Was ist Meditation

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Was ist Meditation? Wozu dient Meditation? Um diese Fragen geht es in diesem Kurzvortrag von und mit Sukadev Bretz. Wer kann Meditation üben? Was gilt es zu beachten bei der Meditation?

Meditation kann jeder lernen

Inhaltsverzeichnis

Meditation: Was, wie und wozu?

Meditation aus Yoga Sicht

- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2020 -

Einführung

Om Namah Shivaya und herzlich willkommen zum vierten Vortrag im Rahmen der großen Vortragsreihe „Yoga Vidya Schulung zur Entwicklung der gesamten Persönlichkeit, das ganzheitliche Yoga Vidya System“. Heute möchte ich darüber sprechen, was Meditation ist, wozu Meditation und wie du meditieren kannst. Dies ist natürlich nur eine Einführung in die Meditation, es gibt weiterhin viele Meditations-Videos von Yoga Vidya und es gibt insbesondere auch den 10-wöchigen Meditationskurs für Anfänger.

Dies ist der vierte Vortrag, zuvor wurde schon gesprochen über:

Meditation spielt überall eine Rolle. Meditation gehört zu den Hauptpraktiken des Yoga. Im ganzheitlichen Yoga nach Yoga Vidya gibt es die folgenden Hauptpraktiken:

Meditation gehört also zu den Hauptpraktiken des Yoga und ein spiritueller Mensch sollte täglich meditieren.

Was ist Meditation?

Was Meditation ist, ist gar nicht so einfach zu erklären. Auf der einen Seite ist Meditation ein Zustand, auf der zweiten Ebene ist Meditation eine Praxis. Als Zustand ist Meditation der Zustand der vollkommenen Gedankenleere, der Zustand der Erfahrung der Einheit. Wenn Gedanken nicht mehr da sind, bei voller Bewusstheit, ist dieser Zustand die wahre Meditation. Dort wollen wir hinkommen.

Meditation als Praxis, im engeren Sinne, heißt, du setzt dich ruhig hin, du hast den Rücken gerade und dann übst du etwas, was deinen Geist zur Ruhe bringt. Es gibt verschiedene Meditationstechniken und es gibt verschiedene Meditationsschritte, bis du schließlich im höchsten Stadium der Meditation landest, in Samadhi.

Zur Meditation gehört, dass du dich vor der Meditation in einen meditativen Zustand hinein begibst, zum Beispiel indem du einen Altar hast, eine Kerzenflamme entzündest oder eine Öllampe, indem du vielleicht vorher andere Praktiken machst, wie Asanas oder Pranayama. Wenn du am Abend direkt meditieren willst, zum Beispiel nach deinem Job, dann kann erst eine Tiefenentspannung hilfreich sein, danach ist dein Geist klar. Manche mögen es auch vor der Meditation etwas zu lesen, Mantras zu singen oder eine Mantra-Meditations-Musik zu hören.

Dann setzt du dich hin. Zum Sitzen gibt es viele Möglichkeiten: Kreuzbeinig, kniend, oder auf einem Stuhl. Im Yoga empfehlen wir besonders die kreuzbeinige Sitzhaltung. Es gibt auch Videos von Yoga Vidya, wo alle Sitzhaltungen beschrieben werden. Die bekanntesten, populärsten Sitzhaltungen sind:

  • Kreuzbeinige Sitzhaltung im Schneidersitz (Sukhasana)
  • Beine voreinander geben (Muktasana)
  • Halber Lotus, wo ein Fuß oberhalb des Oberschenkels ist, der andere unten (Siddhasana)

Für das Sitzen ist es gut ein Kissen zu haben. Es gibt auch Menschen, die ohne Kissen gut sitzen können, die meisten setzen sich auf ein Kissen, an den Rand des Kissens, so dass der Beckenkamm leicht nach vorne kommt. So ist die Doppel-S-Kurve der Wirbelsäule vorhanden. Wenn du dich so hingesetzt hast, ist es wichtig, gerade zu sitzen und die Schultern nach hinten zu geben. Die Hände kannst du entweder falten, übereinander geben oder sie auf die Knie legen, Zeigefinger und Daumen können sich dabei berühren oder die Handflächen sind nach oben oder unten.

Wenn du so ruhig sitzt, hast du den ersten Schritt der eigentlichen Meditation: Asana. Der zweite Schritt der Meditation wäre tief zu atmen: Pranayama, dritter Schritt wäre das Hineinversetzen in einen meditativen Gemütszustand: Pratyahara, zum Beispiel durch eine Affirmation, ein Gebet, Gedanken des Wohlwollens oder der Visualisierung von Licht. Natürlich ist es auch gut einen Meditationsschal zu haben, damit fühlst du dich geborgen und es kann dir helfen zur Ruhe zu kommen. Dann folgt der eigentliche Teil der Meditation, als Dharana bezeichnet, Konzentration. Du wählst ein bestimmtes Meditationsthema, mit dem du meditierst. Da gibt es im Yoga eine ganze Reihe, auf die an anderer Stelle noch eingegangen wird. Wenn du mit der Technik meditierst und in die Tiefe der Meditation gehst, kommst du erstmal in Dhyana, das ist der eigentliche Meditationszustand, wo du anstrengungslos meditierst, eine Bewusstseinserweiterung hast, eine Freude erfährst, eine Liebe erfährst, eine Klarheit des Geistes hast, die irgendwann in Samadhi mündet, in dem überbewussten Zustand.

Diese Stufen der Meditation werden an anderer Stelle genauer besprochen, wenn es um die Ashtangas geht, die acht Stufen des Yoga. Dies hier ist eine Einführung zum Thema Meditation. Wenn du tiefer gehen willst, ist der 10-wöchige Meditationskurs für Anfänger zu empfehlen, es gibt einen mehrwöchigen Mantra Meditationskurs und auch einen Vedanta Meditationskurs, alles als Video-Reihe, wo du noch sehr viel mehr darüber erfahren kannst.

