Die wissen, dass da Gott ist, der sich in Körper und Psyche manifestiert oder Purusha, Atman oder Brahman, das höchste Selbst. Die Yogis, die Yoga übenden, die nach Vollkommenheit streben, versuchen in jedem Wesen das Göttliche zu sehen und auch in sich Selbst.

Jeder wird langfristig das Höchste verwirklichen

Die Groben und die Unintelligenten mögen nach dem Unendlichen streben, aber es wird noch eine Weile dauern, bis sie das Unendliche wahrnehmen. Vielleicht bist du gerade grob und unintelligent und bemühst dich das Göttliche immer wieder zu sehen. Stellst aber immer wieder fest, dass es dir nicht gelingt und du sich wieder über andere ärgerst. Das macht nichts, denn langfristig wirst du das Höchste verwirklichen.

Löse dich von dieser Welt

Kapitel 15 Vers 12:

„Das Licht, das in der Sonne ist und die ganze Welt erhellt, das im Mond und im Feuer ist. Wisse dass dies mein Licht ist.“

Kapitel 15 Vers 13:

„Ich durchdringe die Erde und erhalte alle Wesen durch meine Energie. Ich werde zum wässrigen Mond und nähre alle Kräuter.“

Ab dieser Stelle ändert sich wieder der Ton der Bhagavad Gita. Denn das 15 Kapitel ist ein bisschen so, wie eine Dramaturgie. Erst dieser schöne romantische herzöffnende Vergleich: Ashvatama Baum. Die ganze Welt wie ein Baum und alle Wesen, wie Blätter an einem Baum und alles wird zusammen genährt. Irgendwo hängt alles mit allem zusammen und nährt sich alles.

Dann soll man den Baum mit dem Schwert der Unterscheidungskraft fällen und erkennen, dass man nichts mehr mit dieser Welt zu tun hat. Du bist das unsterbliche Selbst und Gott selbst manifestiert sich als die Einzelseele und will die Einzelseele zurückziehen. Löse dich von dieser Welt und habe nichts mehr mit ihr zu tun.

Alles ist letztlich Gott

Aber jetzt löst er die Dualität auf und sagt, dass er auch das Licht ist, das in der Sonne ist. Er ist auch im Mond und im Feuer. Also wo immer du Licht siehst, kannst du sagen, dass da Gott ist. Er sagt aber auch, dass Gott die ganze Erde ist und die ganze Erde Gott ist.

Er erhält alle Wesen durch seine Energie, also auch das Prana und Ojas, all das ist auch Gott. Er sagt: „Ich werde zum wässrigen Mond und nähre alle Kräuter.“ Natürlich ist da nicht der physische Mond gemeint, sondern hier steht Soma und Soma kann man auch mit Wasser übersetzten. Alle Pflanzensäfte, alles was die Pflanzen brauchen. So löst er alle Dualitäten auf, denn er sagt auf der einen Seite, dass man sich selbst als das höchste Selbst erkennen soll und auf der anderen, dass die Welt auch eine Manifestation Gottes ist. Gott ist Purushottama, das höchste Bewusstsein. Gott ist die Einzelseele in jedem Wesen und Gott ist auch diese Welt. Alles ist letztlich Gott.

Essen als Opferzeremonie für Gott

15 Kapitel Vers 14:

„Nachdem ich zum Feuer vaishvanara geworden bin, wohne ich im Körper aller Lebewesen und in Verbindung mit prana und apana verdaue ich die vierfache Nahrung.“

So sagt er, dass Gott auch das Feuer, das Verdauungsfeuer ist. Gott ist auch die Verdauungskraft. Ein wunderschönes Beispiel dafür ist, dass wenn du das nächste Mal isst, solltest du nicht einfach so essen, sondern sage, dass du Gott Opfer darbringst. Also das Essen ist eine Opferzeremonie für Gott und Gott als vaishvanara, als agni, als Verdauungsfeuer und verdaut dann auch das Essen. Gott ist auch prana und apana. Also die aufbauenden und abbauenden Prozesse.

Gott wohnt in allen Herzen

Erkenne das Göttliche in dir und anderen

15. Kapitel Vers 15:

„Ich wohne in den Herzen aller. Aus mir kommen Erinnerungen und Erkenntnis, eben sowie deren fehlen. Ich bin in Wahrheit das, was durch alle Veden erfahren werden muss. Ich bin in der Tat der Schöpfer des Vedanta und auch der Kenner der Veden.“

Jetzt wird es zur Absoluten Einheit. Krishna sagt, dass er in Herzen aller wohnt und, dass er die Erkenntnis und die Erinnerung ist. Die gute Erinnerung, aber auch das Fehlen. Wenn jemand verblendet ist, kannst du auch sagen, dass sich hier Gott in Gestalt eines Verblendeten Gemütszustandes manifestiert. Und hier manifestiert sich Gott in Gestalt eines Wissens. Hier manifestiert sich Gott in Gestalt, eines guten Vorsatzes, der gehalten worden ist. In diesem Wesen manifestiert sich gerade Gott in Gestalt, des Vergessens und wenn du ein spirituelles Buch liest, dann kannst du sagen, dass Gott dort drin ist.

