Pflanze

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Pflanzen sind lebende Organismen des Pflanzenreichs und schließen so unterschiedliche mehrzellige Lebewesen ein wie blühende Pflanzen, Nadelbäume, Farne und Moose, sowie auch bestimmte grüne Algen, nicht jedoch roten oder braunen Tang, Pilze und Bakterien. Grüne Pflanzen beziehen ihre Energie durch Photosynthese mit Hilfe von Chlorophyll aus dem Sonnenlicht. Man schätzt ihre Vielfalt auf etwa 300.000 bis 315.000 Arten, von denen die meisten Samenpflanzen sind. Pflanzen produzieren den Großteil des molekularen Sauerstoffs der Erde und sind daher die Grundlage der meisten Ökosysteme. Sie haben Menschen und Tieren von jeher in Form von Körnern, Früchten und Gemüse als Nahrung gedient und bereichern das Leben mit ihrer Schönheit. Sie sind auch Grundlage vieler Heilmittel und Medikamente.

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Lebensspendendes Grün

Unsere Erde ist die Mutter vieler Kinder. Sie beherbergt auch viele verschiedene Pflanzenarten. Es gibt Heilpflanzen, Giftpflanzen, Kulturpflanzen, Land- und Wasserpflanzen, Zierpflanzen und noch viele andere Arten. Trotz dieser Vielfalt weisen alle Pflanzen, die gleichen Bestandteile auf, wie Wurzel, Stamm, Spross, Stängel, Ast, Zweig, Blatt, Blüte und Frucht.

Dieser Organismus ist meist in der Lage, die für uns lebensnotwendige Photosynthese zu betreiben. Bei der Photosynthese (aus dem griech. -„Licht“ (photos) und „Zusammensetzung“ (synthesis)) gibt die Pflanze Sauerstoff an die Umwelt ab und nimmt gleichzeitig Kohlendioxid auf. Aus diesem Kohlendioxid bildet die Pflanze nun, zusammen mit Wasser und Salzen, die Stoffe Glucose, Stärke und Eiweiße für ihr Wachstum. Als Energielieferant dient ihr dabei unser Sonnenlicht.

Aus schamanischer Sicht lehren uns die Pflanzen „Wachstum“ mit Vertrauen und Unschuld. Eine Pflanze fragt nicht, ob es der richtige Platz zum Gedeihen ist. Ihr Same fällt auf Mutterboden, wird mit Hilfe des Wassers in den Boden geschwemmt und Licht lässt den Samen keimen und wachsen. Selbst die kleinste Mauerritze oder die unwirtlichsten Gegenden dienen als Nährboden, und die Pflanzen vermehren sich in Harmonie und Einheit.

Der indianische Schamanismus, mit seinen Medizinrädern, teilt die Pflanzen in 5 Gruppen auf. Dem Süden werden die Gräser zugeordnet. Sie bewegen sich weich und sanft im Wind und „fliessen“ wie das Wasser. Dem Westen werden die Kräuter, Sträucher, Büsche, die Früchte und das Gemüse zugeordnet, alles nährende Pflanzen. Im Norden stehen die Blumen auf dem Medizinrad. Sie bewegen sich in ihrer ganzen Pracht im Wind und lassen auch ihre Samen häufig durch den Wind weitertreiben, bzw. die Insekten nutzen den Wind, um von Blüte zu Blüte zu fliegen und sie zu bestäuben. Zu guter Letzt finden wir im Osten die Bäume (im indianischen: „Die aufrechte Nation“). Die Bäume lehren uns aufrecht und fest verwurzelt durch das Leben zu gehen, mit Wurzel, Stamm und Krone. Sie lehren uns, „der Baum des Lebens“ zu werden. Im Zentrum des Medizinkreises sind die sogenannten Lehrerpflanzen beheimatet. Die Mutter der Lehrerpflanzen ist Ayahuasca, auch „Seelenranke“ genannt. Dies ist eine Teemischung aus 2 psychoaktiven Pflanzen. Die verwendete Liane Banisteriopsis caapi wächst im El Oriente, dem Amazonasgebiet der Quequa Indianer. Sie wird zusammen mit den Blättern von Chacrona oder Challiponga gekocht.

Unsere heimische Lehrerpflanze ist der Hanf (auch „Cannabis Sativa“ genannt). Sativa lässt sich übrigens mit „nützlich“ übersetzen, so ist Cannabis = Hanf und sativa = nützlich, folglich nützlicher Hanf. Hanf zählt zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Welt und wird seit prähistorischen Zeiten für viele unterschiedliche Zwecke verwendet. Die Fasern wurden zu Seilen und Kleidung verarbeitet und die Samen zu Nahrung. Hanfsamen zeichnen sich besonders durch ihre hochgradige Anreicherung mit Proteinen und essentiellen Fettsäuren aus. Viele Völker dieser Erde haben den Hanf nicht zuletzt wegen dieser Samen angebaut und meist als eine Art Brei zu sich genommen. In früheren Zeiten gab es auch bei uns weite Hanfanbauflächen. Erkennbar an den noch heute existierenden Straßen- und Wegnamen in unseren Ortschaften, wie Hanfweg, Hanfgarten, Hanfwiesen, Hanfmühle oder Hanfäcker.

In der Medizin kann Hanf weitreichend eingesetzt werden, z.B. bei AIDS, MS oder Krebs. Er beseitigt Symptome wie Brechreiz, Apathie und Schmerzen. Besonders die appetitanregende Wirkung hilft, die bei einer Chemotherapie auftretende Abmagerung aufzuhalten. Die Patienten bekommen wieder Hunger, besonders auf Speisen mit einem hohen Milch- und Zucker-Anteil. Außerdem besitzt Hanf eine aseptische Wirkung. Bei der Erkrankung des Grünen Stars kann Hanf eingesetzt werden, da das THC den Augendruck kontrolliert.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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