Vishnu-devananda

Aus Yogawiki
(Weitergeleitet von Vishnu Devananda)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Swami Vishnu-devananda (Sanskrit: Svāmī Viṣṇudevānanda ; *31. Dezember 1927 in Kannimangalam, Kerala, Indien; † 9. November 1993 in Manipal, Karnataka, Indien) war ein Yogameister und gehört zu den Pionieren des Yoga im Westen. Er ist auch unter dem Namen "The Flying Swami" ("Fliegender Swami") bekannt und war ein direkter Schüler von Swami Sivananda.

Swami Vishnu-devananda und Sukadev

Inhaltsverzeichnis

Kindheit und Jugend

Swami Vishnu-devananda kam am 31. Dezember 1927 als einziger Sohn eines Gutbesitzers im kleinen abgelegenen Dorf Kannimangalam im südindischen Staat Kerala auf die Welt und erhielt den Namen Swamy Kuttan Nair. Mit den Schönheiten der Natur aufwachsend hatte er bereits als kleiner Junge erste spirituelle Erfahrungen, aber auch Konflikte. Als er beispielsweise sah, mit welcher Grausamkeit Schlangen Frösche bei lebendigem Leibe verschlingen, rührte dieses Erlebnis seinen Geist sehr auf, und er stellte sich viele Fragen zu den Ungerechtigkeiten dieser Welt: Unberührbarkeit, Leiden, Hunger, Tod.

Er war bereits als Kind sehr wissbegierig. Er lehnte jedoch die indische Kultur und Spiritualität ab, da er dachte, diese sei rückständig und abergläubisch. Er hielt die westliche Kultur für die Kultur der Zukunft. In seinem Heimatort Kerala gab es nur eine Grundschule. Danach musste er zur Realschule des Nachbarortes täglich 10 km zu Fuß gehen. 1943 schloss er die Nemmara High School mit Auszeichnung in den wissenschaftlichen Fächern ab und wollte zur Marine, um weitere Bildung zu erfahren. Aufgrund seines jungen Alters und seines Untergewichts hatte er jedoch Probleme mit der Aufnahme. Es gelang ihm schließlich, der Armee im Norden des Landes beizutreten, indem er sein wahres Alter verschwieg. Er wurde im Ingenieur Korps aufgenommen und nach Absolvierung des Basistrainings als Leiter eines Nachschublagers in Jalandhur stationiert.

Sein Geist wurde jedoch immer noch von philosophischen Fragen beherrscht. Er schreibt:

"Eines Abends hatte ich einen Wortwechsel mit einem meiner Freunde, einen dummen Wortwechsel, aber er rüttelte meinen ganzen Geist auf: Was ist das Leben? Was ist es? Wir machen immer dieselben Dinge. Wir stehen morgens auf, wir essen, wir waschen uns, wir gehen ins Büro, wir arbeiten, wir geben ein paar Anweisungen, wir nehmen Anweisungen entgegen, wir verdienen etwas Geld, wir gehen schlafen, wir genießen. Gibt es irgendetwas darüber hinaus?

Ich beschloss, mich von all diesen Dingen zu lösen und zog mich zurück, außer von meinen offiziellen Pflichten. Am nächsten Morgen suchte ich in meinem Büro nach einem verlorenen Brief, aber ich konnte ihn nirgends finden. Vielleicht war er im Papierkorb. Ich schaute nach, aber ich fand ihn nicht. Ich fand etwas anderes.

Im Papierkorb lag eine göttliche Nachricht. Es war eine kleine Broschüre, welche die Essenz des Yoga enthielt. Sie nannte sich Sadhana Tattwa, Praxis des Yoga. Es war das erste Mal, dass ich so etwas sah. Der Mann, der diese bereits zerknüllte Broschüre geschrieben hatte, war Swami Sivananda aus Rishikesh im Himalaya. Ich las den klaren, einfachen Inhalt. Es begann mit einigen Überschriften: 'Ein Gramm Praxis ist besser als Tonnen von Theorie.' "

Swami Vishnu-devananda lachte gerne und spielte gerne auch Streiche - allerdings hatten diese einen spirituellen Grund

Er probierte einige der sehr praktischen Ratschläge aus und machte erstaunliche Erfahrungen. Der Eindruck war so tief, dass er um einen dreitägigen Urlaub bat, um Swami Sivananda aufzusuchen, was in den damaligen Verhältnissen beinahe eine Unmöglichkeit war. Doch der Urlaub wurde bewilligt, und er fuhr nach Rishikesh. Aufgrund der langen und beschwerlichen Reise 36 Stunden quer durch Indien, dazu noch während des II. Weltkrieges, konnte er Swami Sivananda damals jedoch nur für zwei Minuten und nur von einer gewissen Ferne aus sehen. Ihn beeindruckte die Einfachheit und Schlichtheit in Sivanandas Sprechen und Aussehen: "Zum ersten Mal sah ich einen aufrichtigen Menschen und was er sagte, war so direkt, und wenn er lächelte, war es, als ob Energie von seinem Gesicht in meines strömte." [1]

Bereits während seiner Zeit in der Armee las er Bücher, die er aus dem Ashram mitbekommen hatte, und praktizierte in den frühen Morgenstunden so intensiv wie möglich Pranayama und Asanas auf dem beengten Raum eines in der Armee üblichen Stockbettes.

Als er 1946 die Armee verließ, wollte er vor seiner Rückkehr in die Heimat nach Rishikesh fahren und zwei Tage im Ashram bei Swami Sivananda verbringen. Bei diesem kurzen Aufenthalt bekam er zwei wichtige Lektionen: Bei seiner Ankunft trat Swami Sivananda gerade in Begleitung einiger Schüler aus seinem Büro, und der junge Swamy Kuttan erkannte sofort, dass er jetzt ein Problem hatte: Er hatte sich zeitlebens vorgenommen, sich vor keinem Menschen zu verbeugen, auch nicht vor einem heiligen Mann. Alle Menschen sind gleich, so war seine Überzeugung.

Er dachte aber, dass das in dieser Situation, noch dazu bei einem hohen Meister, sehr unhöflich sei und versuchte sich in einer Ecke zu verstecken, um Swami Sivananda und seine Schüler vorbeizulassen und ihnen anschließend unauffällig zu folgen. Aber sobald Swami Sivananda ihn bemerkte, kam dieser zu ihm, verbeugte sich und berührte die Füße von Swamy Kuttan. In diesem Augenblick fiel auch er Swami Sivananda zu Füßen, tief erschüttert von der Lektion der Demut, die er soeben gelernt hatte.

Die zweite Lektion, die er an diesem ersten Tag lernte, spielte sich während des abendlichen Arati am Ufer des Ganges ab: Die Schüler Sivanandas versammelten sich, um den Fluss zu verehren. Wie kann das sein, dass es Menschen gibt, die einfaches Wasser verehren, wo doch Wasser lediglich aus H2O besteht?, dachte er. Wenigstens Swami Sivananda sollte dies in seinem Medizinstudium gelernt haben! Doch Swami Sivananda schaute ihn nur an, und auf einmal sah er den Ganges nicht mehr, der Fluss verschwand. Stattdessen sah er einen Lichtstrom, der sich vom Berg herab ergoss. Die Botschaft war: Es gibt viel mehr, als du mit deinen physischen Augen sehen kannst. Alles ist Gott. Gebrauche nicht deinen winzigen Verstand, um Gott zu erkennen.

