Kirche

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Kirche: Der Begriff Kirche (kyriake: griechisch = dem Herrn zugehörig) kann ein Gebäude oder aber die Organisation der Anhängerschaft Jesu Christi meinen. Die Kirche als Organisation gliedert sich heute in verschiedene Konfessionen, wie etwa die römisch-katholische Kirche oder die lutherische, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Eine Baptistenkirche in Four Oaks, North Carolina, USA

Katholische Kirche

Jesus Christus

Die katholische Kirche als älteste Konfession führt ihre Existenz auf den Apostel Petrus zurück, den Jesus zum Fundament der Kirche machen wollte. Er soll nach Jesu Tod und Auferstehung die Gemeinde in Rom begründet und geleitet haben. Auch die übrigen elf Jünger Jesu gründeten an verschiedenen Orten Gemeinden und organisierten ihre Nachfolge durch verschiedene Ämter: Bischöfe, Priester und Diakone. Der Apostel Thomas soll bis nach Indien gewandert sein und dort den neuen Glauben verbreitet haben.

Sowie die Apostel von ihrem Lehrer, man könnte auch Guru sagen, Jesus instruiert worden waren, gaben die Zwölf nun ihr Wissen an diese neuen Amtsträger weiter, diese wiederum an ihre Nachfolger und so weiter. Jahrzehnte nach Jesu Tod wurden dann seine Worte und Taten in den Evangelien niedergeschrieben. In den Sakramenten, wie Taufe, Abendmahl usw. werden Rituale behandelt, die ebenfalls auf Jesus und seine direkten Schüler zurückgehen sollen. In den sakramentalen Handlungen der Kirche wird das göttliche Heil gleichsam konserviert, verwaltet und an die Gläubigen vermittelt. Die römisch-katholische Kirche ist ihrem Selbstverständnis nach selber ein großes Sakrament.

Verhältnis Kirche und Yoga

Teile des Klerus, also besagter Amtsträger, standen oder stehen dem Yoga noch heute ablehnend gegenüber, da sie den hinduistischen Einfluss auf das christlich geprägte Abendland fürchten. Einige Lehren der Veden sind nicht identisch mit denen der Bibel, andere dagegen finden sich in beiden heiligen Schriften. Dabei ist zu beachten, dass Yoga selber keine Religion ist und auch nicht mit dem heutigen Hinduismus identisch ist. Yoga wurzelt zwar in den Veden, besonders den Upanishaden, die auch die Grundlage des heutigen Hinduismus bilden.

Yoga ist aber wie die Mystik ein religions- und konfessionsübergreifendes Phänomen. Der Yoga kennt keine Dogmen, also festgelegte, heilige Glaubenssätze, wie es die Kirchen tun. Es gibt kein eigenes Rechtssystem wie in den großen Konfessionen mit ihrem Kirchenrecht. Es gibt im Yoga keine unfehlbare heilige Autorität wie es der Papst als Stellvertreter Jesu Christi auf Erden zumindest für Katholiken sein will. Yoga ist spirituelle Praxis, die den Übenden auf die Erfahrung des Absoluten in seinem Innern vorbereiten will. Von daher kann auch jeder Christ Yogi sein und muss nicht erst Hindu werden.

Swami Sivananda und die Kirche

Der Gründer des ganzheitlichen Yoga war der Sohn eines hinduistischen Priesters, eines Brahmanen, und natürlich nicht getauft, gehörte also keiner Kirche an. 1903 wechselte der junge Sivananda nach dem Besuch der Rajah High School auf das kirchliche S.P.G College in Trichinopoly. Der Leiter dieser Schule war Bischof Walsh, einige Lehrende könnten auch dem Klerus angehört haben. An diesem College hat der junge Sivananda nicht nur die Bibel und das Christentum näher kennen gelernt, sondern eben auch die (anglikanische) Kirche Englands. Sivananda wird als Klassenbester 1905 den Abschluss machen. Seine guten Kenntnisse der Evangelien, seine sehr positive Meinung über Jesus und das Christentum gehen wohl auch auf diese Jahre an einer kirchlichen Einrichtung zurück. In späteren Jahren hatte er öfter mit Christen zu tun, die von ihm Yoga lernen wollten, aber nicht mehr mit der Kirche an sich. Ausnahme war wohl das Parlament der Religionen vom 3.-5.4.1953 in Rishikesh, an dem u.a. auch ein Pastor Catchpool als kirchlicher Delegierter teilnahm.

Siehe auch

Weblinks

Seminare

Christentum

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