Wünsche

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Kultiviere nur den einen Wunsch: Den Wunsch nach Befreiung, auch im Yoga Kontext der einzige, den man haben sollte

Wünsche scheinen einem zu helfen, für sich selbst zu sorgen. Wünsche sind Ausdruck von Erfahrungen des Unterbewusstseins. Wünsche können genetisch sein, aus der Erziehung kommen, aus der Lebenserfahrung. Wünsche können aber auch geweckt werden durch Werbung, durch Medien, aus Neid und mangelndem Selbstbewusstsein. Die spirituellen Traditionen empfehlen, sich von den Wünschen zu befreien. Auch im Yoga nach der Shivananda Tradition wird das empfohlen. Mehr zum Thema Umgang mit Wünschen findest du im Hauptartikel Wunsch.

Video zum Thema Wünsche

Hier ein Vortragsvideo zum Thema "Wünsche":

Wünsche und Karma

Karma verfällt nie

- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2019 -

Das sind einige Fragen, auf die Patanjali in den Versen 7-11 des Yoga Sutra eingeht.

Ein Yogi nimmt erwartungslos an was kommt

Vers 7:

„Für einen Yogi ist Karma weder weiß noch schwarz. Für alle anderen ist es von dreierlei Art.“

Die meisten Menschen interpretieren Karma als gut, schlecht oder gemischt: Das eine ist gut, das andere ist schlecht, das nächste ist gemischt. Das ist schön, das ist unschön, das ist irgendetwas dazwischen. Erwünscht, unerwünscht oder gemischt.

Für einen Yogi ist Karma weder weiß noch schwarz, es ist weder erwünscht noch unerwünscht – es ist einfach. Oder: Der Yogi hat nicht das Bedürfnis, dass etwas Konkretes eintritt, sondern er nimmt erwartungslos das an, was kommt, und lernt daraus. Für ihn gibt es letztlich Erfahrungen, Lernlektionen und Aufgaben – für andere gibt es Erwünschtes und Unerwünschtes.

Deshalb: Wenn du merkst, dass du wieder sagst: „Oh wie schlimm, dass das passiert ist“ oder „Hoffentlich tritt das und das ein“, dann bist du noch nicht ein Yogi im Sinne von Patanjali. Für einen Yogi ist Karma weder weiß noch schwarz - für ihn ist Karma Erfahrung, Lernaufgabe und Aufgabe.

Aus Karma enstehen Wünsche und aus Wünschen ensteht Karma

Vers 8:

„Aus den dreierlei Karma reifen die Früchte entsprechend der Art der Wünsche.“

Wenn du wunschgetrieben handelst, entsteht daraus Karma. Aus Karma entstehen Wünsche, und aus Wünschen entsteht Karma.

Du bist in irgendeiner Situation und jemand lobt dich – man könnte sagen, dass dies ein gewünschtes Karma ist. Es ist weiß und du freust dich darüber. Sofort denkst du: „Ich will noch mehr gelobt werden.“ Also handelst du mit dem Wunsch, dass dein Ansehen, deine Reputation noch mehr steigt.

Jetzt hängt es davon ab, wie du handelst:

  • Wenn du in Kauf nimmst, dass du unethisch handelst, anderen schadest oder andere intrigant beseitigst, sie aus dem Weg räumst, dann schaffst du negatives Karma. Vorübergehend magst du durch Intrigen usw. das bekommen, was du willst, aber nachher reifen die Früchte und du wirst irgendwie alles wieder verlieren. Du wirst eine sehr schlechte Reputation bekommen.
  • Wenn du dich aber über die tolle Reputation freust, die du bekommen hast, und du noch mehr gute Sachen machst, um eine noch bessere Reputation zu bekommen, dann kannst du anderen noch mehr helfen. Nicht uneigennützig, sondern damit deine Reputation steigt. Du schaffst also neues Karma, und deine Reputation steigt weiter, die Menschen werden dich noch mehr loben. Aber irgendwann macht dich das nicht mehr glücklich, fühlt es sich schal an.
Das Leben ist ein Nullsummenspiel

Aus Karma entstehen Früchte, aus den Früchten kommen wieder Wünsche, und aus Wunsch plus Ethik bzw. Unethik entsteht neues Karma. Dies ist der Kreislauf von Wunsch und Karma – die meisten Menschen sind darin stecken geblieben.

