Yoga Ernährung

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Yoga Ernährung ist gesund, gibt Energie, führt zu einer angenehmen Grundstimmung. Yoga Ernährung verbessert die Konzentration. Yoga Ernährung ist in hohem Maße ethisch und ökologisch. Yoga Ernährung, wie bei Yoga Vidya und auch bei Sivananda Yoga verstanden, ist vollwertig, Bio, vegetarisch, vegan.

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Yoga Ernährung

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

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Heute will ich dir ein paar Tipps zur Yoga Ernährung geben. Ich werde erzählen, was Yoga Ernährung ist und wie du einige dieser Prinzipien im Alltag umsetzen kannst. Wie du inzwischen weißt, heißt das Wort YogaEinheit, Vereinigung, Harmonie“. Yoga hilft dir, in Harmonie zu leben, in Harmonie mit dir selbst, mit deinen Mitmenschen und mit deiner Umgebung und letztlich mit dem Kosmischen.

Yoga besteht aus fünf Hauptpraktiken, oder fünf Hauptempfehlungen, insbesondere wenn wir uns auf den Hatha Yoga beziehen.

Was bedeutet richtige Ernährung vom Yoga Standpunkt?

Der vierte Punkt ist die richtige Ernährung. Vom Yoga-Standpunkt aus heißt richtige Ernährung, dass die Ernährung gesund für dich ist, dass sie dir Energie gibt, dass du dich dadurch gut fühlst und dass sie auch vom ethischen Standpunkt aus gut ist, also nicht nur für dich, sondern auch für andere Wesen und eben auch für deine Umwelt. Yogis empfehlen, wie du vermutlich schon weißt, die vegetarische Ernährung. Vegetarisch heißt: Zum Überleben des Menschen sollen keine Tiere getötet werden. Und gerade in der heutigen Zeit ist das ja kein Problem, weil es genügend vegetarische Kost gibt. Vegetarier zu sein, ist aus vielen Gründen sehr gut und hilfreich.

Langzeitstudien bestätigen das Yoga Ernährung gesund ist

Erstens ist vegetarische Kost gesund. Es gibt inzwischen zahllose Studien, auch Langzeitstudien, die zeigen, dass vegetarische Kost gesünder ist als jede andere. In allen vergleichenden Studien schneiden die Vegetarier gesundheitsmäßig besser ab als alle anderen, die andere Kostformen befolgen. Vegetarismus reduziert die Krebsrate, eine vegetarische Ernährung reduziert Herz-Kreislauf-Probleme. Wer vegetarisch lebt, hat erheblich weniger Kopfschmerzen, die Verdauung geht leichter und Rheuma/Arthritis tritt seltener auf. Ich könnte dazu noch viel mehr sagen, aber ich will dir jetzt nicht das medizinische Wörterbuch aller Krankheiten erzählen. Es ist jedenfalls wichtig zu verstehen, dass eine vegetarische Ernährung einfach gesund ist.

Es gibt keine Mangelerscheinungen bei gesunder Ernährung

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Auch, was man früher behauptet hat, dass Vegetarier Mangelerscheinungen hätten, z.B. zu wenig Eisen, nicht genügend B-Vitamine, nicht ausreichend Vitamin B12 oder Eiweiß, hat sich alles als Humbug erwiesen. Vegetarier haben alles, was sie brauchen. Wenn du eine vegetarische Ernährung befolgst, brauchst du also keine Sorgen zu haben, dass es dir an irgendetwas mangelt.

Vegetarische Kinder sind gesünder

Übrigens können auch Kinder sehr gut vegetarisch leben. Auch hier gibt es genügend Studien, auch Langzeitstudien, die zeigen, dass vegetarisch lebende Kinder gesünder sind und z.B. weniger unter ADS/ADHS, Kopfweh, Verdauungsproblemen und nächtlichen Schlafstörungen zu leiden haben. Du tust also auch deinen Kindern einen Gefallen, indem du sie vegetarisch erziehst.

Auch Katzen und Hunde können vegetarisch leben

Ein weiterer Punkt, wo vielleicht einige nicht meiner Meinung sein werden: Selbst Hunde und Katzen können vegetarisch leben, indem du das im Internet erhältliche vegetarische Vollwertfutter für Hunde und Katzen verwendest. Auch hier gibt es genügend langfristige Erfahrungen.

