Vajroli Mudra

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Vajroli Mudra (Sanskrit: vajrolī mudrā f.) Übung zur Sublimierung der Energien (einfache Variation). Sitz mit gekreuzten Beinen (vorzugsweise nicht Siddhasana). Bequem einatmen. Luft anhalten. Mehrmals Energie von unten nach oben ziehen: Folgendes hintereinander machen: Beckenbodenmuskeln / Geschlechtsmuskeln von vorne nach hinten und von unten nach oben zusammenziehen, Anusschließmuskeln von unten nach oben zusammenziehen.
Swadhisthana Chakra - Element Wasser - Sitz der Sexualenergie Copyright

Mit dem Bewusstsein die Wirbelsäule hochwandern. Zungenoberseite gegen den Gaumen drücken. Zum Punkt zwischen den Augenbrauen schauen. Aufmerksamkeit zum Sahasrara Chakra bringen. Kann auch beim Anhalten in der Wechselatmung, bei einigen Asanas und zur Sublimierung der sexuellen Energie angewandt werden.

Sukadev über Vajroli Mudra

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Vajroli Mudra

Vajroli Mudra ist eine Mudra, um die sexuelle Energie zu sublimieren, in die höheren Chakras zu führen. Vajroli Mudra ist auch eine Mudra, eine Energie-Übung, um die Energie der unteren Chakras von unten nach oben zu bringen, wellenförmig von unten nach oben. Bei Yoga Vidya haben wir zwei Haupt-Vajroli-Mudra-Techniken, es gibt das kleine Vajroli Mudra und das große Vajroli Mudra. Diese können angewandt werden während Asanas, während Pranayama, das große Vajroli Mudra nach langem und fortgeschrittenem Pranayama. Was Vajroli Mudra genau ist, dazu gehe auf unsere Internetseite, auf www.yoga-vidya.de. Dort gibt ein, "Vajroli Mudra". Dieser Vortrag ist ja nur ein Kurzvortrag im Rahmen des Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuchs, Sanskrit-Lexikons und so beschränke ich mich nur darauf, Vajroli Mudra – Energie-Übung, um die Energie der unteren Chakras nach oben zu führen, oder auch Diamanten-Mudra genannt.

Praxisanweisung Vajroli Mudra

Auch im Sonnengruß kommt ein Mudra vor - Namaste

Vajroli Mudra ist eine sehr wirkungsvolle Übung, um die Chakras entlang der Wirbelsäule von unten nach oben anzuregen. Atme bequem ein und halte die Luft an. Ziehe die Geschlechtsmuskeln zusammen, aktiviere das Muladhara Chakra. Ziehe die Anusschließmuskeln zusammen, aktiviere Swadhistana Chakra, am Kreuzbein. Ziehe den Bauch etwas ein, aktivere das Manipura Chakra in der Lendenwirbelsäule. Wölbe den Brustkorb nach vorne, aktivere das Anahata Chakra in der Brustwirbelsäule. Gib die Zungenspitze ganz nach hinten zum weichen Teil des Gaumens und senke den Kopf leicht, aktiviere das Vishuddha Chakra in der Kehle. Gib die Zungenspitze nach vorne, den Gaumen entlang, schaue zum Punkt zwischen den Augenbrauen, aktiviere Ajna Chakra. Bringe die Konzentration zur Schädeldecke, aktiviere das Sahasrara Chakra. Atme vollständig aus. Atme nochmals tief ein, atme vollständig aus.

