Schönheit

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Schönheit : Was bedeutet das Wort Schönheit? Was will man mit diesem Wort sagen? Wozu ist Schönheit gut? Was die Grenzen? Was sind Synonyme, was Antonyme von Schönheit? Umfangreicher Artikel mit Vortragsvideo und Tipps. Schönheit ist die Eigenschaft eines Menschen, eines Tieres, eines Ortes, eines Objektes oder einer Idee, die einem durch die bloße Wahrnehmung Freude und Vergnügen bereitet. Schönheit ist Teil der Ästhetik, der Soziologie, der Sozialpsychologie und der Kultur.

Schönheit bedeutet, dass etwas einem Wohlgefallen bereitet. Oft wird Schönheit auf das Sichtbare bezogen: Ein Haus kann schön sein, ein Kleidungsstück, ein Gesicht. Man kann aber auch die Schönheit eines Musikstücks genießen. Im Yoga sagt man: Satyam Shivam Sundaram - das Göttliche ist erfahrbar in der Wahrheit, in der Liebe und in der Schönheit. So ist Schönheit ein Ausdruck Gottes.

Josephine Wall: Löwenzahn Deva Quelle

Ein Schönheitsideal ist ein Wesen, dass bewundert wird, das Züge an sich hat, die man weitestgehend der Schönheit in einer bestimmten Kultur zuschreibt. Schönheit beinhaltet die Wahrnehmung, dass ein Wesen in Harmonie mit der Natur ist, so dass man sich von dem Wesen angezogen fühlt. Da das eine sehr subjektive Empfindung ist, heißt es auch oft, dass „Schönheit im Auge des Betrachters liegt.“ Es ist offensichtlich, dass sich die Wahrnehmung von Schönheit mit der Evolution gewandelt hat.

Im Nachfolgenden soll aber vielmehr um die Schönheit gehen, die allem zurgunde liegt, die in jedem und allem verborgen ist. Es geht schließlich darum, diese Schönheit wahrzunehmen.

Schönheit genießen als machtvolles Mittel gegen Depressivität

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

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Schönheit, der Mensch ist dafür geschaffen, Schönheit wahrzunehmen, die ganze Welt ist voller Schönheit. Wenn du dir Momente nimmst, um diese Schönheit zu genießen, dann hast du jederzeit Freude. Du brauchst nichts, um glücklich zu sein, gut, etwas braucht man. Man braucht ein Dach über dem Kopf, etwas zu essen und eine Kleidung in unseren Breiten, was braucht man sonst noch? Natürlich, man könnte sagen: „Ich brauche Sozialkontakte, nette Menschen, eine Aufgabe, die gut ist, ich will mich persönlich entwickeln und wachsen usw.“ Das stimmt natürlich auch. Aber was du wirklich auch willst, ist, Freude haben, Erhabenheit und die kannst du jederzeit schaffen. Genieße Schönheit, schaue dir z.B. eine Orchidee an und genieße diese unglaubliche Schönheit. Oder schaue einfach mal um dich herum, gibt es irgendwo eine Blume, gibt es ein Blatt, gibt es den Himmel, die Wolken? Gibt es einen Mensch, der vor dir sitzt? Gibt es auch etwas Technischen, was du magst? So viel Schönheit in dieser Welt. Nimm dir immer wieder Momente, um Schönheit zu genießen. Du kannst natürlich auch über deine Gedanken nachdenken, du kannst in deinem eigenen Gedankenkarussell sein, du kannst dir Sorgen machen usw., auch dafür gibt es irgendwann mal Zeit. Aber nimm dir immer wieder Zeit, Schönheit zu genießen. Und nicht nur was du siehst ist schön, du kannst auch schöne Musik genießen, du kannst das Rauschen eines Baches genießen, du kannst das Gezwitscher von Vögeln genießen, du kannst gute Gerüche genießen, Duftöle, Räucherstäbchen usw. Und du kannst auch das Essen genießen, du kannst bewusst essen und diese Schönheit des Essens genießen. So viele Möglichkeiten, Schönheit zu genießen. Vielleicht hast du auch jemand, der dir eine Massage gibt oder der dich streichelt oder du streichelst dich selbst oder du machst Yoga-Übungen und genießt die Schönheit der Yoga-Stellungen. Nimm dir Momente für Schönheitsgenuss, egal, ob du Depression vorbeugen willst, egal, ob du in einer Depression drin bist oder in Depressivität, überlege, was kannst du dir jetzt Schönes anschauen, anhören, riechen, essen. Schönheit, ein machtvolles Gegenmittel gegen Depressivität, ein machtvolles Mittel für Freude und Liebe.

Nimm dir Zeit, Schönheit zu genießen

Niederschrift eines Podcasts (2014) von Sukadev The media player is loading...

Heute wieder eine Übung aus dem Jnana Yoga: „Genieße die Schönheit“. Satyam Shivam Sundaram. Gott ist das Wahre, das Gute und das Schöne. Diesen Spruch aus den Upanishaden kennst du vielleicht auch. Es gibt ihn auch im alten Griechenland, es gibt ihn auch z.B. an der Alten Oper in Frankfurt. Dort steht oben: „Dem Wahren, Schönen, Guten.“ Satyam Shivam Sundaram. Gott ist Wahrheit, Gott ist Shivam, Güte, Liebe und Sundaram, Schönheit.

