Yogastunde

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Yogastunde : Eine Yogastunde besteht typischerweise aus Anfangsentspannung, Om Rezitation, Pranayama (Atemübungen, Sonnengruß, statisch gehaltene Asanas (Yogastellungen), Tiefenentspannung, Om, eventuell Meditation. Viele kostenlosen Video Anleitungen findest du im Yogastunden-Portal.

In der Tiefenentspannung am Ende der Yogastunde tiefe spirituelle Erfahrungen machen

Inhaltsverzeichnis

Yogastunde

Eine Yogastunde ist ein umfassendes Programm, welches viel zu bieten hat für Körper, Geist und Seele. Die meisten Yoga Zentren bieten Stunden über einen Zeitraum von 90 Minuten an. Ich bin nun vom klassischen Hatha Yoga ausgegangen. Die verschiedensten Yoga Stile, welche es mittlerweile gibt, haben andere Inhalte. Es gibt Yoga Stile, in denen gar keine Asanas geübt werden, keine statisch gehaltene Körperstellungen. In diesen Stilen erfolgen die Übungen direkt von einer Übung zur anderen. Dies bezeichnet man als Yoga Flow. Weiter gibt es Yoga Stile, in denen keine Atemübungen gemacht werden oder keine Tiefenentspannung erfolgt. In der klassischen Hatha Yoga Stunde braucht eine Yogastunde die zuvor genannten Elemente:

Offene Yogastunde

Yogastunden gibt es als offene Yogastunden in den verschiedenen Yoga Vidya Stadt Zentren. Yogastunden gehören zu den Yogakursen dazu, wenn du in den Zentren bei Yoga Vidya einen mehrwöchigen Anfängerkurs machst. Innerhalb dieses Kurses bekommst du einen theoretischen Teil über Yoga vermittelt und eine Yogastunde. Wenn du Seminare in einem unserer Ashrams belegst oder eine Ausbildung machst, bekommst du immer eine oder auch zwei Yogastunden am Tag.

Yogastunde zuhause

Natürlich kannst du eine Yogastunde bei dir zu Hause üben. Wir haben auf unseren Internetseiten verschiedene Videos bereitgestellt mit den du kostenlos zu Hause Yoga üben kannst. Somit praktizierst du deine eigene Yogastunde. Du kannst kurze Yogastunden von 20 Minuten machen, mittellange Stunden oder auch lange Yogastunden bis zu 2 Stunden. Es gibt viele Möglichkeiten Yogastunden unter Anleitung zu bekommen.

Du kannst es direkt in einem Yogazentrum üben, in Fitnessstudios und Volkshochschulen, in verschiedenen Yogaschulen, in einem Ashram oder bei dir zu Hause mit einem Video oder Audio. Natürlich kannst du dir auch selbst eine Yogastunde zusammenstellen. Dabei praktizierst du einfach für dich bei dir zu Hause mit deinem Wahlinhalt eine Yogastunde. Weitere Informationen findest du auf unseren Yoga Vidya Internetseiten. Dort ist auch ein ausführliches Yogalehrerverzeichnis gegeben.

Video Yogastunde

Hier ein Vortragsvideo zum Thema Yogastunde , Einzahl von [[Yogastunden[[:

Autor/Sprecher: Sukadev Bretz, Seminarleiter zu den Themen Yoga und Meditation.

Yogastunde Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Yogastunde :

Yogastunde für Anfänger

Yogastunde für Anfänger mit Vorkenntnissen

Aufbau Yogastunde bei Yoga Vidya

Hier ein Vortrag zum Thema Yoga Vidya Grundreihe - Wirkungen von und mit Sukadev Bretz aus der Reihe Yoga Vidya Schulung, Vorträge zum ganzheitlichen Yoga. Hier erfährst du, wie die Yoga Vidya Yogastunde aufgebaut ist und wie sie wirkt.

Spiritualität in die Yogastunden bringen

Hilf Menschen ihr spirituelles Herz erfahren

- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2019 -

Tipps für Yogalehrerinnen und Yogalehrer

Wie kannst du Menschen zu spiritueller Erfahrung in Yogastunden verhelfen? Wie kannst du Menschen helfen, die Tiefe der Seele zu spüren, die Verbundenheit mit anderen Wesen, die Verbundenheit zu einer höheren Wirklichkeit?

Yoga hat verschiedene Aspekte. Menschen üben Yoga zur Überwindung von verschiedenen Beschwerden und Krankheiten, wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Bluthochdruck, Schlafstörungen usw. Und Yoga hat sich als hilfreich dafür erwiesen.

Menschen machen Yoga, um sich zu entspannen, einfach, um den Stress des Alltags zu vergessen, sich körperlich zu entspannen, und dann sich auch wohl zu fühlen. Menschen machen Yoga, einfach um sich wohl zu fühlen. Menschen machen auch Yoga, um mehr Freude zu haben. Die meisten Menschen kommen aus einer Yogastunde mit einem Gefühl der Freude heraus.

Menschen üben Yoga, um sich geistig zu entspannen, um abzuschalten von Gedankenkarussells. Und es gibt kaum etwas wirksameres, um aus Gedankenkarussells herauszutreten, und auch danach eine schöne Empfindung zu haben, als in eine Yogastunde zu gehen.

Aber Menschen haben auch eine tiefe spirituelle Sehnsucht. Letztlich werden Menschen langfristig nicht zufrieden sein, ohne dieser spirituellen Sehnsucht auch nachzugehen. Und mit die schönste, die erfüllendste Erfahrung eines Yogalehrers/einer Yogalehrerin ist, wenn Teilnehmende tiefe spirituelle Erfahrungen haben.

Was heißt überhaupt „spirituelle Erfahrung“?

Spirituelle Erfahrung kann verschiedenes heißen. Spiritualität hat etwas mit einer höheren Wirklichkeit, mit etwas Göttlichem zu tun, etwas, das über das Persönliche hinausgeht. Im Yoga sprechen wir von „Sat-Chit-Ananda“, Sein, Wissen und Glückseligkeit. Wann immer jemand in der Yogastunde ein Gefühl hat von Weite und Verbundenheit, ist das eine spirituelle Erfahrung. Wann immer jemand die Erfahrung einer intensivierten Aufmerksamkeit hat - im Yoga würden wir sagen Chid, eine stärkere Bewusstheit - würden wir das als spirituelle Erfahrung bezeichnen. Wann immer jemand tiefe Freude erfährt, grundlose Liebe, ist auch das eine spirituelle Erfahrung.