Für kurze Zeit ging er zurück in seine Heimat und wurde Dorflehrer, doch es zog ihn zurück zu Swami Sivananda in den Ashram nach Rishikesh. Im September 1947 nahm er an den Feierlichkeiten zu Swami Sivanandas 60. Geburtstag teil und verbrachte eine Woche für intensives Sadhana im Ashram. Swami Sivananda kam nach einigen Tagen an ihm vorbei und meinte nur: "Bleibe hier." Er antwortete schlicht: "Ja, Swamiji." Erst danach dämmerte ihm, dass er soeben dem Meister sein unverbrüchliches Wort gegeben hatte und dass er es nicht mehr zurücknehmen konnte.

In seiner ersten Freude meinte er, der Meister habe ihn deshalb zu sich gerufen, um ihm höhere Einweihungen in Hatha Yoga und Kundalini Yoga zu geben. Umso erstaunter war er, dass er am nächsten Tag zu Karma Yoga eingeteilt wurde und zwei neue Aufgaben bekam: Einmal sollte er die schmutzige Kleidung der Gäste am Fluss waschen, etwas, das er, der einer höheren Kaste angehörte, niemals zuvor getan hatte. Die zweite Aufgabe war, dass er Linsen, die zum Trocknen ausgelegt waren, vor dem Zugriff der Affen schützen sollte. Im Rückblick meinte er: "Der Meister hat seine eigene Art des Lehrens. Jeder Einzelne, der zum Meister kam, hatte seine besonderen Fehler." [2]

Schließlich wurde er als Mitarbeiter voll in den Ashram aufgenommen. Er legte schon bald das Brahmacharya-Gelübde ab und nahm den Namen "Vishnu Chaitanya" an. Bereits ein halbes Jahr später legte er im März 1948 zu Shivaratri sein Sannyas-Gelübde ab und erhielt den Namen "Swami Vishnu-devananda". Obwohl er aufgrund eines verzweifelten Briefes seiner Eltern noch einmal mit sich haderte, als diese ihn an seine familiären Verpflichtungen erinnerten, blieb er seinem Meister treu. "Mata nasti, Pita nasti" ('Für dich gibt es weder Mutter noch Vater') war die schlichte Antwort Sivanandas auf sein inneres Ringen.


Sannyasin

Swami Vishnu-devananda wurde bald der persönliche Assistent von Swami Sivananda. Rasch wurde er auch zum Hatha Yoga Professor der eben gegründeten Sivananda Yoga Vedanta Forest Academy ernannt, obwohl er erst 21 Jahre alt war. Er praktizierte selbst intensiv in dieser Zeit und wurde Experte für die schwierigsten Asanas, für Pranayama, Mudras, Bandhas, Kriyas usw. Swami Sivananda nannte ihn daher den "Mann ohne Knochen".[3] Wie konnte es sein, dass ihm alles so leicht fiel?

Er beschreibt selbst, wie Swami Sivananda ihm zur Intuition in die Hatha Yoga Praxis verhalf: "Ich mochte Hatha und Raja Yoga von Anfang an. Als ich zum ersten Mal den Meister traf, kam alles zu mir. Ich konnte Asanas und Pranayama ganz leicht ausüben. Es kam einfach, ich lernte es nicht, wie ich es euch jetzt lehre. Eigentlich waren sie noch nicht einmal Bestandteil des Ashram Programms, denn sie waren nicht mehr sehr bekannt und wurden nicht klar unterrichtet. Aber der Meister hat mein Wissen aus vergangenen Leben wiedererweckt, so dass ich in der Lage war, dieses ganze Yogasystem aus der Vergangenheit zu beleben. [… ]

Das war so, weil der Meister mich irgendwo berührte. Mein Körper und mein Geist wurden ein Instrument in den Händen meines Meisters, um Hatha Yoga wieder zu erwecken. Damals hatte ich nicht die Erfahrung, die ich heute habe. Aber langsam, langsam kam es, Schritt für Schritt kamen die Methoden, wie die Positionen aussahen, wie man beginnt, wie man endet. So wurde das ganze System aus meinen vergangenen Lebenserfahrungen wieder zurückgebracht und in eine spezielle Unterrichtsmethode geformt."[4]

Swami Vishnu-devananda ein würdiger Sannyasin

Trotz seiner intensiven Erfahrungen und der gewichtigen Stellung, die er von seinem Meister im Ashram erhalten hatte, sah er zu dieser Zeit immer noch wie ein Junge aus. Er ließ sich daher die Haare und einen Bart wachsen, um wie ein großer Yogi zu wirken. Auf rührende Weise wurde sein jäh aufglühendes Ego-Fieber von seinem Meister schnell wieder in Schranken gewiesen. Swami Sivananda kam und sagte eines Tages zu ihm: Ja, Vishnu Swami, der Bart steht Dir. Ja, es stimmt, wir müssen alle gut aussehen und Menschen beeindrucken. Ja, ja, mach nur so weiter." Sofort rasierte er den Bart ab, und solange er sich selbst rasieren konnte, ließ er sich nie wieder einen Bart wachsen.

Bald nachdem er Sannyas genommen hatte, fühlte er ein tiefes Bedürfnis, sein Sadhana zu intensivieren. Die umfangreiche Arbeit für seinen Guru ließ ihn damit in Konflikt kommen. Doch Swami Sivananda kam seinem unruhigen, rebellischen Geist zuvor und entließ ihn aus seinem Dienst. Er brach auf in ein Leben als Wandermönch. "Von nun an begann eine neue Dimension meines spirituellen Lebens. Es gab keine Unterstützung oder Schutz durch den Lehrer mehr. Ich war alleine, versuchte, Antworten zu finden und hatte immer noch den vollkommenen Glauben an meinen Meister im Herzen. Ich vergaß ihn nie, ich dachte mehr an ihn als jemals zuvor. Aber das Leiden war gegenwärtig. Mehr als ein Jahr war ich auf Wanderschaft als Pilger."[5]

In dieser Zeit begegnete er auch einem anderen Yogameister, der ihm weitere Pranayama-Techniken beibrachte.

Danach kehrte er für weitere sieben Jahre in den Sivanada-Ashram nach Rishikesh zurück. Mit seiner neugewonnenen Energie und einem vertieften Glauben verwirklichte er viele neue Projekte mühelos. Er spürte, dass er durch die Praxis von Pranayama und Dhyana das Körperbewusstsein transzendieren konnte. Die intensive spirituelle Praxis hatten ihm außergewöhnliche Energien, Ausdauer und Vitalität zur Verwirklichung seiner Aufgaben gegeben. Er leitete das Kirtansingen an, er pflegte die Kranken und arbeitete als Swami Sivanandas Assistent. Er managete viele Publikationen, leitete die Ashram-Küche und überwachte den Bau von Sri Gurudevs Tempel und andere Bauten. Er reiste viel durch Indien und viele Besucher aus aller Welt kamen zu ihm, um Yoga zu lernen. Immer wieder erhielt er Einladungen, sie zu besuchen.


Aufbruch gen Westen

Im März 1957 gab Swami Sivananda ihm als 30jährigen den Auftrag, nach Amerika zu gehen, um Yoga in den Westen zu bringen: "Die Menschen dort warten darauf, dass du ihnen Yoga beibringst." Viele spirituelle Seelen hatten sich dort reinkarniert. Es war zunächst an eine einjährige Vortragsreise angedacht. Mit dem Segen des Meisters und einem 10-Rupien-Schein - vielleicht als Symbol dafür, dass sein Meister materiell immer für ihn sorgen würde – machte er sich auf den Weg. Er hatte nichts im Gepäck als seine unbeschreibliche Energie und seinen Enthusiasmus.

