Rache

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Mein ist die Rache, spricht der Herr: So lautet ein bekanntes Bibelzitat (5. Mose 32:35). Was zunächst brutal klingt, ist aber die Aufforderung an den Menschen, auf Rache zu verzichten. Paulus schreibt im Römerbrief (12,19): Rächet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: "Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der HERR." So sollten spirituelle Menschen, religiöse Menschen, christliche Menschen, getanes Unrecht nicht an anderen rächen, sondern darauf vertrauen, dass Gott, Karma, Schicksal dem anderen schon die richtigen Lektionen geben werden.

Liebe ist besser als Rache

Bedeutung Rache

Das Wort Rache ist die persönliche Vergeltung eines erlittenen oder empfundenen Unrechts, einer Demütigung, einer Beleidigung oder einer Niederlage. Man kann für etwas Rache nehmen, einen Mord aus Rache begehen. Manche Menschen sinnen seit Jahren auf Rache. Es gibt auch die Rache des kleinen Mannes - was meist eine umgangssprachlich-scherzhafte Bezeichnung für eine meist harmlose Tat oder Handlung gegenüber einer einflussreicheren Person.

Wortherkunft Rache

Das Wort Rache mit der Bedeutung "Vergeltung einer als Unrecht empfundenen Tat" kommt vom althochdeutschen rahha, auch geschrieben wraha bzw. wrahha, mittelhochdeutsch rach bzw. rache, altsächsich wraka, Verfolgung. Rache bedeutet also ursprünglich Verfolgung, also z.B. die Verfolgung von Unrecht. Das Verb rächen, also ein Unrecht vergelten, kommt vom alhochdeutschen wrehhan. strafen, vergelten. Ein Rächer ist jemand, der Rache nimmt.

Rache war also früher das was heute Strafe, Strafrecht ist. Heutzutage ist Rache eher etwas, was man außerhalb des geltenden Rechts tut.

Vergelte Böses mit Gutem

Jesus formulierte einen wichtigen Grundsatz:

"Wenn dir einer auf die rechte Wange schlägt, dann halte im auch die linke hin" (Bergpredigt, Matthäus 5:39).

Auch im Buddhismus, im Jainismus, im Judentum und im Hinduismus gibt es diese oder ähnliche Aussagen bzw. Empfehlungen.

Insbesondere im individuellen Bereich, im nicht strafrechtlich relevanten Bereich, ist der Verzicht auf Rache, ist Vergebung und Vergeltung von Bösem mit Gutem oft die bessere Reaktion.

Ob das immer anwendbar ist, das ist eine andere Frage.

Rache sollte jedenfalls für einen spirituellen Aspiranten keine Option sein, die er in Erwägung zieht.

Siehe auch