Mache dir bewusst, was ist das Schöne für dich? Vielleicht ist Gott über die Schönheit am einfachsten zu erfahren. Gut, auch über Liebe, auch über Freude. Aber jetzt überlege dir, was ist Schönheit für dich? Wenn du dich regelmäßig mit dem Göttlichen verbindest, dir das Göttliche im Schönen vergegenwärtigst, wird Freude und Liebe deine Grundstimmung. Wenn Freude und Liebe deine Grundstimmung ist, regst du dich über Kleinigkeiten weniger auf. Die Psyche ist nämlich kein Vakuum. Sie wird gefüllt von Emotionen, Gefühlen und Stimmungen. Ein Ereignis, das Wahrgenommene, wird interpretiert vor dem Hintergrund einer Grundstimmung. Du kannst die Grundstimmung bewusst setzen, z.B. durch bewusste Wahrnehmung von Schönheit immer wieder.

Du kannst dir jetzt, in diesem Moment, überlegen, was gibt es in deiner Umgebung, was jetzt für dich für Schönheit steht? Vielleicht ist es der Himmel, vielleicht ist es ein Baum, vielleicht ist es eine Zimmerpflanze, vielleicht ist es die Schönheit deines Smartphones, vielleicht ist es die Schönheit eines Menschen, den du sehen kannst oder ein Foto von einem Menschen. Nimm die Schönheit wahr. Schaue auf irgendetwas, was für dich schön ist. Und sei dir bewusst: „Ja, das ist schön.“ Und während du das ganz anschaust, spüre es auch mit dem Herzen. Verbinde dein Herz mit der Schönheit, die du wahrnimmst. Das ist eine Form von Samyoga, Verbindung. Und dann lasse in dir dieses Staunen aufwallen. Das Staunen, dass es so etwas Schönes gibt. Das Staunen, dass so etwas Schönes tatsächlich existiert, und dass du dieses Schöne wahrnehmen kannst.

Und dann gehe ganz in dieses Gefühl der Schönheit hinein. Schönheit erzeugt in dir Ananda, ebenso wie Güte und Liebe. Spüre das, was du als besonders schön empfindest, dann werde dir dieses Spürens bewusst, werde dir dieses Gefühls bewusst. Und dieses Gefühl, das du hast, wenn du Schönheit bewusst wahrnimmst, das ist deine wahre Natur, das ist Gottes wahre Natur, das ist das Göttliche. Während der nächsten Minuten schaue etwas Schönes an. Eventuell kannst du auch das Objekt wechseln, von einem Objekt zum anderen gehen. Oder bleibe bei einem Objekt, das du als schön empfindest. Nimm es mit all deinen Sinnen wahr. Nimm es mit jeder Faser deines Wesens wahr. Nimm es von deinem Herzen her wahr. Spüre die Schönheit. Sei dir bewusst, Schönheit ist etwas Göttliches. Spüre das Staunen. Spüre dieses Gefühl. Gehe ganz in diesem Gefühl auf und sei dir bewusst, es ist nicht wirklich ein Gefühl, hinter diesem Gefühl ist Brahman, das Göttliche, das Unendliche, das Ewige. Erfahre das jetzt.


Das Wort Schönheit

Schönheit - Antonyme und Synonyme

In diesem Yoga Wiki werden über 1000 Tugenden und Persönlichkeitsmerkmale beschrieben. Hier einige Erläuterungen, wie man die Eigenschaft der Schönheit in Beziehung zu anderen Fähigkeiten und Verhaltensweisen sowie in Bezug auf Laster sehen kann:

Ähnliche Eigenschaften wie Schönheit - Synonyme

Ähnliche Eigenschaften wie Schönheit, also Synonyme zu Schönheit sind z.B. Anmut, Herrlichkeit, Lieblichkeit, Grazie, Formvollendung, Wohlgestalt, Ebenmaß.

Ausgleichende Eigenschaften

Jede Eigenschaft, jede Tugend, die übertrieben wird, wird zu einer Untugend, zu einem Laster, einer nicht hilfreichen Eigenschaft. Schönheit übertrieben kann ausarten z.B. in Eingebildetheit, Dünkel, Aufgeblasenheit, Selbstgefälligkeit. Daher braucht Schönheit als Gegenpol die Kultivierung von wahre Schönheit von Innen, Wahrhaftigkeit, Edelmut, Sanftmut.

Gegenteil von Schönheit - Antonyme

Zu jeder Eigenschaft gibt es ein Gegenteil. Hier Möglichkeiten für Gegenteil von Schönheit, Antonyme zu Schönheit :

Schönheit Antonyme

Antonyme Schönheit sind wahre Schönheit von Innen, Wahrhaftigkeit, Edelmut, Sanftmut, Hässlichkeit, Abscheulichkeit, Geschmacklosigkeit, Gehässigkeit, Charakterlosigkeit.


Siehe auch

Eigenschaften im Alphabet vor Schönheit

Eigenschaften im Alphabet nach Schönheit


Literatur

Weblinks

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