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Tugend


Tugend ist eine moralisch herausragende, untadelige Haltung, die der Gesellschaft als positives moralisches Beispiel dient und individuelle und kollektive Größe fördert. Sie ist das Gegenteil von Laster. Menschen, die wertvolle Tugenden vorleben, werden bewundert und sind Vorbilder.

Tugend als Quelle von Freude und Glück

Hier im Yoga Wiki findest du über 3000 Tugenden und Persönlichkeitseigenschaften beschrieben. Du findest die etymologische Herkunft des betreffenden Tugendbegriffs, Synonyme, Antonyme, einen Video-Vortrag, Übungen, Tipps, Affirmationen. Zu jeder Tugend gibt es philosophische, psychologische, psychotherapeutische, spirituelle, kulturelle, literarische, ethische und religiöse Aspekte. All das findest du hier im Wiki. Gib oben im Suchfeld die Bezeichnung der Tugend, der Persönlichkeitseigenschaft, des Lasters, ein - so kannst du viel Inspirierendes erfahren.

Was ist überhaupt eine Tugend?

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Tugend ist ein etwas altertümlicher Ausdruck und heute spricht selten noch jemand über Tugenden. Tugenden sind wichtige Begriffe und beinhalten viel Wertvolles. Tugenden sind positive Eigenschaften, die im Menschen angelegt sind. Tugenden sind auch Eigenschaften, die man weiter entfalten kann. Es gibt verschiedenste Tugenden. Es gibt aktive Tugenden, wie Tatkraft, wie Mut, wie Durchsetzungsvermögen, wie Willenskraft.

Und es gibt eher beruhigende Tugenden, wie Ruhe, Friedfertigkeit und Gleichmut, Gelassenheit. Es gibt Tugenden, die wichtig sind, wenn es schwierig wird, wenn z.B. große Herausforderungen anliegen. Dann kann man Ruhe und Gelassenheit gebrauchen, aber auch Standhaftigkeit und Beständigkeit. Es gibt aber auch Tugenden, wie z.B. Schnelligkeit, die auch eine Tugend sein können oder auch Aufmerksamkeit, Wachheit.

Also, es gibt viele Tugenden und über sie möchte ich gern ausführlich sprechen. Jede Tugend hat eine bestimmte Aufgabe, einen bestimmten Schwerpunkt, jede der Tugenden ist in einer bestimmten Situation sinnvoll. Man kann auch sagen, Tugenden sind das richtige Maß von einer Eigenschaft oder einer Fähigkeit. Wenn wir uns z.B. Ruhe anschauen: Zu viel Ruhe ist Trägheit, Ruhe braucht als Gegenpol Schnelligkeit. Wenn du aber zu schnell bist, dann bist du nervös und leichtsinnig. Wenn du zu ruhig bist, dann kannst du träge sein und starrköpfig.

Oder wenn wir uns Mut anschauen: Ausreichend Mut ist gut, zu viel Mut heißt Wagemut und vielleicht Kühnheit, vielleicht auch Leichtfertigkeit. Zu wenig Mut ist Angst und Schüchternheit. Vorsicht gibt es auch. Also, es braucht Mut und es braucht Vorsicht. Zu viel Vorsicht führt zu Angst, zu wenig Vorsicht heißt dann Mutwilligkeit. Und das ist das Interessante bei Tugenden, jede Tugend hat einen Gegenpol und man braucht beide Pole; beide gilt es, in sich zu entwickeln.

Jetzt gibt es auch bestimmte Fähigkeiten, die manche Menschen mehr haben. Ich komme ja aus dem Yoga-Bereich, da gibt es auch Ayurveda z.B. und im Ayurveda hat jedes der sogenannten Doshas bestimmte Charaktereigenschaften und diese können sich positiv oder negativ auswirken - je nach Ausprägung. Nehmen wir z.B. Pitta: Pitta ist das feurige Temperament. Pitta hat als positive Eigenschaften eben Mut, Tatkraft, Durchsetzungsvermögen, Entscheidungskraft und Durchhaltevermögen.

Das sind Eigenschaften des Pitta-Elementes, das sind positive Eigenschaften und Tugenden. Es gibt aber auch die negativen Eigenschaften des Pitta-Elementes. Das kann Intoleranz, Reizbarkeit, Wut, Ärger oder Frustration sein. Das kann auch Überforderung von sich selbst und von anderen umfassen oder Hitzköpfigkeit.

Und es gibt das Vata-Element. Vata ist der luftige Typ. Da gibt es die positiven Eigenschaften vom Vata-Typ: Vielseitiges Interesse, die Fähigkeit, offen auf andere zuzugehen; die Fähigkeit, sich schnell einstimmen zu können: Anpassungsfähigkeit, Flexibilität. Das sind positive Eigenschaften des Vata-Elementes. Negative Eigenschaften des Vata-Elementes sind: Unpünktlichkeit, Unzuverlässigkeit, Unbeständigkeit, Sprunghaftigkeit.