Überblick der Meditationstechniken

Aktive und passive Techniken

Meditationstechniken kann man unterscheiden in sog. passive und aktive Meditationstechniken, wobei passiv nicht bedeutet nichts zu machen und aktiv nicht körperlich aktiv sein bedeutet.

  • Passive Techniken sind die sogenannte Achtsamkeitstechniken, wo du beobachtest, was der Geist von selbst an Gedanken produziert.
  • Bei aktiven Techniken rufst du bewusst bestimmte Geistesinhalte hervor.

Verschiedene Techniken der 6 Yoga Wege

Man könnte auch sagen, dass es in den verschiedenen Yoga Wegen verschiedene Meditationstechniken gibt.

Jnana Yoga

Im Jnana Yoga, dem Yoga des Wissens, gibt es zum einen die reine Beobachtungsmeditation, Sakshi Bhav genannt, das ist eine passive Technik. Im Jnana Yoga kann auch über die Frage meditiert werden „Wer bin ich?“, du kannst dich fragen: „Wer bin ich, woher komme ich, wohin gehe ich?“ und es gibt Techniken, mit denen du diese Frage nicht nur intellektuell stellen kannst. Weiterhin gibt es im Jnana Yoga die Technik der Meditation über einen Ausspruch, die sogenannte Vakya Meditation. Du kannst zum Beispiel meditieren über die Aussage „Meine wahre Natur ist Sein, Wissen, Glückseligkeit“.

Bhakti Yoga

Es gibt auch Bhakti Yoga Meditationstechniken. Bhakti Yoga ist der Yoga der Gottesliebe. Du stellst dir zum Beispiel ein Bild aus der Mythologie vor, das für Gott steht, zum Beispiel kannst du dir Saraswati vorstellen und über die Symbolik nachdenken, oder du stellst dir einen Meister vor und dass der Meister dich segnet. Du kannst dir auch etwas aus der Natur vorstellen, wo du spürst, da ist Gott besonders. Du kannst auch mit einem Gebet meditieren oder mit einem Mantra und dir dabei vorstellen, dass das Mantra eine Anrufung Gottes ist.

Kundalini Yoga

Im Kundalini Yoga, dem dritten Yoga Weg, der Meditationstechniken hat, meditierst du so, dass die Meditation Energien aktiviert und harmonisiert. Du kannst dich auf ein Chakra konzentrieren oder du kannst auch ein Mantra wiederholen. Im Bhakti Yoga ist ein Mantra eine Meditationstechnik um sich an Gott zu wenden; im Kundalini Yoga wiederholst du ein Mantra als ein Wort der Kraft. Wenn du im Kundalini Yoga ein Mantra wiederholst, kannst du es zum Beispiel auch im Herzen wiederholen oder im dritten Auge, indem du dich mit dem Mantra auf ein Chakra konzentrierst, aktivierst du das Chakra und spürst höhere Energien. Es gibt im Kundalini Yoga noch jede Menge Meditationstechniken zur Aktivierung von Prana und zur Harmonisierung der Nadis und Chakras. Da gibt es bei Yoga Vidya eine Reihe Techniken dafür.

Hatha Yoga

Auch im Hatha Yoga gibt es Meditationstechniken, nicht nur die Tiefenentspannung. Eine der Hatha Yoga Tiefentenspannungen, den Bodyscan, bei dem man von unten nach oben durch den Körper durch geht, gibt es auch als Mediationstechnik. Du könntest in der Meditation mit der Aufmerksamkeit von unten nach oben hochgehen, das wäre eine Hatha Yoga Achtsamkeitsübung. Oder du konzentrierst dich auf den Atem, du spürst, wie der Atem ein- und ausströmt, das ist auch eine Hatha Yoga Achtsamkeitsübung, die Atembeobachtung. Es gibt auch Hatha Yoga Meditationstechniken, wo du mit besonderen Mudras oder Atemtechniken eine besondere Wirkung auf die geistige Ruhe hast.

Karma Yoga

Es gibt auch Karma Yoga Meditationstechniken, im Sinne von Maitri Bhava Meditation, die Meditation der liebevollen Güte. Die Ausstrahlung von Liebe für alle Wesen wäre eine Meditationstechnik aus dem Karma Yoga. Eine Karma Yoga Meditation wäre auch, zu überlegen: ‚Was ist meine Aufgabe, was soll ich tun?‘, du würdest beginnen mit einer Frage, würdest dann loslassen und hoffen, dass die Antwort kommt.

Raja Yoga

Besonders ausgefeilt sind die Meditationen im Raja Yoga. Raja Yoga ist der Yoga des Geistes, oft wird auch gesagt, Raja Yoga ist der Yoga der Meditation. Gerade das Raja Yoga hat eine große Menge an Techniken um den Geist zur Ruhe zu bringen.

Meditationstechniken der YV Yogalehrerausbildung

Wenn du bei Yoga Vidya eine Yogalehrer-Ausbildung machst, lernst du die verschiedensten Meditationstechniken kennen. Die wichtigsten Meditationen am Anfang sind:

Einfache Mantra Meditation - Erklärung der Technik

1. Du setzt dich gerade und bewegungslos hin.
2. Du atmest tief ein und aus.
3. Du machst etwas um den Geist zur Ruhe zu bringen, mit einer Affirmation oder Visualisierung.
4. Du lässt den Atem fließen, wie er von selbst fließen will, du wiederholst ein Mantra, wie zum Beispiel Om und danach beobachtest du, was auch immer geschieht.

