Saguna

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Saguna (Sanskrit: सगुण sa-guṇa adj.) mit Eigenschaften (Guna) versehen. Das Gegenteil hierzu ist Nirguna "ohne Eigenschaften". Saguna ist ein Sanskritbegriff, der im Jnana Yoga und auch für die Meditation eine große Rolle spielt. Saguna heißt mit Eigenschaften. "Sa" heißt "mit". "Guna" heißt "Eigenschaft". Saguna ist also "mit Eigenschaft". Ishwara, der persönliche Gott, ist Saguna Brahman, also Brahman mit Eigenschaften. Saguna Meditation ist die gegenständliche Meditation. Saguna ist das Gegenteil von Nirguna, ohne Eigenschaften. Und dann gibt es noch Suguna, gute Eigenschaften. Saguna ist ein Sanskritwort und bedeutet mit einem Strick, oder mit einer Sehne versehen, mit den Qualitäten, (ph.) oder mit Vorzügen begabt.

Tratak mit einer Kerze

Sukadev über Saguna

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Saguna

"Guna" heißt Eigenschaften, "Sa" heißt mit. Gunas sind zum einen die drei Gunas, Trigunas, Sattva, Rajas und Tamas. Gunas sind aber auch mehr – alle Arten von Eigenschaften sind Gunas. Und wenn du von Brahman sprichst, da gibt es Saguna Brahman, Brahman mit Eigenschaften, und Nirguna Brahman, ohne Eigenschaften. Wenn du meditierst, gibt es die Saguna Meditation und die Nirguna Meditation. Saguna Meditation ist Meditation über etwas Konkretes, z.B. Meditation über einen Aspekt Gottes, Meditation über eine Eigenschaft, Meditation über ein Chakra, Meditation über ein konkretes Mantra. All das sind Saguna Meditationstechniken.

Dann gibt es Nirguna Meditationstechniken, z.B. wenn du über das Absolute, das Unendliche, das Ewige meditierst. Das ist Nirguna Meditation. Bei der Sakshi Bhav Meditation beobachtest du einfach. Die Achtsamkeitsmeditation ist oft eine Nirguna Meditation, eine Meditation ohne Eigenschaft. Die Frage, „wer bin ich“, die Vichara Meditation, oder die Neti Neti Meditation, die Meditation, wo du alles Konkrete negierst, all das sind Formen von Nirguna Meditationen.

Nirguna – ohne Eigenschaften. Guna – Eigenschaft, Nir – ohne. Und Saguna ist eben mit Eigenschaften. Also, wenn du über etwas meditierst das Eigenschaften hat, dann ist es Saguna. Wenn du dich an Gott wendest und zu Gott betest, dann ist das eine Saguna Gottesverehrung. Wenn du dir Gott bildlich vorstellst und zu Gott sprichst, wenn du Gott dir sogar auch als Licht vorstellst, oder insbesondere, wenn du dir vorstellst, Gott manifestiert sich in einem bestimmten Weisen oder Heiligen, Inkarnation wie Jesus, Weiser, Heiliger wie Swami Sivananda, dann sind das alles Formen von Saguna Bhakti, Hingabe an eine Gottesvorstellung mit Eigenschaften.

Verschiedene Schreibweisen für Saguna

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Saguna auf Devanagari wird geschrieben " सगुण ", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen " saguṇa ", in der Harvard-Kyoto Umschrift " saguNa ", in der Velthuis Transkription " sagu.na ", in der modernen Internet Itrans Transkription " saguNa ".

Video zum Thema Saguna

Saguna ist ein Sanskritwort. Sanskrit ist die Sprache des Yoga. Hier ein Vortrag zum Thema Yoga, Meditation und Spiritualität

Ähnliche Sanskrit Wörter wie Saguna

Hier einige Links zu Sanskritwörtern, die entweder vom Sanskrit oder vom Deutschen her ähnliche Bedeutung haben wie Saguna oder im Deutschen oder Sanskrit im Alphabet vor oder nach Saguna stehen:


Siehe auch

Literatur

  • Swami Sivananda, Die Kraft der Gedanken (2012)
  • Swami Sivananda, Jnana Yoga, Hrsg.: Divine Life Society, 2007
  • Swami Sivananda, Inspirierende Geschichten (2005)
  • Swami Sivananda, Göttliche Erkenntnis (2001)
  • Swami Sivananda, Hatha-Yoga. Der sichere Weg zu guter Gesundheit, langem Leben und Erweckung der höheren Kräfte (1964)
  • Swami Sivananda, Sadhana – Ein Lehrbuch mit Techniken zur spirituellen Vollkommenheit
  • Swami Sivananda: Feste und Fastentage im Hinduismus, Yoga Vidya Verlag

Weblinks

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