Bei manchen Menschen gibt es auch schräge Karmareaktionen:

  • Beispielsweise ging es jemanden in einem Leben nicht so gut, trotzdem kümmert er sich um andere und dient ihnen.
  • Als Konsequenz führt es ihm im nächsten Leben zu einem gewissen Wohlstand. Aus diesem Wohlstand heraus denkt er, dass er noch mehr Wohlstand braucht, und er saugt andere aus, nutzt sie aus, anstatt den Wohlstand zum Wohle anderer zu nutzen.
  • Konsequenz: In einem nächsten Leben wird er weniger Wohlstand haben, um zu erkennen, wie es sich anfühlt von anderen ausgesaugt zu werden.
  • Vielleicht entsteht daraus dann wieder die Bereitschaft, anderen Gutes zu tun usw.

So ist dieser Kreislauf von Geburt und Tod, Wunsch und Karma, Karma und Wunsch usw.

Auf einen Wunsch folgt die passende Reaktion

Vers 9:

"Es gibt eine Aufeinanderfolge von Wunsch und die passende karmische Reaktion, selbst wenn sie durch soziale Stellung, Ort und Zeit unterbrochen zu sein scheint, denn es sind Erinnerungen und unterbewusste Eindrücke des gleichen Wesens."

Patanjali sagt hier also: Auch wenn es über mehrere Geburten geht – es ist der gleiche, der die Konsequenz seiner karmischen Handlungen erntet.

Es mag sein, dass jemand in diesem Leben hochgradig unethisch ist und es trotzdem so scheint, als ob er erfolgreich ist – im nächsten Leben geht es dann eben anders. Man könnte sagen: Im nächsten Leben ist jemand schuldlos in Schwierigkeiten geraten – aber vielleicht hat er sich in einem früherem Leben falsch verhalten, obgleich soziale Stellung, Ort und Zeit jetzt anders sind. Dieser Mensch war vielleicht in einem früheren Leben ein reicher Kaufmann in Deutschland. Im nächsten Leben ist er vielleicht ganz woanders, irgendwo in der Pampa in Argentinien – unterschiedlicher Ort, unterschiedliche Zeit, unterschiedliche Situation. Das Selbst ist sowieso das gleiche, aber das Jiva, die individuelle Seele hat sich mal hier und mal dort inkarniert, die Samskaras sind dabei. In diesem Sinne kommen die karmischen Konsequenzen, wenn auch nicht immer direkt.

Ich möchte hier natürlich noch ergänzen: Bei Kommentaren zum zweiten Kapitel des Yoga Sutra sagte ich, dass Karma noch viel komplexer ist als einfach nur der Kreislauf von Samskara und Karma. Wir haben auch Aufgaben, die einfach kommen. Manchmal kommen Dinge, damit wir Erfahrungen machen, ohne dass wir sie durch Wünsche und unethisches Verhalten geschaffen haben. Wenn du noch mehr wissen willst, dann schau auf den Yoga Vidya Internetseiten unter Karma nach, dann erfährst du noch mehr darüber.

Aber hier sagt Patanjali im wesentlichen, dass Wunsch und Karma einander bedingen. Wenn du kein neues Karma erschaffen willst, dann handle nicht aus Wünschen heraus.

Der Wunsch zu leben ist ewig

Vers 10:

„Die Wünsche und Eindrücke haben keinen Anfang, denn der Wunsch zu leben ist ewig.“

Manche Menschen fragen sich: „Wann hat denn alles begonnen?“ Patanjali sagt hier: „Anaditva, Anadi – ohne Anfang.“ Warum? Weil Asisa - der Wunsch zu leben, nityatvad - von Ewigkeit, von Dauer - ist. Innerhalb der Maya scheint alles ohne Anfang zu sein. Aber in dem Moment, wo du aufwachst, erkennst du: Die ganze Maya war nur eine Illusion.

