Name

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Der indische Weise und Yogi Swami Sivananda schrieb einige Gedichte über die Macht der Wiederholung des göttlichen Namens Japa [1].

Mala zum Rezitieren des heiligen Namens

Swami Sivanandas Gedichte über die Kraft des Göttlichen Namens

Die Macht des Namens

Der Name ist ein Boot, um diesen Samsara zu überqueren
Der Name ist ein Schwert, um Mayas Schleier zu durchtrennen
Der Name ist ein göttliches Elixier, das Unsterblichkeit verleiht
Der Name ist ein Schlüssel, der die Tür des Moksha öffnet
Der Name ist deine Stütze
Der Name ist deine einzige Zuflucht
Der Name ist dein Anker
Der Name ist das Allheilmittel gegen die Krankheit von Geburt und Tod
Der Name ist eine Bombe, die den Egoismus zerstört
Der Name ist eine Sonne, die die Dunkelheit der Unwissenheit vertreibt
Darum wiederhole den Namen allezeit

Die Kraft des Namens Gottes

Der Name und Nami sind eins
Der Name ist sehr machtvoll
Der Name ist eine große Kraft der Reinigung
Der Name hilft einem, diesen Samsara zu überqueren
Nama Yoga ist sehr leicht
Der Name ist Gott
Der Name ist die Wahrheit
Der Name ist der Weg
Der Name ist der Zweck
Der Name ist dein Ziel
Der Name ist dein Vater
Singe immer seinen Namen
Und erlange ewiges Leben, jetzt

Göttlicher Name ist Nektar

Dieser Körper ist aus Erde,
Er zerfällt zu Erde.
Du kamst mit leeren Händen,
Kralle dich nicht an diesen Körper aus Schlamm,
Halt dich am Namen Gottes fest,
Halte dich an den Lotusfüßen Gottes fest,
Und du wirst ewigen Frieden finden.
Der Name ist Nektar,
Trinke diesen Nektar.

Copyright Divine Life Society

Der Name Gottes

Indische Geschichte aus einer Nacherzählung von Heinrich Zimmer aus seinem Buch "Weisheit Indiens. Märchen und Sinnbilder" 1938 im L.C. Wittich Verlag in Darmstadt erschienen. S. 30/31.

I.

Ein frommer König hatte sich in einem unbedachten Augenblick mit einer Todsünde beladen; um ihrer ledig zu werden, pilgerte er zu einem großen Heiligen in die Wildnis, dass er ihn mit seiner Wunderkraft rein mache. Er traf in der Einsiedelei nur den Sohn des Heiligen an; der Alte war über Land gegangen, um einem Fest im Dorfe durch sein Kommen eine besondere Weihe zu schenken. Aber auch der Sohn verstand sich darauf, wie man Dämonen austreibt und das Böse hinwegnimmt. Er blickte den König an, sah seine aufrichtige Reue und sagte bloß, „sprich dreimal gläubig den Namen Gottes, und deine Sünde wird von dir weichen!"

Der König schien überrascht, aber er tat gläubig wie ihm geheißen war, sprach dreimal den Namen Gottes, bedankte sich und zog erleichtert davon. Als aber der Alte heimkehrte und der Sohn ihm von der Entsühnung des Königs berichtete, zuckte er nur die Achseln und sagte: „Mein Sohn, die Sünden vieler Leben sind getilgt, wenn einer nur ein einziges Mal gläubig Gottes Namen spricht, — hast du so kleinen Glauben, dass du ihn drei Mal sagen ließest?"

II.

Der heilige Narada liebte Vishnu mit unvergleichlicher Inbrunst; er gab ein Beispiel glühender Gottesliebe, dem kein Frommer gleichzukommen schien. Mindestens hatte er selbst zuweilen das Gefühl, wenn er tränenüberströmt mit stammelnden Lippen und glühender Stirn aus hinreißenden Geschichten Gottes auftauchte, dass seine Hingabe mit Singen, Litaneien und Versenkung ins Anschauen Gottes so unvergleichlich sei, wie sie maßlos war.

Aber Vishnu las Naradas Gedanken und sprach zu ihm, „Geh in jenes Dorf; dort lebt ein Frommer, der mich unvergleichlich liebt, — geh hin und lerne ihn kennen!"

Narada ging, aber er fand bloß einen armen Bauern, der viele Kinder hatte und sich den ganzen Tag unter glühender Sonne auf seinem Feld plagte. Früh vor Tag, wenn er aufstand, sagte er einmal den Namen Gottes vor sich hin, und abends, wenn er sich niederlegte, sagte er ihn noch einmal. „Dieser Bauer ist doch kein Frommer voll Gottesliebe", sagte Narada bei sich selbst, „den ganzen Tag bringt er mit weltlichem Werkeln hin — ich finde kein Zeichen wahrer Frömmigkeit an ihm."

