Baum

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1. Bäume stellen eine wichtige Quelle von Sauerstoff und somit Prana dar. Ein Baum strahlt durch seine tiefen Wurzeln, seinen festen Stamm und seine weite Krone eine besondere Form von Lebensenergie dar. Durch das Umarmen von Bäumen ist sein Prana teilweise direkt zu spüren.

Der Baum (Vrikshasana)im Hatha Yoga. Praktiziere Yoga

Die Meditation auf die gesamte Aura eines Baumes, das Rauschen seiner Blätter im Wind, seinen Duft oder seine Festigkeit ermöglicht tiefe spirituelle Erlebnisse. Hierdurch machen wir eine direkte Erfahrung mit der Natur. Auch unsere innere Natur (Sat Chid Ananda), unser wahres Selbst wird erfahrbar. Eine wichtige Yogaübung für inneres und äußeres Gleichgewicht ist die Baumstellung Vrikshasana. Sie hilft uns bei der Erdung und bringt durch eine höhere Durchblutung des Corpus Callosums unsere beiden Gehirnhälften wieder in Einklang.

2. Baum, eine Stellung (Asana) im Hatha Yoga, im Sanskrit Vrikshasana genannt. Unter diesem Begriff findest du alles zu einer dieser 84 Hauptasanas im Yoga. Sie hilft uns bei der Erdung und bringt durch eine höhere Durchblutung des Corpus Callosums unsere beiden Gehirnhälften wieder in Einklang.

Mehr zur Yoga Übung Baum findest du unter diesem Link: Vrikshasana.

Bäume umarmen

Übungsbeschreibung von Bhajan Noam

Bei dieser Übung geht es nicht darum, tatsächlich einen Baum zu umarmen, obgleich auch das immer wieder eine wunderbare Erfahrung ist. Du nimmst bei ihr eine Haltung ein, als würdest du einen dicken Baumstamm umarmen.

Baum umarmen und Energie spüren

Zuvor aber lege eine Weile deine Hände auf den Bauch und atme bewusst unter die Hände, sodass du die Bewegung des Ein- und Ausatmens deutlich spürst. Nimm dann einen schulterbreiten Stand ein, sei locker in den Knien, kippe das Becken unten etwas nach vorne und halte nun deine Arme in Brusthöhe wie beim Umarmen eines Baumes. Atme weiterhin langsam, sanft und tief in deinen Bauch. Reichere dich dabei mit Prana an.

Stelle dir vor, dass sich dein Rumpf immer mehr mit Prana anfüllt, bis es letztlich in deine Arme überfließt und bis in die Hände hinein strömt. Nun ist es nicht mehr die Muskelkraft, die deine Arme erhoben hält, es ist die Energie, die sie trägt und die es dir immer leichter machen wird, in dieser Position zu verweilen. Lasse deine Schultern bewusst locker. Wenn du Spannungen und Schwere spürst während des Übens, lenke die Aufmerksamkeit auf den Atem. Prana wird allmählich die Spannungen auflösen und du wirst eine starke Wärme spüren. Bleibe beim ersten Mal fünf Minuten in dieser Position. Du kannst es täglich steigern, bis du bei einer halben Stunde angelangt bist, ohne dass es dich anstrengen wird.

Ich nennen diese Übung auch die „Therapeutenübung“, weil sie Körpertherapeuten und Energiearbeitern hilft, vermehrt die Energie aus dem Bauchzentrum, „Hara“, abzugeben und auch von hier die Kraft zur jeweiligen Behandlung kommen zu lassen. – Das gilt in gleicher Weise auch für alle Tätigkeiten des normalen Alltags. Wenn du durch die Übung gelernt hast, dich im „Hara“ zu zentrieren, dich hier mit Atem/Prana anzureichen und dann diese Kraft in deine Tätigkeit fließen zu lassen, wird dir bald alles deutlich leichter von der Hand gehen.

Es ist ein erheblicher Unterschied, ob du vom Kopf her – wie üblich – deinem Körper befielst, dieses oder jenes zu tun, was deine pure Muskelkraft beansprucht, oder ob du mittels vertieften Atems in de Bauch Prana anreicherst und von dieser Energie alle deine Aktivitäten führen und tragen lässt. „Einen Baum umarmen“ ist eine der wichtigen Basisübungen. Sie erfüllt die Aktivitäten des Lebens mit neuem Bewusstsein und lässt dich mit Freude an sie herangehen.

Quelle

Die Eiche als spiritueller Kraftort

Mein spiritueller Kraftort liegt zwischen Bodensee und Alpen, am Rande (m)einer kleinen Bergstadt. Auf ungefähr 800 m Höhe, auf einer Wiese, leichte Anhöhe, haben sich vor über 100 Jahren 3 Eichen angewurzelt. Die mittlere liegt am Höchsten und hat den festesten Stand, die größte Erdung. Die beiden daneben sind gezeichnet von Wind und Wetter der letzten Jahrzehnte.

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Die mittlere Eiche ist für mich der Ort, wo ich jederzeit Kraft auftanken, mich wieder erden kann. Ich versuche den mächtigen Stamm zu umarmen, was mir zu vielleicht einem Viertel gelingt. Dann kann ich den Baum mit seiner Aura, seiner tiefen Verbindung mit der Mutter Erde, seiner unbeschreiblichen Energie, voll und ganz spüren und in mich hineinatmen. Ich reibe meine Nase an seine Rinde. Der einzigartige Geruch seiner Baumrinde erinnert mich an Kindheitserlebnisse - Katze, Bauernhof, Oma, Natur, Blumen, Heu … Wenn ich mich umdrehe, mit dem Rücken an den Stamm lehne, damit auch mein Rücken Energie aufnehmen kann, sehe ich direkt den Säntis mit Altmann. Dann ahne ich zu begreifen, woher der Baum die Kraft nimmt und ich frage mich, ob ich es ihm nicht gleichtun kann. Meine Eiche lehrt mich die Natur in mich aufzunehmen und mich selbst wieder als ein Teil von ihr zu begreifen. Noch einmal wende ich mich meiner Eiche zu, spüre und atme sie tief in mich hinein, bin reich beschenkt worden und verabschiede mich bis zum nächsten Mal.

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Dann, wenn ich fühle daß es wieder so weit ist, mich innig mit meiner Eiche zu verbinden, zieht es mich wie magisch zu ihr hin. Manchmal schickt sie mir auch mit dem Wind einen kleinen Gruß zu, ich verbinde mich dann geistig mit ihr und komme in meine Mitte zurück. Ich bin dankbar, so etwas wundervolles gefunden zu haben und es genießen zu dürfen.

Petra Liebsch

Weitere Informationen zur Yogastellung Baum bzw. Vrikshasana

Für weiteres Wissenswertes rund um die Yogastellung Baum bzw. Vrikshasana klicke hier. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl anderer Asanas, die deinen Übungsplan bereichern können. Eine Übersicht findest du hier.

Der unvergängliche Ashvattha Baum

In der Bhagavad Gita nutzt Krishna den Baum als Analogie für das gesamte Universum: So wie in einem Baum alles miteinander zusammenhängt, auch wenn einzelne Blätter und Blüten so eigenständig ausschauen, so hängt im Universum alles mit allem zusammen. Es gilt, sich als Teil des Weltenbaumes zu fühlen - aber dann über den Weltenbaum hinauszuwachsen. In der germanischen Mythologie wird von der Weltenesche als Weltenbaum gesprochen, in der Bhagavad Gita der Heilige Feigenbaum Ashvattha genannt. Hier ein Vortrag dazu, Kommentar zur Bhagavda Gita 15. Kapitel, Verse 1-2:

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