Angenommen, du hast heute Nacht geträumt und du wachst auf und sagst dir: „Ach, das war glücklicherweise - oder auch: leider - nur ein Traum.“ Wenn du dich jetzt fragst, wann der Traum angefangen hat, dann könntest du zwar sagen „Ich habe mich vor einer Viertelstunde ins Bett gelegt, also kann dieser Traum maximal eine Viertelstunde gedauert haben.“ Aber die Traumwelt selbst, die war sehr lang.

Wann hat die Welt des Traumes begonnen? In dem Moment, wo der Traumwelt da ist, scheint sie ja schon immer dagewesen zu sein. Im Traum kannst du nicht sagen, dass die Welt vor zwei Jahren begonnen hat, sondern in dem Moment, wo du im Traum bist, hat die Welt schon immer existiert. So ähnlich ist es auch mit den Wünschen und Eindrücken. Sie haben keinen Anfang, der Wunsch zu leben ist ewig.

Wenn man also fragt, wann es anfing, ob der Kreislauf Wunsch – Karma – Wunsch - ... mit Karma oder mit Wünschen begann, dann sagt Patanjali: „Es hat nie angefangen, es ist Anadi - ohne Anfang.“

Beherrsche die Ursache dann verschwindet die Wirkung

Gib den Wunsch auf, sonst willst du immer mehr

Vers 11:

"Da sie - die Wünsche und Eindrücke - durch Ursache und Wirkung, Unterstützung und Objekte zusammengehalten werden, verschwinden zusammen mit diesen Faktoren auch die Wünsche."

Hier gibt uns Patanjali Tipps, wie wir die Wünsche beherrschen können. Zu diesem Vers gibt es einen langen Kommentar von mir in meinem Buch „Die Yogaweisheit des Patanjali für Menschen von heute“. Hier sage ich es nur kurz. Wie können wir die Wünsche überwinden? Zunächst einmal sagt er „Ursache, Wirkung, Unterstützung und Objekte“.

Objekte

Wenn du einen Wunsch hast und diesen grundsätzlich nicht befriedigst, das Objekt also nicht in deine Nähe kommt, dann wird der Wunsch irgendwann aufhören.

Angenommen, du hast den Wunsch eine besondere Reise zu machen. Wenn du nie eine solche Reise unternimmst, wird der Wunsch langsam schwächer. Aber wenn du diesem Wunsch nachgibst, ist in den seltensten Fällen danach der Wunsch nach so einer Reise vorbei – jetzt beginnen die Wünsche nach Reisen erst recht. Wenn ein Objekt da ist und dieses Objekt des Wunsches erfüllt wird, dann gehen die Wünsche weiter. Wenn du dir aber den Wunsch nicht erfüllst, dann wird er weniger und hört irgendwann auf.

Unterstützung

Du könntest auch vermeiden, dem Wunsch die Unterstützung zu geben. Ein Wunsch wird unterstützt, wenn du ständig daran denkst. Wenn du lernst, nicht mehr daran zu denken, dann hört auch der Wunsch langsam auf. Es ist im Grunde eine Art Ablenkung. Wenn du dir vorgenommen hast, einen bestimmten Wunsch nicht mehr zu haben, etwas bestimmtes nicht mehr zu tun, dann überlege gleich auch: Wenn der Wunsch kommt – woran denkst du? Dies geht zum Beispiel mit einem Mantra. Wenn also der Wunsch keine Unterstützung in Form von Gedanken bekommt, dann vergeht er auch.

Ursache und Wirkung

Wenn du denkst, dass du etwas dazu beitragen kannst, dass du es bekommst, dann steigt der Wunsch. Wenn du aber denkst, dass letztlich durch Gnade Gottes das kommt, was du brauchst, und es nicht an dir hängt, den Wunsch zu erfüllen – du dich also von Ursache- und Wirkungskontexten löst – dann ist der Wunsch auch vorbei. Du gehst davon aus, dass Gottes Gnade dir gibt was du brauchst, und du musst nicht die Ursache für die Erfüllung der Wünsche sein. Gott weiß besser als du, was du brauchst. Auch dies ist eine Methode, Wünsche zu beherrschen.

