Meditieren

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In diesem Artikel findest du viele praktische Anregungen zum Meditieren. Hintergrundinformationen zum Thema Meditation kannst du im Artikel Meditation nachlesen. Der Begriff Meditation leitet sich vom lateinischen "meditatio" ab, was so viel bedeutet wie "zur Mitte finden". Der praktische Übungsweg der Meditation kann je nach Tradition und gewählter Technik unterschiedliche Ausprägungen haben. In diesem Artikel findest du einige Hinweise zur Praxis der Meditation im Yoga-Kontext.

Meditationssitz

Inhaltsverzeichnis

Meditieren - was ist hilfreich?

Innere Haltung - Motivation

Warum möchtest du meditieren?

Manche Menschen suchen nach einem Ruhepol als Ausgleich zu den Anforderungen des Alltags, andere haben den Wunsch gelassener zu werden, wieder andere möchten bestimmte Eigenschaften oder brachliegende Potenziale ihrer Persönlichkeit entwickeln und auch Neugierde ist eine mögliche Motivation, sich der Meditation zuzuwenden. Vielleicht treibt dich aber auch eine tiefe spirituelle Sehnsucht an, und du hast den Wunsch etwas von der höheren Wirklichkeit zu erfahren, die Namen trägt wie Gott, kosmisches Bewusstsein oder wie auch immer du es nennen willst, abhängig von deinem persönlichen Hintergrund und Glaubenssystem.

Nicht selten erleben Menschen, die auf der Suche nach innerem Frieden begonnen haben zu meditieren, das sich diese spirituelle Sehnsucht von selbst einstellt. Sie gehört zum Wesen des Menschseins dazu, und manchmal braucht sie eine Gelegenheit um zu erwachen. Sobald du dir bewusst gemacht hast, warum du meditieren möchtest, lasse es los, und erwarte nichts. So bist du frei für alles, was geschieht. Nichts hindert dich mehr deinem Innersten zu begegnen, wie konkrete Erwartungen und Vorstellungen, vielleicht geprägt durch das, was du gehört oder gelesen hast. Hilfreich dagegen ist ein inneres Gebet und die Bitte um Segen, so kannst du dich ganz führen lassen.

Zeitpunkt - Regelmäßigkeit (Dein tägliches, ganz persönliches Ritual)

Swami Sivananda empfiehlt die Stunde Brahmamuhurta, also die morgendliche Stunde zwischen 3.30 Uhr und 5.30 Uhr als ideale Zeit für die Meditation (Konzentration und Meditation von Swami Sivananda, Seite 108) Zu dieser Tageszeit ist die Atmosphäre noch nicht voll von der Geschäftigkeit und dem Summen des Tages. Natürlich kannst du auch zu jeder anderen Tageszeit meditieren. Denn wenn deine Meditationspraxis dauerhaft zu deinem Leben gehören soll, musst du ihr in deinem Alltag einen festen Platz einräumen. Meditation braucht die tägliche Praxis und es ist besser, du meditierst jeden Tag 10 Minuten, als ein Mal die Woche eine Stunde. Wenn am Morgen deine Kinder deine Aufmerksamkeit möchten, du vielleicht schon sehr früh zur Arbeit musst oder andere feste Termine in deinem Alltag es dir nicht möglich machen, morgens zu meditieren, dann wähle eine andere Tageszeit. Manche Menschen sind auch morgens so müde, das sie statt zu meditieren in eine Art Sitzschlaf verfallen. Das ist dann keine Meditation, sondern der Versuch des Körpers, mangelnden Schlaf nachzuholen. Wirkliche Meditation ist ein sehr bewusster, wacher Zustand.

Überlass den Zeitpunkt, an dem du Meditation üben möchtest, nicht dem Zufall, sondern lege ihn entsprechend deinem Alltag fest. Und wenn du keinen regelmäßigen Rhythmus in deinem Leben hast, dann nimm dir zu Beginn einer jeden Woche kurz Zeit, deine täglichen „Meditationstermine“ festzulegen. Einfacher ist es für dich und dein (Unter-) Bewusstsein, wenn das eine sehr regelmäßige Tageszeit sein kann.