Und es gibt das Kapha-Element. Positive Eigenschaften vom Kapha-Element sind: Zuverlässigkeit, Beständigkeit, Ausdauer, Gemütlichkeit, Verlässlichkeit, auch Freundlichkeit. Das Kapha-Element hat auch negative Eigenschaften, wie Starrköpfigkeit, Faulheit, Trägheit, Melancholie, Traurigkeit.

Du siehst also, jeder Mensch hat unterschiedliche Eigenschaften und manche davon sind stärker, manche etwas schwächer ausgeprägt. Und es gilt, seine wichtigsten Eigenschaften zur Entfaltung zu bringen - das sind dann die primären Eigenschaften. Dann gilt es, die Eigenschaften nicht überkippen zu lassen, damit sie nicht ins Negative umspringen. Und es gilt, Hilfseigenschaften zu entwickeln, die helfen, dass die Haupteigenschaften zur Entfaltung kommen.

Du wirst das im Laufe dieser Vorträge zum Thema „Tugenden“ bemerken. Und vielleicht kannst du das auch zum Anlass nehmen, über jede einzelne Tugend auch etwas nachzudenken. Du kannst immer schauen, was diese eine Eigenschaft für dich heißt und wie du sie kultivieren kannst und wie du sie positiv nutzen kannst. Das ist auch etwas Wichtiges, dass du auch mal darüber nachdenkst über die einzelnen Tugenden, die in dir besonders wirken. Und so möchte ich auch diesen ersten Vortrag schließen, du kannst jetzt selbst nachdenken, welche Tugend bestimmt dich besonders?

Welche Tugend siehst du in dir als besonders positiv? Ist es Mut, Geduld, Einfühlungsvermögen, Gemütlichkeit, Ruhe, Achtsamkeit, Durchsetzungsvermögen oder Beständigkeit? Oder welche dieser Tugenden beschreibt dich besonders gut? Und wenn du das überlegt hast, kannst du auch schauen, für die Aufgaben, die anliegen, wie kannst du diese Tugend vielleicht im besonderen Maße nutzbar machen.

Und du könntest auch als Drittes überlegen, gibt es eine Eigenschaft, die du mehr kultivieren müsstest, damit deine Grundtugend sich besser umsetzen kann.

Also, drei Aufgaben. Die erste, du kannst überlegen, welche Tugenden, Charakter- oder Persönlichkeitseigenschaften beschreiben dich am besten. Was sind deine Stärken, die du schon hast? Als zweites, kann du überlegen, ob du diese Stärken für deine Aufgaben nutzt? Oder -falls du sie (noch) nicht nutzt: Wie könntest du sie (noch mehr) nutzen? Als drittes: Gibt es vielleicht zusätzliche Tugenden oder Eigenschaften, die du noch entfalten könntest? Das wäre schön, damit sich deine Fähigkeiten noch besser einsetzen lassen und du noch mehr Gutes in der Welt bewirken kannst.

Tugend

Zur Etymologie des Wortes

Das deutsche Wort Tugend leitet sich vom Althochdeutschen "Tugund" -Kraft, Tüchtigkeit (von: taugen)- ab. Es bezog sich im Mittelhochdeutschen vor allem auf männlich konnotierte Eigenschaften. In Bezug auf weiblich konnotierte Tugenden erhielt das Wort durch die Kirche später die Bedeutung der sexuellen Zurückhaltung, Keuschheit.

Tugend umfasst positive Eigenschaften, ethische Verhaltensweisen, die sich an hohen Idealen ausrichten. Tugend selbst ist auch schon eine Tugend: Ein tugendhafter Mensch ist ein Mensch, der die Grundsätze der Ethik in seinem Verhalten, in seinem Lebensstil, in seinen Worten ausdrückt. Tugenden sind ethische Ideale, die praktisch umgesetzt werden. Die urprüngliche Bedeutung von Tugend ist Tauglichkeit.

Tauglichkeit hieß ursprünglich Vorzüglichkeit. Heutzutage wird unter Tugend meist eine als wichtige bzw. erstrebenswerte Eigenschaft verstanden, welche eine Person dazu befähigt, das sittlich Gute zu leben. Wer Tugenden besitzt, wird in hohen Ehren gehalten.

Tugende und Werte

Eine Tugend ist eine Denk-und Verhaltensweise auf hohem moralischen Niveau. Tugenden können in einem breiteren Kontext auf Werten basieren. Jedes Individuum hat einen Kern aus zugrundeliegenden Werten, die zu seinem System von Überzeugungen, Ideen und/oder Meinungen beitragen.

Integrität bei der Anwendung eines Wertes sorgt für die Kontinuität und diese Kontinuität trennt einen Wert von Überzeugungen, Meinungen und Ideen. In diesem Zusammenhang ist ein Wert (z.B. Wahrheit oder Gleichheit oder Glaubensbekenntnis) der Kern, aus dem heraus wir tätig sind oder reagieren.

