Wissenschaftliche Studien: Unterschied zwischen den Versionen

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(Allgemeine Gesundheit)
(Wo und wie wirkt Yoga – Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme (2017))
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Zitat aus der Studie Dr. Cramer: "In nur wenigen Jahrzehnten hat Yoga sich von einer belächelten esoterischen Modeerscheinung zu einer vielversprechenden verhaltensmedizinischen Therapieform entwickelt. Selbst aufgeklärte wissenschaftlich-kritische Zeitgenossen kommen heute um eine Beschäftigung mit Yoga kaum noch herum. In den USA ist das Verfahren bereits fest etabliert. Dort üben mehr als 20 Millionen Menschen Yoga. (...) Knapp 16 Millionen Menschen üben hierzulande Yoga oder sind an einer Aufnahme der Praxis interessiert" Grund für die Aufnahme der Yoga-Praxis sind meist positive Gesundheitswirkungen: "Drei Viertel der Übenden erwarten eine Verbesserung ihres körperlichen Befindens, knapp zwei Drittel eine Verbesserung des psychischen Befindens." "Yoga als Trendsport oder esoterisches Hobby abzutun, wird also der Realität nicht gerecht." [http://greenbalanceyoga.de/wp-content/uploads/2018/01/yoga-wirkt_thieme.pdf (Studie Seite 1925)]
 
Zitat aus der Studie Dr. Cramer: "In nur wenigen Jahrzehnten hat Yoga sich von einer belächelten esoterischen Modeerscheinung zu einer vielversprechenden verhaltensmedizinischen Therapieform entwickelt. Selbst aufgeklärte wissenschaftlich-kritische Zeitgenossen kommen heute um eine Beschäftigung mit Yoga kaum noch herum. In den USA ist das Verfahren bereits fest etabliert. Dort üben mehr als 20 Millionen Menschen Yoga. (...) Knapp 16 Millionen Menschen üben hierzulande Yoga oder sind an einer Aufnahme der Praxis interessiert" Grund für die Aufnahme der Yoga-Praxis sind meist positive Gesundheitswirkungen: "Drei Viertel der Übenden erwarten eine Verbesserung ihres körperlichen Befindens, knapp zwei Drittel eine Verbesserung des psychischen Befindens." "Yoga als Trendsport oder esoterisches Hobby abzutun, wird also der Realität nicht gerecht." [http://greenbalanceyoga.de/wp-content/uploads/2018/01/yoga-wirkt_thieme.pdf (Studie Seite 1925)]
 
  
 
Untersucht wurden drei Bereiche: Der Effekt von Yoga auf chronische Schmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bei psychischen Belastungen.
 
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Weiterhin stellt Dr. Cramer, durch die positive Wirkung von Yoga auf psychische Belastung auch einen positiven Effekt in der unterstützenden [[Krebs]]therapie fest. Yoga kann die Lebensqualität der Betroffenen verbessern und Erschöpfung, Angst und Depression lindern.
 
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Version vom 19. August 2019, 12:06 Uhr

Yoga wird seit Anfang des 20. Jahrhunderts wissenschaftlich erforscht. Hier folgt eine Übersicht über wissenschaftliche Studien zum Yoga - der mit Abstand besterforschten Form der Naturheilkunde. Die Wirkung von Yoga weisen zahllose wissenschaftliche Studien nach. Man kann grundsätzlich drei Arten von Studien unterscheiden:

Yoga hat positive Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele
  1. Physiologische wissenschaftliche Studien: Was geschieht auf der körperlichen Ebene, wenn jemand Yoga übt?
  2. Wirkungsstudien: Welche Wirkung hat die Übung von Yoga auf Gesundheit/Heilung, auf die Psyche, auf die Leistungsfähigkeit, Glück und Wohlbefinden?
  3. Soziologische wissenschaftliche Studien: Wer übt Yoga? Wie weit verbreitet ist Yoga? Am meisten Beachtung finden die Wirkungsstudien. Hier zeigt sich, dass Yoga in der Prävention und in der Heilung/Therapie (eigenständig und andere schulmedizinische Therapien unterstützend) hilft.

Zahlen des Berufsverbandes der Yogalehrenden belegen, dass es sich bei Yoga nicht um einen "bloßen Trend" handelt, sondern dass viele Menschen auf verschiedene Weise positive Veränderungen durch ihre Yogapraxis wahrnehmen. Insgesamt 5% der Deutschen (über 4 Millionen Menschen) praktizieren gegenwärtig Yoga (2018). Damit zeigt die Yoga-Praxis in Deutschland eine steigende Tendenz (2014: 3%). Weitere 11% der Deutschen haben schon einmal Yoga praktiziert, tun dies aktuell aber nicht mehr. Der Anteil der Yoga-Praktizierenden ist unter den Frauen mit 9% deutlich höher als unter den Männern mit nur 1%. Als Motive für das Praktizieren werden Verbesserung des körperlichen sowie geistigen Wohlbefindens genannt, gefolgt von dem Wunsch nach gesteigerter Leistungsfähigkeit in diesen Bereichen. Eine Umfrage, ob die Yogaübungen eine Veränderung bewirken, wurde bejaht. Ergebnissen einer Studie zufolge wird das Interesse an Yoga zunehmen und die Erfahrungen der Praktizierenden sind ausnahmslos positiv. Originalstudie des BDY: Yoga in Zahlen

Inhaltsverzeichnis

Yoga in der medizinisch-wissenschaftlichen Forschung

Hier finden sie eine Übersicht zu Studien und Metastudien, die eine relevante Auswirkung auf Forschung, Wissenschaft und Medizin hatten und die einen bedeutenden Beitrag zur Erforschung von Yoga geleistet haben. In einer Metastudie werden bereits vorhandene Studien miteinander verglichen.

"Es liegen heute eine ganze Reihe renommierter wissenschaftlicher Studien zu den vielfältigen (positiven) Wirkungen des Yoga vor, die aber zumeist nur in akademischen Fachkreisen rezipiertwerden. Die allgemeine Öffentlichkeit, viele Institutionen – vor allem solche, die selbst Yoga Angebote im Programm haben (wie Volkshochschulen, Krankenkassen etc.) – und verstärkt auch politische Entscheidungsgremien wünschen eine sachgerechte Information; nicht nur über die theoretischen Hintergründe und praktischen Anwendungen des Yoga, sondern zunehmend auch über die nachprüfbaren Wirkungen einer regelmäßigen und qualifiziert angeleiteten Yoga-Praxis." BDY: Yoga. Im Spiegel der Wissenschaft (Seite 3)

Geschichte und Entwicklung der wissenschaftlichen Erforschung von Yoga

Yoga findet als Methode der Gesundheitsförderung auch immer mehr Eingang in die Medizin und Forschung. Seit über 100 Jahren werden die Wirkungen von Yoga wissenschaftlich untersucht. Zu Beginn fand die Forschung hauptsächlich an indischen Universitäten statt, wurde aber im laufe der 20Jh. auch immer mehr von der westlichen Wissenschaft und Medizn vorangetrieben. Inzwischen gibt es Tausende von Studien zur Wirkung von Yoga. Gibt man bei PubMed, einer öffentlichen Datenbank für medizinwissenschaftliche Studien, den Begriff Yoga ein, kommt man auf über 5000 Einträge. Die frühsten Studien in dieser Datenbank sind bereits von 1948, bis zum Jahre 1990 sind es aber jährlich nie mehr als 10 Stück. Ab dem Jahr 2007 sind es dann schon mindestens 100 wissenschaftliche Studien, die jährlich veröffentlicht werden. Und im Jahr 2018 waren es schon über 500 Stück.

Yoga wirkt vorbeugend und heilend bei Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Bluthochdruck. Yoga hilft, Wechseljahresbeschwerden zu mindern. Yoga ist hilfreich bei der Krebs-Rekonvaleszenz. Yoga hilft Burnout und Depression zu vermeiden bzw. zu behandeln.

Siehe Artikel: BDY - Yoga im Spiegel der Wissenschaft, Overview of Yoga Research

Wichtige Zitate, Aussagen und Daten

  • "Yoga wird als dringend zu beforschende Methode eingestuft." ([1] Seite 2)
  • "Yoga wird vom National Heart, Lung and Blood Institute der USA (Lin et al. 2001) neben Akupunktur als eine dringend zu beforschende therapeutische Methode eingestuft. In einem im Europan Journal of Prevention and Rehabilitation publizierten Review wird (Jayasinghe, 2004) Yoga als wirksam in der Behandlung von arterieller Hypertonie und anderer kardiovaskulärer Risikofaktoren (Übergewicht, Lipide) dargestellt. In der grundlegenden Arbeit von Ornish (1990) zur Regression der koronaren Herzkrankheit war Yoga ebenfalls ein wesentliches Therapiemodul." ([2] Seite 5)

Liste relevanter Studien

Metastudien:

wichtige Studien:

Körperliche Wirkung

Allgemeine Gesundheit

Regelmäßige Yogapraxis stabilisiert die Gesundheit

Hinweise für Nutzen von Yoga und Meditation auf Hirn und Immunsystem (2018)

Ein Forscherteam der University of South California berichtet im Fachmagazin „Frontiers in Human Neuroscience“, dass sich Yoga und Meditation durchaus positiv auf das Gehirn und Immunsystem auswirken kann. Für das Forschungsprojekt haben die Wissenschaftler 26 Teilnehmer über einen Zeitraum vom drei Monaten täglich Yoga und Meditationsübungen ausführen lassen. Das Wissenschaftsteam stellte fest, dass nach den Übungen proinflammatorische Zytokinen (IL-12) abnahmen, antiinflammatorische Zytokine (IL-10) zunahmen. Auch ein Anstieg des BDNF-Spiegels, sowie der Cortisol-Ausschüttung war deutlich zu erkennen. Im Gegensatz dazu konnten bei den Teilnehmern Ängste und depressive Symptome reduziert werden.

Artikel zur Studie: Hinweise für Nutzen von Yoga und Meditation auf Hirn und Immunsystem

Wo und wie wirkt Yoga – Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme (2017)

In einer Metastudie von DP Dr. Holger Cramer, die in der „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2017) veröffentlicht wurde gibt Dr. Cramer eine Übersicht über die aktuelle wissenschaftlichen Datenlage zu wissenschaftlichen Studien im Bereich Yoga und zieht insgesamt eine positive Bilanz. Untersucht wurden 300 randomisierten Studien, in denen der therapeutische Effekt von Yoga auf chronische Schmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder psychische Belastungen im Fokus stand.

Zitat aus der Studie Dr. Cramer: "In nur wenigen Jahrzehnten hat Yoga sich von einer belächelten esoterischen Modeerscheinung zu einer vielversprechenden verhaltensmedizinischen Therapieform entwickelt. Selbst aufgeklärte wissenschaftlich-kritische Zeitgenossen kommen heute um eine Beschäftigung mit Yoga kaum noch herum. In den USA ist das Verfahren bereits fest etabliert. Dort üben mehr als 20 Millionen Menschen Yoga. (...) Knapp 16 Millionen Menschen üben hierzulande Yoga oder sind an einer Aufnahme der Praxis interessiert" Grund für die Aufnahme der Yoga-Praxis sind meist positive Gesundheitswirkungen: "Drei Viertel der Übenden erwarten eine Verbesserung ihres körperlichen Befindens, knapp zwei Drittel eine Verbesserung des psychischen Befindens." "Yoga als Trendsport oder esoterisches Hobby abzutun, wird also der Realität nicht gerecht." (Studie Seite 1925)

Untersucht wurden drei Bereiche: Der Effekt von Yoga auf chronische Schmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bei psychischen Belastungen.

  • Eine Reduktion der chronischen Schmerzen durch eine ganzheitliche Yogapraxis. Durch die bewußte Wahrnehmung des Muskeltonus und der Gelenkstellung konnte die Haltung der Übenden deutlich verbessert werden und das Schmerzempfinden nahm ab. Besonders beeindruckend fand diese Wirkung im Bereich Rücken- und Nackenschmerzen statt und war gleich zu setzten mit anderen Therapien wie die Rückenschule oder gezieltes Muskeltraining. Dr. Cramer: "Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Gesundheitszustand bessert, war bei den Patienten, die Yoga praktizierten, mehr als 3-mal so hoch wie bei denen, die nicht am Yoga teilnahmen. Insgesamt profitieren etwa 2 Drittel aller Rückenschmerzpatienten von der Teilnahme an einem Yogakurs." (Studie Seite 1926)
  • Auch in der Kardiologie weist die Yogatherapie eine positive Wirkung auf. Vor allem bei der begleitenden Behandlung von Hypertonie, aber auch bei Adipositas und Hyperlipidämie. Hier sind es vor allem jedoch die Atem- und Meditationstechniken, die zu einer Verbesserung führen. Dr. Cramer: "Der Entstehung einer Hypertonie geht oft eine Dysbalance des autonomen Nervensystems voraus, d.h. ein relatives Übergewicht des sympathischen Sys- tems, oft assoziiert mit chronischem Stress. Über eine Aktivierung der Gamma-Amino-Buttersäure (GABA), des primären inhibitorischen Neurotransmitters, kann Yoga diesem Ungleichgewicht entgegenwirken." (Studie Seite 1926)
  • Yogatherapie hat eine positive Auswirkung bei psychischen Belastungen und Depression. Auch hier sind es vor allem die Atem- und Meditationstechniken, die eine Verbesserung herbeiführen. Bei der Depression spielen neben GABA v. a. die Monoamine (Noradrenalin, Serotonin, Dopamin) eine wichtige Rolle. Yoga kann hier den Metabolismus dieser Neurotransmitter beeinflussen und die Gedankenwellen des Geistes beruhigen. Dr. Cramer: "Die Wahrscheinlichkeit, zum Studienende eine Remission zu erreichen, war bei Patienten, die am Yoga teilnahmen, fast 3-mal so groß wie bei Patienten, die nicht am Yoga teilnahmen. In den bisherigen Studien zum Thema erreichte insgesamt mehr als die Hälfte aller Yoga-Praktizierenden Remission. Bei den Nicht-Praktizierenden war es weniger als ein Viertel." (Studie Seite 1927)

Weiterhin stellt Dr. Cramer, durch die positive Wirkung von Yoga auf psychische Belastung auch einen positiven Effekt in der unterstützenden Krebstherapie fest. Yoga kann die Lebensqualität der Betroffenen verbessern und Erschöpfung, Angst und Depression lindern.

Kernaussagen:

  • Yoga wird vermehrt in Therapie und Prävention eingesetzt.
  • Klinische Studien zeigen positive Wirkungen, insbesondere bei chronischen Schmerzen, Hypertonie, Depressionen und in der supportiven Krebstherapie.
  • Bei psychischen Symptomen sind v. a. atem- und meditationsbasierte, bei muskuloskelettalen Schmerzen v. a. körperorientierte Yogaformen effektiv.
  • Wirkmechanismen umfassen eine parasympathische Aktivierung und Modulation des GABA- und Monoamin-Metabolismus.

Originalstudie: Wo und wie wirkt Yoga?, Thieme

Artikel zur Studie: thieme.de, BDY, N-TV

Komponenten der Yoga Praxis: Ein theoretischer Rahmen für künftige Yogastudien (2015)

Auch wenn die wissenschaftlichen Studien zu Yoga immer zahlreicher werden, ist die Forschungslage laut L. Schmalzl immer noch unübersichtlich und ungenügend. Dies liegt vor allem daran, dass es bisher keinen einheitlichen Rahmen für die Definition und Beurteilung der Yoga-Praxis gibt. Yoga ist ein komplexes, spirituelles System, dass viele unterschiedliche Methoden in sich vereint und für jeden Praktizierenden etwas anderes bedeuten kann. Deshalb ist es oft nicht ersichtlich, welcher der Methoden nun genau eine Veränderung im Krankheitsbild bewirkt hat. Desweitern sind viele durchgeführte Studien qualitativ ungenügend, haben zu wenige Teilnehmer, keine Kontrollgruppen und die Interventionen sind nicht deutlich genug beschrieben. Trotzdem lässt sich die positive Wirkung von Yoga nicht verleugnen. In zahlreichen Studien lässt sich eine messbare Veränderung auf Körper, Emotion und Kognition durch die Yoga-Paraxis feststellen.

"In this paper we propose a definition of YBP with the aim of providing a comprehensive theoretical framework applicable within Western science, from which testable scientific hypotheses can be formulated." (siehe Conclusion)

Laura Schmalzl von der Universität in Californien San Diego möchte in ihrer Arbeit einen Rahmen für die Erforschung der Yoga-Therapie schaffen und eine klare Definition ihrer einzelnen Methoden geben. Dazu unterteilt sie die Yoga Therapie in ihre einzelnen Bestandteile und versucht diese klarer zu definieren. Sie glaubt, dass eine detailierte Unterteilung der unterschiedlichen Komponenten des Yoga wichtig für deren Verständnis und Operationalisierung ist. Sie kommt mit ihren Team zu dem Schluss, dass es im Yoga drei Hauptkomponenten gibt: die Körperbewegungen (bzw. -stellungen), die Atemkontrolle und die Konzentration. Diese haben eine direkte, positive Wirkung auf das Autonome Nervensystem, die Kognition und die Emotionen.

"We propose that compared to mindfulness-based practices, the rich set of movement, breath and attention components employed in YBP may more directly engage the vagal afferent system as well as BG (Basal Ganglia: Hirnregion) and cerebellar circuits, with consequent possibly enhanced effects on autonomic, emotional and cognitive regulation. In sum, we believe in the importance and potential of future research investigating the mechanisms underlying YBP, so that they may be more effectively adapted and applied in various clinical, educational and recreational settings." (siehe Conclusion)

Originalstudie: Effects of yoga-based practices: towards a comprehensive theoretical Framework, Yoga Therapy: The Convergence of Traditional Wisdom and Contemporary Neuroscience

Artikel zur Studie: Yogaprehab, Present Moment, ViniYoga

Yoga senkt die Anfälligkeit für Krankheiten (2015)

Eine erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten hängt oft mit einem erhöhten Stresslevel zusammen. Viele Menschen nehmen aus diesem Grund Arztleistungen in Anspruch. Eine US-amerikanische Studie des Massachusetts General Hospital hat nun herausgefunden, dass Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Tai Chi den Stresslevel reduzieren und sich positiv auf die allgemeine Gesundheit auswirken können. Bei der Studie wurden 4000 Probanden von 2006 bis 2014 begleitet – sie erhielten von den Forschern die Anweisung, regelmäßig Yoga, Meditationsübungen oder Tai Chi zu praktizieren. Eine Kontrollgruppe von 13000 Studienteilnehmern unternahm keinerlei Entspannungsübungen.

Im Ergebnis sank bei den Teilnehmern, die Yoga, Meditation oder Tai Chi geübt hatten, die Inanspruchnahme medizinischer Dienste um 43% (relativ zur Kontrollgruppe). Das Praktizieren dieser Techniken hatte sich also positiv auf die Stabilisierung der Gesundheit ausgewirkt. Die Forscher rechneten außerdem aus, dass dadurch 2360 Dollar pro Patient eingespart werden könnten.

Dr. Michelle Dossett, eine der Autorinnen der Studie, erklärt, dass die Praktiken das Bewusstsein für den eigenen Körper verbessern und dazu führen, dass man sich besser um sich selbst kümmert. Zudem verringern sie eine breite Palette von stressbedingten Symptomen und Erkrankungen. Yoga und Meditation verringern die Dosis des Stresshormons Cortisol im Körper und können somit einen wichtigen Beitrag zu einer guten allgemeinen Gesundheit leisten.

Originalstudie: Relaxation Response and Resiliency Training and Its Effect on Healthcare Resource Utilization

Artikel zur Studie: Studie beweist: Wer Yoga macht und meditiert, lebt gesünder

Entspannung unterstützt die Gesundheit im Arbeitsleben (2014)

Die Studienleiterin Marjaana Sianoja, Wissenschaftlerin für Psychologie an der University of Tampere,fand heraus, dass Arbeitnehmer, die ihre Pause mit Entspannungstechniken verbrachten eine erhöhte Konzentrationsfähigkeit aufwiesen, gesünder waren und sich wohler fühlten. Den gleichen Effekt stellte sie fest, wenn die Versuchpersonen ihre Pause draußen in der Natur verbrachten.

Die Untersuchung wurde an 100 Teilnehmer durchgeführt, die ihre tägliche Mittagsroutine für zehn Tage am Stück zu verändern sollten. Die Hälfte der Teilnehmer machten einen Spaziergang im Park, während die andere Hälfte in einen stillen Raum Entspannungstechniken und Meditation übten. Beide Aktivitäten dauerte nur 15 Minuten, und alle Teilnehmer nahmen zuvor ein kleines Mittagessen zu sich.

Es wurde weiter beobachtet, dass die Personen die Entspannungstechniken in ihrer Pause nutzten oder in der Natur waren, danach kreativer arbeiteten. Sie waren außerdem erholter und somit produktiver. Scheinbar wirkte sich auch eine tägliche Pause von 15 min positiv auf das Leistungsniveau aus.

Originalstudie: Exposure to nature versus relaxation during lunch breaks and recovery from work: development and design of an intervention study to improve workers’ health, well-being, work performance and creativity: Entspannung unterstützt die Gesundheit im Arbeitsleben

Artikel zur Studie: Was wirklich gegen Müdigkeit am Arbeitsplatz hilft

Die Wirkung von Yoga auf psychische und körperliche Gesundheit. Eine Analyse mehrerer Metastudien (2012)

An der Universität Witten-Herdecke wurde eine Übersichtsstudie zu klinisch relevanten Wirkungen erstellt. Yoga wirkt auf vielen Ebenen: auf Körper und Geist, bei Alt und Jung, vorbeugend und unterstützend. Zu diesem Ergebnis kommt eine zusammenfassende Metastudie des Zentrums für Integrative Medizin der Universität Witten/Herdecke. Die Übersichtsstudie ordnet und beurteilt die inzwischen große Fülle an Studien und Veröffentlichungen, die sich mit präventiven und therapeutischen Wirkungen von Yoga beschäftigen.

Die Metastudie beleuchtet die drei Themenfelder Physis, Physiologie und Psyche und hinterfragte zudem kritisch die Qualität der erfassten Einzelstudien. Fazit: Die systematischen Übersichtsarbeiten stellen zumeist positive Effekte der Yoga-Maßnahmen hinsichtlich milder Depression, Stress und Schmerz sowie körperlicher Fitness und kardiovaskulärer Ausdauer fest, weisen aber auch auf Mängel vieler Studien hin.

Originalstudie: Effects of Yoga on Mental and Physical Health: A Short Summary of Reviews

Artikel zur Studie: Klinische Wirkung verschiedener Yoga-Interventionen (im Yoga Wiki), Yoga kann Medizin sein

Eine bewusste Lebensweise lässt Zellen langsamer altern (2013)

US-amerikanische Forscher des University of California Preventative Medicine Research Institute machten eine wissenschaftliche Studie mit 35 männlichen Probanden, um festzustellen wie eine gesunde und bewusste Lebensweise auf den Alterungsprozess wirkt. 10 Probanden haben ihre Ernährung auf Vollwertkost, Obst und Gemüse umgestellt, und dies fünf Jahre lang mit täglichem Yoga unterstützt. Bei der Studie wurden sogenannte "Telomere" untersucht. An ihnen kann man die Lebensdauer einer Zelle erkennen. Bei den 10 Probanden, die ihren Lebensstil geändert hatten, wuchsen diese Telomere um 10 Prozent! Bei den 25 restlichen Testpersonen, die ihren Lebensstil nicht geändert hatten, hatten sich die Telomere um durchschnittlich 3 Prozent verkürzt.

Eine gesunde vitalstoffreiche Ernährung mit frischen Obst, Gemüse und Vollwertkost lässt unsere Zellen länger leben. Damit bekommt der Körper mehr Basen als Säuren. Nur in einem sauren Milieu können Tumorzellen entstehen. Auch Stress macht unseren Körper sauer. Yoga unterstützt auf mehren Ebenen den Genesungsprozess und trägt zu einem gesunden Säure-Basenhaushalt bei.

Originalstudie: Effect of comprehensive lifestyle changes on telomerase activity and telomere length in men with biopsy-proven low-risk prostate cancer: 5-year follow-up of a descriptive pilot study

Artikel zur Studie: HealthNewsNet, Yogajournal

Erbgut/Gene

Yoga fürs Erbgut (2014)

Eine wissenschaftliche Studie der Calgary University belegt die physiologischen Auswirkungen von Yoga und Meditation. Für eine Untersuchung wurden 88 Frauen mit Brustkrebsdiagnosen im Stadium I bis III ausgewählt, welche alle eine Therapie bestanden hatten, in Folge derer Depressionen einsetzten. Die Forscher nahmen an, dass Behandlungen mit Yoga und Meditation, sowie mit emotionaler Unterstützung helfen würden, Stresshormone - welche eine schädliche Auswirkung auf Körperzellen und das Erbgut haben - im Blut zu reduzieren. Stresshormone, wie Cortisol verkürzen die Länge so genannter Telemore, die die Enden der Chromosomen schützen und so Fehlbildungen vermeiden. Zur Kontrolle wurden zu Beginn und drei Monate nach Ende der Studie Blutproben entnommen. Diese zeigten vor Beginn der Studie hohe Konzentrationen des Stresshormons Cortisol.

Es wurden drei Gruppen gebildet, wobei eine Gruppe wöchentlich 90-minütige Sitzungen mit Achtsamkeitsübungen, Meditation und leichtem Yoga praktizierte, die zweite Gruppe an einer Gruppentherapie teilnahm und eine dritte Gruppe, ohne jegliche Übungen als Kotrollgruppe fungierte. Die dritte Gruppe wurde allerdings in ein Stressbewältigungsseminar geschickt, damit die Studienergebnisse nicht verfälscht werden, weil man ihnen gar nichts anbot. Durch Analyse der Blutproben konnte am Ende der Studie bei Frauen aus den beiden ersten Gruppen eine positive Wirkung nachgewiesen werden.

