Drogen

Aus Yogawiki
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Drogen im engeren Sinn sind bewusstseinsverändernde Substanzen, die zu Suchtproblemen führen können und meist Krankheiten verursachen. Es gibt legale Drogen wie Zigarette und Alkohol und es gibt eine Reihe von (im Jahr 2014) illegale Drogen.

Drogen schafen Probleme

Keine Drogen bei Yoga Vidya

Bei Yoga Vidya gilt der Grundsatz keine Drogen. Alkohol, Zigaretten bzw. Tabak sind tabu, und selbstverständlich auch alle Formen von illegalen Drogen wie Marihuana, Haschisch etc.

Sukadev über den Drogenverzehr und zu den 5 K´s

5 K´s - Kein Fleisch, kein Fisch, keine Drogen, kein Alkohol, kein Tabak:

Videovortrag von und mit Sukadev über die 5 Ks - die Empfehlung für einen spirituellen Aspiranten der Yoga Vidya Tradition und eine der Voraussetzungen, um in der Yoga Vidya Gemeinschaft im Ashram zu leben.

„5K“ - was bedeutet das?

  • kein Fleisch
  • kein Fisch
  • kein Alkohol
  • keine Drogen
  • kein Tabak

Warum legt Sukadev so viel Wert auf diese 5 Ks? Sukadev spricht hier über gesundheitliche, psychologische und feinstoffliche Gründe. Aber am wichtigsten sind die ethischen Gründe. Warum man aus ethischen Gründen verzichten soll auf Fleisch, Fisch, Alkohol, Drogen und Tabak, darüber spricht Sukadev in diesem Vortragvideo. Dieser Vortrag ist Teil der Vortragsreihe zu Vicharana, bewusstes spirituelles Streben. Die Vortragsreihe zu Vicharana wiederum ist Teil der Vortragsreihe zu „Spiritueller Weg“. Und dieser wiederum ist Teil der Vortragsreihe „Yoga Vidya Schulung – Der ganzheitliche Yogaweg“.



Dieses ist ebenfalls der neunundvierzigste Vortrag aus der Vortragsreihe „Yoga Vidya Schulung“.

Autor/Sprecher: Sukadev Kamera/Schnitt: Nanda

Weitere Informationen findest du unter den Stichwörtern Spiritualität und Bhumika.

Warum keine Drogen

Hier ein Vortrag von Sukadev als mp3 Audio zum Thema Drogen. Für Sukadev ist immer wieder erstaunlich, dass es Yoga Übende, auch Vegetarier und sogar Veganer gibt, die Drogen konsumieren. Sukadev hält in dieser Podcast Hörsendung ein leidenschaftliches Plädoyer, es sein zu lassen… Wer Sukadev kennt, ist darüber wenig erstaunt. Denn im klassischen Yoga spielt der “sattwige Lebensstil” eine große Rolle. Hier der Vortrag von Sukadev zum Thema Drogen:

Niederschrift eines Podcasts (2014) von Sukadev

Sukadev - Gründer und Leiter von Yoga Vidya - Schüler von Swami Vishnu-devananda

Heute möchte ich über Drogen sprechen, andere Drogen als Alkohol, Nicotin usw., sondern das, was man oft als illegale Drogen bezeichnet. Und natürlich möchte ich dir raten, falls du so etwas konsumierst, es sein zu lassen. Um es kurz zu sagen, wer gelassener werden will, sollte auf alle psychoaktiven Drogen verzichten. Insbesondere gehören dazu, Marihuana, Haschisch, Ecstasy, Kokain, alle Designerdrogen usw. All das hat nämlich Auswirkungen auf die Psyche und keine guten.

Scheinbar verhelfen diese Drogen zu kurzfristiger Überwindung von Traurigkeit, Ängsten, Ärger, Frustrationen, emotionaler Zerrissenheit, sowie zu einer Erfahrung von emotionalen Highs und Leistungsfähigkeit. Aber mittel- und langfristig verstärken sie die emotionale Zerrissenheit, erhöhen Stimmungsschwankungen, sowie die Neigung zu Depressivität. Die Wahrscheinlichkeit, an einer psychischen Erkrankung bzw. gar einer Psychose zu erkranken, steigt mit jedem Konsum einer Droge.