Diese Technik gehört zu den sogenannten Achtsamkeitsmeditationen, das heißt du beobachtest, was geschieht, du bist neugierig. Bei dieser Art von Meditation gibt es keine gute oder schlechte Meditation, es gibt nur Achtsamkeit, Beobachtung, Akzeptieren und Loslassen.

Anleitung - Einfache Mantra Meditation

Sitze ruhig und gerade, Wirbelsäule aufgerichtet, Schultern entspannt, Kiefergelenke entspannt, Augen entspannt. Atme ein paar Mal tief ein und aus.

Dann singen wir 3x Om, um Körper, Geist und Seele zu Harmonie zu führen.

Richte dich noch mehr auf, vertiefe deinen Atem, atme 3-4 Sek. lang ein, Bauch geht hinaus, atme 3-4 Sek. lang aus, Bauch geht hinein, einatmen, Bauch geht hinaus, ausatmen, Bauch geht hinein.

Beim Einatmen kannst du auch wiederholen: Ich öffne mich. Beim Ausatmen: Ich lasse ganz los. Ich öffne mich. Ich lasse ganz los.

Jetzt lasse den Atem fließen, wie er von selbst fließen will. Atme sanft ein, atme sanft aus. Oder eben so, wie es von selbst geschieht. Der Atem mag langsamer oder schneller werden, tiefer oder flacher.

Verbinde jetzt den Atem mit einem Mantra, wie zum Beispiel Om. Einatmen Om. Ausatmen Om.

Und beobachte dann, was geschieht, während der Atem fließt und während du Om wiederholst. Beobachte, wie der Atem ein und ausströmt, vielleicht spürst du dabei die Bewegung des Bauches. Vielleicht spürst du auch den Temperaturunterschied in den Nasendurchgängen beim Ein- und Ausatmen, beim Einatmen werden die Nasendurchgänge kühl, beim Ausatmen warm.

Vielleicht kommen zwischendurch auch andere Gedanken in den Geist, beobachte sie. Und lasse sie los. So wie der Atem ein- und ausströmt, das Mantra einen Anfang hat und ein Ende, so hat auch jeder Gedanke einen Beginn und ein Ende. Vielleicht spürst du dabei auch ein schönes Gefühl im Herzen, vielleicht siehst du auch Licht in der Stirngegend. Beobachte alles und sei neugierig. Halte an nichts fest. Atem kommt, Atem geht. Mantra kommt, Mantra geht.

Meditiere so weiter während der nächsten 9 Minuten in der Stille.

Stille…

Om, Om, Om.
Lokah Samastah Sukhino Bhavantu.
Mögen alle Wesen Glück und Harmonie erfahren.
Om Shanti, Shanti, Shanti.
Om Bolo Sadguru Sivananda Maharaj Ji Ki Jay
Om Bolo Shri Guru Vishnu-devananda Maharaj Ji Ki Jay

Das waren die einfache Mantra-Meditation und zuvor einige Informationen über Meditation: Zum Abschluss noch ein paar Worte über die Meditation. Meditation ist der Zustand der Ruhe des Geistes bei voller Bewusstheit, Transzendenz. Meditation ist eine Praxis, es gibt viele Arten von Meditation, Meditation hat eine Bedeutung in allen sechs Yoga Wegen.

Wirkung der Meditation

Mediation wirkt, wie alle Yoga-Übungen auf drei Ebenen:

  • 1. Auf der Ebene der Ruhe und der Harmonie des Geistes: Wenn du meditierst, kannst du ruhiger sein. Es gibt so viele Studien, die zeigen, dass Meditation gut gegen alle stressbedingten Probleme gut ist. Meditation ist auch gut für die Psyche: Meditation hilft dir, immer wieder zur Ruhe zu kommen. Eine einfache Weise, dir etwas Gutes zu tun ist, jeden Tag zu meditieren.
  • 2. Meditation ist aber nicht nur da für mehr Entspannung, Harmonie und Ruhe, Meditation hilft auch, dass sich von innen heraus Fähigkeiten und Kräfte aktivieren. Wenn der Geist zur Ruhe kommt, kommt das zum Vorschein, was tiefer in dir ist. Wer regelmäßig meditiert, erfährt mehr seine Talente und Fähigkeiten, erfährt mehr den Ruf der Seele und hat mehr Kraft viel zu bewirken. Es gibt sogar spezielle Meditationstechniken, die dir helfen die höheren Kräfte des Geistes zu aktivieren. Auch darüber wird im Laufe dieses Kurses noch gesprochen.
  • 3. Schließlich ist Meditation eine Praxis um in die Transzendenz zu kommen. Schon die Achtsamkeitsmeditation hilft dir dabei. Du beobachtest den Körper und weißt: Ich bin nicht der Körper. Du beobachtest den Atem und weißt: Ich bin nicht der Atem. Du beobachtest die Gefühle und Gedanken und du weißt: Ich bin nicht die Gefühle und Gedanken. So erfährst du dich selbst als Bewusstsein jenseits von Körper, Energien, Gefühlen, Gedanken. Schon diese einfache Achtsamkeitsmeditation kann dir eine transzendente Erfahrung und Bewusstheit schenken.

Tipp für den Alltag

Meditiere jeden Tag, meditiere im Bewusstsein, es tut dir gut um in Harmonie und Ruhe zu kommen, es hilft dir in deine Kraft zu kommen und es hilft dir das zu erfahren, was du wirklich bist.

Mehr Informationen über Meditation, Yoga, Yogalehrer-Ausbildung, Einführungsseminare und Seminare zu Yoga und Meditation findest du auf unseren Yoga Vidya Internetseiten. Und noch der Hinweis: Es gibt einen 10-wöchigen Meditationskurs für Anfänger, der auch parallel zu diesem Kurs sehr sinnvoll zu praktizieren, üben und erfahren ist.

Video und Audio: Was ist Meditation?

Hier ein Videovortrag von und mit Sukadev Bretz zum Thema: Was ist Meditation?