Ort

Wähle einen Platz, an dem du für die Zeit der Meditation ungestört sein kannst. Sorge dafür, dass dein Handy, Telefon oder andere Störenfriede ausgeschaltet sind. Für manche Menschen ist es tatsächlich eine neue Erfahrung an bestimmten Zeit "nicht erreichbar" oder nicht "on" zu sein. Wenn du mit anderen Menschen zusammenlebst, dann erkläre deinen Wunsch nach Ungestörtheit. Du kannst z.B. ein schön gestaltetes Schild an deine Tür hängen und deinen Kindern erklären, in welchen „Notfällen“ sie dich stören dürfen, wenn das Schild an der Tür hängt.

Ideal ist es, wenn du einen Platz oder eine Ecke im Raum für die Meditation und evtl. andere spirituelle Praktiken reservieren kannst. Dort wird sich im Laufe der Zeit eine besondere Schwingung aufbauen. Wenn das nicht möglich ist, dann wähle den Platz in deiner Wohnung, an deiner Arbeitsstelle oder wo immer du dich aufhältst, der dir am geeignetsten erscheint. Das kann auch auf dem Bett sein, wenn du z.B. in einem kleinen Zimmer wohnst.

Hilfreich ist es, wenn du nach Möglichkeit immer am gleichen Ort meditierst und diesen entsprechend gestaltest. Ein kleiner Altar mit einem Bild oder Symbol dessen, was dir heilig ist, eine Kerze, Räucherstäbchen oder eine Duftlampe können helfen, einen guten äußeren Rahmen zu schaffen. Den absolut idealen Ort gibt es nicht (Konzentration und Meditation von Swami Sivananda, S. 112), aber im Zweifel gibt es sogar Techniken, mit denen du in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit meditieren kannst.

Meditationssitz

Körperhaltung

Swami Sivananda schreibt „Jede bequeme Stellung ist Asana“ (Konzentration und Meditation von Swami Sivananda, S. 136) und zählt dann allerdings die kreuzbeinigen Stellungen Padmasana, Siddhasana, Svastikasana und Sukhasana als nützliche Meditationshaltungen auf, denen die gekreuzten Beine und der gerade aufgerichtete Rücken gemeinsam sind. Wenn für dich keine dieser Haltungen bequem ist, dann benutze einen Hocker, Stuhl, eine Sitzbank oder wie auch immer du für die Zeit der Meditation bequem und bewegungslos sitzen kannst, mit aufgerichtetem, geradem Rücken. Wenn du kein Sitzkissen hast, kannst du auch eine Decke aufrollen oder ein Kissen falten. Es gibt so viele Möglichkeiten. Solltest du deine Sitzposition nicht finden, dann lass dir von einem erfahrenen Lehrer helfen. Meditiere nicht im Liegen, es sei denn du kannst keine andere aufrechte Körperhaltung einnehmen. Es gibt auch Meditationstechniken im Gehen oder Stehen.

Hilfsmittel und Vorbereitung

Bereite zu Beginn der Meditation deinen Mediationsplatz vor und lege dir zurecht, was du brauchst. Es sollte auf jeden Fall eine Uhr/Timer (es gibt auch spezielle Meditationstimer mit einem angenehmen Klang) dabei sein. Stelle den Timer zu Beginn deiner Meditationszeit ein, und so braucht sich dein Geist nicht weiter damit beschäftigen, wann die festgelegte Zeit für die Meditation zu Ende ist. Du kannst eine Kerze anzünden, ein Räucherstäbchen darbringen oder auch eine Duftlampe benutzen. Der Raum sollte sauber, aufgeräumt und gut gelüftet sein. Vielleicht hast du eine besondere Unterlage, einen Meditationsschal, den du dir umlegen kannst oder eine zusätzliche Decke. Dann bereite Körper und Geist vor, indem du innerlich um Segen bittest, ein Mantra oder ein Gebet sprichst, oder was immer für dich das Angemessene ist. Am besten ist es, mit leerem Magen zu meditieren, wobei ein kleines Getränk vorher oft gut tut.

Welche Meditationstechnik passt zu mir?