Originalstudie: Mindfulness-based cancer recovery and supportive-expressive therapy maintain telomere length relative to controls in distressed breast cancer survivors

Artikel zur Studie: Sind Yoga und Meditation gut für unser Erbgut?, Loretta Bruhns: Yoga fürs Erbgut, Yoga: Auswirkungen auf Körper und Erbgut

Auswirkung auf Gene (2013)

Yoga unterstützt wichtige Prozesse im menschlichen Körper

Wie eine Studie der Universität Oslo zeigt, kann Yoga einen direkten Einfluss auf die menschlichen Gene nehmen. In Zusammenarbeit mit der Norwegian Cancer Society ließen die norwegischen Forscher einige Probanden (Gruppe A) Yoga Asanas, Atemübungen und Meditationen durchführen, während die Kontrollgruppe B die Aufgabe hatte, spazieren zu gehen und Entspannungsmusik zu hören. Bei den 14 Teilnehmern zeigte sich bei Gruppe A in wichtigen Zellen des Immunsystems (PBMC) ein deutlich größerer Effekt darauf, wie genetische Informationen zum Genprodukt verarbeitet werden (Genexpression). Es erwies sich, dass durch Yoga etwa vier Mal so viele Gene aktiviert werden wie in der Kontrollgruppe.

Dieser messbare Effekt zeigt sich bereits nach einer Woche Yogapraxis. Anhand der Studienergebnisse und weiterer Erkenntnisse aus der Stressforschung lässt sich überdies schließen, dass die spezifischen durch Yoga aktivierten Gene eine tragende Funktion bei der Aktivierung der Killerzellen einnehmen und dadurch die Immunabwehr im Körper stark unterstützen.

Ausreichende Forschungen für eine Metastudie gibt es hier zwar noch nicht, jedoch lässt sich rein rational und auf Basis dieser Erkenntnisse erahnen, dass der Mensch bereits das gesamte Spektrum an selbstregulativen Kräften in sich angelegt hat.

Originalstudie: Rapid gene expression changes in peripheral blood lymphocytes upon practice of a comprehensive yoga program.

Artikel zur Studie: BDY, Rheinische Post, Presseanzeiger, Connektar, HuffingtonPost

Meditation und Yoga verändern die DNA bei Stress und Angst (Juni 2017)

Diese neue Studie erklärt, warum Meditation und Yoga Schlüssel zur Entspannung, Angstfreiheit und psychischem sowie körperlichem Gleichgewicht sind, Schlafstörungen beheben und langfristig gesünder machen. Die von der Coventry und Radboud University durchgeführte Studie nennt den Grund: Sogenannte Körper-Geist-Interventionen (MBI) wie zum Beispiel Meditation, Yoga und sogar Tai Chi können die molekularen Reaktionen in unserer DNA, die Stress, Ängste und Depressionen auslösen, verändern und umkehren.

Originalstudie: A Systematic Review of Gene Expression Changes Induced by Meditation and Related Practices

Artikel zur Studie: Meditation und Yoga verändern die DNA bei Stress und Angst

Yoga senkt die Entzündungsstoffe und verändert den genetischen Code (2017)

In dieser Studie wurden die Ergebnisse von 18 Arbeiten zum Thema Mind-Body-Verfahren analysiert. Es wurden die Daten von 846 Teilnehmern der vergangenen elf Jahre ausgewertet, die Yoga, Meditation oder Tai Chi praktizieren. Die Wissenschaftler unter der Leitung von Ivana Buric vom Zentrum für Psychologie der Universität Coventry fanden heraus, dass diese Praktiken nicht nur die Entzündungsprozesse in unserem Körper reduzieren, sondern auch einen positiven Einfluss auf unsere Gene haben.

Yoga verbessert den genetischen Code

Das Molekül NF-kB (nuclear factor kappa B), das in Stresssituationen verstärkt produziert wird ist auch an der Regulation unserer Genaktivität beteiligt. Es stimuliert die Gene, die für die Bildung entzündungsfördernder Zytokine verantwortlich sind. Solche entzündliche Reaktionen im Körper sind zwar in kurzfristigen Stressmomenten physiologisch, doch bei einer permanenten Stressbelastung führt dies zu negativen gesundheitlichen Folgen. Eine Erhöhung dieser Entzündungsstoffe im Körper kann sich psychisch auswirken aber beschleunigt auch Alterungsprozesse und erhöht langfristig das Krebsrisiko.

Bei Menschen die Yoga praktizieren sind diese Entzündungsmarker und somit auch die Aktivität der entzündungsfördernden Gene dauerhaft gesenkt und sogar in kurzfristigen Stresssituationen nicht außergewöhnlich erhöht. So führen Mind-Body-Praktiken wie Yoga nicht nur dazu, dass weniger entzündungsfördernde Stoffe produziert werden, sondern bewirkt auch eine Veränderung der Aktivität des genetischen Codes.

Originalstudie: Die Molekulare Auswirkungen von Mind-Body-Techniken

Artikel zur Studie: Meditation und Yoga bremsen die Entzündungsgene

Gehirn

Yoga bei leichten kognitiven Einschränkungen (2017)

Yoga gilt gemeinhin als Quelle der Gesundheit für Menschen jeden Alters. Eine amerikanische Studie hat nun herausgefunden, dass Yoga auch als Therapie gegen Demenz eingesetzt werden kann. Das Forscherteam von Neurowissenschaftlern erforschte in einer Kurzzeitstudie die Wirkung von Yoga auf demenzbedingten Gedächtnisverlust. 25 Probanden, bei denen bereits Anzeichen von Demenz aufgetreten waren, nahmen dabei an der Studie teil. Zwölf Wochen lang absolvierten sie einen gezielten Yoga- und Meditationskurs. Der Kurs umfasste ein tägliches 20-minütiges Training in Kirtan Kriya, einer speziellen Meditation, bei der über Gesang, fließende Handbewegungen und Visualisierungsübungen das räumliche und visuelle Gedächtnis stimuliert werden. Einmal pro Woche nahmen die Teilnehmer zusätzlich an einer Kundalini Yoga-Stunde teil.

Am Ende der zwölf Wochen wiesen die meisten Probanden eine Verbesserung ihrer Fähigkeiten im Bereich des räumlichen und visuellen Gedächtnisses auf. Dieser Bereich des Gehirns ist dafür zuständig, dass sich Menschen im Alltag an Orte erinnern und sich mithilfe visueller Reize besser orientieren können. Gerade für Menschen, die von Demenz betroffen sind, kann sich durch eine Verbesserung in diesem Bereich die Lebensqualität im Alltag deutlich erhöhen. Die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit von externer Hilfe kann so also durch gezieltes Yoga-Training länger gewahrt bleiben.

Auch als Vorbeugung könne Yoga im Bereich Demenz und Alzheimer eingesetzt werden, so die Forscher. Zusätzlich lassen sich andere positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden feststellen. Menschen, die regelmäßig Yoga machen, gehen zum Beispiel meist gelassener mit Stress um.

Originalstudie: A randomized controlled trial of Kundalini yoga in mild cognitive impairment. (2017)

Artikel zur Studie: Apotheke Adhoc (02/2017): Yoga und Gedächtnistraining als Geheimwaffe

Yoga ist gut für das Gehirn (2017)

Kanadische Forscher haben herausgefunden, dass ein kurze Yoga- oder Meditationseinheit am Tag unsere kognitiven Fähigkeiten steigert. Bereits 25 Minuten täglich reichen aus, unsere geistigen Fähigkeiten und Handlungsfunktionen zu verbessern. Effekte sind zum Beispiel, sich nicht unnötig auf unwichtige Informationen zu konzentrieren oder die Fähigkeit, sich bewusster auf Dinge konzentrieren zu können.

Originalstudie: Yoga and meditation improve brain function and energy levels

Artikel zur Studie: Yoga ist auch gut für das Gehirn weiterer Artikel dazu: Meditation sowie Yoga verändern womöglich das Gehirn und stärken das Immunsystem

Rezitation von Mantren ist gut für das Gehirn (2016)

James Hartzwell, ein Forscher an der Universität in Trento, Italien, fand heraus, dass das Auswendiglernen und Rezitieren von Mantren auf Sanskrit positive Wirkungen auf das menschliche Gehirn hat. Er untersuchte die Gehirnwellen von Rezitationsexperten in Indien und konnte eine klare Veränderung in ihrer Gehirnstruktur feststellen. Die Veränderungen fanden hauptsächlich in der Dichte der grauen Materie und der kortikalen Dicke statt. Dies zieht eine Steigerung der Leistungsfähigkeit in den Bereichen, Sprache, visuelle Systeme und Gedächtnis mit.

Er nannte dieses Phänomen den "Sanskrit Effekt". Vor allem schien die Funktion des rechten Hippocampus verbessert zu werden. Dieser Teil des Gehirns spielt eine entscheidende Rolle für das Kurz- und Langzeitgedächtnisses. Daher stellte er sich die Frage, ob vielleicht sogar Krankheiten wie Alzheimer durch die Rezitation von Mantren verhindert, verbessert oder sogar vermieden werden können.

Originalstudie: Brains of verbal memory specialists show anatomical differences in language, memory and visual systems

Artikel zur Studie: A Neuroscientist Explores the "Sanskrit Effect"

Fluide Intelligenz und Hirnfunktionen bei Yoga Praktizierenden (2014)

Wissenschaftler der Universität Gießen, der Charité in Berlin und verschiedener Universitäten in den USA konnten beweisen, dass Yoga die Alterung des Gehirns verlangsamt. In der Studie wurde die so genannte fluide Intelligenz untersucht, die für das Lösen neuartiger Aufgaben zuständig ist. Dafür wurde die Hirnaktivität von 16 Yoga-Übenden, 16 Meditierenden und 15 Kontrollprobanden mit der Magnetresonanztomographie (MRT) gemessen und der Informationsfluss zwischen 116 Hirnregionen analysiert.

Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die fluide Intelligenz bei Yoga-Praktizierenden langsamer abnimmt, als in Vergleichsgruppen mit gleicher Bildung und gleichem Lebensstil, jedoch ohne Yogapraxis. Der Informationsfluss von Yoga-Übenden war effizienter als in der Kontrollgruppe und die Informationen wurden in den verschiedenen Hirnregionen besser verarbeitet.

Originalstudie: Fluid intelligence and brain functional organization in aging yoga and meditation practitioners (2014)

Artikel zur Studie: Uni Giessen (05/2014): Yoga und Meditation können das Gehirn jung halten, Welt.de (04/2017): Warum Yoga Alzheimer vorbeugen kann

Yoga hält das Gehirn fit (2013)

Das Team um Neha Gothe im Exercise Psychology Laboratory der University of Illinois ließ 30 Studentinnen unterschiedliche Übungen machen, um anschließend die Hirnfunktionen zu testen. An verschiedenen Tagen führten die Teilnehmer unterschiedliche Übungen durch und wurden anschließend in ihrer kognitiven Leistung getestet. An einem Tag wurde der neutrale Zustand gemessen, an den anderen Tagen die kognitiven Fähigkeiten nach Yoga und Laufbandtraining. Die Studie erwies, dass die Teilnehmerinnen sich nach Yoga-Übungen besser konzentrieren konnten, Informationen schneller verarbeiteten und Fakten besser behalten und abrufen konnten. Gothe sagt: "Atemübungen und Meditation helfen den Geist und Körper zu beruhigen und störende Gedanken fortzuschicken"

Originalstudie: The Acute Effects of Yoga on Executive Function

Artikel zur Studie: DailyMail

Lunge

Yoga stärkt nicht nur die Achtsamkeit für den eigenen Atem

Yoga als Therapie bei Tuberkulose (2004)

In einer des Studie der Vivekananda Yoga Research Foundation in Indien wurde die Effektivität einer regulären Anti-Tuberkulose Behandlung mit einem Yogaprogramm und einer Atemachtsamkeit verglichen. Die Testpersonen – 25 in der Yogagruppe und 23 in der Atemgruppe – nahmen für zwei Monate, sechsmal wöchentlich für je eine Stunde an dem Programm teil. Am Ende der zwei Monate zeigte die Yogagruppe eine signifikante Reduktion der Symptome (88,1%), eine Zunahme des Gewichts (10,9%) und eine verbesserte Lungenfunktion im Vergleich zur Atemachtsamkeitsgruppe. Auch der bakterielle Befall und der Infektionsstatus nahmen deutlich ab.

Originalstudie: Randomized trial of yoga as a complementary therapy for pulmonary tuberculosis.

Yoga bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) (2015)

Wie Dr. Randeep Guleria vom All India Institute of Medical Sciences in New Delhi beim CHEST Meeting in Chicago vorgestellt hat, kann Yoga bei der chronisch verengenden Lungenkrankheit COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease, allgemein bekannt als "Raucherlunge") helfen. Ungefähr 24 Millionen Amerikaner leiden an dieser chronischen Lungenkrankheit, die insbesondere durch das Rauchen von Zigaretten verursacht wird. Betroffene leiden unter chronischer Bronchitis und/oder Emphysemen (Aufblähung der Lunge).

Für ihre Untersuchung teilten die Wissenschaftler 60 COPD-Patienten in zwei Gruppen auf, die entweder ein Yoga-Programm absolvieren sollten oder sich einem klassischen Reha-Programm unterzogen, zu dem Muskelaufbau- und Ausdauerübungen, ein Training der Atemmuskulatur sowie Entspannungsübungen gehörten. Alle Patienten absolvierten ihr Training über einen Zeitraum von vier Wochen jeweils zweimal die Woche und danach für acht Wochen im Zwei-Wochen-Rhythmus. In der übrigen Zeit sollten die Teilnehmer die Übungen alleine fortführen.

Es zeigte sich, dass die Yogapraxis zu ähnlich positiven Ergebnissen führte wie die pneumologischen Reha-Übungen. So gingen Symptome wie Kurzatmigkeit und Entzündungen nach der Testphase zurück. Auch eine verbesserte Lungenfunktion konnte festgestellt werden. Nach Ansicht der Forscher stellt Yoga damit eine effektive Form der Rehabilitation dar und könnte ein fester Bestandteil der Langzeittherapie einer COPD werden.

Originalstudie: Yoga Is as Effective as Standard Pulmonary Rehabilitation in Improving Dyspnea, Inflammatory Markers, and Quality of Life in Patients With COPD

Artikel zur Studie: Wie Yoga bei COPD helfen kann, Yoga Can Help Patients With COPD Improve Lung Function, CHEST: Yoga performs like pulmonary rehab for COPD patients

Yoga bei Asthma (2016)

Asthma ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege, bei der die Betroffenen unter einer dauerhaft bestehenden Überempfindlichkeit leiden. Yoga-Übungen können zu Verbesserungen der Lebensqualität und der Symptome führen, fanden nun Forscher von der Chinese University of Hong Kong heraus.

In der Untersuchung aus dem Jahr 2016 wurden die Ergebnisse von fünfzehn älteren Studien analysiert. An diesen Studien hatten 1048 Personen teilgenommen. Sechs der Studien untersuchten ausschließlich, wie sich unsere Atmung während der Yoga-Übungen verändert. Die anderen Untersuchungen beschäftigten sich mit Atmung, Haltung und Meditation. Die meisten Probanden nahmen auch während der Studie weiterhin ihr übliches Asthma-Medikament ein.

Es ist noch unklar, ob Yoga eine einheitliche Wirkung auf die Lungenfunktion hat, sowie ob Yoga die Medikamenteneinnahme bei Asthma reduzieren kann, so der Wissenschaftler Dr. Zuyao Yang. Es sei bislang auch nicht eindeutig geklärt, ob Yoga negative Auswirkungen auf Menschen mit Asthma haben kann. Allerdings lassen die Ergebnisse vermuten, dass durch Yoga-Übungen die Lebensqualität von Patienten mit Asthma geringfügig verbessert werden kann. Außerdem scheinen sich die Symptome der Erkrankung zu verringern. Für Betroffene bestehe also die Möglichkeit, ihre Beschwerden zu reduzieren, wenn sie regelmäßig Yoga machen. Allerdings seien weitere Studien nötig, um eindeutige Schlussfolgerungen über die Auswirkungen von Yoga zu ziehen, so Dr. Yang.

Originalstudie: Yoga for asthma

Artikel zur Studie: Sott.net: Yoga-Übungen helfen auch bei Asthma, Gesundheitsstadt Berlin: Yoga könnte bei Asthma helfen, Tirolerin.at: Yoga kann bei Asthma helfen, Deutsche Apotheker Zeitung: Yoga hilft bei Asthma-vielleicht

Herz-Kreislauf System

Allgemein

"Yoga wird vom National Heart, Lung and Blood Institute der USA (Lin et al. 2001) neben Akupunktur als eine dringend zu beforschende therapeutische Methode eingestuft. In einem im Europan Journal of Prevention and Rehabilitation publizierten Review wird (Jayasinghe, 2004) Yoga als wirksam in der Behandlung von arterieller Hypertonie und anderer kardiovaskulärer Risikofaktoren (Übergewicht, Lipide) dargestellt. In der grundlegenden Arbeit von Ornish (1990) zur Regression der koronaren Herzkrankheit war Yoga ebenfalls ein wesentliches Therapiemodul." (Nachhaltigkeit von Viniyoga in der stationären Rehabilitation von Patienten mit arterieller Hypertonie, Seite 5)

Yoga bei Bluthochdruck (2018)

In einer Studie des Deutschen Ärzteblatt wurde unter der Leitung von PD.Dr. Holger Cramer untersucht, wie sich Yoga auf arterielle Hypertonie (Bluthochdruck) auswirkt. Mit der Studie sollte die Vermutung überprüft werden, ob es insbesondere die Atem- und Meditationstechniken und nicht so sehr die Yoga-Stellung sind, die einen positiven gesundheitlichen Effekt aufweisen. Das Ziel dieser Studie war es daher, die blutdrucksenkende Wirkung von Yogainterventionen mit und ohne Yogahaltungen zu vergleichen.

Die Studie wurde über 12 Wochen durchgeführt und beinhaltete 90 Minuten wöchentliche Yoga-Praxis. Jeweils vor und nach dem Training wurde der systolische und diastolische Blutdruck gemessen. 75 Patienten nahmen an der Studie Teil und wurden in drei Gruppen aufgeteilt: 1. Yoga ohne Stellungen (Atem- und Meditationstechniken) 2. Yoga mit Stellungen 3. Kontrollgruppe.

Das Ergebnis der Studie zeigt, dass nur Yoga ohne Haltestellungen einen unmittelbaren und signifikanten Einfluss auf den systolischen (aber nicht den diastolischen) 24-Stunden Blutdruck hat. Während in der Gruppe mit Haltestellungen keine solche Wirkung aufgezeigt werden konnte. Um allerdings den positiven Effekt über das Ende der Intervention hinaus zu bewahren, erscheint die Integration von Yogahaltungen als notwendig. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Yoga bei Patienten mit Hypertonie sicher und wirksam ist und als zusätzliche Behandlungsoption für Betroffene empfohlen werden kann.

Originalstudie: Yoga bei arterieller Hypertonie, Yoga in Arterial Hypertension

Artikel zu Studie: yoga.de

Yoga und kardiovaskuläre Erkrankungen (2018)

Das praktische kardiologie Journal in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Niedergelassener Kardiologen fand 2018 heraus, dass sich eine ganzheitlich ausgeübte Yogapraxis positiv auf verschiedene kardiovalkuläre Erkrankungen auswirkt. Vor allem die Kombination der geistigen und körperlichen Praxis scheint hierbei eine entscheidende Rolle zu spielen. Da in der heutigen Gesellschaft viele Menschen mit Stress im Alltag zu kämpfen haben, wirken sich die Entspannungstechniken, die beim Yoga mit einbezogen werden besonders positiv aus.

Daher hat die Yogapraxis bei den Menschen mit erhöhten mentalem Stressniveau und dadurch bedingte Erkrankungen wie Asthma, Angststörungen, Allergien, Depression, gastrointestinale Refluxerkrankung, Reizdarmsyndrom, Migräne, Diabetes mellitus und kardiovaskulare Erkrankungen einen positiven Effekt. Des Weiteren konnten feststellen, dass die Yogapraktiken, die Atemtechniken und Meditation mit einbeziehen einen Blutdrucksenkende Wirkung hat. Dies geht sogar soweit, dass das Risiko einem Schlaganfall zu erleiden um 8% und das Risiko an eine koronare Herzerkrankung zu bekommen zu 5%, durch entsprechende Yogapraxis gesenkt werden.

Außerdem stellten sie fest, dass Yoga die Werte der Insulinresistenz, des Body Mass Indexes, des Bauchumfangs, der Dyslipidämie und des Blutdrucks verbessert werden konnten. Zusammenfassend stellten sie fest, dass die Yogapraxis die Empfindlichkeit des Herz-Kreislaufsystems senkt und die Erholungszeit nach Stress-Exposition verringert. Durch regelmäßiges Yoga üben vermindert sich auch das Stressempfinden selbst.

Yoga ist gut fürs Herz (2014)

Eine Meta-Studie, in der 37 Einzelstudien mit insgesamt 2.768 Teilnehmern zusammenfassend untersucht und ausgewertet wurden, bestätigt die positive Wirkung von Yoga auf das Herz und Kreislauf System. Durchgeführt wurde die Studie von Myriam Hunink vom Medizinischen Zentrum der Erasmus Universität in Rotterdam in Zusammenarbeit mit der Harvard Medical School in Boston.

Alle Probanden wurden auf die typischen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Blutdruck, Cholesterinspiegel, Körpergewicht und Puls untersucht. Die Teilnehmer waren in Gruppen eingeteilt, die entweder Yoga übten oder klassisches Ausdauertraining absolvierten oder gar keinen Sport machten.

Das Ergebnis zeigte, dass Yoga bei der Prävention von Herz-Kreislauf Problemen genauso wirksam ist, wie die klassische Methode Ausdauersport. Dabei kann Yoga auch älteren und körperlich geschwächten Menschen helfen, die Sportarten wie Joggen oder Fahrradfahren nicht ausüben können. Durch Yoga sank der Blutdruck um durchschnittlich 5 mm Hg, die Herzfrequenz um 5,27 Schläge pro Minute, der Wert des LDL-Cholesterins um 12 Milligramm pro Deziliter und das durchschnittliche Körpergewicht um 2,32 Kilogramm.

Originalstudie: The effectiveness of yoga in modifying risk factors for cardiovascular disease and metabolic syndrome

Artikel zur Studie: British Heart Foundation, Bild der Wissenschaft

Yoga gegen unregelmäßigen Herzschlag (2013)

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Leichte Yoga-Übungen, die zu einer Vertiefung der Atmung führen, verbessern die Lebensqualität von Patienten mit Vorhofflimmern. Zudem sinkt die Herzschlag-Rate und der Blutdruck der Übenden. Das ergab eine Studie mit 80 Probanden, die im Fachmagazin "European Journal of Cardiovascular Nursing" veröffentlicht wurde. Die positiven Effekte zeigten sich nach zwölf Wochen Training.

Originalstudie: Effects of yoga in patients with paroxysmal atrial fibrillation – a randomized controlled study (2016)

Eine 2013 im Online Journal of the American College of Cardiology veröffentliche Studie belegt, dass Yoga Patienten helfen kann, deren Herz in einem unregelmäßigen Rhythmus schlägt. Bei der dreimonatigen Studie beobachteten Forscher 49 Patienten mit Vorhofflimmern, die während der Monate zweimal wöchentlich 60-minütige Yogastunden mit Pranayama, Asanas und Entspannungsübungen bekamen.

Nach Ablauf der drei Monate zeigte sich eine signifikante Abnahme der Schübe (sowohl mit wie auch ohne Symptome) von Vorhofflimmern gegenüber einem Vergleichszeitraum, in dem die Patienten nicht Yoga praktizierten. Symptome von Vorhofflimmern können Herzrasen, Kurzatmigkeit und Schwäche sein. Auch der Blutdruck der Patienten war gesunken, die Herzfrequenz verlangsamt und die Patienten fühlten sich weniger ängstlich und deprimiert.

Die Studie kommt daher zu dem Schluss, dass Yoga eine preisgünstige Alternative zur sehr teuren konventionellen Behandlung von Vorhofflimmern sein könnte. Die eher kleine Studie war die erste, die Yoga als Behandlungsmöglichkeit von Vorhofflimmern zum Gegenstand hatte; daher ist weitere Forschung zur Bestätigung ihrer viel versprechenden Ergebnisse notwendig.

Originalstudie: Effect of Yoga on Arrhythmia Burden, Anxiety, Depression, and Quality of Life in Paroxysmal Atrial Fibrillation

Artikel zur Studie: Hochdruckliga, Yogajournal.com Yoga for Irregular Heartbeat

Yoga hilft Patienten nach Schlaganfall (2012)

Bei vielen Patienten nach einem Schlaganfall verkleinert sich der Bewegungsradius, sie verlieren die Kontrolle über die Muskeln und es fehlt ihnen an Kraft in verschiedenen Bereichen des Körpers. Dies wiederum wirkt sich auf ihren Alltag und auf ihre Fähigkeit zum sozialen Kontakt mit anderen Menschen aus.

Arlene Schmid vom Roudebush Medical Center Indianapolis konnte mit einer von ihr durchgeführten Studie belegen, dass es Patienten mit chronischem Schlaganfall nach dem Yoga physisch signifikant besser ging. Sie fühlten sich stärker, waren flexibler, ausdauernder und hatten ein besseres Gleichgewicht. Schmid geht davon aus, dass Yoga ihren Patienten half, die neuromuskuläre Kontrolle wiederzugewinnen.

Originalstudie: Yoga leads to multiple physical improvements after stroke, a pilot study.

