Zeremonie

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Eine Zeremonie, von lateinisch caeremonia "Feier, feierlicher Akt", ist ein öffentliches Ritual, bei dem viele Menschen anwesend sind. Rituale kann man auch alleine zelebrieren. Eine Zeremonie ist immer etwas Öffentliches, Gemeinschaftsstiftendes.

Im Yoga werden manchmal Rituale aus dem Hinduismus übernommen.

Was ist eine Zeremonie?

Eine Zeremonie ist ein feierliches Ritual. Zeremonie kann etwas religiöses sein, kann etwas im staatlichen Kontext oder etwas Offizielles.

Eine Zeremonie hat typischerweise einen Zeremonienmeister. Da gibt es bestimmte vorgeschriebenene Vorgehensweisen und die Zeremonie will einen in eine bestimmte festliche Stimmung versetzen.

Zum Beispiel gibt es Zeremonien zu Beginn des Schuljahrs oder zum Beginn der Schulzeit. Für Erstklässler gibt es eine Einschulungszeremonie. Es gibt Einweihungszeremonien für Gebäude oder für einen neuen Zweig einer Firma. Oder es gibt das Richtfest, das ist eine Zeremonie für das Haus.

Ähnlich gibt es dann auch beim Schützenfest verschiedene Zeremonien. Und so gibt es eben im Weltlichen auch Zeremonien, die ursprünglich religiös waren, Zeremonien wo religiöser Segen angerufen werden sollte. Und heutzutage ist das öfters eben nicht mit religiösem Segen verbunden, aber irgendwo hat jeder Mensch das Bedürfnis nach zeremonieller Feierlichkeit.

Auch die Abschlussfeiern, zum Beispiel Abiturfeste sind auch mit bestimmten Zeremonien verbunden.

Sukadev über Zeremonien im Yoga

Mein Name ist Sukadev von Yoga Vidya.

Ich lehre Yoga. Aber dabei auch Indische Rituale und Zeremonien. So sprechen wir zum Beispiel auch von der Mantra Einweihung als Einweihungs Zeremonie.

Wir haben bei Yoga Vidya Namensgebungs Zeremonien. Und wir haben auch verschiedene Einweihungs Zeremonien für Räume, für einen neuen Ashram, für ein Yoga Zentrum.

Wir haben auch die so genannte Lichtzeremonien, das Arati. Diese Lichterzeremonie ist Teil des Satsangs. Jeden Abend und jeden Morgen haben wir einen Satsang mit Meditation, Mantrasingen, Lesung, Vortrag, Friedensgebete und Arati.

Arati ist der Abschluss. Und man kann sagen das ist eine feierliche Lichterzeremonie. Ein Licht wird geschwenkt. Mantras werden gesungen. Und so wird Göttliche Kraft angerufen für Lichtsegen in die ganze Welt.

Und wir können dabei bewusst Lichtwünsche für die Menschen schicken denen wir besonders Licht schicken wollen. Im Yoga gibt es Feuerzeremonien wie zum Beispiel Homa, Havan und Agni Hotra.

In diesen Feuerzeremonien wird ein feierliches Feuer entzündet. Es wird Kokos-Ghee in das Feuer gegeben. Mantras werden wiederholt, eventuell bestimmte Samenkräuter und das kann man auch verbinden mit Wünschen für einen bestimmten Menschen. Man kann es für sich selbst machen. Man kann eine Feuerzeremonie machen um sich selbst zu lösen von Vergangenem, um Altes zu verbrennen oder seine Vorsätze stärker werden zu lassen.

Wichtige Jahreszeremonien

Es ist gut das Jahr in bestimmte rituelle Teile zu teilen. Man kann zum Beispiel feierliche Rituale machen an der Wintersonnenwende und an der Sommersonnenwende, in Tag- und Nachtgleiche, im Frühjahr und im Herbst.

Und dann gibt es noch besondere ander Punkte wie zum Beispiel Walpurgisnacht oder Halloween, die Nacht vor Allerheiligen. Und Menschen die bei Yoga Vidya leben und einen Bezug haben zur Naturspiritualität, die verbringen gerne diese Zeiten insbesondere Wintersonnenwende und Sommersonnenwende, Tag- und Nachtgleiche an den Externsteinen, machen dort heilige Rituale und bestimmte schamanische Zeremonien.

Oder wir haben ja die indischen Jahresfeierlichkeiten. Da gibt es Zeremonien zu Shivaratri, die vor allem nachts stattfinden. Es gibt Zeremonien zu Guru Purnima, dem Vollmondstag des Gurus. Nach Guru Purnima gibt es dann Krishna Jayanti, Janmashtami, Zeremonien zu Ganesha Chaturthi und vielleicht die größte und längste ist Navaratri, 9 Tage zur Verehrung der göttlichen Mutter. Besonders feierlich ist bei uns auch Sylvester/Neujahr weil Swami Vishnu-devananda, unser Meister dort Geburtstag gefeiert hat. Und natürlich Geburtstag von Swami Sivananda am achten September und dann sein Mahasamadhi Tag wo er seinen physischen Körper verlassen hat, 14. Juli.

Dann gibt es Zeremonien die zu bestimmten Lebensabschnitten sind. Wir haben die Hochzeitszeremonien, wir haben Brahmacharya Zeremonien zur Einweihung als Novizinnen in einer monastischen Tradition. Es gibt die Sanyas Weihe, eine Mönchsweihen- und Nonnenweihenzeremonie. Und wir haben auch bestimmte Zeremonien wenn jemand stirbt.

Und so ist der Tag von einer Zeremonien gekennzeichnet, nämlich das Arati. Es ist das Jahr von speziellen Zeremonien gekennzeichnet, das Leben und besondere Ereignisse. Und wenn etwas neu begonnen wird ist es immer gut es mit einer Zeremonie zu beginnen.

Und wenn etwas abschließt ist es auch gut es mit einer Zeremonie zu beenden, das Alte los zu lassen.

Du kannst aber zurück greifen auf uralte Rituale. Aber du könntest auch deinen eigenen Zeremonien entwickeln.

Die meisten Familien entwickeln nach einer gewissen Zeit ihre eigenen Rituale. Tagesrituale, Jahresrituale und andere Rituale. Und es ist gut diese Rituale und Zeremonien so zu begehen das sie einen verbinden, nicht nur mit sich selbst und mit Andern das sie einem Heimatgefühle geben und irgendwie Vertrautheitsgefühle sondern das sie einen mit einer Göttlichen Wirklichkeit verbinden.

Letztlich hat der Mensch die tiefe Sehnsucht ein Göttliches wahr zu nehmen. Und in heiligen Zeremonien ist das besonders gut möglich.

Wenn du einmal solche hinduistisch geprägten Rituale, Feuerrituale, Pujas oder Lichtzeremonien erleben willst dann komme zu Yoga Vidya Bad Meinberg. Dort haben wir jeden Tag eine ganze Reihe von Ritualen und eben diese Tageszeremonien.

Video Zeremonie

Hier findest du ein Vortragsvideo zum Thema Zeremonie :

Sprecher/Autor: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Ausbildungsleiter zu Yoga und Meditation.

Zeremonie Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Zeremonie :

Siehe auch

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