Gesellschaften haben Werte, die von vielen der Mitglieder dieser Kultur geteilt werden. Die individuellen Werte sind in der Regel weitgehend, aber nicht immer ganz in Übereinstimmung mit den Werten der Kultur.

Meditation über die Zwölf Tugenden nach Swami Sivananda

Swami Sivananda empfiehlt in seinen Werken, über Tugenden zu meditieren, um sie zu entwickeln. Hier die 12 Tugenden, die man durch Meditation entwickeln kann. Swami Sivananda schreibt zum Thema Meditation über die Tugenden:

Meditiere zehn Minuten am Tag über diese 12 Tugenden:

Demut im Januar,
Freimütigkeit (arjava) im Februar,
Mut im März,
Geduld im April,
Barmherzigkeit (karuna) im Mai,
Großzügigkeit im Juni,
Lauterkeit im Juli,
Reine Liebe im August,
Großzügigkeit im September,
Vergebung im Oktober,
Gleichmut im November,
Zufriedenheit im Dezember.

Meditiere auch über die Tugenden Reinheit, Ausdauer, Fleiß, Aufmerksamkeit(sahasa), Fröhlichkeit (utsaha). Der Schüler muß sich vorstellen, daß er diese Tugenden besitzt und sich sagen: Ich bin geduldig. Ich werde mich von nun an nicht mehr aus der Ruhe bringen lassen.

Ich werde diese Tugend im täglichen Leben beweisen und mache schon Fortschritte. Er muß an die Vorteile dieser Tugend der Geduld denken und an die Nachteile der Reizbarkeit. Der geistige Weg ist hart, dornig und steil. Der Fuß mag müde und wund werden. Das Herz mag schmerzhaft schlagen.

Die Belohnung aber ist wunderbar: Sie ist Unsterblichkeit. Darum muß man ausharren und mutig weitergehen. Doch sei immer auf der Hut, geschickt und schnell wie ein Eichhörnchen. Es gibt auf dem Wege Plätze zum Ausruhen. Lausche leise der inneren Stimme. Sie wird dich führen, wenn du rein und standhaft bist.

Arten von Tugenden

Moralische Tugenden

Die moralischen Tugenden sind die Werte, die den Menschen anhalten, gut zu handeln. Darunter fallen:

Kardinaltugenden

Unter Kardinaltugenden werden grundsätzlich die nachfolgenden 4 Eigenschaften verstanden:

Tugenden im Buddhismus

Der Buddhismus stellt 5 Silas (Grundregeln) auf, wie man sich moralisch zu verhalten hat:

  • 1. Kein lebendes Geschöpf verletzen oder ihm schaden,
  • 2. Nicht stehlen, nichts nehmen, was uns nicht gegeben wurde,
  • 3. keine unverantwortlichen sexuellen Handlungen,
  • 4. nicht lügen, keine falsches oder verletzendes Sprechen, kein Geschwätz, keine üble Nachrede,
  • 5. keine bewusstseinverändernden Substanzen wie Alkohol oder Drogen zu sich nehmen.

Rittertugenden

Unter Rittertugenden versteht man Eigenschaften wie

Christliche Tugenden

Im Christentum sind die drei theologischen Tugenden

Die Liebe gilt dabei als die größte der drei. Liebe wird definiert als: "geduldig, freundlich, nicht neidisch, prahlerisch, überheblich oder unhöflich."

Bürgerliche Tugenden

Unter die bürgerlichen Tugenden fallen insbesondere Eigenschaften wie

Weitere Beispiele von Tugenden

Tugenden der Selbstbeherrschung

  • Mäßigkeit - Selbstkontrolle in Bezug auf Genuss
  • Gemüt - Selbstkontrolle in Bezug auf Zorn
  • Ehrgeiz - Selbstkontrolle in Bezug auf seine Ziele
  • Neugier - Selbstkontrolle in Bezug auf Wissen
  • Genügsamkeit - Selbstkontrolle in Bezug auf den materiellen Lebensstil
  • Eifer - Selbstkontrolle in Bezug auf Spiel, Erholung und Unterhaltung
  • Zufriedenheit - Selbstkontrolle hinsichtlich des Besitzes und des Besitzes anderer
  • Sexuelle Mäßigkeit - Selbstkontrolle in Bezug auf sexuelle Beziehungen

Tugenden der Selbstwirksamkeit

  • Mut - im Angesicht der Gefahr die Bereitschaft, das Richtige zu tun und dabei Schmerz, erhebliche Gefahr oder Risiko zu erfahren
  • Geduld - Fähigkeit, auf das Gewünschte zu warten
  • Beharrlichkeit - beherzte Geduld

Tugenden der Anschauung

Weitere Gedanken zum Thema 'Tugenden'

Individuelle Tugenden können in eine der vier Kategorien eingeordnet werden:

  • ethische: Gut - Böse, moralisch - unmoralisch, gerecht - ungerecht, aufrichtig - unaufrichtig
  • ästhethische: unsymmetrisch, gefällig
  • doktrinäre: politischen, ideologischen, religiösen oder sozialen Überzeugungen und Werte
  • angeborene: weiblich - männlich, preußisch, militärisch

Vertrauen als hilfreiche Tugend

Tauche tief ins Gottvertrauen ein

- Ein Beitrag aus dem Yoga Vidya Journal Nr. 41, II/2020 von Sukadev Bretz -

Vertrauen ist ein Wort, das wichtig ist und viele verschiedene Bedeutungen hat. Ich gebe regelmäßig Wochenendseminare zum Thema „Vertrauen“, und ich habe auch schon eine ganze Podcastreihe zu diesem Thema gegeben.