Artikel zur Studie: Yogajournal

Nach einem Schlaganfall haben Patienten oft Gleichgewichtsstörungen und Angst zu fallen. Forscher der Universität von Indiana in Indianapolis haben untersucht, wie sich Yoga auf diese Symptome auswirkt. 37 Patienten bekamen über einen Zeitraum von 8 Wochen zweimal wöchentlich Yogaunterricht. Am Ende der Testphase nahmen das Gleichgewicht, die Geschwindigkeit und die Stärke der Patienten deutlich zu. Die getesteten Werte 'Gleichgewicht in der Schräge' und Fallangst verbesserten sich um 34 % im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Originalstudie: Poststroke balance improves with yoga

Artikel zur Studie: Yogajournal, Ärzteblatt

Nachhaltigkeit von Yoga bei der Rehabilitation von Patienten mit Bluthochdruck (2010)

In einem gemeinsamen Projekt des Universitätsklinikum Essen und der Klinik Roderbirken wurde in einer Langzeitstudie untersucht, ob sich Yoga als Therapie in der Rehabilitation von Patienten mit Bluthochdruck nach einem Klinikaufenthalt eignet. Bisher wird hierfür die Progressive Muskelentspannung (PMR) als Standardtherapieverfahren in der kardiologischen Rehabilitation eingesetzt. Im Vordergrund der Studie stand vor allem die Frage, ob Yoga als selbst durchgeführte Therapieform mit einer höheren Nachhaltigkeit praktiziert wird, als die Progressive Muskelentspannung (PMR). Ist also die Abbruchrate während der Rehabilitationsphase bei Yoga geringer als bei PMR? Dr Meyer-Berger sagt, dass normalerweise nur 20% der Patienten die PMR nach einem halben Jahr weiterführen. Desweiteren wurde die wirksamkeit beider Therapieform auf den Blutdruck gemessen, sowie der Einfluss auf den Medikamentenverbrauch. Zudem wurde erörtert, wie der sozioökonomische Status der Teilnehmer, mit der Abbruchrate zusammenhängt.

"Bei besserer Nachhaltigkeit von Viniyoga gegenüber PMR könnte ein standardisiertes Viniyoga-Programm die progressive Muskelrelaxation im Routinebetrieb der kardiologischen Rehabilitation ergänzen oder ablösen. Dies würde bedeuten, dass bei gleichem Aufwand eine höhere Nachhaltigkeit zu erzielen wäre."

An der Studie nahmen 340 männliche Patienten zwischen 27 und 63 Jahren teil. Davon waren 167 Patient in der PMR-Gruppe und 173 in der Viniyoga-Gruppe. Zunächst erhielten die Patienten während des Klinikaufenthalts über 3 Wochen 5mal wöchentlich eine angeleitete Stunde und sollten dann zu Hause weiterüben. Nach 6 Monaten fand eine Nachbefragung per Fragebogen statt.

Ergebnisse:

Was die Blutdrucksenkende wirkung von Yoga-Übungen angeht, konnte eine eindeutige und signifikante Verbesserung festgestellt werden. In der Yoga-Gruppe Betrug der Abfall des Blutderucks - 8,18 mmHg in der PMR -5,77 mmHg. Bei Patienten mit einem besonders hohen Blutdruck war die Wirkung von Yoga sogar noch deutlich ausgeprägter (-21mmHG im Vergleich zu 12,6). Somit würde sich Yoga als Rehabilitationsmethode besser eignen als das Standardverfahren PMR.

Die Hauptthese der Studie konnte nicht bestätigt werden. In der Yoga-Gruppe war die Abbruchrate höher als in der PMR Gruppe. Dies tritt vor allem auf Männern mit einem niedrigen sozioökonomischen Status zu und wird unter anderem auf den höheren Aufwand der Yoga Übungen im Vergleich zu rein angeleiteten Entspannungstechniken zurückgeführt. Die Begeisterung für die Übungen war in der Yogagruppe jedoch höher, sobald die Patienten es für sich angenommen haben. Die PMR Übungen wurden gleichgültiger aufgenommen.

Fazit:

Als Therapieverfahren zur Blutdrucksenkung eignet sich Yoga besser als gegebene Standardverfahren, erfordert jedoch eine höhere Eigenmotivation der Teilnehmer.

"Vor diesem Hintergrund ist es in der kardiologischen Rehabilitation gerade im Bereich der Entspannungstechniken mit ihrem großen Wirkspektrum und der erwiesenen blutdrucksenkenden Wirkung sinnvoll, eine Weiterentwicklung über das bisher regelhaft eingesetzte Standardtherapieverfahren, die Progressive Muskelentspannung, hinaus voranzutreiben. " ([3] Seite 4)

Außerdem weist die Studie auf die Wichtigkeit der Erforschung von Yoga in die Medizin hin: "Yoga wird als dringend zu beforschende Methode eingestuft." ([4] Seite 2)

"Yoga wird vom National Heart, Lung and Blood Institute der USA (Lin et al. 2001) neben Akupunktur als eine dringend zu beforschende therapeutische Methode eingestuft. In einem im Europan Journal of Prevention and Rehabilitation publizierten Review wird (Jayasinghe, 2004) Yoga als wirksam in der Behandlung von arterieller Hypertonie und anderer kardiovaskulärer Risikofaktoren (Übergewicht, Lipide) dargestellt. In der grundlegenden Arbeit von Ornish (1990) zur Regression der koronaren Herzkrankheit war Yoga ebenfalls ein wesentliches Therapiemodul." ([5] Seite 5)

Originalstudie: Abschlussbericht, Zusammenfassung, Daten, Folgestudien

Artikel zur Studie: Viveka, Transatlantic Journal

Yoga bei Bluthochdruck (2007)

In einer Übersichtsstudie dreier Forscher der Yale University School of Medicine wurde die Auswirkung einer Körper-Geist Therapie (Yoga, Meditation, Phantasiereise) auf Patienten mit Bluthochdruck analysiert. Für die Metastudie wurden diverse medizinische Datenbanken nach Studien zur Fragestellung durchsucht, anhand bestimmter Qualitätskriterien sortiert und ausgewertet. Die Körper-Geist Therapien wurden zudem mit einer klassischen Therapie oder einer Placebo Behandlung verglichen.

Bei den 12 untersuchten Studien konnten die Patienten ihren systolischen Blutdruck um durchschnittlich 11.52 mm Hg und den diastolischen Blutdruck um durchschnittlich 6.83 mm Hg senken. Dabei hatte Yoga die größte Effektivität auf die Blutdruckreduktion (-19,07 diastolisch/-13.13 stolisch). Die Studie zeigt, dass Yoga genauso effektiv sein, wie eine medikamentöse Therapie.

Originalstudie: Mind-body practices for hypertension: Systematic review and meta-analysis, PDF Folien

Artikel zur Studie: NewsWise: Research Review Finds Yoga Beneficial in Reducing Hypertension, MedicalXpress: Yoga reduces blood pressure in patients with prehypertension, Niederösterreicherin: Yoga kann den Blutdruck senken, Heilpraxis: Wirksam gegen Hypertonie: Yoga kann den Blutdruck normalisieren

Immunsystem

Die Vorwärtsbeuge wirkt sehr gut gegen Erkältung.

Heilkraft von Yoga senkt Entzündungsmarker (2014)

Eine Studie der Ohio State University, bei der biologische Messwerte zugrunde gelegt wurden, hat gezeigt, dass meditative, also eher langsam ausgeführte Sonnengrüße (Surya Namaskar) und Asanas, wie der nach unten schauende Hund Entzündungen verringern können, die eine Reaktion des Körpers auf Verletzungen oder Reizungen sind. Das ist sehr wichtig, da Entzündungen mit verschiedenen chronischen Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Diabetes und Arthritis zusammenhängen. Entzündungen verursachen auch die oft Monate, manchmal sogar Jahre andauernde Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue) von Krebspatienten nach der Behandlung ihrer Krankheit.

An der Studie nahmen 200 ehemalige Brustkrebspatientinnen nach Abschluss ihrer Behandlung teil, die zuvor noch nie Yoga praktiziert hatten. Eine Hälfte der Gruppe machte weiterhin keinen Yoga, während die zweite Hälfte 12 Wochen lang zweimal in der Woche eine 90-minütige Yogastunde bekam. Sie wurden außerdem ermutigt, auch zuhause mit einer DVD weiter Yoga zu praktizieren. Die Teilnehmerinnen der Yogagruppe berichteten über weniger Erschöpfung und mehr Vitalität nach der Yogaphase. Die Forscher wollten sich jedoch nicht nur auf Berichte der Teilnehmer verlassen, sondern handfeste Laborbeweise haben. Sie untersuchten drei Cytokine, Proteine im Blut, die Indikatoren (Marker) für Entzündungen sind. Bluttests vor und nach der dreimonatigen Yogaphase ergaben, dass alle drei Entzündungsmarker um 10-15% gesunken waren. Hier war somit ein wissenschaftlicher Beweis erbracht, der nicht nur vom subjektiven Empfinden der Patienten abhing.

Noch weiß niemand genau, warum Yoga die Entzündungsmarker bei den ehemaligen Brustkrebspatientinnen senken konnte. Die Versuchsleiterin, Janice Kiecolt-Glaser von der Ohio State University, vermutet jedoch, dass Yoga helfen kann, weil Krebspatienten nach der Behandlung meist einen sehr hohen Stress- und Erschöpfungslevel haben und infolgedessen nicht oder schlecht schlafen können. Das erhöht die Erschöpfung noch und dadurch kommt es zu höheren Entzündungswerten. Yoga senkt den Stress und erhöht die Vitalität, so dass die Patienten besser schlafen können und das Immunsystem über Nacht seine Arbeit tun kann.

Originalstudie: Yoga's impact on inflammation, mood, and fatigue in breast cancer survivors.

Artikel zur Studie: National Geographic, Yogajournal, Entzündungen im Körper mit Yoga reduzieren

Yoga bei Autoimmunerkrankungen: Multiple Sklerose (2016)

Die chronische Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose (MS) beeinträchtigt Körper und Geist. Müdigkeit, Parästhesie und Depressionen sind typische Symptome. Die übliche Behandlung ist eine Medikation, die das Immunsystem reguliert. Forscher aus dem Iran und der Schweiz sind nun der These nachgegangen, dass körperliche Übungsprogramme einen positiven Einfluss auf psychologische Beeinträchtigungen durch Multiple Sklerose haben könnten. Sie testeten, ob Yoga und Wassergymnastik (Aquafitness) als Ergänzung zur typischen Medikation positive Auswirkungen auf Müdigkeit und Depressionen durch MS haben können.

In ihrer Studie wurden 54 Frauen mit MS durch Zufall entweder Yoga, Wassergymnastik oder keine körperliche Zusatztherapie zugewiesen. Nach acht Wochen wurde das allgemeine Wohlbefinden der Probanden durch einen Fragebogen überprüft. Dabei ging es vor allem um Müdigkeit, Depression und Parästhesie.

Tatsächlich bestätigte sich die untersuchte These. Probanden, die Yoga oder Aquafitness betrieben, empfanden weniger Müdigkeit, Depressionen und Parästhesie. Letztendlich ergab die Studie, dass Patienten mit Multipler Sklerose ein 35 Mal höheres Risiko hatten, an einer schweren Depression zu erkranken, wenn sie ihre Medikation nicht durch Yoga oder Aquafitness ergänzten. Die Forscher empfehlen, solche Übungsprogramme zukünftig in die Therapie Multipler Sklerose mitaufzunehmen.

Originalstudie: Exercising Impacts on Fatigue, Depression, and Paresthesia in Female Patients with Multiple Sclerosis.

Artikel zur Studie: Studie: Yoga und Aquafitness können Symptome von MS lindern, Forscher: Yoga und Aquafitness lindern MS-Symptome, Mit Yoga und Aquafit gegen MS-Symptome

Yoga und Meditation und die Wirkung auf das Immunsystem und das Gehirn (2017)

Die Forscher um Baruch Rael Cahn an der University of South California berichten in Frontiers in Human Neuroscience die Ergebnisse, dass Yoga, Meditation und spiritueller Rückzug nicht nur der Psyche gut tun, sondern sie könnten sich auch positiv auf Immunsystem und Gehirn auswirken. Yoga fördert die Bewegung und Meditation kann der Entspannung und Achtsamkeit dienen. Die Teilnehmer folgten einer vegetarischen Diät und hatten bereits Erfahrung mit bestimmten Yoga-Traditionen.

Originalstudie: Yoga, Meditation and Mind-Body Health

Artikel zur Studie: Hinweise für Nutzen von Yoga und Meditation auf Hirn und Immunsystem

Magen-Darm Trakt

Yoga lindert Reizdarmsyndrom (2015)

Das Reizdarmsyndrom ist eine der häufigsten Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes in Deutschland. Es zeichnet sich durch chronische Darmbeschwerden aus (Blähungen, Bauchschmerzen, Stuhlgangsveränderungen), die häufig so stark sind, dass die Betroffenen deswegen ärztliche Hilfe suchen und hierdurch in ihrer Lebensqualität stark beeinträchtigt werden.

Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass Yogapraxis die Symptome des Reizdarmsyndroms lindern und die Medikamentenmenge reduzieren kann. In einer Studie untersuchten sie die Wirkung eines speziellen Yogaprogramms für Reizdarmsyndrom-Patienten. Das Programm bestand aus wechselnden Atem-, Bewegungs- und Entspannungsübungen und wurde über einen Zeitraum von 24 Monaten an 97 Probanden überprüft.

Die Studienteilnehmer wurden in den ersten 12 Wochen auf drei Gruppen verteilt. Gruppe 1 (Yoga-Gruppe) praktizierte jeweils dreimal pro Woche für eine Stunde und beschränkte ihre Medikamenteneinnahme auf drei Tage pro Woche. Eine zweite Gruppe (Kombinationsgruppe) praktizierte gemeinsam mit der Yoga-Gruppe, nahm aber ihre Medikamente wie gewohnt ein. Die dritte Gruppe diente als Kontrollgruppe (Warteliste), nahm weiter ihre gewohnten Medikamente und war dazu angehalten, dreimal wöchentlich einen 60-minütigen Spaziergang zu machen.

Nach Abschluss der ersten zwölfwöchigen Phase absolvierten die Teilnehmer der Kontrollgruppe das gleiche Yogaprogramm wie zuvor die Gruppen 1 und 2. In einer dritten Phase konnten alle Studienteilnehmer aus den drei Gruppen weitere 12 Wochen lang einmal wöchentlich unter Anleitung die festgelegten Yogaübungen praktizieren (Follow-up-Studie).

Sowohl in der Yoga– als auch in der Kombinationsgruppe verbesserte sich der Zustand der Patienten nach der ersten Studienphase signifikant stärker als im Vergleich zum Studienbeginn und im Vergleich zur Kontrollgruppe. Auch die Teilnehmer der Kombinationsgruppe konnte die Einnahme der bisher verwendeten Arzneimittel komplett einstellen oder stark reduzieren. In Phase 2 profitierte die Wartelistengruppe ebenso eindeutig in Hinsicht auf ihren Krankheitszustand und die Lebensqualität.

Originalstudie: Remedial yoga module remarkably improves symptoms in irritable bowel syndrome patients: A 12-week randomized controlled trial

Artikel zur Studie: Studien: Yoga lindert Reizdarmsyndrom

Yoga als Hilfsmittel um die Lebensqualität bei chronischer Pankreatitis zu verbessern (2007)

Yoga verbessert die Lebensqualität von Patienten mit chronischer Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung). Dies fanden englische Forscher vom District Hospital in Grantham heraus. In einer Studie untersuchten sie die Auswirkungen eines 12 Wochen Yoga Programms auf die Lebensqualität, die Stimmungslage und den Stresspegel von insgesamt 30 Testpersonen. Eine weitere Kontrollgruppe von 30 Personen fuhr mit ihrer gewöhnlichen Behandlungsmethode fort.

Am Ende der Studie beobachteten die Forscher signifikante Unterschiede in der Verbesserung der Lebensqualität, der Stresssymptome, der Stimmungswechsel, der Alkoholabhängigkeit und ihres Appetits. Sie kamen damit zu dem Ergebnis, dass Yoga sich sehr gut für die Behandlung von chronischer Pankreatitis eignet.

Originalstudie: Yoga: A tool for improving the quality of life in chronic pancreatitis

Rücken/Nacken Beschwerden

Yoga lindert chronischen Rückenschmerzen (2016, 2013, 2011)

Die Sphinx dient der Stärkung des Rückens.

Yoga kann bei Rückenschmerzen besser helfen als Schmerzmittel. Das fanden nun US-Forscher aus Seattle heraus. In ihrer im Journal of the American Medical Associtation veröffentlichten Studie untersuchten sie 342 Personen über einen Zeitraum von 26 Wochen. Die Probanden waren zwischen 20 und 70 Jahre alt und litten im Schnitt seit sieben Jahren an Schmerzen im unteren Rücken.

Ein Drittel der Teilnehmer wurde mit kognitiven Verhaltenstherapien, ein Drittel mit Schmerzmitteln und ein weiteres Drittel mit Yoga und einem achtsamkeitsbasierten Programm zur Stressbewältigung behandelt (MBSR). Wie die Autoren der Studie berichten, hatten jede Gruppen, die auf natürliche Heilungsmittel setzten deutlich bessere Ergebnisse als solche, die sich mit Schmerzmittel behandeln ließen.

Eine Verbesserung trat in der Gruppe, die Yoga machte bei 61% der Studienteilnehmer ein. Die Verbesserung bei den anderen Gruppen lag bei 58% (Verhaltenstherapie) sowie 44% (Schmerzmittel). Im Gegensatz zu Schmerzmitteln ist der große Vorteil von Yoga, MBSR und Verhaltenstherapie, dass keine unerwünschten Nebenwirkungen eintreten.

Originalstudie: Effect of Mindfulness-Based Stress Reduction vs Cognitive Behavioral Therapy or Usual Care on Back Pain and Functional Limitations in Adults With Chronic Low Back Pain (2016)

Artikel zur Studie: Studie: Yoga und Verhaltenstherapie bei Rückenschmerzen besser als Schmerzmittel, Yoga ist wirksamer als Schmerzmittel, Gewusst? Yoga und Verhaltenstherapie besser als Schmerzmittel, Ärzte behandeln Rückenschmerzen oft verkehrt

In einer früheren Studie aus dem Jahr 2013 fanden Forscher des National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH) heraus, dass Yoga schon nach 6 Monaten regelmäßiger Praxis chronische Rückenschmerzen signifikant lindern kann und das teilweise besser als klassische medizinische Methoden. Dies zeigte eine vergleichende Untersuchung mehrerer Studien des Instituts.

Originalstudie: Yoga for Health (2013)

Artikel zur Studie: Guardien LV, fem.

Dr. Karen J. Sherman, Forscherin am Group Health Research Institute, hat in einer breit angelegten, randomisierten Studie mit Kontrollgruppe mit insgesamt 228 Versuchspersonen in 6 Städten des Staates Washington nachgewiesen, dass Yoga bei chronischen Rückenschmerzen hilft. Sherman stellte fest, dass insbesondere die Dehnübungen im Yoga dazu führten, dass die Teilnehmer weniger Schmerzen hatten und dass ihre Beweglichkeit zunahm. Die Versuchspersonen litten an mittelschweren Rückenschmerzen und waren psychisch gesund, hatten also beispielsweise keine Depressionen.

Die Versuchspersonen wurden in 3 Gruppen aufgeteilt, die entweder A) 12 Wochen lang eine 75-minütige Yogastunde (mit Atemübungen und Tiefenentspannung) pro Woche oder B) 12 Wochen lang eine 75-minütige Unterrichtsstunde mit Dehnübungen pro Woche oder C) ein Selbsthilfebuch mit Übungen gegen Rückenschmerz erhielten. Alle Teilnehmer wurden außerdem ermutigt, täglich 20 Minuten zu Hause zu praktizieren. Die Tests und Befragungen wurden nach 6 Wochen, 12 Wochen und 6 Monaten von Personen vorgenommen, die über die jeweiligen Übungen der Patienten nicht im Bilde waren.

Es zeigte sich, dass sowohl Yoga wie auch die Unterrichtsstunden mit Dehnübungen den Versuchspersonen auch über den Übungszeitraum hinaus Schmerzen nehmen konnten. Die Wirkung hielt bei den Gruppen A und B mindestens 6 Monate lang an und beide Gruppen benötigten weniger Schmerzmittel. Wesentlich weniger Erfolge erzielten die Teilnehmer der Gruppe C, deren Schmerzen zwar auch abnahmen, die im Schnitt aber mehr litten als die Probanden der Gruppen A und B.

Originalstudie: Comparison of yoga versus stretching for chronic low back pain: protocol for the Yoga Exercise Self-care (YES) trial (2011)

Artikel zur Studie: Group Health Research Institute

Vergleich zwischen Yoga, Physiotherapie und Selbsthilfebuch bei chronischen Rückenschmerzen (2005)

Regelmäßiges Üben lindert chronische Rückenschmerzen, bilanziert eine groß angelegte Studie mit 101 Teilnehmern der University of Washington in Seattle. In der Studie wurde die Wirksamkeit von sanftem Yoga (Viniyoga) im Vergleich zu klassischen Übungen gegen Rückenschmerzen und einem Selbsthilfe Buch getestet. Die Patienten, die seit mindestens einem Jahr über andauernde Schmerzen klagten, praktizierten 12 Wochen lang einmal in der Woche Yoga. Bereits direkt nach dem Kurs waren die war die Yoga-Gruppe belastbarer, als die Kontrollgruppen. Auch 26 Wochen nach der Studie war die Yogagruppe beweglicher und hatte weniger Schmerzen. Am Ende der Messung konnte 80 % der Yogagruppe auf Medikamente verzichten; bei der Physiotherapiegruppe waren es nur 50 %.

Originalstudie: Comparing yoga, exercise, and a self-care book for chronic low back pain

Artikel zur Studie: Yoga-Info, Frankfurter Rundschau, Welt

Yoga wirkt bei Rückenschmerzen so gut wie Physiotherapie (2017)

Dies zeigte eine Studie aus den USA, bei der 320 Menschen mit chronischen Rückenschmerzen in verschiedene Gruppen eingeteilt wurden. Drei Monate lang besuchten sie einmal in der Woche entweder einen Yogakurs oder erhielten Physiotherapie.

Beide Gruppen führten die gelernten Übungen für neun Monate zu Hause fort. Die dritte Gruppe erhielt lediglich Informationen und Selbsthilfetipps zum Thema Rückenschmerzen und wurde regelmäßig über einen Newsletter informiert. Zusätzlich gaben die Probanden Auskunft über ihre Einschränkungen, die Stärke ihrer Schmerzen und wie viel Schmerzmittel sie einnahmen.

Alle drei Gruppen konnten ihre Rückenschmerzen reduzieren. In der Yogagruppe nahmen die Rückenschmerzen ebenso stark ab wie in der Gruppe, die Physiotherapie erhielt. Auch ein Jahr später waren körperliche Einschränkungen, Schmerzen und auch die Einnahme der Schmerzmittel bei der Yoga- und Physiotherapiegruppe stark reduziert.

In der Gruppe die Informationen erhielt waren zwar die Beschwerden ebenfalls weniger geworden, doch es wurde noch wesentlich mehr Schmerzmittel eingenommen. Die Autoren kommen zu dem Fazit, dass Yoga eine vernünftige Alternative ist, um chronische Rückenschmerzen im unteren Rücken zu behandeln.

Experten sehen die Ursache der Rückenschmerzen, die zu einem Volksleiden geworden sind, im dauerhaften Bewegungsmangel. Menschen gehen hauptsächlich sitzender Tätigkeit nach, laufen zu wenig, treiben zu wenig oder gar keinen Sport.

Auch psychische Belastungen spielen bei der Gesundheit des Rückens eine Rolle. So könnte Yoga hier einen zusätzlichen Nutzen haben, da neben den körperlichen Übungen auch Meditation und Entspannungstechniken dafür sorgen, dass nicht nur der Körper sondern auch der Geist in Einklang kommt.

Originalstudie: Yoga, Physiotherapie oder Unterricht bei chronischen Schmerzen des unteren Rücken

Artikel zur Studie: Yoga wirkt so gut wie Physiotherapie

Wirksamkeit von Iyengar Yoga bei chronischen Nackenschmerzen (2018, 2012)

In einer Studie der Charitè Berlin analysierte Hermann Traitteur die Wirksamkeit von Iyengar Yoga auf chronische Nackenschmerzen. Für die Studie praktizierten die Testpersonen 9 Wochen lang einmal wöchentlich 90 Minuten Iyengar Yoga, während eine zweite Kontrollgruppe an einem Programm mit anderen Übungen teilnahm. Nach vier Wochen und nach zehn Wochen wurden die Teilnehmer der beiden Gruppen jeweils um die Ausfüllung eines Fragebogens gebeten. Untersucht wurden 53 Patienten in einem Durchschnittsalter von 47 Jahren und einer durchschnittlichen Schmerzintensität von 44 auf einer Schmerzskala (VAS) bis 100. Zudem wurde noch die Auswirkung auf Kopfschmerzen, die allgemeine Beeinträchtigung, Stimmung, Angst, Depression, sowie Lebensqualität gemessen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Yoga den Nackenschmerz auf einer Schmerzskala (VAS) von 44 auf 13 senkte und zu einer Verbesserung der Angst, Depression und Lebensqualität führte. Die Studie lieferte zudem Hinweise, dass Yoga bei der Schmerzreduktion erfolgreicher sein kann, als andere Therapieverfahren, wie Manualtherapie, Nackenübungen und Akupunktur.

Originalstudie: Yoga for chronic neck pain: a pilot randomized controlled clinical trial.