Swami Vishnu-devananda reiste in vielen kleinen Etappen. Er fuhr am Rand des Pazifik entlang über Ceylon, Singapur, Malaysia, Hongkong, Australien und Hawaii. Immer wieder traf er auf Sivananda-Schüler, die ihn unterstützten und ihm bei der Organisation von Yogastunden und Veranstaltungen halfen. Das Geld, das er dabei einnahm, verwendete er für die jeweils nächste Etappe seiner Reise. Aus Dankbarkeit erhielt er in Indonesien vom Polizeichef, der sein Schüler war, sogar einen Internationalen Führerschein geschenkt, ohne dass er jemals Fahrstunden genommen hätte. Jeder in Amerika habe einen Führerschein, so dessen Überzeugung.

Schließlich erreichte er Ende 1957 San Francisco. Dort gab er ebenfalls Yogastunden. 1958 erhielt er von der medizinischen Fakultät der UCLA (Universität) von Kalifornien für verschiedene Tests, denen er sich unterzog, 50 $ pro Tag Aufwandsentschädigung. Davon kaufte er sich ein gebrauchtes Auto und brachte sich auf einem Parkplatz selbst das Fahren bei. Er fuhr Richtung Osten kreuz und quer durch das Land und lernte dabei viel über Amerika. Früchte, Nüsse und Wasser hatte er immer als Proviant im Auto. Wenn er durch die Yogastunden nicht genügend Einnahmen hatte, diente ihm das Auto auch als Nachtlager.

Swami Vishnu-devananda im Rad

Sein Ziel war New York, denn New York stand in seiner Vorstellung stellvertretend für Amerika. Dort wollte er sich dauerhaft niederlassen. Mit einem Umweg über Ostkanada, wo er unterwegs Yogakurse in Ottawa und Montreal unterrichtete, erreichte er endlich New York und begann dort im Herbst 1958 Yoga zu unterrichten.

Ein Schüler erzählt vom damaligen Unterricht: "Er saß kreuzbeinig auf dem Bett in seinem billigen Hotelzimmer, damit ich auf dem Boden Platz hatte. Mit seinem gelben Schreibblock auf dem Schoß schrieb er sein "Großes Illustriertes Yoga-Buch". Es war mir kaum bewusst, dass meine Spende, die ich geben würde, darüber entscheiden könnte, ob Swamiji an diesem Tag essen würde oder nicht. Dann kamen die Kurse in billigen Proberäumen am Broadway, Studios unterm Dach und anderen erschwinglichen Orten, bis das erste feste Sivananda Yoga Vedanta Center in der East 20th Street angemietet wurde."[6]

Sein Impuls war zunächst, Yoga so zu verbreiten wie in Indien, auf Spendenbasis. Er druckte Plakate, hielt Vorträge, gab Yogastunden, manchmal in Hotelzimmern, manchmal in Kirchen. Erst allmählich lernte er, dass Yoga im Westen systematischer aufgebaut werden musste.

Er konnte jedoch nicht in New York bleiben, da er keine Niederlassungsbewilligung für die Vereinigten Staaten bekam. Er ging nach Kanada und überließ seinen Schülern das Center in New York. Die kanadische Politik war für ihn günstiger. Unterstützt von einigen Jesuitenpriestern, die er in Yoga unterrichtet hatte, wurde er kanadischer Einwanderer. 1959 gründete er in Montreal das erste Sivananda Yoga Vedanta Centre. Für den Rest seines Lebens war Montreal und später sein Ashram in Val Morin, 50 km nördlich der Stadt, sein Hauptstützpunkt. Zu Beginn reiste er noch oft zwischen New York und Montreal hin und her und hatte zu dieser Zeit erstmals den Gedanken, selbst das Fliegen zu erlernen, um in einem kleinen Privatflugzeug seine Reisekosten zu verringern.

Da im Sommer 1959 die Schüler ausblieben, beschloss er, seinen Unterricht dorthin zu verlegen, wo auch seine Schüler waren: im Laurentiangebirge, nördlich der Stadt. Das 1. Yogacamp führte er in St. Hippolyte in der Nähe von Val Morin durch, in einem kleinen Häuschen unter einfachsten Verhältnissen. Es dauerte drei Wochen. Ihn berührte, wie leicht es den Schülern fiel, ihre Bequemlichkeit und ihren Luxus hinter sich zu lassen. Er erkannte, dass es hier einen fruchtbaren Boden gab, um yogische Samen zu säen. Durch dieses erste dreiwöchige Retreat entstand die Idee, Yogaferien anzubieten.

1960 veröffentlichte er sein erstes Buch: "Complete Illustrated Book of Yoga." Es war das erste Yoga-Buch im Westen, in dem eine ganze Reihe von Asanas systematisch dargestellt wurden. Er erhielt 200 $ Vorschuss. "Diese 200 $ haben mir buchstäblich das Leben gerettet und legten die Basis für die Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Center auf der ganzen Welt," sagte er später oft.[7]

Immer wieder hatte er in seiner Meditation die Lichtvision, dass in Val Morin, wo alljährlich das Sommercamp stattfand, ein größeres Center entstehen sollte. Mit Hilfe von Schülern kaufte er ein Grundstück und im Februar 1962 begannen die monatelangen Arbeiten: Er und seine Schüler arbeiteten hart: Bäume mussten gefällt und Land gerodet werden. Im Sommer eröffnete das Sivananda Ashram Yoga Camp seine Pforten, das Vishnu-devanandas bevorzugter Aufenthaltsort werden sollte. Nur widerwillig stimmte er zu, für die Teilnahme am Yogacamp einen geringen Betrag festzusetzen.

Nach und nach eröffnete er vier weitere Ashrams: 1967 wurde auf den Bahamas ein zweiter Ashram gegründet. Den dritten Ashram startete er im Sommer 1971 in Grass Valley in Kalifornien und später kam als vierter Ashram die Sivananda Yoga Ranch in Woodbourne bei New York hinzu. Den fünften Ashram gründete er 1978 in Neyyar Dam nahe der Stadt Trivandrum in seiner Heimat Kerala. Daneben wurden in den 1970ern mehrere Yogazentren gegründet, so in Toronto, New York, Washington, Los Angeles, London, Wien, Genf, Madrid und noch andere mehr.

Während des Intensiv-Sommercamps 1963, als alles noch im Aufbruch war und die Verhältnisse zwischen den alten Divine Life Center von Sivananda und den neugegründeten Sivananda Yoga Vedanta Center noch ungeklärt waren, erhielt er im Juni ein Telegramm, dass es seinem Meister Sivananda gesundheitlich schlecht ginge. Er war hin- und hergerissen zwischen dem Gefühl, an Ort und Stelle unabkömmlich zu sein und dem Bedürfnis, seinen Meister ein letztes Mal sehen zu wollen. Am 11. Juli schließlich wollte er abfliegen, als die Nachricht eintraf, dass es dem Meister besser ginge. Der Flug wurde annulliert. Am 14. Juli traf dann überraschend die Nachricht ein, dass Swami Sivananda Maha Samadhi erreicht und seinen physischen Körper verlassen habe. Er war sehr bekümmert, dass er während der letzten Augenblicke seines Lebens nicht bei seinem Meister gewesen ist.

