Unterscheidungsvermögen

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Unterscheidungsvermögen ist das Vermögen zu unterscheiden. Im Yoga spielt das Unterscheidungsvermögen eine besondere Rolle. Yoga betont zwar auch Intuition, Empfinden und Eingebung als wichtige Erkenntnismittel. Aber letztlich muss Buddhi, das Unterscheidungsvermögen, die Erfahrungen beurteilen und Konsequenzen aus dem Erfahrenen ziehen.

Laut Patanjali sollte man Viveka, das Unterscheidungsvermögen, kultivieren - insbesondere auf die Unterscheidung zwischen dem Selbst und dem Nichtselbst, zwischen dem Freudhaften und dem Nichtfreudhaften sowie zwischen dem Ewigen und dem Vergänglichen.

Natürlich spielt auch das Unterscheidungsvermögen zwischen dem ethisch Richtigen und dem ethisch Falschen eine wichtige Rolle. Im Jnana Yoga, im Weg des Vedanta, spielt das Unterscheidungsvermögen, die Viveka, als Funktion der Buddhi, des Verstandes eine ganz besonders wichtige Rolle.

Die Unterscheidung wird als Grundtätigkeit des Denkens definiert, um aktiv Dinge klassifizieren zu können. Mit Unterscheidungsvermögen kann man Verschiedenheiten und Unterschiede, oder aber auch Gleichheiten feststellen. Im spirituellen Sinn geht es um die Unterscheidungsfähigkeit der letzten Wahrheiten von Illusionen. Ein häufiger gebrauchter Ausdruck als Unterscheidungsvermögen ist Unterscheidungskraft, auf Sanskrit Viveka.

Unterscheidungsvermögen - eine Tugend. Was ist Unterscheidungsvermögen ? Woher stammt das Wort? Wozu ist Unterscheidungsvermögen gut? Was sind Synonyme, was das Gegenteil von Unterscheidungsvermögen ? Umfangreicher Artikel mit Vortragsvideo und Tipps.

Unterscheidungsvermögen als hilfreiche Tugend

Auszug aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya, Yogalehrer, Meditationslehrer, spiritueller Lehrer, Seminar- und Ausbildungsleiter, Autor mehrerer Bücher. Sukadev Volker Bretz lernte 12 Jahre bei Swami Vishnu-devananda.

Unterscheidungsvermögen, eine wichtige Eigenschaft auf dem spirituellen Weg. Unterscheidungsvermögen, auch Unterscheidungskraft genannt, spielt gerade im Jnana Yoga und im Raja Yoga eine wichtige Rolle. Unterscheidungsvermögen, Unterscheidungskraft wird als Viveka bezeichnet.

Und Viveka ist die Unterscheidungskraft, das Unterscheidungsvermögen zwischen dem Ewigen und dem Vergänglichen, ist das Unterscheidungsvermögen zwischen dem Selbst und dem Nicht-Selbst, das Unterscheidungsvermögen zwischen wahrer Freude und vergänglichem Glück, das Unterscheidungsvermögen auch zwischen dem ethisch Korrekten und dem ethisch Unkorrekten.

Hier ein paar Gedanken zu diesem Unterscheidungsvermögen. Von mir findest du ja auch Vorträge über Viveka, wo ich das sehr viel mehr noch beschrieben habe. Zunächst, - Unterscheidungsvermögen zwischen dem Selbst und dem Nicht-Selbst. In der Yoga Vedanta Tradition, aus der ich komme, spielt die Frage "wer bin ich" eine ganz besondere zentrale Rolle. "Und ich bin derjenige, der wahrnimmt, ich bin nicht derjenige, der wahrgenommen wird. Ich bin also nicht mein Besitz."

Und Unterscheidungsvermögen heißt auch, dass man sich dann nicht so viel Gedanken um seinen Besitz macht. Zum Beispiel, ich bin nicht meine Kleidung und wenn mein Pullover mal zerreißt, oder wenn vielleicht meine Frau den Pullover zu heiß wäscht, oder ich selbst das mal mache, dann wird mich das vielleicht ärgern, aber Unterscheidungsvermögen würde sagen: "Das war nur ein Pullover, nicht allzu wichtig."

Oder wenn ich ein Fahrrad habe und irgendwo, das Fahrrad geht kaputt, oder jemand klaut es, Unterscheidungsvermögen würde sagen: "Bin ich nicht wirklich, Dinge, - die kommen, sie kommen und gehen, - nicht allzu wichtig." Wenn es einen Schmerz im Körper gibt und es tut weh, oder vielleicht sogar eine Krankheit diagnostiziert wird, die chronisch ist, sagt das Unterscheidungsvermögen: "Betrifft den physischen Körper, bin ich nicht, ist nicht so erheblich."

