Krebs

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Krebs ist ein Schalentier, ein Tierkreiszeichen und eine schwere Krankheit. Hier findest du Informationen zum Thema Yoga bei Krebs. Mehr Informationen dazu findest du auch auf unseren Studienseiten.

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Yoga bei Krebs

Artikel von Beate Wolfsteller, www.erkenntnis-durch-yoga.de

Die Diagnose Krebs löst viele Emotionen aus. Die Entartungen der Zellen, die den Körper heimsuchen, schränken Organfunktionen ein. Der individuelle Organismus gelangt an Grenzen.

Unabhängig welche Körperteile betroffen sind, die Diagnose Krebs gibt ein Warnsignal. Hildegard von Bingen formuliert nüchtern die Krankheit als eine Ermangelung am Wesen selbst.

Umweltgifte, Stress und nachteilige Ess- und Lebensgewohnheiten entwickeln in der Inkubationszeit Krebs. Den kranken Zellen fehlen Sauerstoff und Licht.

Kinder leben in ihrer Natur und wissen auch intuitiv, was die Seele benötigt. Verhaltens- und Erziehungsmuster der Eltern verändern das Bedürfnis, so dass gesellschaftliche Trends den natürlichen Bedürfnissen den Rang nehmen.

Die Diagnose Krebs veranlasst Betroffene zum Nachdenken. Dem Leben eine Neuorientierung geben in einer spürbaren Ausweglosigkeit. Der Hausarzt steht zu Seite und auch die Familie entwickelt eine neue Qualität des Zusammenlebens.

Trotzdem streunen bei Krebs die Gedanken, gelegentlich in einer Ohnmacht, zum Leben mit einer vielleicht unheilbaren Krankheit. Bei Krebs kommt oft ein Rückblick mit Einsichten und Reue zu Lebensabschnitten in Unachtsamkeit. Der Körper verliert die Vitalität, der Geist tut das seinige dazu. Die Ängste mobilisieren destruktive Kräfte. Es fehlt die Balance für klare Gedanken und Lebenskraft. Viele Informationen strömen auf Betroffene ein, Mitgefühl und auch Unterstützung in dieser schweren Zeit.

Es beginnt nach der Krebsdiagnose ein innerer Kampf, dem Leben eine neue Chance zu geben in Dankbarkeit und Achtsamkeit. Gedankenwellen des Aufgebens mögen gelegentlich strömen – biete diesen keinen Hafen an. Neben der äußeren Unterstützung benötigt die Seele einen inneren Halt. Die Beschränkung des Körpers gibt dem Geist Orientierungslosigkeit und lässt die Seele leiden.

Yoga als Weg zur Harmonisierung von Körper, Geist und Seele unterstützt die Heilung in dieser schweren Zeit der Krankheit Krebs. Die körperliche Stabilisierung nach (und während) der schulmedizinischen Krebsbehandlung erfolgt mit regelmäßigen dynamischen und statischen Übungen. Es erfolgt eine Anpassung an den geschwächten Körper, der in kleinen Schritten wieder ertüchtigt wird.

Die Ursprünge des Yoga liegen Tausende von Jahren zurück. Ein Wissen, dass von Rishis in Indien, sogenannten Sehern empfangen wurde, ähnlich der seherischen Kraft einer Hildegard von Bingen. Es bedurfte keiner Erforschung. Inzwischen liegen empirische Wissenschaftliche Studien zur Wirkung von Yoga vor, die das Yogawissen untermauern. Zunächst in Indien praktiziert gelangte das Wissen mit enthusiastischen Schülern bekannter Yogameister nach Amerika und von Indien aus verbreitete sich das östliche Philosophiesystem auch in Europa.

