Anhaften

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Anhaften: Anhaften kann eine Quelle von Leid sein. Anhaften gilt es zu überwinden. Dennoch solltest du verantwortungsvoll sein. Man könnte sagen, dass es sattwiges, rajassiges und tamasiges Anhaften gibt. Im Yoga kennen wir immer diese drei Dinge.

Im Yoga gilt es, mit dem Fluss des Lebens zu gehen.

Rajas, Tamas und Satwa

Sattwa ist das, was erhebt. Rajas sind Dinge, die unruhig machen und aus dem Ego herauskommen. Tamas kommt aus der Trägheit heraus. Tamassiges Anhaften würde heißen, dass man an negativen Gewohnheiten anhaftet, die dumpf sind. Sie machen dich unglücklich und du kommst aus ihnen nicht heraus. Süchte sind ein tamassiges Anhaften. Manche Menschen suhlen sich in ihrem Schlamm, suhlen sich auch im Selbstmitleid und kommen nicht heraus. Dies würde man als tamassiges Anhaften bezeichnen.

Das rajassiges Anhaften ist ein Anhaften mit Ego und mit Gier. Du bist der Meinung, das es dir gehört. Du willst es behalten. Du meist, du brauchst es und bleibst daher dabei. Du erwartest, das Menschen dies und jenes tun. Du erwartest, dass Dinge so und so sind. Das ist ein rajassiges Anhaften. Dinge werden sich irgendwann einmal ändern und du wirst ins Unglück gestürzt. Aus Anhaften heraus kann es sein, dass du gegenüber anderen negativ bist. Dies kann sogar mit einer Verletzung von anderen Personen einhergehen. Es kann soweit gehen, dass sogar ein Verbrechen eintritt und du ein Verbrechen ergehst. Dieses rajassige Anhaften ist gemeinst, wenn es heißt, du sollst nicht anhaften, überwinden. Du sollst nicht anhaften an Ideen, an Vorstellungen oder an Wünschen.

Sattwiges Anhaften

Es gibt zudem auch das sattwige Anhaften. Sattwiges Anhaften bedeutet, dass du dich anhaftest an die höchsten Ziele im Leben. Du nimmst dir vor, dass du die Gottverwirklichung erreichen willst. Du willst die Erleuchtung erlangen. Du willst uneigennützig Dienen. Du willst Gutes für die Welt tun. Du willst nach ethischen Verhalten handeln und dein Leben danach leben. Du willst Ahimsa, Aparigraha, Brahmacharya, Vairagya beachten.

Du sagst dir: Ich werde Ahimsa beachten und aus liebevoller Güte handeln. Ich werde Satya beachten, die Wahrhaftigkeit und werde nicht scheinheilig und nicht vorgebend sein, was ich nicht bin. Ich werde nicht lügen und nicht betrügen. Ich werde Asteya üben, nicht stehlen. Ich werde nur das nehmen, was mir zu Recht gehört. Ich werde anderen Menschen nichts wegnehmen und teilen, alles was ich habe. Ich teile gerne mit anderen. Ich werde Brahmacharya üben. Ich werde sexuelles Fehlverhalten vermeiden in meinem Leben. Ich werde mich an Aparigraha halten und mich nicht bestechen lassen. Ich werde auch anderen Menschen nicht bestechen. Das sind wichtige Vorsätze.

Ich werde zudem jeden Tag meditieren. 20 Minuten lang sollte ich täglich der Meditation zu kommen lassen. Was auch immer geschehen wird, ich werde nie Fleisch essen und keinen Alkohol trinken. Ich werde keine Drogen nehmen und keine Zigaretten rauchen. Das sind wichtige Vorsätze. Diese Vorsätze umzusetzen, bedeutet ein positives Anhaften.

In diesem Sinne vermeide tamassiges Anhaften. Gehe aus Gemütszuständen heraus und reduziere rajassiges Anhaften. Kultiviere in diesem Sinne ein nicht Anhaften. Hafte dich aber an hohe Ideale, an ethischen Grundsätze und an dem Ziel der Gottverwirklichung an. Übe spirituelle Praktiken.

Video Anhaften

Hier findest du ein Vortragsvideo zum Thema Anhaften :

Sprecher/Autor: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Ausbildungsleiter zu Yoga und Meditation.

Anhaften Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Anhaften :

Siehe auch

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