Selbst wenn ein psychisches Leid dort ist, ein Teil von einem sagt: "Emotionen sind Emotionen, ich beobachte die Emotionen. Ich bin Bewusstsein und das Bewusstsein ist da, das Ich ist da, ob das Ich jetzt scheinbar fröhlich ist, enthusiastisch, euphorisch,traurig, oder niedergeschlagen, - ich bin das unsterbliche Selbst."

Dieses Unterscheidungsvermögen zwischen Selbst und Nicht-Selbst ist hier ganz zentral und hilft sehr, denn wenn du dieses hast, dann wirst du nicht so sehr beeinflusst von den Veränderungen im Äußeren und im Inneren. Und da sind wir schon gleich bei dem nächsten.

Unterscheidung zwischen dem Ewigen und dem Vergänglichen ist ein weiteres wichtiges Unterscheidungsvermögen. Und das Nicht-Selbst ist ständig vergänglich und das hilft noch weiter. Jemand ist freundlich, dann ist er wieder unfreundlich. Weder musst du dich zu sehr freuen, wenn dich jemand lobt, noch brauchst du in Verzweiflung geraten, wenn jemand ganz unerwarteter Weise so schlecht zu dir ist.

Lob und Tadel, Respekt und Missachtung kommt und geht. Oder mal kommt Erfolg, mal kommt Misserfolg. Das ist in dieser äußeren Welt da, Kommen und Gehen. Menschen treten in dein Leben, Menschen gehen wieder aus deinem Leben.

Menschen ändern sich, Ereignisse ändern sich, Situationen ändern sich, deine Emotionen ändern sich, der Körper ändert sich. Aber was ist ewig? Ewig ist das Selbst, ewig ist dein Bewusstsein, ewig ist Gott. Wenn du regelmäßig meditierst, spürst du dein Selbst, erlebst du das Göttliche und fühlst es.

Im Moment der tiefen Meditation braucht es kein Unterscheidungsvermögen, im Moment der tiefen Meditation erfährst du es. Aber aus dieser Erfahrung der tiefen Meditation braucht es dann das Unterscheidungsvermögen, das auch im Alltag zu berücksichtigen, Unterscheidung zwischen dem Ewigen und dem Vergänglichen.

Das nächste ist die Unterscheidung zwischen dauerhaftem Glück und vergänglichem Vergnügen. Vergnügen, das auf Wunscherfüllung beruht und auf äußerem, kommt und geht. Mal hast du Essen, das dir besser schmeckt, dann Essen, das dir weniger gut schmeckt. Mal bekommst du deine Wünsche erfüllt und mal nicht. Mal hast du eine schöne Erfahrung, mal eine weniger schöne Erfahrung. Vergängliches Glück, wie der Name sagt, ist vergänglich, es kommt und es geht. So sagt Krishna in der Bhagavad Gita zu Arjuna: "Die Kontakte der Sinne mit den Objekten kommen und gehen und führen zu Vergnügen und Schmerz, trage sie tapfer."

In diesem Sinne, das sind vergängliche Vergnügen. Was aber ist ewiges Vergnügen? Was ist ewige Freude? Ewige Freude kommt aus dem Selbst, ewige Freude kommt aus Gott, ewige Freude ist bedingungslos, braucht nichts. Spüre diese ewige Freude, dann braucht es nichts anderes. Das sind die wichtigsten Unterscheidungsvermögen. Unterscheidung zwischen dem Selbst und dem Nicht-Selbst, zwischen dem Ewigen und dem Vergänglichen, Unterscheidung zwischen dem vergänglichen Vergnügen und der unvergänglichen Freude.

Dann gibt es noch relative Unterscheidungsvermögen, ich will dort zwei Aspekte herausgreifen, ethisch richtige und ethisch falsche. Es gibt manchmal klare Kriterien, was ethisch richtig ist und ethisch falsch. Und dort gibt es wieder die Ethik im Yoga. Ahimsa, Nicht-Verletzten, oder positiv ausgedrückt, Gutes bewirken. SatyaWahrhaftigkeit. AsteyaEhrlichkeit, nicht betrügen und stehlen usw.