Dieser Vortrag ist ein Auszug aus dem 1. Kursvideo des 10wöchigen Video Meditationskurses für Anfänger.

Was ist Meditation?

Swami Sivananda: Meditiere. Meditiere, Meditiere

- Ein Vortrag von Sukadev Bretz -

Übersicht:

1. Begriffsbildung
2. Warum Meditation?
3. Was ist Meditation?
4. Schwierigkeiten in der Meditation
5. und wie sie überwunden werden
6. Bewusstseinszustände
7. Wissenschaftliche Untersuchungen – Hirnwellenmessung mittels EEG
8. Techniken
9. Wirkungen
10. Zitate

Zwei Mütter unterhalten sich über ihre erwachsenen Söhne. Die eine sagt: „Mein Sohn hat angefangen zu meditieren.“ Sagt die andere: „Ich weiß zwar nicht, was das ist. Aber es ist auf jeden Fall besser als wenn er rum sitzt und gar nichts tut.“

Begriffsbildung

westliche Terminologie:

  • lateinisch meditatio = das Nachdenken über (früherer Sprachgebrauch)
  • lateinisch medium = die Mitte, nach innen gehen, die Mitte erfahren
  • Begriff von französischem Naturwissenschaftler und Philosoph Descartes (1596-1650) geprägt

östliche Terminologie:

Zur Vereinfachung sagen wir im Westen Meditation (Gedankenwellen beruhigen)

Warum Meditation?

Wissenschaft – Konzentration auf Untersuchung der äußeren Welt

Suche des Menschen nach Glück wird immer wieder enttäuscht – Warum?

  • bestimmte Situationen wiederholen sich immer wieder

Was ist Meditation?

  • kann nicht beschrieben werden – wie einem Blinden Farben nicht beschreibbar sind
  • kann nicht gelehrt werden – sie transzendiert das Denken
  • gewöhnliche Erfahrungen durch Zeit, Raum, Gesetz von Ursache und Wirkung begrenzt
  • im Bewusstsein des „Ich bin“ verschwinden Vergangenheit und Zukunft
  • ist Zustand der entspannten Aufmerksamkeit – wie in den Schlaf hinein fallen
  • Atem und Geist sind für sich autonom – deshalb für Yogi besonders interessant – können aber auch bewusst kontrolliert werden
  • wir können die äußeren Umstände schaffen, aber der Übergang geschieht von selbst
  • Gedankenwellen kommen zur Ruhe
    • Erfahrung „Ich bin Sat Chid Ananda
    • Wissen, nicht der beschränkte Körper oder Geist zu sein
    • sondern Sein, Bewusstsein
    • keine Wünsche nach etwas anderem
    • Erfahrung intensiven Bewusstseins bewirkt tiefe Veränderungen in der Psyche

Schwierigkeiten in der Meditation

Es gilt in der Meditation bewegungslos zu sitzen:

  • Geist hat die Gewohnheit, von einem Objekt zum nächsten zu wandern
  • hat Fähigkeit verloren, im Hier und Jetzt zu sein
  • der Geist versucht ständig, der Gegenwart zu entfliehen und auszuweichen
  • Verbindung Körper und Geist – Ruhelosigkeit, nicht still sitzen können, Geist will sich nicht nach innen wenden
  • ist wie ein wildes Tier das gezähmt werden muss (BG, Kap. 6, Vers 34, 35)

Das Leben kann nur in der Gegenwart gelebt werden!

Wenn wir uns entschlossen haben zur Meditation:

  • kommen Erinnerungen, Phantasien, Wünsche, Gefühle, Emotionen
  • Unreinheiten manifestieren sich als körperliche und geistige Unannehmlichkeiten
  • Technik beginnt zu arbeiten und der Eiter kommt aus der Wunde
  • niemand anderes kann das für uns tun

Samskaras sind wie Rillen einer Schallplatte:

  • Gedankenwellen werden gewohnheitsmäßig (Zum Beispiel: Torte, Eis, Zigaretten)
    • Schokoladentorte im Schaufenster der Konditorei, Impuls nachgegeben
    • jeden Dienstag und Donnerstag kommen wir vorbei und gehen wieder rein
    • wir nehmen einen Umweg in Kauf
    • fühlen uns nicht gut, wenn der Laden geschlossen ist
    • aus Geistesblitz wird Kraft in unserem Leben
  • wir identifizieren uns, reagieren auf äußere Welt und sind darin gefangen

MayaUnwissenheit

Wie können sie überwunden werden?

  • Wurzel des Problems liegt nicht in äußeren Objekten, sondern im Inneren
    • Zufriedenheit rührt von der Einstellung der äußeren Welt gegenüber her – nicht von Objekten
      • „Wenn ich dieses Auto haben würde.“
      • „Wenn ich dort leben würde.“
      • „Wenn ich diese Arbeit bekommen würde.“
    • äußere Dinge sind vergänglich und bringen keine dauerhafte Zufriedenheit
  • Körper, Sinne und Intellekt sind begrenzte, endliche Instrumente
  • Sinneswahrnehmung ist falsche Erkenntnis, Intuition ist wirkliche Erkenntnis
  • nur die Intuition ist fähig, in die Unendlichkeit vorzudringen
    • wir stehen vor der Herausforderung, die innere Welt zu kontrollieren, um diese Instrumente zu reinigen und höheres Bewusstsein zu erfahren
  • was als Problem erscheint ist in Wirklichkeit ein Fortschritt in der Meditation
    • freier Wille existiert, wenn wir ihn nutzen, um aus Gewohnheiten auszubrechen
    • Geist wieder und wieder zum Meditationsobjekt zurückbringen – ohne Druck
    • Spiel des Geistes beobachten, um sich der Gewohnheiten bewusst zu werden, sie zu durchbrechen und das Selbst zu erkennen
  • Geist nach innen richten – durch bestimmte Technik
    • ruhige Sitzstellung, Geist sammeln, Sinne zurückziehen, Atem wird ruhiger

Die drei Bewusstseinsstufen

  • das Meditationsobjekt ist die Technik, um zum überbewussten Zustand zu kommen
  • zur Erfahrung: „Ich bin der schweigende Zeuge der drei Stufen des Bewusstseins.“
  • der nächstliegende analoge Zustand ist der Tiefschlaf jenseits Zeit, Raum, Kausalität
  • in der Meditation kommt die Bewusstheit hinzu

In welchem Zustand seid ihr jetzt? – Was kennzeichnet diesen Zustand?