Deshalb stehe ich z.B. der Legalitätsdebatte um die ganzen Drogen sehr gespalten gegenüber. Zum einen wäre es wichtig, dass es nicht so viel Kriminalität gibt. Und eine einfache Weise, einen großen Teil der Kriminalität zu überwinden, wäre, Drogen zu legalisieren. Und so viel Leid entsteht durch die Beschaffungskriminalität gerade auch z.B. in Südamerika, die ganzen Mafiastrukturen, auch in Deutschland, auch in Italien. Viel Leiden entsteht durch Drogenschmuggel auch aus Afghanistan und anderen asiatischen Ländern. Ganze Berufszweige von Kriminalität leben davon. Daher könnte man sagen, mit einem Schlag könnte man all dieser Kriminalität den Boden entziehen, man müsste nur Drogen legalisieren.

Andererseits, all diese Drogen, die verboten sind, sind ja aus guten Gründen verboten. Auch Haschisch und Marihuana sind nicht ganz so softe Drogen, wie man das manchmal meint. Haschisch und Marihuana, gerade wenn sie regelmäßig konsumiert werden, mindern das Engagement. Gerade wenn Jugendliche diese konsumieren, dann werden sie in den entscheidenden formierenden Jahren an Engagement und Leistung gehindert. Menschen, die im Alter von sechzehn bis fünfundzwanzig Haschisch und Marihuana zu sich nehmen, werden irgendwo lustlos und antriebslos. Sie haben nicht die Energie, die es braucht, um sich für den Beruf zu engagieren, fürs Lernen zu engagieren, sich in den ersten Jahren des Berufslebens durchzusetzen. Sie verpassen es oft, befriedigende zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen, insbesondere auch Partnerschaften, Familie usw. Und dreißig Jahre später vervielfältigt sich die Wahrscheinlichkeit, an Depression oder Psychose zu leiden. Das muss man sich bewusst machen.

Das macht es nicht ganz so einfach. So werde ich mich auch hier einer Empfehlung enthalten. Es gibt gute Gründe, die Drogen zu verbieten. Es gäbe gute Gründe, sie nicht zu verbieten. Und es gibt sehr gute Gründe, freiwillig darauf zu verzichten. Und das möchte ich gerade auch für diejenigen sagen, die sich in spirituellen Kreisen aufhalten. Es gibt eben auch in spirituellen Kreisen manchmal die Aussage, Meditation mit Marihuana wäre viel schöner. Das ist ein Trugschluss. Diese chemisch induzierten Bewusstseinsveränderungen sind vom spirituellen Standpunkt gänzlich wertlos und sie verhindern im Gegenteil, dass du dich auf natürliche Weise spirituell weiterentwickelst.

In indigenen Völkern mag der ritualisierte Gebrauch von psychoaktiven Substanzen seinen Platz in der Gemeinschaft haben. In westlichen Gesellschaften sind Drogen in hohem Maße verantwortlich für Unglück und Leiden, oft mit Jahren oder gar Jahrzehnten Verzögerungen. Es gibt andere effektivere Mittel, mit Stimmungsschwankungen und negativen Emotionen umzugehen, wie z.B. das, was du hier in vielen dieser Podcasts und schriftlichen Internetveröffentlichungen lernst. Und es gibt sehr effektive Mittel, große Freude, Highs und Bewusstseinserweiterung zu erfahren, ohne Drogen mit ihren negativen Begleiterscheinungen. Mit Yoga, Meditation, spirituellen Praktiken, die auf allen Ebenen nur positive Begleiterscheinungen haben.

Drogen Video

Hier findest du ein Video zu Drogen mit einigen Informationen und Anregungen:

Drogen - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Audiovortrag zu Drogen

Hier kannst du die Tonspur des Videos zu Drogen anhören:

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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