Sraaddha

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Sraaddha ist der Name für Zeremonien, die Angehörige von Toten durchführen, um der Seele des/der Verstorbenen bei der Ablösung von dem toten Körper zu helfen.

Im Hinduismus werden traditionell Sraaddha Zeremonien für Verstorbene durchgeführt

Eine Seele, die ihre physische oder körperliche Hülle verlassen hat, wird als Preta bezeichnet. Der Teil einer Sraaddha Zeremonie, der ausgeführt wird, um der Seele an dieser Stelle zu helfen, wird als Preta Kriya bezeichnet.

Wie Sraaddha und Tarpana der losgelösten Seelen helfen

Gaben, die Brahmanas zu Gunsten der Pitris bewirken, und die zur richtigen Zeit und am richtigen Ort mit festem Glauben verschenkt oder gespendet werden, sind bekannt als Sraaddha. Diese Sraaddhas befriedigen die Pitris. Durch die Darbietung der sechzehn Sraaddhas hilft der Sohn seinem sterbenden Vater, gemeinsam mit den Pitris in Freude zu schwelgen. Der Sohn sollte dazu die Sapindikarana Riten für seinen Vater durchführen. Dabei stillen diese durchgeführten Sraaddha und Tarpana Riten den Hunger und den Durst der verstorbenen Seele auf ihrer Reise zu der Pitri Loka.

Diejenigen, die zur Hölle gehen, sind extrem geplagt von Hunger und Durst. Die Durchführung der Sraaddha Riten und die Darbringung von Reis und anderen Opfergaben, stillt ihr Verlangen. Deshalb ist die Durchführung dieser Sraaddha Zeremonie unverzichtbar. Und diejenigen Seelen, die auf ihrem Weg zum Himmel sind, erlangen damit Zufriedenheit, Stärke und Nahrung.

Die Vorteile der Verbrennung (Kremation)

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Die Verbrennung ist der beste Weg, mit einem verstorbenen Körper umzugehen. Dies ist sehr vorteilhaft für die sich lösende Seele. Denn wenn der Körper nicht verbrannt wird, ist die Seele noch erdgebunden. Dann ist die Seele noch in der Nähe des Körpers durch Moha oder die Verhaftung an ihren alten Körper. Damit ist die Reise dieser Seele zu den höheren Welten erschwert. Durch die Schwingungen bei der Rezitation von Mantras, durch das Darbringen von Wasser, durch Worte des Trosts wird so Mitgefühl und Hilfe für die Seele erzeugt.

Die Sapindikarana Zeremonie hilft somit der Seele, von der Preta Loka zu der höheren Pitri Loka zu gelangen. Die Seele kann dann von den Pitris oder den Ahnen aufgenommen oder empfangen werden. Dazu geht der Sohn dreimal um den toten Körper seines verstorbenen Vaters, bevor der Scheiterhaufen in Brand gesetzt wird. Dann versprenkelt er einmal Wasser und rezitiert dabei das folgenden Mantra: "Geh` fort von hier. Ziehe Dich zurück und entweiche". Am nächsten Tag werden die Knochen eingesammelt und in den Fluss geworfen. Diejenigen, die es sich leisten können, bringen diese Knochen dann nach Benares oder nach Haridwar und werfen diese in den Ganges. Es wird angenommen, dass diejenigen Seelen, deren Überbleibsel ihrer Körper dem heiligen Gangesfluss übergeben werden, höhere Ebenen des spirituellen Lichtes und der Fülle erreichen und dann letztendlich auch die Befreiung.

Die beiden Klassen der Pitris

Sofort nach ihrem physischen Tod erhält die individuelle Seele den Ativahika Körper, der aus Feuer, Luft und Äther gemacht ist. Später erhält sie dann eine Yatana Deha, um die Qualen der Hölle zu erfahren oder einen himmlischen Körper, um damit die himmlischen Freuden genießen zu können. Dies erreicht die Seele, wenn sie gute Taten ausgeführt hat, während sie auf der Erde weilte. In der Yatana Deha überwiegt das Luftelement, im Gegensatz dazu ist in dem himmlischen Körper das Feuerelement dominant. Die Seele braucht etwa ein Jahr, um schließlich die Pitri Loka zu erreichen.

Es gibt zwei Klassen der Pitris, zum einen die himmlischen Pitris, diese sind die Herrscher der Pitri Loka, und die menschlichen Pitris, die hierhin nach ihrem Tode gelangen. Brahman ist der Großvater väterlicherseits von allem. Kasyapa und die anderen Prajapatis sind auch Pitris, da sie die ursprünglichen Vorväter oder Ahnen sind. Pitri Loka oder die Wohnstätte der Pitris wird auch Bhuvar Loka genannt.

Das Wort Pitris bedeutet hauptsächlich die unmittelbaren Vorfahren, wie z.B. Vater oder Mutter. Sraaddha wird richtig ausgeführt für drei Generationen der Pitris, oder sogar für alle Pitris. Drei Kuchen werden dabei dem Vater, dem Großvater und dem Urgroßvater dargeboten. Zwei Brahmanen wird die Speise zuerst gegeben. Insgesamt bis zu sieben Generationen können sich dabei gegenseitig beeinflussen durch das Darbringen und Annehmen des Speisen.

Siehe auch

Literatur

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