Dissertation zur Studie: Wirksamkeit einer Iyengar Yogaintervention bei Patienten mit chronischen Nackenschmerzen

Yoga am Arbeitsplatz verringert Stress und Rückenschmerzen (2012, 2018)

Eine in der Zeitschrift Occupational Medicine veröffentlichte Studie belegt, dass Yoga am Arbeitsplatz Stress reduziert und Rückenschmerzen lindert. Die Teilnehmer der Studie - sämtlich Angestellte der Britischen Regierung - praktizierten acht Wochen lang einmal in der Woche 50 Minuten Yoga und durften auch zu Hause noch bis zu zweimal in der Woche 20 Minuten lang mit einer DVD üben. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die kein Yoga praktizierte, waren Stresspegel, Traurigkeit und Rückenschmerzen der Yoga-Übenden deutlich verringert.

Yoga in der Mittagspause oder nach der Arbeit kann damit nicht nur für das Gesundheitssystem, sondern auch für den Arbeitgeber deutlich Kosten sparen. Die Forscher wiesen darauf hin, dass weitere Forschung notwendig sei, um festzustellen, ob auch die Zahl der Krankheitstage mit Yoga deutlich gesenkt werden kann.

Originalstudie: Yoga for reducing perceived stress and back pain at work

Artikel zur Studie: Yogajournal

Tägliches Yoga am Arbeitsplatz vermeidet Rückenschmerzen: Wissenschaftler der Bangor University stellten bei ihrer aktuellen Untersuchung fest, dass Yoga Rückenschmerzen deutlich reduzieren kann. Auch Patienten mit chronischen Rückenschmerzen profitieren von Yoga-Übungen. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „Occupational Medicine“.

Nach acht Wochen konnten die Wissenschaftler feststellen, dass die meisten Yoga-Teilnehmer im Vergleich zur Bildungsgruppe eine größere Reduktion der Rückenschmerzen aufwiesen. Nach insgesamt sechs Monaten konnte durch den Vergleich von Akten der Mitarbeiter des NHS festgestellt werden, dass die Yoga-Teilnehmer aufgrund muskuloskelettaler Erkrankungen (einschließlich Rückenschmerzen) 20 Mal weniger krank waren als die Teilnehmer der Bildungsgruppe. Die Yoga-Teilnehmer suchten innerhalb der sechs Monate auch nur halb so oft einen Mediziner wegen Rückenschmerzen auf. Die Vorbeugung von Rückenschmerzen ist wirtschaftlich sinnvoll und spart eine Menge Kosten. So ist Yoga nicht nur vorteilhaft für Angestellte, sondern auch für die Wirtschaft.

Originalstudie: [6]

Artikel zur Studie: Tägliches Yoga am Arbeitsplatz vermeidet Rückenschmerzen

Yoga in der Schmerztherapie

Yoga hilft bei (chronischen) Schmerzen (2016, 2011)

Übungen bei der Yogatherapie

Wissenschaftler des U.S. National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH) stellten bei einer Untersuchung fest, dass chronische Schmerzen erfolgreich durch Yoga, Meditation und Massagen behandelt werden können. Die Forscher veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie der medizinischen Fachzeitschrift „Mayo Clinic Proceedings“.

Die Untersuchung zielte darauf ab, Möglichkeiten zu finden, Schmerzen zu behandeln, ohne große Mengen Schmerzmittel einzunehmen, die denn häufig starke Nebenwirkungen haben sowie süchtig machen können.

Alternative Behandlungsformen wie Akupunktur, Tai Chi oder Yoga werden bereits von vielen Therapeuten zur Schmerzlinderung empfohlen. Bisher gab es allerdings wenige Informationen über die Wirksamkeit dieser Behandlungen, sagt Autor Dr. Richard Nahin vom U.S. National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH).

Für die Studie analysierten die Forscher Daten von 105 klinischen Studien aus den vergangenen fünfzig Jahren. Die Forscher fanden durch die Analyse heraus, dass es mehrere alternative Ansätze für eine sichere und wirksame Schmerzlinderung gibt. Dazu gehörten beispielsweise Akupunktur und Yoga für Rückenschmerzen, Akupunktur und Tai Chi für Osteoarthritis des Knies und Entspannungstechniken für schwere Kopfschmerzen und Migräne. Außerdem zeigten sich die Ergebnisse einer Massage-Therapie als vielversprechend für eine kurzfristige Linderung von Nackenschmerzen. Einige Nachweise von effektiven Therapien waren allerdings etwas schwächer. Eine Massage-Therapie kann beispielsweise bei Manipulationen der Wirbelsäule helfen, die Schmerzen zu lindern. Eine Entspannungstherapie und Tai Chi scheinen dagegen bei Menschen mit Fibromyalgie besonders hilfreich, berichten die Forscher.

Weitere Forschung ist nun nötig, um genauer zu untersuchen, wie diese alternativen Ansätze tatsächlich funktionieren. Chronische Schmerzen sind weitverbreitet und neue Behandlungsmethoden dringend nötig.

Originalstudie: Evidence-Based Evaluation of Complementary Health Approaches for Pain Management in the United States (2016)

Artikel zur Studie: Alternative Schmerztherapien: Chronische Schmerzen gut ohne Schmerzmittel behandelbar

In einer kooperativen Metaanalyse der Medizinischen Universität Witten/Herdecke, der Veronica Carstens Stiftung in Essen und der Berliner Charité stellten Büssing et. al insgesamt bei moderater Studienqualität moderate Effektgrößen bei Auswirkungen von Yoga auf Schmerzen und damit verbundener Aktivitätseinschränkung fest.

Eine Datenbankrecherche (PubMed/Medline, die Medica Database (EMBASE), und CAMbase) mit den englischsprachigen Suchbegriffen "yoga*pain" (Yoga*Schmerz), sowie die Rekrutierung von Experten bezüglich grauer Literatur ergab 23 potentiell relevante kontrollierte klinische Studien zum Thema Yoga und Schmerz. Diese wurden hinsichtlich ihrer Schmerzintensität/Häufigkeit und schmerzbedingter Aktivitätseinschränkung und der allgemeinen Studienqualität untersucht.

Alle Studien belegten, dass durch Yoga die Schmerzintensität- und Häufigkeit, sowie die damit einhergehende Einschränkung an Aktivität signifikant zurückging. Die Art des Schmerzes spielte dabei keine Rolle - Yoga half bei Rückenschmerzen, Arthritis, Kopfschmerzen/Migräne, Hämodialyse, Reizdarmsyndrom, Muskelverspannung, Karpaltunnelsyndrom, rheumatischer Arthritis, Wehen und sogar gesunden PC Benutzern. Selbst eine kurzzeitige Yoga Intervention erzielte bereits Wirkungen.

Originalstudie: Auswirkungen von Yoga Interventionen auf Schmerzen und schmerzbedingte Aktivitätseinschränkung: eine Metaanalyse, Effects of yoga interventions on pain and pain-associated disability: a meta-analysis (2011)

Yoga bei Kopfschmerzen / Migräne (2014)

Regelmäßige Yogapraxis hat positive Auswirkungen auf die Intensität von Kopfschmerzen und Migräne

In Deutschland leiden rund 18 Millionen Menschen, die meisten davon Frauen, an Migräne. Migräne ist dabei eine enorme Belastung für die Betroffenen und kann sie tagelang außer Gefecht setzen - Übelkeit, gestörte Sehfähigkeit, Lichtsensibilität und schmerzende Gliedmaßen begleiten die oft presslufthammerartigen Kopfschmerzen.

Eine Studie aus dem Jahr 2014 zeigte nun, dass Yoga in Kombination mit herkömmlichen Behandlungen Migräne-Attacken in ihrer Häufigkeit und Intensität stark reduzieren kann.

In der Studie wurden 60 Migräne-Patienten in zwei Gruppen aufgeteilt: Die eine Gruppe erhielt weiterhin eine herkömmliche Behandlung, die andere Gruppe besuchte zusätzlich fünf bis sechs Mal wöchentlich Yoga-Stunden. Die Teilnehmer dieser Gruppe absolvierten insgesamt 30 Yoga-Stunden. Dabei wurden Atemübungen erlernt und mittels Asanas (Körperstellungen) und Tiefenentspannung (Savasana) Körper und Geist ausgeglichen.

Es zeigte sich, dass die Kombination der herkömmlichen Therapie mit Yoga große Effekte brachte: Die Lebensqualität der Patienten verbesserte sich drastisch, Episoden von Kopfschmerzen und damit verbunden die Medikation reduzierten sich, die Herzfrequenz sank ab.

Für die Behandlung von Migräne ist regelmäßige Bewegung generell von Ärzten empfohlen. Schmerz, Stress und Angstzustände können durch Bewegung gelindert werden. Denn ein wichtiger Faktor bei Migräne ist die Angst, die durch den Migräneanfall verlorene Zeit im Alltag, beim Job oder im Haushalt nicht mehr aufholen zu können.

Originalstudie: Effect of Yoga on migraine: A comprehensive study using clinical profile and cardiac autonomic functions

Artikel zur Studie: Mit Yoga gegen Migräne, Mit Entspannung gegen chronische Kopfschmerzen, Focus Online: Studie zeigt: Migräne-Patienten werden Schmerzen durch simple Methode los, Yoga Nidra: Die beste 20-Minuten-Übung gegen Migräne

Übergewicht

Yoga hilft gegen ungesundes Bauchfett (2016)

Eine Studie des Knappschafts-Krankenhaus Steele in Essen hat nachgewiesen, welche gesundheitsfördernde Wirkung Yoga bei Fettleibigkeit und Übergewicht hat. Dazu luden sie 60 übergewichtige Probandinnen zu einem dreimonatigen Studienproramm ein: Nach einem Vorab-Workshop folgten zwei 90-Minuten-Yoga-Einheiten pro Woche.

Nach den drei Monaten wurden die Werte der Studienteilnehmerinnen mit Werten von 20 Frauen verglichen, die ihr Bewegungsverhalten nicht verändert hatten. "Im Durchschnitt wurde der Bauchumfang der Yoga-Frauen um fast vier Zentimeter kleiner", sagt Studienleiter Dr. Holger Cramer. Das ist insofern relevant, weil die Forschung zeigt, dass nicht nur Übergewicht generell, sondern auch die Fettverteilung im Körper Einfluss auf Erkrankungen hat. Wer also einen dicken Bauch hat, ist anfälliger für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei einem Drittel der Studien-Teilnehmerinnen ging der Bauchumfang um fünf Prozent zurück, womit das Risiko für einen Herzinfarkt nachweislich reduziert wird. Auch das Gewicht und der Body-Mass-Index verbesserten sich. Zudem nahm bei den Yoga-Frauen die Muskelmasse zu.

Auch das Wohlbefinden und Selbstwertgefühl aller Teilnehmerinnen nahm zu, wie die Auswertung von Fragebögen zeigte.

Originalstudie: Yoga in Women With Abdominal Obesity. A Randomized Controlled Trial. (2016)

Artikel zur Studie: Wie Yoga gegen ungesundes Bauchfett hilft, Yoga hilft, Bauchfett zu verlieren, FAZ: Adipositas: Yoga ist nicht nur für Schlanke da

Yoga reduziert die Cortisol-Produktion und führt zum Fettabbau (2013)

Eine wissenschaftliche Studie des amerikanischen "National Institute of Health" untersuchte die Wirkungen von Dehnungsübungen im Vergleich zu langsamem, regenerierendem Yoga. Im Vergleich trainierte eine Gruppe von Frauen (A) die Dehnungsübungen parallel zu Gruppe B, die das restorative Yoga übte. Die Probandinnen beider Gruppen praktizierten zwölf Wochen lang zweimal wöchentlich, anschließend weitere sechs Monate zweimal monatlich und schließlich drei Monate selbstständig. Das Ergebnis der wissenschaftlichen Studie zeigte, dass sich die Gruppe A nach dieser Zeit zwar wohler fühlte, aber kaum Körperfett verloren hatte. Die Yoga-Gruppe (B) baute hingegen deutlich mehr Fett ab und dies auch über die ersten zwölf Wochen hinaus. Hierbei wurden insbesondere die unmittelbar unter der Haut von Bauch und Rumpf liegenden Fettpolster abgebaut, die Regionen also, die auch mit allgemeinem Fitnesstraining sonst schwer zu erreichen sind. Dies liegt insbesondere an der stressreduzierenden Wirkung von restorativem Yoga, die die Cortisol-Produktion drosselt. Das Hormon wird erst durch Stress ausgeschüttet und sorgt in Stresszeiten für den Aufbau von Fettreserven.

Originalstudie: 1. Restorative Yoga Better Than Stretching for Trimming Subcutaneous Fat in Overweight Women, 2. Restorative yoga and metabolic risk factors: the Practicing Restorative Yoga vs. Stretching for the Metabolic Syndrome (PRYSMS) randomized trial.

Artikel zur Studie: YAHOO, Yogajournal

Yoga Übende sind Körperbewusster und achtsamer beim Essen (2005/2009)

In zwei Studien des Fred Hutchinson Cancer Research Centers in Seattle bestätigt Dr. Alan Kristal, dass Yoga Übende eine bessere Körperwahrnehmung besitzen und bewusster bei der Nahrungsaufnahme sind. Während der Mahlzeit steht das Essen für sie im Mittelpunkt. Geschmack, Geruch oder Aussehen der Speisen werden ganz bewusst wahrgenommen. Dadurch entsteht eine größere Kontrolle über das Hunger- und Sättigungsgefühl.

Originalstudien: 1. Yoga practice is associated with attenuated weight gain in healthy, middle-aged men and women.,2. Development and validation of the mindful eating questionnaire.

Artikel zur Studie: Fred Hutch, Vital

Diabetes

Yoga hilft bei gewichtsbedingter Typ-2-Diabetes (2015)

Eine neueren Studie des Magazins Journal of Mid-life Health befasste sich mit der gewichtsbedingten Typ-2-Diabetes. Indische Forscher machten es sich innerhalb dieser Studie zur Aufgabe, Yogapraxis als eine Art Prävention vor Übergewicht und Diabetes zu erforschen. Zudem untersuchten sie die Auswirkungen von Yoga als Therapiemaßnahme auf bereits vorhandene Diabeteserkrankungen.

In der Studie bekamen 24 Patienten, welche an Typ-2-Diabetes leiden, eine Woche lang täglich Yogaunterricht. Die Ergebnisse zeigten, dass sich bereits nach einer Woche Gewicht und der Körperfettanteil um 4,2% reduzierten und der BMI der Teilnehmer sank. Die Yoga Übungen wirkte sich auch positiv auf den Blutzuckerspiegel aus.

Yoga ist also viel mehr als nur eine Entspannungsmethode. So kann mit Yoga auch eine Änderung des Lebensstils einhergehen, welcher den Menschen mehr Achtsamkeit für ihren Körper und ihre (eventuell schädlichen) Gewohnheiten schenkt. Nicht nur das Bedürfnis nach gesunder Ernährung kann durch Yoga ausgelöst werden, sondern auch die Freude an körperlicher Betätigung.

Originalstudie: Yoga: Managing overweight in mid-life T2DM

Artikel zur Studie: Yoga als Maßnahme gegen das metabolische Syndrom

Yoga lindert Diabetes Beschwerden (2014)

Die Svyasa-Universität im indischen Bangalore hat eine Yoga Übungsreihenfolge speziell für Typ-2-Diabetiker Patienten entwickelt und getestet. Die Übungsreihe wurde neun Monate lang von über 2000 Testpersonen mit Typ-2-Diabetes praktiziert. Die Ergebnisse zeigen eine Senkung der Blutzuckerwerte, des Cholesterins, des Cortisols, der Insulin Resistenz und damit eine einhergehende Senkung der nötigen Medikamente. Die Übungsreihe ist unter dem Namen "Stop Diabetes Movement" (SDM) bekannt.

Offizielle Website: Svyasa-University, SDM

Artikel zur Studie: Focus

Veränderungen der metabolischen Parameter nach Yogaübungen bei Patienten mit Typ 2 Diabetes (2008)

In eine Studie von Dr. Lorenzo Gordon von der University of the West Indies in Jamaica wurde die Auswirkung von Yoga auf Typ 2 Diabetes getestet. In der groß angelegten Studie wurden die insgesamt 431 Patienten per Zufall auf drei Gruppen verteilt; eine Yoga Gruppe, eine Physiotherapie Gruppe und eine Kontrollgruppe ohne jegliche Aktivität. Die beiden aktiven Gruppen nahmen, über einen Zeitraum von 24 Wochen, einmal in der Woche an einem 120 minutigen Kurs teil. Zudem sollten die Teilnehmer 3 – 4 mal in der Woche für eine Stunde zu Hause üben. Gemessen wurden der Blutzuckerwert, der Cholesterinspiegel, die Lipoproteinwerte, die oxidativen Stress Indikatoren und die Herzfrequenz.

Bei beiden aktiven Gruppen reduzierten sich die Blutzuckerwerte um etwa 28 % und auch der Cholesterinspiegel sank signifikant. In der Yogagruppe jedoch schwankte der Blutzuckerwert deutlich weniger. So trat im Verlauf der Studie in der Yogagruppe bei nur 14 Patienten eine Über- und Unterzuckerung auf, in der Physiotherapie Gruppe bei 22 Personen. Die Forscher kommen zu der Schlussfolgerung, dass Yogaübungen eine positive Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel haben und eine präventive Funktion bei Diabetes.

Originalstudie: Effect of exercise therapy on lipid profile and oxidative stress indicators in patients with type 2 diabetes

Artikel zur Studie: Yoga als Maßnahme gegen das metabolische Syndrom

Rheuma/Arthrose

Hilfe für Arthritis-Patienten (2015, 2013)

Yogatherapie-Einzelbehandlung

Eine Studie um Susann Bartlett an der US-amerikanischen John-Hopkins-University School of Medicine untersuchte die Auswirkungen von Yoga Praxis auf die Symptome von Arthritis. In den USA leidet jeder fünfte Erwachsenen unter 65 Jahren an Athritis. Diese Erkrankung ist durch Schmerzen, Steifheit der Gelenke und anderer Bindegewebe gekennzeichnet und es existiert bis heute keine schulmedizinische Heilung für Arthritis. Körperliche Aktivität ist jedoch eine der besten Möglichkeiten, um die Symptome dieser Krankheit zu lindern. Laut Bartlett eignet sich Yoga für Arthritis Patienten besonders gut, weil es eine körperliche Aktivität mit starken Stressmanagement und Entspannungstechniken verbindet.

Die 75 Teilnehmer der Studie praktizierten Yoga-Übungen über einen Zeitraum von 9 Monaten. Als Ergebnis berichteten 20% der Probanden, dass sich ihre Schmerzen vermindert und sie an Energie gewonnen hatten, sowie dass ihre Stimmung besser geworden war. Ihre körperliche Funktionsfähigkeit steigerte sich um 20%, sodass sie alltägliche Arbeiten im Haushalt oder am Arbeitsplatz besser ausführen konnten. Die Verbesserungen blieben auch nach 9 Monaten bestehen. Die Gehgeschwindigkeit erhöhte sich den Teilnehmern zufolge in einem geringen Umfang.

Die Ergebnisse der Studie sind ermutigend. Besonders bei zwei Arten von Arthritis können laut dem Forscherteam die Symptome von Arthritis verbessert werden, nämlich bei Arthrose und rheumatoider Arthritis.

Originalstudie: Yoga in Sedentary Adults with Arthritis: Effects of a Randomized Controlled Pragmatic Trial (2015)

Artikel zur Studie: Yoga kann Symptome von Arthritis verbessern, Yoga gut gegen Gelenkbeschwerden, Yoga-Übungen verbessern Arthritis, Schmerzen im Knie? Yoga lindert Gelenkbeschwerden

Eine Studie der UCLA (University of California, LA) konnte belegen, dass Iyengar Yoga Patienten mit rheumatoider Arthritis (auch chronische Polyarthritis oder cP) Linderung bringen kann. Von rheumatoider Arthritis sind besonders Frauen betroffen; die Erkrankung führt zu starker Degeneration der Gelenke. Anfänglich zeigen sich jedoch grippeähnliche Symptome, Müdigkeit, Steifheit und Schmerzen in den Gelenken.

Im Gegensatz zur degenerativen Arthrose, bei der sich einfach um Verschleiß der Gelenke durch Abnutzung und zunehmendes Alter handelt, ist die rheumatoide Arthritis eine Autoimmunerkrankung, die den gesamten Körper einbezieht. Zur Stabilisierung der Gelenke wurden schon früher Übungen verordnet, doch die Wirkung von Yoga auf die Krankheit wurde erst jetzt erforscht.

Bei der Studie praktizierten 11 Frauen mit rheumatoider Arthritis 6 Wochen lang Iyengar Yoga, während eine zweite Kontrollgruppe ihr bisheriges Leben unverändert fortsetzte. Die Yogagruppe hatte nach 6 Wochen Verbesserungen in verschiedenen Bereichen - wie allgemeiner Gesundheitszustand und Vitalität - erzielt, während sich bei der Kontrollgruppe keine Veränderungen ergaben. Die Yogagruppe hatte allerdings nach wie vor Schmerzen, doch der Umgang damit hatte sich verändert. Die Forscher vermuten, dass die Studie zu kurz war, um auch hier Veränderungen zu erzielen, da Schmerz immer mit Stress zusammenhängt; entspannende Übungen über einen längeren Zeitraum als 6 Wochen hätten weniger Stress bedeutet und damit auch weniger Anspannung und Cortisol im Körper.

Originalstudie: Impact of Iyengar yoga on quality of life in young women with rheumatoid arthritis (2013)

Artikel zur Studie: Yogajournal, MedicineNet

Krebs

Krebs: Yoga kann Angst mindern (2015)

Yoga kann zu mehr Lebensfreude und Optimismus verhelfen

Achtsamkeitsbasiertes, medizinisches Yoga kann bei Krebskranken nachweislich Fatique, Stress und Angst reduzieren. Das gilt für alle Stufen der Erkrankung, also während der Primärbehandlung genauso, wie bei Rezidiven und in der palliativen Phase. Und die positive Wirkung setzt schnell ein: Schon nach acht Yoga-Einheiten sind beispielsweise bei Angstsymptomen signifikante Verbesserungen zu erkennen. Das sind erste zentrale Ergebnisse einer randomisiert kontrollierten Studie, die unter der Leitung von Dr. Elisabeth Jentschke, Psychoonkologin im Interdisziplinären Zentrum Palliativmedizin des UKW, derzeit durchgeführt wird.

Die Erhebung startete im August 2014 und endete im Juli 2015 nach der Rekrutierung von 70 Tumorpatienten des Comprehensive Cancer Centers (CCC) Mainfranken. Per Fragebögen wurden zu Therapiebeginn, zu Therapieende und sechs Monate danach die Intensität der Symptome und das Befinden ermittelt. Die Ergebnisse der Nachbefragungen werden derzeit noch ausgewertet. "Aber schon jetzt sind Langzeiteffekte erkennbar. In der ersten Nachbefragung waren die Mittelwerte für Angst in der Yoga-Therapiegruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant geringer", so Dr. Jentschke.

Das medizinische Yoga kombiniert Entspannungsverfahren mit körperlicher Aktivität. "Dabei werden die individuellen Gegebenheiten der Betroffenen beachtet und durch Achtsamkeit eine Überforderung vermieden. Deshalb konnten auch sehr geschwächte und fortgeschritten erkrankte Krebspatienten an der Studie teilnehmen", erläutert die Psychoonkologin.

Es ist geplant, die Studie fortzusetzen und medizinisches Yoga als Gruppenangebot im CCC Mainfranken fest zu verankern.

Artikel zur Studie: Neues aus der Palliativmedizin, Integrative Medizin in der Onkologie

Yoga mindert die Nebenwirkungen von Aromatase-Hemmern (2015)

Einer Studie von Luke J. Peppone zufolge erwies sich Yoga als hilfreich für Frauen mit Brustkrebs, die Aromatase-Hemmer einnahmen. Diese Hemmer bauen Östrogen ab und können daher Wechseljahrssymptome wie Gelenkschmerzen und Muskelbeschwerden hervorrufen. Wegen der Beschwerden setzen Frauen dieses Medikament oft ab, was das Risiko eines neuerlichen Befalls erhöht. Praktizierten die Frauen jedoch Yoga, dann nahmen Gelenk- und Muskelschmerzen erheblich ab.

Originalstudie: The effect of YOCAS©® yoga for musculoskeletal symptoms among breast cancer survivors on hormonal therapy.

Artikel zur Studie: Yogajournal

Yoga zur Behandlung von Krebspatienten mit Lymphodämen (2015)

Sheila Ridner von Vanderbilt University School of Nursing, untersuchte in einer Studie den Einfluss von Yoga auf Krebspatienten, die an Lymphodämen leiden. Während der Studie kamen die 20 Patienten zunächst drei mal die Woche für einen Monat zu einer 90 Minutigen Yogasitzung, in der eine Yogatherapeutin versuchte herauszufinden, welche der 16 Yogastellungen am besten geeignet sind, um den gesamten Körper zu lockern und die aufgestaute Energie wieder in den Fluss zu kriegen. Die Yogastunden beinhaltete Aufmerksamkeitstraining, Mobilitätsübungen, Atemübungen und Meditation. Nach dieser Phase kamen die Patienten für einen weiteren Monat zweimal die Woche zu einer Übungssitzung. Während der gesamten Studie wurden mehrere Messungen der Mobilität der Probanden vorgenommen.

Am Ende der Studie konnten die Patienten besser laufen, aufrechter stehen und waren insgesamt fröhlicher. Zudem bewirkte die Lockerung des Körpers, eine Lösung der aufgestauten Flüssigkeit in den Lymphödemen.