Zusätzlich gibt es auch noch Astralerfahrungen, die Menschen machen können. Menschen können erfahren, wie sie ein bestimmtes Chakra spüren, wie die Wirbelsäule warm wird, wie das dritte Auge pulsiert, wie eine Lichterfahrung in der Stirn zu spüren ist, wie sie plötzlich Auras sehen - Lichterscheinungen im Raum oder um ihre Mitschüler/Mitschülerinnen herum. All das wären Astralerfahrungen – spirituelle Erfahrungen.

Wie Yoga-Spiritualität in die Yogastunden bringen?

Bei Yoga Vidya ist dies einer der Schwerpunkte. Wir möchten Menschen helfen, spirituelle Erfahrungen zu machen, weil wir der Überzeugung sind, dass es dies ist, was Menschen am tiefsten berührt. Wie kann man das nun erreichen?

In der Asana Raum für Momente der Stille geben
  • 1. Zunächst einmal kann man einfach sagen: Indem Menschen im Hier und Jetzt sind, und indem wir ihnen Momente der Stille geben. Sowie der Mensch im Hier und Jetzt, in der Konzentration ist, und dann in der Stille, kann spirituelle Erfahrung auftreten. Eine Möglichkeit wäre also: Verhilf dem Teilnehmer/der Teilnehmerin dazu, ganz im Hier und jetzt zu sein, die Bewegung bewusst zu spüren, den Atem bewusst zu spüren. Und zwischendurch halte den Mund sage nichts, lass den Teilnehmer/die Teilnehmerin spüren. So tritt spirituelle Erfahrung auf, sogar ohne dass du ein Wort der Spiritualität sagst.
  • 2. Möglichkeit: Schaffe eine spirituelle Atmosphäre. Du kannst, wenn die Teilnehmenden ins Yogastudio kommen, eine Mantramusik abspielen. Du kannst einen erhebenden Geruch von Räucherstäbchen oder Duftöl dort haben. Du könntest Götterbilder haben von Shiva, Brahma, Vishnu, Saraswati und Durga. Du kannst den Yogaraum spirituell prägen, du kannst einen Altar haben, du kannst eine Kerze haben. Du kannst zum Anfang und zum Ende der Yogastunde Mantras sprechen. Eine spirituelle Atmosphäre kann also auch zu einer spirituellen Erfahrung verhelfen.
  • 3. Möglichkeit: Bringe Bhakti Yoga in die Yogastunde, nicht allein über die Atmosphäre. Du kannst den Teilnehmenden, zum Beispiel wenn sie auf dem Rücken liegen, sagen „Vertraue dich der Erde an … Öffne dich für den Himmel…“ Und wenn sie sich nach hinten beugen „Öffne dein Herz zum Himmel hin … “ Wenn sie sich nach vorne beugen „Verneige dich vor Mutter Erde …“ Und je nachdem, in welchem Kontext du unterrichtest, kannst du durchaus auch den Begriff „das Göttliche“ verwenden. Du kannst sagen „Der Sonnengruß ist auch eine Ehrerbietung an das Göttliche. Mache den Sonnengruß als Ehrerbietung nach oben zum Himmel, und Ehrerbietung nach unten zur Erde, Ehrerbietung zu allen Wesen.“ Wenn du die Kobra ansagst, kannst du auch sagen „Öffne dein Herz und spüre Weite und Verbundenheit.“ Wenn du die Vorwärtsbeuge ansagst, sage „Spüre Demut und Loslassen, Vertrauen.“ So kannst du über das Hineinbringen von Bhakti Yoga Spiritualität in deine Yogastunde bringen.
  • 4. Möglichkeit: Vedanta/Jnana Yoga, also die Beobachtung. Lasse die Teilnehmenden beobachten, wie der Körper sich bewegt. Und wie der Körper dann in die Stellung hineingeht. Dann kannst du sie spüren lassen, wie der Körper sich anfühlt. Da kannst sie spüren lassen, wie der Atem geht. Du kannst sie spüren lassen, wo vielleicht Empfindungen, Emotionen, Gefühle sind. Du kannst sie spüren lassen, welche Wortgedanken/Bildgedanken da sind. Und du kannst sie dann dazu animieren, zu spüren, dass sie alles wahrnehmen, und dass sie nicht der Körper, nicht die Energien, nicht die Psyche, nicht die Worte und Bilder sind, sondern dass sie der BEOBACHTER sind. Es gibt da wunderschöne tiefe spirituelle Erfahrungen. Letztlich kannst du sie anleiten zu fragen „Wer bin ich? Was ist wirklich?“
  • 5.: Du könntest sie auch anleiten zu der reinen Karma Yoga-Erfahrung. Das heißt tun, was du kannst, und dann loslassen. Also in die Vorwärtsbeuge so weit hineingehen, wie möglich, und dann loslassen und beobachten. In die Kobra hineingehen, durchaus bemühen, und die Rückenmuskeln und die Latissimi nutzen, und die Brustkorbweite, und bewusst den Brustkorb öffnen – und dann innerlich loslassen, in der Stellung bleiben und spüren, welche Erfahrung es gibt. Anspannen und Loslassen, Anstrengung und Entsagung, das ist das, was Karma Yoga laut Bhagavad Gita ausmacht.
Yogastunden in Verbindung mit Mantras können großartige Erfahrungen vermitteln