Es gibt sehr viele verschiedene Wege in die Meditation zu finden. Videoanleitungen und mp3-Mitschnitte zu unterschiedlichen Techniken findest du weiter unten im Artikel. Dem Einen liegt es, mehr über die stete geistige (oder auch laute) Wiederholung eines Mantras die Sinne zu beruhigen, manche konzentrieren sich dabei auf das Abzählen der Perlen einer Mala, wieder andere bevorzugen eine Technik in der das "Sehen" mit eingebunden ist, oder beschäftigen den Geist mit einer systematischen Fragestellung. Konzentration auf verschiedene Energiezentren und die Vorstellung von Licht gehören ebenfalls zu den vielen möglichen Techniken. Wenn du anfängst zu meditieren, dann ist es vielleicht hilfreich für dich, dir einen Lehrer oder eine Lehrerin zu suchen, die dich bei den ersten Schritten begleitet und die du dann auch später noch fragen kannst. Oft ist es auch viel leichter in einer Gruppe zu meditieren. Für die meisten Menschen its das eine gute Ergänzung zur individuellen täglichen Praxis.

Die tägliche Meditation in den Alltag tragen

Wie wirkungsvoll deine tägliche Meditationspraxis ist, zeigt sich, wenn dich deine Erfahrungen und die daraus gewonnenen Kräfte im Alltag tragen. Wenn du mit einem Mantra meditierst (Siehe auch Mantraweihe.), merkst du vielleicht nach einiger Zeit, das du den ganzen Tag über immer wieder dein Mantra wiederholst, wenn du in der Schlange im Supermarkt stehst, wenn du die Spülmaschine ausräumst oder bei ganz anderen alltäglichen Tätigkeiten. Das geht natürlich auch ganz bewusst und hilft dir deinen Alltag zu spiritualisieren. Wenn du gehst, dann wiederhole mit jedem Schritt dein Mantra, so kannst du auch meditative Tiefe in deinen Alltag bringen.

Besondere Zeiten

Die Meditation muss als tägliche Praxis alltagstauglich sein. Um tiefere Erfahrungen zu machen, aufzutanken und vielleicht die eigene Sicht der Dinge zu hinterfragen, können Zeiten intensiverer Praxis an einem dafür geeigneten Ort wie ein Ashram, Kloster oder Bildungshaus hilfreich sein. Auch eine intensivere Praxis an bestimmten Festen im Jahreskreis setzen kleine Lichter im Alltag.

Führung durch einen Lehrer oder Meister

Viele Menschen meditieren innerhalb einer bestimmten spirituellen Tradition. Wenn du zu einen Lehrer oder einem Meister eine besondere Beziehung hast, dann bitte vor Beginn und am Ende der Meditation um Führung und Segen. Du kannst auch vorher ein Bild betrachten und/oder dich mit einem Gebet oder Mantra einstimmen. Es gibt aber auch die göttliche Stimme in dir, wenn du dich von ihr führen lassen möchtest, kannst du sie um Klarheit und Begleitung bitten. Es kommt nur darauf an, dass du mit Hingabe tust, was du tust, mit der inneren Haltung, nicht alles liegt in deiner Macht. Wirkliche Meditationserfahrungen sind geprägt von der Erfahrung großer Gnade.

Wie atmen beim Meditieren? - ein Vortrag von Sukadev Bretz 2018

Tiefe Bauchatmung für Zentrierung

Wie ist die Atmung in der Meditation? Welche Techniken des Atmens gibt es in der Meditation?

Das sind einige Fragen auf die ich gerne eingehen will.

Patanjali, der große Yogameister, der das Yogasutra geschrieben hat und damit den Grundlagentext zum Raja Yoga, beschreibt Meditation in sechs Stufen.

Aufgerichtet und entspannt hinsetzen

Erster Schritt - Wenn du dich zur Meditation hinsetzt wäre der erste Schritt setze dich gerade hin, Wirbelsäule aufgerichtet, Schultern entspannt, Kiefergelenke entspannt, Augen entspannt. Nimm dir vor die bestimmte Zeit ruhig zu sitzen.

Pranayama zur Prana - Aktivierung

Zweiter Schritt ist dann Pranayama. Also Pranayama, die Atmung spielt dort eine wichtige Rolle. Das bedeutet an der Stelle, das du ein paar mal mit dem Bauch tief ein und aus atmest. Fünf bis zehn mal tief atmen. Einatmen Bauch hinaus und ausatmen Bauch hinein. Einatmen Bauch hinaus und ausatmen Bauch hinein. Das aktiviert Prana, die Lebensenergie und verbessert die Sauerstoff Versorgung im ganzen Körper und insbesondere im Gehirn.