Die Wirkung der Nahrung auf den Geist

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Als Yoga-Übende leben wir jedoch nicht nur aus gesundheitlichen Gründen vegetarisch. Yogis sprechen auch von der Wirkung der Nahrung auf den Geist. Das ist ein Gebiet, das inzwischen langsam erforscht wird. Ich hatte vorher schon ADS/ADHS erwähnt, das sind weit verbreitete Beschwerden bei Kindern, weshalb viele Kinder dann irgendwelche Medikamente bekommen. Die Hälfte dieser Beschwerden bräuchte es nicht zu geben, wenn Kinder eine vegetarische Vollwertkost zu sich nehmen würden. Auch dazu gibt es genügend Studien. Aber nicht nur Kinder sprechen auf Ernährung an. Yogis sprechen davon, dass die Nahrung einen träger oder auch „grobstofflich“ machen kann, das wäre die „tamasige“ Ernährung. Die Ernährung kann einen unruhig machen, das ist die sogenannte „rajasige“ Ernährung. Und die Ernährung kann einen im Geist erheben, das ist die „sattwige“ Ernährung.

Tamassige Lebensmittel

Zur tamasigen Ernährung gehören insbesondere Fleisch, Fisch, Alkoholkonsum, bewusstseinsverändernde Drogen wie auch Rauchen. All das sind Sachen, die es erschweren, dass sich der Geist erhebt oder leichter wird, insbesondere langfristig leichter wird. Yogis empfehlen daher, dass du von diesen Dingen Abstand nimmst oder sie zumindest zuerst einmal reduzierst, z. B. zunächst mal ein oder zwei Tage ohne Fleisch und Alkohol einlegst und spürst, wie sich das anfühlt. Meistens, wenn du Yoga übst und ein oder zwei Tage lang auf diese tamasigen Sachen verzichtest, wirst du merken, dass du dich so gut fühlst. Alles in dir fühlt sich so fantastisch an, dass du den Rest gar nicht mehr machen willst. Warum sollte man sich schlecht fühlen wollen, wenn man sich gut fühlen kann?

Rajassige Lebensmittel

Dann gibt es rajasige Sachen, also Dinge, die einen etwas unruhig machen, dazu gehören Kaffe, schwarzer Tee, Schokolade, weißer Zucker, Weißmehl und scharfe Gewürze. Yogis empfehlen, diese Dinge etwas zu reduzieren. Es hängt davon ab, wie deine Natur ist, wenn du insgesamt eher nervös und unruhig bist, dann wäre es mal ein gutes Experiment, diese Dinge ein paar Tage lang entweder ganz weg zu lassen oder zu reduzieren. Wenn du eher ein gemütlicher Mensch bist, der vielleicht ein bisschen mehr in die Gänge kommen will, dann ist ein bisschen „Rajas“, ein bisschen von diesen Nahrungsmitteln nicht schlecht, sondern könnte sogar irgendwo hilfreich sein. Oder du machst einfach mehr Kapalabhati und mehr Surya Namaskar (Sonnengruß), dann bekommst du auf diese Weise mehr Energie.

Sattvige Ernährung

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Schließlich gibt es die sattvige Ernährung. Sie gibt dir Energie, starke Kraft und Gefühle von Leichtigkeit, Erhabenheit und Weite. Eine sattvige Ernährung erhöht die Fähigkeit zur Freude, Kreativität und auch zum Mitgefühl und zur Feinfühligkeit. Wenn du dich sattvig ernährst, dann fällt es auch leichter zu meditieren. Es fällt leichter, Schönheit zu erfahren. Du bekommst mehr Zugang zur Kreativität, zu deiner Intuition. Eine Verbundenheit mit anderen Menschen, mit der Natur und mit einer höheren Kraft ist leichter erfahrbar, wenn du dich sattwig ernährst.