Originalstudie: Feasibility and Preliminary Efficacy of Hatha Yoga in Head and Neck Cancer Survivors

Artikel zur Studie: Vanderbilt University

Auswirkungen von Yoga auf Entzündungen, Stimmungslage und Erschöpfung bei Brustkrebspatienten (2014)

Wie die Professorin für Psychiatrie und Psychologie von der The Ohio State University Janice Kiecolt-Glaser und ihre Kollegen vom Journal of Clinical Oncology herausfanden, hilft Yoga bei Brustkrebspatientinnen Erschöpfungssymptome und Müdigkeit um 41 Prozent zu senken. Die 200 Studienteilnehmerinnen übten drei Monate lang Yoga, wobei zwei Unterrichtseinheiten wöchentlich angeleitet worden waren. Das Programm beinhaltete Atemübungen, Meditation sowie dehnende und kräftigende Asanas. Je häufiger die Damen ihre Übungen praktizierten, desto mehr besserten sich die depressiven und Erschöpfungs-Symptome sowie der Schlaf. Auch die Entzündungswerte sanken um 13 bis 20 Prozent.

Originalstudie: Yoga's impact on inflammation, mood, and fatigue in breast cancer survivors.

Artikel zur Studie: Aponet

Yoga hilft, die Folgen einer Strahlentherapie zu lindern (2017, 2014)

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Amerikanische Forscher fanden heraus, dass Yoga die Nebenwirkungen einer Strahlenbehandlung bei Prostatakrebs vermindern kann. Die Probanden unterzogen sich einer externen Strahlentherapie für Prostatakrebs, über einen Zeitraum zwischen sechs und neun Wochen. Die Teilnehmer wurden für die Studie in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe absolvierte zweimal wöchentlich eine 75-minütige Yoga-Stunde, die Kontrollgruppe tat nichts dergleichen. Anhand eines Fragebogens wurden die Probanden besonders über ihren Ermüdungsgrad und die Auswirkungen auf ihren Alltag befragt. Die Befragung begann rund zwei bis drei Wochen vor Beginn ihrer Strahlentherapie.

Vor Beginn der Behandlung berichteten alle Teilnehmer über einen geringen Ermüdungsgrad. Im weiteren Behandlungsverlauf wurde ein Unterschied zwischen beiden Gruppen deutlich: Die Yoga-Gruppe berichtete über niedrigere Ermüdungswerte, Patienten aus der Kontrollgruppe berichteten über eine größere Ermüdung, um so mehr die Behandlung fortschritt. Die typische Erhöhung der Ermüdung, die sich bei einer Strahlenbehandlung etwa in der vierten oder fünften Woche einstellt, blieb bei der Yoga-Gruppe komplett aus. Sowohl der Grad der Ermüdung als auch die Fähigkeit, einen normalen Alltag zu führen, schienen positiv von dem Yoga-Unterricht beeinflusst.

Die Forscher untersuchten außerdem beide Gruppen hinsichtlich ihrer sexuellen Gesundheit. Normalerweise tritt bei einer Strahlenbehandlung bei etwa 85 Prozent der Patienten eine sexuelle Dysfunktion auf. Bei der Befragung blieb die Yoga-Gruppe davon weitgehend unbetroffen, während die Kontrollgruppe an sexueller Gesundheit einbüßte. Auch die Harnfunktion verbesserte sich bei der Yoga-Gruppe, oder blieb im Vergleich zur Kontrollgruppe stabil.

Originalstudie: Impact of Eischens Yoga During Radiation Therapy on Prostate Cancer Patient Symptoms and Quality of Life: A Randomized Phase II Trial (2017)

Artikel zur Studie: Heilpraxisnet.de (04/2017): Yoga-Übungen senken die Nebenwirkungen der Strahlenbehandlung bei Prostatakrebs

Ein Forscherteam um Lorenzo Cohen vom M. D. Anderson Cancer Center in Houston analysierte, wie sich Yoga auf die Folgen einer Strahlentherapie auswirkt. An der Studie nahmen 163 Frauen teil, die entweder einer Yoga-Therapie, einer Gruppe mit Streckübungen oder einer Kontrollgruppe zugeteilt wurden. Das Training wurde dreimal die Woche für sechs Wochen, während der Strahlentherapie durchgeführt. Vor und direkt nach der Studie, sowie 1, 3 und 6 Monate später wurden Befragungen und Messungen des Kortisolspiegels und der Herzfrequenz vorgenommen.

Die Studie zeigt, dass Patienten in der Yogagruppe eine deutlich größere körperliche Lebensqualität aufwiesen. Der Kortisolspiegel lag in dieser Gruppe niedriger und die Herzfrequenz war höher. Erschöpfungszustände waren sowohl in der Yoga- wie auch Strechinggruppe geringer als in der Kontrollgruppe.

Originalstudie: Randomized, Controlled Trial of Yoga in Women With Breast Cancer Undergoing Radiotherapy (2014)

Artikel zur Studie: Ärzteblatt, Medical Tribune

Yoga - physiologische Auswirkungen bei Krebs (2014)

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Eine wissenschaftliche Studie der Calgary University belegt die physiologischen Auswirkungen von Yoga und Meditation. Für eine Untersuchung wurden 88 Frauen mit Brustkrebsdiagnosen im Stadium I bis III ausgewählt, welche alle eine Therapie bestanden hatten, in Folge derer Depressionen einsetzten. Die Forscher nahmen an, dass Behandlungen mit Yoga und Meditation helfen würden, Stresshormone - welche eine schädliche Auswirkung auf Körperzellen und das Erbgut haben - im Blut zu reduzieren. Stresshormone, wie Cortisol verkürzen die Länge so genannter Telomere, die die Enden der Chromosomen schützen und so Fehlbildungen vermeiden. Zur Kontrolle wurden zu Beginn und drei Monate nach Ende der Studie Blutproben entnommen. Diese zeigten vor Beginn der Studie hohe Konzentrationen des Stresshormons Cortisol.

Es wurden drei Gruppen gebildet, wobei eine Gruppe wöchentlich 90-minütige Sitzungen mit Achtsamkeitsübungen, Meditation und leichtem Yoga praktizierte, die zweite Gruppe an einer Gruppentherapie teilnahm und eine dritte Gruppe, ohne jegliche Übungen als Kotrollgruppe fungierte. Die dritte Gruppe wurde allerdings in ein Stressbewältigungsseminar geschickt, damit die Studienergebnisse nicht verfälscht werden, weil man ihnen gar nichts anbot.

Durch Analyse der Blutproben konnte am Ende der Studie bei Frauen aus den beiden ersten Gruppen eine positive Wirkung nachgewiesen werden. Bei den ersten beiden Studiengruppen hatte sich die Telomer-Länge seit Beginn der Studie nicht verändert, während sich die Telomere bei den Teilnehmern der Kontrollgruppe, die weder regelmäßig meditiert, noch Yoga gemacht hatte, verkürzt hatte, also weniger stabil waren. Das Ergebnis lässt Schlüsse zu, dass erlernbare Entspannungstechniken, sofern sie regelmäßig durchgeführt werden, einen positiven Effekt nicht nur auf das Gemüt, sondern auch auf die Gesundheit der Zellen haben.

Originalstudie: Mindfulness-based cancer recovery and supportive-expressive therapy maintain telomere length relative to controls in distressed breast cancer survivors

Artikel zur Studie: Sind Yoga und Meditation gut für unser Erbgut?, Loretta Bruhns: Yoga fürs Erbgut, Yoga: Auswirkungen auf Körper und Erbgut, Augsburger Allgemeine, Yoga und Meditation verändern unsere Zellen

Yoga hilft Krebspatienten mit Schlafstörungen (2013)

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Etwa 30-90 % der Patienten, die wegen einer Krebserkrankung in Behandlung waren, leiden nach der Behandlung unter Schlafstörungen. Eine Studie des Journal of Clinical Oncology zeigte nun jedoch, dass nicht zu intensive Yogaübungen die Schlafqualität verbessern können. An der Studie nahmen 410 Patienten mit mittleren bis schweren Schlafstörungen nach überstandener Behandlung ihrer Krebserkrankung teil; die meisten Teilnehmer (96%) waren Frauen, davon wiederum waren drei Viertel wegen Brustkrebs in Behandlung.

Eine Teilnehmergruppe übte einen Monat lang zweimal in der Woche 75 Minuten lang Yoga, und zwar nach einem Programm, das speziell für Krebspatienten nach überstandener Behandlung konzipiert wurde; das Programm umfasst Pranayama, sanftes Hatha Yoga, stärkende und entspannende Asanas und Meditation.

Bei den Yoga-Praktizierenden verbesserte sich sowohl die Schlafqualität im Allgemeinen, wie auch die subjektive Schlafqualität und die Tiefe des Schlafes; Funktionsstörungen am Tag und nächtliche Wachphasen nach anfänglichem Einschlafen nahmen ab. MedPage Today berichtete, dass diese Patienten auch ihre Schlafmittel um 21 % niedriger dosieren konnten. Die nicht Yoga praktizierenden Teilnehmer mussten ihre Schlafmedikation dagegen um 5% pro Woche erhöhen.

Die Forscher vermuten allerdings, dass anstrengendere Yogastile für Krebspatienten kurz nach ihrer Behandlung nicht geeignet sind.

Originalstudie: Multicenter, randomized controlled trial of yoga for sleep quality among cancer survivors.

Artikel zur Studie: Yogajournal

Yoga hilft bei Nebenerscheinungen von Krebs (2012)

Die Forscherin, Michelle C. Janelsins, untersuchte den Effekt von Bewegungs-Übungen, wie Yoga auf verschiedene Nebenerscheinungen von Krebs, wie Erschöpfung, kognitive Störungen, Depressionen, Schmerz und Angst. Sie fand heraus, dass sich, nach einem vierwöchigen Übungsplan mit sanften Yogaübungen, bei den Patientinnen zunächst das Gedächtnis verbesserte, wodurch sich wiederum der Energielevel und die gesamte Lebensqualität der Patientinnen erhöhten.

Originalstudie: Exercise Recommendations for Cancer-Related Fatigue, Cognitive Impairment, Sleep problems, Depression, Pain, Anxiety, and Physical Dysfunction

Artikel zur Studie: Yogajournal

Yogapraxis verringert die Symptome von metastasierenden Brustkrebs (2007)

Da metastasierender Brustkrebs immer noch sehr schwer heilbar ist, sind besonders Methoden gefragt, die die Symptome verringern. Forscher vom Duke University Medical Center in Carolina haben in einer Pilotstudie untersucht, wie sich Yoga auf die Krebssymptome auswirkt. Zu dem Programm gehörten sanfte Yogastellungen, Atemübungen, Meditation, didaktische Präsentationen und Gruppenaustausch. 13 Frauen nahmen an der achtwöchigen Studie teil. Zwei Wochen vor der Studie und zwei Wochen vor ihrer Beendigung wurde täglich das Schmerzempfinden, der Erschöpfungszustand, das Leidempfinden, das Kraftmaß, die Akzeptanz und der Entspannungszustand gemessen. In allen gemessenen Kriterien wurde eine positive Veränderung festgestellt, vor allem dann, wenn die Frauen intensiver trainierten.

Originalstudie: Yoga for women with metastatic breast cancer

Yoga für Brustkrebspatienten: physische und psychologische Vorteile (2006)

Forscher von der University of Calgary in Kanada untersuchten in einer Pilotstudie, ob körperliche Aktivität physische und psychische Vorteile für Brustkrebspatienten mit sich bringt. Untersucht wurden Auswirkungen auf die Symptome, die Nebenwirkungen der Behandlung, allgemeines Wohlbefinden und Lebensqualität. Für die Studie nahmen 20 Brustkrebspatienten an einem sieben wöchigen Yogaprogramm teil.

Signifikante Unterschiede des Yogaprogramms zeigten sich jedoch hauptsächlich in der psychosozialen Wirkung, wie Lebensqualität, emotionaler Funktion und Stressdurchfall. Darüber hinaus gab es aber auch einen Trend, im Vergleich zur Kontrollgruppe, bei der Verbesserung von Magen-Darm Symptomen, geistiger Verwirrung, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Depressionen. Die Pilotstudie zeigt, dass Yoga ein signifikantes Potential in der Krebsbehandlung aufweist und weiter erforscht werden sollte.

Originalstudie: A pilot study of yoga for breast cancer survivors: physical and psychological benefits.

Schwangerschaft

Yoga lindert Depressionen während der Schwangerschaft (2012)

Seitenlage beim Yoga für Schwangere

Nach einer Studie der University of Michigan aus dem Jahr 2012 kann Yoga schwangeren Frauen mit Depressionen helfen.

Für die Studie wurden schwangere Frauen mit einer Neigung zu Depressionen gebeten, an einem 10-wöchigen Kurs in Achtsamkeits-Yoga teilzunehmen. In 90-minütigen Yogastunden für Schwangere richteten die Frauen ihre Aufmerksamkeit darauf, bei den Asanas eine meditative Konzentration aufrecht zu erhalten. Der Fokus lag dabei auf Asanas für Schwangere und dem Kontakt mit dem wachsenden Baby.

Die Ergebnisse zeigten, dass achtsamer Yoga eine ebenso wirkungsvolle Alternative zu Psychopharmaka sein kann. Die Frauen litten nicht nur weniger an Depressionen, sondern konnten auch ein engeres Band zu ihrem Kind herstellen. Psychopharmaka, so die federführende Autorin Maria Muzik, M.D., seien zwar ebenfalls wirksam, doch viele schwangere Frauen sorgten sich wegen der Nebenwirkungen auf das Kind. Yoga ist daher eine natürliche und nebenwirkungsfreie Alternative.

Nach Ansicht der Autoren sollte noch mehr geforscht werden, um derartige Möglichkeiten nicht nur in Yogakreisen, sondern auch einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Originalstudie: Mindfulness Yoga during Pregnancy for Psychiatrically At-Risk Women: Preliminary Results from a Pilot Feasibility Study

Artikel zur Studie: Yogajournal.com Yoga Eases Depression During Pregnancy

Yoga für Schwangere direkt auf der Station (2012)

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Eine kleine Studie mit schwangeren Patientinnen in einer Klinik in Los Angeles konnte belegen, dass Gruppentreffen mit einer nachfolgenden Übungsstunde Yoga für Schwangere das Wohlbefinden der Patientinnen in jeder Hinsicht verbessern konnten. Während der sechsjährigen Studie wurden für die Frauen Gruppenvisiten von Ärzten zusammen mit anderen schwangeren Frauen anstelle der üblichen eine-Frau-ein-Arzt-Termine organisiert; auf die Visiten folgte jeweils der 30-45 Minuten lange Unterricht in Yoga für Schwangere.

Jessica Jennings von der California State University LA, die die Studie für ihre Masterarbeit konzipierte, wies darauf hin, dass die Frauen sich bei den Treffen nicht nur untereinander austauschen, sondern auch mit dem Yogalehrer besprechen konnten, was im anstehenden Monat gerade wichtig war; außerdem konnten sie Ärzten und Hebammen Fragen von eher medizinischer Relevanz stellen.

96 % der Frauen, die an der Studie teilnahmen, würden diese Art der Betreuung auch anderen empfehlen. Sie gaben an, Stresssymptome seien deutlich zurückgegangen, fühlten Erleichterung bei physischen Beschwerden und Schmerzen, waren besserer Laune und genossen die angenehme Atmosphäre, die es Ihnen auch erlaubte, zu Ärzten, Partnern und anderen Schwangeren eine gute Beziehung aufzubauen. Die Forscher sehen in der Studie sogar Anzeichen dafür, dass es bei dieser Form der Betreuung mit Yoga für Schwangere seltener Kaiserschnitte und untergewichtige Babys gab; doch hier ist noch weitere Bestätigung durch die Forschung notwendig, da die Studie zu klein war, um statistisch signifikant zu sein.

Artikel zur Studie Yogajournal

Yoga hilft beim Schwangerwerden (2015)

Bereits 45 Minuten Yoga pro Woche können die Chancen auf ein Baby erhöhen, wenn sich das Wunschkind nicht einstellen will, dies fanden US-Forscher der Rush University und dem Fertility Center von Illinois in ihrer Studie aus dem Jahr 2015 heraus. Yoga helfe, den Stresslevel und die Anspannung von Frauen, die schon länger schwanger werden wollen, zu senken. Vergangene Studien hatten gezeigt, dass Stress sich negativ auf die Chancen auswirkt, schwanger zu werden.

In der Studie wurden 55 Frauen mit Kinderwunsch angewiesen, einmal pro Woche an einer 45-minütigen Vinyasa-Yogastunde teilzunehmen. Die Vergleichsgruppe (49 Frauen) tat nichts dergleichen.

Die Forscher fanden heraus, dass die Frauen in der Yogagruppe ihr Stresslevel um 20% senken konnten, während die Frauen in der Kontrollgruppe es nur um 2% senken konnten.

Yoga kann auch bei der Gewichtsreduktion helfen und diese hat sich ebenfalls als nützlich erwiesen bei dem Versuch, schwanger zu werden.

Originalstudie: The impact of yoga on anxiety in infertility patients

Artikel zur Studie: Kinderwunsch? Probieren Sie es einmal mit Yoga, Yoga May Help Women Who Want To Conceive, Yoga To Reduce Stress and Enhance Fertility


Yoga hilft bei PMS (2018)

Probleme an den Tagen vor der Menstruation kennen die meisten Frauen nur zu gut. Prämenstruelles Syndrom, kurz PMS, nennen Fachleute die Beschwerden, die bei Frauen regelmäßig im Menstruationszyklus auftreten. Laut Untersuchungen sind 85-90 Prozent der Frauen von PMS betroffen, fünf Prozent von ihnen leiden unter schwerwiegenden Problemen, die den Alltag stark beeinträchtigen. Zu den allgemeinen Symptomen zählen Schmerzen, Blähungen, Brustspannen, Schlaflosigkeit und Erschöpfung, sowie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Depressionen.

Was man dagegen tun kann, hat eine indische Studie herausgefunden. Zumindest bei moderaten Beschwerden können Yoga und zusätzliches Calcium helfen. Studienteilnehmerinnen, die fünfmal in der Woche eine Stunde Yoga praktizierten, hatten anschließend nur noch etwa halb so viele Symptome und zudem leichtere Beschwerden. Dass Yoga und andere Entspannungstechniken für eine Besserung sorgen, lässt sich dadurch erklären, dass auch Stress bei PMS eine Rolle spielt.

In der Studiengruppe, die täglich 500 mg Calciumcarbonat eingenommen hatte, gingen Anzahl und Intensität der Beschwerden ebenfalls zurück. Schon lange ist bekannt, dass der Calciumspiegel im Laufe des Menstruationszyklus schwankt. Wissenschaftler vermuten, dass die Beschwerden vor der Menstruation auch damit zusammenhängen.

Originalstudie: Bharati M. Comparing the effects of Yoga and oral calcium administration in alleviating symptoms of premenstrual syndrome in medical undergraduates. J Caring Sci 2016; 5 (3): 179-85

Artikel zur Studie: Yoga und Calcium-Heilwässer helfen bei PMS

Yoga kurbelt Hormonspiegel an (1993)

Hormon-Yoga bietet eine wirksame und risikofreie Alternative zur Hormonersatztherapie, der besonders in neueren Studien ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Brust- und Gebärmutterhalskrebs nachgewiesen wurde. Die empirischen Untersuchungen von Frau Rodrigues (1993) brachten ermutigende Resultate – nicht nur bezogen auf Symptome der Wechseljahre oder mit sinkenden Hormonwerten langfristig in Zusammenhang stehende Erkrankungen wie Osteoporose –, sondern zeigten auch Wirksamkeit bei Beschwerden jüngerer Frauen, insbesondere bei frühzeitiger Menopause, bei Beschwerden des Prämenstruellen Syndroms (PMS), bei Ausbleiben der Menstruation durch psychischen oder physischen Stress, bei Regelanomalien, bei polyzystischen Ovarien und ungewollter Kinderlosigkeit. Bei Unfruchtbarkeit besteht nach Frau Rodrigues eine 80-prozentige Erfolgschance, weshalb es sich unbedingt empfiehlt Hormon-Yoga auszuprobieren, bevor sich Frau den Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin anvertraut.

Artikel zur Studie: Hormon-Yoga – die natürliche Alternative für Frauen

Psychische Wirkung

Allgemein

Wirksamkeit von Yoga bei psychischen Störungen (2016)

Die Kobra öffnet das Herz und fördert so auch Freude

Die erste deutsche Metastudie zur Wirksamkeit von Yoga auf psychische Leiden aus dem Jahre 2016 zeigt, dass die Leibesübungen helfen - und zwar umso besser, je intensiver geübt wird. Die körperorientierten Übungen tun nicht nur dem Körper gut, also auch dem Geist. Dies ist das Ergebnis einer Analyse von insgesamt 25 Studien mit 1339 Patienten aus dem Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Jena.

In der Studie zeigte es sich, dass Yoga auf einzelne Symptome von psychischen Störungen ähnlich positive Auswirkungen hat wie eine psychotherapeutische Standardbehandlung, wenn beides zusätzlich zu einer medikamentösen Therapie angewendet wird. Untersucht wurde dies bei Patienten mit psychiatrischen Diagnosen wie Depression, Schizophrenie, Angststörung, Schlaflosigkeit, Essstörungen, Posttraumatische Belastungsstörung oder Alkoholabhängigkeit.

Die Autoren der Studie betonen zudem im "Deutschen Ärzteblatt", dass sich einigen Studien zufolge für die Kombination aus Yoga und Psychotherapie, beispielsweise einer kognitiven Verhaltenstherapie, sogar ein Mehrwert ergibt, der über die bloße Addition der positiven Behandlungseffekte hinausgeht. Die Wissenschaftler bestätigen damit die Ergebnisse anderer Studien, denen zufolge körperliche Aktivität eine positive Wirkung auf eine Vielzahl von psychischen Störungen hat. Allerdings sind die Behandlungserfolge nicht so durchschlagend, wie sich das manche Sportbegeisterte wünschen mögen, das gilt auch für Yoga. Denn obwohl das Team um Erstautorin Rahel Klatte die Ergebnisse insgesamt "vielversprechend" nennt, ist auch hier Vorsicht vor allzu unkritischem Enthusiasmus geboten.

Dennoch ist die Wirksamkeit von Yoga auch auf psychische Krankheiten messbar. Der Vorteil von Yoga ist heutzutage auch, dass bei der weiten Verbreitung ein für so gut wie jeden zugängliches, niederschwelliges Angebot vorliegt, das außerdem noch sehr preisgünstig ist, heißt es im "Ärzteblatt". Zudem ließen sich Yoga-Übungen gut im Alltag praktizieren und könnten daher auch vorbeugend zur Rückfallprophylaxe taugen.

Originalstudie: Wirksamkeit von körperorientiertem Yoga bei psychischen Störungen (2016)

Artikel zur Studie: Wie Yoga bei psychischen Leiden hilft, Eine Bewegungslehre erobert die Welt, Psychische Gesundheit: Yoga statt Medikamente

Die Wirkung von Yoga auf die Psyche (2013)

Das Team um den Psychiater Dr. Meera Balasubramaniam von der Duke University in North Carolina veröffentlichte 2013 eine Übersichtsarbeit, welche die medizinische Wirksamkeit bewertet. Zu diesem Zweck sahen sich die Ergebnisse von 100 bereits existierenden Studien über Yoga und geistige Gesundheit an, wobei sie sich insbesondere auf 16 kontrollierte und streng wissenschaftliche Studien stützten. In der Publikation wurden folgende Ergebnisse präsentiert:

Die Forscher wollten sehen, ob Yoga tatsächlich so gut ist wie sein Ruf und

  1. Yoga hilft bei Depression: Durch eine mindestens dreimonatige Yoga-Praxis verringert sich die Depression um bis zu 40 Prozent. Schon nach fünf Wochen kann der psychologische Geriatric Depression Scale (GDS)-Wert deutlich sinken. So könnte Yoga je nach Art und Schwere der Depression unter Umständen als alleinige Therapie-Empfehlung ausgesprochen, als Begleittherapie hingegen in fast allen Fällen angewandt werden.
  2. Yoga wirkt als Zusatzbehandlung bei chronischer Schizophrenie: Auch hier senkt mehrwöchiges Yoga-Üben additiv zur medikamentösen Behandlung, die schizophrenen Effekte um bis zu 30 Prozent. Gemessen werden diese mit Hilfe der sogenannten PANS-Skala (Positive and Negative Syndrome Scale).
  3. Yoga unterstützt ADHS-Therapien: Bei ADHS-Erkrankten kann Yoga ebenfalls wirksam als Ergänzungsmaßnahme zur medikamentösen Therapie helfen.

Die Forscher sagen, dass die Yogapraxis eine Entspannungsreaktion verursacht, die der Wirkung der besten, heute auf dem Markt erhältlichen Medikamente gegen Angstzustände gleichzusetzen sei. Es sei durch zahlreiche Studien nachgewiesen, dass Yoga mehr als 200 Vorgänge im Gehirn und im Körper beeinflusse. Es gebe praktisch kein Gewebe und kein System im Körper, das nicht von Yoga profitiere (siehe auch Video unten, "Yoga Sutra Now).

Doraiswamy findet daher Yoga insgesamt sehr viel versprechend und rät dem Staat zur systematischen weiteren Erforschung von Yoga durch weitere Studien.

Originalstudie: Yoga on Our Minds: A Systematic Review of Yoga for Neuropsychiatric Disorders (2013)

Artikel zur Studie: Wissenschaft aktuell, Yogajournal Artikel 1,Yogajournal Artikel 2, BDY Pressemitteilung 1, BDY Pressemitteilung 2

Yoga hebt die Stimmung und verringert Angst und Stress (2010)

GABA (Gamma Amino Buttersäure) ist ein Neurotransmitter, der die Stimmung hebt und Angst reduziert. Forscher der Fakultät für Medizin in Boston fanden heraus, dass das regelmäßige Praktizieren von Yoga zu erhöhten GABA-Werten führt.