Hatha Yoga zählt zu den beliebten Yoga Arten, dessen Wirkung sehr schnell spürbar wird. Im Gegensatz zur klassischen Gymnastik wirkt Yoga ganzheitlich, stärkt alle Funktionsbereiche des Körpers: Muskel- und Skelettsystem, das vegetative Nervensystem , Hormonsystem, Immunsystem und Verdauungsfunktionen. Die Atemübungen, die Sauerstoff in die Blutbahn bringen, fördern Stoffwechselfunktionen und heilen somit kranke Zellen. Die Atmung wird energetisierend als Feueratmung angeboten und harmonisierend als Wechselatmung. Ein tägliches Praktizieren von Pranayama - Anuloma Viloma entwicklt einen klaren Geist und Gelassenheit. Ängste steuern weniger die Atmung- sie verlieren ihre Durchsetzungskraft. Diese Wechselwirkung wird in Yogakursen demonstriert, praktiziert und in Erfahrung gebracht.

Ein längeres Halten einzelner Asanas erfasst die Struktur des Geistes. Entlang der Wirbelsäule befinden sich 7 Chakren, sogenannte Energiezentren, die vom Steißbein bis zur Schädeldecke feinstofflich wirken. Sie beeinflussen unsere Geiststruktur. Krebs als geronnener kranker Geist, der eine kranke Form annimmt.

Die Intuition für die Bedürfnisse des Körpers begünstigt der Betroffene mit Achtsamkeit auf das Manipura Chakra, dem Nabelzentrum. Es gibt ausgewählte Asanas wie beispielsweise Paschimotasana zur Stärkung dieses Zentrums. Im Rahmen der Tiefenentspannung werden Anleitungen formuliert, die Achtsamkeit auf das Nabelzentrum entwickeln. Die Entspannungsphasen beeinflussen den Parasympathikus und regenerieren das vegetative Nervensystem.

Yoga Nidra, der Yoga Schlaf zählt zu den bewährten Entspannungsmethoden mit Öffnung tieferer Bewusstseinsräume. Ein Sankalpa, ein Wunsch der als Samen in tiefere Schichten gebracht wird, beispielsweise die Heilung von Krebs. Die Wiederholung des Wunsches in verschieden Phasen des Yoga Nidras wirkt nachhaltig und löst destruktive Gedankenmuster. Ein Gefühl des neuen Erlebens stellt sich ein.

Es ist der Anfang für eine neue Programmierung des Geistes. Vergleichen Sie den Körper mit der Hardware eines Computers, der mit Software ausgestattet seine Funktionalität entwickelt. Gibt es Fehler in der Hardware treten Störfelder in der Bearbeitung auf.

Die Heilung des Geistes beseitigt oft die Ursachen der Zellentartungen. Eine tägliche Übungspraxis in Abstimmung mit den Ärzten stärkt die physische und psychische Gesundheit spürbar unter Anleitung eines Yogalehrers des Vertrauens.

Der Jnana-Yogapfad unterstützt Betroffene bei der Selbstfindung. Philosophen vergleichen den körperliche Schaden mit einer Einsturzgefahr eines Tempels. Die darin wohnende Seele, die als unzerstörbar und ewig gilt, bekommt eine Vorrangigkeit. Mit dem Erkennen eines holistischen Weltbildes verliert die Dualität einen Rang. Im Grunde des Seins bestimmt nicht Materie, ob krank oder gesund. Eine Täuschung, die uns im Alltag lenkt. Trotz der Einsicht und des Erkennens, dass meist dem Intellektuellen vorbehalten bleibt, erspüren die Betroffenen die Schmerzen.

Aus der Sicht eines Jnana Yogis können Krebs-Patienten den eigenen Schmerz gelöster mit einem Mitleid betrachten. In der Identifizierung mit dem Schmerz ergreift er unser Sein. Heilmantren, Schwingungen in Sanskrit, reduzieren Störfelder und steigern die Erlebniswelt. Ausgewählte Klangstrukturen ergreifen Herz und entwickeln Lebendigkeit.

Jeder Krebs-Patient sucht einen rettenden Ring. Die ganzheitliche Begleitung mit Yoga unterstützt den körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklungsweg.

Es beginnt so mit der Krankheit Krebs eine Zeit in Achtsamkeit und Dankbarkeit an Gottes Geschenk, dem Leben.

Siehe auch

Weblinks

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