Ehtisch korekte Ernährung

Die sattwige Ernährung ist auch eine ethisch korrekte Ernährung, d. h. korrekt ist vielleicht etwas stark ausgedrückt. Es ist jedenfalls eine Ernährung, die nicht nur für dich, sondern auch für andere Wesen gut ist. Es ist ja nicht nur wegen der Gesundheit oder einem inneren Gefühl, dass Yogis vegetarisch leben, sondern es ist auch wegen ihres Mitgefühls gegenüber Tieren. Man weiß heute, dass Tiere sehr wohl fühlende Wesen sind. Tiere haben Emotionen und Mitgefühl, sie können sich freuen. Jeder, der eine Katze oder einen Hund hat, weiß das.

Was wenige Menschen wissen, oder was viele Menschen verdrängen, ist, dass auch Kühe, Schweine und Schafe genauso Emotionen haben wie Hunde und Katzen. Ich halte es immer für paradox, wie viele Menschen so liebevoll zu ihren Hunden und Katzen sind und gleichzeitig Bratwurst und sonstiges essen. Manche schimpfen darüber, dass andere ihre Hunde nicht gut behandeln, und gleichzeitig essen sie ein Steak. Jedes Essen von Fleisch erzeugt Leiden für Tiere. Wenn du es mir nicht glaubst, geh mal auf einen Schlachthof. Geh mal in eine Metzgerei, und schau dir an, wie Tiere geschlachtet werden, und wie das für dich ist und auf dich wirkt. Daher gibt es gute Gründe, Vegetarier zu sein.

Es gibt gute Gründe keinen Alkohol zu trinken

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Es gibt vom ethischen Standpunkt her auch gute Gründe, keinen Alkohol zu trinken. Es stimmt übrigens nicht, das ist ein alter Mythos aus den 90er Jahren, dass ein Glas Rotwein gesund ist. Das stimmt einfach nicht. Die Studie wurde falsch zitiert, es heißt nur, dass jemand, der eine Mittelmeerkost zu sich nimmt, gesünder lebt als der typische Mitteleuropäer. Letztlich ist mehr Gemüse und Salat zu essen, wie bei der Mittelmeerkost, besser als das, was der typische Mitteleuropäer isst. Und das Glas Rotwein, das die Menschen am Mittelmeer vielleicht auch trinken, ist nicht gesund, sondern erhöht im Gegenteil die Krebsrate, und es ist auch nicht gut für das Herz, das ist ein alter Mythos.

Eventuell kann es sein, dass es für viele Menschen nicht unbedingt schlecht ist, ab und zu mal ein Glas Wein zu trinken. Es ist zumindest nicht gesundheitsschädlich. Aber es ist für die Menschen gesundheitsschädlich, die eine Neigung zur Sucht haben. Es gibt nach vielen Schätzungen über 5 Millionen Deutsche, die eine Alkoholsucht haben, Alkoholiker sind. Für diese Menschen ist es schon zu viel, ein Glas Alkohol zu trinken. Und jeder Alkoholiker hat Angehörige. Man kann sagen, dass 10-15 Millionen Menschen in Deutschland durch Alkoholkonsum geschädigt sind, entweder durch den eigenen oder durch den von anderen. Und jeder Mensch, der sich entscheidet, gar keinen Alkohol zu trinken, hilft denjenigen, die von der genetischen Prädisposition her eine Neigung zu Alkoholismus haben.

Wenn jemand mit einer solchen Neigung regelmäßig Alkohol trinkt, kommt sie zum Vorschein, und nachher ist jedes einzelne Glas wieder eine Ursache für Rückfälle. Aus Mitgefühl zu anderen Menschen und aus Verantwortungsgefühl, nicht nur für die eigene Gesundheit, ist es daher gut, auf Alkohol zu verzichten. Ich könnte noch viel mehr erzählen, warum es wichtig ist, auf Fleisch, Alkohol, usw. zu verzichten, aber ich möchte dir jetzt sagen, wie eine Yoga Ernährung aussieht und wie du vielleicht Schritte in diese Richtung unternehmen kannst.

Wodraus besteht Yoga Ernährung?

Die Yoga Ernährung besteht aus vier Nahrungsmittelkategorien;

Yogis empfehlen, dass du jeden Tag etwas aus allen Nahrungsmittelkategorien zu dir nimmst, d. h. jeden Tag Obst und Gemüse -ein Teil des Gemüses als Salat/Rohkost-, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte. Wenn du das machst, dann hast du alles, was du brauchst.