  • Meister sprechen von zwei Todesflüssen, die bei vollem Bewusstsein zu überqueren sind
    • Übergang Körperbewusstsein – Traumbewusstsein (Körperbewusstsein hört auf)
    • Übergang Traumbewusstsein – Tiefschlaf (Identifikation hört auf, Ich bin nicht mehr Ich – Angst vorm Tod)

Veranschaulichung anhand des Symbols von Om, das alle Trinitäten verkörpert

Drei Bewusstseinsstufen

Hirnwellenmessung mit dem EEG

  • Zustände stehen in Verbindung mit neurologischer Änderung des Hirnwellenmusters
  • kann man messen mit dem Elektroenzeophalogramm (EEG)
  • Alpha Zustand ist zwischen Wachzustand und Traumbewusstsein
    • kurz vorm Einschlafen und nach Aufwachen (Tiefenentspannung)
    • entspannt, in Frieden – aber achtsam und bei Bewusstsein
    • Ziel ist es die kurze Zeit der Bewusstheit auszudehnen
Bewusstseinskuchen - Überlagerung der Ebenen

Bewusstseinskuchen - Überlagerung der Ebenen

  • Theta überlagert Beta
    • alles im Wachzustand Erfahrene wird im Traum überarbeitet
  • Delta überlagert Theta und Beta
  • Alpha überlagert alle
    • in allen Zuständen ist es möglich, achtsam, entspannt und bewusst zu sein

Techniken

  • nicht jede Technik ist für jeden geeignet
  • man kann die Techniken einteilen

Nach Reizen

  • Licht, Musik, Tanz (Sufismus, Naturvölker), Gehen (Jakobsweg)
  • körperliche Tätigkeit, Arbeit
  • Yoga, Kampfkunst, ecetera.
  • Sexualität
  • psychoaktive Pflanzen (Weihrauch)
  • Drogen (Cannabis, …)

Konkret - Abstrakt

  • Saguna – konkrete Meditation über möglichst neutrale Gestalt oder Gegenstand
    • für Anfänger besser geeignet
    • möchte den Geschmack von Honig erfahren
    • hält sich von Verschmelzung mit Objekt zurück
  • Nirguna – abstrakte Meditation über das Selbst, über Idee oder Begriffe wie Liebe, Schönheit
    • verschmilzt mit dem Honig und wird selbst zum Honig

Nach Aktivität

Meditationstechniken nach Aktivität

Wirkungen

Wirkungen treten unabhängig davon auf, ob man das Gefühl hat „gut“ oder „nicht gut“ zu meditieren.

Physisch:

Geistig - Energetisch:

  • Veränderungen in Gehirn und Nervensystem
  • neue Ströme, Kanäle, Schwingungen und Zellen werden geformt
  • leistungsfähiger, stressresistenter
  • Geist wird ruhiger, klarer, konzentrierter, beständiger
  • umgänglicher, emotionale Ungleichgewichte ausgeglichen
  • erhöhte Kreativität und Leben den Talenten entsprechend
  • Kontakt zur inneren Stimme – innere Führung, intuitives Wissen
  • negative Verhaltensmuster gelöst und durch neue, positive ersetzt
  • anziehende Ausstrahlung

Spirituell:

  • Erweiterung des Bewusstseins
  • Erweckung schlafender Fähigkeiten
  • Selbsterkenntnis
  • Gefühl tiefe Wonne
  • neue Denkweise, neue Sicht des Universums, Vision der Einheit
  • Gefühl der Verbundenheit mit allen Wesen
  • Transzendierung von Körper und Geist – befreit von Todesfurcht
  • Erfahrung der Einheit, Erfahrung Gottes, Verschmelzung von individuellem und kosmischem Bewusstsein

Zitate

Swami Vishnu-devananda - Mantras und Meditation - (S.53)

„Wo auch immer man hinwandern mag, von den niedersten zu den erhabensten Orten, der Geist ist nirgends wahrhaft zufrieden, außer im Inneren, wenn er sich von der Welt zurückzieht und die innere Stille berührt.“

Hermann Hesse - Das Glasperlenspiel - (S. 109)

"Je mehr wir von uns verlangen, oder je mehr unsre jeweilige Aufgabe von uns verlangt, desto mehr sind wir auf die Kraftquelle der Meditation angewiesen, auf die immer erneute Versöhnung von Geist und Seele. Und - ich wüsste noch manche Beispiele dafür - je intensiver eine Aufgabe uns in Anspruch nimmt, uns bald erregt und steigert, bald ermüdet und niederdrückt, desto leichter kann es geschehen, dass wir diese Quelle vernachlässigen, sowie man beim Verbohrt sein in eine geistige Arbeit leicht dazu neigt, den Körper und seine Pflege zu vernachlässigen. Die wirklich großen Männer der Weltgeschichte haben alle entweder zu meditieren verstanden oder doch unbewusst den Weg dorthin gekannt, wohin Meditation uns führt. Die andern, auch die begabtesten und kräftigsten, sind alle am Ende gescheitert und unterlegen, weil ihre Aufgabe, oder ihr ehrgeiziger Traum, so von ihnen Besitz ergriff, sie so besaß und zu Besessenen machte, dass sie die Fähigkeit verloren, sich immer wieder vom Aktuellen zu lösen und zu distanzieren. Nun, du weißt dies ja, man lernt es ja schon bei den ersten Übungen. Es ist unerbittlich wahr. Wie unerbittlich wahr es ist, sieht man erst, wenn man den Weg einmal verloren hat."

