Eigenschaftsmeditation

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Eigenschaftsmeditation Diese Meditationsform ist eine Meditation, mit der du bei regelmäßiger Übung eine Eigenschaft in dir stärker werden lassen kannst. so kannst du z.B. folgende Eigenschaften entwickeln: Mut, Willenskraft, Geduld, Gleichmut, Nachsicht, Beständigkeit, Ausdauer, Flexibilität, Mitgefühl.

Diese Meditation ist am wirksamsten, wenn du sie mindestens 1 Woche lang täglich praktizierst. Die Meditation geht in mehreren Schritten:

Übersicht der Hauptschritte einer Eigenschaftsmeditation:

  • Affirmation ggf. mit einem Mantra
  • Nachdenken über die Eigenschaft und die Frage: Warum will ich diese Eigenschaft entwickeln? Führe eine Art `Motivations-Talk´.
  • Spüre das Gefühl dieser Eigenschaft. Wie fühlt sich diese Eigenschaft an?
  • Visualisierung: Stelle dir erst eine Person und dann dich selbst in Situationen vor, in denen diese Person und dann du diese Eigenschaft unter Beweis stellst bzw. ausführst.
  • Affirmation wie am Anfang: Zum Abschluss kannst du noch weitere Affirmationen sprechen, beten oder dein Unterbewusstsein befragen.

Beispiel - Verstärkung der Eigenschaft "Geduld":

  • Suche Dir eine Eigenschaft aus (z.B. "Geduld"). Gehe in folgenden Schritten vor:
  • Wiederhole die Affirmation und ein Mantra: "Ich bin geduldig OM OM OM” ein paar Minuten lang.
  • Denke über z.B. "Geduld" nach, als ob Du Dir selbst einen Aufsatz über "Geduld" schreibst. Definiere "Geduld", denke über die Vorteile nach, eventuell auch die Grenzen.
  • Denke über jemanden nach, der selbst geduldig ist,visualisiere eine wirkliche Person aus deinem aktuellem Leben oder eine Person aus der Vergangenheit, aus Mythologie, Theater, Romanen oder Filmen, die über die von dir ausgewählte Eigenschaft verfügt.
  • Visualisiere Dich selbst in Situationen, wie Du geduldig handelst bzw. in der von dir gewählten Eigenschaft.
  • Wiederhole wieder ein paar Mal: "Ich bin geduldig (oder die von dir gewählte Eigenschaft) und OM OM OM”. = ॐ ॐ ॐ

Die Meditation wirkt am besten, wenn Du die Affirmation vor dem Einschlafen und beim Aufwachen nochmals wiederholst und sie am Tag in die Praxis umsetzt.

Inhaltsverzeichnis

Praxisanleitungen der Eigenschaftsmeditation

Eigenschaftsmeditation - Kurzanleitung - 7 min.

Eigenschaftsmeditation - Lange Anleitung - 25 min.

Podcast und Niederschrift zur Praxisanleitung der Eigenschaftsmeditation

Niederschrift eines Podcasts (2014) von Sukadev

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Eigenschaftsmeditation ist eine Meditation, um eine positive Eigenschaft in dir stärker werden zu lassen, eine Technik die, wenn du sie täglich für ein bis vier Wochen lang ausübst, eine in dir schlummernde Eigenschaft sehr stark werden lässt. Das ist eine Meditation in verschiedenen Schritten: Das Einnehmen der Stellung, Asana, die tiefe Atmung, Pranayama, dann das Entscheiden für eine Eigenschaft, Pratyahara, dann die eigentliche Dharana-Technik in verschiedenen Schritten, die Affirmation, das Nachdenken über die Eigenschaft, das Hineingehen in das Gefühl der Eigenschaft, die Visualisierung und nochmals die Affirmation.

Sitze ruhig und gerade für die Meditation. Das Wichtigste ist, dass die Wirbelsäule aufgerichtet ist. Du kannst auf einem Stuhl sitzen, du kannst kreuzbeinig sitzen, du kannst kniend sitzen. Die Wirbelsäule ist aufgerichtet, die Schultern sind hinten und unten, der Brustkorb ist nach vorne gewölbt, die Schultern sind entspannt, die Kiefergelenke sind entspannt, die Augen sind entspannt. Und weil Meditation etwas Wunderschönes ist, lächle von innen heraus. Bitte Körper und Geist, ruhig und entspannt zu bleiben während der nächsten fünfzehn Minuten.