In der Nacht vom 16. auf den 17. Juli wachte er nachts gegen 3 Uhr in seinem Zelt auf und hörte eine vertraute Stimme rufen: "Vishnu Swami, Vishnu Swami." Er stand auf und ging nach draußen, weil er meinte, dass ihn jemand aus einem anderen Zelt gerufen habe. Doch niemand war da. Auf einmal stand Sivananda überlebensgroß vor seinem Zelt. "Ich werde immer bei dir sein", sagte er. Swami Vishnu-devananda setzte sich sofort in Meditation und wurde in höhere Bewusstseinszustände erhoben. Er fühlte tiefen inneren Frieden und aller Gram und aller Kummer lösten sich auf. Er wusste, dass ihn die Kraft seines Meisters auch nach Verlassen des physischen Körpers immer leiten würde. Auch am nächsten Tag war noch ein besonderes Licht auf dem Gelände sichtbar.


Friedensmissionen

Kunstbild von Swami Vishnu-devananda

Für Swami Vishnu-devananda war Yoga nahezu identisch mit Friedensdienst. 1967 hatte er im Yoga Retreat auf Paradise Island eine schreckliche Vision von einem Feuerwall, der sich über die ganze Erde ausbreitete und alles auslöschte. Er interpretierte diese Vision als drohenden Atomkrieg. Spätestens seitdem tat er alles, was in seinen Kräften stand, um Friedensimpulse zu setzen.

Um den Menschen friedvolles Denken zu lehren, begann er ab 1969 im Westen den systematischen Ausbau von intensiven, mehrwöchigen Yogalehrerausbildungen. Der Hintergedanke: Ein Mensch, der Yoga übt, wird auf Positivität eingestimmt. Durch die Ausbildung neuer Yogalehrer sollten möglichst viele Menschen mit Yoga erreicht werden. Besonders Hatha Yoga entspannt, gibt Energie und öffnet die Herzen und damit den Zugang zur Spiritualität und zu innerem Frieden. Innerer Frieden ist die Quelle für globalen Frieden.

Nach einigem Zögern etablierte er auch im Westen den Satsang in einer festen, auch heute noch bei Yoga Vidya üblichen Weise, mit Friedens-Mantras und Gebeten, Om Tryambakam und Arati, außerdem die Shanti-Mantras und das Singen von Om Namo Narayanaya.

Im August 1970, in der Zeit der Flower-Power-Bewegung, gab er ein Yoga-Friedens- und Musik-Festival, zu dem indische Musiker und Tänzer nach Amerika kamen, wie Ravi Shankar, Ali Akbar Khan und Balachandran. 2000 Menschen nahmen teil. Einer der Höhepunkte war, dass die gesamte Yogalehrer-Ausbildungsklasse über glühende Kohlen lief, angeführt von Swami Vishnu-devananda selbst. Einige Wochen an yogischer Reinigung sind dieser Aktion verständlicherweise vorausgegangen.[8]

Swami Vishnu-devananda organisierte Friedensdemonstrationen an nahezu allen Krisenherden der Welt. "Kopfstand für den Frieden" war eine beliebte Aktion.

Sein häufigster Weg, die Aufmerksamkeit der Menschen zu erwecken, waren jedoch Friedensmissionen in seinem "Friedensflugzeug" – erst eine Doppeldecker Piper Apache und später eine Ultraleichtmaschine. Er flog über viele Unruheherde der Welt, oft unter großem Risiko für sich selbst und "bombardierte" diese Orte mit Flugblättern und Blumen. Durch diese Flüge wurde er als "Fliegender Swami" bekannt.[9]

Er wollte mit seinen Fliegereien die Begrenzungen von Pässen und Visa durchbrechen und zeigen, dass eine Zeit gekommen war, in der Nationalismus und Patriotismus verschwanden und nur noch Einheit existierte: "Unser Planet ist klein. Entweder wir leben zusammen, oder wir sterben zusammen."[10]

Sein erstes Flugzeug, die Piper Apache, wurde 1970 von dem Künstler Peter Max liebevoll und bunt designt und bemalt. Er selbst kreierte eigens einen "Planet Earth Passport".[11] Überall, wo er hinkam, wurde der Pass abgestempelt. Er wurde damit überall hineingelassen.

Im September 1971 flog er erstmals mit dem Schauspieler Peter Sellers nach Belfast und warf dabei Blumen und Flugblätter über der Stadt ab. Er lief singend mit ihm durch No-Go-Areas, in die sich niemand sonst hineinwagte. Doch es geschah ihnen nichts. Im Oktober 1971 flog er von Tel Aviv nach Kairo und "bombardierte" den damals umkämpften Suez-Kanal ebenfalls mit Blumen und Flugblättern mit Friedensbotschaften. Weitere Ziele seiner "Friedensbomben" waren Jerusalem, Lahore und Bangladesh. Während der Flüge sang er ununterbrochen das Friedensmantra "Om Namo Narayanaya". Seine Botschaft war: "Der Mensch ist frei wie ein Vogel. Überwindet die Grenzen mit Blumen und Liebe, nicht mit Gewehren und Bomben!"

1984 fuhr Swami Vishnu-devananda im Rahmen seiner "All India Tour" in einem Doppeldecker-Bus von London nach Indien. Es war eine zweimonatige Tour voller Abenteuer, begleitet von einem Landrover und einer umgebauten Mercedes-Ambulanz. Seine eigentliche Mission begann aber erst, als er unter dem Motto "Yoga für den Frieden" mit einem Bus Indien durchquerte, um den Menschen seiner Heimat den modernen Yoga näher zu bringen und dabei im Punjab im Hindu-Sikh-Konflikt zwischen den Nationalisten der Sikhs und der indischen Regierung zu vermitteln versuchte. 2000 Menschen besuchten schließlich das dreitägige Yoga-Friedens-Festival in Amritsar.

Zum 100. Geburtstag von Swami Sivananda (1987) lud Swami Vishnu-devananda zu einer Shanti-Mala durch ganz Indien ein, denn die Zerbrechlichkeit des Weltfriedens war durch die Katastrophe von Tschernobyl (1986) wieder sehr präsent geworden.[12] Diesen großangelegten Impuls musste er jedoch mangels Praktikabilität aufgeben. Mit vereinten Kräften gelang es, eine Friedens-Mala zu organisieren, die sich über 30 Meilen zwischen Rishikesh und Haridwar hinzog, wo sich Menschen aller Kasten und aus allen Kontinenten die Hände reichten und "Om Namo Narayana" sangen und so die Friedensenergie anriefen. Swami Vishnu-devananda fuhr in Begleitung einiger Autos und Motorräder die ganze Strecke auf einem offenen Lastwagen ab. Alle sangen "Om Namo Narayana". Swami Vishnu-devananda erzählte später seinen Schülern, dass dies der wichtigste Tag in seinem Leben gewesen sei.

Eine Friedensinitiative von 1987 war auch die "Om Namo Narayanaya Bank": Hoch oben im Himalaya auf einer Bergspitze gegenüber seiner eigenen Höhle wurden Millionen von Om Namo Narayanaya Mantras eingelagert, die von Schülern aus der ganzen Welt geschrieben worden waren, um die Energien der Erde zu verwandeln.


Mauerflieger

Swami Vishnu-devananda hatte bereits Anfang der 1980er Jahre die Vision: Die Berliner Mauer muss weg. Am 15. September 1983 überflog er ohne jegliche Begleitung mit einem Ultraleichtflugzeug – in der damaligen Presse "fliegender Rasenmäher" genannt – die Mauer und landete 7.45 Uhr in Ostberlin. Aufgrund von Bodennebel hatte er Orientierungsschwierigkeiten und landete nicht wie geplant auf dem Alexanderplatz, sondern auf dem erst kurz zuvor abgeernteten Feld des St.-Joseph-Krankenhauses im Ostberliner Bezirk Weißensee.

