Santosha

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1. Santosha und Samtosha (Sanskrit: सन्तोष santoṣa u. संतोष saṃtoṣa m.) Zufriedenheit, Bescheidenheit, Schlichtheit, Anspruchslosigkeit; einer der fünf Niyamas in Patanjalis Yogasutra. Santosha ist eine der 5 Niyamas, des zweiten Ashtangas im Raja Yoga. Die anderen sind Saucha, Tapas, Swadhyaya und Ishwara Pranidhana. Patanjali sagt im Yogasutra: Durch Santosha kommt höchstes Glück.

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2. Santosha, Sanskrit सन्तोष santoṣa m, ist ein Spiritueller Name und bedeutet Zufriedenheit, Freude, einer der fünf Niyamas in Patanjalis Yoga Sutra. Santosha kann Aspiranten gegeben werden mit Soham Mantra, Tryambaka Mantra.

Sukadev über Samtosha (Santosha)

Niederschrift eines Vortragsvideos (2015) von Sukadev über

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Samtosha heißt Zufriedenheit, Samtosha heißt auch Freude, die aus Zufriedenheit kommt. Samtosha kann man auf verschiedene Weisen transkribieren. Meistens wird es geschrieben, Santosha, es geht aber auch mit "m“, also Samtosha. Samtosha oder Santosha ist das gleiche, auf Devanagari wird es gleich geschrieben.

Samtosha heißt Zufriedenheit, Samtosha ist die Freude, die aus einer inneren Gelassenheit entspringt. Samtosha ist die Freude, die aus der Überzeugung stammt, dass letztlich alles zum Guten ist. Samtosha gehört auch zu den fünf Niyamas im Rahmen des Raja Yogas. Dort gibt es Saucha – Reinheit, Samtosha – Zufriedenheit, Tapas – Disziplin, Swadhyaya – Selbststudium, und Ishvarapranidhana – Hingabe an Gott.

Also, Samtosha heißt Zufriedenheit. Mehr über Samtosha findest du auf unseren Internetseiten, auf Yoga Vidya. Und am besten schreibst du Santosha mit "n“, so schreiben wir es nämlich bei Yoga Vidya normalerweise.

Sukadev über Santosha

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Santosha

Santosha heißt Zufriedenheit, Genügsamkeit, Freude und Glück. Santosha gehört zu den fünf Niyamas, die Patanjali im Yoga Sutra erwähnt. Die fünf Niyamas sind SauchaReinheit, Santosha – Zufriedenheit, Tapas – spirituelle Disziplin, Swadhyaya – Selbststudium und Ishwara PranidhanaHingabe an Gott.

Patanjali erwähnt auch jeweils die Resultate, was passiert, wenn man diese Niyamas praktiziert. Und zu Santosha sagt er: "Wer Santosha praktiziert, der ist im Glück.“ Santosha führt sofort zum Frieden. Im Deutschen heißt es Zufriedenheit. Das, was zum Frieden führt. Du wirst nicht glücklich dadurch, dass du dir mehr Wünsche erfüllst, du wirst auch nicht dadurch glücklicher, dass du immer mehr Besitz hast, oder dass Menschen immer freundlich zu dir sind.

Du wirst glücklicher, indem du Zufriedenheit kultivierst. In dem Wort "Santosha“, ist es die Eigenverantwortung des Individuums. Du musst dich selbst verbinden - Sam heißt ja auch verbinden – Santosha. Du kannst dich mit deinem inneren Glück verbinden, du kannst lernen, mit wenig glücklich zu sein.

Ein Stück Brot kann so gut schmecken, du kannst zufrieden sein, wenn du ein Stück Brot hast, Santosha. Ein Sonnenaufgang ist so schön, du musst nicht so viel Aufregung drum herum haben. Eine Blume ist so schön, eine Pflanze ist schön, ein Lächeln eines Menschen ist schön. So vieles ist da. Du kannst dich einfach mit dem begnügen, was von selbst kommt, das ist Santosha.

Natürlich soll man nicht nur Santosha üben. Es geht auch darum, Mumukshutva zu haben, die intensive Sehnsucht nach der höchsten Befreiung. Und es geht auch darum, sich intensiv zu engagieren, Gutes zu tun in dieser Welt. Aber für alles, was persönliches Vergnügen und Besitz betrifft, ist es gut Santosha zu üben. Lerne es, mit wenig auszukommen, mit wenig zufrieden zu sein.

Lerne, dass dein Glück nicht davon abhängt, dass Menschen das tun, was du gerne hättest, sondern lerne es, mit Wenigem zufrieden zu sein, was dich persönlich und dein persönliches Leben betrifft. Das ist eine gute Grundlage für Freude.

Und wenn du im Persönlichen Bereich Santosha übst, dann tue es mit großem Mumukshutva, strebe nach der höchsten Erfahrung. Und bemühe dich dann mit großem Engagement, Gutes zu bewirken in der Welt. Das ist ein gutes Ausbalancieren der Dinge: Persönliche Zufriedenheit für dich selbst, großes Engagement für das Gute in der Welt, und das besonders große, intensive Streben nach der höchsten Verwirklichung.

Patanjali

Yoga Sutras, Kapitel II.32

शौचसन्तोषतपःस्वाध्यायेश्वरप्रणिधानानि नियमाः ||2.32||

śauca-santoṣa-tapaḥ-svādhyāyeśvara-praṇidhānāni niyamāḥ ||2.32||

Die Niyamas bestehen aus Reinheit, Zufriedenheit, Selbstzucht, Selbststudium und Selbsthingabe.