Atme ein paar Mal tief mit dem Bauch ein und aus. Atme drei bis vier Sekunden lang ein, atme drei bis vier Sekunden lang aus. Beim Einatmen geht der Bauch hinaus, beim Ausatmen geht der Bauch hinein. Einatmen, drei bis vier Sekunden lang, ausatmen, drei bis vier Sekunden lang. Bringe so neuen Sauerstoff zum Gehirn und aktiviere Prana, die Lebensenergie im Sonnengeflecht. Jetzt überlege, welche Eigenschaft du in dir stärker werden lassen willst, z.B. Mut oder Geduld. Drücke die Eigenschaft in jedem Fall positiv aus. Wenn du Mut wählst, denke nicht: Aufhören von Angst und sage nicht: Abstellen von Ungeduld, sondern eben Mut bzw. Geduld.

Entscheide dich jetzt für eine Eigenschaft, welche du während der nächsten Minuten entwickeln willst, und bleibe bei dieser Eigenschaft während dieser Meditation. Jetzt folgt der erste Hauptschritt der Meditation, die Affirmation mit der Eigenschaft. Wiederhole die Eigenschaft als Affirmation, wie z.B.: "ich bin mutig" oder "ich entwickle Geduld". Du kannst die Eigenschaft entweder als gegenwartsbezogen beschreiben: "ich bin mutig" oder entwicklungsbezogen: "ich entwickle Geduld". Mache es so, wie es dir stimmiger erscheint.

Wenn du magst, kannst du das auch mit einem Mantra verbinden und so Mantrakraft in die Eigenschaft hineinbringen. Das macht diese Meditationstechnik noch effektiver. Also z.B. "ich bin mutig, Om Om Om", "ich entwickle Geduld, Om Namah Shivaya". Wiederhole jetzt diese Affirmation einige Male gleichmäßig für dich selbst. Komme zum zweiten Hauptschritt dieser Meditation, das Nachdenken über diese Eigenschaft. Du kannst nachdenken: "Was ist diese Eigenschaft? Warum will ich sie entwickeln? Was habe ich davon, die Eigenschaft stärker in mir zu haben?" So als ob du dir ein kleines Motivationsgespräch gibst. Erkläre dir selbst: Was ist die Eigenschaft, die du in dir stärker werden lassen willst, und warum willst du sie stärker werden lassen?

Jetzt lasse die Worte langsam verklingen, und jetzt gehe in das Gefühl der Eigenschaft hinein. Stelle dir vor, diese Eigenschaft wird jetzt manifest. Du bist in einer Situation, und du fühlst Mut in dir, oder du bist in einer Situation und bist erfüllt von einem tiefen Gefühl von Geduld. Stelle dir vor, du bist jetzt ganz ergriffen von diesem speziellen Gefühl, und lasse es in dir immer stärker werden. Wenn du willst, kannst du auch wiederholen "Geduld" oder "Om, Geduld", "Om, Mut" oder "ich spüre in mir Geduld", "ich spüre in mir das Gefühl von Mut".

Aber wiederhole es nur in dem Maße, wie es notwendig ist, dass du dieses Gefühl spürst. Gehe ganz in das Gefühl dieser Eigenschaft hinein. Spüre, wo in der Tiefe in dir ist dieses Gefühl spürbar und wie breitet es sich aus? Wie durchströmt dieses Gefühl alle Fasern deines Wesens? Jetzt vertiefe deinen Atem, bleibe aber noch einige Momente ruhig sitzen oder einige Minuten ruhig sitzen.

Der vierte Hauptteil der Meditation ist die Visualisierung: Jetzt stelle dir Situationen vor, in denen du diese Eigenschaft unter Beweis stellen wirst. Stelle dir vor: "In der und der Situation werde ich mich so und so verhalten." Male dir die Situation aus. Du kannst gleichzeitig der Erzähler sein, wie auch der Schauspieler, die Hauptperson, wie auch der Beobachter. Male dir ein oder mehrere Szenen aus, in denen du diese Eigenschaft erfolgreich unter Beweis stellen wirst. Und spüre und male dir aus, was wird die Wirkung davon sein? Vertiefe nochmals den Atem, bleibe aber weiter ruhig sitzen.