Dem dort arbeitenden Landwirt des Krankenhauses machte er auf Englisch deutlich, dass er auf Friedensmission unterwegs sei und dass er die Polizei verständigen solle. Den neugierig herbeigeeilten Mitarbeitern des Krankenhauses überreichte er zwei große Chrysanthemen-Sträuße und erzählte ihnen gestikulierend etwas über die Prinzipien von Yoga und Frieden. Später wurden die Blumen an die verzögert eintreffenden "Organe der Staatsmacht" weitergereicht.

Vier Funkwagen kamen und übergaben ihn der Dienststelle des Ministeriums für Staatssicherheit im Berliner Präsidium der Volkspolizei. Da der Friedensflug bereits lange zuvor angekündigt war, wenn auch der genaue Zeitpunkt offen blieb, zeigten sich die Beamten kooperativ und seinen friedensstiftenden Impulsen gegenüber aufgeschlossen. Bei seiner Vernehmung zeigten sie sich interessiert, und er wurde gefragt, was Yoga sei. So demonstrierte er vor den Beamten auf einem Stuhl den Handstand.

Die Beamten seien sehr freundlich gewesen und haben ihm als Vegetarier Käse-Sandwiches gereicht, erzählte er später. Nach vierstündigem Verhör wurde er mit der U-Bahn zurück nach Westberlin geschickt. Sein Fluggerät wurde einbehalten und später vermutlich verschrottet. Es war das erste private Flugzeug, das seit Errichtung der Mauer 1961 die Grenze überflog, denn Fliegen war verboten, sowohl in Ost- als auch in West-Berlin. Dass die Mission so glimpflich verlaufen ist, mag auch dem Umstand geschuldet sein, dass an diesem Tag der Regierende Bürgermeister von West-Berlin von Weizsäcker in Ost-Berlin zu einem "Betriebsausflug" mit dem Generalsekretär der DDR Honnecker verweilte und dieses Treffen nicht gestört werden sollte.[13]


Späte Jahre

1978 veröffentlichte Swami Vishnu-devananda mit Hilfe seiner Schüler das Buch "Meditation und Mantras", in das all sein spirituelles Wissen über die verschiedenen Yogawege auf lebendige Weise einfloss. Auch die Yogasutras des Patanjali sind darin vollständig aufgeführt, übersetzt und erläutert. 1978 begann er außerdem sein einjähriges Jahr des Schweigens und der Meditation. 1979 organisierte er außerdem das "Festival des Inneren Lichts".

1981 gründete er SAMA (Sivananda Ashram Members Association), einen Verband von Schülern, die im Berufs- und Familienleben standen und in der Nähe des Ashrams in Val Morin lebten. Im November 1985 zog er sich für einige Monate in seine Höhle bei Gangotri in der Nähe der Gangesquelle zurück.

Hier an diesem Ort, wo auch Narada, Sarada und Shankaracharya meditiert hatten, erfuhr Swami Vishnu-devananda eine Vision der kosmischen Einheit. Darüber schreibt Swami Sitaramananda: "Was die Augen im Herzstück des Tempels sehen, ist eine dreieckige Form eines schwarzen Felsens, der vom Boden nach oben ragt. Was der Geist erkennt, ist der heilige Shivalingam, der einst von Sri Adi Shankaracharya aufgestellt wurde. Was das Herz fühlt, ist sofortige Hingabe, die Augen wollen diese liebliche Erscheinung verschlingen, die Ohren sind erfüllt von überirdischen Liedern und Hymnen. Swamiji saß für die Puja direkt neben dem Shivalingam. Er saß mit gekreuzten Beinen und meditierte, während wir eine Verehrungszeremonie durchführten. Sein Körper zitterte, und er weinte und schluchzte. Seine Hände waren zum Gebet und demütigen Gesten gefaltet. Was er sah, können wir niemals erahnen, und er kann es niemals beschreiben. Alles, was wir sahen, war dieser wonnevolle und fremde Ausdruck auf seinem Gesicht, als er versuchte, es uns zu beschreiben: 'Ich brauchte 60 Jahre meines Lebens, um diese Vision zu haben. Es ist unbeschreiblich, diese Vision von Shiva und Parvati in einer Einheit zu sehen, der kosmische Vater und die kosmische Mutter. Es ist, als ob Mutter und Vater auf mich gewartet haben, um mir in diesem Moment diese Vision zu geben.'"[14]

Die meiste Zeit jedoch verbrachte er alleine in Mouna (Schweigen) in intensivem Sadhana. Bei seinem Aufenthalt in der winterlich-kalten Höhle zog er sich ernsthafte Frostschäden an den Zehen zu, die er aufgrund der Dunkelheit der Höhle erst entdeckte, als er diese in der Februarsonne für kurze Zeit verließ. Soldaten trugen ihn durch hüfthohen Schnee auf einem Stuhl ins Tal hinunter. Später wurde die Reise im Jeep fortgesetzt, wo es sogleich zu einem Aufprallunfall kam und sein Jahre zuvor bereits in Spanien verletztes Knie wieder einen heftigen Stoß erlitt. Nach einer Erstversorgung der Frostschäden in Indien flog er am 22.02.1986 nach Frankfurt und ließ sich in der nahegelegenen Klinik Lahnhöhe behandeln. Auch seine anderen Verletzungen und sein Diabetes wurde hier therapiert. Seine Zehen heilten schnell, und nach wenigen Wochen konnte er wieder seinen gewohnten Verpflichtungen nachgehen.

Im Januar 1991 erlitt Swami Vishnu-devananda einen Schlaganfall. Die linke Seite seines Körpers war von da an gelähmt, und er konnte nur minimal sprechen. Einige Monate später setzten seine Nieren aus, und er musste sich täglich einer Dialysebehandlung unterziehen. Obwohl er auf den Rollstuhl angewiesen und ständig pflegebedürftig war, flog er im selben Jahr noch nach Indien und zog sich für einige Zeit in seine Höhle zurück.

Trotz der hohen Arbeitsbelastung seiner Schüler, die sich in seinen letzten Lebensjahren rund um die Uhr um ihn kümmerten und ihn pflegten, erfuhren diese dennoch seinen unermüdlichen Segen. Er strahlte nach wie vor eine starke Kraft aus. Gopala Krishna, sein Schüler, schreibt: "Ich fragte mich oft, wer sich eigentlich um wen kümmerte. Es wurde mir klar, dass ich zwar Swamijis Körper diente, er sich aber um mich kümmerte und mir die Energie gab, die ich zum Durchhalten brauchte." [15]

Oder ein anderer Schüler: "Zu meiner großen Überraschung vermisste Swamiji seinen Körper nicht. Ich war nun in der Gegenwart eines weiseren, heiligeren Swamijis – voller Anmut, Frieden und Liebe. Er machte immer Späße über seinen Zustand, sagte: 'Ich bin nicht dieser Körper, dieser Körper ist nicht ich.' Ich habe ihn nicht einmal über seine Verfassung klagen hören. Er betete und meditierte mehr als vorher und niemals, auch nicht für einen Moment, ließ er davon ab, zu dienen und sich in alles mit einzubeziehen, was um ihn herum geschah."[16]

Im Oktober 1992 unternahm Swami Vishnu-devananda in tatkräftiger Unterstützung durch seine Schüler eine Ganga Parigrama, eine Pilgerfahrt den heiligen Ganges in Indien entlang, von seiner Quelle in Gomukh im Himalaya bis zur Mündung in Kalkutta. Noch in Kanada beschloss er im selben Jahr den Bau eines neuen Tempels auf einem Hügel in der Nähe des Val Morin Ashrams. Das bedeutete eine weitere große Aufgabe und Erfüllung für sein Leben. Der Tempel sollte Subrahmanya und Ayyappa gewidmet werden und wurde 18 m² groß. Er wurde erst posthum im Sommer 1994 fertiggestellt.

