Mudita

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Buddha im inneren Glück

1. Mudita (Sanskrit: मुदित mudita adj., m. u. n.) ist das PPP der Sanskrit Verbalwurzel (Dhatu) mud und bedeutet: erfreut, glücklich, froh; Bezeichnung einer Art von Dienern; eine bestimmte Umarmung der Geliebten (Priya).


2. Mudita (Sanskrit: मुदिता muditā f.) Freude, Glück, eine der im Yogasutra erwähnten vier Grundtugenden. Gemeint ist eine Freude, die man empfinden kann, wenn man einen oder mehrere Menschen trifft, die anderen uneigenützig helfen, dienen und freigiebig sind. Die Haupttugenden, die in diesem Menschen anwesend sind, werden erkannt und erzeugen diese Freude.


Sukadev über Mudita

Niederschrift eines Vortragsvideos (2015) von Sukadev über Mudita

Mudita ist ein Sanskrit-Wort, es ist ein Adjektiv und ein Substantiv. Als Substantiv heißt es zunächst mal Mitfreude. Mudita heißt aber auch allgemein Freude, es heißt Glück. Mudita als Adjektiv heißt "freudevoll“ und "glücklich“.

Mudita ist hauptsächlich die Mitfreude. Das heißt, jemand anderes freut sich, du freust dich mit ihm. Oder ihr feiert zusammen, das ist auch Mudita. Es gibt auch die einsame Freude und es gibt auch die innere Zufriedenheit und es gibt auch die Freude des Selbst, Ananda, es gibt Sukha, was auch Freude ist, wenn irgendetwas gelingt, und wenn du etwas Gutes isst, das ist auch Sukha, es gibt Bhoga, das ist Vergnügen. Also, verschiedene Worte, die alle für verschiedene Arten von Freude stehen.

Und Mudita ist vielleicht eine der besonders schönen Freuden, eben sich mit jemand anderes freuen, zusammen etwas enthusiastisch machen, oder sich freuen, wenn jemand anderes etwas gelungen ist. All das ist Mudita, die Mitfreude, eine so schöne Freude, die du immer wieder kultivieren kannst und wo du auch üben kannst. Wenn du jemand anderes siehst, dem etwas gelingt, freue dich darüber, anstatt neidisch zu sein, was ja auch manche Menschen machen, auch anstatt gleich zu warnen, "Hochmut kommt vor dem Fall“, stattdessen freue dich doch einfach mit dem anderen mit. Mudita – Mitfreude.

Die Yoga Sutras von Patanjali

मैत्रीकरुणामुदितोपेक्षाणां सुखदुःखपुण्यापुण्यविषयाणां भावनातश्चित्तप्रसादनम् || 1.33 ||

maitrī-karuṇā-muditopekṣaṇāṃ sukha-duḥkha-puṇyāpuṇya-viṣayāṇāṃ bhāvanātaś citta-prasādanam || 1.33 ||

Die Verwirklichung von Liebe (Maitri), Mitleid (Karuna), Heiterkeit (Mudita) und Gleichmut (Upeksha) in bezug auf Freude (Sukha) und Leid (Duhkha), Gutes (Punya) und Böses (Apunya) (führt zu) Abgeklärtheit des Geistes (Chitta).

Mudita im Buddhismus

Mudita ist eine der fünf Bhavanas oder Meditationen gemäß den Buddhisten, eines der Meditationssysteme in welchem die buddhistischen Priester sich engagieren sollen.

Das Wort "Mudita" bedeutet Freude oder Wohlbehagen am Wohlergehen anderer. Es wird gewöhnlich als mitfühlende oder selbstlose Freude interpretiert. Es ist eine Art Befriedigung durch Sichfreuen über anderer Leute Wohlergehen anstatt Neid zu empfinden. Buddhistische Lehrer beschreiben Mudita als innere Quelle grenzenloser Freude, die für alle immer verfügbar ist, unabhängig von Umständen. Je tiefer man aus der Quelle Muditas trinkt, desto sicherer wird man in seinem eigenen üppigen Glück. Man kann sich dann auch leichter an der Freude anderer Menschen mitfreuen.

Das gewöhnliche Beispiel für Mudita ist die Haltung der Eltern, welche die Errungenschaften und Erfolge eines heranwachsenden Kindes betrachten. Mudita wird als der schwierigste der Brahmaviharas betrachtet, der vier zu entwickelnden unermesslichen Tugenden. Mudita zeigen heißt, das Glück und den Erfolg der anderen zu feiern, selbst wenn man selbst einer Tragödie ins Auge blickt.

Die Hauptgegner Muditas sind Eifersucht und Neid. Diese beiden Geisteszustände sind in Opposition. Muditas anderer Gegegnsatz ist eine Qualität, die oberflächlich Mudita ähnelt, aber tatsächlich in subtilerer Weise ihr entgegensteht, eine Erregung, die als Haschen nach einer vergnüglichen Erfahrung aus einem Gefühl von Ungenügen oder Mangel wahrgenommen wird.

Mudita ist also die Meditation über Freude, aber nicht jene, die aus irdischem Besitz kommt. Sie ist gleichgültig Individuen gegenüber und bezieht sich auf alle bewussten Wesen.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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