Nahrungsumstellung

Aus Yogawiki
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Nahrungsumstellung - wie geht das am besten? Die wenigsten Menschen sind mit gesunder, vegetarischer, veganer Ernährung aufgewachsen. Wer regelmäßig Yoga übt, wird merken, dass sein Körper auch gesündere Nahrung will, natürliche Nahrung, und dass er kein Tier für sich unnötigerweise töten lassen will. So kommen die meisten Yoga Übenden zum Thema Nahrungsumstellung. Sollte man seine Ernährung plötzlich umstellen, oder ist eine allmähliche Nahrungsumstellung besser?

Allmähliche oder plötzliche Nahrungsumstellung

Beides geht, die allmähliche und die plötzliche Nahrungsumstellung. Viele Menschen machen mal eine Yogaferienwoche bei Yoga Vidya mit, verzichten da auf Fleisch, merken wie gut es ihnen tut, und rühren ihr Leben lang kein Fleisch mehr an und leben auch sonst natürlicher und gesünder. Die plötzliche Nahrungsumstellung macht vieles leichter: Man muss zu Anfang einiges ausprobieren, sein Umfeld informieren, klare und doch freundliche Botschaften an seine Mitmenschen geben - und dann hat man eine Ernährung die einem liegen.

Allmähliche Nahrungsumstellung

Diejenigen, welche allmähliche Nahrungsumstellung propagieren, argumentieren wie folgt:

Vegetarier zu werden ist ein positiver Schritt, Sie entschließen sich nicht nur, auf Fleisch zu verzichten, sondern Sie öffnen sich die Tür zu einer neuen Lebensweise.

Einigen fällt die Umstellung leicht, andere brauchen etwas länger.

Am besten änderst du deine Kost allmählich, nicht abrupt, läst langsam Fleisch und Fisch weg und ersetzt sie durch ausgewogene vegetarische Nahrung. Du wirst bald feststellen, dass dein Verlangen nach Fleisch nachlässt.

Es hilft dir, wenn du dich eine Zeit lang mit dem Thema insgesamt befasst. Informiere dich über ausgewogene Ernährung, erkenne Nachteile und Gefahren des Fleischessens.

Hast du dich vom Wert des Vegetarismus überzeugt, fällt dir die Umstellung leichter. Wer sich ernsthaft für Yoga interessiert, sollte nicht nur Fisch und Fleisch weglassen, sondern auch auf Eier, Alkohol, Zigaretten, Kaffee, Tee und andere Genussmittel verzichten.

Manche Leute glauben, dass Vegetarier beim Essen in Lokalen oder bei Freunden Schwierigkeiten haben. Aber in den letzten dreißig Jahren wurden immer mehr vegetarische Restaurants eröffnet – und selbst dort, wo nicht speziell an Vegetarier gedacht wird, findet man immer etwas, das man unbesorgt genießen kann.

Auf Grund einer reineren Kost wird dir auch die Asana Praxis leichter fallen. Denn je weniger Fleisch du isst, umso weniger steif wird dein Körper. Und ebenso wie eine sattvige Nahrung dich im Yoga unterstützt, wird regelmäßiges Üben von Asanas, Pranayama und Meditation dein Bewusstsein verändern und rajasige oder tamasige Nahrung ihren Reiz verlieren.

Tipps zur Nahrungsumstellung

Hier noch einige Hinweise zur Erleichterung der Umstellung:

  1. Achte darauf, dass du regelmäßig vollwertiges Eiweiß wie Nüsse, Hülsenfrüchte, ganze Körner zu dir nimmst.
  2. Esse jeden Tag Rohkost – schneide oder reibe Sie einige Gemüse, andere lasse ganz, um die Geschmacksunterschiede je nach ihrer Beschaffenheit herauszufinden.
  3. Nimm grüne Blattgemüse in deinen Speisezettel auf.
  4. Wenn du Gemüse kochst, dann möglichst schnell und schonend, um den Nährwert zu erhalten. Die beste Zubereitungsart ist Dämpfen oder Schmoren.
  5. Esse täglich frisches Obst. Wenn du Obst erhitzt, dann rasch; langsames, langes Kochen zerstört die meisten Vitamine.
  6. Achten Sie auf frische und vollwertige Nahrung; ranzige Nüsse, verdorbenes Obst und welkes Gemüse werden tamasig und verlieren einen Großteil ihres ursprünglichen Nährwerts.
  7. Vermeide »denaturierte« Nahrung wie Weißbrot, Kuchen, Auszugsmehl, Dosenobst, -gemüse und -säfte sowie gesättigte Fette und gehärtete Öle.
  8. Kochen nur so viel, wie du zu einer Mahlzeit isst, nicht mehr. Aufgewärmtes Essen hat wenig Nährwert.
  9. Sei erfinderisch und habe Mut zum Experimentieren – bringe durch neue Zutaten Abwechslung in den Speiseplan.
  10. Lernen, rajasige und tamasige Nahrung durch sattvige zu ersetzen – benutze zum Beispiel Tofu statt Eier, Vollrohrzucker statt Industriezucker oder Kräutertee statt Schwarztee.

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