Aparokshanubhuti

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Aparokshanubhuti (Sanskrit: अपरोक्षानुभूति aparokṣānubhūti), oder auch Aparoksha Anubhuti ist direkte Erkenntnis bzw. unmittelbare (Aparoksha) Erfahrung (Anubhuti); Titel eines Werkes von Shankaracharya, das ist die direkte Wahrnehmung. Die direkte Wahrnehmung von Brahman, die direkte Wahrnehmung von Atman. Aparokshanubhuti ist auch der Titel eines der bekanntesten Werke von Shankaracharya.

Shankaracharya

Sukadev über Aparokshanubhuti

(Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Aparokshanubhuti)

Wir haben bei Yoga Vidya auch eine Yogalehrerweiterbildung, die neun Tage dauert und die sich mit diesem Werk beschäftigt. Aparokshanubhuti soll heißen, dass es möglich ist, Brahman direkt wahrzunehmen, es ist möglich, das Selbst direkt wahrzunehmen.

Shankara, der Lehrer des Vedanta

Erkenntnis und Wahrnehmung, Verwirklichung, Erfahrung, Erkenntnis, alles ist letztlich eins. Es reicht nicht aus, nur etwas zu hören. Es reicht nicht aus, nur etwas zu lesen. Es reicht nicht aus, über etwas nachzudenken. Die spirituelle Weisheit ist dazu da, dass man sie direkt wahrnimmt, direkt erfährt, vollständig verwirklicht. In diesem Sinne sollte man es sich bewusst machen, dass man irgendwann Aparokshanubhuti erlangen wird, irgendwann wird man direkte Wahrnehmung seines Selbst erlangen. Schon jetzt ist man das Selbst, schon jetzt ist man Brahman, schon jetzt ist man die höchste göttliche Wirklichkeit, aber man hat es noch nicht verwirklicht. Vielleicht hat man es noch nicht verwirklicht, vielleicht hat man es auch verwirklicht. Falls man es noch nicht verwirklicht hat, wird man es irgendwann verwirklichen.

Angenommen, jemand ist bei der Geburt vertauscht worden und dieser hat andere Eltern als jetzt. Trotzdem bleibt man immer der gleiche Mensch. Sowie man es erfährt, dann verwirklicht man es, statt Karl-Otto ist dieser jemand nun der Peter oder wie auch immer. Jetzt hat er es erfahren. Vielleicht hat er vorher gemerkt: "Irgendwie bin ich doch anders als meine Eltern. Irgendwie ist was komisch." Das ist auch so ein Gespür. Die Verwirklichung ist, wenn man es weißt. Auf eine gewisse Weise weiß jeder: "Ich bin nicht dieser Körper. Ich bin nicht diese Psyche." Das ist irgendwo so eine Ahnung und vermutlich hatte man diese Ahnung schon lange und man wusste auch die ganze Zeit: "Ein beschränktes Leben macht mich nicht dauerhaft glücklich." Das war eine Ahnung.

Der nächste Schritt ist, dass man davon hört, man liest davon, Menschen sagen es einem, und man sagt zu sich selbst: "Das ist auch richtig. Ich bin nicht der Körper. Ich bin das unsterbliche Selbst. Und ich weiß, Äußeres macht mich nicht dauerhaft glücklich. Egal, wie viel Geld ich verdiene und egal, wie freundlich Menschen zu mir sind, es reicht nicht aus." Das ist jetzt ein inneres Wissen, Überzeugung oder intellektuelles Wissen. Erst dann, wenn es zu Aparokshanubhuti wird, dann ist es wirklich wirklich. Aparokshanubhuti ist also die direkte Wahrnehmung, direkte Erfahrung. Aparokshanubhuti ist eines der wichtigsten Werke von Shankaracharya.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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