  • 6. Ein nächster Punkt wäre, Mantras in die Yogastunde zu bringen. Bei Yoga Vidya sind die Mantra Yogastunden mit Abstand die populärsten. Yogastunden mit Live Mantra Musik erfordert ein bis zu drei Musiker, es gibt eine Person, welche die Stellungen ansagt, weil die Gruppe groß ist, gibt es meistens ein bis drei Assistenten – das ergibt ein Team von sechs bis sieben Personen, die die Yogastunde anleiten, und dort haben Menschen großartige Erfahrungen. Sie kommen oft nachher auf die unterrichtenden Musiker zu und berichten, was für eine großartige Erfahrung sie hatten, wie das Herz sich geöffnet hat, wie sie geweint haben, wie sich Dinge aufgelöst haben. Aber auch wenn du allein bist, kannst du am Anfang und Ende der Yogastunde ein Harmonium nutzen und etwas singen, oder du kannst auch in einer Yogastunde singen, oder auch zwischendurch eine Mantramusik abspielen. Bei Yoga Vidya gibt es auch die Mantra- Yogalehrer Ausbildung, wo du lernst, wie du Mantras auch besonders geschickt und gut und stimmig in die Yogastunden einbringen kannst, um Menschen tiefe spirituelle Erfahrungen zu ermöglichen.
  • 7. Möglichkeit: Klangyoga, also das Integrieren von Monochord, Hang oder Sansula, von Klangschalen, Windspiel und so weiter in die Yogastunden. Auch dafür gibt es bei Yoga Vidya Yogalehrer Aus- und Weiterbildungen, damit du lernen kannst, wie du das sinnvoll einsetzen kannst, um Menschen damit zu spirituellen Erfahrungen zu verhelfen.
  • 8. Möglichkeit: Kundalini Yoga Techniken nutzen, also längeres Halten der Stellungen, und dabei Konzentration auf die Chakras. Wer längere Zeit zum Beispiel im Schulterstand ist, und sich dabei auf das Vishuddha Chakra konzentriert, spürt das Vishuddha Chakra. Und das Spüren des Vishuddha Chakra kann zu einer spirituellen Erfahrung werden. Oder wer den Fisch länger hält, und das Anahata Chakra spürt: Das führt zu einer großen Herzensweitung. Oder wer in der Vorwärtsbeuge ist, und sich vorstellt: Einatmen zu untersten Wirbelsäule, Ausatmen über die Sushumna zum Sahasrara Chakra, dabei spürt, wie die Wirbelsäule vielleicht bewusst wird, oder warm wird, oder stark wird, der macht eine spirituelle Erfahrung. Im Kundalini Yoga lernst du also, dich auf Chakras zu konzentrieren, dich auf Nadis zu konzentrieren, Prana zu lenken, und das Spüren und Lenken des Pranas durch Bewusstsein, Visualisierung, vielleicht auch durch Mantra, hilft zu tiefer spiritueller Erfahrung.
  • 9. Möglichkeit: Im Raja Yoga die Stellungen verbinden mit Affirmationen. Du kannst in der Vorwärtsbeuge sagen „Ich bin geduldig, OM OM OM.“ Oder du kannst in der Kobra sagen „Ich öffne mein Herz.“ Oder du kannst im Kopfstand, dem König der Asanas, sagen „Ich bin im Gleichgewicht, ich entwickle Mut. Ich bin König über mein Leben.“ Oder im Drehsitz, welcher die Meisterstellung ist, kann man sagen „Ich entwickle Meisterschaft.“ Oder „Ich bin aufgerichtet, ich wende mich anderen Menschen zu.“ All das sind Methoden, wie du über Affirmationen zu spirituellen Erfahrungen kommen kannst. Es gibt bei Yoga Vidya Yogastunden-Anleitungen: Für Yogastunden mit Jnana Yoga, mit Bhakti Yoga, oder auch Yoga mit Affirmationen, oder auch Yogastunde mit Chakra-Konzentration. All diese Yogastunden kannst du typischerweise in den Ashrams machen, in den Yoga Vidya Zentren, oder auch als Anleitungsvideo im Internet zum Beispiel auf Youtube.
  • 10. Mache dich selbst zum Instrument. Zu Anfang der Yogastunde sammelst du dich, stimmst dich ein auf Swami Sivananda - oder wer auch immer dein Meister ist, du lächelst deinen Teilnehmern innerlich zu, und du bittest die Meister, dass sie spirituelle Energie in der Yogastunde verbreiten. Du stellst dir vor, dass der Segen des Göttlichen und der Segen des Meisters auf deinen Teilnehmenden ruht, und auch durch dich hindurch wirkt. Diese Einstellung an sich hilft, dass dir die richtigen Worte kommen werden, und die richtigen Ideen für die Übungen, dass die Teilnehmenden spirituell berührt werden.
  • 11. Möglichkeit: Die sogenannte Selbstreflexion im Hatha Yoga bedeutet, die Teilnehmer in die Asana zu führen, die Asana halten zu lassen, und die Teilnehmenden können erst nachdenken, welche Emotionen und Gefühle dort ausgelöst werden, was ihnen das Ganze zu sagen hat, wofür die Symbolik der Asana steht. Und dann letztlich, jenseits dieser Gefühle und jenseits dieser Worte gehen die Teilnehmenden dann in die Stille. Bei Yoga Vidya gibt es auch Wochenendseminare „Selbstreflexion im Hatha Yoga“, und im Rahmen der Psychologischen Yogatherapie lernst du auch noch mehr, wie du so auch deine Teilnehmenden zu Selbstreflexion, zu Selbst-Spüren und schließlich zum Spüren eines höheren Selbst führen kannst.
  • 12. Möglichkeit: Du kannst, egal wie du Yoga unterrichtest, zum Schluss eine Meditation anleiten, Mantras wiederholen, vielleicht Mantras singen, oder auch eine Lesung machen. Du kannst also auch zum Abschluss der Yogastunde aus dieser Entspannung und der bewussten Wachheit eine spirituelle Erfahrung machen mit Meditation und Lesung.