Du musst also nur an einem dieser Punkte arbeiten:

  • Sorge bei Wünschen dafür, dass er nicht in Erfüllung geht. Meide das Objekt der Wünsche, und so wird der Wunsch reduziert werden.
  • Löse deinen Wunsch ab davon, gib ihm keine Unterstützung durch Gedanken und Prana. Auch dann sterben die Wünsche langsam ab.
  • Denke nicht, dass du selbst verantwortlich bist, deine Wünsche zu befriedigen. Vertraue dich Gott an – aus diesem Vertrauen kommt Wunschlosigkeit.

Zu all diesen Versen habe ich in meinem Buch „Die Yogaweisheit des Patanjali für Menschen von heute“ einen Kommentar geschrieben, der über das hinaus geht was ich hier ausgeführt habe.

Video - Wünsche und Karma

Wünsche

Nach einem Artikel zum Thema Vasana von Swami Sivananda im Buch Inspiration und Weisheit

Wünsche uns Sehnsüchte werden auf Sanskrit Vasana genannt. Vasana wird manchmal auch definiert als blindes Hängen und automatische unreflektierte Reaktion auf Sinneseindrücke.

Jede Form von Eindruck im Unterbewusstsein, die mit Begehren verbunden ist, ist ein Wunsch, ein Vasana.

Reine und unreine Wünsche

Es gibt zwei Arten von Wünschen, die reinen erhabenen Wünsche, auch genannt Shubha Vasana und die unreinen, getriebenen Wünsche, Ashubha Vasana.

Die reinen Wünsche, die reine Sehnsucht führt zur Befreiung. Die unreienen Wünsche, die unreinen Gedanken, die ungefilterten Vasanas bringen Bindung und letztlich Leid.

Wenn du deine reinen Wünsche kultivierst, wirst du höhere Bewusstseinszustände erreichen, dich entwickeln in Mitgefühl, in Uneigennützigkeit, in der Erfahrung des Göttlichen.

Die uneigennützigen Wünsche sind solche, die dich erheben. Wenn du die unreinen Vasanas nicht pflegst, den unreinen Wünschen nicht nachgibst, verdorren sie und die reinen Wünsche werden stärker werden.

Die Wünsche beginnen nicht in diesem Leben. Die Wünsche stammen aus früheren Leben und Gewohnheiten in früheren Geburten. Diese Wünsche, die du in einem früheren Leben kultiviert hattest, überleben im Astralkörper und mit diesen Wünschen wirst du wieder geboren.

Wenn du unreine Wünsche hast, dann werden diese sich auch in der nächsten Geburt fortsetzen. Wenn du aber in diesem Leben die reinen Vasanas, die reinen Wünsche kultivierst, wirst du im nächsten Leben leicht Brahmanyana erreichen, die Erkenntnis von Brahman wie auch Moksha, die vollkommene Freiheit.

Gute oder schlechte Eigenschaften kultivieren

Jeden Tag kommen tausende von Wünschen in den Geist. Du bist in der Gesellschaft von anderen Menschen und nimmst ihre Wünsche unterbewusst auf. Du liest im Internet, du liest in der Zeitung, du hörst im Kino, du siehst Plakate. Überall strömen Eindrücke auf dich hinein, kleine Wünsche entstehen. Es hängt von dir ab, ob du diesen Wünschen folgst. Ob du ins Kino gehst, schlechtes Essen zu dir nimmst, Fleisch isst, ob du den Wunsch hast mehr Geld zu haben und dieses Geld mit unreinen Mitteln zu bekommen. Es gibt Ärger, Gier, Stolz, Selbstsucht, Heuchelei, Eifersucht, Hass und vieles Andere, was als Vasana in dir angelegt ist aus früheren Leben und was in diesem Leben als Wünsche immer wieder in dir aktiviert wird.

Aber du hast auch reine Wünsche. Reine Eindrücke im Unterbewusstsein. Vielleicht hast du das Verlangen mehr zu meditieren, intensiver zu praktizieren. Vielleicht hast du den Wunsch in Ashrams zu gehen, dein weltliches Leben hinter dir zu lassen, in einem Ashram zu leben und zu bleiben.