Dann Brahmacharya – Vermeidung sexuellen Fehlverhaltens. Und Aparigraha – Unbestechlichkeit. Unterscheidungsvermögen heißt, in einer Situation zu wissen: "Das ist richtig, das ist falsch." Zum Beispiel, - beruflichen Aufstieg so zu bekommen, dass du jemand anders schlecht machst, ist ethisch falsch. Zum Beispiel Dinge zu behaupten, die nicht stimmen, um einen eigenen Vorteil zu bekommen, einen egoistischen Vorteil, das ist falsch. Dieses Unterscheidungsvermögen zu haben, ist auch wieder wichtig.

Oder du hast eine Beziehung und die Beziehung ist grundsätzlich gut und sie ist dir wichtig und eure Liebe ist stark, aber dann bist du mal auf einer Geschäftsreise und irgendwo triffst du jemanden, den du irgendwo sexuell attraktiv findest und du denkst, "das erfährt mein Partner nicht", dem nachzugeben, ist ethisch falsch. Da gilt es, Unterscheidungsvermögen zu haben und "nein" zu sagen.

Was nicht heißt, dass ich nicht meine, dass auch mal das Karma mit einem Partner zu Ende sei kann, schließlich habe ich auch irgendwann mal mich scheiden lassen. Und ich meine, es ist ethisch rechtfertigbar. Ich will nicht sagen, es war ethisch richtig, aber es ist ethisch rechtfertigbar, mindestens, - und ich bin in meiner neuen Beziehung sehr glücklich.

Aber einfach einer Versuchung nachzugeben, ist ethisch falsch. In diesem Sinne, - in einer anderen Weise, - Ahimsa heißt auch Ahimsa gegenüber sich selbst und so ist auch Unterscheidungsvermögen zwischen dem, was einem für die Gesundheit zuträglich ist und abträglich ist, da gehört auch etwas dazu.

Aber hier sind wir bei einem nächsten Punkt, neben dem ethisch Korrektem und ethisch Unkorrektem gibt es auch die Unterscheidung zwischen dem, das vor dem Hintergrund der eigenen Anliegen korrekt ist und zielführend ist und was es nicht ist. Also, zunächst mal sind die übergeordneten spirituellen Unterscheidungen.

Das zweite sind dann die ethischen Unterscheidungen, das ethische Unterscheidungsvermögen. Und das dritte ist dann das pragmatische Unterscheidungsvermögen. Also, im Umgang mit anderen Menschen, Entscheidungen treffen, was du im Beruf machst, Entscheidungen treffen, wie du deine Wohnung einrichtest, Entscheidungen zu treffen, wie du deine Freizeit mit deinem Partner verbringst, all das ist praktisches Unterscheidungsvermögen.

Oder auch, wie du deinen Tagesablauf gestaltest, wie du deine Asanas und Pranayamas machst, also deine spirituelle Praxis und Meditation, das ist als nächstes das praktische Unterscheidungsvermögen. Dieses letzte praktische Unterscheidungsvermögen richtet sich aus, an deinen übergeordneten Zielen und Anliegen.

Und dort heißt das Unterscheidungsvermögen, du gehst mal raus aus der jetzigen Situation, gehst raus aus Emotionalität, Gekränktheiten, Mögen und Nicht-Mögen, das ist eben das Unterscheidungsvermögen, du gehst raus aus der emotionalen Befangenheit der Situation und du gehst in einen übergeordneten Standpunkt und sagst: "Welche meiner übergeordneten Ziele und Anliegen sind dort von Bedeutung?"

Und dann: "Vor dem Hintergrund meiner übergeordneten Ziele und Anliegen, was ist dort richtig, was soll ich da tun?" Das Unterscheidungsvermögen hilft dir, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das war jetzt doch ein etwas längerer Vortrag über Unterscheidungsvermögen und ich habe eben unterschieden, mit großem Unterscheidungsvermögen, oder im Versuch des Unterscheidungsvermögens zwischen dem tiefen spirituellen Unterscheidungsvermögen, das fragt: "Wer bin ich? Was ist ewig oder vergänglich? Was ist dauerhaftes Glück? Was ist vergängliches Glück?"

Dann das ethische Unterscheidungsvermögen, ausgerichtet an ethischen Grundsätzen. Und als drittes, pragmatisches Unterscheidungsvermögen, ausgerichtet an Zielen, Anliegen und dem, was du langfristig erreichen willst. Wenn du in der Lage bist, diese Unterscheidungsvermögen zu üben, dann hast du ein gutes, geordnetes Leben.

Nicht immer funktioniert das, nicht immer führt das Unterscheidungsvermögen dich zu den richtigen Entscheidungen. Manchmal musst du beten, manchmal spontan sein, manchmal die Intuition walten lassen und oft gilt es, Absprachen zu treffen. Aber es hat schon einen besonderen Wert, sein Unterscheidungsvermögen zu kultivieren, deshalb gehört Viveka im Jnana Yoga zu den vier Chatushtaya, den Eigenschaften eines Aspiranten und das sind Viveka, Vairagya, Shatsampat und Mumukshutva.