An dieser Stelle von Pranayama könntest du auch noch ein paar spezielle Energietechniken integrieren, zum Beispiel Mula Bandha, Bekenbodenverschluss beim Einatmen oder Ausatmen, oder auch kleines Khechari, Zungenspitze nach hinten oder sanfter Ujjayi Atem.

Das sind alles Techniken, die du auf unseren Internetseiten genauer lernen kannst. Das sind also Zusatztechniken, die du machen kannst. Du könntest auch den Atem sehr langsam machen und du könntest ihn auch verbinden mit Luft anhalten. Also wenn du merkst das du besonders gut auf Pranayama ansprichst dann könntest du das dann an dieser Stelle üben. So aktivierst du dein Prana und dann geht die Meditation weiter.

Atmung während der Meditation

Für die weitere Meditation hast du jetzt verschiedene Möglichkeiten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten in der Meditation zu atmen.

1. Eine Möglichkeit, das ist bei den meisten Meditationstechniken so, du ignorierst einfach den Atem. Du beachtest ihn nicht weiter. Du lässt ihn normal fließen. Also du konzentrierst dich auf deine Meditationstechnik und der Rest geht von selbst.

2. Zweite Möglichkeit ist die Atembeobachtung. Zum Beispiel in manchen der Achtsamkeitsmeditationen, insbesondere in der Atembeobachtungsmeditation oder auch in der einfachen Mantra-Meditation beobachtest du den Atem. Du bist neugierig wie der Atem sich entwickelt.

Du kannst den Atem entweder beobachten in den Nasendurchgängen oder du kannst die Bewegung der Luft auf der Oberlippe spüren. Oder du spürst die Bewegung der Bauchdecke beim Ein- und Ausatmen. Oder du spürst die Veränderung des Gefühls im Brustraum während du ein- und ausatmest. Indem du den Atem beobachtest wird er typischerweise ruhiger und langsamer. Ist nicht immer so, aber gar nicht mal selten.

3. Nächste Möglichkeit wäre du übst die so genannte Kevala Kumbhaka Atmung. Das heißt du reduzierst die Menge an Luft beim Ein- und Ausatmen. Das machst du beispielsweise bei der kombinierten Mantrameditation, oder auch bei der Kevala Kumbhaka Meditation. Du reduzierst die Menge an Luft, die ein- und ausströmt. Das führt zu einer großen Ruhe des Geistes.

Daneben gibt es gerade im Kundalini Yoga noch verschiedene andere Meditationstechniken und andere Atemtechniken. Es gibt zum Beispiel auch die Plavini Atmung in der Meditation. Es gibt die Plavini Kumbhaka Meditation. Es gibt auch die Murchha Meditation. Es gibt du Ujjayi Meditation. Es gibt die Sukha Pranayama Meditation, in der du sehr langsamen Atem verbinden kannst mit Luftanhalten.

Gerade wenn du merkst das du auf Atemübungen sehr gut ansprichst aber in der Meditation es dir schwer fällt zu meditieren könntest du auch spezielle Atemtechniken in der Meditation verwenden.

Zum Beispiel könntest du die Länge der Einatmung sehr verlangsamen und auch die Ausatmung verlangsamen. Du könntest theoretisch 30 Sekunden lang einatmen, 30 Sekunden lang ausatmen, oder eben so langsam wie es irgendwie geht.

Wenn dein Geist sehr unruhig ist würdest du die Zeit der Ausatmung verlangsamen. Du würdest zum Beispiel 10 Sekunden einatmen und 30 bis 40 Sekunden ausatmen.

Zur Energetisierung Luftanhalten integrieren

Wenn du dich energetisieren willst bei der Meditation könntest du auch Luftanhalten integrieren. Du atmest zum Beispiel recht langsam ein, hältst dann die Luft halb so lange an wie du eingeatmet hast, atmest genau so lange aus wie du eingeatmet hast und hältst dann die Luft halb so lange an wie du aus geatmet hast.

Das machen wir zum Beispiel bei Yoga Vidya in der so genannten Ujjayi Meditation, auch genannt kleines Kriya Yoga.