Vielleicht hast du den Wunsch freundlich zu Anderen zu sein, dich für das Gute in der Welt einzusetzen, Bedürftigen zu helfen, dich in einer Gemeinschaft, in einem karikativen Verein zu engagieren.

Dies sind reine Wünsche. Diese reinen Wünsche entwickeln dann auch gute Eigenschaften wie Barmherzigkeit, Großzügigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Pflichtgefühl, Vergebung, Mut, reine Liebe.

Erfüllte Wünsche bringen immer mehr Wünsche hervor

Samen der Wünsche

Wünsche kommen aus tiefen Eindrücken im Unterbewusstsein. Auf der einen Seite sind Vasanas Wünsche. Auf der anderen Seite sind Vasanas die tiefen Eindrücke, aus denen Wünsche entstehen. Zwei Samen gibt es, die Gedanken hervorbringen, Stimmungen hervorbringen und letztlich Handlungen hervorbringen. Das eine sind die Vasanas, die subtilen Wünsche und Neigungen und das andere ist der Strom des Pranas.

Als drittes sind es die Eindrücke im Unterbewusstsein. Wenn du dich identifizierst mit Wünschen, mit Eindrücken, mit Stimmungen, dann werden diese stärker. Wenn du dagegen Eindrücke nur wahrnimmst als Eindrücke und dich nicht damit identifizierst, dann wirst du z. Bsp. sagen, aus meinem Unterbewusstsein kommt der Wunsch das und das zu tun. Das ist die eine Weise. Dann kannst du sagen, noch tiefer in mir ist der Wunsch nach Uneigennützigkeit, nach Gottverwirklichung, nach spirituellem Wachstum. Diesem tiefen Eindruck werde ich folgen.

Wenn du aber sagst, ich will das und das tun. Ich wünsche das und das zu haben. Ich möchte das haben, aber ich sollte nicht, dann hast du dich identifiziert mit deinem Wunsch und dann wird das sollte nicht so stark sein.

Identifiziere dich nicht mit deinen Wünschen. Wünsche mögen als Gedanken an die Oberfläche deines Geistes kommen. Schaue sie mitfühlend an und dann verwirf sie. Ersetze sie durch reine Wünsche.

Gib Deinen positiven Sehnsüchten Nahrung

Ich weiche hier jetzt etwas ab von dem Kapitel von Swami Sivananda. Das ist keine Umformulierung sondern Ergänzung. Es gab ja auch die Frage eines Schülers bei einem Schamanen und der Schamane hatte ihm gesagt in dir sind zwei Wölfe, ein guter Wolf und ein schlechter Wolf. Dann sagt der Schüler: Welcher wird stärker? Da sagte der Schamane, der dem du Nahrung gibst, den du besser fütterst.

Du hast in dir positive Neigungen und Wünsche und Begierden und du hast negative Wünsche und Sehnsüchte und Begierden. Folgen den positiven, den reinen Begierden. Folge ihnen, gib ihnen Nahrung und lass die anderen austrocknen.

Sei dir bewusst, womit du dich identifizierst. Indem du spirituelle Schriften liest, indem du in den Satsang gehst, indem du zu Weisen und Heiligen gehst, indem du Ashrams besuchst, all das wird dir helfen, das reine Vasanas und reines Raga, reines Mögen stärker wird.

Wünsche sind unbeständig. Sei dir bewusst, das die Wünsche sich auch ändern. Das was du jetzt denkst, was du unbedingt brauchst, willst du später vielleicht nicht mehr haben.

Diese Welt ist eine Welt der Gegensätze und der Vergänglichkeit. Grade die unreinen Wünsche werden dich dazu bringen, etwas zu tun, was du nachher bedauerst und was du nicht mehr magst.

Alle Objekte, nach denen du strebst, werden dir nicht dauerhafte Freude schenken. Egal was du erreichst, du wirst nicht zufrieden sein damit, mit einer Ausnahme. Wenn du die Gottverwirklichung erreichst, das wird dich befriedigen.

Alle äußeren Dinge, worauf sich die Wünsche richten, sind vergänglich und sind es nicht wert nach ihnen zu streben. Es ist die Gottverwirklichung, die reine Liebe, die dich wirklich befriedigen wird.

