Was ist Meditation

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Was ist Meditation? Wozu dient Meditation? Um diese Fragen geht es in diesem Kurzvortrag von und mit Sukadev Bretz. Wer kann Meditation üben? Was gilt es zu beachten bei der Meditation?

Meditation kann jeder lernen

Video und Audio: Was ist Meditation?

Hier ein Videovortrag von und mit Sukadev Bretz zum Thema: Was ist Meditation?

Dieser Vortrag ist ein Auszug aus dem 1. Kursvideo des 10wöchigen Video Meditationskurses für Anfänger.

Was ist Meditation?

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Meditation besteht im Wesentlichen daraus, dass Du Dich mit geradem Rücken hinsetzt, Dich innerlich entspannst und dann Deinen Geist auf etwas Positives richtest. Indem Du Deinen Geist erfüllst mit etwas Positivem und das ganz entspannt machst, steigerst Du Deine Bewusstheit und dann dehnt sich Dein Bewusstsein aus zu einem Zustand von reinem Gewahrsein, schließlich zu einem ein Zustand jenseits aller Gedanken, einem Zustand der Verbundenheit, einem Zustand der Einheit.

Das positive Denken kannst Du ganz besonders kultivieren, wenn Du täglich Meditation übst. Meditation ist eine einfach zu übende Praxis, etwas, was Du überall machen kannst und etwas, was Dir immer wieder neue Kraft und Positivität schenken kann.

Wozu Meditation?

Wie das ganze Hatha Yoga hilft Meditation zur Entspannung, verhilft Dir zu mehr Energie, hilft Dir bewusster zu werden usw. Aber gerade die Meditation gibt Dir Zugang zu höheren Bewusstseinsebenen und aus diesen höheren Bewusstseinsebenen findest Du tiefer zu Dir, Du erfährst mehr, was in Dir steckt, Du erfährst mehr, worum es letztlich im Universum geht und Du hast diese wunderbare Erfahrung von Einheit, Verbundenheit, nach dem alle Menschen bewusst oder unbewusst streben.

Gerade im Jnana Yoga, dem philosophischen Yoga, im Jnana Yoga wird gesagt: „Unsere wahre Natur ist Satchidananda.“

  • Chid, Bewusstheit und Wissen, heißt, „Alles Wissen ist in uns“. Wenn es Dir gelingt, wirklich tief nach Innen zu gehen oder den Geist ruhig zu machen und Dich zu verbinden mit der kosmischen Weisheit, dann weißt Du, wer Du wirklich bist und Du weißt über die Essenz aller Dinge.
  • Ananda ist Deine wahre Natur. Ananda heißt „Freude“. Ananda heißt „Wonne“. Ananda heißt „Glückseligkeit“. Wenn Dein Geist sehr ruhig ist und wenn Deine Bewusstheit erweitert ist, erfährst Du diesen Zustand von Freude, von Liebe, von Einheit, Verbundenheit. Dies ist erreichbar, es ist für jeden Menschen erreichbar, mindestens in ein paar Momenten. Es ist sogar möglich, dauerhaft aus diesem Bewusstseinszustand heraus zu leben. Ein paar Sekunden dieses meditativen Zustandes helfen schon wirklich, Zugang zu finden zu diesen Quellen.

Meditation wird Dich natürlich nicht gleich ins Überbewusstsein und ins kosmische Bewusstsein führen. Zu Anfang heißt Meditation, dass Du entspannst, dass Du bewusster bist, in einen Zustand des Gewahrseins kommst, und das alleine hilft schon für Entspannung. Wenn Du so mehr entspannst, wie Du es schon vom Hatha Yoga her kennst, dann spürst Du in Dir Kraft hochkommen, dann spürst Du die Energie, die vielleicht irgendwo blockiert war, sich öffnen. Du spürst, wie Du Ruhe bekommst und anschließend hast Du viel Positivität.

Sitzhaltung für die Meditation - Was ist Meditation?

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Meditation ist ganz einfach: Du setzt Dich hin, mit geradem Rücken. Dann wählst Du ein Meditationsthema. Du meditierst damit und bist dann neugierig, was dabei passiert. Du kannst meditieren am Anfang oder am Ende einer Hatha Yogastunde. Du kannst meditieren zwischendurch. Du kannst meditieren nach dem Aufstehen oder auch beim Einschlafen oder vor dem Schlafengehen.

Wenn Du Meditation am Morgen übst, dann wird Dein ganzer Tag geprägt sein von dieser Erfahrung von Freude, Energie und Kraft und Bewusstheit. Wenn Du meditierst am Abend, vor dem Einschlafen, dann kannst Du sehr viel besser schlafen, auch Deine Träume werden schöner sein. Du wirst Dich mehr in Harmonie mit Dir fühlen und am nächsten Morgen wirst Du mit viel mehr Kraft aufwachen und gleich von Anfang an mit Positivität gefüllt sein.