Nächste Möglichkeit wäre so langsam einatmen wie du kannst, die Luft anhalten so lange wie du kannst und ausatmen so lange wie du kannst. Wieder die Luft anhalten so lange wie du kannst. Das kannst du zum Beispiel verbinden mit deinem Mantra, das du vielleicht mehrmals in der Meditation wiederholst. Manche wiederholen 108 mal ihr Mantra während einem einzigen Atemzug. Also einatmen, anhalten, ausatmen und eventuell nochmals anhalten.

Zusammenfassung

Das sind also verschiedene Weisen mit dem Atem zu meditieren. Am populärsten allerdings sind drei Atemtechniken, die ich vorher erwähnt hatte:

  • Das erste wäre zu Beginn der Meditation tief ein- und ausatmen mit dem Bauch.
  • Zweitens, den Atem beobachten.
  • Drittens bei der Meditation den Atem sanfter fließen lassen.

Und natürlich grundsätzlich kannst du auch während der Hauptmeditation den Atem einfach ignorieren.

Ja, das waren einigen Anregungen zu Atmen in der Meditation, verschiedene Weisen des Atmens beim Meditieren. Wenn dich das mehr interessiert gehe auf unsere Internetseite. Dort erfährst du noch viel mehr über Meditation und auch Atmung in der Meditation. Mein Name ist Sukadev von Yoga Vidya und wenn du denkst das auch andere von diesem Vortrag profitieren können, dann teile doch den Link zu dem Text per Email, per Facebook, Twitter oder per Messenger. Danke dir.

Video - Wie atmen beim Meditieren

WER MEDITIERT – und wer sollte vielleicht nicht meditieren?

Selig in Meditation

„Wer meditiert überhaupt? Wer auf der ganzen Welt meditiert? Wer sollte vielleicht nicht meditieren?“

Grundsätzlich ist Meditation etwas wunderschönes und ich meine jeder sollte meditieren, gerade in einer Gesellschaft, wie heute wo es so viele Ablenkungen gibt, wo Menschen so viel fremdorientiert sind, und die einzige Zeit wo sie nicht außen orientiert sind wenn sie in psychischen Krisen sind, dann ist es umso wichtiger dass man meditiert.

Meditation ist etwas ganz großartiges:

Dann ist die Frage – wer sollte nicht meditieren?

Eigentlich meine ich, es gibt überhaupt keinen Menschen der nicht meditieren sollte. Aber es gibt bestimmte Meditationsarten die nicht für jeden geeignet sind. Also ich meine jeder kann meditieren, jeder sollte meditieren, aber man sollte genau schauen welche Meditation ist die Richtige.

Hindernisse helfen dir

Wenn du deinen Meditationsweg gefunden hast, mit dem du gut zurecht kommst, dann bleibe dabei. Manchmal erleben gerade Anfänger wunderschöne Erfahrungen in der Meditation - wie ein "Anfangsbonus", der ermutigt weiter zu machen, und dann plötzlich hat man das Gefühl, es geht gar nichts mehr. Das ist dann der Zeitpunkt an dem du wirklich wachsen kannst. Hindernisse können immer auftauchen, auch wenn man schon viele Jahre regelmäßig meditiert, es sind immer Aufgaben zu wachsen und sich zu entwickeln. Irgendwann ist diese Phase vorbei und dann hat sich etwas verändert. Frage um Rat, wenn du nicht weiter weißt!

Meditieren für Konzentration - ein Vortrag von Sukadev Bretz 2018

Meditieren für Konzentration

Das sind einige Fragen, die mir gestellt wurden, auf diese will ich antworten:

  • Hilft die Meditation, um sich besser zu konzentrieren?
  • Gibt es spezielle Meditationstechniken, um sich besser konzentrieren zu können?
  • Kannst Du auch eine bestimmte Meditation empfehlen, um die Konzentration zu fördern?

Hilft die Meditation, um sich besser zu konzentrieren?

Ja, meditieren hilft für die Konzentration. Meditieren heißt ja, eine gewisse Art der Konzentration zu kultivieren. Und letztlich kann der menschliche Geist trainiert werden. So wie die Muskeln stärker und flexibler werden, wenn Du sie trainierst, so können auch der Geist, zum Beispiel das Gedächtnis und die Konzentration, kultiviert werden, indem Du das bewusst trainierst. Und Meditieren ist eine bestimmte Form der Konzentrationsübung. Und so hilft Meditation für die Konzentration.