Atme tief und vollständig ein und halte die Luft an. Diesmal senke auch das Kinn zur Brust. Halte die Luft an. Ziehe die Geschlechtsmuskeln zusammen, Aktivierung Muladhara Chakra - Steißbein. Anusschließmuskeln zusammenziehen - Aktivierung - Swadhistana Chakra, Kreuzbein. Ziehe den Bauch ein - Manipura Chakra, Lendenwirbelsäule. Brustkorb nach vorne - Anahata Chakra, Brustwirbelsäule. Kinn noch fester zur Brust hin drücken. Zungenspitze nach hinten zum weichen Teil des Gaumens - Vishuddha Chakra, Halswirbelsäule. Zungenspitze nach vorne, den Gaumen entlang bringen bis zu den Zähnen, zum Punkt zwischen den Augenbrauen schauen, Aktivierung Ajna Chakra. Bewusstsein zur Schädeldecke Sahasrara Chakra. Kopf langsam heben, vollständig ausatmen. Noch einmal tief einatmen, vollständig ausatmen, bequem einatmen, Lungen zu drei Viertel füllen und die Luft anhalten. Gerade sitzen bleiben.

Wir aktivieren nochmals die Chakras von unten nach oben. Geschlechtsmuskeln anspannen, Muladhara Chakra, unterste Wirbelsäule, Anusschließmuskeln anspannen, Swadhistana Chakra, Kreuzbein, Bauch leicht einziehen, Manipura Chakra, Lendenwirbelsäule. Brustkorb nach vorne wölben, Anahata Chakra, Brustwirbelsäule, Kinn leicht senken, Zungenspitze nach hinten zur Kehle, Halswirbelsäule Vishuddha Chakra, Zungenspitze den Gaumen entlang nach vorne führen zum Punkt zwischen den Augenbrauen schauen, Ajna Chakra. Bewusstsein zur Schädeldecke schicken, Sahasrara Chakra. Halte das Bewusstsein im Sahasrara Chakra solange, wie du die Luft anhalten kannst, entspanne alle Teile des Körpers während du das Bewusstsein im Sahasrara Chakra hältst. Wenn du ausgeatmet hast, atme tief weiter. Beim Einatmen stelle dir vor, dass du die Energie ins Muladhara Chakra ans untere Ende der Wirbelsäule schickst. Beim Ausatmen schicke die Energie die Wirbelsäule entlang hoch bis zur Schädeldecke. Einatmen aktiviere Muladhara Chakra, ausatmen die Energie die Wirbelsäule hochschicken zur Schädeldecke.

Vajroli Mudra als Reinigungsübung

Dies ist eine wichtige Kriya (Reinigungsübung) im Hatha Yoga. Du musst ganz schön hart dafür arbeiten, wenn du dieser Kriya vollkommen beherrschen willst. Es gibt nur sehr wenige Yogis, die es in dieser Technik zur Meisterschaft gebracht haben. Die Schüler nehmen erst einen speziell für diesen Zweck angefertigten Silberkatheter und führen diesen 30cm tief in die Harnröhre ein, dann wird derselbe mit diversen Flüssigkeiten wie Milch, Öl, Honig usw. gefüllt. Schließlich wird es mit Quecksilber gemacht. Später wird der Übende dazu in der Lage sein, diese Flüssigkeiten direkt durch die Harnröhre einzusaugen, ohne die Hilfe des Katheters. Die Einführung des Katheters soll sehr vorsichtig, in kleinen Schritten geübt werden. Am ersten Tag sollten es nur zwi Zentimeter sein, am zweiten vier, am dritten sechs, usw. Schritt für Schritt, bis du es schließlich 30cm tief drinnen hast. Diese Kriya ist sehr hilfreich bei der Etablierung von Brahmacharya.

Ein Yogi der sich in dieser Kriya übt, verliert nicht einen Tropfen Samenflüssigkeit und selbst dann, wenn er seinen Samen verströmt hat, kann er es mit Hilfe von diesem Mudra wieder nach innen ziehen. Der Yogi, der seinen Samen nach oben lenkt, und ihn in den oberen Energiezentren speichert, überwindet den Tod. Sein Körper verströmt einen lieblichen Duft. Krishna war ein wahrer Experte in diesem Mudra. Das ist der Grund, warum er ein Nitya Brahmachari, ein unsterblicher Enthaltsamer, war, obwohl er ein normales Eheleben führte.

Siehe auch

Eine andere Handstellung: Das Kalesvara-Mudra

Literatur

Weblinks

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