Swami Sivananda - Göttliche Erkenntnis – Der Vorgang der Meditation - (S.20)

"Es gibt keine Erkenntnis ohne Meditation. Der Strebende durchforscht seine eigene Seele. Die Wahrheit wird manifest.

Durch regelmäßige Meditation wächst du allmählich an Spiritualität. Die göttliche Flamme wird immer heller.

Meditation bringt Dir allmählich das ewige Licht und Intuition. Durch beständiges Üben von Konzentration und Meditation wird der Geist so durchsichtig und klar wie ein Kristall. Der Lärm des Strebens nach weltlichen Dingen wird umso leiser, je mehr man nach innen geht.

Es gibt Gesetze auf der neuen Ebene. Die Musik ist anders. Die Melodie ist sehr lieblich. Es herrscht ein ständiges Durchdrungensein von etwas Besserem.

Der Glanz spirituellen Erwachens verändert die Sicht, und man sucht hingebungsvoll nach dem, was wirklich dauerhafte Freude und auf lange Sicht Frieden bringt. Dadurch verringert sich auch das Streben nach materiellen und unmittelbaren Vorteilen.

Meditation führt mehr und mehr nach innen, vom Grobstofflichen zum Feinen, vom Feinen zum Feineren, vom Feineren zum Feinsten, dem höchsten Geist.

Wenn das Körperbewusstsein durch Meditation über den Herrn transzendiert wird, ist universelle Herrschaft erreicht. Alle Wünsche sind erfüllt.

Meditation ist der einzige richtige königliche Weg zur Erlangung von Unsterblichkeit und ewiger Wonne. Frieden und Wonne findet man nicht in Büchern, Kirchen oder Klöstern. Sie werden verwirklicht, wenn die Erkenntnis des Atman dämmert.

Warum viele Bücher lesen? Es hat keinen Sinn. Das große Buch ist in deinem Herzen. Schlage dieses unerschöpfliche Buch auf, die Quelle allen Wissens. Du wirst alles erfahren.

Schließe die Augen. Ziehe die Sinne zurück. Beruhige den Geist. Bringe die sprudelnden Gedanken zum Schweigen. Glätte die Wellen des Geistes. Tauche tief in den Atman, das Selbst, die höchste Seele, das Licht der Lichter, die Sonne der Sonnen. Alles Wissen wird sich dir enthüllen. Alle Zweifel werden verschwinden. Alle geistigen Qualen werden aufhören. Alle heißen Diskussionen und hitzigen Debatten werden enden. Einzig und allein Frieden und Jnana werden zurückbleiben.

Alle Namen und Formen verschwinden in tiefer Meditation. Es herrscht das Bewusstsein unendlichen Raumes. Auch dieses vergeht. Es entsteht ein Zustand des Nichts. Mit einem Mal dämmert die Erleuchtung auf, Nirvikalpa Samadhi."

Was ist Meditation?

Buddha-Meditation-Lotussitz.jpg

Meditation besteht im Wesentlichen daraus, dass Du Dich mit geradem Rücken hinsetzt, Dich innerlich entspannst und dann Deinen Geist auf etwas Positives richtest. Indem Du Deinen Geist erfüllst mit etwas Positivem und das ganz entspannt machst, steigerst Du Deine Bewusstheit und dann dehnt sich Dein Bewusstsein aus zu einem Zustand von reinem Gewahrsein, schließlich zu einem ein Zustand jenseits aller Gedanken, einem Zustand der Verbundenheit, einem Zustand der Einheit.

Das positive Denken kannst Du ganz besonders kultivieren, wenn Du täglich Meditation übst. Meditation ist eine einfach zu übende Praxis, etwas, was Du überall machen kannst und etwas, was Dir immer wieder neue Kraft und Positivität schenken kann.

Wozu Meditation?

Wie das ganze Hatha Yoga hilft Meditation zur Entspannung, verhilft Dir zu mehr Energie, hilft Dir bewusster zu werden usw. Aber gerade die Meditation gibt Dir Zugang zu höheren Bewusstseinsebenen und aus diesen höheren Bewusstseinsebenen findest Du tiefer zu Dir, Du erfährst mehr, was in Dir steckt, Du erfährst mehr, worum es letztlich im Universum geht und Du hast diese wunderbare Erfahrung von Einheit, Verbundenheit, nach dem alle Menschen bewusst oder unbewusst streben.

Gerade im Jnana Yoga, dem philosophischen Yoga, im Jnana Yoga wird gesagt: „Unsere wahre Natur ist Satchidananda.“

  • Chid, Bewusstheit und Wissen, heißt, „Alles Wissen ist in uns“. Wenn es Dir gelingt, wirklich tief nach Innen zu gehen oder den Geist ruhig zu machen und Dich zu verbinden mit der kosmischen Weisheit, dann weißt Du, wer Du wirklich bist und Du weißt über die Essenz aller Dinge.
  • Ananda ist Deine wahre Natur. Ananda heißt „Freude“. Ananda heißt „Wonne“. Ananda heißt „Glückseligkeit“. Wenn Dein Geist sehr ruhig ist und wenn Deine Bewusstheit erweitert ist, erfährst Du diesen Zustand von Freude, von Liebe, von Einheit, Verbundenheit. Dies ist erreichbar, es ist für jeden Menschen erreichbar, mindestens in ein paar Momenten. Es ist sogar möglich, dauerhaft aus diesem Bewusstseinszustand heraus zu leben. Ein paar Sekunden dieses meditativen Zustandes helfen schon wirklich, Zugang zu finden zu diesen Quellen.