Und dann gibt es für jeden Menschen unterschiedliche Empfehlungen. Vielleicht hast du schon vom Ayurveda gehört, dort unterscheidet man zwischen Vata, Pitta und Kapha. Das ist ein weites Thema. Im Grunde genommen lernst du, dass du, wenn du die tamasigen Sachen, z. B. Fleisch und Tabak, weglässt, mehr Zugang zu deiner Intuition erhältst. Und dann spürst du tief von innen heraus, was für dich gesund ist, was du brauchst und was dir gut tut. Und dann isst du so, wie es dir gut tut. Es gibt im Yoga-Vidya-Versand auch ein vegetarisches Kochbuch, das „Yoga-Kochbuch“, da steht noch eine ganze Menge mehr über die Yoga Ernährung drin. Und wenn du auf unseren Internetseiten (www.yoga-vidya.de) als Suchbegriff „vegetarisch“, „Vegetarier“ oder „Ernährung“ eingibst, findest du eine Menge zusätzlicher Tipps und viele hundert einfach zuzubereitende vegetarische Rezepte.

Wie kann ich meine Ernährung umstellen?

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Eine Frage, die viele Menschen haben, ist: Wie kann ich meine Ernährung umstellen? Soll ich das sofort tun oder schrittweise? Manche sagen auch: Ich möchte ja einfach nur Yoga üben, was soll diese ganze Ernährung? Wenn du irgendwo von innen heraus spürst, dass du die Ernährung umstellen möchtest, spricht grundsätzlich nichts dagegen, sie von heute auf morgen umzustellen, vielleicht sogar in Verbindung mit einer Fastenkur, oder indem du z.B. mal eine Woche in eins der Yoga-Vidya-Seminarhäuser gehst und dort lernst, wie eine gute Ernährung aussieht. Danach kannst du sie direkt umstellen.

Viele stellen sie eher Schritt für Schritt um. Statt Weißmehlnudeln essen sie ab und zu mal Vollkornnudeln. Statt Weißbrot essen sie ab und zu mal Vollkornbrot. Statt mit Leberwurstpastete bestreichen sie ihr Brot mit vegetarischen Pasteten, es gibt ja sehr gute. Statt anderer Wurst verwenden sie andere vegetarische Brotaufstriche. Sie legen mal einen vegetarischen Tag ein. Und dann kannst du schauen, wie es dir damit geht. Man kann auch den Alkoholkonsum reduzieren. Man kann dafür das Gesündere erhöhen. Viele Menschen ziehen es auf diese Art und Weise vor.

Und noch ein letzter Punkt; selbst, wenn du meinst: Mit meiner Ernährung mache ich so weiter wie bisher, es ist alles okay, die Umstellung ist mir zu kompliziert, dann kannst du auch [Yoga Yoga] üben und dich weiter so ernähren wie bisher. Schon ein wenig Yoga, sogar nur ein Mal pro Woche, bringt dir sehr viel – selbst, wenn du alles andere im Leben so lässt, wie es ist. Also fühle dich nicht gezwungen, aber ich würde mich freuen, wenn dieser Vortrag dich etwas dazu inspiriert, über deine Ernährung nachzudenken oder vielleicht einfach nur etwas bewusster zu essen. Es kann schon hilfreich sein, bewusst zu essen, bewusst zu kauen, vor dem Essen die Nahrung anzuschauen und dafür dankbar zu sein und so die Energie der Nahrung bewusst aufzunehmen. So viel zum Thema Ernährung.

Wie soll man sich ernähren? Sukadev spricht über die Ernährungsempfehlungen aus dem Yoga. Yoga Ernährung ist nicht nur gesund. Sie ist auch ethisch, ökologisch und gut für die Psyche.

Dieser Kurzvortrag ist ein Auszug aus dem zweiten Kursvideo des 10-wöchigen Yoga Vidya Yogakurses für Anfänger http://mein.yoga-vidya.de/yoga-anfaengerkurs-video.

Yoga systematisch lernen https://www.yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/wie-lerne-ich-yoga/yoga-meditation-einfuehrungsseminar/.