Und jetzt sprich die Affirmation so, wie du sie zu Anfang gesprochen hast: "ich bin mutig" oder "ich entwickle Geduld" oder "ich bin mutig, Om Om Om", "ich entwickle Geduld, Om Namah Shivaya". Wiederhole die Eigenschaft einige Male. Zum Abschluss der Meditation kannst du auch noch die Kräfte deines Unterbewusstseins oder Überbewusstseins anrufen.

Falls du vor einer wichtigen Entscheidung stehst, dann frage jetzt: "Liebes Unterbewusstsein oder liebes höheres Selbst, lieber Gott, ich stehe vor der und der Entscheidung. Bitte sage mir bis dann und dann, was ich tun soll, was das Richtige ist." Vielleicht hast du eine wichtige Aufgabe, du weißt noch nicht, wie du sie erledigen kannst. Du kannst auch hier eine Frage stellen: "Liebes Unterbewusstsein, liebes Überbewusstsein, lieber Gott, ich habe folgende Frage: Das und das ist meine Aufgabe. Sage mir bis dann und dann, wie soll ich es tun? Wie soll ich die Aufgabe lösen? Wie soll ich es angehen?"

Dann kannst du auch mit einer Affirmation sagen: "Ich freue mich darauf, das und das zu tun." Und wiederhole die Affirmation: "Ich bin voller Kraft und Energie. Mir geht es gut. Ich freue mich auf den weiteren Tag." Du kannst deine Atmung wieder vertiefen, du kannst die Füße bewegen, die Hände bewegen. Du kannst die Augen öffnen, freundlich lächeln und dich auf den weiteren Tag freuen.

Eigenschaftsmeditationen selbst anleiten

Wenn du eine Eigenschaftsmeditation anleiten willst, hier sind Worte, die Sukadev auf der CD Meditation benutzt: Diese Meditationstechnik hilft dir eine bestimmte gute Eigenschaft zu entwickeln. Du kannst diese Eigenschaftsmeditation mit jeder Eigenschaft, die du entwickeln willst, ausführen. Ich werde hier die Techniken zur Entwicklung von Mut ansagen. Setze dich in eine ruhige Stellung, Werde dir zunächst bewusst, wie du sitzt. Spüre, wie dein Körper sich langsam entspannt von den Füßen zu den Beinen, vom Bauch bis zur Brust, Kreuz und Rücken entspannen, Hände und Arme sind vollkommen entspannt. Schultern, Hals, Nacken sind ganz losgelassen. Deine Gesichtsmuskeln werden schwer, denn alle Spannungen verschwinden, nur deine Lippen formen sich zu einem leichten Lächeln. Beobachte deinen Atem. So kommst du langsam zur Ruhe.

Wiederhole jetzt die Affirmation ich bin mutig. Om, Om, Om, ich bin mutig, Om, Om, Om. Ich bin mutig, Om, Om, Om. Das Om hilft dir tiefer ins Unterbe-wusstsein hineinzukommen. Wiederhole diese Affirmation noch ein paar Mal. Es spielt dabei keine Rolle, ob du daran glaubst oder nicht. Sie hilft dir, die Quellen des Mutes tief in dir zu aktivieren. Ich bin mutig. Om, Om, Om. Beginne über Mut nachzudenken. Als ob du zu dir selbst sprichst. Sprich zu dir selbst über die Vorteile des Mutes, warum es gut ist Mut zu entwickeln. Und welche positiven Wirkungen der Mut haben wird. Lass die Gedanken langsam ausklingen und wiederhole einfach geistig Mut, ein paar Mal.

Gehe ganz tief in dich hinein und spüre in dir, wie die Quelle des Mutes stark wird. Gehe ganz in das Gefühl von Mut hinein. Dein ganzes Wesen ist erfüllt von dieser Empfindung des Mutes. Bleibe bei dieser starken Empfindung des Mutes während der nächsten Minute.

