Ewig

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Ewig ist das, was bleibt. Suche das Ewige. Strebe nach dem Unendlichen. Entwickle Sehnsucht nach der Erleuchtung. Das sind einige Ermahnungen, einige Ermutigungen, welche Swami Chidananda und immer wieder gibt. Sukadev übersetzt ihr Recht frei die Niederschrift eines Vortrags dieses großen Yogi.

Das Ewige, das Unvergängliche

Kommentar zur Bhagavad Gita, 8. Kapitel, Verse 20 und 21:

Krishna spricht:

„parastasmāttu bhāvo ’nyo ’vyakto ’vyaktātsanātanaḥ

yaḥ sa sarveṣu bhūteṣu naśyatsu na vinaśyati“

„Wahrlich, es gibt etwas das höher ist als das Nicht-Manifeste, ein anderes Nicht-Manifestes Ewiges das nicht zerstört wird wenn alle Wesen zerstört werden.“

Das Unvergängliche als höchstes Ziel

Strebe nach einer höheren Wirklichkeit

Vers 21

„Das was das Nicht-Manifeste, das Unvergängliche genannt wird, das gilt als das höchste Ziel. Wer es erreicht kehrt nicht in diesen Samsara, in diesen Kreislauf von Geburt und Tod zurück. Das ist meine höchste Wohnstatt."

Und dieser höchste Purusha, dieses höchste Bewusstsein - oh Arjuna - kann erreicht werden durch unerschütterliche und ausschließliche Hingabe an Ihn, in dem alle Wesen weilen und der all dies durchdringt.“ In den vorigen Versen hat Er gesprochen von Geburt und Tod. Er hat davon gesprochen wie Du Gott erfahren kannst, wie Du im Moment des Todes Gott erfahren kannst. Er hat aber auch gesagt, wenn Du nicht in dem Moment Gott erfahren kannst dann wirst Du Dich wieder inkarnieren, und auch die Welten kommen und gehen und am Ende eines Zeitalters absorbiert sich die Welt in der Kausalwelt und von dort manifestiert sie sich wieder. Jenseits der Kausalwelt ist das unvergängliche Brahman. Dieses gilt es zu erfahren. Das ist auch wieder eine Jnana Yoga Betrachtungsweise. Geh über alles Relative hinaus, über das Relative des Kommens und Gehens. Und dann sagt Er: „Du erfährst es auch durch Bhakti. Durch große Hingabe. Durch große Liebe zu Gott. Bhaktya labja, also durch große ausschließliche Hingabe.“

Einfluss der Zeiten

Vers 23:

„Ich werde Dir nun sagen – oh Arjuna – welchen Einfluss die Zeiten zu denen Yogis verscheiden darauf haben ob sie zurückkehren oder nicht.“

Hier beschreibt Er etwas von dieser Tradition dass auch bestimmte Zeiten geeigneter sind zu sterben und andere Zeiten sind nicht so geeignet zu sterben. Die modernen Yogis beziehen sich selten darauf. Auch wenn es heißt, dass Swami Sivananda sich bewusst einen Zeitpunkt ausgesucht hat der genau der optimale war um physischen Körper zu verlassen, der 14. Juli 1963.

Ich werde diese Phasen etwas überspringen und gehe zum 26. Vers über:

Der helle und der dunkle Weg

Krishna und Arjuna im Streitwagen auf dem Schlachtfeld: Tu deine Pflicht

Vers 26:

„Der helle und der dunkle Weg der Welt gelten wahrlich als Ewig. Wenn der Mensch den Einen, den hellen Weg geht kehrt er nicht zurück. Am anderen, dem dunklen Weg kehrt er zurück.“

Dieses Thema, dass es zwei Wege gibt, finden wir immer wieder. Es gibt Herakles am Scheideweg in der griechischen Mythologie, in den Upanishaden, zum Beispiel der Katha Upanishad, findest Du Shreya Marga und Preya Marga: Shreya Marga - der Weg des Guten, Preya Marga - der Weg des Angenehmen. Wenn Du den Weg des Angenehmen gehst, wo Du Deine Wünsche erfüllst, wo Du dafür sorgst, das zu tun was Du magst, wenn Du einfach so Deinem Geist folgst kehrst Du immer wieder zurück. Es gibt dort mal schöne Zeiten und mal weniger schöne Zeiten, mal Vergnügen, mal Schmerz, Geburt und Tod. Wenn Du dauerhaft im Glück sein willst musst Du Shreya Marga gehen, den Weg des Guten. Krishna nennt ihn hier Shukla, den Weg des Hellen, den Weg zum Licht.

Das ist das was Krishna in der Bhagavad Gita lehrt. Das ist nicht der Weg wo Du einfach tust wozu Du Lust hast. Das ist nicht der Weg wo Du einfach Deinem Geist folgst. Es ist zwar schon der Weg wo Du Deiner Swarupa, Deiner tiefen Natur folgst aber es ist der Weg wo Du Deine Wünsche überwindest, wo Du den Geist ruhig bekommst, wo Du Dich auf Gott ausrichtest, Gott alles hingibst. Wo Du Deine Verhaftungen aufgibst, Abhyasa übst – beständige Praxis. Und auch wenn es schwierig wird und wenn Du ab und zu einmal stolperst – geh‘ diesen Weg weiter! Dieser Weg führt zum Glück.