Gott ist unvergänglich und unzerstörbar

15 Kapitel Vers 16:

„Es gibt wahrlich zwei Arten belebender Prinzipien in der Welt. Das Vergängliche und das Unvergängliche. Alle Geschöpfe sind vergänglich und der Unveränderliche wird unzerstörbar genannt.“

Man könnte sagen, dass es in dieser Welt zwei Prinzipien gibt. Der Körper, die Gemütszustände, Lob und Tadel, Gesundheit und Krankheit sind vergänglich. Deine Beziehungen mit anderen Menschen sind auch vergänglich, denn wenn man zum Beispiel schon seit 20 Jahren mit einem Partner zusammen ist, dann verändert sich diese Beziehung. Und angenommen, dass du schon seit 20 Jahren beim gleichen Job bist, dann ist es heute auch anders, als vor 20 Jahren. In dieser Welt ist so viel veränderlich, aber in dieser prakriti gibt es auch das was unveränderlich und unzerstörbar ist, die Ursächlichen Prinzipien. Aber selbst das Prinzip prakriti, was an sich unzerstörbar ist, weil es prakriti schon immer gab, ist noch nicht das Absolute.

Das Höchste Selbst gilt es zu erfahren

Kapitel 15 Vers 17:

„Anders jedoch ist der erhabene Purusha, der das höchste Selbst genannt wird, der unzerstörbare Herr, der die drei Welten erfüllt und sie erhellt.“

Es gibt also jenseits der Prakriti, die zum einen eben das vergängliche hat und zum anderen auch zum prakriti, wie dieser erhabene Ashvatama Baum scheinbar dauerhaft ist, gibt es den Unzerstörbaren Herren, Ishvara oder auch Purusha genannt. Paramatma, das Selbst aller Wesen. Und das gilt es zu erfahren.

Du kannst sagen, dass auf der einen Seite im Alltag etwas kommt und geht. Auf der anderen Seite ist alles mit allem verbunden und die ganze Natur ist irgendwo als Ganzes ein lebendiger Organismus. Dann gibt es hinter allem das Unendliche und Ewige.

Ich bin die höchste Seele

Kapitel 15 Vers 18:

„Da ich das Vergängliche und auch das Unvergängliche übersteige, wird von mir in der Welt und dem Veda gesagt, dass ich die höchste Seele sei.“

Krishna hat zuerst gesagt, dass er das Bewusstsein an sich ist, dann hat er gesagt, dass er auch die Individuelle Seele ist. Und dann hat er gesagt, dass er in der gesamten Prakriti ist, dann in jedem Teil der prakriti und jetzt sagt er, dass er die höchste Seele, also purushottama ist.

Gottverwirklichung ist der Sinn des Lebens

Kapitel 15 Vers 19:

„ Wer mich also frei von Täuschung, als den höchsten Purusha erkennt, der verehrt mich, da er alles kennt mit seinem ganzen Wesen, oh Arjuna. So habe ich diese höchst geheime Wissenschaft gelehrt, oh Sündenloser. Wenn ein Mensch dies weiß, wird er weiser und hat die Aufgabe und den Sinn seines Lebens erfüllt, Oh Arjuna.“

Hier will uns Krishna nochmal klarmachen, dass die Gottverwirklichung, die Selbstverwirklichung, deine Aufgabe und der Sinn des Lebens. Darum geht es in diesem Leben. Im 15 Kapitel beschreibt er das auf eine wundersame Weise.

Zusammenfassung

Hier nochmals diese Verse zusammen gefasst: Zunächst hat er im 10 Vers gesagt, dass es das Göttliche überall und im Selbst ist. Er hat geraten alle Verhaftungen loszulassen, um dieses Selbst wahrzunehmen. Dann hat er gesagt, dass sich das Göttliche im manifesten Universum manifestiert. Er hat auch gesagt, dass sich das Göttliche, als die Intelligenz, des Körpers manifestiert. Und daraufhin, dass es in der Äußeren Welt Vergängliches gibt und, dass das Prinzip, dass die ganze Welt zusammen ist, die Urenergie, die Prakriti, auch eine Manifestation Gottes ist.

