Nirvikalpa Samadhi

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Nirvikalpa Samadhi (Sanskrit: निर्विकल्पसमाधि nirvikalpa-samādhi m.) ist Samadhi ohne Dualität, Verwirklichung der Einheit, höchster überbewusster Zustand. Dieser Samadhi bedeutet permanente Einswerdung mit dem Paramatma (oder Dharmakaya). Das Ich des Jivatman spielt nur noch eine Nebenrolle (Nirvana). Darüber hinaus gibt es viel höhere Entwicklungen zum Sadashiva und eventuell noch weiter.

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Nirvikalpa Samadhi निर्विकल्पसमाधि nirvikalpa-samādhi Aussprache

Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Nirvikalpa Samadhi, निर्विकल्पसमाधि, nirvikalpa-samādhi ausgesprochen wird:

Swami Sivananda über Nirvikalpa Samadhi

Auszüge aus dem Buch „Samadhi Yoga“ von Swami Sivananda

Verschiedene Formen von Nirvikalpa Samadhi

Jener ruhige Geisteszustand, der wie eine unbewegte Flamme an einem Ort ohne Windhauch ist, wo man kraft völligen Aufgehens in der Erkenntnis des eigenen wahren Selbst (Brahman) vollkommen unberührt von Dingen und Klängen ist, wird Antar Nirvikalpa Samadhi genannt.

Durch das Üben und Erleben der oben genannten zwei Arten von Samadhi, jenem beständigen Geisteszustand, der sich durch die Erfahrung der Wonne (wie ein Ozean ohne Wellen) einstellt, wird als die dritte Art von Samadhi bezeichnet, als Bahir Nirvikalpa Samadhi. Man sollte sich immer in einem dieser sechs Samadhi aufhalten. Durch diese Samadhis wird sich die Identifizierung mit dem Körper auflösen und man erkennt das Höchste Selbst und der Geist ist immer in Samadhi, an welchem Ort man auch immer sein mag und auf welche Art von Gegenstand der Geist auch immer ausgerichtet wird.

Wenn der Samadhi mit dem Klang „Ich bin Brahman - Aham Brahma Asmi (Aham Brahmasmi)“ verbunden wird, ist das Sabdunavid. Wenn er nicht mit dem Klang von „Aham Brahma Asmi“ verbunden wird, ist es auch Sabdunavid.

Im Nirvikalpa Samadhi ist der Geist auf den Advitiya Brahman geheftet, ohne jegliche Triputi, d.h. ohne einen Gedanken von Wissendem, Wissen und Wissbarem, und es geschieht ohne ein Erkennen von einem Subjekt und Objekt. Savikalpa Samadhi ist ein Mittel (Sadhana), um ein Ziel zu erreichen - Nirvikalpa Samadhi ist die Frucht, das Ergebnis.

Nirvikalpa Samadhi kommt in zwei Arten: Advaita Brahmanurupa Samadhi ist Vritti Sahita. Brahmakara Vritti ist hier gegenwärtig. Advaita Avastharupa Samadhi ist der Vritti Rahita. Hierbei vergeht Brahmakara Vritti. Advaita Bhavanarupa Samadhi ist Sadhana (Mittel), um ein Ziel zu erreichen. Advaita Avastharupa Samadhi ist das Ergebnis, die Frucht.

Copyright Divine Life Society

Samadhi

Im Samadhi verliert das Bewusstsein sich selbst und identifiziert sich mit dem Gegenstand der Meditation. Eins werden Meditation und der Gegenstand der Meditation, Anbetender und der Gegenstand der Anbetung, Denker und Gedanke. Subjekt und Objekt, Ich (Aham) und Dies (Idam) , Sehender (Drik) und Gesehenes (Drisha), Erfahrender und Erfahrung verschmelzen. Das Licht (Prakasha) und der Gedanke (Vimarsha) gehen ineinander auf.

Einheit, Identität, Gleichheit, Einssein sind die charakteristischen Merkmale des Samadhi ohne Formen oder Attribute (Nirvikalpa Samadhi).

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Zwei Arten von Nirvikalpa Samadhi

Es gibt zwei Arten von Nirvikalpa Samadhi: In der einen erblickt der Mensch, der durch Erkenntnis (Jnana) zu Gott hinfindet, die ganze Welt im eigenen Inneren, als Bewegung von Gedanken, als Art des Seins, des eigenen Daseins. So sieht er Brahma, der in Brahman (Svarupa Visranti) ruht, sieht das Weltall in sich selbst als eigenen Gedanken (Sankalpa).

Das gleiche erfährt der Jnana Yogi. Es ist der höchste Zustand der Selbstverwirklichung, der Zustand von Krishna und Dattatreya, von Shri Shankara, Jnanadeva und anderen. »Sich selbst in allen Wesen sieht und alle Wesen auch in sich, Wer so sein Selbst in Andacht übt und Alles schaut gleichmütig an« (Bhagavad Gita 6, 29).

Der Mensch, der Selbstverwirklichung noch nicht er- reichte, sieht infolge seiner Unwissenheit (Avidya) die Welt als etwas Äußeres, Unterschiedenes und Abgesondertes an. Bei der zweiten Art des Nirvikalpa Samadhi löst die Welt sich auf, und der Jnana Yogi ruht im Reinen Brahman ohne Attribute (Shuddha Nirguna Brahman), wie das Gleichnis von dem Strick und der Schlange (Rajju Sarpa Nyaya) zum Ausdruck bringt. Gibt der Raja Yogi Samadhi in der Dualität (Savikalpa) auf, trifft er sich im Samadhi ohne Dualität (Nirvikalpa) mit dem Jnana Yogi in der Erkenntnis des Brahman (Brahmakara Vritti).