Meditation wird Dich natürlich nicht gleich ins Überbewusstsein und ins kosmische Bewusstsein führen. Zu Anfang heißt Meditation, dass Du entspannst, dass Du bewusster bist, in einen Zustand des Gewahrseins kommst, und das alleine hilft schon für Entspannung. Wenn Du so mehr entspannst, wie Du es schon vom Hatha Yoga her kennst, dann spürst Du in Dir Kraft hochkommen, dann spürst Du die Energie, die vielleicht irgendwo blockiert war, sich öffnen. Du spürst, wie Du Ruhe bekommst und anschließend hast Du viel Positivität.

Sitzhaltung für die Meditation - Was ist Meditation?

Meditation Bewusstheit.jpg

Meditation ist ganz einfach: Du setzt Dich hin, mit geradem Rücken. Dann wählst Du ein Meditationsthema. Du meditierst damit und bist dann neugierig, was dabei passiert. Du kannst meditieren am Anfang oder am Ende einer Hatha Yogastunde. Du kannst meditieren zwischendurch. Du kannst meditieren nach dem Aufstehen oder auch beim Einschlafen oder vor dem Schlafengehen.

Wenn Du Meditation am Morgen übst, dann wird Dein ganzer Tag geprägt sein von dieser Erfahrung von Freude, Energie und Kraft und Bewusstheit. Wenn Du meditierst am Abend, vor dem Einschlafen, dann kannst Du sehr viel besser schlafen, auch Deine Träume werden schöner sein. Du wirst Dich mehr in Harmonie mit Dir fühlen und am nächsten Morgen wirst Du mit viel mehr Kraft aufwachen und gleich von Anfang an mit Positivität gefüllt sein.

Wenn Du Meditation zwischendurch am Tag übst, dann kannst Du immer wieder neue Kraft ansammeln. Wie gesagt, Du kannst meditieren bei Dir zu Hause, auf dem Bett oder auf Deiner Yoga-Matte. Du kannst aber auch meditieren z.B. im Zug oder im Wartezimmer eines Arztes oder auch als kleine Pause auf längeren Autofahrten, wenn Du Dich irgendwo hinstellst mit dem Auto, und Du kannst Dich einfach gerade hinsetzen und ein paar Minuten meditieren. Schon 2, 3, 4 Minuten von Meditation kann eine ganze Menge ausmachen. Ein Gramm Praxis ist besser als Tonnen von Theorie, und deshalb kannst Du das jetzt gleich ausprobieren.

Wenn Du noch nicht gut sitzt, setze Dich hin, auf ein Kissen oder auf einen Stuhl. Setze Dich so hin, dass Deine Wirbelsäule gerade ist, dass Dein Becken leicht nach vorne gekippt ist, dass also die natürliche Lendenkrümmung erhalten bleibt. Achte darauf, dass Deine Schultern nach hinten und unten gehen. Stelle Dir vor, Dein Kopf geht etwas weiter nach oben, Nacken ist gerade, Schultern entspannt. Du kannst die Hände entweder falten oder übereinander legen oder Du kannst die Handrücken auf die Knie oder Oberschenkel geben, Daumen und Zeigefinger berühren sich oder Du kannst auch die Handflächen nach unten geben. Handhaltungen haben auch einen gewissen Einfluss auf Deine geistige Verfassung. Wenn Du also jetzt Deine Handhaltung gefunden hast, wenn Du Deine Sitzhaltung gefunden hast, kannst Du vielleicht noch mal ein bisschen die Schultern bewegen, nach vorne, nach hinten oder nach rechts, nach links etwas drehen, um Dich noch mal zu vergewissern, dass Du schön und angenehm sitzt. Dann bist Du wieder aufgerichtet und dann schließe die Augen.

Schritte in die Meditation - Was ist Meditation?

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  • Der erste Schritt der Meditation nennt sich Asana. In diesem Kontext heißt Asana „Ruhige Sitzhaltung“.
  • Der zweite Schritt der Meditation nennt sich Pranayama. In diesem Kontext heißt Pranayama „Atmung, tiefe Atmung“, um so das Prana, die Lebensenergie zum Fließen zu bringen. Atme 3 bis 4 Sekunden lang ein, atme 3 bis 4 Sekunden lang aus. Beim Einatmen geht der Bauch hinaus, beim Ausatmen geht der Bauch hinein. Atme ein und atme aus. Atme so tief weiter.

Diese mündet irgendwann in Dhiana, den meditativen Gemütszustand, charakterisiert durch Wonne, Ausdehnung, Ruhe des Geistes. Stille erfolgt in dem letzten Schritt der Mediation, Samadhi, das Überbewusstsein, das reine Gewahrsein, die reine Gewahrsamkeit, bei Stille des Geistes, Verbundenheit mit dem Unendlichen. Die letzten beiden Schritte kommen, wenn Du dafür bereit bist. Das kann manchmal sofort passieren, meistens dauert es Wochen, Monate oder Jahre. Aber schon Dharana, dieser konzentrierte, entspannte Gemütszustand kann Dir viel Nutzen bringen.

Was ist Meditation? Wozu ist Meditation gut? Welche Aspekte der Meditation gilt es zu wissen? Darüber spricht Sukadev in diesem kurzen Vortrag. Meditation hat viele Gesichtspunkte. Sukadev spricht hier vom Yogastandpunkt aus - und ermutigt dich, die Meditation auszuprobieren.

Dieser Kurzvortrag ist ein Auszug aus einem der Videos des 10-wöchigen Yoga Vidya Yogakurses für Anfänger http://mein.yoga-vidya.de/yoga-anfaengerkurs-video.