Was ist Vertrauen, wie kannst du Vertrauen entwickeln? Es gibt verschiedene Formen von Vertrauen. Ich halte Gottvertrauen, das tiefe Vertrauen, dass hinter allem eine höhere göttliche Kraft steckt, für besonders wichtig.

Diese Art von Vertrauen bedeutet natürlich auch, dass du lernen kannst hinter allem was kommt, auch wenn du nicht alles verstehen kannst, eine höhere Kraft zu fühlen, der du Vertrauen schenken kannst.

Hast du Gottesvertrauen oder eher Schicksalsvertrauen?

Schicksalsvertrauen

Was ist unter Schicksalsvertrauen zu verstehen? Schicksalsvertrauen bedeutet, dass das, was geschieht, etwas ist, woran du wachsen kannst. Dinge gehen schief, zweifelsohne. Was du aufgebaut hast, wird irgendwann kaputtgehen können. Dein gesunder Körper kann irgendwann krank werden, Unfälle geschehen, Menschen betrügen dich, all das passiert. Eine Art Schicksalsvertrauen würde heißen, dass du an allem wachsen kannst. Wenn Dinge schwierig sind oder wenn Herausforderungen kommen, wenn du enttäuscht bist, irgendwie wirst du daran wachsen. Diese Art von Schicksalsvertrauen ist etwas sehr Hilfreiches. Es ist ein dynamisches Vertrauen, nicht ein Vertrauen, dass Dinge so ausgehen, wie du es gerne hättest, sondern dass die Dinge so ausgehen, wie es für deine persönliche und spirituelle Entwicklung hilfreich ist.

Vertrauen in andere Menschen

Vertrauen in andere Menschen ist die nächste Art von Vertrauen. Du brauchst ein gewisses Vertrauen, um mit anderen Menschen überhaupt umgehen zu können. Du hast Vertrauen zum Beispiel in deinen Partner, du hast ein gewisses Vertrauen in deinen Chef, in deine Kollegen, in deine Kunden. Ohne Vertrauen ginge kaum etwas, aber das ist erstmal ein, man kann sagen, praktisches Vertrauen. Man sagt ja auch: „Trau, schau, wem!“ Also, wenn du Vertrauen übst, wird nicht jeder dem Vertrauen gerecht werden. Diese Art von Vertrauen wird öfters enttäuscht. Dennoch kannst du davon ausgehen, dass in neunzig Prozent der Fälle die Menschen deinem Vertrauen gerecht werden, vielleicht sogar in fünfundneunzig oder achtundneunzig Prozent der Fälle. Man darf nicht die ein, zwei oder fünf Prozent der Vertrauensmissbräuche zum allgemeinen Misstrauen werden lassen.

Aber ich will dieses Vertrauen in andere Menschen noch auf eine tiefere Ebene holen. Vertrauen in andere Menschen heißt auch, das tiefe Vertrauen, dass du in der Tiefe mit anderen Menschen verbunden bist. Im Yoga sagen wir, wir sind alle eins: „Die Tiefe meiner Seele ist eins mit der Seele der anderen. Und wir sind alle eins mit der Weltenseele, wir sind nicht so unterschiedlich, wie man das denkt.“ Und selbst wenn der andere komische Dinge tut, vertrauen wir darauf, dass wir tief im Inneren verbunden sind. Alles ist letztlich kosmisches Lila, kosmisches Spiel. Wir vertrauen auch darauf, dass der andere es irgendwie gut meint. Der andere mag irregeführt sein. Der andere mag aus Verletzungen oder Kränkungen heraus handeln, der andere mag auf die schiefe Bahn gekommen sein, aber wir haben trotzdem ein tiefes Vertrauen, dass der Mensch tief im Inneren gut ist.