Aber Vishnu sprach zu Narada, „nimm ein Gefäß und fülle es bis an den Rand mit Öl und trag es in beiden Händen rings ums Dorf. Gib aber acht, dass du keinen Tropfen verschüttest." Narada tat wie ihm geheißen war, und als er mit unendlicher Vorsicht das volle Gefäß glücklich ums Dorf herumgetragen hatte, fragte ihn Vishnu, „nun, wie oft hast du auf deinem Umgang meiner gedacht?" — „Wie oft?" erwiderte Narada, — „nicht ein einziges Mal, o Herr! ich musste doch jeden Augenblick darauf achten, dass mir kein Tropfen über den Rand lief!" Da sagte der Herr, „hat dich dieses Öl so ganz beschäftigt, dass du meiner ganz vergaßest, so neige dich vor dem Bauern, der unter der Last seines schweren Lebens zweimal am Tage die Kraft findet, meiner zu gedenken."

Einiges über die Namen Gottes

Artikel aus dem Buch „Das System des Vedanta“ von Paul Deussen, Elibron Classics, 2. Auflage, 1906, S. 127/128.

Die Lehre, welche wir hier darzustellen unternehmen, wird nicht selten unter den allgemeinen Begriff des Pantheismus subsumiert, ein Ausdruck, welcher (ebenso wie die entsprechenden: Theismus, Atheismus usw.) nicht nur sehr wenig besagt, sondern auch in seiner Anwendung auf unser System, sowohl in der exoterischen, niedern als auch in der esoterischen, höhern Form, tatsächlich unzutreffend erscheint. Denn in der niedern Wissenschaft wäre die Gotteslehre des Vedanta vielmehr als Theismus zu bezeichnen, wie schon die Benennungen Gottes als Ishvara, der Herr, Purusha, der Mann, der Geist, Prajna, der Weise u. a. andeuten, in der höhern Wissenschaft hingegen ist sie etwas, was über alle dergleichen Schlagwörter hinausliegt und einer Einordnung in die überkommenen Schemata, so bequem eine solche auch sein würde, widerstrebt. Allerdings bezeichnet der Name Brahman, der in dem von uns zu analysierenden Werke nur als Neutrum gebraucht wird, etwas Unpersönliches, jedoch nur in dem Sinne, dais sein Gegenstand weit über alle Personifikation erhaben ist. Ursprünglich bedeutet dieser Name nicht, wie die Vedantins (S. 33,2, und so vielleicht schon Kath. 2,13. 6,17 Pravrihya, Pravrihet) etymologisieren, „das Losgelöste", „das Absolutum", „das Gebet", aufgefasst nicht als ein Wünschen oder Worte machen oder Fordern oder Erweichen oder gar Beräuchern, sondern als der zum Heiligen, Göttlichen emporstrebende Wille des Menschen; hiernach würde die Bezeichnung Gottes als Brahman von einer Anschauung ausgehen, welche das Göttliche da findet und erfasst, wo es allerdings in erster Linie zu suchen und zu finden ist. Auf unser Inneres weist uns auch die andere Bezeichnung Gottes als der Atman, d. h. „das Selbst" oder „die Seele" hin (vgl. S. 100,18: Atma Hi Nama Svarupam); wenn derselbe aber von „dem lebenden Selbste", der individuellen Seele (Jivatman, Jiva) als „das höchste Selbst" (Paramatman, Mukhyatman, Aupanishadatman) unterschieden wird, so weisen uns diese Ausdrücke an, bei unserm eigenen Selbste zwei Seiten zu unterscheiden, von denen diese ganze empirische Existenzform nur die eine ist, während die andere, hinter ihr liegend, im Schoße der Gottheit ruht, ja mit derselben identisch ist.

Es ist nicht dieses Orts, den Benennungen Gottes als Brahman, Atman, Purusha, Ishvara und den Tiefblicken, welche sie eröffnen, weiter nachzugehen; auch müssen zu diesem Zwecke die Vorstufen unserer Wissenschaft aus dem Veda erst klarer gelegt werden, als dies bis jetzt geschehen ist. Hier haben wir uns darauf zu beschränken, die Theologie des Badarayana und Shankara zu entwickeln, wobei wir die Upanishaden nur mit ihren Augen ansehen; aber selbst in dieser scholastischen Form zeigen die Vorstellungen über die Gottheit eine Erhabenheit, welche nicht leicht ihresgleichen irgendwo finden dürfte.

Name Video

Hier findest du ein Video zu Name mit einigen Informationen und Anregungen:

Name - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Audiovortrag zu Name

Hier kannst du die Tonspur des Videos zu Name anhören:

Siehe auch

Literatur

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