Verzeichnis von Yogaschulen, Yogazentren, Yogalehrer https://www.yoga-vidya.de/center/

Yoga und Ernährung

Wirkung der Yoga Ernährung

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Wir sind, was wir essen. Diese Behauptung stimmt in mehr als einer Hinsicht. Natürlich ist Essen notwendig für unser körperliches Wohlbefinden. Aber ebenso beeinflusst es auf eine sehr subtile Weise unseren Geist, denn die Substanz der Nahrung formt den Geist. Eine natürliche Ernährung – rein oder »sattvig« – besteht aus frischer, leichter und nahrhafter Kost wie Obst, Getreide und Gemüse. Sie erhält den Körper schlank und beweglich, klärt und schärft den Geist, macht ihn aufnahmebereit für die Praxis des Yoga. Voll von Prana ist eine reine und mäßige Ernährung die bestmögliche Garantie für physische und psychische Gesundheit. Sie bringt Harmonie und Spannkraft in Körper und Geist.

Yoga Ernährung als natürlichste Ernährung

Der Yoga-Weg der Ernährung ist ganz einfach der natürlichste. Sonne, Luft, Boden und Wasser vereinen sich, um die Früchte der Erde zu erzeugen: Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen. Der Nährwert dieser Nahrung kommt direkt von der Quelle, sozusagen »aus erster Hand«. Im Gegensatz dazu beziehen wir den Nährwert aus Fleisch, Fisch oder Geflügel »aus zweiter Hand« – wir konsumieren das Fleisch von Lebewesen, die ihrerseits natürliche Energie, umgesetzt aus verschiedenen Pflanzen, entwickelt haben.

(Es ist interessant, dass wir lediglich Pflanzen fressende Tiere wie Kühe, Schafe und Ziegen zu uns nehmen, nur in Ausnahmefällen sind es Fleisch fressende Tiere wie zum Beispiel Hunde.) Fleisch enthält einen hohen Anteil von Giften (80 Prozent aller Lebensmittelvergiftungen werden durch Fleisch oder Fleischprodukte verursacht) und macht anfälliger für Krankheiten. Es fehlen ihm auch lebensnotwendige Vitamine und Mineralien, außerdem enthält es mehr Eiweiß, als wir brauchen. Durch den Verzehr von Fleisch zwingen wir unseren Körper zu einer unnatürlichen Kost, für die er nicht geschaffen wurde – unsere Zähne und der Darm unterscheiden sich wesentlich von denen der Fleischfresser. Tatsächlich kommen Anatomie und Physiologie der vegetarisch lebenden Primaten der unseren am nächsten.

Yoga Ernährung als ökologische Ernährung

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Abgesehen von den kritischen Betrachtungen über Gesundheit und Nährwert ist fleischliche Kost unrationell und verschwenderisch. Viele Kilo Getreide müssen an Tiere verfüttert werden, damit ein Kilo Fleisch auf den Tisch kommt; die »verschwendete« Nahrung wird benötigt, um das Tier mit Energie zu versorgen. Als Eiweißverwerter ist das Tier ineffizient. Ein halber Hektar Land, mit Getreide bebaut, liefert uns ungefähr fünfmal mehr Protein als ein halber Hektar Weideland für Schlachtvieh. Die Zahlen für Hülsenfrüchte – zehnmal mehr Proteine – und Blattgemüse – fünfzehnmal mehr – sind noch verblüffender. Bei einigen speziellen Gemüsesorten ist das Verhältnis sogar noch günstiger.

Ahimsa, Nichttöten, als Grundlage der Yobga Ernährung

Wenn wir uns einer natürlichen Ernährung zuwenden, müssen wir uns auch fragen, ob wir ruhigen Gewissens das Fleisch eines Lebewesens verzehren können, das oft unter grausamsten Bedingungen geschlachtet wurde. In der so genannten zivilisierten Welt sind die erschreckenden Praktiken der Fleischindustrie unserem Blick entzogen. Angesichts hübsch verpackter Fleisch- oder Fischportionen sehen wir keine Verbindung mehr zwischen dem Produkt und dem – unnötigerweise für uns – getöteten Tier.