Selbstvertrauen

Dann gibt es noch eine letzte Art von Vertrauen, das ist das Vertrauen zu sich selbst, Selbstvertrauen. „Was auch immer äußerlich geschieht, ich bin das unsterbliche Selbst. Der Körper mag krank werden, die Psyche mag durch Krisen hindurchgehen, aber ich selbst bin reines Bewusstsein, ich selbst bin die unsterbliche Seele.“

Wenn du dieser Frage nachgehst, kommst du vom: „Wer bin ich?“, zum Vertrauen: „Ich bin das unsterbliche Selbst“. Und dann kommt noch eine andere Art von Selbstvertrauen hinzu: „Ich habe alle Kräfte und Fähigkeiten, die nötig sind, die Aufgaben anzugehen, die mir das Leben schenkt.“ Das wäre die höchste Art von Selbstvertrauen. Vielleicht kannst du diese Art von Selbstvertrauen haben, vielleicht auch nicht, aber vielleicht magst du darüber nachdenken. Selbstvertrauen heißt auch: „Was auch immer kommt, ich habe die richtigen Kräfte dafür. Selbst wenn Dinge schiefgehen, ich wachse daran.“ Das sind viele Formen von Vertrauen, und es gibt noch sehr viel mehr. Man hat empirisch zeigen können, dass Menschen, die ins Burnout geraten, verschiedene Gemeinsamkeiten haben. Wer eine Neigung hat zu Burnout oder ins Burnout gerät, ist oft jemand, der ein hohes Verantwortungsgefühl hat, eine hohe Leistungsbereitschaft und einen hohen Anspruch, oft mit starkem inneren Antreiber und Perfektionsanspruch, er will Gutes bewirken. Er fordert sich bis zum Limit. Und dann könnte ein Erlebnis, das als Vertrauensbruch gedeutet wird hinzukommen. Wenn ein Vertrauensbruch kommt, dann kann die mühsam zusammengehaltene Kombination aus hohem Anspruch und intensivem Engagement in Überforderung münden.

Manchmal hilft es, zu überlegen: „Wann ist es passiert? Wann ist ein solcher Vertrauensbruch geschehen?“ Vielleicht kannst du diese äußere Art von Vertrauensbruch wieder umwandeln in ein tiefes Vertrauen. Selbst wenn auf einer äußeren Weise ein Mensch dein Vertrauen missbraucht hat, kannst du trotzdem in der Tiefe mit ihm oder ihr verbunden sein. Du kannst darin eine Lernaufgabe sehen, auch darin hat das Schicksal gewirkt, auch darin hat Gott gewirkt.

Hatha Yoga, Pranayama und Tiefenentspannung können ein Weg zu tiefem Vertrauen sein.

Hatha Yoga und Vertrauen - Körperarbeit für Selbstvertrauen und Mut

Hatha Yoga ist der Yoga der Körperübung. Im Hatha Yoga sagt man, dass Geisteszustand, Prana (Lebensenergie) und Körper miteinander verbunden sind. Das Denken und Fühlen manifestiert sich im Körper – als Entspannung/Anspannung, als Körperhaltung, als Form des Atmens ecetera. Über Veränderungen im Körper kannst du dein Prana, die Lebensenergie, beeinflussen und damit auch den Geist. Ist dein Vertrauen erschüttert, dann ist auch dein Prana unruhig, der Atem unruhig, der Körper verspannt, die Körperhaltung eingesunken. Darauf kannst du im Hatha Yoga sehr gut einwirken durch

Vertrauen durch Asanas, Yoga Stellungen

Durch Asanas, Yoga Stellungen, kannst du eine gute, vertrauensvolle Körperhaltung bekommen: Du richtest dich auf, du löst Verspannungen. Manche Asanas (Stellungen) entwickeln das Vertrauen besonders:

Vertrauen entwickeln mittels Pranayama, Atemübungen

Atem und Geisteszustand hängen eng miteinander zusammen. Wenn aktuelle Ängste, Enttäuschungen, sich ansammelnder Alltagsärger auf die Stimmung schlagen, dann wird auch der Atem beeinflusst. Ängste machen den Atem unruhig, verkrampfen den Bauch, der Atem wird flach. Bei Ärger wird der Atem unruhig, gepresst. Oft atmen Menschen, die verärgert sind, mit dem Brustkorb. Frustrierte Menschen atmen oft flach und verkrampft. Mit dem Atem kannst du deinen Gemütszustand ändern - und neues Vertrauen gewinnen. Über Atemübungen (Pranayama), kannst du neue Energie aufnehmen. Wenn du mehr Energie hast, kommt auch das Vertrauen wieder – das Vertrauen, etwas ändern zu können, das Vertrauen, dass alles gut ausgeht – und das Vertrauen, dass du auch wenn es schief geht, mit der Situation umgehen kannst. Mit mehr Energie sieht die Welt schon ruhiger aus. Atemübungen, um Vertrauen zu bekommen und Vertrauen wiederzugewinnen:

  • Tiefe Bauchatmung: Atme 4 Sekunden lang aus, 4 Sekunden lang ein. Atme dabei vollständig aus, atme sanft ein. Beim Ausatmen geht der Bauch hinein, beim Einatmen wölbt sich der Bauch sanft nach vorne. Diese Atmung hilft, Prana zu harmonisieren und damit die Energien auszugleichen. Die tiefe Bauchatmung hilft dir dich zu zentrieren. Wenn du dich in deiner Mitte fühlst und Harmonie spürst, fasst du schnell wieder Vertrauen.
  • Murccha, verlängerter Ausatem: Wenn du dich über etwas geärgert hast, kann Murccha dir wieder innere Ruhe geben. Murccha gilt als Pitta harmonisierende Atmung, also als Ärger-reduzierende Atmung. Aus Ärger kommt oft schwindendes Vertrauen. Anleitung: Atme sanft ein. Dann atme langsam aus, mindestens doppelt so langsam wie beim Einatmen. Atme immer wieder sanft ein und so langsam wie möglich aus. Nach etwa 5-10 Atemzügen wirst du ruhiger und bekommst wieder Vertrauen in das Gute im Menschen und in deine Fähigkeit, Gutes zu bewirken.
  • Kapalabhati ist der Schnellatem. Kapalabhati aktiviert die Energien – du pustest das Störende weg. Wenn du so neue Energie hast und das Störende aus Geist und Energiekörper „weggepustet“ hast, kommt Vertrauen von selbst.
  • Wechselatmung (Anuloma Viloma und Nadi Shodhana): Die Wechselatmung gleicht die Energien aus, entwickelt die Fähigkeit zur Konzentration und zur inneren Ruhe inmitten der Höhen und Tiefen des Alltags – mit anderen Worten: Die Wechselatmung schafft eine gute Grundlage für beständiges Vertrauen.
  • Agni Sara, die Feuerreinigung, gehört eigentlich zu den Kriyas. Kriyas sind die Reinigungsübungen im Hatha Yoga. Agni Sara massiert alle Bauchorgane, beseitigt Spannungen im Bauchbereich. Agni Sara ermöglicht den Zugang zur inneren Mitte, auch Sonnenenergie, Selbstbewusstsein, genannt. Agni Sara entfacht das innere Feuer, also Begeisterung, Durchsetzungsvermögen und Mut. Kurzübungsanleitung Agni Sara für Vertrauen: Stehe aufrecht und entspannt. Atme tief vollständig ein. Dann atme schnell durch den Mund aus, beuge leicht die Knie und stütze dich auf die Knie oder Oberschenkel ab. Halte die Luft mit leeren Lungen an. Ohne zu atmen gib den Bauch nach vorne und nach hinten, immer wieder. Wenn der Einatemimpuls kommt, gib den Bauch nach vorne, atme wieder ein und richte dich auf. Übe etwa 3 Runden Agni Sara. Agni Sara eignet sich am Morgen auch um gut wach zu werden. Agni Sara eignet sich aber auch zwischendurch, um stecken gebliebene Emotionen zu lösen.
  • Yoga Augenübungen für Vertrauen: Auch die Augen stehen in Verbindung mit dem Gemütszustand. Wenn du die Augen zum Himmel hebst, den Himmel anschaust, dabei den Brustkorb wölbst, kannst du eine Verbindung zur Himmelsenergie, vielleicht auch zu Gott spüren. Oder schaue einen Baum eine Weile an und spüre ihn. Du wirst innere Festigkeit und neues Vertrauen bekommen: Ein Baum hat schon so viel erlebt - wenn du dich mit ihm verbindest, spürst du Vertrauen.

Tiefenentspannung als Mittel, Vertrauen zu entwickeln

Alltagsstress wie auch intensive negative Erlebnisse können sich als Spannungen in Körper und Geist manifestieren, die bleiben, auch wenn das Ereignis/die Ereignisse schon lange vorbei sind. Denken und Fühlen interpretieren das Vorhandensein von Spannungen, dass etwas nicht stimmt. So entsteht aus Verspannung ein Gefühl des Misstrauens – was dem Gefühl des Vertrauens entgegengesetzt ist. So ist es wichtig, die Spannungen im Körper zu lösen. Dann interpretiert die Psyche den gefühlten Entspannungszustand des Körpers, dass alles in Ordnung ist – so entsteht ein Gefühl des Vertrauens.

Wie kannst du Spannungen abbauen, um Vertrauen fassen zu können? Dazu ist die Yoga Tiefenentspannung besonders geeignet: Die Yoga Tiefenentspannung nutzt verschiedene Entspannungstechniken für Körper, Psyche und Geist – so kannst du gründlich entspannen. Und so entsteht eine positive Rückkopplungsschleife, ein Engelskreislauf: Du spürst Entspannung in Körper und Psyche – und fühlst Vertrauen. Du fühlst Vertrauen – und kannst entspannen.

Viveka Chudamani - Tugenden als Manifestation von Sattva

Du hast die Wahl: Lebe ein sattviges ethisches Leben

- Kommentar zum Viveka Chudamani Vers 118 von Sukadev Bretz -

Die Eigenschaften des vermischten sattva sind Demut, yamas und niyamas, Glaube, Hingabe, Sehnsucht nach Befreiung, göttliche Tugenden und Abkehr vom Unwirklichen.

Was kannst du tun um mehr Sattva zu haben?