Zusätzlich zu diesen allgemeinen Empfehlungen kannst du natürlich auch jeden spirituellen Vortrag in eine Yogastunde hineinbringen. Du könntest zum Beispiel Yamas und Niyamas in die Asanas hineinbringen. Du könntest die Kleshas in die Asanas hineinbringen, du könntest die fünf Bhavas in die Yogastunde hineinbringen und so weiter. Das wir bei Yoga Vidya sehr viel praktiziert. Gerade wenn du bei Yoga Vidya die 2-jährige Yogalehrer-Ausbildung mitmachst, lernst du, immer wieder den theoretischen Teil auch in den Yogastunden zu erleben und zu erfahren. Heutzutage, wo Menschen oft nicht so gerne lange Vorträge anhören mögen, ist mit die einfachste Weise, tiefe Spiritualität zu vermitteln, der Hatha Yoga Unterricht. Fühle dich ermutigt, das tatsächlich auch so umzusetzen!

Wenn du selbst einmal eine spirituelle Yogastunde per Video mitmachen möchtest, dann findest du diese im auf den Yoga Vidya Internetseiten. Auch in den Yoga Vidya Ashrams, zum Beispiel in Bad Meinberg, findest du eine große Bandbreite von Yogastunden, und die spirituellen Yogastunden gibt es neben den therapeutischen Yogastunden und den körperlich orientierten Yogastunden dort jeden Tag.

Video - Spiritualität in die Yogastunde bringen

Altar bei einer Yogastunde

Statischer Altar im Yoga- oder Meditationsraum

- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2020 -

  • Warum ist es gut einen Altar zu haben, wenn man Yoga unterrichtet?
  • Wie kann man einen Altar gestalten und welche Möglichkeiten gibt es?

Bei Yoga-Vidya stellen wir normalerweise einen Altar in die Yogaräume, in denen wir unterrichten, auf.

Die Wirkung eines Altars

Ich selbst habe auch schon in vielen Fitnessstudios und Volkshochschulen unterrichtet - ist zwar schon eine Weile her - und da war noch weniger Offenheit für fernöstliche Spiritualität. Ich habe immer meinen Altar mit aufgestellt, der eine Art Reisealtar ist. Ich meine, dass dieser Altar eine große Bedeutung und eine große Wirkung hat.

Zum einen könnte man sagen, dass ein Altar dabei hilft, eine etwas exotische Atmosphäre zu schaffen. Menschen brauchen ein gewisses Äußeres, um in eine Stimmung zu kommen. Du weißt selbst, wenn du in ein bestimmtes Restaurant hineingehst, gehst du nicht nur wegen des Essens hin sondern auch wegen der Atmosphäre. Wenn du in eine Saunalandschaft gehst, dann gehst du nicht nur wegen der Temperaturen hin, sondern wegen der Atmosphäre.

Um zum Yoga und in die Schwingung reinzukommen, helfen eben auch Altar und Bilder an der Wand von der Göttern oder Yantras. Es hilft, wenn die Teilnehmer beim Reinkommen erstmal Mantramusik hören. Das sind alles Dinge, die helfen, in die Schwingung hineinzukommen. Das ist übrigens auch etwas, wie du es in der Volkshochschule oder in Fitnessstudios auch begründen kannst. Dass die einfachste Begründung eine exotische Atmosphäre ist und irgendwie dazu gehört, damit die Menschen in die richtige Stimmung hineinkommen.

Aber es gibt natürlich noch mehr. Zum einen ist es für dich eine Erinnerung. Wenn du unterrichten willst, dann willst du, dass die göttliche Kraft in dir und durch dich hindurch wirkt. Da hilft es, wenn du zu Anfang der Stunde zu dem Altar hingehst, einen Moment lang die Bilder anschaust und dich vielleicht sogar verneigst.

Ich hatte auch nie Hemmungen gehabt, mich zu Beginn der Stunde vor den Murtis zu verneigen. In Kampfsportarten ist es auch üblich, dass man sich verneigt. Zwar haben diese keinen Altar, aber das Verneigen ist dort ganz üblich und das machen auch schon Kinder. Da brauchen wir als Yogis gar nicht so viel Schüchternheit zu haben.

Du kannst dich also vor der Stunde kurz vor dem Altar hinsetzen, dich vielleicht verneigen, vielleicht kurz nicken, vielleicht um Führung bitten und Gebet.

Auch während der Yogastunde kannst du zwischendurch zum Altar hinschauen. Gerade dann, wenn es etwas schwieriger ist, du vielleicht nicht weiter weißt, ein Teilnehmer Schwierigkeiten hat und du nicht weißt, was du ihm raten sollst. Schau zum Altar, sprich ein kurzes Stoßgebet und plötzlich spürst du, dass da eine Energie durch dich kommt. Sei es, dass du nur mit der Hand dann zum Menschen hinzeigst, sei es dass du ihn sanft berührst, sei es dass du plötzlich weißt was du dem Menschen sagen kannst.

Wenn du schon unterrichtest, dann hast du diese Erfahrungen schon, dass irgendwo eine höhere Führung durch dich fließen will. Wenn du einen Altar hast, geht es umso leichter.

Hinzu kommt, dass ein Altar auch Energie ausstrahlt. Wenn du regelmäßig einen Altar zur Yogastunde hast und mit den Murtis vielleicht auch schon ein Ritual - zum Beispiel Arati, Puja, Homa - gemacht hast, Mantras gesungen hast oder vor den Murtis meditiert hast, dann laden sich die Murtis auf und werden wie Trafo-Stationen. Aus dem Kosmos fließt Energie in die Murtis hinein und dann strahlen die Murtis aus.

Ich weiß von Swami Vishnu-devananda, dass er sehr viel gereist ist und manchmal in Yogazentren übernachten konnte. Manchmal gab es dort keinen Platz, schon deshalb, weil Swami Vishnudevananda ins Yogazentrum gekommen ist und ein paar Dutzend Leute mehr dort sein wollten. So ist Swami Vishnudevananda manchmal im Hotel gewesen und ein Hotelzimmer hat nicht immer gleich eine spirituelle Atmosphäre. Swami Vishnudevananda hat immer als erstes sein Bild von Swami Sivananda ausgepackt, seine Krishna-Murti und eine Kerze oder Öllampe rausgestellt. Dann hat er die Kerze ein paar Mal geschwenkt und plötzlich war im ganzen Hotelzimmer eine Schwingung wie in einem Meditationsraum. Natürlich ging von Swami Vishnudevananda selbst die Schwingung aus, aber auch Swami Vishnudevananda selbst hat eine Murti aufgestellt. Es war immer so, sowie die Murti da war, war das Hotelzimmer plötzlich ein machtvoller Meditationsraum.