Aber jenseits aller Manifestationen, gibt es Purushottama und dieses höchste Selbst zu erfahren, ist der Sinn des Lebens.

So endet in den Upanishaden, die glorreiche Bhagavad Gita der Wissenschaft vom Ewigen, die Schrift über Yoga. Des Dialogs zwischen Sri Krishna und Arjuna. Das 15 Kapitel, mit dem Namen der Yoga des Geistes.

Und hier eine kleine Hausaufgabe für dich: Erkenne dich selbst als das höchste Selbst. Erfahre, dass du selbst letztlich Göttliches Bewusstsein bist. Sei dir auch im Alltag bewusst, dass das ganze Universum eine Manifestation des Göttlichen ist. Jede Einzelseele ist eine Manifestation des Göttlichen. Auch in deinem eigenen Körper sind alle Kräfte Manifestationen des Göttlichen. Und hinter allem ist die eine höchste Göttliche Wirklichkeit. Meditiere darüber und lebe aus diesem Bewusstsein!

Video - Erkenne das Göttliche

Der Göttliche Name

Im Japa Yoga heißt es, dass man durch die Wiederholung des göttlichen Namens Gott erfahren kann. Erfahre hier, wie der Göttliche Name dich zum Gottesbewusstsein führen kann:

Göttliche Gegenwart

Gott ist immer da - so spricht man von der göttlichen Gegenwart. Du kannst diese göttliche Gegenwart erfahren und dir bewusst machen. Wie das geht - darüber erfahre in folgendem Video Vortrag:

Göttlich - Verwandte Begriffe

Hier ein paar Wörter, die mit göttlich im Zusammenhang stehen. Zunächst ein paar Wörter, die den gleichen Wortstamm haben:

  • Das Substantiv zu göttlich ist Gott.
  • Das Substantivus Agens, also das Wort, das den Handelnden bezeichnet, ist Gottliebender.
  • Ein Verb dazu ist vergöttern.

Gegenteil von göttlich - Antonyme

Ein Antonym ist ein Gegenteil. Manchmal versteht man Tugenden am besten, indem man sie in Verbindung setzt mit ihrem Gegenteil. Manchmal ist das Gegenteil einer Tugend auch eine Tugend, manchmal auch ein Laster bzw. eine Untugend. Hier also einige Gegenteile von göttlich, also Antonyme:

Ausgleichende Tugenden

Vieles, was ins Extrem geführt wird, wird zur Untugend. So braucht auch göttlich einen Gegenpol. Hier einige Gegenpole, also positive Antonyme zu göttlich:

Antonyme, negative Eigenschaften

Hier einige Beispiele von Gegenteilen, Antonymen, von göttlich, die man als Laster, bzw. negative Eigenschaften ansehen kann:

Ähnliche Wörter wie göttlich - Synonyme

Synonyme sind Wörter mit ähnlicher Bedeutung. Hier einige Synonyme zu göttlich. Manche der Synonyme haben positive Bedeutung. Allerdings gilt auch: Eine Tugend in einem anderen Kontext, oder auch eine Tugend, die übertrieben wird, kann auch negative Bedeutung haben.

Positive Synonyme zu göttlich

Hier also einige Beispiele von positiven Synonymen zu göttlich:

Negative Synonyme zu göttlich

Eine eigentlich positive Eigenschaft übertrieben oder in einem anderen Kontext kann negativ sein. Man kann auch die gleiche Eigenschaft sowohl positiv als auch negativ sehen. Hier einige Beispiele von negativen Synonymen zu göttlich:

Gott Affirmationen

Willst du die Eigenschaft Gott in dir entwickeln, stärker werden lassen, kultivieren? Hier findest du ein paar Tipps dazu:

  • Klassische Autosuggestion: Ich bin göttlich.
  • Entwicklungsbezogene Affirmation: Ich entwickle Gott.
  • Wunder-Affirmation: Angenommen, ich wäre göttlich, wie würde sich das anfühlen, was würde sich ändern, wie würde ich reagieren?

Hilfreich ist natürlich auch eine Meditation, in welcher du diese Eigenschaft in dir stärker werden lassen kannst. Mehr Infos findest du dazu unter dem Stichwort Eigenschaftsmeditation. Schaue auch nach unter dem Stichwort Kultivierung positiver Eigenschaften.

Hier ein Video mit Tipps zur Kultivierung von Tugenden, Eigenschaften:

Siehe auch

Eigenschaften im Alphabet vor und nach göttlich

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach göttlich kommen:


Hier einige Eigenschaften als Substantive mit ähnlichem Anfangsbuchstaben:

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