Gibt es spezielle Meditationstechniken, um sich besser konzentrieren zu können?

Es gibt auch einige Studien, die zeigen, dass sowohl Meditieren als auch Yoga üben sehr hilfreich sind für Konzentration im Alltag. Jetzt stellt sich natürlich die Frage: „Gibt es bestimmte Meditationsarten für eine bessere Konzentration?“ Und grundsätzlich kann man sagen: „Ja.“ Man könnte auch überlegen: „Welche Meditationsart hilft Dir in besonderem Maße, Dich zu konzentrieren?“

Kannst Du auch eine bestimmte Meditation empfehlen, um die Konzentration zu fördern?

Und hier gibt es zwei verschiedene Aspekte. Der eine wäre: Angenommen, Du bist im Alltag schon sehr konzentriert und Du hast eine Arbeit, die hohe Konzentration erfordert, dann brauchst Du in der Meditation eher Entspannung. Dann sind zum Beispiel solche Techniken wie die Achtsamkeitsmeditation und die einfache Mantra-Meditation hilfreich. Du beobachtest, was der Geist von selbst an Gedanken und Gefühlen produziert. Du beobachtest die Atmung und so weiter. Und gerade, indem Du dann in der Meditation eine so entspannte Technik übst, hat der Geist nachher die Kraft, wieder konzentriert zu sein.

Die zweite Möglichkeit: Du hast einen Tag, wo Du wenig Zeit hast, Dich auf eine Sache zu konzentrieren. Im Gegenteil, Du hast tausend verschiedene Sachen, die es zu tun gibt, die entweder langweilig sind oder Dich zerreißen. Also brauchst Du Konzentration. Dann würde ich Dir empfehlen, eine Meditationsart zu wählen, die Dir hilft, während der ganzen Meditation wirklich dabei zu sein. Das kann zum Beispiel die kombinierte Mantra-Meditation, eine Form der Energie-Meditation, die Ausdehnungs-Meditation oder die Tratak-Licht-Meditation sein. Wenn Du also die Meditation brauchst als Ausgleich des Tages, wo Du keine Gelegenheit hast, bei einer Sache zu bleiben, dann übe eine dieser Konzentrations-Meditationen.

Meditieren hilft einen klaren Geist zu haben

Es gibt noch einen weiteren Aspekt des Meditierens für Konzentration. Manche Menschen zerfleddern sich im Alltag, und sie würden sich gern konzentrieren auf das Wesentliche. Hier kann Meditieren auch helfen. Meditieren hilft Dir, einen klareren Geist zu haben. Und dann kannst Du auch am Ende der Meditation überlegen: „Was von dem, was ich tue, ist notwendig und hilfreich?“ Manchmal kannst Du am Ende der Meditation, wenn Dein Geist eine gewisse Klarheit hat, fragen:

  • Sollte ich das machen?
  • Muss ich das machen?
  • Will ich das machen?
  • Ist es hilfreich, das zu machen?

So wirst du Schritt für Schritt feststellen, dass eine ganze Menge von dem, was Du machst, nicht nötig ist. Und so kann Meditieren Dir helfen, Dich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Übrigens gibt es auch von Swami Sivananda ein Buch „Konzentration und Meditation“, wo er viele Tipps gibt, wie Du Dich konzentrieren kannst. Informationen findest Du dazu auf den Yoga Vidya Internetseiten. Da haben wir nämlich viele Artikel von Swami Sivananda über Konzentration aufgenommen. Schaue einfach auf unsere Internetseite und gib ins Suchfeld „Konzentation“ ein, dann bekommst Du noch viel mehr Tipps, wie Du Dich konzentrieren kannst.

Video - Meditieren für Konzentration

Meditieren bis zum Tod

Meditieren bis man den Körper verlässt? Was heißt meditieren bis zum Tod? Meditieren ist etwas, was einen auf den Tod vorbereitet. Du meditierst, damit du ein erfüllteres Leben hast. Du kannst meditieren, um mehr Freude, Gelassenheit im Leben zu haben und gesünder zu sein. Aber alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende. Die Meditation bereitet dich auch auf den Tod vor. So heißt es, wir meditieren bis zum Tod. Wir meditieren, bis wir den Körper verlassen.