So ähnlich ist es auch, wenn du einen Yogaraum hast, der immer ein Yogaraum ist. Dann ist es gut einen statischen Altar zu haben. Aber wenn du an verschiedenen Orten unterrichtest, ist es gut, einen Reisealtar zu haben.

Wie kannst du einen Altar gut gestalten?

Meiner Ansicht nach, sollte der Altar etwas über dem Boden sein, obgleich es auch die Möglichkeit gibt, einfach einen Messingteller oder Glasteller zu haben und die Murtis direkt daraufzustellen. Wenn man es etwas erhöht haben kann, umso besser.

Es ist gut mindestens eine Murti zu haben, die aus einem Material gemacht ist, die Energie aufspeichern und ausstrahlen kann. Das kann ein Metall, wie zum Beosiel Messing oder Kupfer, sein. Messing ins in Indien für Reisemurtis das übliche Material. Es könnte auch eine Steinmurti sein. Marmor und Granit gelten auch als besondere Materialien. Manche sagen auch, dass Holzmurtis auch eine besondere Schwingung haben. Ich persönlich meine, dass lebendiges Holz sehr machtvolle Schwingungen hat. Bei Holzmurtis habe ich jedoch nicht den großen Bezug dazu. Ich meine, dass sie irgendwo schön sind, aber als Schwingungsausstrahlung sind Metall- oder Steinmurtis meinem Empfinden nach machtvoller.

Natürlich ist es gut, eine Kerze oder eine Öllampe anzuzünden. Dann würde ich immer die beiden Meister Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda hinstellen, deren Instrument ich ja immer gerne bin.

Für einen richtigen Altar eines Yoga- oder Meditationsraumes ist es immer gut eine Ganesha-figur zu haben. Dann vielleicht noch drei Figuren, die für die göttliche Mutter, für Shiva und für Vishnu stehen. Die Yoga Vidya Tradition ist eine verbindende Tradition. In Indien gibt es eigentlich drei Haupttraditionen:

Yoga Vidya ist eine übergreifende und verbindende Tradition, sodass wir auf den großen Altären immer eine Statur aus der Vishnu-Tradition (Vaishnavismus): Vishnu, Krishna oder Rama. Wir haben eine Murti aus der Devi-Tradition (Shaktismus): Durga, Lakshmi, Saraswati, Kali oder einen anderen Aspekt der göttlichen Mutter. Und wir haben einen Murt aus der Shiva-Tradition (Shaivismus): Shiva Nataraj, Shiva Lingam.

Es gibt auch Murtis die beides verkörpern. Wenn du zum Beispiel eine Durga-Murti hast, steht diese sowohl mit Shiva und mit Shakti in Verbindung. Oder wenn du eine Lakshmi-Murti hast, dann hast du den Vaishnavismus und Shaktismus zusammen.

Es sollte immer ein Ganesha dabei sein, weil Ganesha alle Hindernisse überwindet.

Daneben kannst du natürlich noch vieles Anderes machen. Der Altar kann einfacher oder komplexer sein. Das ist letztlich eine Frage von Geschmack und Herzenszugang.

Soweit einige Gedanken zum Altar in einer Yogastunde. Sei natürlich auch ermutigt. Angenommen du hast dein eigenes Yogazentrum oder einen eigenen Yogaraum, dann hänge Götterbilder auf. Das hilft, um zur Schwingung zu kommen und das hilft auch, dass spirituelle Schwingung im Raum stark wird und dass die Teilnehmer, die vielleicht Yoga-Samskaras aus früheren Leben haben, sich gleich zu Hause fühlen.

Yoga Vidya ist eine verbindende Tradition

Manche Menschen behaupten, wir seien im Westen und man sollte nur westliche Dinge machen. Ich halte davon gar nichts:

Die heutige Kultur ist keine germanische Kultur, sondern Menschen essen Nudeln, die in China erfunden wurden. Es essen Pfirsiche aus China, Kartoffeln aus Südamerika, Weizen aus Anatolien. Sie tragen Kleidung mit Baumwolle aus Ägypten, zusammengenäht in Bangladesch mit Färbemitteln aus China, auf einem Schiff unter liberianischer Flagge transportiert.

Was ist jetzt wirklich deutsch und westlich? Was ist überhaupt westliche Spiritualität? Ist es die Christliche, die eigentlich aus Israel stammt? Ist es die germanische? Die Germanen stammen aus der russischen Steppe? Wäre es die keltische Spiritualität, käme es ebenfalls aus der russischen Steppe. Die Spiritualität der Glockenbecherkultur? Niemand weiß wirklich, was das gewesen sein soll. Die Spiritualität von diesem Leben? Die Spiritualität aus einem früheren Leben?

Letztlich ist die menschliche Kultur seit Urzeiten immer ein Zusammenspiel von verschiedenen; Menschen befruchten sich. Swami Vishnudevananda hat uns gerne gesagt, dass Menschen sich auch in unterschiedlichen Kulturkreisen inkarnieren.

Diejenigen, die heute stark zum Yoga angezogen werden, waren in einem früheren Leben vermutlich in Indien. Aber sie waren nicht nur in Indien. Jeder hat sich schon einmal in Australien, Afrika, Südamerika, Nordamerika inkarniert. Er war mal Eskimo oder Inuit, christlich oder katholisch usw.

Und das ist ja auch ein schöner Gedanken, dass wir eigentlich alle Kulturen schon einmal erlebt haben, aber zumindest viele Kulturen schon erlebt und alles in uns haben. Menschen, die zum Yoga angezogen werden, haben vermutlich sog. Yoga-Samskaras, waren schon einmal in Indien und fühlen sich gleich zu Hause, wenn dort Götterbilder hängen, indische Murtis da sind, wenn Mantras gesungen werden. Sie fühlen sich auch gleich vertraut mit Asana, Pranayama, Tiefenentspannung, Meditation.