Die Studie lief über einen Zeitraum von 12 Wochen, in dem die Testpersonen entweder dreimal die Woche Yoga praktizierten oder einen Spaziergang (Kontrollgruppe) machten. Alle 4 Wochen wurde eine Untersuchung mit der Magnetresonanzspektroskopie (MRS) durchgeführt, mit der man chemische Stoffe im lebenden Gewebe durchgeführt werden. Die Testpersonen der Yogagruppe berichteten über einen deutlichen anstieg der Stimmungslage und einer Minderung von Angstgefühlen. Diese Ergebnisse konnten auch wissenschaftlich mit dem MRS nachgewiesen werden. Der GABA Wert stieg in der Yogagruppe um bis zu 27%.

Originalstudie: Effects of Yoga Versus Walking on Mood, Anxiety, and Brain GABA Levels: A Randomized Controlled MRS Study

Artikel zur Studie: Boston Universität,Blog

Yoga als Ressource für ein glücklicheres Leben (2010)

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Helena Feldmeier-Vogel untersuchte in ihrer Diplomarbeit im Fachbereich Allgemeine Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg die These, ob Yoga als Ressource (Ressource im Sinne von "Kraftquelle", der Gesamtheit "aller Möglichkeiten (...), die einem Menschen zur Befriedigung seiner Grundbedürfnisse zur Verfügung stehen"; Zitat aus der Diplomarbeit) für ein glücklicheres und gelasseneres Leben in Frage kommt. Sie betrachtet bei ihrer Recherche zunächst philosophische Aspekte und psychische Grundbedürfnisse des Menschen, die Beziehung zwischen Körpererfahrung und Glück und die Möglichkeiten des mentalen Trainings, um schließlich mit 39 Teilnehmern eine kleine Studie durchzuführen. An der Studie nahmen 18 Yogalehrer und 21 Yogaschüler - darunter sowohl Neulinge wie auch langjährig Praktizierende - teil, deren Yoga-Erleben in einem längeren Fragebogen erfasst wurde.

Die Studie ergab, dass die von beiden Gruppen als positiv empfundenen Veränderungen im Leben desto größer waren, je länger die Yogis bereits regelmäßig praktizierten (zwischen Yogalehrern und Schülern bestand dagegen kein signifikanter Unterschied). Alle Teilnehmer berichteten über eine bessere Körperwahrnehmung (was tut mir gut, was nicht); die große Mehrheit gab auch an, sie fühlten sich durch die Yogapraxis innerlich ausgeglichener und ihre Lebensqualität habe sich verbessert. 97,4% der Teilnehmer empfanden Frieden und Gleichmut bei der Meditation, die ihnen auch bei der Bewältigung von Alltagssorgen half. Die Bewegungen im Yoga wirkten nach ihren Angaben stimmungsaufhellend und konnten Flow-Erlebnisse auslösen. Die Flow-Erlebnisse sorgten für heilende Selbstvergessenheit, diese wiederum für Gefühle von Erfüllung und Zufriedenheit, Achtsamkeit, Dankbarkeit, Mitgefühl und Vertrauen in das Leben. Einige Yogis berichteten auch über mehr Selbstbeherrschung und ein gestiegenes Maß an Entscheidungsfähigkeit. Fazit: Yoga ist als Ressource für mehr Glück im Leben geeignet!

Originalstudie: Yoga als Ressource für ein ge-glück-tes Leben

Burn-Out/Stress

Yoga schützt DNA vor Alterung durch Stress (2014)

Stress belastet Psyche wie Körper gleich. Unter Stress produziert unser Körper große Mengen des Hormons Cortisol. Dieses führt dazu, dass sich die Telomere (die "Verschlusskappen" der DNA) mehr und mehr verkürzen. Schrumpfen die Telomere, läuft der Alterungsprozess unseres Körpers schneller ab.

Stress lässt sich zwar in unserer heutigen Welt nicht immer vermeiden, aber es gibt Möglichkeiten, ihn schneller abzubauen oder zu umgehen. Forscher fanden nun heraus, dass sich Yoga positiv auf unser Stresslevel und insbesondere auf den Abbau der Telomere auswirkt.

In der 2014 durchgeführten Studie der University of Caglary untersuchten die Wissenschaftler um Linda Carlson die Länge der Telomere bei Brustkrebspatientinnen. Eine Gruppe praktizierte drei Monate lang täglich 45 Minuten Yoga und Meditation, die andere Gruppe nahm an einem Vortrag über Anti-Stress-Maßnahmen teil. Ein Bluttest nach Ablauf der Testphase zeigte einen deutlich niedrigeren Cortisolspiegel bei der praktizierenden Versuchsgruppe. Im Vergleich zu der Vortragsgruppe war die Länge ihrer Telomere außerdem unverändert.

Diese Ergebnisse lassen darauf schließen, dass sich Meditation und Yoga positiv auf den Alterungsprozess unseres Körpers auswirken und positive Effekte auf die Gesundheit unserer Zellen haben können. Eine ermutigende Entdeckung, die jedoch noch weiter erforscht werden muss.

Originalstudie: Mindfulness-Based Cancer Recovery and Supportive-Expressive Therapy Maintain Telomere Length Relative to Controls in Distressed Breast Cancer Survivors

Artikel zur Studie: Sind Yoga und Meditation gut für unser Erbgut?, Wie Stress uns altern lässt - und welches einfache Mittel dagegen hilft, Changing our DNA through mind control?

Stress- und Angstreduktion bei Burn-Out durch ein drei monatiges Yogaprogramm (2005)

Yoga hilft bei emotionaler Überlastung und Burn-Out Stress zu reduzieren und Angst aufzulösen. Zu diesem Ergebnis kam eine Gemeinschaftsstudie Studie, die von Forschern verschiedener großer Universitäten, Instituten und Kliniken (u.a. Charité Berlin, Universitätsklinikim Basel, Neuroscience Research Institute New York) durchgeführt veröffentlicht wurde. 16 der 24 weiblichen Versuchspersonen nahmen an einem von zwei aufeinanderfolgenden 3-monatigen Iyengar Hatha-Yoga-Programmen (2 90-minütige Yogastunden pro Woche) teil, die übrigen 8 Frauen bildeten die inaktive Kontrollgruppe. Die Messungen und Tests wurden vor und nach dem Versuch vorgenommen; der Cortisolgehalt im Speichel wurde vor und nach einer Yogastunde gemessen. Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigten sich bei den Frauen der Yogagruppe signifikante Verbesserungen beim wahrgenommenen Stress, beim STAIC-Test und bei Erschöpfungszuständen und Depressionen. Ebenso nahmen Kopfschmerzen und Cortisolspiegel signifikant ab, während Wohlbefinden und Vitalität stiegen.

Originalstudie: Rapid stress reduction and anxiolysis among distressed women as a consequence of a three-month intensive yoga program, PubMed

Depressionen

Yoga bei der Behandlung von Depression (2017, 2016)

Yoga kann hilfreich sein für Menschen mit Depressionen

Amerikanische Forscher veröffentlichten 2017 eine Studie, die zeigte, dass Menschen mit depressiver Erkrankung, die mindestens zwei Mal pro Woche Yoga und Pranayama machen, eine deutliche Minderung ihrer Symptome wahrnehmen. Die Ergebnisse der Studie erschienen im "Journal of Alternative and Complementary Medicine".

Depressionen und Angststörungen stehen im Zusammenhang mit einem zu niedrigen Spiegel des Neurotransmitters Gamma-Aminobuttersäure (GABA) im Gehirn. Durch die Gabe von Medikamenten, die den GABA-Spiegel erhöhen, kann eine Depression pharmakologisch in den Griff gekriegt werden.

Die Forscher der Boston University School of Medicine verglichen in ihrer Studie mit Hilfe von Magnetresonanzspektroskopie (MRS) den GABA-Spiegel im Gehirn von insgesamt 19 Personen. Mit allen Patienten wurde eine Anfangsmessung durchgeführt und acht von ihnen absolvierten dann anschließend eine Yogastunde — die übrigen elf Teilnehmer übten kein Yoga. Bei der Abschlussmessung zeigte sich, dass sich bei den elf Probanden ohne Yoga der GABA-Spiegel überhaupt nicht verändert hatte, wohingegen sich der Wert der Yoga-Gruppe um 27 Prozent erhöht hatte.

Originalstudie: Treatment of Major Depressive Disorder with Iyengar Yoga and Coherent Breathing: A Randomized Controlled Dosing Study (2017)

Artikel zur Studie: Businessinsider.de (03/2017): Studie: Eine beliebte Sportart kann die Symptome von Depression verbessern, Heilpraxisnet.de (03/2017) Neue Studie: Yoga lindert Depressionen

Yoga soll neben körperlichen Effekten eine positive Wirkung auf den Gemütszustand haben. Doch können die Übungen auch bei einer klinischen Depression helfen? Das Universitätsklinikum in Frankfurt bietet Yogakurse als ergänzende Therapie für Menschen mit einer Depression an. Die Wirkung auf Körper und Geist wird nun zusätzlich in einer Studie untersucht.

Allein in Deutschland leiden ungefähr vier Millionen Menschen unter der psychischen Erkrankung. Um sie zu behandeln, werden meistens Psychotherapie und Psychopharmaka eingesetzt. Alternative Behandlungsoptionen könnten eine gute Ergänzung sein und Bewegungstherapien wurden bereits erfolgreich getestet. Daher möchte das Universitätsklinikum erforschen, ob und wie depressive Menschen von Yoga profitieren können und wie es sich physisch und psychisch auf die Erkrankung auswirkt.

Im Studienkurs der Klinik wird Ashtanga-Yoga praktiziert. Die Ashtanga-Yogapraxis besteht aus einer festgelegten Serie von Körperhaltungen, die man durch atemsynchrone Bewegungsabfolgen miteinander verbindet. Der Kurs findet über einen Zeitraum von drei Monaten zwei Mal pro Woche statt. Die aktive und regelmäßige Teilnahme ist Voraussetzung für die erhofften Effekte: Stressreduktion und Verbesserung von Ausdauer, Atmung, Kraft und Beweglichkeit.

Im Laufe des Studienzeitraums finden zu verschiedenen Zeitpunkten Testungen statt. Hierbei werden Blut und Speichel entnommen sowie unterschiedliche psychologische Parameter abgefragt. Vor Beginn des Kurses findet eine ärztliche Untersuchung statt, die die körperliche Voraussetzung zur aktiven Teilnahme absichert. Das Projekt soll zu einem verbesserten und umfassenderen Gesamtverständnis der Wirkweise von Yoga auf die Symptomatik einer Depression führen und die Grundlage für einen optimalen Einsatz von Yoga im klinischen Rahmen schaffen.

Artikel zur Studie: Hilft Yoga gegen Depressionen?

Mit Yoga gegen Depressionen (2017)

In mehreren neuen Studien wird die Wirksamkeit von Yoga bei Depressionen untersucht. Yoga könne die Symptome lindern, Ersatz für eine Therapie sei es aber nicht. Veteranen in San Francisco besuchten zwei Hatha-Yogakurse in der Woche. Die depressiven Symptome waren nach acht Wochen merklich reduziert. Eine niederländische Studie kommt zu ähnlichen Ergebnissen. 12 Studienteinehmer praktizierten einmal in der Woche zweieinhalb Stunden Yoga über einen Zeitraum von zwei Monaten. Angstgefühle, Stress und depressive Symptome nahmen in dieser Zeit merklich ab. Nach 8 Wochen zeigte sich, dass die Yoga-Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich abgeschwächte Symptome hatte. Hier zeigte sich außerdem: Je häufiger die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Yogakurse besuchten, desto schwächer waren ihre depressiven Symptome am Ende der Studienzeit.

Zwei weitere Studien aus den USA untersuchten die Wirkung von Bikram-Yoga auf die psychische Verfassung.

Link zum Artikel: Mit Yoga gegen Depressionen; Yoga hilft gegen Depressionen Link zu den Studien: THE EFFECTS OF YOGA FOR DEPRESSION

Yoga lindert psychische Leiden (2017)

Auf dem Jahreskongress der American Psychological Association in Washington wurden mehrere kleine Studien vorgestellt, die belegen, das Yoga Depressionen lindern kann. Dabei sollen Yoga-Übungen als Ergänzung zu anderen Therapien geübt werden. Eine niederländische Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Yoga und Entspannungstechniken depressive Symptome redudieren.

Link zum Artikel: Depression: Yoga lindert psychische Leiden

Yoga bei Depression und Angstzuständen (2009)

In einer Metastudie analysierte Dr. Arun Ravindran von Centre for Addiction and Mental Health mehrere Studien aus verschiedenen medizinischen Datenbanken zum Thema Yoga bei Depressionen und Angststörungen. Die große Anzahl an Publikationen zwang ihn zunächst den Umfang einzugrenzen. Er fand heraus, dass Yoga bei Depressionen vergleichbar wirksam ist wie Medikamente, bzw. die Wirksamkeit einer Medikationstherapie erhöht. Bei Angstzuständen ist Yoga bei manchen Personengruppen sogar effektiver als traditionelle Therapien. Ravindari meint sogar, "dass Yoga sogar besser zu sein scheint als etablierte, allgemein anerkannte Therapieformen."

Originalstudie: Yoga in the treatment of mood and anxiety disorders: A review. (2009)

Artikel zur Studie: The Star, CTV News

Bikram Yoga reduziert Symptome von Depressionen(2016)

Es wurde herausgefunden, dass Yoga die Konzentration auf negative Gefühle und sogenannte emotionale Essattacken reduziert. Damit ist Yoga eine gute Ergänzung zu Therapien und Antidepressiva.

Originalstudie: Heated Hatha Yoga to Target Cortisol Reactivity to Stress and Affective Eating in Women at Risk for Obesity-Related Illnesses

Artikel zur Studie: Hot-Yoga reduziert Negativgefühle und emotionales Essen

Sucht

Raucherentwöhnung mit Yoga (2012)

In einer Studie des Miriam Hospital Providance wurde die Wirksamkeit von Yoga auf die Rauchentwöhnung getestet. Die Patienten erhielten alle eine achtwöchige verhaltenstherapeutische Behandlung. Zusätzlich wurden sie in zwei Gruppen eingeteilt, eine praktizierte Yoga, die andere absolvierte ein Wellnessprogramm. Am Ende der Studie hatte 41% der Yogagruppe aufgehört zu Rauchen, während es in der Wellnessgruppe lediglich 6% waren.

Wer zwei Mal pro Woche Yoga übt verdreifacht die Wahrscheinlichkeit, mit dem Rauchen aufzuhören. Studie unter Anleitung von Prof. Dr. E. Ernst, Peninsular Medical School, University of Exeter / UK. 55 Raucherinnen, die alle verhaltenstherapeutisch behandelt wurden, absolvierten entweder zweimal pro Woche Hatha Yoga oder ein Wellness Programm. Nach 8 Wochen hatten in der Yogagruppe 41% das Rauchen aufgegeben, in der Wellnessgruppe nur 13%. Die Teilnehmerinnen der Yogagruppe hatten darüber hinaus weniger depressive Verstimmungen und ein besseres Allgemeinbefinden. Auch nach sechs Monaten blieb die Abstinenz in der Yogagruppe größer, obwohl sie statistisch nicht mehr Signifikant war. Den Forschern zufolge wird Yoga dennoch als effektiv für die Raucherentwöhnung bewertet.

Originalstudie: Yoga as a complementary treatment for smoking cessation in women.

Artikel zur Studie: Springer Medizin

Spirituelle Wirkung

Transformationsprozesse

Transformationsprozesse während einer vierwöchigen Yogalehrer Intensivausbildung (2011)

Menschen, die Yoga üben, berichten nicht selten von nachhaltigen Veränderungen in ihrem Leben, welche sie auf ihre Übungspraxis zurückführen. Eine groß angelegte Studie der Universität Gießen hat solche Wandlungs- und Transformationsprozesse erstmals während einer vierwöchigen Yogalehrerausbildung des Yoga Vidya e.V. erfasst. Das Ergebnis: Die intensive Praxis wirkt sich gesundheitsfördernd auf den Lebensstil der Teilnehmer aus. Die angehenden Yogalehrer nahmen ihre persönlichen Ressourcen bewusster wahr und wurden selbstbestimmter und psychisch stabiler. Die wissenschaftliche Leitung der Studie oblag Diplompsychologe Dr. Hannes Hempel vom Bender Institute of Neuroimaging der Universität Gießen.

Originalstudie: Transformationsprozesse während einer vierwöchigen Yogalehrer Intensivausbildung.

Entwicklung spezifischer Aspekte von Spiritualität während einer sechsmonatigen intensiven Yogapraxis (2010)

Studie mit angehenden Yogalehrern: Wer intensiv und harmonisch Yoga praktiziert, wird tendenziell unbeschwerter, geistesgegenwärtiger und entwickelt eine positivere Lebenseinstellung. Besonders stark sind die Effekte bei Anfängern. Wissenschaftler der Universität Witten/Herdecke um Prof. Dr. med. Arndt Büssing haben 160 Teilnehmer einer Yogalehrerausbildung begleitet und deren Entwicklung während der ersten sechs Monate beobachtet und ausgewertet. Laut der Studie verbessert die intensive Yogapraxis insbesondere die "Innere Leichtigkeit" (emotionale Unbeschwertheit) und die Achtsamkeit. Die psychische Gesundheit nimmt ebenfalls zu, die Grundstimmung wird positiver. Weniger erfahrene, aber engagierte Teilnehmer profitieren am stärksten von der Yogalehrerausbildung.

Originalstudie: Transformationsprozesse während einer zweijährigen Yogalehrer Ausbildung (Kurzversion), Entwicklung spezifischer Aspekte von Spiritualität während einer sechsmonatigen intensiven Yogapraxis(vollständige Version der Studie).

Soziologische und wirtschliche Auswirkungen

Soziokulturelle Auswirkung

Kinderyoga sorgt für entspannte Kinder, in der Schule (2017)

Eine Studie aus der USA bestätigt, das Yoga Kindern helfen kann Stress und Angst besser zu bewältigen. Dabei lassen sich Kinder leicht für Yogaübungen begeistern und spüren intuitiv was ihnen gut tut. Auch ruhige Meditationen nehmen die meisten Kinder gut an und fordern sie sogar aktiv an. Außerdem stärkt Yoga und Meditation die Klassengemeinschaft.

Yoga hilft den Kindern Ängste zu minimieren, ihr Wohlbefinden zu stärken und ihre emotionale Gesundheit zu verbessern. Nach längerem Üben wissen die Kinder selbst, welche Übungen sie einsetzen können, um ihre Nervosität, Traurigkeit oder Unsicherheit zu dämpfen. Abgesehen davon bringt Yoga den Kindern Freude.

Orginalstudie: Effect of mindfulness and yoga on quality of life for elementary school students and teachers: results of a randomized controlled school-based study

Artikel zur Studie: Der Standard, Berliner Zeitung

Positive Wirkung von Yoga auf Grundschulkinder (2016)

Forscher der Universitäten Regensburg und Münster fanden heraus, dass Yoga bei Grundschulkindern einen positiven Effekt auf das physische Selbstkonzept und den Umgang mit potentiell angsterzeugenden Situationen zu haben scheint. In der im Fachjournal "Movement Science and Sport Psychology" veröffentlichten Studie untersuchten sie den Einfluss eines Yoga-Trainings auf die kognitiven Funktionen, die Motorik, das physische Selbstkonzept und die Emotionen von Kindern im Grundschulalter.

Yoga ist nicht nur etwas für Erwachsene!

An der Studie nahmen 24 Kinder (12 Jungen, 12 Mädchen) im Alter von 6 bis 11 Jahren teil. Eine Gruppe absolvierte über sechs Wochen ein Yoga-Training, die Vergleichsgruppe ein Sporttraining. Pro Woche fanden zwei Trainingseinheiten von je 45 Minuten statt. Vor und nach der Trainingsphase wurden computergestützte Aufgaben zu den kognitiven sowie den motorischen Funktionen durchgeführt, bei denen die Kinder mit Tastendruck auf bestimmte Reize reagieren sollten. Zur Erfassung der Emotionen sowie der physischen Selbstwahrnehmung diente ein standardisierter Fragebogen zur Ängstlichkeit.

Nach sechs Wochen zeigten die Kinder der Yoga-Gruppe eine stärkere Problemvermeidung als vorher, während die Kinder der Sport-Gruppe eine geringere Problemvermeidung aufwiesen. Problemvermeidung bedeutet, dass die Kinder angaben, Probleme nicht aktiv anzugehen, sondern sie eher zu vermeiden. Die Yoga-Gruppe schätzte ihre Schnelligkeit außerdem deutlich geringer ein, als die Sportgruppe. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Yoga eine Sportart ist, die die Achtsamkeit erhöht, indem sie auf langsame und bewusste Bewegungen setzt. In anderen Bereichen ließen sich keine signifikanten Unterschiede feststellen, was eventuell an der geringen Anzahl der teilnehmenden Kinder liegt. Daher wären weitere Studien wünschenswert.

Originalstudie: Yoga training in junior primary school-aged children has an impact on physical self-perceptions and problem-related behavior

Artikel zur Studie: Einfluss von Yoga auf Selbstwahrnehmung und Problembewältigung von Grundschulkindern, Positive Effekte von Yoga für Grundschulkinder

Wirtschaftliche Auswirkung

Yoga als Wirtschaftsfaktor

In Deutschland üben ca. 3 Millionen Menschen Yoga. Es gibt ca. 100.000 Yogalehrende, darunter ca. 10.000 hauptberuflich Tätige. Es gibt ca. 5000 Yoga Center/Yogaschulen/Yogastudios. In Yogakursen, Yogaseminaren, Yoga Ausbildungen, Yoga-Zubehör (Decken/Kissen/Matten/Yoga Bücher/CDs/DVDs), etc. wurden 2012 ca. 700-1000 Millionen Euro erwirtschaftet. So kann man sagen: Yoga ist ein ernstzunehmender Wirtschaftsfaktor. In den USA wird gesagt, dass Yoga zu den 10 wichtigsten Wachstumsbranchen gehört...weiterlesen

Artikel: Yoga als Wirtschaftsfaktor

Yoga für Berufstätige – eine Kosten-Nutzen-Analyse (2017)

Ob sich ein auf den Bewegungsapparat ausgerichtetes Yoga-Programm für Angestellte sowohl gesundheitlich als auch wirtschaftlich auszahlt, untersuchten britische Wissenschaftler in einer 6-monatigen Studie.

Laut Statistik des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IWD) erfolgte im Jahr 2015 rund jede vierte Krankschreibung in Deutschland aufgrund von Erkrankungen des Bewegungsapparates mit durchschnittlich 18,6 Krankheitstagen pro Fall. Auch die Techniker Krankenkasse gibt in ihrem Gesundheitsreport 2017 als häufigsten Grund für Fehltage muskuloskelettale Erkrankungen und darunter an erster Stelle Rückenprobleme an. Oftmals sind diese Beschwerden auch einer überwiegend sitzenden Berufstätigkeit und dem damit verbundenen Bewegungsmangel sowie Fehlhaltungen geschuldet. Diese Krankheitsausfälle stellen ebenfalls einen bedeutenden wirtschaftlichen Faktor dar. Dem kann mit gezielten Bewegungsübungen entgegengewirkt werden. Yoga ist eine wissenschaftlich bereits gut erforschte Methode zur Vorbeugung und Behandlung von körperlichen Erkrankungen.

In die Studie eingeschlossen wurden 151 Teilnehmer im mittleren Alter (durchschnittlich 44 Jahre) mit leichten bzw. ohne Rückenbeschwerden, von denen 93 % Frauen waren. Randomisiert wurden sie in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Yoga-Gruppe erhielt über einen Zeitraum von acht Wochen einmal wöchentlich im Anschluss an die Arbeit eine 60-minütige Unterrichtseinheit Dru Yoga sowie eine Lehr-DVD und eine entsprechende Broschüre zur Durchführung der Übungen zu Hause. Der Vergleichsgruppe wurden lediglich zwei Broschüren zu den Themen Rückengesundheit und Stressmanagement ausgehändigt. Zu Studienbeginn, nach acht Wochen und nach insgesamt sechs Monaten wurden sowohl die physische Funktionalität als auch die psychischen Faktoren in Bezug auf Rückenbeschwerden mittels verschiedener Fragebögen erhoben.

Bei einer Verrechnung der Ausgaben für die Gesundheitsfürsorge mit den krankheitsbedingten Ausgaben bzw. Verlusten deutet das Ergebnis darauf hin, dass Yoga eine kosteneffektive Maßnahme zur Vermeidung muskuloskelettaler Erkrankungen und damit verbundener Fehltage bei Arbeitnehmern sein kann. Ein regelmäßiges Bewegungs-/Präventionsangebot für Mitarbeiter kann sich für den Arbeitgeber also lohnen.

Originalstudie: Cost-effectiveness of yoga for managing musculoskeletal conditions in the workplace.

Artikel zur Studie: Yoga für Berufstätige – eine Kosten-Nutzen-Analyse

Wie mit Yoga Milliarden von Euro eingespart werden können! (2013)

Yoga am Arbeitsplatz oder in der Mittagspause

Wie wissenschaftliche Studien mehrfach belegen verursacht die Behandlung von Rücken- und Nackenerkrankungen jährlich sehr hohe Kosten - allein in Deutschland sind es 49 Milliarden Euro. Yoga ist den Kassen als Präventionsmaßnahme bekannt und wird von den meisten Kassen auch bezuschusst. Bisher noch selten unterstützt werden Yogastunden als therapeutische Maßnahmen. Die klinische Pilotstudie zu chronischen Nackenschmerzen von Prof. Andreas Michalsen zeigt, dass Rücken- und Nackenschmerzen sich allein durch eine 90-minütige Yogastunde pro Woche reduzieren und das psychische Wohlbefinden steigt. Der BDY betont die Qualität des Studiendesigns. Die damit einhergehende hohe Validität, Objektivität und Reliabilität zeigt sich unter anderem anhand des strengen Randomisierungsverfahrens, des Einsatzes von exakten Bewertungsinstrumenten und hochwertig konzipierten Yoga-Protokollen. Dies könnte ein Anlass für Kassen werden, therapeutisches Yoga als bezuschusste Haupt- oder Begleitbehandlung einzuführen. Besonders zuträglich für die Wirksamkeit der Yogatherapie seien der Studie nach die unterschiedlichen Methoden, die bei Yoga vereint werden wie Muskelkräftigung, Stretching, Flexibilität, Atmung, Entspannung und Fokussierung.

