Vergänglichkeit

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„Die Meditation der Vergänglichkeit “

Das Gegenmittel für das Haften an den Erfahrungen dieses Lebens

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„Alles zusammengesetztes ist vergänglich“ :

Wie ist die Vergänglichkeit zu verstehen? Alles ansammeln wird wieder zerstreut werden, jeder Aufbau wird wieder schließlich zerfallen, jede Begegnungen endet in der Trennung und das Leben findet sein Ende im Tod.

Das Bedeutet: Die Ansammlungen enden in der Zerstreuung. Der Aufbau endet im Zerfall. Die Zusammenkunft endet in der Trennung. Das Leben endet im Tod.


Unterschiedliche Aspekte der Vergänglichkeit

Die Vergänglichkeit und ihre zwei Aspekte: Die Vergänglichkeit der äußeren Welt. Die Vergänglichkeit der Lebewesen in der Welt.

Die Vergänglichkeit der äußeren Welt und ihre zwei Formen: Die grobe Vergänglichkeit die über lange Zeit sichtbar wird. Die feine Vergänglichkeit die in kleinen Zeiträumen sichtbar wird.

Die Vergänglichkeit der Lebewesen und ihre zwei Formen: Die Vergänglichkeit anderer Wesen. Die Eigene Vergänglichkeit.


Meditations Praxis


Die Vergänglichkeit der äußeren Welt

Die Vergänglichkeit der Welt in großen Zeiträumen

Von den ersten Universellen-Winden bis zur den ersten Samadhistufen, ist alles der Vergänglichkeit unterworfen. Alles was unter den ersten Samadhistufen liegt, ist der Vergänglichkeit unterworfen.

Das bedeutet: Die erste Samadhistufe ist durch das Element der Erde zerstörbar. Die zweite Samadhistufe ist durch das Element des Wasser zerstörbar. Die dritte Samadhistufe ist durch das Element des Feuer zerstörbar. Die vierte Samadhistufe ist durch das Element des Wind zerstörbar. Die fünfte Samadhistufe ist durch das Element des Raum/Zeit zerstörbar.


Der Samadhi der nicht durch die Elemente - Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum-Zeit zerstört werden kann, wird „Unerschütterlich“ genannt.

Wenn ein Kalpa zu Ende geht, wird unser Universum sein Wesen „Raum/Zeit“ ist, durch Feuer wieder in Raum/Zeit sich auflösen. Selbst die großen Galaxien mit ihren hellen Sonnen werden zu schwarzen Sonnen werden, sich vereinigen und schließlich im großen Universellen Feuer verbrennen.


Die Vergänglichkeit der Welt in kleinen Zeiträumen

Die Vergänglichkeit im Wandel der vier Jahreszeiten

Der Frühling lässt den Erdboden weichen werden, in braun-rötlicher Gestalt, die Pflanzenwelt bringt ihre Triebe hervor, die Tiere erwachen aus ihrem Winterschlaf.

Der Sommer lässt den Erdboden feucht werden und die Pflanzenwelt zeigt ihre grüne Seiten mit Gräsern die die Erde bedecken, Bäume die aus der Erde sprießen mit Zweigen, Blättern und ihren Blüten. Die Tiere finden sich zusammen.

Der Hebst lässt den Erdboden hart werden, die Pflanzenwelt bringt ihre Früchte zur Reife, die Blätter werden gelb-braun. Die Tiere sammeln Nahrung für den Winter.

Der Winter lässt den Erdboden gefrieren und wird weiß, die Pflanzenwelt vertrocknet und wird brüchig, die Tiere fallen in den Winterschlaf.


Die Vergänglichkeit im Wandel beim Aufgehen und Untergehen von Mond und Sonne

Die Sonne lässt Tag und Nacht werden. Die Sonne lässt uns in ihrem Licht - uns und die Welt erkennen. Die Sonne lässt durch ihre Nacht – die Welt still und dunkel werden. Die Form des Mondes nimmt vom Vollmond an ab, und von Neumond an zu.


Die Vergänglichkeit des Augenblicks

Die Welt befindet sich in jedem Augenblick im Wandel. So wie wir sie gerade erlebt haben, gibt es sie nicht mehr. Der Eindruck von Beständigkeit entsteht, weil ähnliches aufeinander folgt.