Manche Menschen haben zu Beginn noch einige Widerstände für etwas Außergewöhnliches. Aber Menschen reisen heute ja auch sehr viel. Warum reisen sie und gehen nicht einfach 30 km wandern? Die Menschen wollen eine gewisse Exotik und sie wollen anderes kennenlernen.

Wenn ein Yogazentrum so gestaltet ist, dass es eben anders ist, als das was die Menschen sonst haben, dann ist das gleich wie ein Miniurlaub. Das haben mir Menschen so häufig gesagt, als ich ein Yogazentrum geleitet habe. So wie sie in die Tür eintreten, fällt der Alltag ab. Sie treten ein in eine neue Welt, können sich gut entspannen, mit spiritueller Kraft aufladen und mit Freude, Energie und geistiger Kraft den Alltag neu gestalten.

Mit anderen Worten: Habe einen Altar, gestalte ein Yogazentrum durchaus indisch, yogisch, spirituell. Du wirst merken, dass es dir und deinen Teilnehmern gut tut.

All das gilt mit einer kleinen Einschränkung. Wenn du kein eigenes Yogazentrum hast, sondern woanders unterrichtest, dann respektiere immer das, was anderen wichtig ist. Versuche dann das zu machen, was für die anderen auch okay ist.

Video - Altar bei einer Yogastunde

Gajananam am Anfang der Yogastunde - Nutzen und Wirkung

Ganesha: Der Gott des Neuanfangs

- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2020 -

Nutzen und Wirkung des Gajananam-Singens zu Beginn einer Yogastunde

Gajananam zu Beginn der Yogastunde

Warum ist es gut zu Beginn einer Yogastunde ein Mantra zu singen?

Ich habe auch schon darüber gesprochen, warum es gut ist, zu Beginn das Om zu singen. Bei https://www.yoga-vidya.de/ [Yoga Vidya] singen wird gerne dreimal Om, dann ein Mantra und oft danach dreimal Shanti. Je nach Länge des Mantras kann es durchaus 1 bis 3 Minuten in Anspruch nehmen.

Veränderung der Raumenergie durch Mantras

Warum ist es gut sich diese Zeit zu nehmen?

Zum einen ist es für die Teilnehmer wichtig. Die Teilnehmer werden aus dem normalen Alltag herausgeholt und in eine spirituelle Schwingung hineingebracht. Zum anderen - das mag erstaunlich sein - ist es auch für die Astralebene hilfreich. Wenn du eine Yogastunde gibst, gibst du sie nicht nur auf der physischen Ebene. Du ziehst auch Lichtenergien an und sogar Lichtwesen. Manche Menschen, die etwas hellfühlig sind, können manchmal merken, dass spätestens beim Om und bei dem Mantra mehr Lichtenergie in den Raum hineinkommt und dass sich die Schwingung erhebt.

In der Frühzeit der Digitalkameras konnten die Kameras auch feinstoffliche Dinge wahrnehmen, die auch als Orbs / Licht bezeichnet wurden. Mir haben Menschen berichtet, dass wenn sie Fotos vor dem Om gemacht haben nicht so viel sichtbar war; nach dem Om und dem Mantra waren plötzlich mehr Lichtwesen im Raum.

Du magst jetzt daran glauben oder auch nicht glauben. Die anderen Dinge sind jedenfalls so. Auch der Yogalehrer / die Yogalehrerin können sich mit dem Göttlichen verbinden. Wenn du Yoga unterrichtest, machst du dich zum Instrument. Du lässt Lichtenergie in dich hineinströmen und lässt Lichtenergie durch dich hindurchfließen. Du willst nicht aus dem Ego unterrichten; du willst dich zum Instrument machen.

Ein Mantra hilft dir dich zu sammeln

Vielleicht ist es auch so, dass du vor der Yogastunde nicht so viel Zeit hattest, dich zu sammeln. Es ist schon schön, wenn sich die Teilnehmer für die Anfangsentspannung hinlegen und du vielleicht auch eine Minute Ruhe hältst, während die Teilnehmer deinen vorherigen Anleitungen zur Entspannung folgen. In der Zeit kannst du dich sammeln. Aber du kannst dich noch mit all deinen Teilnehmern verbinden, wenn du das Om wiederholst. Während du das Mantra wiederholst, machst du dich zum Instrument. Du bittest darum, dass das Göttliche in dich hineinströmt und dich erfüllt. Dann bittest du darum, dass dieses Göttliche vom Herzen zu allen Teilnehmern hinfließt. Oder du stellst dir vor, dass die Lichtenergie der Meister, vielleicht Swami Sivananda oder Swami Vishnu-devananda, direkt in die Teilnehmer hineinströmt und sich dabei öffnen.

Bestandteile des Gajananam

So ist das Mantra von besonderer Kraft. Swami Vishnudevananda hat gerne empfohlen das volle Gajananam, also die ganzen fünf Strophen zu wiederholen. Dieses Gajananam, auch Gajananam Stotra genannt, ist eine Zusammenstellung von fünf sogenannten Dhyana Shlokas, welche die verschiedenen Aspekte des Göttlichen anrufen:

Yogastunde als Mittel für Frieden

Wir wollen Yoga eben nicht nur für uns selbst üben, auch nicht nur für die, die im Raum sind. Wir wollen mit der Yogastunde eine Schwingung des Friedens schaffen, die in die ganze Welt ausstrahlen soll. Wir bitten auch darum, dass alle Menschen, die die Yogastunde mitmachen, Licht und Kraft empfangen, damit sie nachher mehr Gutes in der Welt bewirken können. So ist all das in diesem Gajananam enthalten.

Swami Vishnudevananda, der vermutlich derjenige war, der genau diese fünf Shlokas in diese Reihenfolge gebracht hat und zumindest uns im Westen gelehrt hat, das zu unterrichten, hat auch gerne gesagt, dass seine besondere Energie immer dann spürbar ist, wenn wir diese fünf Shlokas hintereinander rezitieren.

Am Ende des Gajananam kann man das Om Shanti wiederholen. Zumindest singen wir das Om Shanti am Ende der Yogastunden. Wir singen das Om Shanti eben auch als Frieden für Körper, Geist und Seele. Auch Frieden für jeden Einzelnen, Frieden für alle mit denen die Yogateilnehmer / Yogateilnehmerinnen anschließend zu tun haben und Friedensgedanken für die ganze Welt.