Während du jetzt ganz erfüllt bist von diesem Gefühl des Mutes, visualisiere dich in Situationen, in denen du Mut beweisen wirst. Male dir die Situation aus, als ob du selbst jetzt ein Drehbuch schreibst für Handlungen, die du in deinem Geiste ausführst. Wiederhole noch ein paar Mal die Affirmation "Ich bin mutig. Om, Om, Om. Ich bin mutig, Om, Om, Om."

Vertiefe wieder deinen Atem, bewege dich, bewege Zehen und Finger, strecke und räkele dich etwas und gehe mit diesem Gefühl des Mutes in den Tag. Om, Om, Om. (Quelle: Meditations-CD)

Eigenschafts-Meditation für Gelassenheit und Vertrauen

Swami Nirgunananda - Sannyasin in Bad Meinberg

- Ein Beitrag aus dem Yoga Vidya Journal Nr. 41, II/2020 von Swami Nirgunananda -

Diese Meditationstechnik kann dir helfen, hilfreiche, erwünschte Eigenschaften zu kultivieren. Swami Sivananda empfiehlt diese Meditation, wenn du deine Persönlichkeit bewusst und aktiv formen möchtest.

Einstimmung mit Mantra

  • Finde eine bequeme und aufrechte Sitzhaltung

Du kannst die Meditation einleiten mit Om und einem Mantra für Schutz und Vertrauen, dem Krishna Krishna Mahayogin-Mantra:

Om Om Om
Krishna Krishna Mahāyogin
Bhaktānām Abhayamkara
Govinda Paramānanda
Sarvam Me Vasha Māna Ya

Sitzhaltung

  • Überprüfe nochmals deine Sitzhaltung, so dass du möglichst aufgerichtet, fest und doch entspannt sitzen kannst.
  • Entspanne den Bauch, die Schultern, das Gesicht, besonders Augen und Stirn.
  • Bitte Körper und Geist, während der nächsten 15-20 Minuten ruhig und bewegungslos zu sein.

Atmung

  • Atme ein paar Mal tief ein und aus.
  • Beim Einatmen hebt sich die Bauchdecke sanft,
  • beim Ausatmen geht die Bauchdecke sanft hinein.
  • Beim Einatmen stelle dir vor, du nimmst Licht, Kraft und Positivität auf.
  • Beim Ausatmen lasse ganz los und schicke dieses Licht und Positivität zu allen Wesen.
- Atme so ein paar Mal weiter -

Affirmation

  • Wiederhole ein paar Mal für dich „Gelassenheit und Vertrauen“ oder auch eine Affirmation wie „Ich bin gelassen. Ich habe Vertrauen“ oder „Ich entwickle Gelassenheit und Vertrauen“.
- 1-2 Minuten -

Rational darüber nachdenken

  • Denke über Gelassenheit und Vertrauen nach. So, als würdest du darüber schreiben oder dich mit jemandem darüber unterhalten wollen. Was bedeutet Gelassenheit? Was bedeutet Vertrauen? Ganz allgemein und was bedeutet es besonders für dich. Und wie wäre es, wenn du gelassener wärst und mehr Vertrauen hättest? Vielleicht kommen auch Gedanken wie: „Gelassenheit kommt, wenn Vertrauen da ist.“ Oder „Gelassenheit fällt leichter mit einem Grundvertrauen“. Oder was immer du damit verbindest.
- 1-2 Minuten -

Situation visualisieren und Neuprogrammierung

Denke an eine Alltagssituation, in der du normalerweise eben nicht gelassen und mit Vertrauen reagierst und wo du weißt, dass du nachher unzufrieden bist beziehungsweise sie nicht so gut verläuft.

Jetzt stelle dir vor, wie die Situation anders verlaufen würde, wenn du aus einer gewissen Gelassenheit heraus und mit einem gewissen Vertrauen an sie herangehen würdest. Und aus einem gewissen Vertrauen heraus mit größerer Gelassenheit handeln würdest, beziehungsweise Gelassenheit und Vertrauen bis zu einem gewissen Grad entwickelt hättest und diese in dein Handeln einfließen. Male es dir ruhig ganz positiv aus. Wie das Ganze jetzt verläuft, wie andere Menschen auch positiv darauf reagieren und wie alles ganz ruhig, gelassen und konstruktiv verläuft. Und wie du dich dabei gut und zufrieden fühlst.