Die Vergänglichkeit der Wesen


Die Vergänglichkeit anderer

Alle Wesen der Existenzbereiche sind der Vergänglichkeit unterworfen.

Das bedeutet: Die unzähligen Welten sind so vergänglich, wie der Aufgehende Frühling mit seinem grünen Gewand - die Blätter färben sich im Herbst und fallen zu Boden – im Winter erstarren die Blätter und zersetzten sich wieder zu Erde.

Unsere Vergänglichkeit: Wir haben nicht die Macht für immer in diesem Körper zu wohnen und werden weiter gehen müssen. Dies untersuchen wir, indem wir sehen wie es anderen geschieht z.B. unsere Ahnen und andere die gegangen sind und führen so unsere eigene Vergänglichkeit vor Augen.

Die Betrachtung unserer Vergänglichkeit: Wir können nicht immer in diesem Körper wohnen, dieser Körper in dem wir leben ist der Vergänglichkeit untergeordnet, daher werden wir weiter wandern.

Die Betrachtung das der Tod bevorsteht: Unsere Lebenskraft „Prana“ wird nicht mehr an diesem Körper gebunden sein, die Atmung wird aussetzten, das Herz wird aufhören das Blut durch den Körper zu leiten, und der Geist führt das Bewusstsein von diesem Körper fort.

Die Betrachtung das der Tod näher kommt: Seit letztem Jahr ist unser Leben ist ein Jahr kürzer geworden. Seit letztem Monat ist unser Leben ist um einen Monat kürzer geworden. Seit gestern ist unser Leben um ein Tag kürzer geworden. Dieser Augenblick ist vorbei und unser Leben ist um ein Augenblick kürzer.

Die Betrachtung der Trennung: Der Besitz, dieser Körper und alles was wir begehren, können wir nicht mitnehmen. Wir werden bald auf uns allein gestellt sein.

Die dreifache Betrachtung des Sterbens Die Betrachtung das wir den Tod nicht entgehen können, weil niemand dem Tod entgangen ist.

Habt ihr schon mal gesehen, gehört oder euch gefragt, ob Wesen auf der Erde oder wo anders Gestalt angenommen haben, geboren wurden ohne dann zu sterben?

Die mächtigen Weisen mit übersinnlichen Wahrnehmungen können weit in den Universellen Raum reisen, aber der Ort an dem es kein sterben gibt haben sie nicht gefunden.

Alleinverwirklicher, Jivanmukta `s, Bodhisattvas, Buddhas, Krishna, Sivananda, Krishnamacharya, Padmasambhava, Anandamaima und viele andere mussten ihren kostbaren Körper aufgeben, auch gewöhnliche Menschen wie wir, ob Mann oder Frau der Tod erwartet uns alle.

Die Heiligen mit ihren Regenbogenkörpern wunderschön anzusehen „Ordnen sich der Vergänglichkeit unter“, dies sollten wir gewöhnliche Wesen den Heiligen gleich tun.

Unser Körper ist zusammengesetzt und alles zusammengesetzte ist vergänglich, dem Entstehen und Vergehen unterworfen.

Wie ein guter Bogenschütze sein Pfeil mit gespannter Sehne abschießt und dieser Pfeil ohne Pause sein Ziel erreicht, so ist es mit unserer Lebenszeit.

Dieses Leben geht so schnell vorüber, wie ein über die Felsenklippe hinunter strömender Wasserfall, aber Wesen die sich ständig sich hochmütig an berauschenden Genüssen erfreuen bemerken dies nicht.

"Das Leben" ist einem riesigen Fluss vergleichbar, der ohne anzuhalten im großen Meer „dem Tod“ mündet.

Das Leben ist wie ein Reiseführer, der uns durch das Leben führt und uns wieder aus dem Leben verabschiedet.

Wir Wesen sind wie Besucher im Leben, die kommen und wieder gehen.


Die Betrachtung, das der Todeszeitpunkt ungewiss ist, weil der Körper zusammengesetzt ist.