Wenn Du Meditation zwischendurch am Tag übst, dann kannst Du immer wieder neue Kraft ansammeln. Wie gesagt, Du kannst meditieren bei Dir zu Hause, auf dem Bett oder auf Deiner Yoga-Matte. Du kannst aber auch meditieren z.B. im Zug oder im Wartezimmer eines Arztes oder auch als kleine Pause auf längeren Autofahrten, wenn Du Dich irgendwo hinstellst mit dem Auto, und Du kannst Dich einfach gerade hinsetzen und ein paar Minuten meditieren. Schon 2, 3, 4 Minuten von Meditation kann eine ganze Menge ausmachen. Ein Gramm Praxis ist besser als Tonnen von Theorie, und deshalb kannst Du das jetzt gleich ausprobieren.

Wenn Du noch nicht gut sitzt, setze Dich hin, auf ein Kissen oder auf einen Stuhl. Setze Dich so hin, dass Deine Wirbelsäule gerade ist, dass Dein Becken leicht nach vorne gekippt ist, dass also die natürliche Lendenkrümmung erhalten bleibt. Achte darauf, dass Deine Schultern nach hinten und unten gehen. Stelle Dir vor, Dein Kopf geht etwas weiter nach oben, Nacken ist gerade, Schultern entspannt. Du kannst die Hände entweder falten oder übereinander legen oder Du kannst die Handrücken auf die Knie oder Oberschenkel geben, Daumen und Zeigefinger berühren sich oder Du kannst auch die Handflächen nach unten geben. Handhaltungen haben auch einen gewissen Einfluss auf Deine geistige Verfassung. Wenn Du also jetzt Deine Handhaltung gefunden hast, wenn Du Deine Sitzhaltung gefunden hast, kannst Du vielleicht noch mal ein bisschen die Schultern bewegen, nach vorne, nach hinten oder nach rechts, nach links etwas drehen, um Dich noch mal zu vergewissern, dass Du schön und angenehm sitzt. Dann bist Du wieder aufgerichtet und dann schließe die Augen.

Schritte in die Meditation - Was ist Meditation?

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  • Der erste Schritt der Meditation nennt sich Asana. In diesem Kontext heißt Asana „Ruhige Sitzhaltung“.
  • Der zweite Schritt der Meditation nennt sich Pranayama. In diesem Kontext heißt Pranayama „Atmung, tiefe Atmung“, um so das Prana, die Lebensenergie zum Fließen zu bringen. Atme 3 bis 4 Sekunden lang ein, atme 3 bis 4 Sekunden lang aus. Beim Einatmen geht der Bauch hinaus, beim Ausatmen geht der Bauch hinein. Atme ein und atme aus. Atme so tief weiter.

Diese mündet irgendwann in Dhiana, den meditativen Gemütszustand, charakterisiert durch Wonne, Ausdehnung, Ruhe des Geistes. Stille erfolgt in dem letzten Schritt der Mediation, Samadhi, das Überbewusstsein, das reine Gewahrsein, die reine Gewahrsamkeit, bei Stille des Geistes, Verbundenheit mit dem Unendlichen. Die letzten beiden Schritte kommen, wenn Du dafür bereit bist. Das kann manchmal sofort passieren, meistens dauert es Wochen, Monate oder Jahre. Aber schon Dharana, dieser konzentrierte, entspannte Gemütszustand kann Dir viel Nutzen bringen.

Was ist Meditation? Wozu ist Meditation gut? Welche Aspekte der Meditation gilt es zu wissen? Darüber spricht Sukadev in diesem kurzen Vortrag. Meditation hat viele Gesichtspunkte. Sukadev spricht hier vom Yogastandpunkt aus - und ermutigt dich, die Meditation auszuprobieren.

Dieser Kurzvortrag ist ein Auszug aus einem der Videos des 10-wöchigen Yoga Vidya Yogakurses für Anfänger http://mein.yoga-vidya.de/yoga-anfaengerkurs-video.

Yoga systematisch lernen https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/wie-lerne-ich-yoga/yoga-meditation-einfuehrungsseminar/.

Verzeichnis von Yogaschulen, Yogazentren, Yogalehrer https://www.yoga-vidya.de/center/

Was ist Meditation?

Was ist Meditation? Das Wort kommt vonm lateinischen Medium = Mitte, meditare= aufrichten. Sie existiert in spirituellen Kulturen. Meditation kann aber auch ohne spirituellen Hintergrund geübt werden. Es geht darum den Geist zu Ruhe bringen und den Geist zu fokussieren. Um Achtsamkeit gefolgt von einen Zustand jenseits des Denkens und Fühlens. Die Tiefe der Meditation ist ein Akt der Bewusstheit ohne einen Gedankeninhalt. Meditation ist ein Zustand in den Du hineinfällst, so wie in den Schlaf. Wie geschieht es, dass Du in den Tiefschlaf fällst?