Allen diesen Namen und Formen liegt eine lebendige, universale Kraft oder Intelligenz zugrunde, die ohne Form ist. Über sie zu meditieren, ist eine elementare Methode der Meditation ohne Formen, die zur Erfahrung absoluter Erkenntnis ohne Attribute (Nirguna) führen wird, zu Gott ohne Form (Nirakara).

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Meditationsübung zum Erreichen von Nirvikalpa Samadhi

Setze dich in den Lotussitz (Padmasana) und konzentriere dich auf die Luft. So wirst du den namen- und formenlosen Brahman, die eine lebendige Wahrheit, erfahren. Meditiere - eine andere Form der Meditation ohne Attribute (Nirguna) - über ein unendliches, erhabenes Leuchten (Param , Ananta, Akhanda, Jyotish) hinter allen Erscheinungen, das so hell erstrahlt wie der Glanz vieler Millionen von Sonnen, oder konzentriere dich und meditiere über den grenzenlosen Himmel. Auch das ist eine Art der Meditation ohne Formen (Nirakara).

Bei all diesen Methoden kennt das konzentrierte Bewusstsein keinen Gedanken an bestimmte Formen mehr, sondern beginnt, langsam in das Meer des Friedens zu versinken, sich von seinen verschiedenen Inhaltsformen zu befreien und feinstofflicher zu werden.

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Sukadev über Nirvikalpa Samadhi

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Nirvikalpa Samadhi

"Sama" heißt Ruhe, Beruhigung. Samadhi, der Zustand vollkommener Ruhe, damit auch vollkommener Freude. Von Samadhi gibt es zwei Arten: Es gibt Savikalpa Samadhi und Nirvikalpa Samadhi. Bei Savikalpa Samadhi ist noch eine Dualität da, es ist noch eine Erkenntnis da, die nicht die höchste Erkenntnis ist. Savikalpa Samadhi bringt Siddhis, außergewöhnliche Fähigkeiten, bringt Prajna, was auch direktes Wissen ist. Aber es ist eben noch nicht das Wissen des Unendlichen. Daher gibt es nach Savikalpa Samadhi noch Nirvikalpa Samadhi.

Nirvikalpa Samadhi, der Samadhi jenseits aller Dualität, Samadhi, ohne jeglichen Gedanken, Samadhi führt zu Moksha, zur Befreiung, Samadhi führt zu Atman Jnana, zur Erfahrung des höchsten Selbst, insbesondere, wenn es Nirvikalpa Samadhi ist. Es gilt, danach zu streben. Patanjali sagt, dass Asamprajnata Samadhi – was das gleiche ist wie der Vedanta-Begriff „Nirvikalpa Samadhi“ – schnell kommt für jemanden, der den intensiven Wunsch danach hat.

Ist das intensiven Streben, die Sehnsucht nach der höchsten Befreiung, in Verbindung mit der Bereitschaft, dafür etwas zu tun, ist das sehr intensiv, dann wirst du Samadhi noch in diesem Leben erreichen. Daher ist es gut, danach zu streben. Es ist auch immer wieder gut, sich bewusst zu machen, dass es wirklich wünschenswert ist. Menschen machen alles Mögliche, sie rennen allem Möglichen hinterher. Sie denken, mehr Geld macht sie glücklich, oder ein größeres Haus macht sie glücklich, oder ein Umzug macht sie glücklich usw. Es mag sein, dass unterschiedliche karmische Situationen erfordern, dass man sein Leben neu ausrichtet, das ist natürlich so.

Nur, glücklich wirst du erst dann, wenn du deine Gedanken, Emotionen, Gefühle, Vorstellungen, Identifikationen transzendiert hast. Daran zu arbeiten, das ist es wert. Und es ist auch wert, immer mehr dich von einzelnen Identifikationen zu lösen. Patanjali beschreibt im zweiten Kapitel das System der Kleshas und sagt letztlich, alles Leiden hängt mit deinen eigenen Geisteszuständen zusammen. Aus Avidya, aus Unwissenheit, folgt Identifikation. Aus Identifikation folgt Mögen und Nicht-Mögen. Daraus kommen die verschiedenen Ängste und alle anderen Emotionen.

So ist es gut, jenseits der Ängste zu gehen, überwinde Mögen und Nicht-Mögen, überwinde alle Identifikationen, und komme dann zum höchsten Wissen. Und das höchste Wissen erreichst du, sei es durch Jnana, durch Erkenntnis, indem du immer wieder dir überlegst: „Wer bin ich?“ Du kannst es erreichen durch Bhakti, indem du deinen Geist ganz auf Gott ausrichtest. Und du kannst es erreichen, indem du systematisch deinen Geist zur Ruhe bringst, wie im Raja Yoga, und dann bewusst Asamprajnata Samadhi erfährst, Nirvikalpa Samadhi, und das ist dann gleichbedeutend mit Para Bhakti und mit Atman Jnana.

Siehe auch

Weblinks

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