- Etwa 5 Minuten -

Gehe in die Essenz von Gelassenheit und Vertrauen hinein

  • Denke jetzt nicht mehr darüber nach, sondern spüre mit deinem ganzen Sein – mit Denken und Fühlen, mit Kopf und Herz – Gelassenheit und Vertrauen. Gehe ganz in das Wesen von Gelassenheit und Vertrauen hinein. Lasse dich ganz davon erfüllen. Jede Zelle deines Wesens ist erfüllt von Gelassenheit und Vertrauen. Du wirst zu reiner Gelassenheit und Vertrauen. Du bist personifizierte Gelassenheit und Vertrauen – mindestens für diesen Moment in der Meditation.
- Etwa 5-10 Minuten -

Affirmation

  • Wiederhole nochmals geistig mit ganzer Bewusstheit und Aufmerksamkeit und von Herzen: „Gelassenheit und Vertrauen“, oder „Ich bin gelassen und voller Vertrauen“, oder „Ich entwickle Gelassenheit und Vertrauen“. Wenn du möchtest, kannst du die Affirmation auch mit einem Mantra verbinden, um die Wirkung zu verstärken, zum Beispiel: „Gelassenheit und Vertrauen, om om om“, oder „Ich bin gelassen. Om namah shivaya. Ich bin voller Vertrauen. Om namah shivaya“
- Ein paar Mal -

Abschluss

  • Vertiefe deinen Atem.

Sprich innerlich einen Vorsatz, zum Beispiel „Ich freue mich darauf, das und das mit Gelassenheit und Vertrauen anzugehen“

Om Om Om
Saranāgata Dῑnārta
Paritrāna Parāyane
Sarvasyārti Hare Devi
Nārāyani Namostu Te
Om shantih shantih shantih
Om Frieden Frieden Frieden

Diese Eigenschaftsmeditation kannst du natürlich mit jeder beliebigen Eigenschaft oder Verhaltensweise machen, die du gern in dir entwickeln oder stärken möchtest.

Du kannst diese Technik entweder als Haupttechnik zum Meditieren nutzen oder, wenn du schon eine Grundtechnik hast, mit der du normalerweise gut meditieren kannst, kannst du die Eigenschaftsmeditation zum Beispiel am Anfang deiner normalen Meditation 5-10 Minuten lang praktizieren oder auch zwischendurch, unabhängig von deiner Hauptmeditation.

Swami Sivananda empfiehlt zusätzlich:

  • denke jeden Morgen nach dem Aufwachen und jeden Abend vor dem Einschlafen an die Eigenschaft, die du stärken willst und wiederhole sie ein paar Mal, wie in Schritt 4 + 8. So gibst du deinem Unterbewusstsein eine Suggestion und sie wird dort fortwirken.
  • einmal am Tag mache etwas, bei dem du die gewünschte Eigenschaft umsetzt. Es kann auch etwas Kleines, Alltägliches sein, aber mache mindestens eine Handlung so, dass du Gelassenheit und Vertrauen zum Ausdruck bringst.

Arbeite so etwa 1-2 Wochen, maximal 4 Wochen an einer Eigenschaft oder Einstellung oder Verhaltensweise. Dann wirst du sie vielleicht nicht vollständig beherrschen, aber doch bis zu einem gewissen Grad integriert haben. Und wenn du das eine Weile konsequent machst, kannst du zum Beispiel in einem Jahr 12 oder 24 Qualitäten in dir kultivieren.

Auf diese Weise kannst du, wenn du das möchtest, deine Persönlichkeit im Laufe der Zeit stärken und so formen, wie du es gerne hättest. Natürlich sind keine Wunder möglich – du hast sicher eine Grundveranlagung und Natur. Aber du bist auch nicht hilflos deinen Prägungen, deiner Sozialisierung, deinem Unterbewusstsein usw. ausgeliefert, sondern du kannst dich entscheiden, an dir, an deinem Geist zu arbeiten. Und du wirst merken, dass sich dein Verhalten, dein Lebensgefühl entsprechend verändern wird. So wünsche ich dir viel Gelassenheit und Vertrauen auf deinem Weg!

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Siehe auch

Literatur

Weblinks

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