Körper bewusst verlassen

In der Bhagavad Gita beschreibt Krishna – ich glaube es ist im 7. Kapitel – wie du in der Meditation deinen Körper verlassen kannst. Er sagt zunächst einmal: Lasse alles los. Angenommen du stirbst, dann gilt alles loszulassen. Vertraue alles Gott an. Sage allem Lebewohl. Yogis sagen nicht unbedingt Auf Wiedersehen, denn wir wollen ja nicht wiedergeboren werden, sondern Yogis sagen Lebewohl.

Mit dem Leben abschließen

Du weißt, dass mit deinem Tod deine Verantwortung für das physische Leben abgeschlossen ist. Es gilt loszulassen. Lasse los! Wünsche allen alles Gute. Bete vielleicht zu Gott, zu deinem Meister, vertraue dein Werk Gott an und danach ziehe deinen Geist nach innen. Verschließe die Tore, wie Krishna es beschreibt. Die sinnlichen Tore, damit keine Eindrücke mehr von außen kommen und auch die Tore nach außen. Du weißt, es gibt nichts mehr zu tun. Sammle so die Energie im Herzen. Spüre in der Tiefe deines Wesens deine wahre Natur. Und dann gehe von dort mit deiner Energie hoch zum dritten Auge und im dritten Auge wiederhole das [Om]. Meditiere über das Om und verlasse den physischen Körper über das dritte Auge. So erfährst du das höchste Selbst.

Den Tod als Meditation erfahren

In diesem Sinne heißt „meditieren bis zum Tod“ auch, dass du im Moment des Todes so meditierst, wie du die ganze Zeit meditiert hast. Und so ist es auch gut eine Meditation zu üben, die auch geht, wenn du stirbst. Deshalb habe ich gewisse Zweifel, dass die reine [Achtsamkeitsmeditation] sehr sinnvoll ist. Einfach nur beschreiben, was du wahrnimmst, wird nicht helfen zur Erleuchtung zu kommen.

Die Achtsamkeitsmeditation hat meiner Meinung nach sehr wichtige Aufgaben, um die Reiz-Reaktions-Ketten zu lösen, zu überwinden und zur Einsicht zu kommen. Aber letztlich brauchst du eine Meditation, die geeignet ist bis zum Tod, bis zum Verlassen des Körpers und die dir hilft, über den Körper hinauszuwachsen.

Meditieren über den Tod hinaus

Das waren einige Anregungen zum Thema „Meditation bis zum Tod“ bzw. „Meditation im Moment des Todes“. Es heißt auch, dass du über den Tod hinaus meditieren kannst. Wenn du keinen physischen Körper mehr hast, dann tun vielleicht die Knie und der Rücken nicht mehr weh. Du hast nicht mehr die innere Unruhe und ein spiritueller Aspirant, der in diesem Leben viel meditiert hat, kann auch nach dem physischen Tod viel meditieren. Man kann nach dem physischen Tod eventuell die Erleuchtung erlangen durch Meditation nach dem physischen Tod. Und selbst wenn du in der Astralwelt nicht die volle Verwirklichung erreichst, wirst du dann im nächsten Leben gut starten können.

Es ist erstrebenswert, früh mit Meditation zu beginnen und vielleicht im nächsten Leben die Gottverwirklichung zu erreichen.

Vortragsvideo "Meditieren bis zum Tod?"

Meditieren bis zur Erleuchtung

Buddha - Der Erleuchtete

Meditation hat als Ziel die Erleuchtung. Meditation hat als Ziel die Gottverwirklichung. Wir meditieren um ganz tief zu gehen, in die Tiefe unseres Wesens. Wir wollen uns öffnen. Wir wollen zur Einheit kommen.

Erleuchtung ist einer der vielen Begriffe für das was man auch als Gott-Verwirklichung, als Selbstverwirklichung oder als Unio Mystica bezeichnet. Als Erlösung, als Befreiung. Im Sanskrit wird es als Moksha bezeichnet, oder als Kaivalya, das heißt Befreiung, oder auch als Aparoksha Anubhuti, die Erfahrung der höchsten Wirklichkeit, oder als Atma Bodha, die wahre Erkenntnis des Selbst.