Effekte von Meditation

Wenn Du dann aus der Meditation wieder heraus kommst, bist Du mit Freude, Kraft, Inspiration und mehr Gelassenheit für den ganzen Tag aufgeladen. Wir brauchen Meditation um ein Leben mit Energie, Freude und genug Abstand zum Alltag zu führen. Auch um mit all den Menschen, die dir täglich begegnen gelassen und freundlich um gehen zu können, ohne Dich dafür zusätzlich anzustrengen.

Wobei Meditation helfen kann

Meditation hilft bei allen möglichen Beschwerden des Körpers, so wie bei Migräne, bei Rückenschmerzen, chronischen Schmerzen, Asthma, Verdauungsbeschwerden, stärkt die Selbstheilungskräfte und auch vor geplanten Operationen. Bei regelmäßiger Anwendungen, kann Meditation die Struktur im Gehirn verändern. Auch die Emotionskontrolle wird durch Meditation erleichtert. Menschen die meditieren, sind ihren Stimmungen nicht mehr so ausgeliefert. Kreativität und Gelassenheit werden etabliert und ein dauerhaft freudiges und gelassenes Leben ermöglicht.

Zum Yoga gehört Meditation, um neben Flexibilität und Kraft eben auch die geistige Klarheit und Kraft sowie Entscheidungsfähigkeit auf zu bauen. Freude und Energie, statt Depression und Burnout. Zusätzlich hat Meditation eine spirituelle Dimension und hilft Dir, in die Tiefe deines Wesens zu gehen und Verbundenheit mit anderen zu erfahren. Meditation kann Dir helfen einen Bezug zum Göttlichen in Dir oder auch außerhalb, bzw. überhalb von dir aufzubauen. Sie macht die Tiefe deines Seins und die Tiefe des Lebens erfahrbar. Und auch wenn diese Erfahrungen nun nicht gleich bei den ersten Meditation auftauchen sollten, so gibt sie jedem Menschen die Erfahrung, der er gerade braucht.

Wirkungen von Meditation

Meditation hat viele positive Effekte)

In empirischen Studien hat man feststellen können, dass Meditation unabhängig davon, ob man das subjektive Gefühl von Stärkung hatte oder nicht, ob man nun mit einen Mögen oder nicht Mögen meditierte, dass es dennoch positive Veränderungen messbar waren. Meditation wirkt auf körperlicher, psychischer und mentaler Ebene.

Manches Mal erlebst du eine tiefe angenehme Stille nach der Meditation, manchmal planst Du den folgenden Tag oder lässt den erlebten an Dir Revue passieren. Manchmal denkst du an die Vergangenheit und kommst auch trotz Anleitung nicht in die Meditation hinein, weil Emotionen und Erinnerungen aufkommen. Das ist auch in Ordnung so, lass es einfach geschehen. Die Anleitungen sind alle sanft und sollen Dich ermutigen, es gibt nichts wovor Du dich fürchten müsstest. Du kannst Dich freuen, dass Du mehr Vertrauen bekommst durch die Meditation. Es sei noch versprochen, dass sich dein Wohlbefinden deutlich steigert, wenn Du Dir die Zeit für tägliche Meditationen nimmst.

Tipps für eine Meditationspraxis

Meditiere jeden Tag. Hier ein paar Tipps:

  • Minimum ist für jeden Tag 3 Minuten, wenn du Anfänger bist solltest du nicht länger als 20 Min. üben. Jede zeit zwischen 3-20 Minuten ist erstmal gut.
  • Du kannst morgens, nachmittags und abends üben. Morgens kommt am wenigsten dazwischen. So zum Beispiel nach dem Aufstehen, setzte dich für ein paar Minuten in Meditation. Oder du meditierst bevor du dich zum Schlafen hinlegst. Oder in der Mittagspause oder gleich wenn ich du von deiner Arbeit kommst. Probiere es aus und das wichtigste ist, meditiere täglich.
  • Da Meditation vom Ablauf her leicht ist: Einfach hinsetzten, Augen schließen, ein paar tiefe Atemzüge und ein Mantra verwenden. Dabei beobachte deinen Geist und alle Empfindungen.
  • Oder du nutzt die Übungsvideos auf der Yoga Vidya Seite.
  • Eine Hausaufgabe habe ich noch für dich. Überlege: „Wann bin ich glücklich“ Was ist überhaupt Glück? Stelle dir jeden Tag die Frage: „Wann bin ich glücklich?“ Beobachte die Momente am Tag an denen du besonders glücklich bist und spüre diese ganz bewusst.

Meditiere also jeden Tag mit der einfachen Mantrameditation und stelle dir öfter die Fragen. „Wann bin ich Glücklich? Was ist Glück?“

Audiovortrag zum Thema Was ist Meditation?

Hier die Tonspur des oberen Vortrags:

Siehe auch

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