Wenn sattva vorherrscht, dann strahlt das Selbst in dir. Wenn du in dir sattva kultiviert hast, dann kannst du das Göttliche überall wahrnehmen. Was kannst du tun um mehr sattva zu haben?

Das letzte Mal habe ich davon gesprochen, mache dein Leben sattvig:

Sei demütig

Alles das hilft dir, dass du eher Gott erfährst. Es gibt einiges, was du an Tugenden kultivieren kannst. Demut entwickeln. Es gibt immer wieder Menschen, die auf dem Yogaweg einen Hochmut bekommen. Und sagen: Du bist noch nicht so weit. Nur ich bin so weit. Das ist dann eine Art von Hochmut. Sein nicht hochmütig. Sei demütig.

Entwickle Yamas und Niyamas

Dann sagt er Yamas und Niyamas. Du kennst die yamas und niyamas von Patanjali wahrscheinlich. Die fünf Yamas:

Die fünf Niyamas sind dann:

Glauben und Vertrauen sind wichtig

Gib dich Gott vertrauensvoll hin

Dann spricht er noch besonders von Glaube und Vertrauen. Wenn du immer wieder Zweifel auf dem spirituellen Weg hast. Dann ist das oft ein Zeichen, dein sattva ist weniger geworden. Anstatt zu sagen: Ich muss jetzt wieder überlegen und nachdenken. Du musst sattviger leben. Es heißt auch, wenn du unzufrieden bist mit deinem Lehrer, dann bist du irgendwo auf Abwege gekommen. Natürlich musst du alles zunächst überprüfen. Im Yoga gibt es keinen blinden Glauben. Wäge erst mal gründlich ab. Versuche herauszufinden, worum geht es im Leben? Versuche herauszufinden, was ist das Ziel meines Lebens? Ist die Lehre der ich folge eine Gute? Ist der Lehrer dem ich folge ein Sattviger, ein Reiner? Wenn du all das überprüft hast und immer wieder neue Zweifel hast, dann ist es ein Zeichen, du kommst aus dem sattva heraus. Entwickle sattva.

Praktiziere Bhakti - Hingabe an Gott

Dann spricht er noch von Bhakti, Hingabe an Gott. Unter den Wegen die schnell zur Erleuchtung führen, ist bhakti einer der herausragenden. So empfiehlt Shankaracharya die Kultivierung von Bhakti, Gottesliebe und Hingabe.

Ein sattviges Leben führt zu großem Mumukshutva

Dann spricht er über Befreiung, Mumukshutva. Die Sehnsucht nach Befreiung wird stärker, wenn du sattviger wirst. Das erlebe ich auch in dem Ashram in dem ich lebe. Hier gibt es viele spirituelle Aspiranten. Die im Ashram leben, leben ein sehr sattviges Leben. Dann haben sie einen größeren Wunsch nach Befreiung. Manchmal denken sie der Ashram würde ihnen nicht ausreichen. Sie wollen mehr meditieren, mehr Asanas, mehr Pranayama üben, mehr Zeit für Studium spiritueller Schriften. Denn das Ashramleben bei Yoga Vidya ist auch Seva orientiert, Uneigennütziges Dienen. Wir stehen auf dem Standpunkt in der klassischen Tradition, dass man durch uneigennützes Dienen das Ego überwinden kann.

Dann gibt es immer wieder Menschen, die dann sagen es ist nicht ausreichend, hier sind auch Menschen, die nicht ganz so spirituell sind. Sie verlassen den Ashram und denken, jetzt werden sie viel praktizieren. Meistens hält das ein bis vier Wochen manchmal auch drei Monate an. Danach wird die Praxis erheblich weniger. Ist weniger äußeres sattva im Leben, wird auch Mumukshutva weniger. Umgekehrt, wenn du in dir selbst merkst, dass die spirituelle Motivation das spirituelle Interesse weniger geworden ist, dann geh wieder eine Weile in den Ashram. Mach ein Wochenendseminar, eine Intensivwoche oder eine Woche oder ein Monat Karma Yoga. Auf diese Weise wird dein spirituelles Streben wieder verstärkt. Sattva führt zu Mumukshutva. Mumukshutva zu mehr sattva.

Shat Sampat - Göttliche Tugenden kultivieren

Dann spricht er über göttliche Tugenden, Sampatti. Wird oft interpretiert als die Shat Sampat. Das sind dann, was er zuvor als Shamadi shatkam, bezeichnet hat.

Krishna hat auch in einem Kapitel beschrieben, was die daivi sampatti, göttlichen Eigenschaften eines Schülers. All das kannst du kultivieren und entwickelst so die Fähigkeit zum Höchsten zu kommen. Das ist vielleicht das besondere beim Viveka Chudamani im Vergleich zu anderen Schriften von Shankaracharya. So viel Wert legt er auf den ganzheitlichen Yoga. So viel sagt er: Mach deinen Geist sattvig. Verankere dich in Yamas und Niyamas. Kümmere dich darum, dass du deinen Geist beherrschst. Sorge dafür, dass du dein Prana steuern kannst. Dass du das Prana subtiler bekommst. All das befähigt den Geist zu Viveka.