Sei fest im Yoga

27. Vers:

„Um diese beiden Wege wissend – oh Arjuna – geht kein Yogi in die Irre. Daher sei zu jeder Zeit fest im Yoga.“

Öfters stehst Du vor einer Entscheidung, wie ja auch Arjuna eigentlich vor einer Entscheidung steht, das ist ja der Beginn der Bhagavad Gita. Und da kannst Du dann überlegen: welcher Weg führt mich in die Freiheit, in die Gottverwirklichung, in die Reine Liebe? Und welcher Weg führt mich in die Begrenzung, in die Verhaftung und in die Dunkelheit? Oft ist es der Weg in die Verhaftung, in die Wunscherfüllung der bequemer ist, der angenehmer ist. Gehe diesen nicht. Gehen den Weg der ins Licht führt, und der ist nicht so einfach, mindestens nicht dauerhaft.

Wenn Du zwischendurch gestrauchelt und gestolpert bist gehe wieder den Weg zum Licht. Nicht immer ist es einfach sonst könnte die Bhagavad Gita ja hier aufhören. Krishna spricht zehn Kapitel weiter: „nicht immer ist es einfach zu erkennen – welcher Weg ist denn der Licht Weg? Aber mindestens sei Dir bewusst, in jedem Moment wo Du entscheiden kannst, kannst Du entscheiden: Weg des Lichts oder Weg der Dunkelheit. Gehe den Weg des Lichtes.

Geh über jeden Ertrag hinaus

Sadguru SWami Sivananda

28. Vers:

„Über jede Frucht, jeden Ertrag, die, wie es in den Schriften heißt, das Studium der Veden bringen soll, das Ausführen von Opfern, das Üben von Askese und Geschenke geht der Yogi hinaus da er dies weiß und er gelangt zur höchsten ursprünglichen Wohnstatt die ohne Anfang und ohne Ende ist.“

Wenn du in der relativen Welt bleibst dann gibt es ein Kommen und ein Gehen, mal ist es schön, mal weniger schön. Angenommen, du tust gute Werke, um belohnt zu werden, damit andere dich anerkennen, dir einen Gefallen zurücktun oder du gutes Karma bekommst – magst Du das bekommen. Dann hast u Vergnügen, und danach kommt wieder Schmerz. Und wenn du nur deine spirituellen Praktiken übst oder Yoga-Praktiken übst oder Askese-Praktiken übst um gesund zu werden oder um Anerkennung zu bekommen und vor anderen zu prahlen wie gut du bist, dann magst Du gesund werden und du magst auch Anerkennung bekommen. Was gesund ist wird auch krank, wo Anerkennung ist kommt auch wieder Tadel, es ist nicht dauerhaft. Und wenn Du spirituelle Schriften liest und wenn Du Schriften studierst um nachher gute Vorträge geben zu können, tolle Artikel zu schreiben, bewundert zu werden, dann magst Du bewundert werden, aber aus Bewunderung kommt irgendwann etwas anderes.

Sei Dir immer bewusst, es gibt den Shukla Marga, den hellen Weg, und es gibt den dunklen Weg. Gehe den hellen Weg zum Licht in jedem Moment.

Und auch wenn Du spirituell praktizierst – reinige Deine Motive. Swami Sivananda hat immer wieder gesagt: „Scrutinise your motives.“– immer wieder: Analysiere deine Motive. Überlege: praktiziere ich aus der Reinheit heraus? Praktiziere ich um Gott zu verwirklichen? Praktiziere ich um Gutes zu tun? Praktiziere ich ohne Verhaftung zu sein? Und so sagt Er ja: „hafte nicht an den Früchten, hafte nicht am Erfolg. Hafte nicht an irgendetwas, gelange zur höchsten Wohnstatt indem Du Dich Gott hingibst.“

Abschlussvers des 8.Kapitels

Vor dem Abschlussvers des 8. Kapitels nochmal der Hinweis: Du findest die Bhagavad Gita auch vollständig in dem Buch „Die Bhagavad Gita für Menschen von heute“. Dort findest Du auch alle Verse einzeln erläutert, du findest Wort-für-Wort-Übersetzung, so dass du selbst noch überlegen kannst was diese Verse für DICH bedeuten. Mein Name ist Sukadev von Yoga Vidya.

  • Hari aum tatsaditi shriimad.h bhagavad.hgiitaasuupanishhatsu
  • brahmavidyaayaan yogashaastre shriikrishhnaarjunasanvaade
  • mokshasannyaasayogo naama ashhtaadashodhyaayah.

So endet in den Upanishaden, der glorreichen Bhagavad Gita, der Wissenschaft vom Ewigen, der Schrift über Yoga, des Dialogs zwischen Krishna und Arjuna das 8. Kapitel mit dem Namen der Yoga des unvergänglichen Brahman.

„Strebe nach Brahman, gehe den hellen Weg zu Brahman, verhafte Dich an nichts, richte Dich auf Gott aus, praktiziere, gib alles Gott hin. So wirst Du Brahman erfahren.“

HARI OM TAT SAT

Video - Das Ewige, das Unvergängliche

Dieses ist ein Audio- bzw. Video-Vortrag aus der Vortragsreihe „Yoga Vidya Schulung – Der ganzheitliche Yogaweg

Video - Ewig

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