Und im Raja Yoga, im Yoga Sutra, gibt es Viveka Khyati. Und dieses Viveka Khyati gilt als besonders wichtig, um den Geist zur Ruhe zu bringen und letztlich Moksha, oder Kaivalya, die Befreiung, zu erlangen, die Selbstverwirklichung und die Gottverwirklichung, die Erleuchtung.

Überlege selbst, übst du diese Unterscheidung, dass dein Unterscheidungsvermögen wachsen kann? Willst du es dir vornehmen? Was wären die nächsten Schritte? Oder, vor dem Hintergrund dieses Wertes des Unterscheidungsvermögen, welche Entscheidungen gilt es jetzt für dich, zu treffen?

Swami Sivananda über Unterscheidungsvermögen

Artikel von Swami Sivananda aus "How to cultivate virtues and eradicate vices"

Unterscheidungsvermögen oder Viveka (unterscheidende Weisheit) ist die Fähigkeit oder die Kraft des sattvigen Geistes zwischen dem Wirklichen und dem Unwirklichen, zwischen dem Beständigen und dem Unbeständigen, zwischen Atman und Anatman zu unterscheiden.

Unterscheidungsvermögen manifestiert sich in einem Menschendurch die Gnade Gottes. Wer in einem früheren Leben tugendhafte Taten vollbrachte, wie Gott ohne besondere Erwartungen Opfer darzubringen.

Viveka oder Urteilungsvermögen wird verstärkt durch das Studium der Schriften und Satsang. Wenn du über Unterscheidungsvermögen verfügst, wirst du sicherlich auch dauerhafte Sachlichkeit Link-Textaufweisen.

Das Gebäude der Weisheit wird auf dem starken Fundament des Unterscheidungsvermögens aufgebaut. Brahman oder das Absolute allein ist die wahre unveränderliche Kraft. Alle anderen Dinge neben Brahman sind flüchtig und vergänglich.

Unterscheidungsvermögen in Beziehung zu anderen Eigenschaften

In diesem Yoga Wiki werden über 1000 Tugenden und Persönlichkeitsmerkmale beschrieben. Hier einige Erläuterungen, wie man die Eigenschaft der Unterscheidungsvermögen in Beziehung zu anderen Fähigkeiten und Verhaltensweisen sowie in Bezug auf Laster sehen kann:

Ähnliche Eigenschaften wie Unterscheidungsvermögen

Ähnliche Eigenschaften wie Unterscheidungsvermögen, also Synonyme zu Unterscheidungsvermögen sind z.B. Intellekt, Unterscheidungskraft, Klarheit, Besonnenheit.

Ausgleichende Eigenschaften

Jede Eigenschaft, jede Tugend, die übertrieben wird, wird zu einer Untugend, zu einem Laster, einer nicht hilfreichen Eigenschaft. Unterscheidungsvermögen übertrieben kann ausarten z.B. in Selbstgerechtigkeit, Gefühlskälte, Verurteilung, Beurteilung. Daher braucht Unterscheidungsvermögen als Gegenpol die Kultivierung von Liebe, Akzeptanz, Bedingungslose Liebe, Unvoreingenommenheit, Neutralität.

Gegenteil von Unterscheidungsvermögen

Zu jeder Eigenschaft gibt es ein Gegenteil. Hier Möglichkeiten für Gegenteil von Unterscheidungsvermögen, Antonyme zu Unterscheidungsvermögen :

Unterscheidungsvermögen im Kontext von Tugendengruppen, Persönlichkeitsfaktoren und Temperamenten

Entwicklung von Unterscheidungsvermögen

Unterscheidungsvermögen kann man sehen als Tugend, als eine positive Eigenschaft. Vielleicht willst du ja Unterscheidungsvermögen in dir stärker werden lassen. Hierzu einige Tipps:

  • Nimm dir vor, eine Woche lang diese Eigenschaft der Unterscheidungsvermögen zu kultivieren. Vielleicht kannst du nicht alle guten Eigenschaften auf einmal kultivieren. Aber es ist möglich, innerhalb einer Woche oder innerhalb eines Monats eine Tugend, eine Eigenschaft, stark werden zu lassen.
  • Triff den Entschluss: "Während der nächsten Woche will ich die Tugend, die Eigenschaft, Unterscheidungsvermögen kultivieren, wachsen lassen, stärker werden lassen. Ich freue mich darauf, in einer Woche ein unterscheidenderer Mensch zu sein."
  • Nimm dir vor, jeden Tag mindestens eine Handlung auszuführen, die Unterscheidungsvermögen ausdrückt. Mache jeden Tag etwas, was du sonst nicht tun würdest, was aber diese Tugend zum Ausdruck bringt.
  • Wenn du morgens aufwachst, dann sage eine Affirmation, z.B.: "Ich entwickle Unterscheidungsvermögen.
  • Am Tag wiederhole immer wieder eine Autosuggestion, Affirmation wie z.B.: Ich bin unterscheidend.

