Sraddha

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1. Sraddha steht für Zeremonien, die von Verwandten durchgeführt werden, um die Jiva (die Seele) des Verstorbenen zu unterstützen, die nach dem Tod ihren physischen Körper abgelegt hat. Ein Mensch, der seine physische Hülle abgelegt hat, wird Preta genannt. Der Teil des Sraddhas, der durchgeführt wird, um ihm in diesem Stadium zu helfen, wird "Preta Kriya" genannt.

2. Sraddha (Sanskrit श्रद्धा śraddhā f.), Glaube, Vertrauen. sraddha ist eine alternative Schreibweise für Shraddha.

Mehr Informationen zu dem Sanskrit Wort sraddha findest du unter dem Hauptstichwort Shraddha

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3. Sraddha (Sanskrit श्राद्ध śrāddha), gläubig; n. Totenmahl, (r.). sraddha ist eine alternative Schreibweise für Shraddha.

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4. Sraddha (Sanskrit श्रद्धा śraddhā), vertrauend, treu, (Dat.); f. Vertrauen, Treu; Glaube an, Lust, Appetit nach. sraddha ist eine alternative Schreibweise für Shraddha .

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Wie Sraddha und Tarpana den Seelen der Verstorbenen helfen

Geschenke an Brahmanen für das Wohl der Pitris, zur richtigen Zeit am richtigen Ort und mit Glauben/Vertrauen werden "Sraddha" genannt. Sraddha stellt die Pitris zufrieden. Indem der Sohn sechzehn Sraddhas darbietet, hilft er seinem verstorbenen Vater, in Freude mit den Pitris zu leben. Der Sohn sollte die Sapindikarana-Riten für seinen Vater durchführen. Die Durchführung des Sraddha und Tarpana stillt den Hunger und Durst der Seele während ihrer Reise nach Pitri Loka (Jenseits).

Die Seelen, die in die Hölle kommen, sind starkem Hunger und Durst ausgesetzt. Das Darbieten von Sraddha sowie Reis und anderen Opfergaben lindert ihr Leiden und ist daher unverzichtbar. Die Seelen, die im Himmel verweilen, werden ebenfalls zufrieden gestellt, gestärkt und genährt.

Die Vorteile der Feuerbestattung

Die Feuerbestattung ist die beste Methode zur Vernichtung des Leichnams und für die Seele des Verstorbenen von großem Vorteil. Wird der Körper nicht verbrannt, ist Jiva nach wie vor mit der Erde verbunden. Aufgrund von Moha schwebt die Seele weiterhin über dem Körper des Verstorbenen oder ist noch mit dem physischen Körper verbunden. Ihre Reise in den Himmel wird gestört. Die Schwingungen, die beim Rezitieren von Mantras freigesetzt werden sowie die Opfergaben in Form von Wasser spenden der Seele des Verstorbenen Trost.

Das Sapindikarana-Ritual hilft der Jiva, vom Preta Loka (Reich der hungrigen Geister) in das Pitri Loka (Jenseits) überzugehen. Der Verstorbene wird von den Pitris oder den Vorfahren aufgenommen. Der Sohn geht dreimal um den Körper seines verstorbenen Vaters. Bevor der Scheiterhaufen angezündet wird, besprenkelt er den Körper einmal mit Wasser und rezitiert dabei das Mantra: „Gehe fort. Ziehe dich zurück und verlasse diesen Ort.“ Am nächsten Tag werden die Knochen eingesammelt und in einem Fluss versenkt. Diejenigen, die es sich leisten können, bringen die Knochen nach Benares oder Haridwar und versenken sie im Ganges. Man glaubt, dass die Seele, deren sterbliche Überreste dem heiligen Ganges überlassen werden, die höheren Ebenen des spirituellen Lichts, der Herrlichkeit und letztendlich die Erlösung erreicht.

Die zwei Klassen von Pitris

Unmittelbar nach dem Tod nimmt die Jiva die Form des Ativahika-Körpers an. Dieser besteht aus Feuer, Luft und Äther. Später kann die Seele die Yatana Deha-Form annehmen und Höllenqualen erleiden, wenn sie auf der Erde große Sünden begangen hat. Oder sie erhält einen himmlischen Körper, um die Himmelsfreuden genießen zu können, wenn der Mensch auf Erden ein rechtschaffenes Lebens geführt hat. Beim Yatana Deha überwiegt das Element Luft, während beim himmlischen Körper das Element Feuer dominiert. Es dauert ein Jahr, bis die Jiva das Pitri Loka erreicht.

Es gibt zwei Klassen von Pitris: die himmlischen Pitris, die die Meister des Pitri Loka sind, und die menschlichen Pitris, die nach ihrem Tode dort hingehen. Brahma ist der Großvater väterlicherseits von allen. Kasyapa und die anderen Prajapatis sind ebenfalls Pitris, da sie die Urahnen sind. Pitri Loka, oder das Domizil der Pitris, wird auch Bhuvar Loka genannt.

Das Wort Pitris steht vor allem für die unmittelbaren Vorfahren, d.h., Vater, Mutter, etc. Die Sraddha-Zeremonie wird für drei Generationen der Pitris oder für alle Pitris durchgeführt. Drei Kuchen werden dem Vater, dem Großvater und dem Urgroßvater als Opfergabe dargeboten. Zuerst werden zwei Brahmanen verköstigt. Durch das Geben und Empfangen von Nahrung können sich sieben Generationen gegenseitig beeinflussen.

Siehe auch

Literatur

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Galit Zairi,