Die vier Vivekas

Die Welt ist eine Projektion unserer Psyche - geh darüber hinaus

Hier folgt Shankaracharya auch dem was Patanjali sagt. Zur Befreiung von Kaivalya kommst du durch Viveka. Viveka Khyati, ständige Unterscheidung. Dann definiert er:

Das sind die vier Vivekas. Danach sagt er, um Viveka Khyati zu erreichen praktiziere die Ashtangas. Die Astangas sind Yamas und Niyamas, Asana, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana und Samadhi. Ein Weg zur Befreiung ist Viveka und die Erkenntnis des Selbst. Um Viveka üben zu können ist es wichtig sein Leben sattvig zu machen. Um sein Leben sattvig zu machen, gilt es auf die Ernährung zu achten, auf die Worte, Umgang mit anderen Menschen, die Wohnungseinrichtung, deine Kleidung.

Führe ein ethisches Leben

Es gilt göttliche Tugenden zu entwickeln und ein ethisches Leben zu führen. All das führt dazu, dass es leichter fällt Gott zu erfahren. Das ist auch die Begründung für die Ethik, sowohl im Viveka Chudamani als auch im Yoga Sutra es gibt viele Gründe, warum man ein ethisches Leben führen sollte.

Aristoteles hatte gesagt: Lebe ein ethisches Leben, dann bist du glücklich. So ähnlich sagt es auch Patanjali: Unethisches Leben führt zu endlosem Leid und Unwissenheit. Auch Aristoteles sagt: Der zur Weisheit hinkommen soll, muss ein ethisches Leben führen, sonst kommt er nicht zur Weisheit.

Daher um zum Wissen zu kommen und glücklich zu sein, dafür praktiziere ein ethisches Leben. Es gibt auch biologische Begründungen heutzutage, logische Begründungen, die Evolutionsbiologen sagen: Der Mensch ist gepolt auf Ehtik. Der Mensch wird zufrieden sein, wenn er ethisch ist. Ein Mensch der unethisches tut wird Schuldgefühle haben, wird sich nicht wohlfühlen. Dann sagt er auch: Eine der Grundcharakteristik des Menschen, des Homosapiens ist die Fähigkeit zu kooperieren und das geht auf der Grundlage von Ethik. Deshalb ist der Mensch von Grund auf Ethik gepolt. Eine Weise das zu sehen.

Die Religion sagen wieder: Gott will es so. Deshalb führe ein ethisches Leben. Auch eine interessante Begründung für Ethik. Dann gibt es noch verschiedene philosophischen Begründungen der Ethik. Immanuel Kant hat den kategorischen Imperativ aufgestellt er hat gesagt: Handle stehts so, das die Maxime deines Handelns die Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung werden kann. Im Volksmund ausgedrückt: Handle stets so, dass jeder der aus einer ähnlichen Motivation wie du handeln würde, es gut gehen würde. Oder Montesquieu hat vom Gesellschaftsvertrag gesprochen. Damit alles zusammen geht, braucht es eine Übereinkunft. Hobbes hat mal gesagt: Der Mensch braucht Strafe. Androhung der Strafe. Der Mensch ist der Wolf des anderen, dem anderen Menschen Homo homini lupus. Daher muss man den Mensch von seinen negativen Eigenschaften schützen in dem man ihm Strafen androht und notfalls auch gibt.

Du siehst unterschiedliche Begründungen von Ethik und ich habe nur ein paar genannt. Die schönste Begründung der Ethik ist für mich Shankaracharya, Patanjali und Aristoteles. Um glücklich zu sein und zur Weisheit, zur Erkenntnis zu kommen, brauchst du ein ethisches Leben. Daher lebe ethisch. Du magst schneller zum Erfolg kommen, wenn du betrügst, lügst, andere verletzt, andere zur Seite schubst. Glücklich wirst du nicht sein. Erkenntnis wirst du nicht erlangen. Daher heißt es auch: Ehrlich währt am längsten. Führe ein ethisches Leben, ein sattviges Leben.

Jetzt überlege einen Moment. Wie ethisch ist mein Leben momentan? Was könnte ich tun um ein ethischeres Leben zu haben? Wie könnte ich ein sattviges Leben entwickeln? Achte am heuten Tag besonders darauf, wenn dein Geist in Rajas - Gier, Getriebenheit oder Tamas - Trägheit kommt und deshalb nicht die sattvigen Gründe umsetzt. Dann ignoriere Rajas und Tamas und übe Sattva.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Seminare

Meditation

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Yoga, positives Denken, Gedankenkraft

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18.06.2021 - 20.06.2021 - Die Rolle des Egos
Belastende Situationen im Alltag sind nicht selten. Woher kommen sie und wieso erfahren wir sie? Warum beschäftigen sie uns so sehr? Zu Beginn des Seminars erhältst du einen Einblick in die Struk…