Pressemitteilung des Berufsverbands der Yogalehrenden (BDY): Wie mit Yoga 49 Milliarden Euro eingespart werden können!

Yoga entlastet das Gesundheitssystem (2012)

Britische Wissenschftler der York Universität haben untersucht, wie sich ein speziell auf Rückenschmerzen ausgerichtetes 12-wöchiges Yoga-Training bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen auf die Kosten im Gesundheitssystem auswirken. Untersucht wurde ein Zeitraum von 12 Monaten.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Patienten die an dem Yogatraining teilnahmen im durchschnitt 8 Krankheitstage weniger aufwiesen als die Kontrollgruppe (12 vs. 4 Krankheitstage). Zudem erfolgte in der Yogagruppe eine allgemeine gesundheitliche Verbesserung und die Teilnehmer brauchten weniger Schmerzmittel und litten seltener an Depressionen. In anbschliessenden Hochrechnungen fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Verschreibung von Yoga für die Gesundheitskassen eine erhebliche entlasten wäre.

Originalstudie: A pragmatic multicentered randomized controlled trial of yoga for chronic low back pain: economic evaluation.

Artikel zur Studie: University of York, Frankfurter Rundschau

Prävention und Gesundheitsförderung im betrieblichen Umfeld (2004)

Yoga ist wirksam als Prävention und Gesundheitsförderung im betrieblichen Setting: Eine Studie bei Daimler Chrysler ergab folgende Ergebnisse: Yoga und Autogenes Training sind effiziente und ökonomische Verfahren, die insbesondere hinsichtlich der Stressverarbeitung zu deutlichen Verbesserungen führen, aber auch hinsichtlich Selbstwirksamkeit, Ängstlichkeit, Depressivität, allgemeiner Beschwerden sowie transpersonaler Qualitäten positive Effekte erzielen.

Originalstudie: Prävention und Gesundheitsförderung im betrieblichen Setting, Yoga-Vidya.

Sonstige Studien zu Yoga

Studien zur Yoga Praxis

Yoga ist eine sanfte und sichere Sportart, jedoch ist es besonders wichtig, von einem qualifizierten Yogalehrer angeleitet zu werden

Bikram Yoga: Heißer, aber nicht gesünder (2018)

Ganz normales Yoga tut den Blutgefäßen genauso gut wie das modische "Hot Yoga". Eine neue Studie von Forschern um Stacey Hunter (University of Texas) zeigt nun, dass Hot Yoga tatsächlich dem Herz-Kreislaufsystem zuträglich ist: Wie sich bei Untersuchungen an insgesamt 52 Testpersonen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren herausstellte, kann diese Yogaform ungünstigen Veränderungen in den Zellwänden der Blutgefäße vorbeugen und damit das Risiko eines Herzinfarkts und Schlaganfalls reduzieren.

Wie Hunter und ihre Kollegen schreiben, zeigten sich die gleichen förderlichen Effekte für die Herzgesundheit nicht nur bei den Bikram-Yoginis, sondern auch bei jenen Probanden, die ihre Yogaübungen bei ganz normaler Raumtemperatur durchführten. Bei der Kontrollgruppe blieben derartige Effekte aus.

Ein kleiner, statistisch jedoch nicht signifikanter Vorteil von Bikram Yoga mag für manche Yoginis buchstäblich ins Gewicht fallen: Die Mitglieder der Hot Yoga-Gruppe wiesen nach zwölf Wochen etwas weniger Körperfett auf.

Originalstudie (2018): Effects of yoga interventions practised in heated and thermoneutral conditions on endothelium‐dependent vasodilatation: The Bikram yoga heart study

Artikel zur Studie: Bikram Yoga: Heißer, aber nicht gesünder Ist Hot Yoga gesünder als reguläres Yoga Süddeutsche: Kaltes Yoga hilft genauso Scinexx: Yoga nicht besser bei Hitze

Verletzungsgefahr beim Yoga (2016)

Auch wenn Yoga ein sanfter Sport ist, hört man immer wieder auch von Verletzungen und Unfällen auf der Matte. Forscher der University of Alabama wollten daher in einer Studie herausfinden, wie häufig schwerere Yogaunfälle und Yogaverletzungen tatsächlich sind. Dazu werteten sie die Daten eines nationalen Meldesystems für Verletzungen aus, welches auf den Meldungen von hundert Krankenhäusern in den USA beruht. Sie analysierten besonders die Meldungen der Jahre 2001 bis 2014, in denen erwähnt wurde, dass der Patient oder die Patientin Yoga gemacht hatte, bevor die Beschwerden begannen. Es gab 29.590 solcher Meldungen. Vor allem Frauen im Alter zwischen 18 und 44 Jahren meldeten sich mit Yogaverletzungen in den Notaufnahmen. Nur jeder fünfte Yogaverletzte war ein Mann.

Fast die Hälfte aller Patienten hatten sich am Rumpf verletzt, knapp 22% an den unteren Extremitäten. Die häufigsten Verletzungsarten waren Zerrungen oder Verstauchungen, Knochenbrüche oder Ausrenkungen waren sehr selten. 95% aller Patienten wurden von der Notaufnahme nach Hause entlassen, nur in knapp tausend Fällen war ein Krankenhausaufenthalt notwendig.

Die Wissenschaftler rechneten die Fallzahlen aus dem Register auf die Gesamtbevölkerung hoch und verglichen sie mit der geschätzten Zahl der Menschen, die in den USA zum jeweiligen Zeitpunkt Yoga praktizierten. Die hochgerechneten Fälle aus den Notaufnahmen ergaben, dass sich von 100.000 Menschen, die im Jahr 2014 Yoga machten, etwa 17 Menschen verletzten. In der Altersklasse ober 65 verletzten sich 58 von 100.000 Yogatreibenden.

Das sind verhältnismäßig wenige Verletzte. Daher schlussfolgerten die Forscher, dass Yoga eine sichere Sportart ist. Im Alter solle man sich natürlich ein wenig mehr vorsehen und generell auch stets auf die eigenen Grenzen hören. Es ist wichtig, dass Yogalehrer qualifiziert sind und auf die richtige Ausführung der Übungen achten.

Originalstudie: Yoga-Related Injuries in the United States From 2001 to 2014 (2016)

Artikel zur Studie: Welt.de: Wie hoch ist die Verletzungsgefahr beim Yoga wirklich?, Neue Zürcher Zeitung (02/2017): Gefährliches Yoga: Wie sich Verletzungen vermeiden lassen

Yoga im All (2016)

Ein US-amerikanisches Forscherteam um den orthopädischen Chirurgen Alan Hargens untersuchte in einer Studie die Wirbelsäulengesundheit von Raumfahrern, denn mehr als 70% der Raumfahrer klagen während ihrer Missionen über Probleme mit der Wirbelsäule. Zurück auf der Erde weisen sie für geraume Zeit ein deutlich höheres Risiko für Bandscheibenvorfälle auf. Die Wissenschaftler untersuchten daher sechs Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation (ISS) per Magnetresonanztomografie – sowohl vor ihrer Reise ins All als auch in den Monaten nach ihrer Rückkehr zur Erde.

Durch die Schwerelosigkeit kommt es zu einer messbaren Ausdehnung der Wirbelsäule - die Raumfahrer "wachsen" um einige Zentimeter. Wie die Studie zeigt, geht diese Ausdehnung mit einem signifikanten Abbau der Rückenmuskulatur entlang der Wirbelsäule einher. Mehr als die Hälfte der untersuchten Astronauten hatte sich noch Monate nach der Rückkehr nicht von diesem Schwund erholt. Die Forscher empfahlen daher, Yoga im All zu praktizieren. "Es muss die normale tägliche Belastung der Wirbelsäule im Weltraum nachgeahmt werden.", so Hargens.

Originalstudie: Lumbar Spine Paraspinal Muscle and Intervertebral Disc Height Changes in Astronauts After Long-Duration Spaceflight on the International Space Station

Artikel zur Studie: DerStandard: Experten empfehlen Yoga gegen Rückenschmerzen im All

Negative Auswirkungen im Zusammenhang mit Yoga (2013)

In einer Studie von Cramer H, Krucoff C, Dobos G wurde das Verletzungspotential in der Yogapraxis untersucht. Das Ziel dieser systematischen Untersuchung bestand darin, veröffentlichte Fallbeispiele und Fallserien im Hinblick auf mögliche negative Auswirkungen auszuwerten, die mit Yoga in Verbindung gebracht werden. Die Fallbeispiele wurden aus den Datenbanken Medline/Pubmed, Scopus, CAMBase, IndMed und Cases Database entnommen. Dabei wurden 35 Fallbeispiele sowie zwei Fallserien mit insgesamt 76 begutachteten Fällen berücksichtigt. 27 der negativen Auswirkungen (35,5%) betrafen das Muskel-Skelett-System, 14 (18,4%) das Nervensystem und 9 (11,8%) die Augen. In 15 Fällen (19,7%) kam es zu einer vollständigen, in neun Fällen (11,3%) zu einer teilweisen und in einem Fall (1,3%) zu keiner Besserung.

Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass Yoga wie jede andere körperliche oder geistige Praxis nicht ohne Risiko ist. Unter Berücksichtigung der großen Zahl von Praktizierenden weltweit (6-8) sind jedoch nur relativ wenige negative Auswirkungen bei gesunden Personen bekannt. Es besteht daher bei gesunden Personen keine Veranlassung, von der Yogapraxis abzuraten. Es ist jedoch deutlich geworden, dass Yoga nicht als Wettstreit praktiziert werden sollte, und dass Yogalehrer und Praktizierende sich (oder ihre Schüler) niemals dazu drängen sollten, ihre Belastungsgrenzen zu missachten (9). Anfänger sollten fortgeschrittene Haltungen wie den Kopfstand oder den Lotussitz sowie fortgeschrittene Atemtechniken wie Kapalabhati vermeiden. Praktiken wie willentliches Erbrechen sollten möglicherweise vollständig vermieden werden.

Da Yoga erwiesenermaßen vielfach förderlich ist (65,66,68), ist es auch für Patienten mit körperlichen oder psychischen Erkrankungen empfehlenswert, soweit es an ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten entsprechend angepasst und unter der Anleitung eines erfahrenen und medizinisch geschulten Yogalehrers ausgeführt wird. Insbesondere Patienten mit Glaukom sollten Umkehrstellungen vermeiden, und Patienten mit Knochendefekten und anderen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems sollten kraftvolle oder wettbewerbsorientierte Yogastile vermeiden. Yoga sollte nicht unter dem Einfluss von Psychopharmaka praktiziert werden.

Siehe Hauptartikel: Negative Auswirkungen im Zusammenhang mit Yoga: Eine systematische Auswertung veröffentlichter Fallbeispiele und Fallserien

Nutzen und Gefahren von Hot Yoga / Bikram Yoga (2013 / 2015)

Es gibt ganz unterschiedliche Yoga Arten, ein Art ist Hot Yoga. Dabei wird mit einer erhöhten Raumtemperatur zwischen 35-40 Grad Celsius und einer erhöhten Luftfeuchtigkeit geübt. Dies soll die Kräftigung und Dehnung der Muskeln und Sehnen stärken, beweglicher machen und den Körper besser entgiften lassen. Zudem kann der Körper so schneller Gewicht verlieren. Es gibt jedoch auch kritische Stimmen, wenn es um Hot Yoga geht, weil diese Form von Yoga auch stärker das Herz-Kreislauf-System belastet.

Um zu klären, ob diese Form wirklich nutzbringend oder schädlich ist, untersuchten Sportwissenschaftler der Universität Wisconin La Crosse in zwei Studien (2013 und 2015) 20 weibliche und männliche Probanden. Zunächst wurde der allgemeine Fitnesszustand anhand der maximalen Sauerstoffaufnahme auf dem Laufband überprüft. Danach übten die Probanden innerhalb von 24 Stunden jeweils "klassisches" Yoga in einem Fitnessraum und dann Hot Yoga bei 33,7 Grad Celsius und 35% Luftfeuchtigkeit in der Studie von 2013 und bei 40 Grad Celsius und 40% Luftfeuchtigkeit in der Studie von 2015, unter sonst gleichen Bedingungen und gleicher Anleitung. Während der Untersuchung wurde die Kerntemperatur und die Herzfrequenz gemessen. Nach der Yogastunde wurde außerdem noch der Belastungsfaktor nach der Borg-Skala ermittelt.

Bei der Datenauswertung in der ersten Studie (2013) zeigte sich, dass die Teilnehmer zwar stärker schwitzten, die durchschnittliche Herzfrequenz beim Hot Yoga jedoch kaum höher war (105 Schläge pro Minute statt vorher 103), ebenso wie die durchschnittliche Kerntemperatur des Körpers (37,39 Grad Celsius statt vorher 37,61). Die Hot Yoga Stunde wurde von den Teilnehmern aber als anstrengender empfunden.

In der zweiten Studie (2015) in der Hot Yoga bei 40 Grad praktiziert wurde sahen die Ergebnisse jedoch anders aus. Die durchschnittliche Höchsttemperatur ging auf bis 39,5 Grad hoch. Die Herzfrequenz stieg auf auf 75 % der maximalen Herzfrequenz.

Bei einer Raumtemperatur von 32-35 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 35 Prozent kann Hot Yoga also bedenkenlos praktiziert werden. Bei höheren Temperatur besteht jedoch die Gefahr für einen Hitzeschlag, der nicht ausser acht gelassen werden sollte.

Originalstudie (2015): Heart Rate and Core Temperature Responses to Bikram Yoga

Artikel zur Studie: ACE Fitness; American Council on Exercise, Yoga-Magazin, Prevention

Regelmäßige Praxis zu Hause führt zu einem gesunden Lebensstil (2012)

Yogapraxis kann einen positiven Einfluss auf die gesamte Lebensweise haben

In einer Studie der Universität Maryland und des amerikanischen National Institutes of Health wurde das Verhältnis zwischen Yoga und Gesundheit untersucht. Zu diesem Zweck wurden 1045 Onlinebefragungen ausgewertet. Überprüft wurde der Gesundheitszustand unter den Aspekten Aufmerksamkeit, Wohlbefinden, BMI, Ernährungsgewohnheiten, Schlafverhalten und Übermüdung, sowie die Art der Yogapraxis.

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass besondern die regelmäßige Yogapraxis zu Hause einen Indikator für ein gesundes Leben darstellt. Die Ergebnisse verbesserten sich sogar noch, wenn man Asanas, Atemübungen (Pranayama), Meditation und sogar die Beschäftigung mit Yogaphilosophie (z.B. Vedanta) kombiniert. Ferner ist es von Vorteil, fordernde mit entspannenden Asanas zu kombinieren. Durch die Studie kam auch ans Licht, dass es bei älteren Menschen weniger zu Erschöpfung kam als bei jungen, aber dass sich bei beiden Gruppen mit regelmäßiger Praxis Verbesserungen einstellten. Daher sollte man vor allem regelmäßig zu Hause praktizieren und seine Praxis mit möglichst vielen unterschiedlichen Yoga-Elementen auflockern.

Originalstudie: Frequency of yoga practice predicts health: results of a national survey of yoga practitioners.

Artikel zur Studie: Yogajournal

Studie zu Interesse, Praxis und Motiven (2009)

Um ein genaueres Bild über die Yoga und Meditation Praktizierenden in Deutschland zu gewinnen, führte das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag von Innervestment eine, für die Gesamtbevölkerung repräsentative Befragung an 1000 Personen durch. Bei der Befragung kam heraus, dass sich jeder vierte Deutsche für Yoga oder Meditation interessiert und bereits jeder fünfte eine der Techniken praktiziert. Als Gründe wurden Stressabbau, Linderung von Rückenbeschwerden und positive mentale Effekte angeführt.

Originalstudie: Yoga und Meditation in Deutschland - Studie zu Interesse, Praxis und Motiven

Yoga und Sexualität

Yoga kann das Sexleben auf Trab bringen (2013)

Untersuchungen an der Loyola Universität, Chicago, USA, ergaben, dass Yoga bei Paaren das Sexleben wieder in Schwung bringen kann. Durch Partner Yoga können Paare, die sich im Laufe der Zeit etwas voneinander entfernt haben, wieder mehr zueinander finden. Durch die Übungen wird Stress abgebaut und ein neues Lebensgefühl füreinander entwickelt. Somit wird das sexuelle Interesse wieder aktiviert und für die Paare das gemeinsame Miteinander erweckt.

Originalstudie: Study: Improving sex life through yoga

Artikel zur Studie: Ahhh statt Ohm, Wunderwaffe Yoga für ein erfülltes Sexualleben?, Yoga für besseren Sex

Yoga stärkt bei Frauen mit Übergewicht die Libido (2013)

In einer kleinen Studie haben koreanische Wissenschaftler um Ha-Na Kim in Seoul herausgefunden, dass Frauen durch regelmäßigen Hatha Yoga ihre Libido verbessern können. An dieser Studie nahmen 41 Frauen mit metabolischem Syndrom teil. Das metabolische Syndrom zeigt sich durch Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Arteriosklerose und koronaren Herzkrankheiten. 20 dieser Frauen besuchten einen zwölfwöchigen Yogakurs mit zwei einstündigen Sitzungen pro Woche. Sie führten 14 Stellungen aus dem Hatha Yoga aus, die den Beckenboden stärken, besser durchbluten, Verspannungen lösen und ins Gleichgewicht führen (Krähe, Kobra, Heuschrecke, Pfau).

Den Erfolg wurde anhand eines Fragebogen-Index der sexuellen Funktion bei Frauen gemessen. Dieser Bogen reicht von 2 bis 36 Punkten. Nach zwei Wochen war der Wert bei den Frauen, die Yoga praktizierten von 21 Punkten um 2,3 Punkte gestiegen. Im Vergleich dazu war der Wert in der Kontrollgruppe nur um 0,5 gestiegen. Die sexuelle Erregbarkeit war deutlich höher als in der Kontrollgruppe, die kein Yoga machte.

Originalstudie: Effects of yoga on sexual function in women with metabolic syndrome

Artikel zur Studie: Torsten Wendlandt: Yoga kann Libido dicker Frauen steigern, Thomas Müller: Sexlust steigt, Yoga macht dicke Frauen scharf

Yoga im Alter

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Studie: Gesichtsyoga lässt dich jünger aussehen (2018)

Nach 5 Monaten des täglichen Gesichtsyogas wurden 50-jährige Teilnehmerinnen einer Studie auf zwei Jahre jünger geschätzt. Und dieses "Facial Yoga" erforderte nicht einmal teure Geräte oder Cremes: Einfache Übungen, wie das Spitzen der Lippen oder das Einziehen der Wangen gehörten zu dem Repertoire der Teilnehmerinnen.

An dieser vergleichsweise kleinen Studie nahmen 27 Frauen im Alter zwischen 40 und 65 Jahren teil. Ihnen wurden 32 Gesichtsübungen beigebracht, darunter auch sehr simple Dinge, wie etwa ein breites Lächeln. Zuhause sollten die Damen dann 5 Wochen lang täglich 30 Minuten ihren Übungen widmen. Nach der neunten Woche wurde die Frequenz auf jeden zweiten Tag reduziert. Die ForscherInnen beschreiben das Gesichtsyoga als "nichtinvasive, giftfreie Übungen für zuhause, die den Verlust des Volumens im Gesicht ausgleichen und verlangsamen können".

Originalstudie: Association of Facial Exercise With the Appearance of Aging

Artikel zur Studie: Studie: Gesichtsyoga lässt dich jünger aussehen

Mit dieser Morgenroutine sehen Sie drei Jahre jünger aus (2018)

Laut einer neuen Untersuchung, die von Dermatologen und Wissenschaftlern der "Northwestern Universitiy Feinberg School of Medicine" in Zusammenarbeit mit dem Gründer von "Happy Face Yoga" durchgeführt wurde, kann der Einsatz von Gesichtsyoga uns dabei helfen, drei Jahre jünger auszusehen. Die Studie, die im Magazin "Jama Dermatology" veröffentlicht wurde, liefert neue Erkenntnisse über die Wirkung von Gesichtsyoga. Probandinnen im Alter von 40- bis 65-Jahren mit bereits sichtbaren Alterungserscheinungen im Gesicht sollten acht Wochen lang jeden Tag mindesten 30 Minuten Gesichtsyoga-Übungen durchführen. Danach sollten Sie die Übungen weiterhin ein paar Mal pro Woche absolvieren.

Die Teilnehmerinnen wurden zu Beginn der Studie, währenddessen und nach 20 Wochen fotografiert. Die Bilder wurden unabhängigen Dermatologen vorgelegt, die das Alter der Probandinnen schätzen sollten. Laut der Dermatologen wurden die Wangen der Teilnehmerinnen voller und sie wirkten insgesamt jünger. Zu Beginn der Studie wurden die Teilnehmerinnen im Schnitt auf 50.8 Jahre eingeschätzt nach 20 Wochen waren es nur noch 48.1 Jahre.

Professor der Dermatologie und Hauptautor der Studie Murad Alam sagt, dass der Grund für das jüngere Erscheinungsbild an der Stärkung der Gesichtsmuskeln liegt. "Das Gesicht wird fester und straffer und sieht jünger aus", erklärt Professor Alam in einem Pressebericht. Mit dem Alter verliert die Haut an Elastizität. Die Fettpolster zwischen der Haut und den Muskeln werden dünner und beginnen sich abzusenken. Indem man die Muskeln aufbaut, bekommt auch die Haut den positiven Effekt zu spüren. Ein Nachteil: Die Methode ist relativ zeitaufwendig.

Originalstudie: [7]

Artikel zur Studie: Mit dieser Morgenroutine sehen Sie drei Jahre jünger aus; https://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Gesichts_Yoga_wirkt1771015590499.html Gesichts-Yoga wirkt; https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/forschung-bestaetigt-juenger-aussehen-dank-gesichtsyoga-20180106396553 Forschung bestätigt: Jünger Aussehen dank Gesichtsyoga

Yoga bei leichten kognitiven Einschränkungen (2017)

Yoga gilt gemeinhin als Quelle der Gesundheit für Menschen jeden Alters. Eine amerikanische Studie hat nun herausgefunden, dass Yoga auch als Therapie gegen Demenz eingesetzt werden kann. Das Forscherteam von Neurowissenschaftlern erforschte in einer Kurzzeitstudie die Wirkung von Yoga auf demenzbedingten Gedächtnisverlust. 25 Probanden, bei denen bereits Anzeichen von Demenz aufgetreten waren, nahmen dabei an der Studie teil. Zwölf Wochen lang absolvierten sie einen gezielten Yoga- und Meditationskurs. Der Kurs umfasste ein tägliches 20-minütiges Training in Kirtan Kriya, einer speziellen Meditation, bei der über Gesang, fließende Handbewegungen und Visualisierungsübungen das räumliche und visuelle Gedächtnis stimuliert werden. Einmal pro Woche nahmen die Teilnehmer zusätzlich an einer Kundalini Yoga-Stunde teil.

Am Ende der zwölf Wochen wiesen die meisten Probanden eine Verbesserung ihrer Fähigkeiten im Bereich des räumlichen und visuellen Gedächtnisses auf. Dieser Bereich des Gehirns ist dafür zuständig, dass sich Menschen im Alltag an Orte erinnern und sich mithilfe visueller Reize besser orientieren können. Gerade für Menschen, die von Demenz betroffen sind, kann sich durch eine Verbesserung in diesem Bereich die Lebensqualität im Alltag deutlich erhöhen. Die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit von externer Hilfe kann so also durch gezieltes Yoga-Training länger gewahrt bleiben.

Auch als Vorbeugung könne Yoga im Bereich Demenz und Alzheimer eingesetzt werden, so die Forscher. Zusätzlich lassen sich andere positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden feststellen. Menschen, die regelmäßig Yoga machen, gehen zum Beispiel meist gelassener mit Stress um.

Originalstudie: A randomized controlled trial of Kundalini yoga in mild cognitive impairment. (2017)

Artikel zur Studie: Apotheke Adhoc (02/2017): Yoga und Gedächtnistraining als Geheimwaffe

Yoga und Meditation für pflegende Angehörige (2017)

Die Betreuung Demenzkranker fordert pflegenden Angehörigen vor allem auf psychischer Ebene ein hohes Maß an Belastbarkeit ab. Eine Studie zeigt, dass regelmäßiges Yoga-Training in Kombination mit Übungen der Achtsamkeitsmeditation bei der Bewältigung des Pflegealltags helfen kann

Originalstudie: Yoga and compassion meditation program improve quality of life and self-compassion in family caregivers of Alzheimer's disease patients

Artikel zur Studie: Pflege von demenzkranken Angehörigen – Starke Nerven durch Yoga und Meditation, Hilfe für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz

Yoga bewahrt die fluide Intelligenz (2014)

Forscher verschiedener Institute und Universitäten aus den USA, den Niederlanden, Belgien und Deutschland, darunter die Justus-Liebig-Universität in Giessen und die Berliner Charité, haben in der Fachzeitschrift "Frontiers in Aging Neuroscience" die Ergebnisse einer Studie (2014) veröffentlicht, mit der überprüft werden sollte, ob Yoga und Meditation die negativen Effekte der Alterung auf Gehirn und Intelligenz, insbesondere die sogenannte "fluide Intelligenz" und die funktionale Informationsübermittlung im Gehirn, aufhalten können. Die fluide Intelligenz wird für Aufgaben benötigt, die für das Gehirn einen neuen Bereich darstellen, bei denen es also neue Wege finden muss.