Überwinde die unreinen Wünsche

Um die unreinen Wünsche zu überwinden, gibt es mehrere Techniken. Zum einen beobachte das Aufkommen der unreinen Wünsche und sei dir bewusst, wie sie in dich hineinkommen. Wenn du die Gedanken einfach nur beobachtest, ohne ihnen zu folgen, werden sie wieder vorbei gehen.

Wenn du dir bewusst bist, da sind Wünsche in meinem Geist, aber ich bin nicht diese Wünsche, verschwinden sie von selbst. Zweitens frage dich, wer bin ich. Sei dir bewusst, du bist nicht die Wünsche. Sei dir bewusst, das durch nicht Anhaften, Unterscheidung und Beherrschung der Sinne du wirklich glücklich bist. Wenn unreine Wünsche da sind sei dir bewusst, sie machen dich unglücklich.

Kultiviere die Unterscheidungskraft, so überwindest du die unreinen Wünsche. Übe spirituelle Praktiken. Wenn du spirituelle Praktiken übst, erhöhst du deinen Schwingungszustand. Wenn dein Schwingungszustand subtiler wird durch Asanas, Pranayama und Meditation, Mantrasingen, Gebet usw., dann werden die negativen Wünsche von selbst verschwinden.

Kultiviere positive Wünsche. Indem du positive Wünsche kultivierst, sie mit Affirmationen und Handlungen stärkst, kannst du die negativen Wünsche von selbst absterben lassen.

Sage dir, ich freue mich auf die Meditation morgen. Ich freue mich auf die tolle Erfahrung beim Pranayama. Ich freue mich auf den nächsten Ashram Besuch. Ich freue mich bald Gott zu verwirklichen.

Wenn du solche Wünsche kultivierst, dann werden sie stärker und die anderen verschwinden.

Innerer Kampf

Sei dir bewusst, das auf dem spirituellen Weg auch ein innerer Kampf da ist. Es gibt den Kampf zwischen den reinen und und unreinen Wünschen. Kommen negative Gedanken in dir auf, kommen unethische Wünsche in dir auf, dann sind das unreine Vasanas und diese sind am Anfang da. Diesen solltest du nicht folgen.

Lass die reinen Vasanas mächtiger werden. Dann wird es einfach sein, auf dem spirituellen Weg. Bei forgeschrittenen Sadakas, bei fortgeschrittenen Aspiranten sind die unreinen Wünsche nur gelegentlich da. Aber gerade fortgeschrittene Aspiranten müssen da auch besonders aufpassen, denn sie haben viel Prana. Sie könnten ihre Wünsche gut erfüllen. Sie haben eine Ausstrahlung, ein Charisma.

Anfänger auf dem spirituellen Weg haben noch viele Wünsche, aber nicht viel Prana um diese zu erfüllen. In diesem Sinne sei wachsam und sei achtsam.

Überwinde die negativen, die unreinen Wünsche Schritt für Schritt und erzeuge tiefe Freude in dir.

Unterscheidungskraft um Freiheit zu bekommen

Frage dich, wer bin ich? Erkenne, du bist weder Körper noch Psyche noch Wünsche noch Gedanken. Frage dich, was ist ewig? Erkenne dass das nicht ewige vergänglich ist und dir niemals dauerhafte Befriedigung geben kann.

Erkenne deine Einheit mit dem Unendlichen Selbst, Satchitananda. Lass so alle Wünsche, reine und unreine vergehen. In Brahman, dem höchsten Selbst gibt es keine Wünsche, keine Begierden, keine Vasanas, weder reine noch unreine.

Dein wahres Selbst ist immer rein ohne Begierden, ohne Körper ohne Gedanken. Meditiere über Brahman das Absolute, das Unendliche.

So vergehen alle Unreinheiten und alle Gedanken. Spüre satchitananda swarupa ham. Meine wahre Natur ist Sein, Wissen und Glückseligkeit.

Genieße das Unsterbliche, das Ewige, das Absolute und erfahre so höchsten Frieden, unendliche Freude, ewige Glückseligkeit.

Siehe auch

Literatur

Seminare

Yogalehrer Ausbildung

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