Während des Sommers 1993 verschlechterte sich Swami Vishnu-devanandas Gesundheitszustand zunehmend. Er war hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, den Bau des Tempels zu vollenden und seinem Wunsch, in Indien zu sein, wenn er seinen Körper verlassen würde. Nachdem seine Schüler ihm das Versprechen gegeben hatten, den Tempel zu vollenden, flog er am 22. Oktober 1993 nach Indien. Sofort nach seiner Ankunft ging er auf Pilgerreise. Sein erster Halt war der Mookambika Devi Tempel in Kollur in Südindien, wo er vorher bereits viele Male gewesen war und sich eins mit der Göttlichen Mutter fühlte.

Als er am 1. November spät abends am Tempel ankam, hatte sich sein körperlicher Zustand soweit verschlechtert, dass er am nächsten Tag in ein Krankenhaus im nahegelegenen Manipal (Karnataka) eingeliefert werden musste. Es wurde immer schlimmer, so dass er am 4. November auf die Intensivstation kam und an ein Beatmungsgerät angeschlossen wurde. Obwohl es ihm wirklich sehr schlecht ging, erschien er sehr losgelöst und friedlich. Am Morgen des 9. November verlor er das Bewusstsein. Die Ärzte stellten das Beatmungsgerät ab und sein Körper hörte auf zu atmen, nach dem Totenschein um 12:28 Uhr.[17] Sein Gesicht strahlte tiefen inneren Frieden aus.

Am Donnerstag (Gurutag), den 11. November 1993 wurde sein Körper seinem Wunsch gemäß bei Gangotri Mutter Ganga übergeben und in der Bhagirathi, dem Quellfluss des Ganges, in einer langen, würdevollen, energetisch aufgeladenen Zeremonie versenkt. So erreichte Swami Vishnu-devananda Jalasamadhi.

Charakter

Swami Vishnu-devananda

Swami Vishnu-devananda zeichnete sich durch einen äußerst vielseitigen Charakter aus. Schüler von Swami Vishnu-devananda betonen besonders seinen unermüdlichen Enthusiasmus, seine unbeschreibliche Energie und seine unerschütterliche Willenskraft. Jeder seiner Schüler erlebte ihn auf seine eigene Weise. In vielem entsprach er nicht dem gängigen Bild eines Gurus, so dass mancher Schüler Zeit brauchte, um ihn als seinen persönlichen spirituellen Lehrer anzuerkennen. Er legte keinen Wert auf äußerliche Verehrung oder Etiketten. Er rang zeitlebens mit sich und seiner Fehlerhaftigkeit und war darin seinen Schülern ein authentisches Vorbild:

"Swamiji gab niemals vor, jemand anderes zu sein, als er war, ein Mann, der darum kämpfte, Gottesverwirklichung zu erreichen und der versuchte, dem zu folgen, was Swami Sivananda ihn gelehrt hatte. Ständig betete er auf seinem Weg um Gottes Hilfe. Er stellte sich niemals zur Schau - bis spät in seinem Leben hielt er jeden davon ab, ihn zu verehren. In aller Demut wies er darauf hin, dass er alles in seinem Leben nur durch die Gnade Gottes erreicht hatte. Er wollte den Menschen verständlich machen, dass alles, was sie erreichen wollten, ebenso nur durch ihre eigenen Bemühungen möglich war und dass er sie nur auf ihrem Weg begleiten, aber sie nicht dorthin bringen konnte."[18] Demut und Disziplin allein könne er lehren - Lektionen, die auch ihn zeitlebens begleitet haben.

Sukadev spricht in einem Vortrag über die vielen Eigenschaften und Facetten Swami Vishnu-devanandas.[19] Wie im Jaya Ganesha alle Aspekte des Göttlichen und auch des Göttlichen im Menschen angesprochen werden, so hat auch Swami Vishnu-devananda alle diese Aspekte verkörpert.

Ganesha ist die Energie des Anfangs: Wie Ganesha war auch er immer offen für Neues. Er war gegenüber technischen Neuerungen aufgeschlossen, ließ bereits 1985 in allen Ashrams und Yoga-Centern PC und Fax anschaffen und benutzte sogar ein Handy, was damals noch etwas sehr Ungewöhnliches war. Außerdem war er offen für wissenschaftliche Studien und Forschungsarbeiten über Yoga. Er ermutigte auch seine Schüler, sich gegenüber Neuem zu öffnen und das, was sie nicht mochten, lieben zu lernen.

Aber auch im Yoga selbst hat er Pionierarbeit geleistet, denn das Konzept, Yoga zu verbreiten, systematische Yogakurse zu geben, die Yogalehrer-Ausbildung und Yoga-Center und Ashrams aufzubauen, alles musste an die heutigen Verhältnisse im Westen angepasst werden. Ein weiteres Ganesha-Element ist das des Abenteurers, das Swami Vishnu-devananda ebenfalls zeitlebens verkörpert hat.

Sharavanabhava ist der Aspekt des Göttlichen, der dazu aufruft, weiterzumachen, auch wenn es schwierig wird. Wenn ihm Hindernisse in den Weg kamen, ist Swami Vishnu-devananda zu großer Form aufgelaufen. Beispielsweise galt es, Hindernisse seitens der amerikanischen Behörden in der Umsetzung von Bauvorhaben in den 1950er und 60er Jahren zu überwinden, als Yoga noch recht unüblich war und manch einer Vorurteile gegenüber Yoga hatte. Selbst gelegentliche Gerichtsprozesse scheute er nicht in der Umsetzung seiner Pläne.

Auch die Hindernisse und Begrenzungen des eigenen Geistes gilt es zu überwinden: Oft war die Aufgabe, die Swami Vishnu-devananda seinen Schülern gab, an sich völlig unwichtig. Er benutzte die gestellte Aufgabe hauptsächlich, um ihnen Weite des Denkens beizubringen und um sie auf eine größere Verantwortung vorzubereiten.[20]

Der Saraswati-Aspekt betrifft den Aspekt des Künstlerischen und der Intuition sowie die Bereitschaft zu lernen. Swami Vishnu-devananda konnte Harmonium, Tablas und Tanpura spielen und war ein enthusiastischer Sänger. Auch schätzte er Musiker im Ashram und lud diese ein zu kommen. Ebenso ließ er Künstler die Ashram-Räume gestalten und die Wände bemalen.

Was den Guru-Aspekt anbelangt, so hatte Swami Vishnu-devananda eine starke Hingabe zu Swami Sivananda. Er war ein sehr emotionaler Mensch, und es kamen ihm Tränen der Rührung, oder es versagte ihm die Stimme, wenn über Swami Sivananda gesprochen wurde. Er sah sich als ein Instrument Gottes, und wenn ein Vorhaben gelang, war es stets die Energie von Swami Sivananda. Wenn etwas nicht gelang, war es dagegen sein eigenes Ego. Hellseher konnten die Aura Swami Sivanandas in ihm, über ihm oder hinter ihm sehen, wenn er Vorträge hielt und die Energie Swami Sivanandas durch ihn hindurchwirkte. Bei einer Autofahrt über die Alpen ließ Swami Vishnu-devananda einmal das Auto stoppen, und während er minutenlang die Alpen anschaute, war er von Ehrfurcht ergriffen vor der großartigen Schönheit der Landschaft, und es stiegen ihm wiederum Tränen in die Augen.