Ahimsa, die Heiligkeit aller Lebewesen, gehört zu den höchsten Gesetzen der Yoga-Philosophie; wenn wir geistig wachsen wollen, dürfen wir es nicht außer Acht lassen. Für den Yogi ist alles Leben heilig: Jede Kreatur ist ein lebendiges Ganzes, mit Herz und Gefühl, Atem und Gespür. Vor diesem Hintergrund ist allein schon der Gedanke an Fleischgenuss ein Frevel. Hast du dir erst einmal bewusst gemacht, woher das Essen kommt und wie es dich beeinflusst, wird dein Geist sich allmählich öffnen, und du wirst erkennen, dass alle Geschöpfe ebenso göttlich sind wie du selbst.

Die drei Gunas in der Yoga Ernährung

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Im nichtmanifestierten Universum hat die Energie drei Qualitäten, die als Gunas bekannt sind und im Gleichgewicht zueinander existieren:

Sobald die Energie Form annimmt, überwiegt eine der drei Qualitäten oder Eigenschaften. So sind auf einem Apfelbaum einige Früchte schon reif (sattvig), andere reifen noch (rajasig), und wieder andere sind überreif (tamasig).

Gleichgültig welche Eigenschaft vorherrscht, ein Element der beiden anderen wird immer vorhanden sein. Ein einzelner Apfel kann zum Großteil reif sein, doch ein Teil kann schon faulen, auch wenn man es mit dem bloßen Auge nicht erkennt, und ein anderer Teil wechselt gerade von einem Zustand in den andern.

Die Drei Gunas umfassen jegliche Existenz, alles Geschehen. Ein Raub als Handlung ist grundsätzlich rajasig; doch die Entscheidung zum Raub und das Motiv können überwiegend tamasig, rajasig oder sattvig sein – je nach Situation. In jedem Menschen überwiegt eines der Drei Gunas, ist stärker als die beiden anderen und spiegelt sich in allem, was er tut und denkt. Nur in der Erleuchtung sind die Drei Gunas vollständig überwunden.

Yoga Ernährung als Sattvige Nahrung

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Dies ist die reinste Ernährung, die am besten geeignete für jeden ernsthaften Yoga Schüler. Sie nährt den Körper und erhält ihn in einem friedfertigen Zustand. Sie beruhigt und reinigt den Geist, befähigt ihn zu Höchstleistungen. Eine sattvige Ernährung führt somit zu wahrer Gesundheit: Ein friedfertiger Geist kontrolliert einen kräftigen Körper, und zwischen beiden fließt ein ausgeglichener Energiestrom. Zu sattviger Nahrung gehören Getreide, Vollkornbrot, frisches Obst und Gemüse, reine Fruchtsäfte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Sprossen und Kräutertee.

Rajasige Nahrung- nicht so erwünscht in der Yoga Ernährung

Zu Rajas zählt man Speisen, die sehr scharf, bitter, sauer, trocken oder salzig sind. Sie zerstören das geistig-körperliche Gleichgewicht, indem sie den Körper auf Kosten des Geists nähren. Zuviel rajasige Nahrung überreizt den Körper und erregt Leidenschaften, der Geist wird unruhig und unkontrollierbar. Zur Rajas-Nahrung gehören alle scharfen Sachen wie scharfe Gewürze und starke Kräuter, Stimulanzien wie Kaffee und Tee sowie Eier, Salz und Schokolade. Hastiges Essen gilt ebenfalls als rajasig.

Tamasige Nahrung - was bei der Yoga Ernährung gemieden wird

Eine tamasige Nahrung nützt weder dem Geist noch dem Körper. Prana oder Energie wird abgezogen, der Verstand wird getrübt, Trägheit stellt sich ein. Die Abwehrkräfte des Körpers schwinden, und der Geist füllt sich mit düsteren Empfindungen wie Ärger und Habgier. Tamasige Nahrung besteht aus Fleisch, Alkohol, Zwiebeln, Knoblauch, fermentierten Lebensmitteln wie Essig und verdorbenen oder überreifen Substanzen. Zu Tamas rechnet man auch den Genuss von Tabak und die Völlerei.

Siehe auch

Yoga Literatur

Yoga Weblinks

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