Die Lebenszeit der Wesen auf der Erde ist begrenzt, am Anfang des Zeit-Raums „Kalpa“ ist sie kurz und am Ende des Zeitraums ist sie lang. Die Lebewesen machen von Anfang der Zeit eine Entwicklung durch, so lernen sie ihre Lebenszeit verlängern - ähnlich wie Bodhisattvas und Yogis, wenn sie ihre Stufenweisen Weg folgen, können sie ihre Lebenszeit verlängern um bestimmte Samadhistufen zu vertiefen. ,

Manche sterben im Mutterleib, manche bei der Geburt, mache bevor sie laufen können, manche bei vollen Kräften, manche jung, manche alt, manche in ihrer Blütezeit, manche früher, manche später, aber alle sterben irgend wann.

Wenn wir unter unsere Haut hinein fühlen, verändern sich ständig unsere Gefühle und aus diesem Grund ist unser Körper nicht beständig.

Da es nichts beständiges gibt in der Natur, ist es ein Wunder, das nach dem Einatmen ein Ausatmen folgt und nach dem Ausatmen ein Einatmen folgt. Nach dem Einschlafen wir kraftvoll wieder aufwachen.


Die Betrachtung, das wenn wir sterben materielles nicht begleiten kann, weil die Lebenszeit mit jedem Atemzug abnimmt.

Wenn wir großes Besitztum erlangt haben und lange Zeit glücklich lebten, werden wir unser Besitztum doch vererben, verschenken müssen oder wir werden ausgeraubt von Dieben und mit nackten Händen die Welt verlassen.

Wenn wir sterben müssen wir nahe Verwandte, Freunde, Kinder und Körper zurücklassen, und nach dem sterben werden die Verhaftungen an Verwandte,Freunde und Kinder vergehen und das einzige was bestand hat ist unser Bewusstsein das wieder zur vollen Reife erwacht.

Unser Körper kann uns im Tod nicht begleiten, wegen seiner Beschaffenheit und begrenzten Fähigkeiten kann er uns unmöglich begleiten.

Auch wenn wir stark und kräftig sind, können wir dem Tod nicht besiegen. Auch wenn wir leicht und schnell laufen, können wir dem Tod nicht entfliehen. Auch wenn wir gelehrt und wortgewandt sind, können wir nicht durch Verhandlungen dem Tod entgehen. So wie wir die Sonne nicht daran hindern können, das sie im Osten aufgeht und Westen untergeht.

Dieser Körper der unter großen mühen entstanden ist über einen langen Zeitraum, den wir genährt haben, den wir beschützt haben, wird uns nicht für immer ein Begleiter sein, er wird durch Tiere gefressen, im Feuer verbrannt, im Wasser verwesen oder in einem Erdloch in seine Bestandteile zerfallen.


Die Betrachtung beim Sterben eines anderen

Die Gegangenen sind von gleicher Natur, die Beschaffenheit des Körpers ist die Gleiche, die Eigenschaften des Körpers ist die Gleiche.

Wenn wir hören, das ein anderer gestorben ist oder es gibt einen Toten, dann können wir uns bewusst manchen „Wir werden das gleiche erfahren“.

Wenn wir uns erinnern an den Tod, können wir uns bewusst machen, „ Wir Wissen nicht wann wir sterben. Aus diesem Grund ist es weise, sich klar zumachen was „Jetzt“ zu tun ist, als Angelegenheiten von Morgen oder des nächsten Lebens zu kümmern.


Der Nutzen, über die Vergänglichkeit zu meditieren

Wenn wir begreifen, dass alles Zusammengesetztes Vergänglich ist, weil es bedingt ist, vertreibt dies unsere Angst und somit auch das starkes Haften an diesem Leben. Es stärkt unser Vertrauen in die spirituelle Praxis und wir gewinnen freudige Ausdauer als Freund/in. Dadurch befreien wir uns von den Anhaftungen und Abneigungen, somit wird die beste Voraussetzung geschaffen, die ursprüngliche Gleichheit alles „Bedingten“ zu verstehen.


Unterweisungen und Zusammenstellungen von Meister Gampopa 1079 - 1153, durch die Mündliche Übertragungslinie der Meister – schriftliche und mündliche Unterweisungen durch meinen Meister Mönch Garchen Rinpoche. Für Widersprüche und Rechtschreibfehler entschuldigt. Für Interesse, Dankeschön.

Frei formuliert

Tri Ratna Dharmadhatu