Yoga systematisch lernen https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/wie-lerne-ich-yoga/yoga-meditation-einfuehrungsseminar/.

Verzeichnis von Yogaschulen, Yogazentren, Yogalehrer https://www.yoga-vidya.de/center/

Was ist Meditation?

Was ist Meditation? Das Wort kommt vonm lateinischen Medium = Mitte, meditare= aufrichten. Sie existiert in spirituellen Kulturen. Meditation kann aber auch ohne spirituellen Hintergrund geübt werden. Es geht darum den Geist zu Ruhe bringen und den Geist zu fokussieren. Um Achtsamkeit gefolgt von einen Zustand jenseits des Denkens und Fühlens. Die Tiefe der Meditation ist ein Akt der Bewusstheit ohne einen Gedankeninhalt. Meditation ist ein Zustand in den Du hineinfällst, so wie in den Schlaf. Wie geschieht es, dass Du in den Tiefschlaf fällst?

Effekte von Meditation

Wenn Du dann aus der Meditation wieder heraus kommst, bist Du mit Freude, Kraft, Inspiration und mehr Gelassenheit für den ganzen Tag aufgeladen. Wir brauchen Meditation um ein Leben mit Energie, Freude und genug Abstand zum Alltag zu führen. Auch um mit all den Menschen, die dir täglich begegnen gelassen und freundlich um gehen zu können, ohne Dich dafür zusätzlich anzustrengen.

Wobei Meditation helfen kann

Meditation hilft bei allen möglichen Beschwerden des Körpers, so wie bei Migräne, bei Rückenschmerzen, chronischen Schmerzen, Asthma, Verdauungsbeschwerden, stärkt die Selbstheilungskräfte und auch vor geplanten Operationen. Bei regelmäßiger Anwendungen, kann Meditation die Struktur im Gehirn verändern. Auch die Emotionskontrolle wird durch Meditation erleichtert. Menschen die meditieren, sind ihren Stimmungen nicht mehr so ausgeliefert. Kreativität und Gelassenheit werden etabliert und ein dauerhaft freudiges und gelassenes Leben ermöglicht.

Zum Yoga gehört Meditation, um neben Flexibilität und Kraft eben auch die geistige Klarheit und Kraft sowie Entscheidungsfähigkeit auf zu bauen. Freude und Energie, statt Depression und Burnout. Zusätzlich hat Meditation eine spirituelle Dimension und hilft Dir, in die Tiefe deines Wesens zu gehen und Verbundenheit mit anderen zu erfahren. Meditation kann Dir helfen einen Bezug zum Göttlichen in Dir oder auch außerhalb, bzw. überhalb von dir aufzubauen. Sie macht die Tiefe deines Seins und die Tiefe des Lebens erfahrbar. Und auch wenn diese Erfahrungen nun nicht gleich bei den ersten Meditation auftauchen sollten, so gibt sie jedem Menschen die Erfahrung, der er gerade braucht.

Wirkungen von Meditation

Meditation hat viele positive Effekte)

In empirischen Studien hat man feststellen können, dass Meditation unabhängig davon, ob man das subjektive Gefühl von Stärkung hatte oder nicht, ob man nun mit einen Mögen oder nicht Mögen meditierte, dass es dennoch positive Veränderungen messbar waren. Meditation wirkt auf körperlicher, psychischer und mentaler Ebene.

Manches Mal erlebst du eine tiefe angenehme Stille nach der Meditation, manchmal planst Du den folgenden Tag oder lässt den erlebten an Dir Revue passieren. Manchmal denkst du an die Vergangenheit und kommst auch trotz Anleitung nicht in die Meditation hinein, weil Emotionen und Erinnerungen aufkommen. Das ist auch in Ordnung so, lass es einfach geschehen. Die Anleitungen sind alle sanft und sollen Dich ermutigen, es gibt nichts wovor Du dich fürchten müsstest. Du kannst Dich freuen, dass Du mehr Vertrauen bekommst durch die Meditation. Es sei noch versprochen, dass sich dein Wohlbefinden deutlich steigert, wenn Du Dir die Zeit für tägliche Meditationen nimmst.

Tipps für eine Meditationspraxis

Meditiere jeden Tag. Hier ein paar Tipps:

  • Minimum ist für jeden Tag 3 Minuten, wenn du Anfänger bist solltest du nicht länger als 20 Min. üben. Jede zeit zwischen 3-20 Minuten ist erstmal gut.
  • Du kannst morgens, nachmittags und abends üben. Morgens kommt am wenigsten dazwischen. So zum Beispiel nach dem Aufstehen, setzte dich für ein paar Minuten in Meditation. Oder du meditierst bevor du dich zum Schlafen hinlegst. Oder in der Mittagspause oder gleich wenn ich du von deiner Arbeit kommst. Probiere es aus und das wichtigste ist, meditiere täglich.
  • Da Meditation vom Ablauf her leicht ist: Einfach hinsetzten, Augen schließen, ein paar tiefe Atemzüge und ein Mantra verwenden. Dabei beobachte deinen Geist und alle Empfindungen.
  • Oder du nutzt die Übungsvideos auf der Yoga Vidya Seite.
  • Eine Hausaufgabe habe ich noch für dich. Überlege: „Wann bin ich glücklich“ Was ist überhaupt Glück? Stelle dir jeden Tag die Frage: „Wann bin ich glücklich?“ Beobachte die Momente am Tag an denen du besonders glücklich bist und spüre diese ganz bewusst.

Meditiere also jeden Tag mit der einfachen Mantrameditation und stelle dir öfter die Fragen. „Wann bin ich Glücklich? Was ist Glück?“

Audiovortrag zum Thema Was ist Meditation?

Hier die Tonspur des oberen Vortrags:

Siehe auch

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