Außerdem konnte er Menschen sehr enthusiastisch zu Karma Yoga anleiten und die teilnehmenden Karma Yogis anschließend auch mal zu Pizza und Eis einladen. Swami Vishnu-devananda verkörperte zudem den Shiva-Aspekt: Er konnte auch streng sein und zu Askese anleiten oder vor zu viel Bequemlichkeit warnen. Einmal reduzierte er in einer finanziellen Krise das Essensbudget der Mitarbeiter auf einen Dollar pro Tag – was nichts anderes hieß als Ernährung mit Vollkornreis und Linsen für alle. Den Rest musste sich jeder in der freien Natur selbst zusammensammeln. Auch das Fasten einmal pro Woche empfahl er. Er selbst hatte ebenfalls Phasen, in denen er sich ganz zurückziehen und nur meditieren wollte, besonders in den letzten 15 Lebensjahren.

Schließlich hatte er auch ein Narayana-(Vishnu-)Temperament: Er wollte Gutes tun zum Wohle der anderen und sich engagieren in uneigennützigem Dienst. Er hatte auch ein Vasudeva-(Krishna-)Temperament, er hatte etwas Verschmitztes und Spielerisches. Er konnte auch Streiche spielen oder war zu kindlichen Spielereien aufgelegt. Er war ein lustiger Mensch und brachte bei seinen Vorträgen alle zum Lachen. Der Rama-Aspekt zeigte sich in seinem hohen Standard im ethischen Verhalten und in seiner Prinzipientreue.

Er war auch ein Vedantin: "Satchitananda Swarupoham". "Anandoham." "Ich bin Wonne." Darüber sprach er oft in Vorträgen vor fortgeschrittenen Schülern. Verwechsle nie das Mittel mit dem Ziel, war seine Botschaft. Man kann aus seiner wahren Natur auch schon handeln, bevor man die volle Selbstverwirklichung erreicht hat, wenn man inne hält und sein Herz spürt in alle Richtungen. In diesem Moment wird Brahman offenbar. Vedanta bedeutet nicht, Schriften zu studieren, sondern das Göttliche jetzt zu spüren und aus diesem Bewusstsein heraus zu handeln.

In einem anderen Vortrag[21] spricht Sukadev über den Charakter Swami Vishnu-devanandas im Zusammenhang mit den Tierkreiskräften. Es gibt Meister, die Amsha sind, d.h. einen Teilaspekt des Göttlichen verwirklichen, und es gibt Meister, die Purna sind und alle Aspekte des Göttlichen verkörpern. In Swami Vishnu-devanandas Charakter ließen sich alle Tierkreiskräfte wiederfinden – was aus astrologischer Sicht das Ziel eines jeden Menschen ist: Wer es schafft, alle Tierkreiskräfte zu leben, hat Selbstverwirklichung erreicht.

Spiritualität

Swami Vishnu-devananda mit Hunden

Swami Vishnu-devananda lehrte und lebte zeitlebens den ganzheitlichen Yoga. Swami Vishnu-devananda war Hatha Yogi, Raja Yogi, Karma Yogi, großer Bhakta, Wissenschaftler und Entsagender.[22]

Gopala Krishna schreibt: "Primär ist Yoga eine spirituelle Disziplin mit einer äußeren körperlichen Komponente. Die Praxis des Yoga ist wie eine Blume. Was wir sehen können – den physischen Prozess und seine Auswirkung auf den Körper - ist sehr schön. Aber diese Schönheit wird von den starken, unsichtbaren Wurzeln der Blume gestützt. Durchtrenne die Wurzeln und die Blume wird schnell austrocknen und sterben. Ähnlich ist es, wenn die körperliche Praxis des Yoga von seinen spirituellen Wurzeln getrennt wird, sie wird entstellt und somit bedeutungslos."[23]

Swami Vishnu-devananda lehrte die Gleichheit aller Religionen und die Notwendigkeit der hingebungsvollen Praxis, ganz gleich welcher Richtung. So wurden zu Weihnachten und Ostern im Ashram oft katholische Messen gefeiert. Ein Baptistenchor kam regelmäßig zu den Yogaretreats nach Nassau zum Singen. Auch Rabbi Shlomo Karlbach kam, um Tanzen und Singen der jüdischen Tradition zu lehren. Auf der Yoga Ranch in Woodbourne wurden uramerikanische Schwitzhütten abgehalten.[24]

Swami Vishnu-devananda ermutigte jeden, der eine bestimmte Religion praktizierte, bei dieser zu bleiben. Priester, Mönche und Rabbis waren regelmäßig Gäste und Redner in den Ashrams. Die Feiertage der verschiedenen Religionen wurden geehrt und gefeiert. Er sagte immer, dass die Philosophie des Yoga den Lehren anderer Religionen nicht widerspreche und dass die Yogapraxis die persönliche religiöse Praxis nur stärken würde. Gleichzeitig zögerte er nicht, den Schülern die wahre Bedeutung der Lehren ihrer jeweiligen Religion nahe zu bringen.[25]

Er traf sich mit anderen spirituellen und religiösen Führern zum interreligiösen Dialog. Er organisierte jährlich Symposien, z.B. über Yoga und Wissenschaft, über die Fähigkeiten des Geistes, über Nachhaltigkeit oder nukleare Abrüstung. Swami Vishnu-devananda ermutigte seine Schüler, ihre emotionale Natur, welche sie anderen Menschen gegenüber ausdrückten, in Bhakti (Hingabe) umzuwandeln, in den Ausdruck der Liebe zu Gott.[26]

Über die Notwendigkeit der täglichen Yoga-Praxis schreibt er: "Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Flexibilität des Körpers, besonders der Wirbelsäule und der Flexibilität des Geistes. Flexibilität des Geistes bedeutet Anpassungsfähigkeit. Das Gegenteil davon, die Starrheit des Geistes, wird Ego genannt. Da das Ego Spannung ans Nervensystem abgibt, schafft es einen starren Körper. So sagt Yoga, dass Flexibilität des Geistes und der Wirbelsäule zusammenhängen. Wenn ihr die Wirbelsäule flexibel haltet, habt ihr einen flexiblen Geist und ihr werdet feststellen, dass der flexible Geist mehr arbeiten kann als der unflexible."[27]

"Besonders für einen spirituellen Aspiranten ist Flexibilität notwendig. Wenn das Prana einmal wächst, verhindert jeder Widerstand seine freie Bewegung. Daher solltest du jeden Morgen Asanas (Yogastellungen), Pranayama (Atemübungen) und Mantra Japa (Wiederholung der Namen Gottes) praktizieren. Flexibilität der Wirbelsäule lässt die Energie richtig fließen, so dass sie nach oben statt nach unten fließt. Es ist wie beim Wasser, welches in einer groben Form abwärts fließt, aber in subtiler Form (als Dampf) aufsteigt. Auf gleiche Weise wird eine flexible Wirbelsäule deiner Energie erlauben, von den unteren Zentren zu den oberen aufzusteigen."[28]