Und so heißt es, dass wir meditieren sollen, bis wir die Erleuchtung erlangen. Also nicht aufhören, bevor wir die Erleuchtung erlangt haben, sondern wir meditieren bis zur Erleuchtung.

Woher kommt das Meditieren?

Mehr über Meditation findest du hier: Meditation

Wo kommt die Meditation her? Wer hat zuerst meditiert?

Meditation gibt es überall

Meditation ist eine uralte Praxis. Man könnte wohl sagen es ist eine menschliche Fähigkeit, die es seit Urzeiten gibt. In fast allen Kulturen findet man die Meditation. Im Christentum wird es manchmal als stilles Gebet bezeichnet. Im Katholizismus gibt es die Exerzitien. Man findet es auch im Islam, dort gibt es die Mystiker, die sitzen, oder das stille Gebet. Man findet es im Judentum, auch dort gibt es Formen der Meditation. Man findet es in den schamanistischen Kulturen. Man findet es überall. Vermutlich könnte man auch sagen: Meditieren ist ein tiefes Bedürfnis, von Menschen auf der ganzen Welt. Vielleicht nicht von allen Menschen, aber in allen Kulturen gibt es Menschen, die meditieren.

Meditation ist sinnvoll

So könnte man sagen: evolotionsbiologisch hat sich das Meditieren als sinnvoll erwiesen. Meditieren ist etwas, was Menschen hilft, sich zu regenerieren und kreativer zu sein. Meditieren hilft auch bewusster zu sein. Man könnte auch sagen: Meditieren kommt aus der Tiefe des Menschen. Allerdings wird in allen Religionen und allen spirituellen Systemen gesagt: Meditieren kommt von Gott. Zum Beispiel wird in Indien gesagt, Krishna hat die Meditation gelehrt. Oder bei den Shaivas heißt es: Shiva hat Meditieren gelehrt. Und es heißt sogar: Brahma, der Schöpfer, hat als erstes meditiert, bevor er die Welt erschaffen hat; was heißen soll: Meditation steht am Anfang allen Seins.

3 Möglichkeit woher die Meditation kommt

Und so sind es drei verschiedene Möglichkeiten, woher das Meditieren kommt:

  • evolutions-biologisch ist es sinnvoll, weil Meditation hilft, einen klaren Geist zu haben, mehr intuitiv zu sein, kreativer zu sein, gesünder zu sein, mit den Wechselfällen den Lebens besser umgehen zu können usw.
  • Zweite Möglichkeit: Meditieren kommt aus der Tiefe deines Wesens, aus Deinem spirituellen Kern, Meditieren ist Ausdruck der Sehnsucht Deiner Seele nach der Wirklichkeit.
  • Und die dritte Möglichkeit: Meditieren ist eine Inspiration des Göttlichen, und dieses Göttliche offenbart sich in allen Religionen, allen Kulturen als die Fähigkeit des Meditierens.

Mehr zur Meditation findest Du im Internet unter www.yoga-vidya.de/Meditation.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Seminare

Videos

Multimedia

Klassische Yoga Tiefenentspannung mp3

Sakshi Bhav-Meditation mit Shivakami

Meditation: Aktiviere deine Energien und dehne deine Bewusstheit aus

Bhakti Yoga Meditation: Die göttliche Gegenwart erfahren

Meditation: Wortlose Bewusstheit: Alles ist wahrhaftig Brahman

Achtsamkeits-Meditation: Beobachte und löse dich vom Beobachtbaren

Kurze Beobachtungs-Meditation – auch für den Alltag

Atem-Meditation: Konzentration zwischen die Augenbrauen

Blitzentspannung Atembeobachtung Oberlippen – Meditation

Mantra-Meditation in 6 Schritten

Kurze Shiva-Shakti-Meditation

Achtsamkeitsmeditation auf den Atem 4-4

Sahasrara Chakra Erd-Himmels-Meditation

Achtsamkeitsmeditation auf den Atem 3-4

Rosen-Meditation im Sahasrara Chakra

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Phantasiereise zu Lakshmi

Achtsamkeitsmeditation für den Körper 1-4

Sahasrara Chakra Segens-Meditation