Der spirituelle Name Santosha

Santosha ist ein spiritueller Name für Meditierende mit Soham oder Tryambaka Mantra

Santosha ist die Zufriedenheit. Santosha ist auch die Anspruchslosigkeit. Santosha ist eine der 5 Nyamas im Raja Yoga. Die zweite der Ashtangas im Raja Yoga sind die Nyamas, die ethischen Empfehlungen in seinem eigenen Leben. Es heißt: kultiviere Santosha, denn Santosha, die Zufriedenheit, ist das größte Glück. Wenn du den Namen Santosha hast, dann soll es heißen, du machst aus allem das Beste. Du willst Gutes bewirken, Gutes tun aber Zufriedenheit lernen, denn Zufriedenheit ist lernbar.

Zufriedenheit, Santosha, im Rahmen der Yamas und Niyamas von Patanjali

Die Grundlage des Yoga ist das Yogasutra von Patanjali. Darin stellt der erleuchtete Yogaweise Patanjali zehn Grundsätze für das erfolgreiche spirituelle Üben auf. (Interpretation von Yogi Nils)

1. Gewaltlosigkeit (Ahimsa): Keine anderen Wesen töten. Friedfertig sein. Sanftmütig leben.

2. Wahrhaftigkeit (Satya): In der Wahrheit leben. Grundsätzlich ehrlich zu sich selbst und anderen sein. Konsequent aus der persönlichen Wahrheit (Richtigkeit) heraus leben. Eine Lüge ist nur in gut begründeten Ausnahmen zulässig, zum Beispiel wenn man mit einer Lüge das Leben eines anderen Menschen retten kann. Ein Yogi schweigt in einer Zweifelssituation. Wer konsequent in der Wahrheit lebt, der strahlt Wahrheit aus.

3. Rechtschaffenheit (Asteya): Nicht stehlen und nicht betrügen. Ein Yogi ist im Berufsleben grundsätzlich ehrlich. Er strebt nicht nach ungerechtfertigtem Vorteil, sondern sucht den gerechten Ausgleich (fairer Handel). Einem Yogi kann man im Berufsleben grundsätzlich vertrauen. Er gibt seinem Geschäftspartner eher etwas zu viel als zu wenig. Wer im Geschäftleben gerecht handelt, erzeugt kein schlechtes Karma.

4. Weisheit (Brahmacharia): Im Schwerpunkt spirituell leben (in der Weisheit leben/Brahmacharia). Nicht dem Geld, sondern Gott dienen. Das Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheiden.

5. Einfachheit (Aparigraha): Mäßigung in äußeren Genüssen. Ein spiritueller Mensch lebt grundsätzlich äußerlich bescheiden und innerlich reich. Ein Yogi verbraucht seine Energie nicht im äußeren Tun, sondern lebt so ruhig, dass sie sich nach innen wendet und seinen Körper von innen her reinigt.

6. Verehrung des spirituellen Ziels (Ishvara, die persönliche Gottheit): Damit wir unseren spirituellen Weg nicht verlieren, ist es notwendig, dass wir uns immer wieder auf unser spirituelles Ziel besinnen. Wir können ein Bild verehren, uns vor einer Statue verbeugen oder ein Mantra (Gebet) sprechen. Sorge gut für dich selbst. Lebe aus der Ruhe heraus (Brahma) und im täglichen spirituellen Üben (Shiva). Sende allen Wesen Licht und wünsche eine glückliche Welt (Vishnu).

7. Egoopfer (Shaucha, Läuterung/Reinigung): Der Weg ins Licht führt durch die Kreuzigung. Die zehn Ego-Eigenschaften sind Stolz, Neid, Habsucht, Genusssucht, Angst, Wut, Trauer, Unmäßigkeit, Faulheit, Unweisheit. Was ist heute deine negative Eigenschaft? Welcher positive Gedanke hilft dir sie zu überwinden? Ohne ein großes Egoopfer gibt es keine Erleuchtung. Richtig zu opfern ist eine Kunst. Wer zu viel opfert, verspannt sich innerlich. Wer zu wenig opfert, löst seine Egoverspannung/Anhaftung nicht auf. Wie gelangst du heute zum inneren Frieden, zur inneren Kraft und in die umfassende Liebe?

8. Zielstrebigkeit (Tapas): Ein klarer Entschluss (Gelöbnis), ein klarer Lebensplan und ein konsequenter Weg des Übens. Tapas bedeutet ein diszipliniertes Leben zu führen. Wer eine klare Zielorientierung und große Ausdauer hat, der siegt auf dem spirituellen Weg. Bitte die erleuchteten Meister um Führung und Hilfe, folge deiner inneren Weisheit, und du wirst auf deinem spirituellen Weg siegen.

9. Lesen (Swadhyaya): Die tägliche Lesemeditation hält uns auf dem spirituellen Weg, reinigt unseren Geist, verbindet uns mit den erleuchteten Meistern und macht uns letztlich zu spirituellen Siegern. Wer sich nicht jeden Tag mit der Spiritualität beschäftigt, verliert im Zeitalter des Konsumfernsehens seinen Weg des inneren Glücks.

10. Zufriedenheit (Santosha): Gelange in die große Zufriedenheit mit dir und deinem Leben. Welcher Gedanke hilft dir in die Zufriedenheit zu kommen? "Mein Gedanke der Zufriedenheit ist ..."


Die fünf Yamas und Niyamas


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Siehe auch

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