Affirmationen zum Thema Unterscheidungsvermögen

Hier einige Affirmationen für mehr Unterscheidungsvermögen. Unter dem Stichwort "Affirmation" und "Wunderaffirmationen" erfährst du mehr zu Funktion und Wirkungsweise von Affirmationen.

Klassische Autosuggestion für Unterscheidungsvermögen

Hier die klassische Autosuggestion:

  • Ich bin unterscheidend.

Im Yoga verbindet man das gerne mit einem Mantra. Denn ein Mantra lässt die Affirmation stärker werden:

  • Ich bin unterscheidend. Om Om Om.
  • Ich bin ein Unterscheidungsvermögen Habender, eine Unterscheidungsvermögen Habende OM.

Entwicklungsbezogene Affirmation für Unterscheidungsvermögen

Manche Menschen fühlen sich als Scheinheiliger oder als Heuchler, wenn sie sagen "Ich bin unterscheidend " - und sie sind es gar nicht. Dann hilft eine entwicklungsbezogene Affirmation:

  • Ich entwickle Unterscheidungsvermögen.
  • Ich werde unterscheidend.
  • Jeden Tag werde ich unterscheidender.
  • Durch die Gnade Gottes entwickle ich jeden Tag mehr Unterscheidungsvermögen.

Dankesaffirmation für Unterscheidungsvermögen

  • Ich danke dafür, dass ich jeden Tag unterscheidender werde.

Wunderaffirmationen Unterscheidungsvermögen

Du kannst es auch mit folgenden Affirmationen probieren:

  • Bis jetzt bin ich noch nicht sehr unterscheidend. Und das ist auch ganz verständlich, ich habe gute Gründe dafür. Aber schon bald werde ich Unterscheidungsvermögen entwickeln. Jeden Tag wird diese Tugend in mir stärker werden.
  • Ich freue mich darauf, bald sehr unterscheidend zu sein.
  • Ich bin jemand, der unterscheidend ist.

Gebet für Unterscheidungsvermögen

Auch ein Gebet ist ein machtvolles Mittel, um eine Tugend zu kultivieren. Hier ein paar Möglichkeiten für Gebete für mehr Unterscheidungsvermögen :

  • Lieber Gott, bitte gib mir mehr Unterscheidungsvermögen
  • Oh Gott, ich verehre dich. Ich bitte dich darum, dass ich ein unterscheidender Mensch werde
  • Liebe Göttliche Mutter, ich danke dir. Ich danke dir dafür, dass ich jeden Tag die Tugend Unterscheidungsvermögen mehr und mehr zum Ausdruck bringe.

Was müsste ich tun, um Unterscheidungsvermögen zu entwickeln?

Du kannst dich auch fragen:

  • Was müsste ich tun, um Unterscheidungsvermögen zu entwickeln?
  • Wie könnte ich unterscheidend werden?
  • Lieber Gott, bitte zeige mir den Weg zu mehr Unterscheidungsvermögen
  • Angenommen, ich will unterscheidend sein, wie würde ich das tun?
  • Angenommen, ich wäre unterscheidend, wie würde sich das bemerkbar machen?
  • Angenommen, ein Wunder würde geschehen, und ich hätte morgen Unterscheidungsvermögen kultiviert, was hätte sich geändert? Wie würde ich fühlen? Wie würde ich denken? Wie würde ich handeln? Als unterscheidender Mensch, wie würde ich reagieren, mit anderen kommunizieren?

Vortragsmitschnitt zu Unterscheidungsvermögen - Audio zum Anhören

Hier kannst du einen Vortrag von Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, anhören. Dieser Vortrag ist die Audio Version eines Videos zu Unterscheidungsvermögen, Teil des Yoga Vidya Multimedia Lexikons der Tugenden.

Siehe auch

Eigenschaften im Alphabet vor Unterscheidungsvermögen

Eigenschaften im Alphabet nach Unterscheidungsvermögen

Literatur

Weblinks

Siehe auch

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