So ist dieses Om, Gajananam und Shanti schon ein guter Beginn der Yogastunde.

Viele Menschen singen auch nicht das vollständige Gajananam. Man kann ja auch eine Strophe rausnehmen. Viele singen nur die erste, vierte oder fünfte Strophe. Wieder andere singen andere Mantras. Letztlich kannst du es dir aussuchen. Trotzdem hat es eine besondere Schönheit und spirituelle Kraft die ganze Gajananam-Stotra zu rezitieren.

Jetzt weißt du, warum das Gajananam gerne bei Yoga Vidya gesungen wird. Wenn du Yogalehrer / Yogalehrerin bist ermutige ich dich, es zu singen. Überwinde deine Schüchternheit, überwinde die Vorstellung, dass es etwas Außergewöhnliches ist, wo vielleicht Menschen Bedenken haben. Menschen sind sehr viel offener dafür, als du es dir vorstellst.

Spiritualität alltagstauglich

Natürlich gibt es Kontexte, wo sowas nicht gewünscht ist. Es mag christliche Kirchengemeinden geben, die zum Beispiel das Om akzeptieren, aber nicht wollen, dass irgendwelche Mantras gesungen werden, wo Namen wiederholt werden, die vielleicht mit Hindugöttern zu tun haben. Das würdest du dann respektieren. Es mag auch Volkshochschulen oder Rehakliniken geben, die einen großen Wert auf weltanschauliche Neutralität legen und dies deshalb nicht wollen. Das wirst du dann auch respektieren.

Die meisten Fittnesszentren sind dafür übrigens ganz offen. Die Fittnesszentren kennen die Notwendigkeit für Exotik und exotische Atmosphäre. Wenn der Yogalehrer / die Yogalehrerin das einfach damit begründet, dass wir mit dem Yoga aus dem Alltag wegkommen wollen und das Singen hilft, dass Menschen in eine andere Stimmung kommen. Ein wenig Exotik gehört zum Yoga dazu und das versteht jeder Fitnessstudio-Besitzer, der viel Geld ausgibt, um eine besondere Atmosphäre in seinem Fitnessstudio zu schaffen.

In einer Zeit, wo Banken mit Buddha-Figuren werben, Optiker thailändische Götterstatuen im Schaufenster haben, jede zweite Saunatherme hinduistische oder buddhistische Götterfiguren hat, brauchen Yogalehrer sich nicht zu schämen, zu ihrer Spiritualität zu stehen.

Mein Tipp: Singe Om, singe Mantra wenn es irgendwie möglich ist.

Video - Gajananam am Anfang der Yogastunde - Nutzen und Wirkung

Hier ein Vortrag zum Thema Gajananam an Anfang der Yogastunde von und mit Sukadev Bretz aus der Reihe Yoga Vidya Schulung, Vorträge zum ganzheitlichen Yoga.

Meditation am Ende der Yogastunde

- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2020 -

Bei Yoga Vidya unterrichten wir manchmal eine Meditation am Ende der Yogastunde. Und gerade in der Meditation am Ende der Yogastunde machen die Teilnehmer/Teilnehmerinnen besonders tiefe Erfahrungen. Typischer Weise nach dem Om, eventuell vor dem anschließenden Mantra, oder nach dem Mantra, dem Svasti Vacha Mantra, dem Mantra des Wohlwollens, kann man eins, zwei, drei oder fünf Minuten oder länger meditieren.

Nach der Yogapraxis kommt der meditative Zustand leicht

Am Ende einer Yogastunde, nach der Tiefenentspannung, nach dem Om pulsiert das Prana in allen Nadis, in allen [Energiekanäle]n. Der Geist ist klar und ruhig, er ist entspannt und offen. Der Körper ist entspannt, die Rückenmuskeln stark. Es fällt leicht gerade zu sitzen, es fällt leicht einen meditativen Zustand zu erfahren. Und so ist es gut zum Ende der Yogastunde mindestens einen kurzen Moment Stille zu machen. Oft brauchst du gar nicht viel zu sagen du kannst einfach nur nach dem Om sagen „eine Minute Stille“ und eine große Anzahl deiner Teilnehmenden wird in tiefe Meditation fallen, in Leichtigkeit, in Freude, in die Erfahrung von Licht und Weite. Manchmal es auch hilfreich sein, ein paar Worte zu sagen. Menschen sind sehr offen, aber rede nicht zu viel. Lass Leute zügig in die Meditation fallen.

Hinweise

Wenn du mehr wissen willst, wie du Teilnehmende in die Meditation führen kannst, dann gehe auf unsere Yoga Vidya Internetseite. Dort gibt es die Informationen über Meditationskursleiter Ausbildung. In der Meditationskursleiter Ausbildung lernst du wie du Teilnehmende noch tiefer in die Meditation führen kannst, zum Beispiel nach der Yogastunde. Und wenn du selbst Meditation lernen willst, gehe auf unsere Internetseite. Es gibt zum Beispiel Yoga und Meditation Einführungswochenenden bei Yoga Vidya, die meisten der Yoga Vidya Stadtcentren bieten Meditationskurse an und es gibt den kostenlosen 10 Wochen Meditationskurs für Anfänger, in dem du systematisch in die Meditation geleitet wirst. Aber du musst gar nicht so lange warten. Wenn du willst, bleibe jetzt einfach einen Moment lang sitzen und meditiere.

Video - Meditation am Ende der Yogastunde

Om und Mantra am Ende der Yogastunde - Wirkung und Nutzen

Om - Der Urklang

- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2020 -

Bei Yoga Vidya singen wir am Ende der Yogastunde immer ein Om und ein Mantra. Das machen auch andere spirituell angelegte Yogaschulen. Warum machen wir das? Es gibt verschiedene Gründe.

