Unfreiheit

Aus Yogawiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Unfreiheit - Wortursprung, Synonyme, Antonyme. Unfreiheit bezeichnet Einschränkungen in seinen Entscheidungen, in seinem Tun, auch in seinem Denken. Freiheit bedeutet Unabhängigkeit. Das Wort Unfreiheit gibt es in vielen Kontexten. In früheren Zeiten konnte Unfreiheit bedeuten, dass jemand ein Sklave war, verkauft werden konnte. Unfreiheit hatte in der mittelalterlichen Ständegesellschaft eine spezifische Bedeutung: Unfreie Bauern bekamen Land vom Grundherren, mussten dafür einen Anteil an der Ernte überlassen, auch Frondienste leisten und durften auch nicht woanders hingehen. Aus der Unfreiheit entstand dann auch die Leibeigenschaft. Es war ein großes Anliegen der Bauernkriege und später der Französischen Revolution, diese Unfreiheit und Leibeigenschaft der Bauern zu beenden.

Vertrauen und Liebe sind Hilfen bei Unfreiheit

Unfreiheit kann es auf so vielen Gebieten geben. Im Yoga spricht man auch davon, dass der Mensch frei sein will, sich lösen will von Unfreiheit. Hier ist dann weniger die äußere Unfreiheit gemeint. Vielmehr ist der Mensch gebunden durch Identifikation, durch Wünsche, Begierden, Anhaftungen. Wenn man diese überwindet, überwindet man die existentielle Unfreiheit - und erreicht die absolute Freiheit, die Verwirklichung seiner selbst als eins mit der Weltenseele, frei von allen Bedingungen und Begrenzungen, frei von allen Illusionen und Täuschungen, frei sogar von Zeit und Raum.

Umgang mit Unfreiheit anderer

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

In unserer heutigen Gesellschaft spielt Freiheit eine große Rolle. Freiheit ist ein wichtiges Ziel, aber wer ist wirklich frei? Manche Menschen sind frei im Sinne von sie haben genügend Geld, manche sind frei am Sinne von sie leisten sich eine freie Meinung. Manche sind frei im Sinne von, sie sind gerade nicht verheiratet. Aber wer ist wirklich frei von seinen Wünschen und Verhaftungen? Wer ist frei von seinen Emotionen, wer ist frei von Illusionen?

Im Yoga geht es darum, wirkliche Freiheit zu erlangen Moksha. Und in diesem Sinne sind nur die Selbstverwirklichten wirklich frei. Wenn du also jemanden siehst, wo du denkst der ist ziemlich unfrei, dann weißt du, er ist einfach auf einem Spektrum von Freiheit und Unfreiheit in einer Manifestation. Aber sei dir bewusst, in vielerlei Hinsicht bist du auch unfrei. Anstatt anderen Menschen Unfreiheit vorzuwerfen, lerne selbst freier zu werden. Freier von eigenen Ansichten und Vorstellungen, freier zu werden von eigenen Glaubensvorstellungen. Wo du denkst das brauchst du unbedingt. Es ist eine große Aufgabe, innere Freiheit zu bekommen und dich selbst zu erkennen als das unsterbliche Selbst, eins mit der Weltenseele, eins mit dem Göttlichen.

Unfreiheit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Unfreiheit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Unfreiheit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Unfreiheit sind zum Beispiel Sklaverei, Versklavung, Aufsicht, Bürde, Drangsalierung, Hörigkeit, Joch, Knechtschaft, Kontrolle, Last, Überwachung, Unterdrückung, Unterjochung, Zensur, Fron, Bedrückung, Unselbstständigkeit, Obhut, Anarchie .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Unfreiheit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Unfreiheit sind zum Beispiel Freiheit, Anarchie, Selbstbestimmtheit, Autarkie, Autonomie, Eigenständigkeit, Freizügigkeit, Libertät, Selbstbestimmung, Selbständigkeit, Unabhängigkeit, Ungebundenheit, Ungezwungenheit,, Zwanglosigkeit, Bewegungsfreiheit, Enthemmung, Willkür, Entlassung, Sonderrecht, Privileg, Tod . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Unfreiheit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Unfreiheit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Unfreiheit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Unfreiheit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Unfreiheit sind zum Beispiel das Adjektiv unfrei , sowie das Substantiv Unfreier.

Wer Unfreiheit hat, der ist unfrei beziehungsweise ein Unfreier.

Siehe auch

Spirituelle Entwicklung Yoga Vidya Seminare

Spiritueller Weg und spirituelle Entwicklung Seminare:

24. Mai 2017 - 26. Mai 2017 - Yoga Vidya Jubiläums Festival - 25 Jahre Yoga Vidya
Feiere mit uns 25 Jahre Yoga Vidya! Ein großartiges kostenloses Festprogramm erwartet dich ab Mittwoch, 16:30 Uhr bis Freitag 11:00 Uhr (Übernachtung extra). U.a.: Yogastunden, Vorträge, Talkrun…
Sukadev Bretz,
26. Mai 2017 - 28. Mai 2017 - Mit Yoga verwurzelt in der Erde
Unsere Verbundenheit mit der Erde, auf der wir gehen, sitzen oder liegen ist uns meist nicht bewusst. In allen alten Kulturen besteht eine Symbolik zur Erde, zu Staub. Auch bei allen Asanas besteht…
Radhika Nosbers,


Weitere Informationen zu Yoga und Meditation