In einer Rede in Berlin nach dem Mauerfall 1989 sagte Swami Vishnu-devananda: "Um die Yogaphilosophie zu verstehen, sind zwei Dinge wichtig: alles verändert sich – man kann diesen Prozess noch nicht einmal für einen Moment aufhalten – und Materie wird nicht zerstört. Diese Prozesse der Veränderung nennt man Geburt und Tod. Der Tod der Tomate in meinem Mund ist die Geburt meines Körpers, der Tod meines Körpers ist die Geburt von neuen Würmern, Keimen, Bakterien oder Pflanzen. Materie kann nicht erschaffen oder zerstört werden, aber sie bleibt nicht im selben Zustand, sie verändert sich."[29]

Mit Hilfe der Mantra-Energie können wir uns in diesen kosmischen Prozess des ewigen Werdens und Vergehens einschwingen. Swami Vishnu-devananda drückte das so aus: "Schon vor dem Entstehen der Erde gab es die Mantra-Energie in einem bestimmten Zustand.[...] Alles ist in einem Zustand der Schwingung; alles sind Energiewellen. Dein Körper schwingt auch auf einer bestimmten Wellenlänge. Du lernst, dich auf eine bestimmte Wellenlänge einzustimmen, um eine bestimmte Energie, Stärke oder Kraft zu bekommen. Ein Mantra ist eine besondere Wellenlänge eines spirituellen Symbols."[30]

"Je öfter du dein Mantra wiederholst, desto mehr wird das Feuer wachsen, es wird größer und größer. Dann kommt irgendwann eine bestimmte Ebene, eine sehr hohe Ebene, du meditierst schon fast auf der transzendentalen Ebene. Auf dieser Ebene kommt dein Geist automatisch in die Meditation. In dem Moment, wo du mit 'Om Namah Shivaya' beginnst, geht dein Geist direkt in die Meditation, und du meditierst auf einer höheren Ebene. Dort gibt es keinen Klang in irgendeiner Form, keine gesprochene oder telepathische Form, der Klang schwingt nur im transzendentalen Stadium. Die Schwingung von 'Om Namah Shivaya, Om Namah Shivaya' setzt sich intensiv immer weiter fort. Die Kraft dieser Energie schwingt jetzt auf einer sehr hohen Ebene; das nennt man Meditation."[31]

Werke

Fußnoten

  1. Gopala Krishna, Der Yogi, S. 25.
  2. Ebenda, S. 37.
  3. Vgl. Yoga Life 1994, Spring, S. 8.
  4. Der Yogi, S. 59.
  5. Der Yogi, S. 66-67.
  6. Der Yogi, S. 70.
  7. Yoga Life S. 15.
  8. Vgl. Yoga Life, S. 22.
  9. Vgl. Der Yogi, S. 80.
  10. Vgl. Der Yogi, S. 80.
  11. Abbildung: Yoga Life, S. 22.
  12. Vgl. Einladung "An das unsterbliche Selbst", Abb. in: Yoga Life S. 41.
  13. Ausführlicher Bericht: http://www.berlin-weissensee-geschichte-n.de/swami.htm
  14. Der Yogi, S. 164-165.
  15. Der Yogi, S. 177.
  16. Der Yogi, S. 180-181.
  17. Vgl. Der Yogi, S. 185.
  18. Der Yogi, S. 131.
  19. Es folgt die kurze Zusammenfassung eines Vortrags von Sukadev über Swami Vishnu-devananda, veröffentlicht am 15.10.2012: https://www.youtube.com/watch?v=Tgg6ScI9YLI
  20. Vgl. auch: Der Yogi, S. 127.
  21. Vortrag vom 18.01.2014 im Rahmen eines Samstagabend-Satsangs: http://mein.yoga-vidya.de/video/yoga-vidya-satsang-vom-18-januar-2014
  22. Vgl. Yoga Life, S. 46.
  23. Der Yogi, S. 149.
  24. Vgl. Der Yogi, S. 163.
  25. Vgl. Der Yogi, S. 167.
  26. Vgl. Der Yogi, S. 163.
  27. Der Yogi, S. 147.
  28. Der Yogi, S. 148.
  29. Der Yogi, S. 171.
  30. Der Yogi, S. 95.
  31. Der Yogi, S. 100.

Literatur

  • Gopala Krishna: The Yogi: Portraits of Swami Vishnu-devananda. Delhi: New Age Books (2008). ISBN 81-7822-038-3
  • Yoga Life, Spring 1994.

Weblinks

Seminare

Meditation

03.07.2015 - 05.07.2015 - Achtsame Yogapraxis als Weg in die Ruhe
In diesem Seminar ist alles was du tust eine Übung in Achtsamkeit. Wenn du Yoga-Asanas und Pranayama übst tust du dies mit Bedacht, langsamer als üblich. Wenn wir miteinander im Schweigen essen, meditieren oder die Gehmeditation üben soll alles umhüllt sein von Achtsamkeit. Wir üben gemeinsam achtsames liebevolles miteinander Sprechen und eine Meditation des Mitgefühls für dich selbst und andere Menschen. Die Vergrößerung des Gewahrseins in deinen Yogaübungen und deinem täglichen Tun und Denken...
Marlene Medalasa Mensendiek,
05.07.2015 - 10.07.2015 - Elemente Meditation
Wunderschöne angeleitete Meditationen erwarten dich – Baum-, Berg-, Bach-, See-, Feuer-, Luft-Meditationen…Damit kannst du alle Ebenen deines Seins intensiver erfahren, harmonisieren und/oder aktivieren. Sie berühren zum Einen über die Archetypen bestimmte Bilder unseres Unterbewusstseins. Zum Anderen kannst du so gezielt bestimmte Qualitäten in dir stärken, die mit einem Element zusammenhängen, z.B. - Festigkeit/Geborgenheit mit dem Element Erde – Fließen, Loslassen, Kreativität mit Wasser –...
Satyadevi Bretz,

Indische Meister

03.07.2015 - 05.07.2015 - Achtsame Yogapraxis als Weg in die Ruhe
In diesem Seminar ist alles was du tust eine Übung in Achtsamkeit. Wenn du Yoga-Asanas und Pranayama übst tust du dies mit Bedacht, langsamer als üblich. Wenn wir miteinander im Schweigen essen, meditieren oder die Gehmeditation üben soll alles umhüllt sein von Achtsamkeit. Wir üben gemeinsam achtsames liebevolles miteinander Sprechen und eine Meditation des Mitgefühls für dich selbst und andere Menschen. Die Vergrößerung des Gewahrseins in deinen Yogaübungen und deinem täglichen Tun und Denken...
Marlene Medalasa Mensendiek,
05.07.2015 - 10.07.2015 - Elemente Meditation
Wunderschöne angeleitete Meditationen erwarten dich – Baum-, Berg-, Bach-, See-, Feuer-, Luft-Meditationen…Damit kannst du alle Ebenen deines Seins intensiver erfahren, harmonisieren und/oder aktivieren. Sie berühren zum Einen über die Archetypen bestimmte Bilder unseres Unterbewusstseins. Zum Anderen kannst du so gezielt bestimmte Qualitäten in dir stärken, die mit einem Element zusammenhängen, z.B. - Festigkeit/Geborgenheit mit dem Element Erde – Fließen, Loslassen, Kreativität mit Wasser –...
Satyadevi Bretz,

Multimedia

Swami Vishnu-devananda, Lehren aus seinem Leben - Sukadev im Podcast

The media player is loading...

Arati und Twameva mit Yoga Meister Swami Vishnu-Devananda - Sukadev im Podcast

The media player is loading...

Anekdote über Swami Vishnu-devananda - Sukadev im Podcast

The media player is loading...

Swami Vishnu-devanandas Geburtstag

The media player is loading...

Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Yoga lernen
Werkzeuge
Teilen