Mit Om ins Alltagsbewusstsein zurückkehren

Ein Grund ist: Wir machen am Ende der Yogastunde eine Tiefenentspannung. In der Tiefenentspannung kommen mache Menschen sehr, sehr tief. Um zurückzukehren zum Alltagsbewusstsein ist das Om sehr machtvoll. Gerade weil wir am Ende der Tiefenentspannung das Om sagen, die Menschen setzen sich natürlich auf, braucht es keine zu Komplexen Strategien, um zum Normal-Bewusstsein zurückzuführen. OM ist ein Mantra, das unter anderem die Fähigkeit hat, Menschen von einem Bewusstseinszustand zum anderen zu bringen. Zu Beginn der Yogastunde singen wir das Om, um in einen yoga gemäßen, bewussten, achtsamen Gemütszustand zu kommen, zum Ende Yogastunde, um aus diesen Tiefenentspannungszustand zurückzukehren in den normalen Bewusstseinszustand. OM versetzt den Körper wieder in harmonische Schwingungen, lässt den Astralkörper weit werden. Menschen spüren gerade am Ende der Yogastunde bei dem OM eine tiefe Erfahrung von Freude, Verbundenheit und Weite.

Und ich kenne einige Menschen, die deshalb beim Yoga geblieben sind, weil sie in der ersten Yogastunde beim Singen von OM eine so tiefe Erfahrung gemacht haben. Und so ist das OM am Ende der Stunde eine tiefe spirituelle Erfahrung, mindestens für manche in der Yogastunde. Das dreimal Om lässt das Prana nach oben steigen, aktiviert die höheren Chakras, lässt manchmal das dritte Auge pulsieren und das Sahasrara Chakra nach oben öffnen. Manchmal will man einfach nach dem OM in die Stille und in die Ruhe gehen und Freude genießen.

Wirkung und Nutzen des Mantras

Nach dem OM oder nach der Stille üben wir meistens ein Mantra. Wir singen ein Mantra. Typischer Weise ein sogenanntes Svasti Vacha Mantra. Ein Mantra des Wohlwollens, welches auch als Mangala Charana bezeichnet wird, eine Segensgabe. Wir wiederholen ein Mantra, dass dafür steht, dass wir Gutes in die Welt hinein bringen wie „Lokah Samastah Sukhinoh Bhavantu“ – „Mögen alle Wesen glücklich sein, Harmonie erfahren“.

Ein anderen Beispiel ist: „Sarvesham Svasti Bhavatu“ – „Mögen alle Menschen Wohlergehen erfahren.“ Oder: „Sarva-mangala-mangalye“- „Mögen aller Segen und alles Glück dieser Welt für alle Menschen sein. Darum bitten wir“. Wir wollen so mit diesen letzten Mantras eine Friedensenergie schaffen und eine Wohlwollensenergie, Lichtenergie, nicht nur für uns in der Yogastunde, nicht nur für die Teilnehmenden, sondern für alle Wesen überall. Mögen alle Menschen, die jetzt die Yogastunde verlassen, Gutes bewirken in ihrem „So Sein“, in ihrer Ausstrahlung, mit ihrer Entspannung, mit ihrer Inspiration. Und möge die Schwingung, die von der Yogastunde ausgeht, Gutes bewirken für alle Wesen überall.

Mehr Information über Tiefenentspannung findest du auf unseren Internetseiten. Es gibt einen ganzen Tiefenentspannungskurs. Es gibt auch mehrere Vorträge von mir über Entspannung- und Stressmanagement und welche Arten von Tiefenentspannung es gibt.

Video - Om und Mantra am Ende der Yogastunde - Wirkung und Nutzen

Gruß an die Meister am Ende der Yogastunde

Sadguru - Swami Sivananda

- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2020 -

Bei Yoga Vidya schließen wir die Yogastunde üblicherweise mit den Worten:

Om Bolo Sadguru Sivananda Maharaj Ji Ki – Jaya!
Om Bolo Sri Guru Vishnudevananda Maharaj Ji Ki – Jaya!

Wir grüßen unsere Meister, unsere Lehrer. Warum ist das gut? Zum einen ist das gut, damit wir uns bewusst machen, wir waren nur Instrument als Yogalehrende. Wir wollen nicht mit Ego unterrichten, wir wollen mit Demut unterrichten. Wir wollen die Guru Parampara Shakti, die Unterrichtsenergie des Yoga durch uns fließen lassen. So wie Swami Vishnu-devananda immer gesagt hat, nicht er ist es, der unterrichtet, Swami Sivananda unterrichtet durch ihn. Und Swami Sivananda gesagt hat, nicht er unterrichtet, die großen Meister wirken durch ihn.

Und so wollen wir uns zum Instrument machen und uns gerade zum Abschluss der Yogastunde, bevor Teilnehmende nachher sagen, wie großartig die Yogastunde war, und wie toll wir unterrichtet haben oder wir die strahlenden Gesichter sehen, dankbar sein. Wir danken und besinnen uns darauf, dass die Energie der Meister durch uns gewirkt hat. Es ist schön, dass alle zusammen diese Demutshaltung haben. Menschen haben typischer Weise in einer Yogastunde sehr tiefe Erfahrungen, sehr freudevolle Erfahrungen, energetische Erfahrungen, Erfahrungen, die lange wirken.

Es ist für Menschen ein großen Bedürfnis ihre Dankbarkeit auszudrücken. Vielleicht werden sie die Dankbarkeit auch dir gegenüber ausdrücken, aber vielleicht auch nicht. Besonders wichtig ist, die Dankbarkeit gegenüber den Meistern auszudrücken. So hältst du deine Kanäle offen, die Teilnehmenden durch die Dankbarkeit nach einer schönen Erfahrung erhalten diese Erfahrung länger. Wenn man eine schöne Erfahrung hat und sich nicht dafür bedankt, geht sie schneller verloren als wenn man schöne Erfahrungen hat und dankt. So gibt es tiefe psychologische und spirituelle Gründe, am Ende einer Yogastunde zu schließen mit:

Om Bolo Sadguru Sivananda Maharaj Ji Ki – Jaya!
Om Bolo Sri Guru Vishnudevananda Maharaj Ji Ki – Jaya!

Video - Gruß an die Meister am Ende der Yogastunde

Siehe auch

Literatur

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