Getestet wurden 16 Yoga-Übende, 16 Meditierende und 15 Kontrollpersonen, sämtlich mittleren Alters, und zwar mittels MRT im Ruhezustand. Im Anschluss an die Messung wurde der Informationsfluss zwischen 116 Hirnregionen analysiert. Es zeigte sich, dass die fluide Intelligenz bei den Yoga und Meditation Übenden tatsächlich langsamer abnahm als bei der Kontrollgruppe. Besonders spannend war aber die Entdeckung, dass bei den Yoga und Meditation Übenden der Informationsfluss im Gehirn im Gegensatz zur Kontrollgruppe auch dann gewährleistet war, wenn die Schädigung von Hirnregionen simuliert wurde und diese Regionen bei der Analyse ausgeschlossen wurden - der Informationsfluss war dann immer noch effektiv!

Originalstudie: Fluid intelligence and brain functional organization in aging yoga and meditation practitioners

Yoga im Alter hält den Geist flexibel und fit (2014)

In einer Studie von Neha Gothe und seinen Kollegen von der Illinois Universität wurde die Auswirkung von Yoga auf die kognitive Leistung von älteren Menschen untersucht. An dem Test nahmen 108 Personen zwischen im Alter zwischen 55 und 79 teil. Die Testpersonen wurden in eine Yogagruppe und eine Gruppe die gewöhnliche Gymnastikübungen durchführte aufgeteilt. Für die Untersuchung wurde dreimal pro Woche für insgesamt acht Wochen trainiert.

Am Ende der Studie zeigte sich, dass die Yogagruppe sich schneller und genauer an Informationen wiedererinnern, leichter zwischen verschiedenen Aufgaben wechseln konnte und insgesamt mental flexibler war als die Gymnastikgruppe, in welcher es keine signifikanten Veränderungen diesbezüglich gab. "Hatha-Yoga erfordert Konzentration, wenn man zwischen den Übungen wechselt, seinen Körper kontrolliert und gleichmäßig atmet", sagte Gothe. "Es ist möglich, dass dieser Fokus auf Körper, Geist und Atem während der Yoga-Übungen sich auf Situationen außerhalb der Yoga-Klassen übertragen hat. Das mag die Aufmerksamkeitsspanne verlängert haben."

Originalstudie: The Effects of an 8-Week Hatha Yoga Intervention on Executive Function in Older Adults

Arikel zur Studie: Eurekalert, Tagesspiegel, KarmaKonsum

Yogapraxis mindert gefährliche Stürze im Alter (2014)

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In einer Studie der Universität Miami wurde der Einfluss von Yoga auf das Balancegefühl und das Sturzverhalten von älteren Menschen getestet. An der Studie nahmen 39 Personen zwischen 50 und 80 Jahren teil, die teilweise in ihrer Mobilität eingeschränkt waren. Joe Signorile, der die Studie entwickelte, konzipierte ein spezielles Yoga-Programm, das Stürze im Alter vorbeugen soll. Stürze sind nämlich eine der Hauptursachen für Verletzungen im Alter. Er möchte die aufkommende Yogawelle für die präventive Medizin nutzen. Das Programm besteht aus explosiven Bewegungen, Balanceübungen und Stärkung des Oberkörpers.

In der Studie wurde das Yoga-Programm mit Tai-Chi und klassischen Balancetraining verglichen. Gemessen wurde das Laufverhalten, Laufgeschwindigkeit, 1-Fuss-Stand, funktionale Reichweite und Haltung. In allen gemessenen Bereichen zeigte sich eine Verbesserung der Fähigkeiten in allen Trainingsmethoden. Yoga ist somit genauso effektiv wie klassisches medizinisches Balancetraining, bietet aber eine attraktivere Alternative.

Originalstudie: Comparative Impacts of Tai Chi, Balance Training, and a Specially-Designed Yoga Program on Balance in Older Fallers

Artikel zur Studie: WGCU

Yoga für gesunde Senioren: Wirkung auf Wahrnehmungsvermögen und Lebensqualität (2006)

Forscher der Oregon Health and Science University haben 2006 zusammen mit Yogalehrern, anderen Forschern und Vertretern von Gesundheitsvorsorgeinstituten untersucht, wie Yoga sich bei gesunden Senioren auf Wahrnehmungsvermögen, Erschöpfung (Fatigue), Stimmung und Lebensqualität auswirkt.

Bei dem randomisierten, kontrollierten, 6-monatigen Versuch wurden 135 allgemein gesunde Männer und Frauen im Alter von 65-85 Jahren nach dem Zufallsprinzip verschiedenen Gruppen zugeordnet, die entweder Stunden in Hatha Yoga bekamen oder Gehübungen ausführten oder einer inaktiven Kontrollgruppe zugeteilt wurden. Die Teilnehmer der Yogagruppe wurden auch gebeten, zu Hause zu praktizieren. Sowohl vor wie auch nach der Versuchsreihe wurden Messungen und Tests vorgenommen (Stroop Test, Wachsamkeit, Aufmerksamkeit: EEG; physikalische Messungen zu Gleichgewicht, Flexibilität etc.).

17 der 135 Teilnehmer brachen im Verlauf des Versuchs die Fortsetzung ab. Bei den Teilnehmern der Yoga-Gruppe zeigten sich Verbesserungen im physischen Bereich (sie konnten länger auf einem Bein stehen und waren beweglicher in der Vorbeuge) und bei der Lebensqualität (größeres Wohlbefinden, mehr Energie, weniger Erschöpfung). Diese Veränderungen zeigten sich bei der Gruppe, die andere Übungen machte, nicht.

Die kognitiven Funktionen (Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Wachsamkeit) veränderten sich allerdings im Vergleich zu der inaktiven Gruppe weder bei der Yoga-Gruppe noch bei der Übungsgruppe. Hier sind möglicherweise ergänzende größere Studien erforderlich.

Originalstudie: Randomized, controlled six-month trial of yoga in healthy seniors: Effects on cognition and quality of life

Studien zu Yoga am Arbeitsplatz

Yoga für Berufstätige – eine Kosten-Nutzen-Analyse (2017)

Ob sich ein auf den Bewegungsapparat ausgerichtetes Yoga-Programm für Angestellte sowohl gesundheitlich als auch wirtschaftlich auszahlt, untersuchten britische Wissenschaftler in einer 6-monatigen Studie.

Laut Statistik des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IWD) erfolgte im Jahr 2015 rund jede vierte Krankschreibung in Deutschland aufgrund von Erkrankungen des Bewegungsapparates mit durchschnittlich 18,6 Krankheitstagen pro Fall. Auch die Techniker Krankenkasse gibt in ihrem Gesundheitsreport 2017 als häufigsten Grund für Fehltage muskuloskelettale Erkrankungen und darunter an erster Stelle Rückenprobleme an. Oftmals sind diese Beschwerden auch einer überwiegend sitzenden Berufstätigkeit und dem damit verbundenen Bewegungsmangel sowie Fehlhaltungen geschuldet. Diese Krankheitsausfälle stellen ebenfalls einen bedeutenden wirtschaftlichen Faktor dar. Dem kann mit gezielten Bewegungsübungen entgegengewirkt werden. Yoga ist eine wissenschaftlich bereits gut erforschte Methode zur Vorbeugung und Behandlung von körperlichen Erkrankungen.

In die Studie eingeschlossen wurden 151 Teilnehmer im mittleren Alter (durchschnittlich 44 Jahre) mit leichten bzw. ohne Rückenbeschwerden, von denen 93 % Frauen waren. Randomisiert wurden sie in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Yoga-Gruppe erhielt über einen Zeitraum von acht Wochen einmal wöchentlich im Anschluss an die Arbeit eine 60-minütige Unterrichtseinheit Dru Yoga sowie eine Lehr-DVD und eine entsprechende Broschüre zur Durchführung der Übungen zu Hause. Der Vergleichsgruppe wurden lediglich zwei Broschüren zu den Themen Rückengesundheit und Stressmanagement ausgehändigt. Zu Studienbeginn, nach acht Wochen und nach insgesamt sechs Monaten wurden sowohl die physische Funktionalität als auch die psychischen Faktoren in Bezug auf Rückenbeschwerden mittels verschiedener Fragebögen erhoben.

Bei einer Verrechnung der Ausgaben für die Gesundheitsfürsorge mit den krankheitsbedingten Ausgaben bzw. Verlusten deutet das Ergebnis darauf hin, dass Yoga eine kosteneffektive Maßnahme zur Vermeidung muskuloskelettaler Erkrankungen und damit verbundener Fehltage bei Arbeitnehmern sein kann. Ein regelmäßiges Bewegungs-/Präventionsangebot für Mitarbeiter kann sich für den Arbeitgeber also lohnen.

Originalstudie: Cost-effectiveness of yoga for managing musculoskeletal conditions in the workplace.

Artikel zur Studie: Yoga für Berufstätige – eine Kosten-Nutzen-Analyse

Prävention und Gesundheitsförderung im betrieblichen Umfeld (2004)

Yoga ist wirksam als Prävention und Gesundheitsförderung im betrieblichen Setting: Eine Studie bei Daimler Chrysler ergab folgende Ergebnisse: Yoga und Autogenes Training sind effiziente und ökonomische Verfahren, die insbesondere hinsichtlich der Stressverarbeitung zu deutlichen Verbesserungen führen, aber auch hinsichtlich Selbstwirksamkeit, Ängstlichkeit, Depressivität, allgemeiner Beschwerden sowie transpersonaler Qualitäten positive Effekte erzielen.

Originalstudie: Prävention und Gesundheitsförderung im betrieblichen Setting, Yoga-Vidya.

Forschung zum Energie- und feinstofflichen Körper

Eine neue Definition der Akupunktur Meridiane (2019)

Originalstudie: A New Definition of an Acupuncture Meridian

Die Faszien und das Primo Gefäßsystem (2015)

Originalstudie: Fascia and Primo Vascular System, Volltext

Existenz der Meridiane auch endlich wissenschaftlich bestätigt (2013)

Wissenschaftler der Seoul National University in Südkorea forschen seit dem Jahr 2000 immer intensiver an der physikalischen Fundierung des Meridiansystems und der Akupunkturpunkte. Dabei beziehen sie sich auf eine Forscher ihrer Universität aus den 60er Jahren. Kim Bong-Han hatte auf der Suche nach den Akupunkturmeridianen das Primo Gefäßsystem entdeckt. (Bong-han Kim: Study on the reality of acupuncture meridian. In: Journal of Jo Sun Medicine. 9, 1962, S. 5–13)

Das von ihm entdeckte System konnte jedoch erst durch neue technische Verfahren im Jahr 2008 wissenschaftlich bewiesen werden. Den Forschern gelang es einen speziellen Farbstoff zu entwickeln, den sie in die Akupunkturpunkte injezierten und so die Meridiankanäle, als dünne Linien sichtbar machen konnten.

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass das Primo Gefäßsystem ein bisher noch unbekanntes Netzwerk im Körper darstellt, das Blutkreislauf, Nerven-, Lymph- und Hormonsystem miteinander verbindet und an der Steuerung und Koordination aller Körperprozesse beteiligt ist. Zudem ermöglicht es dem Organismus auch mit seiner Umgebung zu kommunizieren und Innen- und Außenreize miteinander abzugleichen. Das Primo Gefäßsystem leitet Energien und Informationen über Biophotonen und DNA weiter. Es bietet sich somit als physiologische Grundlage für das Meridiansystem an und könnte das bisherige Verständnis von Biologie und Medizin verändern.

"Announcements of [...] the function of the PVS fundamentally changed the basic understanding of biology and medicine because the PVS is involved in the development and the functions of living organisms. We propose a new vision of the anatomical basis for the PVS and the vital energy-called "Qi"-as an electromagnetic wave that is involved very closely with the DNA in the PVS." siehe Abstract

Origialstudie: The Primo Vascular System as a New Anatomical System, Volltext, Primo Vascular System as a New Morphofunctional Integrated System, Historical Review about Research on "Bonghan System" in China.

Artikel zur Studie: Bewusst-Vegan-Froh, The Primo Vascular System (Buch), Einführung: Primo Gefäßsystem

CT Scans enthüllen Akupunkturpunkte (2013)

Wissenschaftler aus Shanghai in China analysierten mithilfe eines Computertomographen das Körpergewebe von Akupunturpunkten und verglichen es mit Körpergewebe ohne Akupunturpunkte. Sie stellten fest dass Akupunturpunkte eine höhre Dichte an Körpergewebe aufweisen und das Gewebe in dieser Region viel stärker verwoben ist, als im Körpergewebe ohne Akupunturpunkte. "Our results demonstrated again the existence of acupoints, and also show that the acupoints are special points in mammals."

Originalstudie: X-ray phase-contrast CT imaging of the acupoints based on synchrotron radiation

Artikel zur Studie: CT Scans Reveal Acupuncture Points

Biophotonik beweist Meridianstruktur (2004)

Ein dreiköpfiges Froschungsteam des internationalen Institut für Biophysik in Neuss hatte Nachweise für die Existenz von Meridianen mittels einer höchst licht- und wärmesensiblen Infrarotkamera geliefert. Nach einer Moxibustion (oder ähnlichen Lichtbehandlung) erscheinen im 3-5 μm-Wellenlängenbereich Lichtkanäle am Körper, die identisch mit den bekannten „Meridianen” der chinesischen Medizin sind.

Originalstudie: Biophotonik beweist erstmals Meridianstruktur

Artikel zur Studie: Wissenschaftlicher Meridiannachweis, Meridiane - Leitbahnen der Energie

Studien zur Meditationspraxis

Meditation und Gebet (2007;2014)

Psychologen, Psychiater und Neurowissenschafter sehen die Kraft der Gedanken zunehmend als Mittel gegen Stress, Angststörungen und Depressionen. Achtsamkeitsmeditation führt zu einer Zunahme der Nervenverbindungen zwischen präfrontalem Cortex – der Kontroll- und Entscheidungsinstanz im Gehirn – und der Amygdala, die bei Angst und Stress aktiviert wird. Dadurch werden Emotionen besser regulierbar.

Originalstudien: Meditation practices for health; Meditation programs for psychological stress and well-being

Artikel zur Studie: Warum Meditation und Gebete gesund sind; weiterer Artikel zum Thema: Die Macht der Stille: Wie man stark durch Meditation wird

Die Auswirkungen der Meditation auf das Gehirn und das Leben (2017)

Dass das Gehirn formbar ist, ist für Neurowissenschaftler heute ein Gemeinplatz - ihre Forschungen haben bestätigt, was meditierende Buddhisten schon lange wussten. Man spricht von der Plastizität des Gehirns und das meint die Fähigkeit des Gehirns, sich durch Lernprozesse, Erfahrungen und den Erwerb neuer Fähigkeiten immer wieder neu zu vernetzen und seine Strukturen umzugestalten. Anders gesagt: Wer glücklich sein will, kann das lernen.

Charakteristisch für den Menschen ist sein zerstreutes Gehirn. Auch wenn wir uns auf sogenannt Wichtiges zu konzentrieren versuchen, schweifen unsere Gedanken oft ab. Eine Studie von Psychologen der Harvard University ergab, dass sich erstaunliche 47 Prozent bei dem, was sie gerade tun, ablenken lassen. Vom Zerstreuungsmodus in den Achtsamkeitsmodus zu wechseln (und damit stress- und angstfreier zu leben), lässt sich üben.

Buch zur Studie: Die Hirnforschung auf Buddhas Spuren. Wie Meditation das Gehirn und das Leben verändert von James Kingsland

Artikel zur Studie: Wie Meditation das Gehirn und das Leben verändert

Meditation gegen Alkoholismus (2017)

Eine kurze und einfache Übung in Achtsamkeit kann schweren Trinkern helfen. Eine Entdeckung des UCL (University College London) kann Menschen mit Alkoholproblemen auf einfache Weise helfen, ihre Sucht zu bekämpfen. Wie Forscher in einer Studie herausfanden, hilft schon ein 11-minütiges achtsames Meditationstraining starken Trinkern dabei, in der darauffolgenden Woche weniger zu trinken. Während des Meditationstrainings wird gelehrt, im Moment präsent zu sein.

Originalstudie: Ultra-Brief Mindfulness Training Reduces Alcohol Consumption in At-Risk Drinkers

Artikel zur Studie: Mit Meditation gegen Alkoholprobleme

weiterer Artikel dazu: Mit Achtsamkeitstraining gegen riskanten Alkoholkonsum

Heilung durch Meditation und Hypnose (Dokumentation 2017)

Meditation - Buddhistischer Mönch

Wer regelmäßig meditiert, ist im Alltag wacher und konzentrationsfähiger. Außerdem belegen Studien, dass durch das Meditieren Stress nachhaltig reduziert werden kann. Auch interessant: Laut einer Studie der Universität Madison in den USA sind Menschen nach dem Meditieren mitfühlender als zuvor. Immer mehr klinische Studien zeigen, dass Meditation einen positiven Einfluss auf unser Gehirn und unsere Gesundheit hat. Die Wissenschaft hat erste Antworten auf die Frage, inwiefern die mentale Praxis tatsächlich wirksam bei Schmerzen, Depressionen oder Ängsten ist. Könnte die Meditation dabei helfen, bestimmte Krankheiten zu heilen beziehungsweise uns ganz vor ihnen zu bewahren?

Artikel zur Dokumentation: Heilung durch Meditation und Hypnose

In Bearbeitung

Wissenschaftliche Studien 2000-2011

  • Yoga fördert die Rehabilitation von Herzkranken, fasst eine deutsche Studie zusammen. Die Mediziner des Herz-Kreislauf-Zentrums in Bad Segeberg sowie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein haben herausgefunden, dass Iyengar-Yoga erfolgreicher als andere Entspannungstechniken wirkt, weil es eine "einzigartige Kombination" von Komponenten wie Dehnung von Muskeln, tiefem, bewusstem Atmen, Aufmerksamkeit, psychologischen Aspekten, Meditation sowie Konzentration bedeutet. Zitiert nach Focus online

Yoga hilft Herzpatienten bei der Genesung und reduziert das Rückfallrisiko. [8]

  • Eine aktuelle Studie der Universität Greifswald zeigte: "Nach einem zehnwöchigen Hatha-Yoga-Kurs zeigte sich bei den studentischen Teilnehmern eine deutliche Verbesserung des so genannten Baroreflexes, einer wichtigen Funktion für die Regulation des Herz-Kreislauf-Systems. Und das war nicht einfach eine Folge der sportlichen Ertüchtigung: "Eine vergleichbaren Gruppe, die Aerobic machte, zeigte eine solche Wirkung nicht", erklärt Dr. Ulrich Ott, der am Institut für Psychobiologie und Verhaltensmedizin an der Uni Gießen die Wirkungen von Yoga und Meditation erforscht. " zitiert nach Brigitte.de
  • Einer Untersuchung der ilg/Universität Greifswald zufolge reichert sich bei Yoga-Praktizierenden genauso wie bei Hochleistungssportlern das Blut mit mehr Sauerstoff an. Man maß bei der Studie den Sauerstoffgehalt der Ausatemluft: von den eingeatmeten 20% Sauerstoffanteil der Atmosphäre betrug bei Yogaübenden/Hochleistungssportlern der Sauerstoffanteil noch 12 %, bei Nichtsporttreibenden bzw. Nichtyogaübenden deutlich höhere 17 %, die ungenutzt den Körper wieder verlassen. Nach FOCUS Online

Wissenschaftliche Studien vor 2000

  • Yoga ist effektiv für Gesundheitsförderung allgemein: "Yoga ist eine Methode, die vielen Anforderungen und grundlegenden Bestimmungen der Prävention und Gesundheitsförderung entspricht. … Yoga unterliegt als Methode der Selbstkontrolle der ausübenden Person … und kann ohne größere Investitionen geübt werden. Benötigt wird nur eine Decke, bequeme Kleidung und täglich etwas Zeit. Yoga kann von Menschen aller Altersgruppen ausgeübt werden" … Hans DEUTZMANN, Yoga als Gesundheitsförderung – Grundlagen, Methoden, Ziele und Rezeption, Fachhochschule Düsseldorf, (Diplomarbeit im FB Sozialarbeit) 1998. Zitiert nach Yoga im Spiegel der Wissenschaft
  • Hatha Yoga hilft beim Karpaltunnelsyndrom: Nach 8 Wochen Üben von Yoga zwei Mal pro Woche zeigt sich bei den Yoga übenden Schmerzpatienten mit Karpaltunnelsyndrom eine signifikante Steigerung der Kraft der betroffenen Hand und eine deutliche Schmerzreduzierung. Medianus im Würgegriff: Yoga räumt den Karpaltunnel auf, in: »Medical Tribune« Nr. 1/2 – 1999, 19. Zitiert nach Yoga im Spiegel der Wissenschaft
  • Yoga hilft bei Diabetes: Diebetes Patienten die die Yoga üben, senken ihren Blutzuckerspiegel signifikant. Bei 70% der Patienten kommt es zur Gewichtsreduktion. Außerdem kannte eine signifikante Verbesserung des Harnzuckergehalts festgestellt werden. Außerdem wird bei Yoga übenden Diabetes Patienten auch eine subjektive Verbesserung der allgemeinen Gesundheit und eine optimistischere Lebenssicht beobachtet. A. G. SHEMBEKAR; S. K. KATE, Yogic exercises in the management of diabetes mellitus, in: »Journal of the Diabetic Association of India«, Vol. XX (July) – 1980, 167 - 171. Zitiert nach Yoga im Spiegel der Wissenschaft
  • Größte Studie in Deutschland der 90er Jahre: Wirkung von Hatha Yoga bei Schlafstörungen, chronischem Kopfschmerzsyndrom, Hypertonie und chronischem Lumbalsyndrom, 1993-1995. Leitung: Dr. Martina Bley. Forschungs-Kooperation Freie Universität Berlin, Barmer Ersatzkasse Berlin, Gesundheitszentrum der BKK Berlin. Studie mit 253 Probanden. Wissenschaftliche Veröffentlichung: Christina KÜHN, Effektivität von Hatha-Yoga bei Kreuzschmerzen und Hypertonie, Humboldt Universität Berlin (Dissertation) 1996. Zitiert nach Yoga im Spiegel der Wissenschaft
    • Yoga reduziert die Kreuzschmerzen signikfant: schon nach vierwöchiger Yogapraxis sinken Schmerzintensität, Schmerzdauer und Schmerzhäufigkeit um bis zu 40%
    • Yoga-Übung reduziert systolischen und diastolischen Blutdruck bei Bluthochdruckpatienten um 9% bzw. 6%. Yoga senkt dabei auch die Schlag-zu-Schlag-Variabilität
    • Yoga reduziert die Kopfschmerzanfälligkeit
    • Yoga verbessert die Schlafqualität von Menschen, die unter Schlafstörungen leiden
  • Yoga lindert Atemnot. Yoga Atemübungen (Pranayama) sind wirkungsvoll bei chronischer Herzinsuffizienz. Luciano BERNARDI; Giammario SPADACINI; Jerzy BELLWON; Ramiz HAJRIC; Helmut ROSKAMM und Axel W. FREY, Effect of breathing rate on oxygen saturation and exercise performance in chronic heart failure, in: The Lancet, Vol. 351 (May 2) – 1998, 1308–1311.
  • Yoga senkt den Ruhemuskeltonus, Dissertation von Bert Kühnemann, Universität Leipzig 1998. Zitiert nach Yoga im Spiegel der Wissenschaft
  • Atemtechniken (Pranayama) erhöhen das Konzentrationsvermögen. Hatha Yoga verbessert die Kraftwahrnehmung. Wolfgang BRUNS, Der Einfluss des Haùha-Yoga sowie ausgewählter Atemtechniken auf die Kraftwahrnehmung, Universität Leipzig (Dissertation) 1997. Zitiert nach Yoga im Spiegel der Wissenschaft
  • Yoga bietet viele positive körperliche und seelische Verändungsmöglichkeiten, Barbara SCHILPP, Seelische und körperliche Veränderungen durch Hatha-Yoga, Universität Hamburg (Diplomarbeit im Fachbereich Psychologie) 1983, zitiert nach Yoga im Spiegel der Wissenschaft
  • Duch Yoga ist eine Erweiterung des Selbstausdrucks möglich; Veränderungen des Allgemeinbefindens, der Gesundheit und der körperlichen Beweglichkeit vinden bei vielen Probanden statt. Sonja GEHLEN, Veränderung des Selbst-Ausdrucks durch Dauerlaufen und Yoga-Übungen. Eine empirische Studie, Gesamthochschule Paderborn (Erste Staatsarbeit) 1982. zitiert nach Yoga im Spiegel der Wissenschaft
  • Yoga verbessert die Regelsysteme des Körpers in ihrer Leistungsfähigkeit. Zusammenfassung wissenschaftlicher Stuien im Buch Physiologische Aspekte des Yoga und der Meditation von Dr. Dietrich Ebert, 1986, zitiert nach Yoga im Spiegel der Wissenschaft
  • Klassische Atemtechniken des Yoga (Pranayama) verbessern Atemminutenvolumen und Sauerstoffaufnahme, ohne dass Hyperventilation auftritt. Zusammenfassung wissenschaftlicher Stuien im Buch Physiologische Aspekte des Yoga und der Meditation von Dr. Dietrich Ebert, 1986, zitiert nach Yoga im Spiegel der Wissenschaft
  • Pranayama hat günstige Auswirkungen auf die Amplitudenmodulation des Blutdrucks und auf die Frequenzmodulation der Herzfrequenz. Die starke Ausstrahlung des Atemrhythmus bei einigen Atemübungen auf die Kreislaufinnervation gilt hierbei als gesichert Zusammenfassung wissenschaftlicher Stuien im Buch Physiologische Aspekte des Yoga und der Meditation von Dr. Dietrich Ebert, 1986, zitiert nach Yoga im Spiegel der Wissenschaft

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